Thiotepa Riemser 15 mg Pul.f.e.Konz.e.Inf.-Lsg.
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1 ST | 187,64 € |
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Indikation
Erwachsene und Kinder
- in Kombination mit anderen Chemotherapeutika
- mit oder ohne Ganzkörperbestrahlung (GKB) zur Konditionierung vor allogener oder autologer hämatopoetischer Stammzelltransplantation (HSZT) für die Behandlung von hämatologischen Erkrankungen
- wenn eine hochdosierte Chemotherapie mit anschließender HSZT zur Behandlung von soliden Tumoren angezeigt ist
Dosierung
Basiseinheit: nach Rekonstitution mit 1,5 ml Wasser für Injektionszwecke enthält jeder ml Lösung 10 mg Thiotepa (10 mg/ml)
- Autologe HSZT
- Hämatologische Erkrankungen
- 125 - 300 mg / m2 KOF 1mal / Tag (3,38 - 8,10 mg / kg KG 1mal / Tag) als Infusion an 2 bis 4 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
- maximale kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 900 mg / m2 KOF (24,32 mg / kg KG)
- Lymphom
- 125 - 300 mg / m2 KOF 1mal / Tag (3,38 - 8,10 mg / kg KG 1mal / Tag) als Infusion an 2 bis 4 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
- maximale kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 900 mg / m2 KOF (24,32 mg / kg KG)
- ZNS-Lymphom
- 185 mg / m2 KOF 1mal / Tag (5 mg / kg KG 1mal / Tag) als Infusion an 2 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT
- maximale kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 370 mg / m2 KOF (10 mg / kg KG)
- Multiples Myelom
- 150 - 250 mg / m2 KOF 1mal / Tag (4,05 - 6,76 mg / kg KG 1mal / Tag) als Infusion an 3 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
- maximale kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 750 mg / m2 KOF (20,27 mg / kg KG)
- Solide Tumoren
- 120 - 250 mg / m2 KOF / Tag (3,24 - 6,76 mg / kg KG / Tag) aufgeteilt in eine oder zwei tägliche Infusionen an 2 bis 5 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
- maximale kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 800 mg / m2 KOF (21,62 mg / kg KG)
- Brustkrebs
- 120 - 250 mg / m2 KOF 1mal / Tag (3,24 - 6,76 mg / kg KG 1mal / Tag) als Infusion an 3 bis 5 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
- maximale kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 800 mg / m2 KOF (21,62 mg / kg KG)
- ZNS-Tumoren
- 125 - 250 mg / m2 KOF / Tag (3,38 - 6,76 mg / kg KG / Tag) aufgeteilt in eine oder zwei tägliche Infusionen an 3 bis 4 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
- maximale kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 750 mg / m2 KOF (20,27 mg / kg KG)
- Ovarialkarzinom
- 250 mg / m2 KOF 1mal / Tag (6,76 mg / kg KG 1mal / Tag) als Infusion an 2 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT
- maximale kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 500 mg / m2 KOF (13,51 mg / kg KG)
- Keimzelltumoren
- 150 - 250 mg / m2 KOF 1mal / Tag (4,05 - 6,76 mg / kg KG 1mal / Tag) als Infusion an 3 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
- maximale kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 750 mg / m2 KOF (20,27 mg / kg KG)
- Kinder und Jugendliche
- 150 - 350 mg / m2 KOF 1mal / Tag (6 - 14 mg / kg KG 1mal / Tag) als Infusion an 2 - 3 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
- maximale kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 1050 mg / m2 KOF (42 mg / kg KG)
- ZNS-Tumoren
- 250 - 350 mg / m2 KOF 1mal / Tag (10 - 14 mg / kg KG 1mal / Tag) als Infusion an 3 aufeinanderfolgenden Tagen vor der autologen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
- maximale kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 1050 mg / m2 KOF (42 mg / kg KG)
- Hämatologische Erkrankungen
- Allogene HSZT
- Hämatologische Erkrankungen
- 185 - 481 mg / m2 KOF / Tag (5 - 13 mg / kg KG / Tag) aufgeteilt in eine oder zwei tägliche Infusionen an 1 bis 3 aufeinanderfolgenden Tagen vor der allogenen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
