THORENS 25.000 I.E./2.5 ml Lösung zum Einnehmen

ABIOGEN PHARMA S.P.A.
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Colecalciferol →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
1 ST 17,86 €
4 ST 22,57 €

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Fachinformationen

Indikation

  • zur initialen Behandlung eines klinisch relevanten Vitamin-D-Mangels bei Erwachsenen

Dosierung

Basiseinheit: 1 Einzeldosis-Flasche enthält 0,625 mg Colecalciferol (Vitamin D3) / 2,5 ml, entsprechend 25.000 I. E.; 1 ml Lösung zum Einnehmen enthält 10.000 I. E. Colecalciferol (Vitamin D3), entsprechend 0,25 mg

  • initiale Behandlung eines klinisch relevanten Vitamin-D-Mangels
    • 1 Flasche (25.000 I. E. Colecalciferol) 1mal / Woche
    • nach dem 1. Monat Dosisreduktion erwägen in Abhängigkeit von
      • den gewünschten 25-Hydroxycolecalciferol(25(OH)D)-Serumspiegeln
      • der Schwere der Erkrankung
      • dem Ansprechen des Patienten auf die Behandlung
    • Hinweis
      • alternativ können die nationalen Dosierungsempfehlungen zur Behandlung von Vitamin-D-Mangel eingehalten werden

Dosisanpassung

  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • leicht oder mäßig
      • keine spezifische Dosisanpassung erforderlich
    • schwer
      • Anwendung kontraindiziert
  • eingeschränkte Leberfunktion
    • keine Dosisanpassung erforderlich
  • Schwangerschaft und Stillzeit
    • Anwendung nicht empfohlen
    • es stehen Präparate mit geeigneter Dosierung zur Verfügung
  • Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
    • Anwendung nicht empfohlen
    • es stehen Präparate mit geeigneter Dosierung zur Verfügung

Kontraindikationen

Colecalciferol - intraoral
  • Überempfindlichkeit gegen Colecalciferol (Vitamin D3)
  • Hypercalcämie
  • Hypercalcurie
  • Krankheiten oder Zustände, die zu einer Hypercalcämie und/oder Hypercalcurie führen
  • Hypervitaminose D
  • Nephrolithiasis (Nierensteine)
  • schwere Nierenfunktionsstörung
  • Pseudohypoparathyreoidismus
    • da der Vitamin-D-Bedarf durch die phasenweise normale Vitamin-D-Empfindlichkeit herabgesetzt sein kann, mit dem Risiko einer lang andauernden Überdosierung
    • hierzu stehen leichter steuerbare Vitamin D-Derivate zur Verfügung

Therapiehinweise

Einnahme während des Essens.

Nebenwirkungen

Colecalciferol - intraoral
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Überempfindlichkeitsreaktionen wie angioneurotisches Ödem oder Larynxödem
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypercalcämie
      • Hypercalcurie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Benommenheit
      • Verwirrung
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Obstipation
      • Bauchschmerzen
      • Mundtrockenheit
      • Übelkeit
      • Erbrechen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • gastrointestinale Beschwerden, z.B.
        • Flatulenz
        • Diarrhö
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Pruritus
      • Exanthem, Hautausschlag
      • Urticaria
  • Skelettmuskulatur- und Bindegewebserkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Muskelschwäche

Anwendungshinweise

  • Lösung zum Einnehmen in einer Flasche
  • Einnahmehinweise
    • vorzugsweise mit einer Mahlzeit
    • das Produkt schmeckt nach Olivenöl
    • kann ohne Nahrung direkt aus der Flasche eingenommen werden
    • Mischen mit einer kleinen Menge kalter oder lauwarmer Nahrung kurz vor der Einnahme erleichtert jedoch die Einnahme
    • es sollte stets die gesamte Dosis eingenommen werden
  • Produkt vor Gebrauch schütteln
  • besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Beseitigung und sonstige Hinweise zur Handhabung s. jeweilige Herstellerinformation

Stillzeithinweise

Colecalciferol - intraoral
  • Colecalciferol (Vitamin D3) kann während der Stillzeit bei Vitamin-D-Mangel in den empfohlenen Dosen angewendet werden, es sollte jedoch die zusätzliche Vitamin-D-Zufuhr für das Kind beachtet werden
    • hochdosiertes Vitamin D sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden
  • Vitamin D und seine Metabolite werden in die Muttermilch ausgeschieden
    • auf diesem Weg erzeugte Überdosierung beim Säugling wurde nicht beobachtet
  • bei Säuglingen keine unerwünschten Ereignisse beobachtet
  • während Stillzeit ist ausreichende Vitamin-D-Zufuhr notwendig
    • empfohlene tägliche Einnahmemenge während Stillzeit beträgt nach nationalen Richtlinien etwa 600 I.E.

