TESTOVIRON DEPOT 250

EurimPharm Arzneimittel GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Testosteron →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N2 3X1 ML 49,15 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Testosteronersatztherapie bei männlichem Hypogonadismus, wenn der Testosteronmangel klinisch und labormedizinisch bestätigt wurde

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml Injektionslösung enthält 250 mg Testosteronenantat, entsprechend 180 mg Testosteron

  • Hypogonadismus des Mannes
    • Testosteron-Serumspiegel vor Beginn und während der Einleitung der Therapie bestimmen
      • zu niedriger Serumspiegel
        • Injektionsintervall sollte verkürzt werden
      • zu hoher Serumspiegel
        • Verlängerung des Injektionsintervall in Betracht ziehen
    • Dosierung
      • Richtwert: 1 ml Injektionslösung (entsprechend 250 mg Testosteronenantat) / 2 - 3 Wochen
        • individuelle Dosierung je nach klin. Bild und gemessenen Testosteronserumspiegeln
        • bei anhaltenden und schmerzhaften Erektionen (Priapismus)
          • Dosisreduktion oder Therapie vorübergehend absetzen
    • Kinder und Jugendliche < 12 Jahre
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
      • Neugeborene und Kleinkinder
        • Anwendung kontraindiziert

Dosisanpassung

  • ältere Patienten
    • begrenzte Daten deuten darauf hin, dass keine Dosisanpassung erforderlich ist
  • Patienten mit Leberschädigung
    • keine formalen Studien
    • frühere oder bestehende Lebertumore
      • Anwendung kontraindiziert
  • Patienten mit Nierenschädigung
    • keine formalen Studien

Kontraindikationen

Testosteron - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Testosteron
  • Lebertumore (frühere oder bestehende)
  • androgenabhängiges Karzinom der Prostata oder der männlichen Brustdrüse
  • Hypercalcämie (bei malignen Tumoren)
  • Prostataadenom
  • nephrotisches Syndrom
  • Neugeborene und Kleinkinder
  • Anwendung bei Frauen
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit

