Thomapyrin TENSION DUO 400 mg/100mg Filmtabletten
A. Nattermann & Cie GmbH
Wirkstoff: Coffein/Ibuprofen →
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 18 ST | 10,97 € |
| – | 12 ST | 7,94 € |
| – | 36 ST | 16,81 € |
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Indikation
- kurzzeitige symptomatische Behandlung von akuten mäßig starken Schmerzen, wie Zahnschmerzen oder Kopfschmerzen bei Erwachsenen
Dosierung
- akute mäßig starke Schmerzen
- Erwachsene
- 1 Tablette (400 mg Ibuprofen plus 100 mg Coffein) 1mal bei Bedarf
- nach 6 - 8 Stunden Einnahme einer weiteren Dosis möglich
- maximale Dosis
- 3 Tabletten (insg. 1.200 mg Ibuprofen und 300 mg Coffein) / Tag (aufgeteilt in 3 Einzeldosen)
- Behandlungsdauer
- höchstens 3 Tage
- Hinweise
- nicht empfohlen bei leichten Schmerzen oder einer Behandlungsdauer > 3 Tage
- Behandlung mit einem Arzneimittel, das nur einen Wirkstoff enthält, in niedrigster wirksamen Dosis in Betracht ziehen (z. B. Ibuprofen 200 mg)
- nur zur kurzzeitigen Anwendung
- zur Reduktion der Nebenwirkungen: Anwendung der niedrigsten wirksame Dosis über den kürzesten erforderlichen Zeitraum zur Kontrolle der Symptome
- nicht empfohlen bei leichten Schmerzen oder einer Behandlungsdauer > 3 Tage
- ältere Patienten
- keine besonderen Dosierungsempfehlungen möglich, da keine klinischen Studien
- sorgfältige Überwachung (höheres Risiko für Nebenwirkungen, die auf NSAR und/oder Coffein zurückzuführen sind)
- Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
- kontrainiziert
- eingeschränkte Nierenfunktion
- leicht bis mittelschwer
- keine Dosisanpassung erforderlich
- schwere Niereninsuffizienz
- kontraindiziert
- leicht bis mittelschwer
- eingeschränkte Leberfunktion
- leicht bis mittelschwer
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Vorsicht geboten
- schwere Leberfunktionsstörung
- kontraindiziert
- leicht bis mittelschwer
- Erwachsene
Kontraindikationen
Coffein, Ibuprofen - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Ibuprofen oder Coffein
- Überempfindlichkeitsreaktionen in der Anamnese (z.B. Bronchospasmen, Asthma, Rhinitis, Angioödeme oder Urtikaria), die mit der Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderen nichtsteroidalen Antirheumatika in Zusammenhang stehen
- Blutbildungsstörungen unbekannter Ursache
- aktive oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretene oder bereits bestehende peptische Ulzera/Hämorrhagien (mind. 2 unterschiedliche Episoden nachgewiesener Ulzeration oder Blutung)
- gastrointestinale Blutungen oder Perforation in der Anamnese in Zusammenhang mit einer vorherigen NSAR-Therapie
- zerebrovaskuläre oder andere aktive Blutungen
- schwere Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse IV)
- schweres Leberversagen
- schweres Nierenversagen
- schwere Dehydratation (verursacht durch Erbrechen, Durchfall oder nicht ausreichende Flüssigkeitszufuhr)
- Schwangerschaft (3. Trimenon)
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Coffein, Ibuprofen - peroral
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Exazerbation von infektionsbedingten Entzündungen (z.B. Entwicklung einer nekrotisierenden Fasciitis)2
- Symptome einer aseptischen Meningitis (Nackensteifheit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber oder Orientierungsstörung), insbesondere bei Patienten mit bestehenden Autoimmunerkrankungen (SLE, Mischkollagenose)2
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Störungen der Blutbildung (Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie, Panzytopenie, Agranulozytose)2
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeitsreaktionen mit Hautausschlägen und Juckreiz ebenso wie Asthmaanfälle (mit Abfall des Blutdrucks)2
