Thiotepa HEXAL 15 mg Pul.f.e.Konz.z.Her.e.Inf-Lsg

Hexal AG
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Thiotepa →

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N1 1 ST 187,64 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Thiotepa HEXAL® wird in Kombination mit anderen Chemotherapeutika angewendet
    • mit oder ohne Ganzkörperbestrahlung (GKB) zur Konditionierung vor allogener oder autologer hämatopoetischer Stammzelltransplantation (HSZT) für die Behandlung von hämatologischen Erkrankungen bei Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen.
    • wenn eine hochdosierte Chemotherapie mit anschließender HSZT zur Behandlung von soliden Tumoren bei Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen angezeigt ist.

Dosierung

  • Die Anwendung von Thiotepa HEXAL® muss unter Aufsicht eines Arztes erfolgen, der Erfahrung mit der Konditionierung vor einer hämatopoetischen Stammzelltransplantation hat.
  • Thiotepa HEXAL® wird in verschiedenen Dosierungen in Kombination mit anderen Chemotherapeutika bei Patientenmit hämatologischen Erkrankungen oder soliden Tumoren vor der HSZT angewendet.
  • Die Dosierung von Thiotepa HEXAL® bei Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen richtet sich nach der Art der HSZT (autolog oder allogen) und der Erkrankung.
  • Erwachsene
    • AUTOLOGE HSZT
      • Hämatologische Erkrankungen
        • Die empfohlene Dosis bei hämatologischen Erkrankungen beträgt 125 mg/m2/Tag (3,38 mg/kg/Tag) bis 300 mg/m2/Tag (8,10 mg/kg/Tag) als einmal tägliche Infusion an 2 bis 4 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika, ohne die maximale kumulative Dosis von 900 mg/m2 (24,32 mg/kg) während der gesamten Dauer der Konditionierung zu überschreiten.
    • LYMPHOM
      • Die empfohlene Dosis beträgt 125 mg/m2/Tag (3,38 mg/kg/Tag) bis 300 mg/m2/Tag (8,10 mg/kg/Tag) als einmal tägliche Infusion an 2 bis 4 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika, ohne die maximale kumulative Dosis von 900 mg/m2 (24,32 mg/kg) während der gesamten Dauer der Konditionierung zu überschreiten.
    • ZENTRALNERVENSYSTEM (ZNS)-LYMPHOM
      • Die empfohlene Dosis beträgt 185 mg/m2/Tag (5 mg/kg/Tag) als einmal tägliche Infusion an 2 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, ohne die maximale kumulative Dosis von 370 mg/m2 (10 mg/kg) während der gesamten Dauer der Konditionierung zu überschreiten.
    • MULTIPLES MYELOM
      • Die empfohlene Dosis beträgt 150 mg/m2/Tag (4,05 mg/kg/Tag) bis 250 mg/m2/Tag (6,76 mg/kg/Tag) als einmal tägliche Infusion an 3 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika, ohne die maximale kumulative Dosis von 750 mg/m2 (20,27 mg/kg) während der gesamten Dauer der Konditionierung zu überschreiten.
      • Solide Tumoren
        • Die empfohlene Dosis bei soliden Tumoren beträgt 120 mg/m2/Tag (3,24 mg/kg/Tag) bis 250 mg/m2/Tag (6,76 mg/kg/Tag), aufgeteilt in eine oder zwei tägliche Infusionen an 2 bis 5 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika, ohne die maximale kumulative Dosis von 800 mg/m2 (21,62 mg/kg) während der gesamten Dauer der Konditionierung zu überschreiten.
    • BRUSTKREBS
      • Die empfohlene Dosis beträgt 120 mg/m2/Tag (3,24 mg/kg/Tag) bis 250 mg/m2/Tag (6,76 mg/kg/Tag) als einmal tägliche Infusion an 3 bis 5 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika, ohne die maximale kumulative Dosis von 800 mg/m2 (21,62 mg/kg) während der gesamten Dauer der Konditionierung zu überschreiten.