Nebenwirkungen

Testosteron - invasiv
  • Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Progression von subklinischen Prostatatumoren
      • benigne und maligne Lebertumore
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Polyzythämie (Erythrozytose)
      • Anstieg des Hämatokrit
        • vergleichbare Haufigkeit dieser Nebenwirkungen wurde auch in Verbindung mit der Anwendung anderer testosteronhaltiger Produkte beobachtet
      • Anstieg der Erythrozyten
        • vergleichbare Haufigkeit dieser Nebenwirkungen wurde auch in Verbindung mit der Anwendung anderer testosteronhaltiger Produkte beobachtet
      • Anstieg des Hämoglobin
        • vergleichbare Haufigkeit dieser Nebenwirkungen wurde auch in Verbindung mit der Anwendung anderer testosteronhaltiger Produkte beobachtet
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Überempfindlichkeitsreaktionen
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Gewichtszunahme
      • Wasser- und Elektrolytretention: Ödeme (bei hochdosierter Langzeittherapie)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Appetitzunahme
      • Anstieg des Glykohämoglobin
      • Hypercholesterinämie
      • Anstieg der Triglyceride im Blut
      • Anstieg des Cholesterin im Blut
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Peliosis hepatis
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hypercalcämie
      • Veränderungen der Elektrolytwerte bei hoher Dosierung und/oder Langzeittherapie
        • Retention von Natrium-, Chlorid-, Kalium-, Calcium- und Phosphat- Ionen und von Wasser
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Depression
      • emotionale Störung
      • Schlaflosigkeit
      • Ruhelosigkeit
      • Aggressivität
      • Reizbarkeit
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Angst
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
      • Müdigkeit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Migräne
      • Tremor
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Nervosität
      • Parästhesie
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hitzewallung
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • kardiovaskuläre Störung
      • Hypertonie
      • Schwindel
  • Herzerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Kreislaufstörungen
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Infektionen der oberen Atemwege
      • Schlafapnoe
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Bronchitis
      • Sinusitis
      • Husten
      • Dyspnoe
      • Schnarchen
      • Dysphonie
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Verstopfung
      • Durchfall
      • Meteorismus
      • abdominale Schmerzen
      • Übelkeit
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Verdauungsstörungen
      • intraabdominelle Blutung
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • anormale Leberfunktionswerte
      • Anstieg der Glutamatoxalacetattransaminase
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließl. Einzelfälle
      • Gelbsucht mit Gallestauung
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Gelbsucht
      • Lebervergrößerung
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Akne
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Alopezie (androgenetisch)
      • Erythem
      • Hautausschlag (einschließl. papulöser Hautausschlag)
      • Pruritus
      • trockene Haut
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Seborrhoe
      • Rötung
      • Urtikaria
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Arthralgie
      • Schmerzen in den Extremitäten
      • Muskelstörungen (Muskelkrampf, Muskelzerrung und Muskelschmerzen)
      • Steifigkeit in der Skelettmuskulatur
      • Anstieg der Kreatinphosphokinase im Blut
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Mylagie
      • vorzeitiger Verschluss der Epiphysenfuge (bei vorpubertären Jungen)
      • beschleunigte Knochenreifung
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Abnahme des Harnflusses
      • Harnverhaltung
      • Harnwegsstörung
      • Nykturie
      • Dysurie
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • reversible Unterbrechung / Veränderung oder Verminderung der Spermatogenese (hoch dosierte langfristige Anwendung)
        • einschl. Abnahme der Hodengröße
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Anstieg des prostataspezifischen Antigens
      • abnormaler Untersuchungsbefund der Prostata
      • benigne Prostatahyperplasie
      • Gynäkomastie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Priapismus
      • intraepitheliale Neoplasie der Prostata
      • Prostatadysplasie
      • Verhärtung der Prostata
      • Prostatitis
      • Prostata-Störungen
      • Libidoveränderungen (erhöhte / verminderte Libido)
      • Hodenschmerzen
      • Verhärtung der Brust
      • Brustschmerz
      • Anstieg des Estradiol
      • Anstieg des Testosterons im Blut
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Prostatakrebs
      • Harnabflussbehinderung
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Brustschmerzen
      • Oligozoospermie
      • erhöhte Erektionshäufigkeit
      • Prostataerkrankungen
      • vorzeitige Pubertät (bei vorpubertären Jungen)
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • verschiedene Arten von Reaktionen an der Injektionsstelle, einschl.
        • Schmerzen
        • Beschwerden
        • Pruritus
        • Rötung / Erythem
        • Hämatome
        • Reizung
        • Verhärtung
        • Schwellung
        • Entzündung
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Asthenie
      • Hyperhidrosis (Hyperhidrosis und Nachtschweiß)
  • Untersuchungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • gesenkte Serum-LDL-, -HDL- und Triglycerid-Werte
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • erhöhte PSA-Werte (prostataspezifisches Antigen)
  • Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • pulmonale Mikroembolie während oder unmittelbar nach der Injektion einschl.
        • Husten
        • Dyspnoe
        • Unwohlsein
        • Hyperhidrosis
        • thorakale Schmerzen
        • Schwindel
        • Parästhesie
        • Synkope

weitere Nebenwirkungen die bei bst. Patienten beobachtet wurden

  • Frauen
    • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Klitorishypertrophie (nur teilweise reversibel)
        • als unnatürlich empfundene Steigerung der Libido
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Virilisierung
          • einschl. Akne vulgaris, Hirsutismus, androgenetischer Alopezie, Veränderung der Stimme
  • Kinder
    • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Akne vulgaris
    • Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Beschleunigung des Wachstums und der Knochenreifung
        • vorzeitiger Epiphysenfugenschluß und damit verminderte Endgröße
    • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Virilisierung

