TIMONIL
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| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 250 ML | 25,11 € |
Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.
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Indikation
- Epilepsien
- einfache partielle Anfälle (fokale Anfälle)
- komplexe partielle Anfälle (psychomotorische Anfälle)
- Grand mal, insbesondere fokaler Genese (Schlaf-Grand mal, diffuses Grand mal)
- gemischte Epilepsieformen
- Trigeminus-Neuralgie
- genuine Glossopharyngeus-Neuralgie
- schmerzhafte diabetische Neuropathie
- nichtepileptische Anfälle bei Multipler Sklerose, wie z.B. Trigeminus-Neuralgie, tonische Anfälle, paroxysmale Dysarthrie und Ataxie, paroxysmale Parästhesien und Schmerzanfälle
- Anfallsverhütung beim Alkoholentzugssyndrom (nur unter stationären Bedingungen)
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml enthält 20 mg Carbamazepin; 1 Messlöffel (5 ml) enthält 100 mg Carbamazepin
- allgemein:
- Dosierung individuell und einschleichend
- Dosissteigerung schrittweise bis zur Erhaltungsdosis
- Tagesdosis im Allgemeinen aufgeteilt auf mehrere Einzelgaben
- in manchen Fällen hat sich die Verteilung der Tagesdosis auf 4 - 5 Einzelgaben als besonders wirkungsvoll erwiesen
- allgemeiner Tagesdosisbereich: 400 - 1200 mg Carbamazepin
- Tageshöchstdosis: 1600 mg Carbamazepin (bei höheren Dosen vermehrtes Auftreten von Nebenwirkungen)
- Festlegung der therapeutischen Dosis, insbesondere bei Kombinationstherapie, über die Bestimmung der Plasmaspiegel und in Abhängigkeit von der Wirksamkeit:
- therapeutischer Carbamazepin-Spiegel: 4 - 12 µg/ml
- im Einzelfall kann die erforderliche Dosis erheblich von der angegebenen Anfangs- und Erhaltungsdosis abweichen (z. B. wegen Beschleunigung des Metabolismus durch Enzyminduktion oder wegen Arzneimittelinteraktionen bei eventuell kombinierter Medikation)
- Epilepsie
- vorzugsweise Monotherapie
- Erwachsene
- Anfangsdosis 100 mg Carbamazepin 2 - 4mal / Tag oder 200 mg Carbamazepin 1mal / Tag
- Erhaltungsdosis 200 - 400 mg Carbamazepin 3mal / Tag
- Bei Umstellung auf die Behandlung mit Carbamazepin ist die Dosis des abzusetzenden Antiepileptikums schrittweise herabzusetzen
- Kinder
- Kinder <= 1 Jahr
- Anfangsdosis 100 mg Carbamazepin 1mal / Tag
- Erhaltungsdosis 100 - 200 mg Carbamazepin 1mal / Tag
- Kinder von 1 - 5 Jahren
- Anfangsdosis 100 mg Carbamazepin 1 - 2mal / Tag
- Kindern < 4 Jahre
- Anfangsdosis 20 - 60 mg Carbamazepin / Tag
- Dosissteigerung bis zum Erreichen der therapeutisch notwendigen Dosis um 20 - 60 mg Carbamazepin jeden zweiten Tag
- Kindern > 4 Jahre
- Anfangsdosis 100 mg Carbamazepin / Tag
- Dosissteigerung jeden zweiten Tag oder wöchentlich um bis zu 100 mg Carbamazepin / Tag
- Erhaltungsdosis 100 - 200 mg Carbamazepin 2mal / Tag oder 200 mg Carbamazepin 1 - 2mal / Tag
- Kinder von 6 - 10 Jahren
- Anfangsdosis 100 mg Carbamazepin 2mal / Tag
- Erhaltungsdosis 100 - 200 mg Carbamazepin 3mal / Tag
- Kinder von 11 - 15 Jahren
- Anfangsdosis 100 mg Carbamazepin 2 - 3mal / Tag
- Erhaltungsdosis 200 - 300 mg Carbamazepin 3mal / Tag
- Kinder <= 1 Jahr
- Behandlungsdauer:
- grundsätzlich eine Langzeittherapie
- im Einzelfall erfahrener Facharzt entscheiden
- eine Dosisreduktion und ein Absetzen der Medikation frühestens nach zwei- bis dreijähriger Anfallsfreiheit zu erwägen
- Absetzen muss in schrittweiser Dosisreduktion über ein bis zwei Jahre erfolgen
- Kinder können der Dosis pro kg Körpergewicht entwachsen anstelle altersgemäßer Dosisanpassung, wobei sich der EEG-Befund nicht verschlechtern sollte
- Trigemiusneuralgie und genuine Glossopharyngeus-Neuralgie
- Steigerung der Tagesdosis von 200 - 400 mg Carbamazepin / Tag bis zum Eintritt der Schmerzfreiheit auf durchschnittlich 400 - 800 mg Carbamazepin / Tag, verteilt auf 2 - 4 Gaben