    • ZNS-TUMOREN
      • Die empfohlene Dosis beträgt 125 mg/m2/Tag (3,38 mg/kg/Tag) bis 250 mg/m2/Tag (6,76 mg/kg/Tag), aufgeteilt in eine oder zwei tägliche Infusionen an 3 bis 4 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika, ohne die maximale kumulative Dosis von 750 mg/m2 (20,27 mg/kg) während der gesamten Dauer der Konditionierung zu überschreiten.
    • OVARIALKARZINOM
      • Die empfohlene Dosis beträgt 250 mg/m2/Tag (6,76 mg/kg/Tag) als einmal tägliche Infusion an 2 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, ohne die maximale kumulative Dosis von 500 mg/m2 (13,51 mg/kg) während der gesamten Dauer der Konditionierung zu überschreiten.
    • KEIMZELLTUMOREN
      • Die empfohlene Dosis beträgt 150 mg/m2/Tag (4,05 mg/kg/Tag) bis 250 mg/m2/Tag (6,76 mg/kg/Tag) als einmal tägliche Infusion an 3 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika, ohne die maximale kumulative Dosis von 750 mg/m2 (20,27 mg/kg) während der gesamten Dauer der Konditionierung zu überschreiten.
    • ALLOGENE HSZT
      • Hämatologische Erkrankungen
        • Die empfohlene Dosis bei hämatologischen Erkrankungen beträgt 185 mg/m2/Tag (5 mg/kg/Tag) bis 481 mg/m2/Tag (13 mg/kg/Tag), aufgeteilt in eine oder zwei tägliche Infusionen an 1 bis 3 aufeinanderfolgenden Tagen vor der allogenen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika, ohne die maximale kumulative Dosis von 555 mg/m2 (15 mg/kg) während der gesamten Dauer der Konditionierung zu überschreiten.
    • LYMPHOM
      • Die empfohlene Dosis bei Lymphom beträgt 370 mg/m2/Tag (10 mg/kg/Tag), aufgeteilt in zwei tägliche Infusionen vor der allogenen HSZT, ohne die maximale kumulative Dosis von 370 mg/m2 (10 mg/kg) während der gesamten Dauer der Konditionierung zu überschreiten.
    • MULTIPLES MYELOM
      • Die empfohlene Dosis beträgt 185 mg/m2/Tag (5 mg/kg/Tag) als einmal tägliche Infusion vor der allogenen HSZT, ohne die maximale kumulative Dosis von 185 mg/m2 (5 mg/kg) während der gesamten Dauer der Konditionierung zu überschreiten.
    • LEUKÄMIE
      • Die empfohlene Dosis beträgt 185 mg/m2/Tag (5 mg/kg/Tag) bis 481 mg/m2/Tag (13 mg/kg/Tag), aufgeteilt in eine oder zwei tägliche Infusionen an 1 bis 2 aufeinanderfolgenden Tagen vor der allogenen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika, ohne die maximale kumulative Dosis von 555 mg/m2 (15 mg/kg) während der gesamten Dauer der Konditionierung zu überschreiten.
    • THALASSÄMIE
      • Die empfohlene Dosis beträgt 370 mg/m2/Tag (10 mg/kg/Tag), aufgeteilt in zwei tägliche Infusionen vor der allogenen HSZT, ohne die maximale kumulative Dosis von 370 mg/m2 (10 mg/kg) während der gesamten Dauer der Konditionierung zu überschreiten.
  • Kinder und Jugendliche
    • AUTOLOGE HSZT
      • Solide Tumoren
        • Die empfohlene Dosis bei soliden Tumoren beträgt 150 mg/m2/Tag (6 mg/kg/Tag) bis 350 mg/m2/Tag (14 mg/kg/Tag) als einmal tägliche Infusion an 2 bis 3 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika, ohne die maximale kumulative Dosis von 1.050 mg/m2 (42 mg/kg) während der gesamten Dauer der Konditionierung zu überschreiten.
    • ZNS-TUMOREN