Anwendungshinweise

  • Injektionslösung zur intramuskulären (i. m.) Anwendung
    • tief in den Gesäßmuskel, unter Einhaltung der für i. m.-Injektionen üblichen Vorsichtsmaßnahmen
  • die Injektion muss sehr langsam erfolgen
  • intravasale Injektionen vermeiden
  • Verabreichung unmittelbar nach Öffnen der Ampulle
  • zum Erreichen der niedrigen Dosisstufen
    • der 250 mg Testosteronenantat-Ampulle entsprechende Aliquots mit einer 1-ml-Injektionsspritze mit 0,01 ml- Graduierung entnehmen:
      • 0,2 ml entspr. 50 mg Testosteronenantat
      • 0,4 ml entspr. 100 mg Testosteronenantat usw.

Stillzeithinweise

Testosteron - invasiv
  • Testosteron darf bei stillenden Frauen nicht angewendet werden
  • Testosteron ist nur zur Anwendung bei Männern bestimmt

Schwangerschaftshinweise

Testosteron - invasiv
  • Testosteron darf bei schwangeren Frauen nicht angewendet werden
  • Testosteron ist nur zur Anwendung bei Männern bestimmt
  • Fertilität
    • die Testosteronersatztherapie kann die Spermatogenese reversibel unterdrücken