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Anzeichen schwerer allgemeiner Überempfindlichkeitsreaktionen mit Anzeichen wie Gesichtsödem, Angioödem, Dyspnoe, Tachykardie, Abfall des Blutdrucks, anaphylaktischer Schock2
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- psychotische Reaktionen1,2
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Depressionen2
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindelgefühl1,2
- Schlaflosigkeit1,2,3
- Kopfschmerzen4
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- zentralnervöse Störungen wie Agitiertheit2, Reizbarkeit2 oder Müdigkeit2
- ohne Häufigkeitsangabe
- Tremor3
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Sehstörungen2
- in diesem Fall sollte die Anwendung abgebrochen, und es sollten ophthalmologische Untersuchungen durchgeführt werden
- Sehstörungen2
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Tinnitus2
- Hörverlust2
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Palpitationen1,2
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Herzinsuffizienz2
- Myokardinfarkt2
- ohne Häufigkeitsangabe
- Tachykardie3
- Kounis-Syndrom
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- arterielle Hypertonie2
- Vaskulitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- arterielle thrombotische Ereignisse
- klinische Studien deuten darauf hin, dass die Anwendung von Ibuprofen, insbesondere in hoher Dosis (2400 mg/Tag), mit einem leicht erhöhten Risiko für arterielle thrombotische Ereignisse einhergehen kann (z.B. Myokardinfarkt oder Schlaganfall)
- arterielle thrombotische Ereignisse
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- gastrointestinale Beschwerden2,3 wie
- Pyrosis2
- Abdominalschmerzen2
- Übelkeit1,2
- Erbrechen2
- Flatulenz2
- Diarrhö2
- Obstipation2
- geringfügige gastrointestinale Blutverluste, die in seltenen Fällen eine Anämie verursachen können2
- gastrointestinale Beschwerden2,3 wie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- gastrointestinale Ulzera, eventuell mit Blutung und/oder Durchbruch
- Meläna
- Hämatemesis
- ulzerative Stomatitis
- Exazerbation einer Colitis ulcerosa und eines Morbus Crohn
- Gastritis2
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Ösophagitis2
- Pankreatitis2
- diaphragma-ähnliche Strikturen im Darm2
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- hepatische Dysfunktion
- Leberschaden, v.a. bei Langzeittherapie
- Leberversagen
- akute Hepatitis2
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- schwere bzw. bullöse Reaktionen wie
- exfoliative Dermatitis
- Erythema multiforme
- Stevens-Johnson-Syndrom
- toxische epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom)
- Alopezie
- schwere Hautinfektionen
- Weichteilkomplikationen während einer Varizelleninfektion2
- schwere bzw. bullöse Reaktionen wie
- ohne Häufigkeitsangabe
- akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP)
- Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
- Lichtempfindlichkeitsreaktionen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Nierengewebsschädigungen (Papillennekrosen)
- erhöhte Harnsäurekonzentrationen im Blut
- erhöhte Harnstoffkonzentrationen im Blut2
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Ödeme (v.a. bei Patienten mit arterieller Hypertonie oder Niereninsuffizienz)
- nephrotisches Syndrom
- interstitielle Nephritis
- akute Niereninsuffizienz2
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hinweise
- bei den Nebenwirkungen muss berücksichtigt werden, dass sie überwiegend dosisabhängig sind und interindividuell variieren
