THEVIER 50
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| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
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| N3 | 100 ST | 14,52 € |
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Indikation
- Schilddrüsenhormonsubstitution bei Hypothyreose jeglicher Genese
- Prophylaxe einer Rezidivstruma nach Resektion einer Struma mit euthyreoter Funktionslage
- benigne Struma mit euthyreoter Funktionslage
- Begleittherapie bei thyreostatischer Behandlung einer Hyperthyreose nach Erreichen der euthyreoten Funktionslage
- Suppressions- und Substitutionstherapie bei Schilddrüsenmalignom, vor allem nach Thyreoidektomie
Dosierung
- allg. Hinweis
- individuelle Tagesdosis durch labordiagnostische und klin. Untersuchungen ermitteln
- empfohlene Dosierungen
- Hypothyreose
- Erwachsene
- initial: 50 - 100 µg Levothyroxin-Natrium / Tag
- danach: 100 - 200 µg Levothyroxin-Natrium / Tag
- Steigerung in 4- bis 6-wöchigen Abständen um 50 - 100 µg Levothyroxin-Natrium
- Behandlungsdauer
- meist zeitlebens
- Kinder
- kongenitale Hypothyreose und juveniles Myxödem
- höchstmögliche Dosis geben, die keine toxischen Wirkungen hervorruft
- Dosierung erfolgt aufgrund klin. Reaktionen, einer Wachstumsbeurteilung und entsprechender Schilddrüsenfunktionstests
- nützlichste Indikatoren
- klinisch normale Pulsfrequenz
- Ausbleiben von Durchfall oder Verstopfung
- während des 1. Lebensjahres eines Kindes mit neonataler Hypothyreose kann Niveau an Thyreotropin aufgrund Zurücksetzung der Hypothalamus-Hypophysen Achse erhöht bleiben
- Erhaltungsdosis
- 100 - 150 µg Levothyroxin-Natrium / m2 KOF / Tag
- Neugeborene und Säuglinge mit kongenitaler Hypothyreose
- rasche Substitution wichtig
- initial
- 10 - 15 µg Levothyroxin-Natrium / kg KG / Tag für die ersten 3 Monate
- danach
- individuelle Dosisanpassung je nach klinischen Befunden sowie Schilddrüsenhormon- und TSH-Werten
- erworbene Hypothyreose
- initial
- 12,5 - 50 µg Levothyroxin-Natrium / Tag
- danach stufenweise Dosissteigerung
- je nach klinischen Befunden sowie Schilddrüsenhormon- und TSH-Werten
- alle 2 - 4 Wochen, bis die volle Substitutionsdosis erreicht ist
- initial
- kongenitale Hypothyreose und juveniles Myxödem
- Erwachsene
- Prophylaxe einer Rezidivstruma
- 50 - 200 µg Levothyroxin-Natrium / Tag
- Behandlungsdauer
- einige Monate oder Jahre bis zeitlebens
- Benigne Struma mit euthyreoter Funktionslage
- 50 - 200 µg Levothyroxin-Natrium / Tag
- Behandlungsdauer
- einige Monate oder Jahre bis zeitlebens
- Behandlungszeitraum von 6 Monaten bis zu 2 Jahre erforderlich
- falls Behandlung innerhalb dieser Zeit nicht gewünschten Erfolg erbracht hat: andere Therapiemöglichkeiten in Erwägung ziehen
- Begleittherapie bei thyreostatischer Behandlung der Hyperthyreose
- 50 - 100 µg Levothyroxin-Natrium / Tag
- Behandlungsdauer
- entsprechend Dauer der thyreostatischen Medikation
- nach Thyreoidektomie wegen Schilddrüsenmalignom
- 150 - 300 µg Levothyroxin-Natrium / Tag
- Behandlungsdauer
- meist zeitlebens
- Hypothyreose
- vergessene Einnahme
- versäumte Dosis nachholen, sobald bemerkt
- falls nächste Einnahme unmittelbar bevorsteht, versäumte Dosis auslassen und nur nächste Dosis einnehmen
- keine doppelte Dosis einnehmen
Dosisanpassung
- allg. Hinweis
- bei erhaltener Restfunktion der Schilddrüse ggf. geringere Substitutionsdosis ausreichend
- ältere Patienten, Patienten mit koronarer Herzerkrankung und Patienten mit schwerer oder lang bestehender Hypothyreose
- besonders vorsichtiger Behandlungsbeginn, d. h.
