Thiopental Inresa 1.0 g
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 10X20 ML | 59,37 € |
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Indikation
- Kurznarkose ohne Intubation (kurzzeitige Betäubung während einer Operation ohne Vorbereitungen für eine künstliche Beatmung)
- Einleitung einer Allgemeinanästhesie mit oder ohne Intubation (Einleitung einer längeren Betäubung für Operationen mit oder ohne Vorbereitungen für eine künstliche Beatmung)
- Hinweis:
- bei Anästhesie mit Thiopental ist wie bei allen Barbituraten die Gabe eines Analgetikums erforderlich
Dosierung
Basiseinheit: 1 Durchstechflasche enthält 1,0 g Thiopental-Natrium zur Herstellung einer Injektionslösung
- Kurznarkose ohne Intubation; Einleitung einer Allgemeinanästhesie mit oder ohne Intubation
- Dosisbestimmung grundsätzlich in Abhängigkeit von
- spezieller Empfindlichkeit des Patienten
- gewünschter Narkosetiefe
- folgende Angaben sind Richtwerte
- Erreichen der optimalen Wirkung am sichersten durch langsame Nachinjektion kleiner Dosen
- Einleitung einer Allgemeinanästhesie
- durchschnittliche Dosis: 5 mg Thiopental-Natrium / kg Körpergewicht (KG) i.v.
- Wirkungsdauer: ca. 6 - 8 Min.
- im Allgemeinen Injektion von 100 - 200 mg Thiopental-Natrium langsam über Zeitraum von 20 Sek.
- jede weitere Gabe hängt von der individuellen Empfindlichkeit des Patienten und der gewünschten Narkosetiefe ab
- Kurznarkose
- Gesamtmenge </= doppelte Einschlafdosis von 100 - 200 mg Thiopental-Natrium
- Gesamtdosis während eines operativen Eingriffs: 400 - 1.000 mg Thiopental-Natrium
- eingeschränkte Leber- oder Nierenfunktion
- Dosisminderung entsprechend dem Ausprägungsgrad
- Dosisbestimmung grundsätzlich in Abhängigkeit von
Kontraindikationen
Thiopental - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Thiopental oder Barbiturate
- akute Vergiftungen mit
- Alkohol
- Hypnotika
- Analgetika
- Psychopharmaka
- akute hepatische Porphyrie
- maligne Hypertonie
- Schock
- Status asthmaticus
Nebenwirkungen
Thiopental - invasiv
- Erkrankungen des Immunsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- allergische und pseudoallergische Reaktionen (durch Histamin-Freisetzung) wie
- Broncho- und Laryngospasmus
- erythematöse und ödematöse Hautveränderungen
- allergische und pseudoallergische Reaktionen (durch Histamin-Freisetzung) wie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- schwere allergische Reaktionen wie
- anaphylaktischer Schock
- allergisch bedingte hämolytische Anämie mit begleitender Nierenschädigung
- schwere allergische Reaktionen wie
- ohne Häufigkeitsangabe
- anaphylaktische Reaktion
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypokaliämie
- Hyperkaliämie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Psychiatrische Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Traumerfahrungen, z.T. unangenehmer Natur
- psychische Reaktionen in Form euphorischer Stimmungslagen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypotonie
- Tachykardie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefässerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Thrombosen
- Phlebitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypoventilation mit kurzdauernder Apnoe bei kurzen Atempausen
- Singultus (abhängig von der verabreichten Arzneimenge, sowohl bei Spontanatmung als auch unter Maskenbeatmung)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Husten
- Niesen
- depressiver Effekt auf Atemzentrum (dosisabhängig)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- ohne Häufigkeitsangabe
- Übelkeit
- Erbrechen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- unwillkürliche Bewegungen
- Muskelzittern
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- ohne Häufigkeitsangabe
- Niereninsuffizienz
- Polyurie (bei hoher Dosierung)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- ohne Häufigkeitsangabe
- Venenschmerzen nach intravenöser Injektion (in Abhängigkeit von Venengröße und Injektionsort)
- ohne Häufigkeitsangabe
Hinweis
- da Thiopental praktisch immer in Kombination mit anderen Narkosemitteln verabreicht wird, ist eine exakte Unterscheidung der Nebenwirkungen hinsichtlichdes auslösenden Arzneimittels nur schwer möglich
Anwendungshinweise
- Thiopental 1,0 g wird in 5%iger Lösung verwendet
- hierfür wird der Inhalt einer Durchstechflasche (entsprechend 1 g Thiopental-Natrium) in 20 ml Wasser für Injektionszwecke gelöst
- Herstellung der Injektionslösung
- entsprechende Menge Wasser für Injektionszwecke so in die Durchstechflasche spritzen, dass das Lösungsmittel die Substanz kräftig aufwirbelt
- andernfalls könnte die Substanz verkleben und der Lösungsvorgang wesentlich verzögert werden
- in diesem Fall ist das völlige Lösen doch noch durch wiederholtes Aufziehen und kräftiges Zurückspritzen in dieDurchstechflasche zu erreichen