- im Anschluss daran ist es bei einem Teil der Fälle möglich, die Behandlung mit einer geringeren Erhaltungsdosis von 400 mg Carbamazepin / Tag, verteilt auf 1 - 2 Einzelgaben, fortzusetzen
- Behandlungsdauer
- Therapie mit einer für die Schmerzfreiheit gerade noch ausreichenden Erhaltungsdosis über einige Wochen durchführen
- durch vorsichtige Dosisreduktion feststellen, ob es inzwischen zu einer Spontanremission gekommen ist
- beim Wiederauftreten von Schmerzattacken mit der ursprünglichen Erhaltungsdosis weiterbehandeln
- Dosisanpassung
- ältere und empfindliche Patienten
- Anfangsdosis von 200 mg Carbamazepin / Tag ausreichend
- ältere und empfindliche Patienten
- Anfallsverhütung während der stationären Alkoholentzugsbehandlung
- durchschnittliche Tagesdosis 600 mg Carbamazepin erteilt auf 3 Einzelgaben
- in schweren Fällen Dosissteigerung in den ersten Tagen bis auf 1200 mg Carbamazepin / Tag, verteilt auf 3 Einzelgaben möglich
- Kombination von Carbamazepin mit sedativ-hypnotischen Mitteln wird nicht empfohlen, jedoch Kombination mit anderen in der Alkoholentzugsbehandlung eingesetzten Substanzen bei Bedarf möglich
- Behandlungsdauer
- Therapie unter ausschleichender Dosierung nach 7 -10 Tagen beenden
- Schmerzzustände bei diabetischer Neuropathie
- durchschnittliche Tagesdosis 600 mg Carbamazepin
- in Ausnahmefällen bis zu 1200 mg Carbamazepin / Tag verteilt auf 3 Einzelgaben
- es sind regelmäßige Kontrollen des Carbamazepin-Spiegels vorzunehmen
- eine sorgfältige klinische Beobachtung Wegen der zentralnervösen und vegetativen Nebenwirkungen wird empfohlen
- Behandlungsdauer
- Therapie mit einer für die Schmerzfreiheit gerade noch ausreichenden Erhaltungsdosis über einige Wochen durchführen
- durch vorsichtige Dosisreduktion feststellen, ob es inzwischen zu einer Spontanremission gekommen ist
- beim Wiederauftreten von Schmerzattacken mit der ursprünglichen Erhaltungsdosis weiterbehandeln
- Nichtepileptische Anfälle bei Multipler Sklerose
- durchschnittliche Tagesdosis 400 - 800 mg Carbamazepin in 2 - 4 Einzelgaben
- Behandlungsdauer
- Therapie mit einer für die Schmerzfreiheit gerade noch ausreichenden Erhaltungsdosis über einige Wochen durchführen
- durch vorsichtige Dosisreduktion feststellen, ob es inzwischen zu einer Spontanremission gekommen ist
- beim Wiederauftreten von Schmerzattacken mit der ursprünglichen Erhaltungsdosis weiterbehandeln
Dosisanpassung
- Patienten mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- niedrigere Dosierung angezeigt
- Leber- und Nierenleiden
- niedrigere Dosierung angezeigt
- ältere Patienten
- niedrigere Dosierung angezeigt
Kontraindikationen
Carbamazepin - intraoral
- Überempfindlichkeit gegen Carbamazepin
- Überempfindlichkeit gegen strukturell verwandte Medikamente (z.B. trizyklische Antidepressiva wie Amitriptylin, Desipramin, Nortriptylin)
- Vorliegen einer Knochenmarkschädigung
- Knochenmarkdepression in der Vorgeschichte
- atrioventrikulärem Block
- hepatische Porphyrie, auch in der Vorgeschichte (z.B. akute intermittierende Porphyrie, Porphyria variegata, Porphyria cutanea tarda)
- gleichzeitige Behandlung mit einem Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) oder Behandlung innerhalb von 14 Tagen nach Absetzen der Behandlung mit einem MAO-Hemmer
- gleichzeitige Behandlung mit Voriconazol, da es zum Therapieversagen dieses Medikamentes kommen kann
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Carbamazepin - intraoral
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Reaktivierung einer Infektion mit dem Humanen Herpesvirus 6
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leukopenie
- nach Literaturangaben tritt dabei am häufigsten eine gutartige Leukopenie, in etwa 10 % der Fälle vorübergehend, in 2 % persistierend, auf