- Patienten sollten angewiesen werden, bei Auftreten einer schwerwiegenden unerwünschten Arzneimittelwirkung die Einnahme unverzüglich zu beenden und einen Arzt aufzusuchen
Legende:
1 = identifizierte Nebenwirkungen, beobachtet bei Kombinationstherapie mit Ibuprofen und Coffein
2 = identifizierte Nebenwirkungen von Ibuprofen auf Grundlage der EU-SmPC für Ibuprofen
3 = identifizierte Nebenwirkungen von Coffein auf Grundlage von Erfahrungen mit anderen coffeinhaltigen Kombinationsarzneimitteln
4 = Basis: klinische Studie mit 282 Patienten
Anwendungshinweise
- zum Einnehmen
- im Ganzen mit einem Glas Wasser
- Patienten mit empfindlichem Magen wird empfohlen, die Tablette mit einer Mahlzeit einzunehmen
Stillzeithinweise
Coffein, Ibuprofen - peroral
- das Arzneimittel sollte nur dann durch stillende Mütter angewendet werden, wenn dies unbedingt erforderlich ist
- bei einer kurzzeitigen Behandlung in der empfohlenen Dosis ist eine Unterbrechung des Stillens gewöhnlich nicht erforderlich
- Ibuprofen
- Ibuprofen und seine Metaboliten können in niedrigen Konzentrationen in die Muttermilch übergehen
- bisher keine schädlichen Wirkungen für Säuglinge bekannt
- Coffein
- Coffein geht in die Muttermilch über und kann den Zustand und das Verhalten des Säuglings beeinflussen
- Reizbarkeit und schlechtes Schlafverhalten bei Säuglingen berichtet
Schwangerschaftshinweise
Coffein, Ibuprofen - peroral
- kontraindiziert im 3. Trimenon
- sollte im 1. und 2. Trimenon der Schwangerschaft nur eingenommen werden, wenn dies unbedingt notwendig ist
- Ibuprofen
- Hemmung der Prostaglandinsynthese kann die Schwangerschaft und/oder die embryo/fötale Entwicklung negativ beeinflussen
- Daten aus epidemiologischen Studien weisen auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten sowie kardiale Missbildungen und Gastroschisis nach der Anwendung eines Prostaglandinsynthese-Hemmers in der Frühschwangerschaft hin
- absolutes Risiko für kardiovaskuläre Missbildungen stieg von unter 1 % bis auf etwa 1,5 % an
- Annahme, dass das Risiko mit der Dosis und der Dauer der Therapie ansteigt
- tierexperimentelle Studien
- bei Tieren nachgewiesen, dass die Anwendung eines Prostaglandinsynthese-Hemmers zu erhöhtem prä- und post-implantärem Verlust und zu embryo-fötaler Letalität führt
- erhöhte Inzidenzen verschiedener Missbildungen, einschließlich kardiovaskulärer Missbildungen, bei Tieren berichtet, die während der Phase der Organogenese einen Prostaglandinsynthese-Hemmer erhielten
- 1. und 2. Trimenon
- Ibuprofen sollte nur eingenommen werden, wenn dies unbedingt notwendig ist
- falls Ibuprofen von einer Frau angewendet wird, die versucht, schwanger zu werden, oder wenn es während des 1. und 2. Trimenons der Schwangerschaft angewendet wird, sollte die Dosis so niedrig und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich gehalten werden
- 3. Trimenon
- Ibuprofen kontraindiziert
- alle Prostaglandinsynthese-Hemmer können
- den Fötus folgenden Risiken aussetzen:
- kardiopulmonale Toxizität (mit vorzeitigem Verschluss des Ductus arteriosus und pulmonaler Hypertonie)
- Nierenfunktionsstörung, die zu Nierenversagen mit Oligohydramnion fortschreiten kann
- die Mutter und das Kind am Ende der Schwangerschaft folgenden Risiken aussetzen:
- mögliche Verlängerung der Blutungszeit, ein thrombozytenaggregationshemmender Effekt, der selbst bei sehr geringen Dosen auftreten kann
- Hemmung von Uteruskontraktionen mit der Folge eines verspäteten oder verlängerten Geburtsvorganges
- den Fötus folgenden Risiken aussetzen:
- Coffein
- Hinweise vorliegend, dass die längere Einnahme hoher Coffeinmengen bei Schwangeren zu Spontanaborten oder Frühgeburten führen kann
- nichtklinische Studien haben bei sehr hohen Dosen Reproduktionstoxizität gezeigt