      • Die empfohlene Dosis beträgt 250 mg/m2/Tag (10 mg/kg/Tag) bis 350 mg/m2/Tag (14 mg/kg/Tag) als einmal tägliche Infusion an 3 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika, ohne die maximale kumulative Dosis von 1.050 mg/m2 (42 mg/kg) während der gesamten Dauer der Konditionierung zu überschreiten.
    • ALLOGENE HSZT
      • Hämatologische Erkrankungen
        • Die empfohlene Dosis bei hämatologischen Erkrankungen beträgt 125 mg/m2/Tag (5 mg/kg/Tag) bis 250 mg/m2/Tag (10 mg/kg/Tag), aufgeteilt in eine oder zwei tägliche Infusionen an 1 bis 3 aufeinanderfolgenden Tagen vor der allogenen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika, ohne die maximale kumulative Dosis von 375 mg/m2 (15 mg/kg) während der gesamten Dauer der Konditionierung zu überschreiten.
    • LEUKÄMIE
      • Die empfohlene Dosis beträgt 250 mg/m2/Tag (10 mg/kg/Tag), aufgeteilt in zwei tägliche Infusionen vor der allogenen HSZT, ohne die maximale kumulative Dosis von 250 mg/m2 (10 mg/kg) während der gesamten Dauer der Konditionierung zu überschreiten.
    • THALASSÄMIE
      • Die empfohlene Dosis beträgt 200 mg/m2/Tag (8 mg/kg/Tag) bis 250 mg/m2/Tag (10 mg/kg/Tag), aufgeteilt in zwei tägliche Infusionen vor der allogenen HSZT, ohne die maximale kumulative Dosis von 250 mg/m2 (10 mg/kg) während der gesamten Dauer der Konditionierung zu überschreiten.
    • REFRAKTÄRE ZYTOPENIE
      • Die empfohlene Dosis beträgt 125 mg/m2/Tag (5 mg/kg/Tag) als einmal tägliche Infusion an 3 aufeinanderfolgenden Tagen vor der allogenen HSZT, ohne die maximale kumulative Dosis von 375 mg/m2 (15 mg/kg) während der gesamten Dauer der Konditionierung zu überschreiten.
    • GENETISCHE KRANKHEITEN
      • Die empfohlene Dosis beträgt 125 mg/m2/Tag (5 mg/kg/Tag) als einmal tägliche Infusion an 2 aufeinanderfolgenden Tagen vor der allogenen HSZT, ohne die maximale kumulative Dosis von 250 mg/m2 (10 mg/kg) während der gesamten Dauer der Konditionierung zu überschreiten.
    • SICHELZELLENANÄMIE
      • Die empfohlene Dosis beträgt 250 mg/m2/Tag (10 mg/kg/Tag), aufgeteilt in zwei tägliche Infusionen vor der allogenen HSZT, ohne die maximale kumulative Dosis von 250 mg/m2 (10 mg/kg) während der gesamten Dauer der Konditionierung zu überschreiten.
  • Besondere Patientengruppen
    • Nierenfunktionsstörung
      • Es wurden keine Studien an Patienten mit Nierenfunktionsstörung durchgeführt. Da Thiotepa und seine Metaboliten jedoch nur in geringen Mengen im Urin ausgeschieden werden, wird eine Dosisanpassung bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Niereninsuffizienz nicht empfohlen. Dennoch ist bei der Behandlung dieser Patienten besondere Vorsicht geboten.
    • Leberfunktionsstörung
      • Thiotepa wurde nicht bei Patienten mit Leberfunktionsstörung untersucht. Da Thiotepa vor allem durch die Leber metabolisiert wird, ist Vorsicht geboten, wenn Thiotepa bei Patienten mit vorbestehender Beeinträchtigung der Leberfunktion angewendet wird, insbesondere bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung. Bei vorübergehenden Veränderungen von Leberparametern wird keine Dosisanpassung empfohlen.
    • Ältere Patienten
      • Die Anwendung von Thiotepa wurde nicht speziell bei älteren Patienten untersucht. In klinischen Studien erhielten jedoch Patienten im Alter von über 65 Jahren dieselbe kumulative Dosis wie die anderen Patienten. Es wurde keine Dosisanpassung für notwendig erachtet.

