Tevabone 70mg Tabl und 1ug Weichkaps.4Tabl.+28Kaps

Teva GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Alendronsäure →

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N2 1 P 27,36 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung der postmenopausalen Osteoporose
    • Alendronsäure vermindert das Risiko von Wirbel- und Hüftfrakturen
    • für Alfacalcidol wurde eine signifikante Verminderung der Sturzrate bei Älteren nachgewiesen

Dosierung

Basiseinheit: 1 Tablette enthält 70 mg Alendronsäure, 1 Weichkapsel enthält 1 µg Alfacalcidol

  • Behandlung der postmenopausalen Osteoporose
    • Alendronsäure
      • 1 Tablette 1mal / Woche
    • Alfacalcidol
      • 1 Weichkapsel 1mal / Tag
    • Behandlungsdauer
      • Langzeitgebrauch
      • Notwendigkeit einer Weiterbehandlung in regelmäßigen Abständen auf Grundlage des Nutzens und potenzieller Risiken von Alendronsäure für jeden Patienten individuell beurteilen, insbesondere bei Anwendung > / = 5 Jahre

Dosisanpassung

  • Niereninsuffizienz
    • GFR > 35 ml / min
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • GFR < 35 ml/min
      • Alendronsäure aufgrund mangelnder Erfahrung nicht empfohlen
  • Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
    • Anwendung kontraindiziert
  • ältere Patienten
    • keine Dosisanpassung erforderlich

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegenüber Alendronat und/ oder Alfacalcidol oder einen der Hilfstoffe
  • Erkrankungen des Ösophagus und andere Faktoren, die die Ösophagusentleerung verzögern
    • Strikturen
    • Achalasie
  • Unfähigkeit, für mindestens 30 Minuten aufrecht zu stehen oder zu sitzen
  • Hypokalzämie
  • manifeste Vitamin-D-Intoxikation
  • Calciumkonzentrationen im Plasma über 2,6 mmol/l
  • Calcium-Phosphat-Produkt über 3,7 (mmol/l)2
  • Alkalose mit pH-Werten über 7,44 im venösen Blut (Milch-Alkali-Syndrom, Burnett-Syndrom)
  • Hyperkalzämie
  • Hypermagnesiämie
  • Dialysepatienten
  • Kinder
  • Jugendliche
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

  • Alendrononsäure
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Urtikaria und Angioödemen.
    • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Symptomatische Hypokalzämie ( meist bei Patienten mit prädisponierenden Faktoren
    • Erkrankungen des Nervensystems
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Kopfschmerzen
    • Augenerkrankungen
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Uveitis
        • Skleritis
        • Episkleritis
    • Erkrankungen des Gastrointestinaltraks
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • Bauchschmerzen
        • Dyspepsie
        • Verstopfung
        • Durchfall
        • Flatulenz
        • ösophageales Ulkus
        • Dysphagie
        • aufgetriebendes Abodem
        • saueres Aufstoßen
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Übelkeit
        • Erbrechen
        • Gastritis
        • Ösophagitis
        • ösophageale Erosionen
        • Meläna
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Ösophagusstriktur
        • oropharyngeale Ulzerationen
        • Perforationen
        • Ulzera und Blutungen im oberen Gastrointestinaltrakt
    • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
      • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
        • Hautausschlag
        • Pruritus
        • Erythem
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • Aussschlag mit PhotosensitivitätSehr selten einschließlich Einzelfälle: Einzelfälle schwerer Hautreaktionen einschließlichStevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse.
    • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
      • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
        • muskuloskelettaler (Knochen-, Muskel- oder Gelenk-)Schmerz
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • v.a. bei Krebspatienten
          • Osteonekrose des Kiefer
          • im Zusammenhang mit einer Zahnextraktion und/oder einer lokalen Infektion (einschließlich Osteomyelitis)
    • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
      • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
        • v. a. bei Therapiebeginn
          • vorübergehende Symptome einer Akute-Phase-Reaktion (Myalgie, Unwohlsein und selten Fieber)
    • Laborwerte
      • asymptomatische, leichte und vorübergehende Abnahmen des Serum-Kalziums und -Phophats (18 bzw. 10% ) bei 10 mg Alendronat / Tag
  • Alfacalcidol-Weichkapseln:
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • durch Erdnussöl hervorgerufen (Inhaltsstoff von Alfacalcidol-Weichkapseln)
        • schwere allergische Reaktionen
        • anaphylaktischer Schock
      • leichte, vorübergehende Anstiege der Phosphatkonzentration
        • Gabe von Inhibitoren der Phosphatresorption (z.B. Calciumpräparate)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • reversible heterotope Kalzifizierungen (Hornhaut und Blutgefäß
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • allergische Hautreaktionen
      • durch reversible erhöhte Calciumkonzentrationen im Blut
        • Fatigue
        • gastrointestinale Symptome
        • Durstgefühl
        • Juckreiz