- Fertilität
- gewisse Evidenz dafür, dass Arzneimittel, die die Cyclooxygenase-/Prostaglandinsynthese hemmen, die weibliche Fertilität über eine Wirkung auf die Ovulation beeinträchtigen können
- dies ist nach Absetzen der Behandlung reversibel
- gewisse Evidenz dafür, dass Arzneimittel, die die Cyclooxygenase-/Prostaglandinsynthese hemmen, die weibliche Fertilität über eine Wirkung auf die Ovulation beeinträchtigen können
Warnhinweise
Coffein, Ibuprofen - peroral
- Nebenwirkungen können minimiert werden
- indem die niedrigste wirksame Dosis für den kürzesten möglichen Zeitraum angewendet wird, der erforderlich ist, um die Symptome zu kontrollieren (siehe unten, gastrointestinale und kardiovaskuläre Risiken)
- Vorsicht bei Patienten mit bestimmten Erkrankungen, die verschlimmert werden können:
- systemischer Lupus erythematodes und Mischkollagenosen: erhöhtes Risiko für aseptische Meningitis
- angeborene Störung des Porphyrinstoffwechsels (z.B. akute intermittierende Porphyrie)
- Erkrankungen im MagenMagen-Darm-Trakt und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (z.B. Colitis ulcerosa, Morbus Crohn)
- Hypertonie und/oder Herzfunktionsstörung, da sich die Nierenfunktion verschlechtern kann
- eingeschränkte Nierenfunktion
- Leberfunktionsstörungen
- unmittelbar nach größeren chirurgischen Eingriffen
- Patienten mit einer allergischen Disposition gegenüber anderen Substanzen, da es bei ihnen auch zu Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Ibuprofen kommen kann
- Patienten, die an Heuschnupfen, Nasenpolypen oder chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen leiden, da bei diesen Patienten ein erhöhtes Risiko für das Auftreten allergischer Reaktionen besteht. Diese können in Form von Asthma- Anfällen (analgetisches Asthma), Quincke-Ödem oder Urtikaria auftreten
- gastrointestinale Wirkungen
- gleichzeitige Anwendung mit NSAR, einschließlich selektiven Cyclooxygenase 2-Hemmern, erhöht das Risiko für unerwünschte Wirkungen und sollte vermieden werden
- gastrointestinale Blutungen, Ulzera oder Perforationen, auch mit letalem Ausgang, unter allen NSAR berichtet
- traten mit oder ohne vorherige Warnsymptome oder gastrointestinale Ereignisse in der Anamnese zu jedem Zeitpunkt der Behandlung auf
- wenn es bei Patienten unter Ibuprofen zu gastrointestinalen Blutungen oder Ulzera kommt, sollte die Behandlung abgesetzt werden
- Risiko für gastrointestinale Blutungen, Ulzera oder Perforation
- steigt
- bei höheren NSAR-Dosen
- bei Patienten mit Ulzera in der Anamnese, insbesondere bei kompliziertem Verlauf mit Blutung oder Perforation
- bei älteren Patienten
- diese Patienten sollten eine Behandlung mit der niedrigsten verfügbaren Dosis beginnen
- Kombinationstherapie mit protektiv wirkenden Arzneimitteln (z.B. Misoprostol oder Protonen-Pumpenhemmern) sollte bei diesen Patienten erwogen werden, ebenso wie bei Patienten, die gleichzeitig Acetylsalicylsäure in niedriger Dosierung oder andere Arzneimittel benötigen, durch die eine Zunahme des gastrointestinalen Risikos gegeben ist
- steigt
- Schmerzen im Oberbauch, Meläna oder Hämatemesis
- Patient sollte angewiesen werden, das Arzneimittel abzusetzen und umgehend einen Arzt aufzusuchen, falls heftige Schmerzen im Oberbauch, Meläna oder Hämatemesis auftreten
- Patienten mit gastrointestinaler Toxizität in der Anamnese, besonders ältere Patienten
- sollten angewiesen werden, ihren Arzt über alle ungewöhnlichen abdominellen Symptome zu informieren (insbesondere gastrointestinale Blutungen), v.a. in den ersten Phasen der Behandlung