Schwangerschaftshinweise

Colecalciferol - intraoral
  • während der Schwangerschaft sollte Colecalciferol nur angewendet werden, wenn es eindeutig erforderlich ist, und nur in Dosierungen, die zur Behebung des Vitamin-D-Mangels unbedingt notwendig sind
  • Anwendung während der Schwangerschaft ohne Vorliegen eines Vitamin-D-Mangels nicht empfohlen
  • während der Schwangerschaft ausreichende Aufnahme von Vitamin D nötig
    • empfohlene tägliche Einnahmemenge für Vitamin D während Schwangerschaft beträgt nach nationalen Richtlinien etwa 600 I.E.
  • bisher keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Colecalciferol bei Schwangeren vorliegend
  • keine Hinweise, dass die empfohlenen Dosen von Vitamin D3 den Embryo bzw. das ungeborene Kind schädigen
  • Tagesdosen bis 500 I.E. / Tag
    • bisher keine Risiken bekannt
  • Tagesdosen > 500 I.E. / Tag
    • Anwendung nur nach strenger Indikationsstellung und nur so dosieren, wie es zum Beheben des Mangels unbedingt notwendig ist
  • bei Vorliegen eines Vitamin-D-Mangels richtet sich die empfohlene Dosis nach den nationalen Leitlinien
    • üblicherweise nicht mehr als 600 I.E./Tag
    • Höchstdosis von 4000 I.E./Tag sollte nicht überschritten werden
  • während der Schwangerschaft muss Überdosierung vermieden werden
    • da die daraus folgende, über längere Zeit, andauernde Hypercalcämie zu körperlicher und geistiger Retardierung, supravalvulärer Aortenstenose und Retinopathie beim Kind führen kann
  • während der Schwangerschaft sollten Frauen den Rat ihres Arztes befolgen, da die erforderliche Behandlung je nach Schwere ihrer Krankheit und ihrem Ansprechen auf die Therapie variieren kann
  • tierexperimentelle Studien
    • teratogene Wirkungen für hohe Vitamin-D-Dosen gezeigt
  • Fertilität
    • nicht zu erwarten, dass normale endogene Vitamin-D-Spiegel nachteilige Auswirkungen auf die Fertilität haben
    • Auswirkungen hoher Dosen von Vitamin D auf die Fertilität sind unbekannt
    • in reproduktionstoxikologischen Studien mit Colecalciferol keine Wirkung auf die Fertilität beobachtet
    • das potentielle Nutzen-Risiko-Verhältnis für den Menschen ist nicht bekannt