- niedrige Initialdosis wählen
- Dosissteigerung langsam und in größeren Zeitabständen, unter häufigen Schilddrüsenhormonkontrollen
- ältere Menschen (Patienten > 50 Jahre)
- Dosen > 50 µg / Tag nicht empfohlen
- Patienten mit koronarer Herzerkrankung
- Tagesdosen von 25 µg oder 50 µg / 2 Tage besser geeignet
- Tagesdosis alle 4 Wochen um 25 µg oder 50 µg / 2 Tage steigern
- besonders vorsichtiger Behandlungsbeginn, d. h.
- niedriges Körpergewicht, große Struma nodosa
- erfahrungsgemäß auch geringere Dosis ausreichend
- Patienten, deren Medikation Levothyroxin und Wirkstoffe mit bekannten Wechselwirkungen umfasst
- Verabreichung mit Abstand von mind. 4 Std.
- Auftreten von Hyperthyreose-Symptomen
- wenn im Einzelfall Dosisstärke nicht vertragen wird oder Überdosierung vorliegt
- besonders bei zu schneller Dosissteigerung zu Beginn der Behandlung
- Tagesdosis reduzieren oder Einnahme des Arzneimittels für mehrere Tage unterbrechen
- sobald Nebenwirkung verschwunden ist, kann Behandlung unter vorsichtiger Dosierung wieder aufgenommen werden
- Aufzeichnung eines Referenz-EKGs vor der Therapie nützlich
- Kurvenänderungen, die durch Hypothyreose hervorgerufen werden, können mit kardialer Ischämie verwechselt werden
- wenn im Einzelfall Dosisstärke nicht vertragen wird oder Überdosierung vorliegt
Kontraindikationen
Levothyroxin-Natrium - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Levothyroxin
- unbehandelte Hyperthyreose
- unbehandelte adrenale Insuffizienz (Nebenniereninsuffizienz ohne entsprechende Corticosteroid-Substitution)
- unbehandelte hypophysäre Insuffizienz, sofern diese eine therapiebedürftige adrenale Insuffizienz zur Folge hat
- akuter Myokardinfarkt
- akute Myokarditis
- akute Pankarditis
- Durchführung von Suppresionstests kontraindiziert während Schwangerschaft und Stillzeit
- während einer Schwangerschaft gleichzeitige Einnahme von Levothyroxin und einem Thyreostatikum bei Hyperthyreose kontraindiziert
Therapiehinweise
Einnahme auf nüchternen Magen.
Nebenwirkungen
Levothyroxin-Natrium - peroral
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische Reaktionen) einschließlich Hautausschlag, Juckreiz, Ödem
- ohne Häufigkeitsangabe
- Endokrine Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hyperthyreoidismus
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hyperthyreose
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- starker Gewichtsverlust
- Appetitsteigerung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Psychiatrische Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schlaflosigkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Nervosität
- ohne Häufigkeitsangabe
- innere Unruhe
- Angstgefühle
- Affektlabilität
- Agitiertheit, Erregbarkeit
- Insomnie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Pseudotumor cerebri (besonders bei Kindern)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Tremor
- Krampfanfälle
- benignenintrakranielle Hypertonie, v.a. bei Kindern
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Herzerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Herzklopfen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Tachykardie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herzrhythmusstörungen
- Angina pectoris, pektanginöse Beschwerden
- Palpitationen
- Herzinsuffizienz
- Herzversagen
- Myokardinfarkt
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gefäßerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hitzegefühl mit Hautrötung
- Kreislaufkollaps bei Frühgeborenen mit niedrigem Geburtsgewicht