- eine gutartige Leukopenie tritt vor allem innerhalb der ersten 4 Therapiemonate auf
- Thrombozytopenie
- Eosinophilie
- Leukozytose
- Leukopenie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Lymphadenopathie
- Senkung des Folsäurespiegels im Blut
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Agranulozytose
- aplastische Anämie
- Panzytopenie
- Aplasie der Erythrozyten
- Anämie
- megaloblastären Anämie
- Retikulozytose
- hämolytische Anämie
- Milzvergrößerung
- akute intermittierende Porphyrie
- Porphyria variegata
- Porphyria cutanea tarda
- ohne Häufigkeitsangabe
- Knochenmarkinsuffizienz
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- verzögerte, mehrere Organsysteme betreffende Überempfindlichkeitsreaktionen (in verschiedenen Kombinationen möglich; können auch andere Organe wie Lunge, Niere, Bauchspeicheldrüse und Herzmuskel und Dickdarm betreffen) wie
- Fieber
- Hautausschlag
- Vaskulitis
- Lymphknotenschwellung
- Pseudolymphom
- Gelenkschmerz
- Leukopenie
- Eosinophilie
- Vergrößerung von Leber und Milz
- veränderte Leberfunktionswerte
- Vanishing Bile Duct Syndrome (progrediente cholestatische Hepatopathie mit Zerstörung und Schwund der intrahepatischen Gallengänge)
- verzögerte, mehrere Organsysteme betreffende Überempfindlichkeitsreaktionen (in verschiedenen Kombinationen möglich; können auch andere Organe wie Lunge, Niere, Bauchspeicheldrüse und Herzmuskel und Dickdarm betreffen) wie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- akute allergische Allgemeinreaktionen
- anaphylaktische Reaktionen
- Angioödeme
- aseptische Meningitis mit Myoklonus und Eosinophilie
- ohne Häufigkeitsangabe
- allergische Kreuzreaktionen mit anderen Antiepileptika
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Endokrine Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ödeme
- Flüssigkeitsretention
- Gewichtszunahme
- Hyponatriämie und verminderte Plasmaosmolalität aufgrund einer ADH-ähnlichen Wirkung, die selten zu Wasserintoxikation führen kann mit
- Lethargie
- Erbrechen
- Kopfschmerz
- Verwirrtheitszuständen
- anderen neurologischen Störungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- erhöhte Prolaktinspiegel mit oder ohne klinische Manifestation, wie
- Gynäkomastie
- Galaktorrhö
- veränderte Schilddrüsenparameter
- vermindertes L-Thyroxin (freies Thyroxin, Thyroxin, Trijodthyronin)
- erhöhtes TSH im Blut, meist ohne klinische Symptome
- Störungen im Knochenstoffwechsel
- vermindertes Serum-Calcium
- vermindertes 25-OH-Cholecalciferol
- führte sehr selten zu Osteomalazie oder Osteoporose
- erhöhte Cholesterinspiegel einschließlich
- HDL-Cholesterin
- Triglyceride
- Erhöhung des freien Cortisols im Serum
- Hinweise auf
- verminderte Vitamin-B12-Spiegel im Serum
- erhöhte Homocystein-Spiegel im Serum
- erhöhte Prolaktinspiegel mit oder ohne klinische Manifestation, wie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hyperammonämie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Verwirrtheitszustände und Unruhe (Agitation) bei älteren Patienten
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Halluzinationen (akustisch und visuell)
- Depression
- depressive oder manische Verstimmungen
- Ruhelosigkeit
- aggressives Verhalten
- Anorexie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Aktivierung latenter Psychosen
- Stimmungsveränderungen, wie
- phobische Störungen
- Denkerschwernis
- Antriebsverarmung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Somnolenz
- Sedierung
- Schläfrigkeit
- Schwindel
- Ataxie (ataktische und zerebellare Störungen)
- Erschöpfung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- Doppelbilder
- Akkodomationsstörungen, z.B.
- verschwommenes Sehen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- unwillkürliche Bewegungen wie z. B.