Warnhinweise

Colecalciferol - intraoral
  • zur Vermeidung von Überdosierung von Vitamin D sollten andere Vitamin-D-haltige Quellen wie Arzneimittel, Lebensmittel, Vitamin-D-angereicherte Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel berücksichtigt werden
    • vor Beginn einer Therapie mit Vitamin D sollte der Zustand des Patienten sorgfältig vom Arzt erfasst werden
    • der durch bestimmte Nahrungsmittel oder andere Vitamin D enthaltende Arzneimittel zugeführte Vitamin-D-Gehalt ist zu berücksichtigen
    • zusätzliche Verabreichungen von Vitamin D oder Calcium sollten nur unter ärztlicher Überwachung erfolgen, um eine Hypercalcämie zu vermeiden
      • in solchen Fällen müssen die Calciumspiegel im Serum und Urin überwacht werden
  • leichte bis mittelschwere Niereninsuffizienz
    • bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Niereninsuffizienz, die mit Colecalciferol behandelt werden, sollte die Wirkung auf den Calcium- und Phosphathaushalt überwacht werden
  • schwere Niereninsuffizienz
    • Colecalciferol wird nicht metabolisiert, weshalb andere Formen von Vitamin D erforderlich sind
    • kontraindiziert bei stark eingeschränkter Nierenfunktion
  • Risiko der Calcifikation von Weichteilgewebe berücksichtigen
  • Leberinsuffizienz
    • hepatische Hydroxylierung von Colecalciferol zu 25(OH)D kann gestört sein
  • Pseudohypoparathyreoidismus
    • Colecalciferol sollte bei Pseudohypoparathyreoidismus nicht eingenommen werden (der Vitamin-D-Bedarf kann durch die phasenweise normale Vitamin-D-Empfindlichkeit herabgesetzt sein, mit dem Risiko einer lang andauernden Überdosierung)
      • in diesen Fällen stehen leichter steuerbare Vitamin-D-Derivate zur Verfügung
  • Nierensteine
    • sollte nicht von Patienten eingenommen werden, die besonders anfällig für die Bildung von calciumhaltigen Nierensteinen sind
  • Anwendung nur mit besonderer Vorsicht wegen Risiko der Hypercalcämie und Hypercalcurie (Calciumspiegel in Plasma und Urin sollten überwacht werden) bei
    • Patienten mit gestörter renaler Calcium- und Phosphatausscheidung
    • Behandlung mit Benzothiadiazin-Derivaten
    • immobilisierten Patienten
  • Sarkoidose
    • Colecalciferol sollte bei Patienten, die unter Sarkoidose leiden, nur mit Vorsicht angewendet werden, da das Risiko einer verstärkten Umwandlung von Vitamin D in seine aktiven Metaboliten besteht
    • bei diesen Patienten sollten die Calciumspiegel in Plasma und Urin überwacht werden
  • Tagesdosen > 500 I.E. Vitamin D
    • während einer Langzeitbehandlung sollten die Calciumspiegel im Serum und im Urin überwacht werden und die Nierenfunktion durch Messung des Serumcreatinins überprüft werden
      • Überprüfung besonders wichtig bei älteren Patienten und bei gleichzeitiger Behandlung mit Herzglycosiden oder Diuretika
    • bei Hypercalcämie oder Anzeichen einer verminderten Nierenfunktion muss die Dosis verringert oder die Behandlung unterbrochen werden
      • empfohlen, die Dosis zu reduzieren oder die Behandlung zu unterbrechen, wenn der Calciumgehalt im Urin 7,5 mmol/24 h (300 mg/24 h) übersteigt
  • Tagesdosen > 1000 I.E. Vitamin D
    • während einer Langzeitbehandlung oder der Behandlung mit einer täglichen Äquivalenzdosis von mehr als 1000 I.E. Vitamin D sind Calciumspiegel in Serum und Urin zu überwachen und die Nierenfunktion durch Bestimmung des Serumkreatinins zu überprüfen
      • besonders wichtig bei älteren Patienten, bei gleichzeitiger Behandlung mit Herzglykosiden oder Diuretika und bei Neugeborenen und Säuglingen, die sensibler auf höhere Dosen reagieren können
    • bei Hypercalcämie oder Anzeichen einer Nierenfunktionsstörung
      • muss die Dosis verringert oder die Behandlung unterbrochen werden
      • empfohlen, die Dosis zu reduzieren oder die Behandlung zu unterbrechen, wenn der Calciumgehalt im Urin 7,5 mmol/24 h (300 mg/24 h) oder 10,6 mg/dl (2,65 mmol/l) im Serum übersteigt
  • Intoxikationen, hochkonzentrierte Vitamin D - Arzneimittel
    • hochkonzentrierte Vitamin D3-Lösungen können bei Dosierungsfehlern leicht Intoxikationen verursachen
    • als Folge über schwere Fälle von Hypercalcämie nach Einleitung der Behandlung mit höheren Dosen von Vitamin D berichtet
  • Patienten unter kardiovaskulärer Behandlung
    • Vorsicht bei der Anwendung
  • Patienten mit idiopathischer infantiler Hypercalcämie (CYP24A1 Mutation)
    • Risiko einer Hypercalcämie und sekundärer Effekte (z.B. Hypercalciurie, Nephrocalcinose, Nephrolithiasis) ist aufgrund von Akkumulation des aktiven Vitamin Ds erhöht
    • idiopathische infantile Hypercalcämie kann bei Therapiebeginn mit Vitamin D asymptomatisch und unerkannt sein und durch Vitamin D-Supplementation demaskiert und klinisch auffällig werden
  • Kinder und Jugendliche
    • besonders bei Säuglingen sollte die gleichzeitige Anwendung von anderen Vitamin D-haltigen Präparaten vermieden werden
      • im Zweifelsfall entscheidet der Arzt über die ergänzende Verwendung von mit Vitaminen angereicherter Lebensmittel, Babynahrung und Vitamin D-haltige Arzneimittel
    • Behandlung mit sehr hohen Vitamin D-Dosen, z.B. einer intermittierenden Pulstherapie, sollte nicht ohne vorherige Überprüfung der 25-OH-D (25-Hydroxyvitamin D)-Serumkonzentration erfolgen
      • nachfolgend sollte die 25-OH-D-Konzentration im Serum und der Calciumspiegel überwacht werden