- maximale kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 555 mg / m2 KOF (15 mg / kg KG)
- Lymphom
- 370 mg / m2 KOF / Tag (10 mg / kg KG / Tag) aufgeteilt in zwei tägliche Infusionen vor der allogenen HSZT
- maximale kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 370 mg / m2 KOF (10 mg / kg KG)
- Multiples Myelom
- 185 mg / m2 KOF 1mal / Tag (5 mg / kg KG 1mal / Tag) als Infusion vor der allogenen HSZT
- maximale kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 185 mg / m2 KOF (5 mg / kg KG)
- Leukämie
- 185 - 481 mg / m2 KOF / Tag (5 - 13 mg / kg KG / Tag), aufgeteilt in eine oder zwei tägliche Infusionen an 1 bis 2 aufeinanderfolgenden Tagen vor der allogenen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
- maximale kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 555 mg / m2 KOF (15 mg / kg KG)
- Thalassämie
- 370 mg / m2 KOF / Tag (10 mg / kg KG / Tag), aufgeteilt in zwei tägliche Infusionen vor der allogenen HSZT
- maximale kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 370 mg / m2 KOF (10 mg / kg KG)
- Kinder und Jugendliche
- 125 - 250 mg / m2 KOF / Tag (5 - 10 mg / kg KG / Tag) aufgeteilt in eine oder zwei tägliche Infusionen an 1 bis 3 aufeinanderfolgenden Tagen vor der allogenen HSZT, je nach Kombination mit anderen Chemotherapeutika
- maximale kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 375 mg / m2 KOF (15 mg / kg KG)
- Leukämie
- 250 mg / m2 KOF / Tag (10 mg / kg KG / Tag) aufgeteilt in zwei tägliche Infusionen vor der allogenen HSZT
- maximale kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 250 mg / m2 KOF (10 mg / kg KG)
- Thalassämie
- 200 - 250 mg / m2 KOF / Tag (8 - 10 mg / kg KG / Tag) aufgeteilt in zwei tägliche Infusionen vor der allogenen HSZT
- maximale kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 250 mg / m2 KOF (10 mg / kg KG)
- Refraktäre Zytopenie
- 125 mg / m2 KOF 1mal / Tag (5 mg / kg KG 1mal / Tag) als Infusion an 3 aufeinanderfolgenden Tagen vor der allogenen HSZT
- maximale kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 375 mg / m2 KOF (15 mg / kg KG)
- Genetische Krankheiten
- 125 mg / m2 KOF 1mal / Tag (5 mg / kg KG 1mal / Tag) als Infusion an 2 aufeinanderfolgenden Tagen vor der allogenen HSZT
- maximale kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 250 mg / m2 KOF (10 mg / kg KG)
- Sichelzellenanämie
- 250 mg / m2 KOF / Tag (10 mg / kg KG / Tag) aufgeteilt in zwei tägliche Infusionen vor der allogenen HSZT
- maximale kumulative Dosis während der gesamten Dauer der Konditionierung: 250 mg / m2 KOF (10 mg / kg KG)
- Hämatologische Erkrankungen
Dosisanpassung
- Niereninsuffizienz, leicht bis mittelschwer
- Dosisanpassung nicht empfohlen (dennoch besondere Vorsicht geboten)
- Leberinsuffizienz
- Vorsicht geboten, insbesondere bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung
- bei vorübergehenden Veränderungen von Leberparametern keine Dosisanpassung empfohlen
- ältere Patienten
- Anwendung von Thiotepa nicht speziell bei älteren Patienten untersucht
- in klinischen Studien erhielten jedoch Patienten > 65 Jahren dieselbe kumulative Dosis wie die anderen Patienten; es wurde keine Dosisanpassung für notwendig erachtet
Kontraindikationen
Thiotepa - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Thiotepa
- Gleichzeitige Anwendung mit Gelbfieberimpfstoff sowie mit viralen und bakteriellen Lebendimpfstoffen
- Schwangerschaft
- Stillzeit
Nebenwirkungen
Thiotepa - invasiv
Nebenwirkungen bei Erwachsenen
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- erhöhte Infektionsanfälligkeit
- Sepsis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Toxisches Schocksyndrom
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Behandlungsbedingtes sekundäres Malignom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leukopenie
- Thrombozytopenie
- febrile Neutropenie
- Anämie
- Panzytopenie
- Granulozytopenie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- akute Graft-versus-Host-Krankheit