- Hypertonie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- ohne Häufigkeitsangabe
- Dyspnoe
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- ohne Häufigkeitsangabe
- Diarrhoe
- Erbrechen
- Übelkeit
- Appetitsteigerung
- Abdominalschmerz
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- Angioödem
- Ausschlag
- Urtikaria
- Hyperhidrosis
- Haarausfall
- Haarverlust bei Kindern in den ersten Behandlungsmonaten
- jedoch in der Regel nur vorübergehend, so dass die Haare normalerweise wieder nachwachsen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Muskelschwäche
- Muskelkrämpfe
- Osteoporose unter suppressiven Levothyroxin-Dosen, insbesondere bei postmenopausalen Frauen, hauptsächlich bei einer Behandlung über einen langen Zeitraum
- Kraniostenose bei Säuglingen
- vorzeitiger Epiphysenverschluss bei Kindern mit daraus resultierender verminderter Körpergröße, durch Überdosierung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- ohne Häufigkeitsangabe
- Menstruationsstörungen
- Unfruchtbarkeit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Kongenitale, familiäre und genetische Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Überdosierung kann bei Säuglingen zu Kraniosynostosis führen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hitzeunverträglichkeit
- Fieber
- Müdigkeit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Untersuchungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gewichtsabnahme
- Verminderung der Knochendichte
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hinweis
- bei sachgemäßer Anwendung und Kontrolle der klinischen Befunde sowie der labordiagnostischen Werte keine Nebenwirkungen während der Behandlung zu erwarten
- in Einzelfällen kann es vorkommen, dass die Dosisstärke nicht vertragen wird oder der Patient möglicherweise eine Überdosis eingenommen hat
- in diesen Fällen, insbesondere bei zu schneller Dosissteigerung zu Beginn der Behandlung, können Symptome auftreten, die mit denen einer Hyperthyreose vergleichbar sind, z.B. Tachykardie, Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen (z.B Vorhofflimmern und Extrasystolen), Angina pectoris, Kopfschmerzen, Muskelschwäche und Krämpfe, Flush, Fieber, Erbrechen, Menstruationsstörungen, Pseudotumor cerebri, Tremor, innere Unruhe, Schlaflosigkeit, Hyperhidrosis, Gewichtsabnahme und Durchfall
Anwendungshinweise
- Einnahme der gesamten Tagesdosis
- morgens nüchtern
- mind. 1/2 h vor dem Frühstück
- Säuglinge: mind. 1/2 Std. vor der 1. Mahlzeit des Tages
- unzerkaut
- mit etwas Flüssigkeit
- Tabletten nicht zerstoßen (mangelnde Daten)
- bei Bedarf: Tabletten in etwas Wasser (10 - 15 ml) auflösen
- die so erhaltene Suspension, die frisch zubereitet ist, mit weiterer Flüssigkeit (5 - 10 ml) verabreichen
- bei Bedarf: Tabletten in etwas Wasser (10 - 15 ml) auflösen
Stillzeithinweise
Levothyroxin-Natrium - peroral
- Behandlung mit Schilddrüsenhormonen ist insbesondere während der Stillzeit konsequent durchzuführen
- Schilddrüsenhormonspiegel im Normbereich sind wichtig, um eine optimale Gesundheit für Mutter und Fetus sicherzustellen
- die während der Laktation selbst bei hoch dosierter Therapie mit Levothyroxin in die Muttermilch sezernierte Schilddrüsenhormonmenge reicht zur Entwicklung einer Hyperthyreose oder Suppression der TSH-Sekretion beim Säugling nicht aus
- Levothyroxin geht während der Stillzeit in die Muttermilch über
- die erreichten Konzentrationen im empfohlenen Dosierbereich reichen jedoch nicht aus, eine Hyperthyreose oder TSH-Suppression beim Säugling zu erzeugen
- Levothyroxin kann während der Stillzeit angewendet werden.