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • gleichzeitige Anwendung mit Gelbfieberimpfstoff sowie mit viralen und bakteriellen Lebendimpfstoffen

Nebenwirkungen

  • Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
    • Die Sicherheit von Thiotepa wurde durch eine Überprüfung der unerwünschten Ereignisse, die in publizierten Daten aus klinischen Studien berichtet wurden, untersucht. In diesen Studien erhielten insgesamt 6.588 erwachsene Patienten und 902 Kinder und Jugendliche eine Behandlung mit Thiotepa zur Konditionierung vor einer hämatopoetischen Stammzelltransplantation.
    • Schwerwiegende toxische Wirkungen, die das hämatologische, hepatische und respiratorische System betreffen, waren als Folge der Konditionierung und des Transplantationsverfahrens zu erwarten. Hierzu zählen Infektionen und Graft-versus-Host-Erkrankung (GvHD), die vor allem bei allogener HSZT die Hauptursachen von Morbidität und Mortalität waren, jedoch nicht in direktem Kausalzusammenhang mit der Konditionierungsbehandlung standen.
    • Die häufigsten Nebenwirkungen, die bei den verschiedenen Konditionierungsbehandlungen mit Thiotepa berichtet wurden, sind: Infektionen, Zytopenie, akute GvHD und chronische GvHD, Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts, hämorrhagische Zystitis und Schleimhautentzündung.
    • Leukenzephalopathie
      • Fälle von Leukenzephalopathie wurden infolge der Behandlung mit Thiotepa bei erwachsenen und pädiatrischen Patienten mit mehreren vorausgegangenen Chemotherapien, einschließlich Methotrexat und Strahlentherapie, beobachtet. Einige Fälle verliefen tödlich.
  • Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen
    • Erwachsene
      • Die Nebenwirkungen, die zumindest möglicherweise als mit der Konditionierungsbehandlung mit Thiotepa im Zusammenhang stehend eingestuft wurden und bei erwachsenen Patienten in mehr als einem Einzelfall auftraten, sind nachstehend nach Systemorganklassen und Häufigkeit aufgelistet. Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben. Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert: sehr häufig (>/= 1/10), häufig (>/= 1/100, < 1/10), gelegentlich (>/= 1/1.000, < 1/100), selten (>/= 1/10.000, < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
      • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
        • Sehr häufig
          • Erhöhte Infektionsanfälligkeit
          • Sepsis
        • Gelegentlich
          • Toxisches Schocksyndrom
      • Gutartige, bösartige und nicht spezifizierte Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
        • Häufig
          • Behandlungsbedingtes sekundäres Malignom
      • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
        • Sehr häufig
          • Leukopenie
          • Thrombozytopenie
          • Febrile Neutropenie
          • Anämie
          • Panzytopenie
          • Granulozytopenie
      • Erkrankungen des Immunsystems
        • Sehr häufig
          • Akute Graft-versus-Host-Krankheit
          • Chronische Graft-versus-Host-Krankheit
        • Häufig
          • Hypersensitivität
      • Endokrine Erkrankungen
        • Häufig
          • Hypopituitarismus
      • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
        • Sehr häufig
          • Anorexie
          • Verminderter Appetit
          • Hyperglykämie
      • Psychiatrische Erkrankungen
        • Sehr häufig
          • Verwirrtheitszustand
          • Veränderungen des Geisteszustands
        • Häufig
          • Angst
        • Gelegentlich
          • Delirium
          • Nervosität
          • Halluzination
          • Agitiertheit
      • Erkrankungen des Nervensystems
        • Sehr häufig
          • Schwindel
          • Kopfschmerzen
          • Verschwommenes Sehen
          • Enzephalopathie
          • Krampfanfall
          • Parästhesie
        • Häufig
          • Intrakraniales Aneurysma
          • Extrapyramidale Störung
          • Kognitive Störung
          • Hirnblutung
        • Nicht bekannt
          • Leukenzephalopathie
      • Augenerkrankungen
        • Sehr häufig
          • Konjunktivitis
        • Häufig
          • Katarakt
      • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
        • Sehr häufig
          • Hörstörung
          • Ototoxizität
          • Tinnitus
      • Herzerkrankungen
        • Sehr häufig
          • Arrhythmie
        • Häufig
          • Tachykardie
          • Herzinsuffizienz
        • Gelegentlich
          • Kardiomyopathie
          • Myokarditis
      • Gefäßerkrankungen
        • Sehr häufig
          • Lymphödem
          • Hypertonie
        • Häufig
          • Blutung
          • Embolie
      • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
        • Sehr häufig
          • Idiopathisches Pneumoniesyndrom
          • Epistaxis
        • Häufig
          • Lungenödem
          • Husten
          • Pneumonitis
        • Gelegentlich
          • Hypoxie
      • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
        • Sehr häufig
          • Übelkeit
          • Stomatitis
          • Ösophagitis
          • Erbrechen
          • Diarrhö
          • Dyspepsie
          • Bauchschmerzen
          • Enteritis
          • Kolitis
        • Häufig
          • Obstipation
          • Gastrointestinale Perforation
          • Ileus
        • Gelegentlich
          • Gastrointestinales Geschwür
      • Leber- und Gallenerkrankungen
        • Sehr häufig
          • Venookklusive Lebererkrankung
          • Hepatomegalie
          • Gelbsucht
      • Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
        • Sehr häufig
          • Hautausschlag
          • Pruritus
          • Alopezie
        • Häufig
          • Erythem
        • Gelegentlich
          • Pigmentierungsstörung
          • Psoriasis erythrodermica
        • Nicht bekannt
          • Schwere toxische Hautreaktionen, einschließlich Fälle von Stevens-Johnson-Syndrom und Epidermolysis acuta toxic
      • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
        • Sehr häufig
          • Rückenschmerzen
          • Myalgie
          • Arthralgie
      • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
        • Sehr häufig
          • Hämorrhagische Zystitis
        • Häufig
          • Dysurie
          • Oligurie
          • Niereninsuffizienz
          • Zystitis
          • Hämaturie
      • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
        • Sehr häufig
          • Azoospermie
          • Amenorrhö
          • Vaginale Blutung
        • Häufig
          • Menopausale Symptome
          • Weibliche Infertilität
          • Männliche Infertilität
      • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
        • Sehr häufig
          • Pyrexie
          • Asthenie
          • Schüttelfrost
          • Generalisiertes Ödem
          • Entzündung an der Injektionsstelle
          • Schmerzen an der Injektionsstelle
          • Schleimhautentzündung
        • Häufig
          • Multiorganversagen
          • Schmerzen
      • Untersuchungen
        • Sehr häufig
          • Gewichtszunahme
          • Bilirubinanstieg
          • Transaminasenanstieg
          • Amylaseanstieg
        • Häufig
          • Kreatininanstieg
          • Anstieg des Blutharnstoffs
          • Anstieg der Gammaglutamyltransferase
          • Anstieg der alkalischen Phosphatase
          • Anstieg der Aspartataminotransferase
    • Kinder und Jugendliche
      • Die Nebenwirkungen, die zumindest möglicherweise als mit der Konditionierungsbehandlung mit Thiotepa im Zusammenhang stehend eingestuft wurden und bei Kindern und Jugendlichen in mehr als einem Einzelfall auftraten, sind nachstehend nach Systemorganklassen und Häufigkeit aufgelistet. Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben. Die Häufigkeiten sind wie folgt definiert: sehr häufig (>/= 1/10), häufig (>/= 1/100, < 1/10), gelegentlich (>/= 1/1.000, < 1/100), selten (>/= 1/10.000, < 1/1.000), sehr selten (< 1/10.000), nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nichtabschätzbar).
      • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
        • Sehr häufig
          • Erhöhte Infektionsanfälligkeit
          • Sepsis
        • Häufig
          • Thrombozytopenische Purpura
      • Gutartige, bösartige und nicht spezifizierte Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
        • Häufig
          • Behandlungsbedingtes sekundäres Maligno
      • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
        • Sehr häufig
          • Thrombozytopenie
          • Febrile Neutropenie
          • Anämie
          • Panzytopenie
          • Granulozytopenie
      • Erkrankungen des Immunsystems
        • Sehr häufig
          • Akute Graft-versus-Host-Krankheit
          • Chronische Graft-versus-Host-Krankheit
      • Endokrine Erkrankungen
        • Sehr häufig
          • Hypopituitarismus
          • Hypogonadismus
          • Hypothyroidismus
      • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
        • Sehr häufig
          • Anorexie
          • Hyperglykämie
      • Psychiatrische Erkrankungen
        • Sehr häufig
          • Veränderungen des Geisteszustands
        • Häufig
          • Geistige Störung aufgrund einer allgemeinmedizinischen Erkrankung
      • Erkrankungen des Nervensystems
        • Sehr häufig
          • Kopfschmerzen
          • Enzephalopathie
          • Krampfanfall
          • Hirnblutung
          • Gedächtnisbeeinträchtigung
          • Parese
        • Häufig
          • Ataxie
        • Nicht bekannt
          • Leukenzephalopathie
      • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
        • Sehr häufig
          • Hörstörung
      • Herzerkrankungen
        • Sehr häufig
          • Herzstillstand
        • Häufig
          • Kardiovaskuläre Insuffizienz
          • Herzinsuffizienz
      • Gefäßerkrankungen
        • Sehr häufig
          • Blutung
        • Häufig
          • Hypertonie
      • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
        • Sehr häufig
          • Pneumonitis
        • Häufig
          • Idiopathisches Pneumoniesyndrom
          • Lungenblutung
          • Lungenödem
          • Epistaxis
          • Hypoxie
          • Atemstillstand
        • Nicht bekannt
          • Pulmonale arterielle Hypertonie
      • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
        • Sehr häufig
          • Übelkeit
          • Stomatitis
          • Erbrechen
          • Diarrhö
          • Bauchschmerzen
        • Häufig
          • Enteritis
          • Darmverschluss
      • Leber- und Gallenerkrankungen
        • Sehr häufig
          • Venookklusive Lebererkrankung
        • Häufig
          • Leberversagen
      • Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebe
        • Sehr häufig
          • Hautausschlag
          • Erythem
          • Desquamation
          • Pigmentierungsstörung
        • Nicht bekannt
          • Schwere toxische Hautreaktionen, einschließlich Fälle von Stevens-Johnson-Syndrom und Epidermolysis acuta toxica
      • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
        • Sehr häufig
          • Wachstumsretardierung
      • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
        • Sehr häufig
          • Blasenstörungen
        • Häufig
          • Niereninsuffizienz
          • Hämorrhagische Zystitis
      • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
        • Sehr häufig
          • Pyrexie
          • Schleimhautentzündung
          • Schmerzen
          • Multiorganversagen
      • Untersuchungen
        • Sehr häufig
          • Bilirubinanstieg
          • Transaminasenanstieg
          • Kreatininanstieg
          • Anstieg der Aspartataminotransferase
          • Anstieg der Alaninaminotransferase
        • Häufig
          • Anstieg des Blutharnstoffs
          • Abnormale Elektrolytwerte
          • Erhöhung der Prothrombinzeit-Ratio