Warnhinweise

Testosteron - invasiv
  • Hinweis
    • die Anwendung anabol-androgener Steroide bei gesunden Personen zur Förderung des Muskelansatzes und zur Leistungssteigerung im Sport stellt keine medizinische Indikation dar
  • Testosteronersatztherapie bei männlichem Hypogonadismus
    • vor Therapiebeginn
      • Anwendung von Testosteron nur bei nachgewiesenem (hyper- oder hypogonadotropen) Hypogonadismus und nach vorherigem Ausschluss anderer Ursachen, die der Symptomatik zugrunde liegen können
      • eindeutiger Nachweis des Testosteronmangels
        • durch klinische Symptome, wie
          • Rückbildung der sekundären Geschlechtsmerkmale
          • Veränderung der Körperzusammensetzung
          • Asthenie
          • Abnahme der Libido
          • erektile Dysfunktion
        • sowie durch Bestätigung zweier voneinander unabhängiger Bestimmungen des Testosterons im Blut
      • gründliche ärztliche Untersuchung, um Risiko eines vorbestehenden Prostatakarzinoms auszuschließen
      • Bestimmung der Testosteron-Serumspiegel
    • während der Therapie
      • sorgfältige und regelmäßige Kontrolluntersuchungen der Prostata und der Brust mit den gegenwärtig etablierten Methoden (digitale rektale Untersuchung, Überprüfung des PSA-Serumspiegels) mindestens 1mal / Jahr, bei älteren Patienten und Patienten mit klinisch oder familiär bedingten Risikofaktoren 2mal / Jahr
      • nationale Richtlinien zur Überwachung der Sicherheit unter Testosteronersatztherapie berücksichtigen
      • regelmäßige Kontrollen von Hämoglobin und Hämatokrit (vor Therapiebeginn, im ersten Jahr der Therapie vierteljährlich, danach jährlich)
      • regelmäßige Durchführung von Leberfunktionstests
      • Bestimmung der Testosteron-Serumspiegel
        • regelmäßig
        • möglichst immer im selben Labor (Variabilität von Laborwerten)
        • individuelle Dosisanpassung, um die Aufrechterhaltung eugonadaler Testosteron-Serumspiegel sicherzustellen
    • Androgen-Langzeittherapie
      • zusätzlich regelmäßige Überprüfung folgender Laborparameter:
        • Hämoglobin
        • Hämatokrit
        • Leberfunktionstests
        • Lipidprofil
    • Kinder und Jugendliche
      • aufgrund androgener Wirkungen nicht oder nur unter strenger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses anwenden
  • Pubertätsinduktion bei Jungen mit Pubertas tarda
    • Testosteron kann durch die periphere Umwandlung zu Östrogen die Knochenreifung beschleunigen, und damit eine Verminderung der Endgröße bewirken
    • länger dauernde oder höher dosierte Anwendung: regelmäßig radiologische Knochenalterbestimmungen durchführen
    • Kinder und Jugendliche
      • präpubertäre Kinder: Körperwachstum und sexuelle Entwicklung beobachten (hochdosierte Androgene führen vorzeitigen Epiphysenschluss und sexuelle Reife herbei)
  • Unterdrückung eines übermäßigen Längenwachstums bei Jungen
    • Indikationsstellung nur unter strenger Nutzen-Risiko-Abwägung
    • Behandlung von Ärzten mit spezieller Erfahrung in pädiatrischer Endokrinologie
    • Beginn der Behandlung nach dem 14. Lebensjahr nicht mehr empfohlen
    • Langzeituntersuchungen zum Einfluss hoch dosierter Testosterongaben speziell auf Spermatogenese nicht durchgeführt
    • regelmäßige Kontrolluntersuchungen: radiologische Knochenalterbestimmung, Beurteilung des Allgemeinzustandes; Kontrolle von
      • Hodengröße
      • Hodenveränderungen
      • Anzeichen von Gynäkomastie
      • Auftreten häufiger und/oder schmerzhafter Erektionen
      • Akne
      • Ödemneigung
    • Kinder und Jugendliche
      • präpubertäre Kinder: Körperwachstum und sexuelle Entwicklung beobachten (hochdosierte Androgene führen vorzeitigen Epiphysenschluss und sexuelle Reife herbei)
  • Tumore
    • Prostata
      • Androgene können die Entwicklung eines subklinischen Prostatakrebses und einer benignen Prostatahyperplasie beschleunigen (insbesondere bei Anwendung hoher Dosen)
        • bislang gibt es keine Beweise dafür, dass sie das Risiko von Prostatakrebs oder benigner Prostatahyperplasie erhöhen
        • ebenso gibt es keine Beweise dafür, dass sie subklinischen Prostatakrebs in klinisch nachweisbaren Prostatakrebs umwandeln können, obwohl dies derzeit nicht vollständig ausgeschlossen werden kann