- nach dem Lösen der Substanz lassen sich in vereinzelten Fällen bei normalem Tageslicht ungelöste Teilchen im Größenbereich von 7 - 350 µm mit der Lupe erkennen (Aggregationen feinster Substanzkristalle)
- diese Teilchen haben keinen Einfluss auf Wirksamkeit und Verträglichkeit
- entsprechende Menge Wasser für Injektionszwecke so in die Durchstechflasche spritzen, dass das Lösungsmittel die Substanz kräftig aufwirbelt
- zur einmaligen Anwendung bestimmt
- verbleibende Reste sind zu verwerfen
- Injektionsnarkose
- Thiopental entsprechend der Vorschrift in Wasser für Injektionszwecke lösen und anschließend langsam intravenös injizieren
- Nachinjektion möglich
- Phänomen der akuten Toleranz ist mehrfach nachgewiesen worden, d. h. dass nach der ersten narkotisch wirksamen Dosis für die Wiederholung desselben Effekts eine höhere Gabe nötig sein kann
- andererseits ist bei Nachdosierung zu beachten, dass die Substanz kumuliert
- weitere Hinweise s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Thiopental - invasiv
- Thiopental ist in der Muttermilch bis zu 36 Stunden nach Verabreichung nachweisbar
- in dieser Zeit sollten stillende Mütter auf das Stillen verzichten
- Thiopental wird in die Muttermilch ausgeschieden
- beim gestillten Kind können wegen der unreifen Stoffwechselleistung des Säuglings höhere Thiopental-Konzentrationen im Blut erreicht werden als bei der Mutter
Schwangerschaftshinweise
Thiopental - invasiv
- Allgemeinanästhesie mit Thiopental bei Schwangeren sollte nur nach strenger Indikationsstellung und sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung vorgenommen werden
- es liegen nur begrenzte Datenmengen vor
- passiert die Plazenta
- nach Verabreichung an Gebärende sollten die Neugeborenen hinsichtlich einer Atemdepression überwacht werden
- tierexperimentelle Studien
- haben Reproduktionstoxizität gezeigt
- veröffentlichte Studien an Tieren (einschließlich Primaten) in Dosen, die zu leichter bis mäßiger Anästhesie führen, zeigen, dass die Verwendung von Anästhetika während des Zeitraums des schnellen Gehirnwachstums oder der Synaptogenese zu Zellverlust im sich entwickelnden Gehirn führt, der mit längeren kognitiven Defiziten einhergehen kann
- klinische Bedeutung dieser nichtklinischen Befunde ist nicht bekannt
- haben Reproduktionstoxizität gezeigt
Warnhinweise
Thiopental - invasiv
- besondere Vorsicht bei der Anwendung von Thiopental ist erforderlich bei
- obstruktiven Atemwegserkrankungen
- Hypovolämie
- schwere Nieren- und Leberfunktionsstörungen
- Anämie
- Hypothyreose
- schwerer Herzinfarkt oder andere schwere Herzmuskelschädigungen
- dekompensierte Herzinsuffizienz
- Kachexie
- schwere Muskelerkrankungen
- Säuglingen
- Stoffwechselerkrankungen inkl. Diabetes mellitus
- zu schnelle intravenöse Verabreichung (z. B. als Bolus-Injektion)
- Gefahr eines starken Blutdruckabfalls
- deshalb muss Thiopental langsam verabreicht werden
- Gefahr eines starken Blutdruckabfalls
- dosisabhängige Wirkungen von Thiopental
- dämpft das Atemzentrum
- unwillkürliche Bewegungen und Muskelzittern
- nicht als Dauerinfusion verabreichen
- nach intravenöser Dauerinfusion von Thiopental über mehrere Stunden wurde Gewebsnekrose beobachtet
- Thiopental hemmt die Freisetzung von Epinephrin (Adrenalin) und reduziert die Wirkung erhöhter Plasma-Renin-Aktivität
- Anwendung bei neurologischen Patienten mit erhöhtem intrakraniellem Druck
- Thiopental wurde mit Berichten von schwerer oder refraktärer Hypokaliämie während der Infusion in Zusammenhang gebracht
- schwere Rebound-Hyperkaliämie kann nach Beendigung der Thiopental-Gabe auftreten
- beim Absetzen der Thiopental-Therapie beachten
- versehentliche intrarterielle und paravenöse Verabreichung
- intraarterielle oder paravenöse Verabreichung unbedingt vermeiden, da dadurch schwere Gewebsnekrosen ausgelöst oder sehr schmerzhafte Neuritiden hervorgerufen werden können
- im Falle einer paravenösen Verabreichung ist der Arm ruhig zu stellen und es sollte versucht werden, das bereits gegebene Arzneimittel über die noch liegende Verabreichungsvorrichtung zu aspirieren
- durch Behandlung mit feuchten Umschlägen, eventuell mit Zusatz von Alkohol, wird die Abheilung beschleunigt
- sind größere Mengen verabreicht worden, können diffusionsbeschleunigende Mittel (Hyaluronidase) verwendet werden
- außerdem kann der unmittelbar anschließende paravenöse Bezirk mit 1%iger Novocain-Lösung infiltriert werden
- zur Verdünnung des ins Gewebe ausgetretenen Arzneimittels sollte isotone Natriumchlorid-Lösung subkutan verabreicht werden
- Kinder und Jugendliche
- bei diagnostischen oder therapeutischen Eingriffen im Bereich der oberen Atemwege ist insbesondere bei Kindern mit Hyperreflexie (gesteigerten Reflexen) und Laryngospasmus (Stimmritzenkrampf) zu rechnen