Anwendungshinweise

  • Thiotepa HEXAL® muss von einer ausgebildeten medizinischen Fachkraft als 2 - 4-stündige intravenöse Infusion über einen zentralen Venenkatheter verabreicht werden.
  • Jede Durchstechflasche Thiotepa HEXAL® 15 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung muss mit 1,5 ml sterilem Wasser für Injektionszwecke rekonstituiert werden.
  • Jede Durchstechflasche Thiotepa HEXAL® 100 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung muss mit 10 ml sterilem Wasser für Injektionszwecke rekonstituiert werden.
  • Das Gesamtvolumen der zu verabreichenden, rekonstituierten Durchstechflaschen muss vor der Anwendung mit 500 ml Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9%) Injektionslösung (1.000 ml bei einer Dosis von über 500 mg) weiterverdünnt werden. Wenn die Dosis bei Kindern unter 250 mg liegt, ist ein entsprechendes Volumen an Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9%) Injektionslösung zu verwenden, mit dem eine Endkonzentration von Thiotepa zwischen 0,5 und 1 mg/ml erreicht wird.
  • Vorsichtsmaßnahmen vor/bei der Handhabung bzw. Anwendung des Arzneimittels
    • Bei versehentlichem Kontakt mit Thiotepa kann es zu lokalen Reaktionen kommen. Deshalb wird empfohlen, bei der Zubereitung der Infusionslösung Handschuhe zu tragen. Falls die Thiotepa-Lösung versehentlich auf die Haut gelangt, muss die betroffene Hautstelle sofort gründlich mit Wasser und Seife gewaschen werden. Falls Thiotepa versehentlich mit Schleimhaut in Kontakt kommt, muss diese gründlich mit Wasser gespült werden.
  • Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung
    • Zubereitung von Thiotepa HEXAL®
      • Die einschlägigen Vorschriften für die Handhabung und Entsorgung von Zytostatika müssen beachtet werden. Sämtliche Zubereitungsschritte erfordern eine streng aseptische Arbeitsweise, vorzugsweise an einer Sicherheitswerkbank mit vertikaler Laminarströmung.
      • Wie andere Zytostatika müssen Thiotepa-Lösungen vorsichtig gehandhabt und zubereitet werden, um versehentlichen Kontakt mit Haut oder Schleimhäuten zu vermeiden. Bei versehentlichem Kontakt mit Thiotepa kann es zu lokalen Reaktionen kommen. Es wird empfohlen, bei der Zubereitung der Infusionslösung Handschuhe zu tragen. Falls die Thiotepa-Lösung versehentlich auf die Haut gelangt, muss die betroffene Hautstelle sofort gründlich mit Wasser und Seife gewaschen werden. Falls Thiotepa versehentlich mit Schleimhaut in Kontakt kommt, muss diese gründlich mit Wasser gespült werden.
    • Rekonstitution
      • Thiotepa HEXAL® 15 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
        • Thiotepa HEXAL® 15 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung muss mit 1,5 ml sterilem Wasser für Injektionszwecke rekonstituiert werden. In eine Spritze mit Nadel aseptisch 1,5 ml steriles Wasser für Injektionszwecke aufziehen.
        • Den Inhalt der Spritze durch den Gummistopfen in die Durchstechflasche injizieren. Die Spritze mit der Nadel herausziehen und den Inhalt der Durchstechflasche durch mehrmaliges Umdrehen mischen.
      • Thiotepa HEXAL® 100 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
        • Thiotepa HEXAL® 100 mg Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung muss mit 10 ml sterilem Wasser für Injektionszwecke rekonstituiert werden. In eine Spritze mit Nadel aseptisch 10 ml steriles Wasser für Injektionszwecke aufziehen.
        • Den Inhalt der Spritze durch den Gummistopfen in die Durchstechflasche injizieren. Die Spritze mit der Nadel herausziehen und den Inhalt der Durchstechflasche durch mehrmaliges Umdrehen mischen.
      • Nur farblose Lösungen ohne erkennbare Partikel dürfen verwendet werden. Rekonstituierte Lösungen könnten in einigen Fällen Opaleszenz zeigen; solche Lösungen sind immer noch zulässig.
    • Weiterverdünnung im Infusionsbeutel
      • Die rekonstituierte Lösung ist hypotonisch und muss vor der Anwendung mit 500 ml Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9%) Injektionslösung (1.000 ml bei einer Dosis von über 500 mg) bzw. mit einem entsprechenden Volumen an Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9%) Injektionslösung, mit dem eine Endkonzentration von Thiotepa zwischen 0,5 und 1 mg/ml erreicht wird, weiterverdünnt werden.
    • Anwendung
      • Die Infusionslösung sollte vor der Anwendung visuell auf Partikel überprüft werden. Lösungen, die ein Präzipitat enthalten, müssen verworfen werden. Vor und nach jeder Infusion sollte der Verweilkatheter mit etwa 5 ml Natriumchlorid 9 mg/ml (0,9%) Injektionslösung gespült werden.
      • Die Infusionslösung muss den Patienten über ein Infusionsbesteck mit einem 0,2-µm-Inline-Filter verabreicht werden. Die Filterung verändert nicht den Wirkstoffgehalt der Lösung.
    • Entsorgung
      • Thiotepa HEXAL® ist nur zur einmaligen Anwendung bestimmt.
      • Nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen.

Stillzeithinweise

  • Es ist unbekannt, ob Thiotepa in die Muttermilch übergeht. Aufgrund seiner pharmakologischen Eigenschaften und seiner potenziellen Toxizität für gestillte Neugeborene/Kinder ist das Stillen während der Behandlung mit Thiotepa kontraindiziert.

Schwangerschaftshinweise

  • Frauen im gebärfähigen Alter/Empfängnisverhütung bei Männern und Frauen
    • Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und für mindestens 6 Monate nach Behandlungsende eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden. Vor Beginn der Behandlung sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden. Männliche Patienten sollten während der Behandlung und für mindestens 3 Monate nach Behandlungsende kein Kind zeugen.
  • Schwangerschaft
    • Bisher liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung von Thiotepa bei Schwangeren vor. In präklinischen Studien hat sich gezeigt, dass Thiotepa, wie die meisten Alkylanzien, embryofetale Letalität und Teratogenität verursacht. Deshalb ist Thiotepa während der Schwangerschaft kontraindiziert.
  • Fertilität
    • Wie die meisten Alkylanzien kann Thiotepa die Fertilität bei Frauen und Männern beeinträchtigen. Männliche Patienten sollten vor Beginn der Therapie eine Kryokonservierung von Spermien in Erwägung ziehen.
    • Nach der Behandlung mit Thiotepa wird Patientinnen mit Kinderwunsch empfohlen, sich genetisch beraten zu lassen.