- Suppressionstests
- während der Stillzeit dürfen Suppressionstests nicht durchgeführt werden
- Anwendung zur Begleittherapie mit Thyreostatika
- während der Stillzeit darf Levothyroxin nicht zusammen mit Thyreostatika zur Behandlung einer Hyperthyreose angewendet werden
- Levothyroxin macht eine Dosiserhöhung der Thyreostatika erforderlich
Schwangerschaftshinweise
Levothyroxin-Natrium - peroral
- Erfahrung beim Menschen hat gezeigt, dass die Anwendung von Levothyroxin während der Schwangerschaft, im empfohlenen Dosisbereich, zu keiner angeborenen Fehlbildung oder fetalen/neonatalen Toxizität führt
- exzessiv hohe Levothyroxin-Dosen während der Schwangerschaft können sich negativ auf die fetale und postnatale Entwicklung auswirken
- Behandlung mit Schilddrüsenhormonen ist insbesondere während der Schwangerschaft konsequent durchzuführen
- Schilddrüsenhormonspiegel im Normbereich sind wichtig, um eine optimale Gesundheit für Mutter und Fetus sicherzustellen
- neonatale Entwicklung ist abhängig von der Schilddrüsenfunktion der Mutter
- Thyroxin ist für die Hirnentwicklung des Säuglings erforderlich
- deshalb muss eine kontinuierliche Behandlung mit Schilddrüsenhormonen, insbesondere während der Schwangerschaft, aufrechterhalten werden
- während der Schwangerschaft kann eine Dosiserhöhung erforderlich sein
- während der Schwangerschaft kann der Levothyroxin-Bedarf östrogenbedingt steigen
- Schilddrüsenfunktion sollte daher sowohl während als auch nach einer Schwangerschaft kontrolliert und die Schilddrüsenhormondosis ggf. angepasst werden
- TSH-Messungen
- da es bereits 4 Wochen nach der Empfängnis zu einer Erhöhung von Serum-TSH kommen kann, sollten bei Schwangeren, die Levothyroxin einnehmen, in jedem Trimenon TSH-Messungen durchgeführt werden, um sicherzugehen, dass die Serum-TSH-Werte der Mutter in einem Bereich liegen, der für das jeweilige Trimenon der Schwangerschaft spezifisch ist
- ein erhöhter TSH-Spiegel im Serum sollte durch eine Erhöhung der Levothyroxin-Dosis korrigiert werden
- da Postpartum-TSH-Spiegel Werten vor der Empfängnis ähneln, sollte die Levothyroxin-Dosis sofort nach der Entbindung wieder auf die vor der Schwangerschaft gegebene Dosis zurückgebracht werden
- TSH-Spiegel im Serum sollten 6 - 8 Wochen postpartum überprüft werden
- da es bereits 4 Wochen nach der Empfängnis zu einer Erhöhung von Serum-TSH kommen kann, sollten bei Schwangeren, die Levothyroxin einnehmen, in jedem Trimenon TSH-Messungen durchgeführt werden, um sicherzugehen, dass die Serum-TSH-Werte der Mutter in einem Bereich liegen, der für das jeweilige Trimenon der Schwangerschaft spezifisch ist
- Anwendung zur Begleittherapie mit Thyreostatika von Levothyroxin als Begleittherapie bei Behandlung einer Hyperthyreose kontraindiziert
- während der Schwangerschaft darf Levothyroxin nicht zusammen mit Thyreostatika zur Behandlung einer Hyperthyreose angewendet werden
- Levothyroxin macht eine Dosiserhöhung der Thyreostatika erforderlich
- da Thyreostatika die Plazenta leichter passieren als Levothyroxin, kann die Kombinationstherapie beim Fetus eine Hypothyreose hervorrufen
- daher sollten während der Schwangerschaft nur Thyreostatika (Monotherapie) zur Behandlung der Hyperthyreose angewendet werden
- Suppressionstests
- während einer Schwangerschaft dürfen Suppressionstests nicht durchgeführt werden
- diagnostische Anwendung im Rahmen des Schilddrüsensuppressionstests muss während der Schwangerschaft unterbleiben, da die Anwendung von radioaktiven Substanzen bei Schwangeren kontraindiziert ist
- Fertilität
- Erkenntnismaterial über Schädigungen der männlichen oder weiblichen Fruchtbarkeit nicht vorliegend
- es existieren keinerlei Verdachtsmomente oder Anhaltspunkte