- chronische Graft-versus-Host-Krankheit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypersensitivität
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Endokrine Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypopituitarismus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Anorexie
- verminderter Appetit
- Hyperglycämie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Verwirrtheitszustand
- Veränderungen des Geisteszustands
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Angst
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Delirium
- Nervosität
- Halluzination
- Agitiertheit
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- verschwommenes Sehen
- Enzephalopathie
- Krampfanfall
- Parästhesie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- intrakraniales Aneurysma
- Extrapyramidale Störung
- Kognitive Störung
- Hirnblutung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Leukenzephalopathie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Konjunktivitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Katarakt
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hörstörung
- Ototoxizität
- Tinnitus
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Herzerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Arrhythmie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Tachykardie
- Herzinsuffizienz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kardiomyopathie
- Myokarditis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gefäßerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Lymphödem
- Hypertonie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Blutung
- Embolie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- idiopathisches Pneumoniesyndrom
- Epistaxis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Lungenödem
- Husten
- Pneumonitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypoxie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- Stomatitis
- Ösophagitis
- Erbrechen
- Diarrhoe
- Dyspepsie
- Bauchschmerzen
- Enteritis
- Kolitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Obstipation
- gastrointestinale Perforation
- Ileus
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- gastrointestinales Geschwür
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- venookklusive Lebererkrankung
- Hepatomegalie
- Gelbsucht
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hautausschlag
- Pruritus
- Alopezie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erythem
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pigmentierungsstörung
- Psoriasis erythrodermica
- ohne Häufigkeitsangabe
- schwere toxische Hautreaktionen
- einschließlich Fälle von Stevens-Johnson Syndrom und Epidermolysis acuta toxica
- schwere toxische Hautreaktionen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Rückenschmerzen
- Myalgie
- Arthralgie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hämorrhagische Zystitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dysurie
- Oligurie
- Niereninsuffizienz
- Zystitis
- Hämaturie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Azoospermie
- Amenorrhoe
- vaginale Blutung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- menopausale Symptome
- weibliche Infertilität
- männliche Infertilität
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Pyrexie
- Asthenie
- Schüttelfrost
- generalisiertes Ödem
- Entzündung an der Injektionsstelle
- Schmerzen an der Injektionsstelle
- Schleimhautentzündung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Multiorganversagen
- Schmerzen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gewichtszunahme
- Bilirubinanstieg
- Transaminasenanstieg
- Amylaseanstieg
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kreatininanstieg
- Anstieg des Blutharnstoffs
- Anstieg der Gamma-glutamyl-transferase
- Anstieg der alkalischen Phosphatase
- Anstieg der Aspartatamino-transferase