Warnhinweise

  • Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
    • Die Folge der Behandlung mit Thiotepa in der empfohlenen Dosis und mit dem empfohlenen Behandlungsschema ist eine ausgeprägte Myelosuppression bei allen Patienten. Eine schwere Granulozytopenie, Thrombozytopenie und Anämie können alleine oder kombiniert auftreten. Das Blutbild, einschließlich des Differenzialblutbildes und der Thrombozytenzahl, muss während der Behandlung und bis zur Normalisierung des Blutbildes häufig kontrolliert werden. Thrombozyten- und Erythrozytentransfusionen sowie Wachstumsfaktoren, wie der Granulozytenkolonie-stimulierende Faktor (G-CSF), sollten eingesetzt werden, sofern medizinisch angezeigt. Während der Therapie mit Thiotepa und für die Dauer von mindestens 30 Tagen nach der Transplantation sollte täglich die Leukozyten- und Thrombozytenzahl kontrolliert werden.
    • Die prophylaktische oder empirische Anwendung von Antiinfektiva (antibakteriell, antimykotisch, antiviral) sollte zur Prävention und Behandlung von Infektionen während der Dauer der Neutropenie erwogen werden.
    • Thiotepa wurde nicht bei Patienten mit Leberfunktionsstörung untersucht. Da Thiotepa vor allem durch die Leber metabolisiert wird, ist Vorsicht geboten, wenn Thiotepa bei Patienten mit vorbestehender Beeinträchtigung der Leberfunktion angewendet wird, insbesondere bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung. Um eine Hepatotoxizität frühzeitig zu erkennen, wird bei der Behandlung dieser Patienten eine regelmäßige Kontrolle der Serumtransaminasen, der alkalischen Phosphatase und von Bilirubin nach der Transplantation empfohlen.
    • Bei Patienten, die zuvor eine Strahlentherapie, drei oder mehr Zyklen Chemotherapie oder eine Stammzelltransplantation erhalten haben, kann ein erhöhtes Risiko für eine venookklusive Lebererkrankung bestehen.
    • Bei Patienten mit Herzerkrankungen in der Anamnese ist besondere Vorsicht geboten. Die Herzfunktion muss bei Patienten, die mit Thiotepa behandelt werden, regelmäßig überwacht werden.
    • Bei Patienten mit Nierenerkrankungen in der Anamnese ist besondere Vorsicht geboten. Während der Therapie mit Thiotepa sollte eine regelmäßige Überwachung der Nierenfunktion in Betracht gezogen werden.
    • Thiotepa kann eine pulmonale Toxizität verursachen, die die Lungentoxizität anderer Zytostatika (Busulfan, Fludarabin und Cyclophosphamid) verstärken kann.
    • Eine frühere Gehirnbestrahlung oder kraniospinale Bestrahlung kann schwere toxische Reaktionen begünstigen (wie z. B. eine Enzephalopathie).
    • Der Patient muss über das erhöhte Risiko für eine sekundäre Krebserkrankung durch Thiotepa, ein bekanntes Karzinogen bei Menschen, aufgeklärt werden.
    • Die gleichzeitige Anwendung mit abgeschwächten Lebendimpfstoffen (außer Gelbfieberimpfstoffen), Phenytoin und Fosphenytoin wird nicht empfohlen.
    • Thiotepa darf nicht gleichzeitig mit Cyclophosphamid verabreicht werden, wenn beide Arzneimittel Bestandteil derselben Konditionierungsbehandlung sind. Thiotepa HEXAL® muss in diesem Fall nach Abschluss der Cyclophosphamid-Infusion verabreicht werden.
    • Bei gleichzeitiger Anwendung von Thiotepa und CYP2B6- oder CYP3A4-Inhibitoren sollten die Patienten sorgfältig klinisch überwacht werden.
    • Wie die meisten Alkylanzien kann Thiotepa die Fertilität bei Frauen und Männern beeinträchtigen. Männliche Patienten sollten vor Beginn der Therapie eine Kryokonservierung von Spermien in Erwägung ziehen und während der Behandlung sowie für mindestens 3 Monate nach Behandlungsende kein Kind zeugen. Frauen im gebärfähigen Alter sollten während der Behandlung und für mindestens 6 Monate nach Behandlungsende nicht schwanger werden.
    • Nach der Behandlung mit Thiotepa wird Patienten mit Kinderwunsch empfohlen, sich genetisch beraten zu lassen.
  • Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
    • Besondere Wechselwirkungen mit Thiotepa
      • Patienten, die mit immunsuppressiven Chemotherapeutika behandelt werden, dürfen keine viralen und bakteriellen Lebendimpfstoffe verabreicht werden. Zwischen der Beendigung der Therapie und der Impfung müssen mindestens 3 Monate liegen.