          • daher ist es zwingend erforderlich, Prostatakrebs auszuschließen, bevor mit der Behandlung mit Testosteronpräparaten begonnen wird
      • das Wachstum eines bestehenden Prostatakarzinoms kann beschleunigt werden
      • bei älteren Patienten das Risiko für die Entwicklung eines Prostatakarzinoms bzw. einer Prostatahyperplasie erhöht
    • Knochenmetastasen
      • Anwendung mit Vorsicht bei Krebspatienten, bei denen z.B. aufgrund von Knochenmetastasen ein Risiko für eine Hypercalcämie (und eine damit verbundene Hypercalcurie) besteht, mit Vorsicht
        • regelmäßige Kontrolle der Calciumspiegel im Serum empfohlen
    • Lebertumore
      • Fälle von benignen und malignen Lebertumoren bei Anwendern von hormonalen Substanzen, z. B. androgenen Verbindungen, berichtet; vereinzelt mit lebensgefährlichen intraabdominalen Blutungen
        • bei Auftreten schwerer Oberbauchbeschwerden, einer Lebervergrößerung oder Anzeichen einer intraabdominellen Blutung Lebertumor in differentialdiagnostische Überlegungen einbeziehen
        • das Arzneimittel gegebenenfalls absetzen
  • andere Erkrankungen
    • Patienten mit schwerer Herz-, Leber- oder Niereninsuffizienz oder ischämischer Herzerkrankung
      • sorgfältige Überwachung wegen des Risikos der Verschlimmerung oder des Wiederauftretens
      • ernsthafte Komplikationen durch die Therapie mit Testosteron möglich, charakterisiert durch Ödeme, die mit oder ohne kongestiver Herzinsuffizienz einhergehen können
        • in diesem Fall sofortiger Therapieabbruch
      • Studien zur Wirksamkeit und Unbedenklichkeit des Arzneimittels bei Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion nicht durchgeführt
        • Testosteronersatztherapie bei diesen Patienten nur mit Vorsicht
    • Patienten nach einem Herzinfarkt
      • sorgfältige Überwachung wegen des Risikos der Verschlimmerung oder des Wiederauftretens
    • Patienten, die zu Ödemen neigen
      • Vorsicht geboten, da Androgen-Behandlung Natrium- und Wasserretention verstärken kann, z. B. im Falle einer schweren kardialen, hepatischen oder renalen Insuffizienz oder einer ischamischen Herzerkrankung
      • sofortiger Therapieabbruch im Falle ernsthafter Komplikationen, die durch Ödeme mit oder ohne kongestive Herzinsuffizienz charakterisiert sind
    • Patienten mit erworbenen oder angeborenen Blutgerinnungsstörungen
      • grundsätzlich die für Patienten mit erworbenen oder angeborenen Blutgerinnungsstörungen geltenden Einschränkungen bei der Anwendung intramuskulärer Injektionen stets einhalten
      • Berichte, dass Testosteron und seine Derivate die Wirkung von Coumarin abgeleiteter oraler Antikoagulantien steigern
        • in hoher Testosteron-Dosierung ggf. Bedarf an Antikoagulantien herabgesetzt
    • Patienten mit Thrombophilie oder Risikofaktoren für venöse Thromboembolien (VTE)
      • Vorsicht geboten
      • Studien und Berichten nach Markteinführung gibt es Fälle von Thrombosen (z. B. tiefe Venenthrombose, pulmonale Embolie, okulare Thrombose) unter Therapie mit Testosteron
    • thrombophile Patienten
      • auch VTE-Fälle unter einer Antikoagulationsbehandlung berichtet, weshalb die Fortsetzung der Testosteronbehandlung nach dem ersten thrombotischen Ereignis sorgfältig abgewogen werden sollte
      • im Falle einer Fortsetzung der Behandlung sollten weitere Maßnahmen ergriffen werden, um das individuelle VTE-Risiko zu minimieren
    • Patienten mit Epilepsie oder Migräne
      • Anwendung nur mit Vorsicht, da Gefahr der Verschlimmerung
      • sorgfältige Überwachung wegen des Risikos der Verschlimmerung oder des Wiederauftretens
    • Diabetiker
      • evtl Senkung des Insulinbedarfs / der Antidiabetika-Dosis
      • verbesserte Insulinempfindlichkeit bei androgenbehandelten Patienten, die nach der Testosteronersatztherapie normale Testosteron-Plasmaspiegel erreichen, möglich
    • Patienten mit Schlafapnoe
      • Risiko der Verstärkung einer vorbestehenden Schlafapnoe im Zusamnenhang mit Risikofaktoren wie Adipositas oder chronischen Atemwegserkrankungen
    • Hypertonie
      • Anwendung mit Vorsicht bei Mannern mit arterieller Hypertonie mit Vorsicht angewandt werden
      • sorgfältige Überwachung wegen des Risikos der Verschlimmerung oder des Wiederauftretens