- Hypothyreose oder Hyperthyreose haben wahrscheinlich einen Einfluss auf die Fertilität
- bei der Behandlung einer Hypothyreose mit Levothyroxin muss die Dosis anhand der Laborergebnisse eingestellt werden, da eine unzureichende Dosis die Hypothyreose wahrscheinlich nicht verbessert und eine Überdosierung zu einer Hyperthyreose führen kann
- Erkenntnismaterial über Schädigungen der männlichen oder weiblichen Fruchtbarkeit nicht vorliegend
Warnhinweise
Levothyroxin-Natrium - peroral
- vor Beginn der Schilddrüsenhormontherapie sind folgende Krankheiten oder medizinische Konstellationen auszuschließen bzw. zu behandeln
- koronare Insuffizienz
- Angina pectoris
- Arteriosklerose
- Hypertonie
- Hypophysen- und Nebennierenrindeninsuffizienz, um eine akute Nebenniereninsuffizienz zu verhindern
- Schilddrüsenautonomie
- vor der Durchführung eines Schilddrüsensuppressionstests
- oben genannte Krankheiten bzw. Zustände ebenfalls ausschließen bzw. behandeln, mit Ausnahme der Schilddrüsenautonomie, die der Grund für die Durchführung des Suppressionstests sein kann
- Referenz-EKG
- vor Therapiebeginn geschriebenes EKG sinnvoll, da hypothyreosebedingte Veränderungen als Hinweise auf eine Ischämie fehlinterpretiert werden können
- Laborüberwachung
- Levothyroxin hat eine geringe therapeutische Breite
- angemessene Dosierung von Levothyroxin beruht auf klinischer Beurteilung und Laboruntersuchungen von Schilddrüsenfunktionstests
- in der Anfangsphase der Auftitration ist eine vorsichtige Dosissteigerung und Überwachung notwendig um Folgen von Unter- und Überdosierung zu vermeiden
- Symptome einer Überdosierung von Levothyroxin sind im Wesentlichen die einer endogenen Thyreotoxikose
- Nebenwirkungen, Überdosierung
- wird eine zu starke Beschleunigung des Stoffwechsels ausgelöst (mit den Folgeerscheinungen Durchfall, Nervosität, Herzrasen, Schlaflosigkeit, Tremor sowie in manchen Fällen beim Vorliegen einer latenten Myokardischämie auch pektanginöse Beschwerden), ist die Dosis zu reduzieren oder das Arzneimittel für 1 - 2 Tage abzusetzen und anschließend in einer geringeren Dosis wieder anzusetzen
- Patienten mit Risiko für psychotische Störungen
- wenn eine Levothyroxin-Therapie bei Patienten initiiert wird, die ein Risiko für psychotische Störungen haben, empfohlen, zu Beginn der Therapie mit einer niedrigen Levothyroxin-Dosis zu beginnen und die Dosierung langsam zu erhöhen
- Überwachung des Patienten empfohlen
- falls Zeichen für psychotische Störungen auftreten, sollte eine Anpassung der Levothyroxin Dosis in Betracht gezogen werden
- Patienten mit Koronarinsuffizienz, Herzinsuffizienz oder tachykarden Herzrhythmusstörungen, Myokarditis mit nicht akutem Verlauf, lange bestehender Hypothyreose oder bei Patienten, die bereits einen Myokardinfarkt erlitten haben
- auch leichtere medikamentös induzierte Hyperthyreosen unbedingt vermeiden
- in diesen Fällen daher häufige Kontrollen der Schilddrüsenhormonparameter durchführen
- ältere Patienten und Patienten mit schwerer, bereits seit langem bestehender Hypothyreose
- einschleichender Therapiebeginn
- bei Vorliegen von Symptomen einer Myokardinsuffizienz oder bei EKG-Hinweisen auf einen Myokardinfarkt; ältere Patienten
- besondere Vorsicht geboten
- aus ähnlichen Gründen sollte die Behandlung der Hypothyreose auch bei älteren Patienten vorsichtig begonnen werden
- sekundäre Hypothyreose
- bei sekundärer Hypothyreose muss vor Einleitung einer Substitutionstherapie die Ursache abgeklärt werden
- Nebennierenrindeninsuffizienz
- Patienten mit Nebenniereninsuffizienz können auf die Behandlung mit Levothyroxin ungünstig reagieren