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen:
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- erhöhte Infektionsanfälligkeit
- Sepsis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- thrombozytopenische Purpura
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Behandlungsbedingtes sekundäres Malignom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Thrombozytopenie
- febrile Neutropenie
- Anämie
- Panzytopenie
- Granulozytopenie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- akute Graft-versus-Host-Krankheit
- chronische Graft-versus-Host-Krankheit
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Endokrine Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypopituitarismus
- Hypogonadismus
- Hypothyroidismus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Anorexie
- Hyperglycämie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Veränderungen des Geisteszustands
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- geistige Störung aufgrund einer allgemeinmedizinischen Erkrankung
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- Enzephalopathie
- Krampfanfall
- Hirnblutung
- Gedächtnisbeeinträchtigung
- Parese
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ataxie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Leukenzephalopathie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hörstörung
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Herzerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Herzstillstand
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- kardiovaskuläre Insuffizienz
- Herzinsuffizienz
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gefässerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Blutung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypertonie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Pneumonitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- idiopathisches Pneumoniesyndrom
- Lungenblutung
- Lungenödem
- Epistaxis
- Hypoxie
- Atemstillstand
- ohne Häufigkeitsangabe
- pulmonale arterielle Hypertonie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- Stomatitis
- Erbrechen
- Diarrhoe
- Bauchschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Enteritis
- Darmverschluss
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- venookklusive Lebererkrankung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leberversagen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hautausschlag
- Erythem
- Desquamation
- Pigmentierungsstörung
- ohne Häufigkeitsangabe
- schwere toxische Hautreaktionen
- einschließlich Fälle von Stevens-Johnson Syndrom und Epidermolysis acuta toxica
- schwere toxische Hautreaktionen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Wachstumsretardierung
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Blasenstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Niereninsuffizienz
- Hämorrhagische Zystitis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Pyrexie
- Schleimhautentzündung
- Schmerzen
- Multiorganversagen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Bilirubinanstieg
- Transaminasenanstieg
- Kreatininanstieg
- Anstieg der Aspartataminotransferase
- Anstieg der Alaninaminotransferase
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Anstieg des Blutharnstoffs
- abnormale Elektrolytwerte
- Erhöhung der Prothrombinzeit-Ratio
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Anwendungshinweise
- Verabreichung des Arzneimittels von einer ausgebildeten medizinischen Fachkraft als intravenöse Infusion über 2 - 4 Stunden
- jede Durchstechflasche muss mit 1,5 ml sterilem Wasser für Injektionszwecke rekonstituiert werden
- das Gesamtvolumen der zu verabreichenden, rekonstituierten Durchstechflaschen sollte vor der Anwendung mit 500 ml isotonischer Natriumchloridlösung für Injektionszwecke (1000 ml bei einer Dosis von über 500 mg) weiterverdünnt werden