- Vorsicht bei Patienten, die gleichzeitig Arzneimittel anwenden, die das Risiko für Ulzera oder Blutung erhöhen können, wie orale Corticosteroide, Antikoagulanzien wie Warfarin, selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer oder Thrombozytenaggregationshemmer wie Acetylsalicylsäure
- Patienten mit gastrointestinalen Erkrankungen (z.B. Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) in der Anamnese
- Vorsicht bei der Anwendung von NSAR, da sich ihre Erkrankung verschlechtern kann
- schwere Hautreaktionen
- schwere Hautreaktionen wurden im Zusammenhang mit der Anwendung von Ibuprofen berichtet, die lebensbedrohlich oder tödlich sein können, einschließlich
- exfoliative Dermatitis
- Erythema multiforme
- Stevens-Johnson-Syndrom (SJS)
- toxische epidermale Nekrolyse (TEN)
- Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom)
- akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP)
- die meisten dieser Reaktionen traten innerhalb des ersten Monats auf
- wenn Anzeichen und Symptome auftreten, die auf diese Reaktionen hinweisen
- Behandlung unverzüglich absetzen und eine angemessene alternative Behandlung in Betracht ziehen
- Varizelleninfektion
- in Ausnahmefällen kann es während einer Varizelleninfektion zu einem Auftreten von schwerwiegenden Hautinfektionen und Weichteilkomplikationen kommen
- empfehlenswert, die Anwendung von Ibuprofen bei Vorliegen einer Varizelleninfektion zu vermeiden
- schwere Hautreaktionen wurden im Zusammenhang mit der Anwendung von Ibuprofen berichtet, die lebensbedrohlich oder tödlich sein können, einschließlich
- Maskierung der Symptome der zugrunde liegenden Infektionen
- das Arzneimittel kann Infektionssymptome maskieren, was zu einem verspäteten Einleiten einer geeigneten Behandlung und damit zur Verschlechterung der Infektion führen kann
- wurde bei bakteriellen, ambulant erworbenen Pneumonien und bakteriell verursachten Komplikationen bei Varizellen beobachtet
- wenn das Arzneimittel zur Behandlung von Schmerzen im Zusammenhang mit einer Infektion verabreicht wird, Überwachung der Infektion empfohlen
- ambulant behandelte Patienten sollten einen Arzt konsultieren, falls die Symptome anhalten oder sich verschlimmern
- das Arzneimittel kann Infektionssymptome maskieren, was zu einem verspäteten Einleiten einer geeigneten Behandlung und damit zur Verschlechterung der Infektion führen kann
- kardiovaskuläre und zerebrovaskuläre Wirkungen
- bei Patienten mit Hypertonie und/oder Herzinsuffizienz in der Anamnese ist vor Beginn einer Behandlung Vorsicht geboten, da über das Auftreten von Flüssigkeitsretention, Hypertonie und Ödemen in Zusammenhang mit einer NSAR-Therapie berichtet wurde
- klinische Studien deuten darauf hin, dass die Anwendung von Ibuprofen, insbesondere in hoher Dosis (2400 mg/Tag), mit einem leicht erhöhten Risiko für arterielle thrombotische Ereignisse einhergehen kann (z.B. Myokardinfarkt oder Schlaganfall)
- insgesamt deuten epidemiologische Studien nicht darauf hin, dass niedrig dosiertes Ibuprofen (z.B. <= 1200 mg/Tag) mit einem erhöhten Risiko für arterielle thrombotische Ereignisse in Zusammenhang steht
- Patienten mit unkontrollierter Hypertonie, kongestiver Herzinsuffizienz (NYHA II - III), bekannter ischämischer Herzerkrankung, peripherer arterieller Erkrankung und/oder zerebrovaskulärer Erkrankung
- sollten nur nach sorgfältiger Abwägung mit Ibuprofen behandelt werden, wobei hohe Dosen (2400 mg/Tag) zu vermeiden sind
- Patienten mit Risikofaktoren für kardiovaskuläre Ereignisse (z.B. Hypertonie, Hyperlipidämie, Diabetes mellitus, Rauchen)
- mit einer länger andauernden Behandlung dieser Patienten sollte ebenfalls nur nach sorgfältiger Abwägung begonnen werden, insbesondere dann, wenn hohe Ibuprofen-Dosen (2400 mg/Tag) erforderlich sind
- Kounis-Syndrom