      • Thiotepa scheint über CYP2B6 und CYP3A4 metabolisiert zu werden. Die gleichzeitige Verabreichung mit Inhibitoren von CYP2B6 (zum Beispiel Clopidogrel und Ticlopidin) oder CYP3A4 (zum Beispiel Azolantimykotika, Makrolide wie Erythromycin, Clarithromycin, Telithromycin sowie Proteasehemmer) können die Plasmakonzentrationen von Thiotepa erhöhen und möglicherweise die Konzentrationen des aktiven Metaboliten TEPA verringern. Die gleichzeitige Verabreichung von Induktoren von Cytochrom P450 (wie zum Beispiel Rifampicin, Carbamazepin, Phenobarbital) kann den Metabolismus von Thiotepa steigern und zu erhöhten Plasmakonzentrationen des aktiven Metaboliten führen. Deshalb sollten die Patienten bei gleichzeitiger Anwendung von Thiotepa und diesen Arzneimitteln eingehend klinisch überwacht werden.
      • Thiotepa ist ein schwacher Inhibitor von CYP2B6 und kann daher möglicherweise die Plasmakonzentrationen von Stoffen erhöhen, die über CYP2B6 metabolisiert werden, wie zum Beispiel Ifosfamid, Tamoxifen, Bupropion, Efavirenz und Cyclophosphamid. CYP2B6 katalysiert die metabolische Konversion von Cyclophosphamid in seine aktive Form 4-Hydroxycyclophosphamid (4-OHCP), und die gleichzeitige Anwendung von Thiotepa kann deshalb zu verminderten Konzentrationen des aktiven 4-OHCP führen. Daher sollte bei gleichzeitiger Anwendung von Thiotepa und diesen Arzneimitteln ein entsprechendes klinisches Monitoring durchgeführt werden.
    • Gegenanzeigen für die gleichzeitige Anwendung
      • Gelbfieberimpfstoff: Risiko einer tödlichen generalisierten impfstoffinduzierten Erkrankung.
      • Generell dürfen Patienten, die mit immunsuppressiven Chemotherapeutika behandelt werden, keine viralen und bakteriellen Lebendimpfstoffe verabreicht werden. Zwischen der Beendigung der Therapie und der Impfung müssen mindestens 3 Monate liegen.
    • Gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen
      • Abgeschwächte Lebendimpfstoffe (außer Gelbfieberimpfstoff): Risiko einer systemischen, potenziell tödlichen Erkrankung. Dieses Risiko ist bei Patienten, die durch ihre Grundkrankheit bereits immungeschwächt sind, erhöht.
      • Stattdessen sollte ein Impfstoff mit inaktiviertem Virus verwendet werden, soweit dies möglich ist (Poliomyelitis).
      • Phenytoin: Risiko der Verschlimmerung von Krampfleiden infolge der verminderten Resorption von Phenytoin im Verdauungstrakt durch Zytostatika oder Risiko der verstärkten Toxizität und des Wirksamkeitsverlustes des Zytostatikums durch gesteigerten Metabolismus in der Leber durch Phenytoin.
    • Gleichzeitige Anwendung zu überdenken
      • Ciclosporin, Tacrolimus: übermäßige Immunsuppression mit Risiko der Lymphoproliferation.
      • Alkylierende Chemotherapeutika wie Thiotepa hemmen die Plasma-Pseudocholinesterase um 35% bis 70%. Die Wirkung von Succinylcholin kann um 5 bis 15 Minuten verlängert werden.
      • Thiotepa darf nicht gleichzeitig mit Cyclophosphamid verabreicht werden, wenn beide Arzneimittel Bestandteil derselben Konditionierungsbehandlung sind. Thiotepa muss in diesem Fall nach Abschluss der Cyclophosphamid-Infusion verabreicht werden.
      • Die gleichzeitige Anwendung von Thiotepa und anderen myelosuppressiven oder myelotoxischen Präparaten (wie etwa Cyclophosphamid, Melphalan, Busulfan, Fludarabin, Treosulfan) kann das Risiko von hämatologischen Nebenwirkungen aufgrund der sich überlappenden Toxizitätsprofile dieser Arzneimittel potenzieren.
    • Wechselwirkungen bei allen Zytostatika
      • Aufgrund des erhöhten Thromboserisikos bei Krebserkrankungen wird häufig eine gerinnungshemmende Behandlung durchgeführt. Die hohe intraindividuelle Variabilität des Gerinnungsstatus während einer Krebserkrankung und die potenzielle Wechselwirkung zwischen oralen Antikoagulanzien und der Krebschemotherapie erfordert eine häufigere Kontrolle des INR-Wertes, falls der Patient mit oralen Antikoagulanzien behandelt wird.
  • Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Thiotepa kann großen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen haben. Es ist möglich, dass bestimmte Nebenwirkungen von Thiotepa wie Schwindel, Kopfschmerzen und verschwommenes Sehen diese Fähigkeiten beeinträchtigen.
  • Überdosierung
    • Es liegen keine Erfahrungen mit Überdosierungen von Thiotepa vor. Die wichtigsten Nebenwirkungen, die im Fall einer Überdosierung zu erwarten sind, sind Myeloablation und Panzytopenie.
    • Es ist kein Antidot für Thiotepa bekannt.
    • Der hämatologische Status muss engmaschig überwacht werden, und sofern medizinisch indiziert, müssen wirksame unterstützende Maßnahmen eingeleitet werden.