- wenn die Dosis bei Kindern unter 250 mg liegt, ist ein entsprechendes Volumen an isotonischer Natriumchloridlösung für Injektionszwecke zu verwenden, mit dem eine Endkonzentration zwischen 0,5 und 1 mg / ml erreicht wird
- vor und nach jeder Infusion Verweilkatheter mit etwa 5 ml isotonischer Natriumchloridlösung für Injektionszwecke spülen
- die Infusionslösung muss auf Patienten über ein Infusionsbesteck mit einem 0,2-µm-Inline-Filter verabreicht werden
- die Filterung verändert nicht den Wirkstoffgehalt der Lösung
- Arzneimittel nur zur einmaligen Anwendung bestimmt; nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial entsprechend nationalen Anforderungen entsorgen
Vorsichtsmaßnahmen vor/bei der Handhabung bzw. Anwendung des Arzneimittels
- bei versehentlichem Kontakt mit Thiotepa kann es zu lokalen Reaktionen kommen
- bei der Zubereitung der Infusionslösung wird das Tragen von Handschuhen empfohlen
- falls die Thiotepa-Lösung versehentlich auf die Haut gelangt: betroffene Hautstelle sofort gründlich mit Wasser und Seife wasschen
- falls Thiotepa versehentlich mit Schleimhaut in Kontakt kommt: diese gründlich mit Wasser spülen
Zubereitung
- streng aseptische Arbeitsweise
- Rekonstitution: Pulver mit 10 ml sterilem Wasser für Injektionszwecke rekonstituieren
- in eine Spritze mit Nadel aseptisch 1,5 ml steriles Wasser für Injektionszwecke aufziehen
- Inhalt der Spritze durch den Gummistopfen in die Durchstechflasche injizieren
- Spritze mit der Nadel herausziehen und Inhalt der Durchstechflasche durch mehrmaliges Umdrehen mischen
- nur klare, farblose Lösungen ohne erkennbare Partikel verwenden
- Weiterverdünnung im Infusionsbeutel
- rekonstituierte Lösung ist hypotonisch und muss vor Anwendung mit 500 ml isotonischer Natriumchloridlösung für Injektionszwecke (1000 ml bei einer Dosis von über 500 mg) bzw. mit einem entsprechenden Volumen an isotonischer Natriumchloridlösung, mit dem eine Endkonzentration zwischen 0,5 und 1 mg / ml erreicht wird, weiterverdünnt werden
Haltbarkeit nach Rekonstitution
- chemische und physikalische Stabilität nach Rekonstitution: bei 2 - 8 °C bis zu 8 Stunden nachgewiesen
- chemische und physikalische Stabilität nach Verdünnung: bei 2 - 8 °C bis zu 24 Stunden, wenn bei 25 °C gelagert, bis zu 4 Stunden nachgewiesen
- aus mikrobiologischer Sicht Arzneimittel unmittelbar nach Verdünnung verwenden
Inkompatibilitäten
- Arzneimittel ist in sauren Medien instabil
- Arzneimittel, außer mit den oben aufgeführten, nicht mit anderen Arzneimitteln mischen
Stillzeithinweise
Thiotepa - invasiv
- in der Stillzeit kontraindiziert
- aufgrund seiner pharmakologischen Eigenschaften und seiner potenziellen Toxizität für gestillte Neugeborene/Kinder
- unbekannt, ob Thiotepa in die Muttermilch übergeht
Schwangerschaftshinweise
Thiotepa - invasiv
- in der Schwangerschaft kontraindiziert
- bisher keine Erfahrungen mit der Anwendung von Thiotepa bei Schwangeren
- präklinischen Studien
- embryofetale Letalität und Teratogenität
- Frauen im gebärfähigen Alter / Empfängnisverhütung bei Männern und Frauen
- Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden, und vor Behandlungsbeginn sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden
- männliche Patienten sollten während der Behandlung und 1 Jahr lang nach Beendigung der Behandlung kein Kind zeugen
- Fertilität
- Thiotepa kann die Fertilität bei Frauen und Männern beeinträchtigen
- Männliche Patienten
- vor Therapiebeginn sollte eine Kryokonservierung von Spermien in Erwägung gezogen werden
- während der Behandlung sowie ein Jahr danach soltle kein Kind gezeugt werden
Warnhinweise
Thiotepa - invasiv
- die Folge der Behandlung mit Thiotepa in der empfohlenen Dosis und mit dem empfohlenen Behandlungsschema ist eine ausgeprägte Myelosuppression bei allen Patienten
- eine schwere Granulozytopenie, Thrombozytopenie und Anämie können alleine oder kombiniert auftreten
- häufige Kontrolle des Blutbildes, inkl. des Differentialblutbildes und der Thrombozytenzahl