- wenn eine Nebennierenrindeninsuffizienz vorliegt, muss diese vor Beginn einer Therapie mit Levothyroxin durch eine entsprechende Substitutionstherapie behandelt werden, um einer akuten Nebenniereninsuffizienz vorzubeugen
- ohne ausreichende Versorgung mit Kortikosteroiden kann die Schilddrüsenhormontherapie bei Patienten mit Nebennierenrindeninsuffizienz oder hypophysärer Insuffizienz eine Addison-Krise auslösen
- Patienten mit Myxödem
- weisen eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Schilddrüsenhormonen auf
- bei diesen Patienten sollte eine niedrige Anfangsdosis mit langsamer Dosissteigerung gewählt werden
- Patienten mit Malabsorptionssyndromen
- weisen eine verminderte Thyroxinresorption auf
- empfohlen, die Malabsorption zu behandeln, um eine wirksame Thyroxinbehandlung mit der regulären Levothyroxindosis zu gewährleisten
- Verdacht auf Autonomie der Schilddrüse
- bei Verdacht auf Autonomie der Schilddrüse ist ein TRH-Test oder ein Suppressionsszintigramm durchzuführen
- Patienten mit einer bekannten Epilepsie-Vorgeschichte
- bei der Verabreichung von Levothyroxin an Patienten mit einer bekannten Epilepsie-Vorgeschichte besondere Sorgfalt erforderlich
- Patienten weisen ein erhöhtes Risiko für Krampfanfälle auf
- in seltenen Fällen von Krämpfen im Zusammenhang mit einer erstmaligen Therapie mit Levothyroxin-Natrium berichtet; diese könnten mit der Wirkung des Schilddrüsenhormons auf die Krampfschwelle in Verbindung stehen
- bei der Verabreichung von Levothyroxin an Patienten mit einer bekannten Epilepsie-Vorgeschichte besondere Sorgfalt erforderlich
- Osteoporose, hypothyreote postmenopausale Frauen
- bei der Levothyroxin-Therapie hypothyreoter postmenopausaler Frauen, die ein erhöhtes Osteoporose-Risiko aufweisen, zur Vermeidung supraphysiologischer Blutspiegel von Levothyroxin die Schilddrüsenfunktion engmaschig kontrollieren
- subklinische Hyperthyreose kann mit einem Verlust an Knochenmasse einhergehen
- zur Minimierung des Osteoporoserisikos sollte die Dosierung von Levothyroxin auf die niedrigstmögliche wirksame Konzentration titriert werden
- hyperthyreote Stoffwechsellage
- Levothyroxin darf bei hyperthyreoter Stoffwechsellage nicht gegeben werden, außer zur Begleittherapie bei thyreostatischer Behandlung einer Hyperthyreose
- Umstellung auf ein anderes levothyroxinhaltiges Präparat
- falls eine Umstellung auf ein anderes levothyroxinhaltiges Präparat erforderlich ist, während der Übergangszeit genaue klinische und labordiagnostische Überwachung notwendig, da ein mögliches Risiko für ein Ungleichgewicht der Schilddrüse besteht
- bei einigen Patienten könnte eine Dosisanpassung nötig sein
- Levothyroxin sollte nicht zur Behandlung von Übergewicht oder zur Gewichtsabnahme angewendet werden
- bei Euthyroid-Patienten bewirkt eine Behandlung mit Levothyroxin keine Gewichtsreduktion
- höhere Dosen können schwere oder sogar lebensbedrohliche Nebenwirkungen verursachen, insbesondere wenn sie in Kombination mit sympathomimetischen Aminen wie z.B. denen, die auf Grund ihrer anorektischen Wirkung eingesetzt werden, verabreicht werden
- gleichzeitige Anwendung mit Orlistat (Arzneimittel zur Gewichtsreduktion)
- kann zu einem Auftreten von Hypothyreose und/oder einer schlechteren Beherrschbarkeit der Hypothyreose kommen, wenn Orlistat und Levothyroxin gemeinsam verabreicht werden
- um dies zu vermeiden, sollten Orlistat und Levothyroxin mit einem Abstand von mind. 4 Stunden verabreicht werden
- Patienten, die Levothyroxin einnehmen, sollten angewiesen werden, Ihren Arzt zu befragen, bevor die Behandlung mit Orlistat begonnen, beendet oder verändert wird, da Orlistat und Levothyroxin möglicherweise zu unterschiedlichen Tageszeiten eingenommen werden müssen und die Levothyroxin- Dosis möglicherweise angepasst werden muss