Anwendungshinweise

  • Alendronsäure
    • Einnahme nur mit mind. 200 ml reinem Wasser
    • nur nach dem Aufstehen
    • mind. 30 Min. vor der ersten Aufnahme von Nahrungsmitteln, Getränken oder Medikamenten für den Tag
    • Tabletten nicht zerkauen oder im Mund zergehen lassen (Risiko für die Ausbildung oropharyngealerUlzera)
    • Patienten sollen sich mind. 30 Min. nach Einnahme nicht hinlegen
    • Einnahme nicht vor dem Schlafengehen oder vor dem ersten Aufstehen des Tages
  • Alfacalcidol
    • sollte am Abend eingenommen werden
    • Kapseln im Ganzen schlucken
    • Einnahme mit ausreichend Flüssigkeit
    • Überwachung der Serumcalciumkonzentration während der Behandlung
      • bei erhöhten Werten (> 2,6 mmol/l) überprüfen, ob zusätzlich calciumhaltigeSubstanzen aufgenommen werden
      • falls möglich Einnahme calciumhaltiger Substanzen abbrechen
      • ansonsten Alfacalcidol-Einnahme unterbrechen

Stillzeithinweise

  • Alendronsäure
    • keine Anwendung in der Stillzeit
    • Übergang in die Muttermilch nicht bekannt
  • Alfacalcidol
    • keine Anwendnung in der Stillzeit
    • Risiko der Überdosierung
    • kann Calcitriolgehalt der Muttermilch erhöhen

Schwangerschaftshinweise

  • Alendronsäure
    • keine Anwendung in der Schwangerschaft
    • keine ausreichenden Daten vorhanden
    • tierexperimentelle Studien lassen nicht auf direkte schädliche Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung oder postnatale Entwicklung schließen
      • bei schwangeren Ratten Dystokie aufgrund einer Hypokalzämie
  • Alfacalcidol
    • keine schädlichen Wirkungen beobachtet
    • keine Anwendung in der Schwangerschaft
      • erhöhtes Risikos einer Überdosierung von Vitamin-D-Derivaten
        • anhaltende Hyperkalzämie beim Kind
          • körperliche und geistige Retardierung
          • supravalvuläre Aortenstenose
          • Retinopathie

Warnhinweise

  • Alendronsäure
    • Therapieabbruch
      • Symptome einer ösophagealen Reizung
        • Dysphagie
        • Schmerzen beim Schlucken
        • retrosternale Schmerzen
        • neu aufgetretenes oder verschlimmertes Sodbrennen
    • Therapieüberwachung
      • Vergessen einer Dosis von Alendronsäure
        • eine Tablette an dem Morgen einnehmen, nachdem Versäumnis bemerkt wird
        • nicht 2 Tabletten am gleichen Tag einnehmen
      • Kontrolle der Serumcalciumkonzentrationen v.a. bei
        • Vitamin-D-Mangel
        • Hypoparathyreoidismus
        • Calciummalabsorption
      • Symptome einer Hypokalzämie beachten
      • vor Therapie mit Alendronsäure, muss Hypokalzämie ausgeglichen werden
      • angemessene Calciumaufnahme v.a. bei Glucocorticoidtherapie
    • Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
      • Einnahmeabstand von mind. 30 Min.
        • Speisen und Getränke (einschließlich Mineralwasser)
        • Calciumsupplemente
        • Antazida
  • Alfacalcidol
    • Kontrollmassnahmen
      • bei unkontrollierter Überproduktion von Calcitriol (z.B. Leukämien, Lymphome, Sarkoidose)
        • Urin- und Serumcalciumkonzentration überwachen
    • Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
      • keine gleichzeitige Einnahme von Vitamin D und seinen Derivaten
        • höheres Risiko einer Hyperkalziämie durch additiven Effekt
      • Digitalispräparate
        • kardiale Arrhythmien durch Hyperkalzämie
          • engmaschige Kontrolle
      • höhere Dosierungen von Alfacalcidol
        • Barbiturate
        • enzyminduzierende Antikonvulsiva
        • Glucokortikoide
      • Diphenylhydantoin beeinflusst Wirkung von Alfacalcidol
      • verminderte Resoprtion
        • gallensäurebindende Medikamente (Colestyramin, Colestipol)
        • Sucralfat
        • Antazida mit hohem Aluminiumgehalt
          • Einnahmeabstand von mind. 2 Stunden
      • verstärkte Wirkung
        • Östrogeneneinnahme bei peri- und postmenopausalen Frauen
      • Risiko einer Hyperkalzämie wird erhöht durch
        • calciumhaltige Produkte
        • Thiazide
        • andere Medikamente, die die Calciumkonzentration im Blut erhöhen