      • Testosteron kann einen Anstieg des Blutdrucks bewirken
  • übermäßige Androgenexposition
    • Hinweis auf ggf. erforderliche Dosisanpassung durch bestimmte klinische Symptome, wie
      • Reizbarkeit
      • Nervosität
      • Gewichtszunahme
      • lang anhaltende oder häufige Erektionen
        • wenn in Einzelfällen häufige oder anhaltende Erektionen auftreten, sollte die Dosis reduziert oder die Behandlung abgebrochen werden, um Verletzungen des Penis zu vermeiden
    • bei Persistieren der Symptome einer übermäßigen Androgenexposition oder Wiederauftreten während der Therapie im empfohlenen Dosierungsregime
      • Absetzen der Testosteron-Therapie
  • Testosteron ist nicht geeignet zur Behandlung der männlichen Sterilität
  • Medikamentenmissbrauch und Abhängigkeit
    • Androgene, wie z.B. Testosteron, sind nicht dazu geeignet, bei gesunden Personen die Muskelentwicklung zu fördern oder die körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern
    • Testosteron wurde missbrauchlich eingesetzt; typischerweise in höheren Dosen als die für die zugelassene(n) Indikation(en) empfohlenen Dosen und in Kombination mit anderen anabolen androgenen Steroiden
    • der Missbrauch von Testosteron und anderen anabolen androgenen Steroiden kann zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führen
      • darunter kardiovaskuläre (mit in einigen Fallen tödlichen Folgen)
      • hepatische und/oder psychiatrische Ereignisse
      • Abhängigkeits-und Entzugssymptome, wenn die Dosis erheblich reduziert oder die Anwendung abrupt eingestellt wird
    • der Missbrauch von Testosteron und anderen anabolen androgenen Steroiden birgt ernsthafte Gesundheitsrisiken und von einem Missbrauch ist abzuraten
  • Hinweise zur Anwendung
    • Arzneimittel exakt intramuskulär und sehr langsam (über 2 Minuten) injizieren
    • pulmonale Mikroembolie mit öligen Lösungen kann in seltenen Fällen zu Symptomen wie Husten, Dyspnoe, Unwohlsein, Hyperhidrosis, thorakale Schmerzen, Schwindel, Parästhesie oder Synkope führen.
      • Reaktionen können während oder unmittelbar nach der Injektion auftreten und sind reversibel
    • Patient deshalb während und unmittelbar nach jeder Injektion beobachten (rechtzeitige Erkennung von Anzeichen und Symptomen einer öligen pulmonalen Mikroembolie)
    • Behandlung gewöhnlich mit unterstützenden Maßnahmen, z. B. durch zusätzliche Sauerstoffgabe
    • Verdachtsfälle von anaphylaktischen Reaktionen im Anschluss an Injektion berichtet
  • Hinweise für Sportler
    • Anwendung von Testosteron kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
    • Androgene sind nicht dazu geeignet, bei gesunden Personen die Muskelentwicklung zu fördern oder die körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern
    • gesundheitliche Folgen der Anwendung als Dopingmittel können nicht abgesehen werden, schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen nicht auszuschließen
  • ältere Patienten
    • es liegen nur wenige Erfahrungen zur Sicherheit und Wirksamkeit bei der Anwendung von Testosteron bei Patienten über 65 Jahren vor
    • gegenwärtig gibt es keinen Konsens über altersspezifische Testosteron-Referenzwerte
      • es sollte jedoch berücksichtigt werden, dass die Testosteron-Serumspiegel physiologisch mit zunehmendem Alter absinken
    • Risiko für die Entwicklung eines Prostatakarzinoms bzw. einer Prostatahyperplasie kann erhöht sein
      • vor Beginn der Therapie Prostatakarzinom ausschließen
      • im Verlauf der Behandlung sind regelmäßige Kontrollen des Prostatabefundes angezeigt
  • Frauen
    • Testosteron darf nicht bei Frauen angewendet werden, da je nach individueller Empfindlichkeit gegenüber androgenen Impulsen bei Frauen Anzeichen einer Virilisierung auftreten können, wie z. B. Akne, Hirsutismus, Veränderungen der Stimme
  • Kinder
    • bei Kindern kann Testosteron, neben der Maskulinisierung/Virilisierung, auch das Wachstum und die Knochenreifung beschleunigen und so einen vorzeitigem Verschluss der Epiphysenfuge verursachen, was eine Verminderung der endgültigen Körpergröße zur Folge hat
      • zur Anwendung bei Kindern und Jugendlichen ist der individuelle Zulassungstatus des jeweiligen Produktes ist zu beachten