- regelmäßige Überwachung der Schilddrüsenfunktion / Überprüfung der Hormonspiegel im Serum ist erforderlich
- kann zu einem Auftreten von Hypothyreose und/oder einer schlechteren Beherrschbarkeit der Hypothyreose kommen, wenn Orlistat und Levothyroxin gemeinsam verabreicht werden
- gleichzeitige Anwendung mit Glykosiden
- Vorsicht bei der Anwendung
- gleichzeitige Anwendung mit anderen Arzneimitteln, die die Funktion der Schilddrüse beeinflussen können (z.B. Amiodaron, Tyrosinkinase-Inhibitoren, Salicylate und hohe Dosen Furosemid)
- Überwachung der Schilddrüsenfunktion erforderlich
- gleichzeitige Anwendung mit Antidiabetika, Diabetiker
- Levothyroxin kann die blutzuckersenkende Wirkung von Antidiabetika (z.B. Metformin,Glimepirid, Glibenclamid sowie Insulin) vermindern
- bei Diabetikern deshalb v.a. zu Beginn einer Schilddrüsenhormontherapie Blutzuckerspiegel regelmäßig kontrollieren
- Dosierung des blutzuckersenkenden Arzneimittels ggf. anpassen
- Vorsicht bei der Anwendung
- gleichzeitige Anwendung mit Cumarinderivaten
- Levothyroxin kann die Wirkung von Cumarinderivaten durch Verdrängung aus der Plasmaeiweißbindung verstärken
- bei gleichzeitiger Behandlung deshalb regelmäßige Kontrollen der Blutgerinnung erforderlich
- ggf. Dosierung des gerinnungshemmenden Arzneimittels anpassen (Dosisreduktion)
- Schwangerschaft
- in der Schwangerschaft können ein Serumspiegelabfall des Thyroxins bei einem gleichzeitigen Anstieg des TSH-Serumspiegels auf Werte außerhalb des Normalbereichs auftreten
- bei Patienten, die Levothyroxin einnehmen, sollten quartalsweise TSH-Messungen durchgeführt werden
- ein erhöhter TSH-Serumspiegel sollte durch eine Erhöhung der Levothyroxindosis korrigiert werden
- da postpartale TSH-Serumspiegel mit den Werten vor der Zeugung vergleichbar sind, kann die Levothyroxindosis wieder auf die Dosis vor der Schwangerschaft verringert werden
- Haarverlust bei Kindern
- Eltern von Kindern, die ein Schilddrüsenmittel erhalten, sollten darauf hingewiesen werden, dass es in den ersten Behandlungsmonaten zu einem teilweisen Haarverlust kommen kann
- dieser Effekt jedoch in der Regel nur vorübergehend, so dass die Haare normalerweise wieder nachwachsen
- Frühgeborene
- hämodynamische Parameter sind zu überwachen und äußerste Vorsicht ist geboten, wenn eine Behandlung mit Levothyroxin bei Frühgeborenen mit einem sehr niedrigen Geburtsgewicht begonnen wird, da es aufgrund der nicht ausgereiften Nebennierenfunktion zu einem Kreislaufkollaps kommen kann
- allergische Reaktion
- über Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich Angioödem) berichtet, die manchmal schwerwiegend waren
- bei Auftreten von Zeichen und Symptome allergischer Reaktionen
- Behandlung abbrechen
- geeignete symptomatische Behandlung einleiten
- Auswirkung auf Laboruntersuchungen
- Biotin kann Auswirkungen auf Schilddrüsen-Immunoassays haben, die auf einer Wechselwirkung zwischen Biotin und Streptavidin beruhen, die entweder zu falsch erniedrigten oder falsch erhöhten Untersuchungsergebnissen führen können
- das Risiko von Auswirkungen steigt mit höheren Dosen von Biotin
- bei der Interpretation der Ergebnisse der Laboruntersuchungen muss eine mögliche Auswirkung des Biotins berücksichtigt werden, insbesondere wenn eine Unstimmigkeit mit dem klinischen Bild beobachtet wird
- bei Patienten, die Biotin-haltige Produkte einnehmen, sollte das Laborpersonal informiert werden, wenn eine Untersuchung der Schilddrüsenfunktion angefordert wird
- sofern verfügbar, sollten alternative Untersuchungen, die für Auswirkungen von Biotin nicht anfällig sind, verwendet werden