- bei mit Ibuprofen behandelten Patienten wurden Fälle von Kounis-Syndrom berichtet
- das Kounis-Syndrom umfasst kardiovaskuläre Symptome infolge einer allergischen Reaktion oder Überempfindlichkeitsreaktion definiert mit einer Verengung der Koronararterien und kann potenziell zu einem Myokardinfarkt führen
- bei mit Ibuprofen behandelten Patienten wurden Fälle von Kounis-Syndrom berichtet
- Überempfindlichkeit
- schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. anaphylaktischer Schock) sehr selten beobachtet
- bei ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion (z.B. Gesichtsödem, Angioödem, Dyspnoe, Tachykardie, Abfall des Blutdrucks, anaphylaktischer Schock) nach der Einnahme muss die Therapie beendet werden
- Patient sollte angewiesen werden, umgehend einen Arzt aufzusuchen
- Wirkungen auf Leber-, Nieren- und Blutparameter
- Ibuprofen kann zeitweise die Thrombozytenfunktion hemmen (Thrombozyten-Aggregation)
- Patienten mit Störungen der Blutgerinnung sollten daher sorgfältig überwacht werden
- bei einer Langzeitbehandlung mit Ibuprofen müssen sowohl die Leber- und Nieren- als auch die Blutparameter regelmäßig kontrolliert werden
- erste Anzeichen hämatopoetischer Störungen können Fieber, Halsschmerzen, oberflächliche Wunden im Mund, grippe-ähnliche Beschwerden, schwere Mattigkeit, Nasenbluten und Hautblutungen sein
- Ibuprofen kann zeitweise die Thrombozytenfunktion hemmen (Thrombozyten-Aggregation)
- Analgetika-Nephropathie
- ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer analgetischer Wirkstoffe, zu dauerhafter Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen
- Risiko ist unter körperlicher Belastung einhergehend mit Salzverlust und Dehydratation möglicherweise erhöht und sollte deshalb vermieden werden
- langfristige Anwendung von Schmerzmitteln
- langfristige Anwendung jeder Art von Schmerzmitteln gegen Kopfschmerzen kann diese verschlimmern
- besteht diese Situation oder der Verdacht darauf, sollte die Behandlung abgesetzt werden
- Diagnose von Kopfschmerzen durch übermäßige Arzneimittelanwendung sollte bei Patienten in Betracht gezogen werden, die trotz (oder wegen) regelmäßiger Anwendung von Arzneimitteln gegen Kopfschmerzen häufig oder täglich an Kopfschmerzen leiden
- langfristige Anwendung jeder Art von Schmerzmitteln gegen Kopfschmerzen kann diese verschlimmern
- gleichzeitige Einnahme von Alkohol
- bei Anwendung von NSAR können durch gleichzeitige Einnahme von Alkohol wirkstoffbedingte Nebenwirkungen, insbesondere solche, die den Gastrointestinaltrakt oder das zentrale Nervensystem betreffen, verstärkt werden
- ophthalmologische Effekte
- bei Patienten, die während der Behandlung mit Ibuprofen über Augenerkrankungen berichten, sollte die Behandlung beendet und ophthalmologische Untersuchungen sollten durchgeführt werden
- Coffein
- während der Einnahme dieses Arzneimittels sollte eine übermäßige Einnahme von Coffein (z.B. über Kaffee, Tee, Nahrungsmittel, andere Arzneimittel und Getränke) vermieden werden
- besondere Vorsicht, wenn Coffein bei Patienten mit Hyperthyreose (Risiko für Coffein-induzierte Nebenwirkungen) oder Arrhythmien angewendet wird
- ältere Patienten
- bei älteren Patienten treten häufiger unerwünschte Wirkungen auf NSAR auf, v.a. gastrointestinale Blutungen und Perforation, die tödlich verlaufen können
- in den ersten Phasen der Behandlung ist eine sorgfältige Überwachung der Urinausscheidung und der Nierenfunktion erforderlich bei
- Patienten mit Herzinsuffizienz
- Patienten mit chronisch eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion
- Patienten, die Diuretika einnehmen
- Patienten mit Hypovolämie aufgrund eines größeren chirurgischen Eingriffs
- v.a. bei älteren Patienten