- während der Behandlung und bis zur Normalisierung des Blutbildes
- tägliche Kontrolle der Leukozyten- und Thrombozytenzahl
- während der Behandlung und für die Dauer von mindestens 30 Tagen nach der Transplantation
- Thrombozyten- und Erythrozytentransfusionen sowie Wachstumsfaktoren, wie der Granulozyten-Kolonie stimulierende Faktor (G-CSF), sollten eingesetzt werden, sofern medizinisch angezeigt
- prophylaktische oder empirische Anwendung von Antiinfektiva (antibakteriell, antimykotisch, antiviral)
- sollte zur Prävention und Behandlung von Infektionen während der Dauer der Neutropenie erwogen werden
- Patienten mit Leberfunktionsstörung
- Thiotepa wurde nicht bei diesen Patienten untersucht
- da Thiotepa vor allem durch die Leber metabolisiert wird, ist Vorsicht geboten
- wenn Thiotepa bei Patienten mit vorbestehender Beeinträchtigung der Leberfunktion angewendet wird, insbesondere bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung
- regelmäßige Kontrolle der Serumtransaminasen, der alkalischen Phosphatase und von Bilirubin nach der Transplantation bei diesen Patienten empfohlen
- um eine Hepatotoxizität frühzeitig zu erkennen
- Patienten, die zuvor eine Strahlentherapie, drei oder mehr Zyklen Chemotherapie oder eine Stammzelltransplantation erhalten haben
- erhöhtes Risiko für eine venookklusive Lebererkrankung möglich
- Patienten mit Herzerkrankungen in der Anamnese
- besondere Vorsicht ist geboten
- regelmäüßige Überwachung der Herzfunktion
- Patienten mit Nierenerkrankungen in der Anamnese
- besondere Vorsicht ist geboten
- es sollte eine regelmäßige Überwachung der Nierenfunktion in Betracht gezogen werden
- Thiotepa kann eine pulmonale Toxizität verursachen, die die Lungentoxizität anderer Zytostatika (Busulfan, Fludarabin und Cyclophosphamid) verstärken kann
- eine frühere Gehirnbestrahlung oder kraniospinale Bestrahlung kann schwere toxische Reaktionen begünstigen
- z.B. Enzephalopathie
- Aufklärung des Patienten über das erhöhte Risiko für eine sekundäre Krebserkrankung durch Thiotepa, ein bekanntes Karzinogen bei Menschen
- gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen
- mit abgeschwächten Lebendimpfstoffen (außer Gelbfieberimpfstoffen; Gelbfieberimpfstoffe sowie virale und bakterielle Lebendimpfstoffen sind gänzlich kontraindiziert)
- Risiko einer systemischen, potenziell tödlichen Erkrankung
- Risiko bei Patienten erhöht, die durch ihre Grundkrankheit bereits immungeschwächt sind
- mit Phenytoin und Fosphenytoin
- Risiko der Verschlimmerung von Krampfleiden infolge der verminderten Resorption von Phenytoin im Verdauungstrakt durch Zytostatika oder
- Risiko der verstärkten Toxizität und des Wirksamkeitsverlustes des Zytostatikums durch gesteigerten Metabolismus in der Leber durch Phenytoin
- mit abgeschwächten Lebendimpfstoffen (außer Gelbfieberimpfstoffen; Gelbfieberimpfstoffe sowie virale und bakterielle Lebendimpfstoffen sind gänzlich kontraindiziert)
- Gegenanzeigen für die gleichzeitige Anwendung
- Thiotepa darf nicht gleichzeitig mit Cyclophosphamid verabreicht werden, wenn beide Arzneimittel Bestandteil derselben Konditionierungsbehandlung sind
- Thiotepa muss in diesem Fall nach Abschluss der Cyclophosphamid-Infusion verabreicht werden
- Thiotepa darf nicht gleichzeitig mit Gelbfieberimpfstoff sowie mit viralen und bakteriellen Lebendimpfstoffen angewendet werden
- Thiotepa darf nicht gleichzeitig mit Cyclophosphamid verabreicht werden, wenn beide Arzneimittel Bestandteil derselben Konditionierungsbehandlung sind
- gleichzeitige Anwendung mit CYP2B6- oder CYP3A4-Inhibitoren
- sorgfältige klinsiche Überwachung der Patienten
- Fertilität
- Thiotepa kann die Fertilität bei Frauen und Männern beeinträchtigen
- männliche Patienten sollten vor Therapiebeginn eine Kryokonservierung von Spermien in Erwägung ziehen und während der Behandlung sowie ein Jahr danach kein Kind zeugen
- Thiotepa kann die Fertilität bei Frauen und Männern beeinträchtigen