- Tremor
- Asterixis
- Dystonie
- Ticks
- Störungen der Okulomotorik einhergehend mit Nystagmus
- unwillkürliche Bewegungen wie z. B.
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- dyskinetische Störungen wie
- orofaziale Dyskinesien
- Choreoathetose (unwillkürliche Bewegungen im Mund-Gesichtsbereich wie Grimassieren, verschraubte Bewegungen)
- Sprechstörungen (z.B. Dysarthrie, verwaschene Sprache)
- Polyneuropathie
- peripheren Neuritis
- periphere Neuropathie
- Parästhesie
- Paresen
- dyskinetische Störungen wie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- malignes neuroleptisches Syndrom
- Geschmacksstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gedächtnisstörung
- mgl. Verschlechterung der Symptome einer Multiplen Sklerose
- Anfallshäufung (wie bei Einnahme anderer Medikamente gegen Anfallsleiden auch), insbesondere Absencen können verstärkt oder neu auftreten
- aseptische Meningitis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Konjunktivitis
- Linsentrübung
- erhöhter Augeninnendruck
- Retinotoxizität
- nach Absetzen von Carbamazepin rückläufig
- aufgetreten nach Langzeittherapie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hörstörungen, z. B.
- Tinnitus
- Hyper- und Hypoakusis
- Änderung der Wahrnehmung von Tonhöhen
- Hörstörungen, z. B.
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erregungsleitungsstörungen
- Hypertonie
- Hypotonie
- Kreislaufkollaps
- Thrombophlebitis
- Bradykardie
- Herzrhythmusstörungen
- Herzinsuffizienz
- Verschlechterung einer vorbestehenden koronaren Herzkrankheit
- AV-Block, in Einzelfällen mit Synkopen
- Embolie, z.B.
- Lungenembolie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hypersensivitätsreaktionen der Lunge mit
- Fieber
- Dyspnoe
- Pneumonitis oder Pneumonie (Alveolitiden)
- Einzelfälle von Lungenfibrose
- Hypersensivitätsreaktionen der Lunge mit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- Erbrechen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Appetitlosigkeit
- Mundtrockenheit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Diarrhö
- Obstipation
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Bauchschmerz
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Schleimhautentzündungen im Mund-Rachen-Bereich
- Stomatitis
- Gingivitis
- Glossitis
- Pankreatitis
- Schleimhautentzündungen im Mund-Rachen-Bereich
- ohne Häufigkeitsangabe
- Kolitis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Anstieg der Gamma-GT-Werte
- bedingt durch hepatische Enzyminduktion
- üblicherweise klinisch nicht relevant
- Anstieg der Gamma-GT-Werte
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Anstieg der alkalischen Phosphatase
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Anstieg der Transaminasen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- verschiedene Formen von Hepatitis
- cholestatisch
- hepatozellulär
- gemischt
- Vanishing Bile Duct Syndrome
- Ikterus
- lebensbedrohliche akute Hepatitis
- insbesondere innerhalb der ersten Therapiemonate
- Leberversagen
- verschiedene Formen von Hepatitis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- granulomatöse Lebererkrankung
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- allergische Hautreaktionen mit und ohne Fieber, wie z. B.
- Urtikaria (auch stark ausgeprägt)
- allergische Hautreaktionen mit und ohne Fieber, wie z. B.
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- exfoliative Dermatitis
- Erythrodermie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Lupus erythematodes disseminatus
- Pruritus
- Stevens-Johnson-Syndrom (SJS)
- Toxisch epidermale Nekrolyse (TEN)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Photosensibilität
- Erythema exsudativum multiforme et nodosum
- Purpura
- Veränderung der Hautpigmentierung
- Akne
- vermehrtes Schwitzen
- Alopezie
- Hirsutismus und Vaskulitis wurden sehr selten berichtet, aber hier ist der kausale Zusammenhang unklar
- ohne Häufigkeitsangabe
- akute generalisierte exanthemische Pustulose (AGEP)
- lichenoide Keratose
- Onychomadese
- Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie mit systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom)
- Vitiligo
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Muskelschwäche
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Arthralgien
- Myalgien
- Muskelkrämpfe
- ohne Häufigkeitsangabe
- Frakturen
- Abnahme der Knochendichte unter dem Bild der Osteoporose
- bis hin zu pathologischen Frakturen bei Patienten, die Carbamazepin über eine lange Zeit angewendet haben
- Mechanismus, über den Carbamazepin den Knochen-Metabolismus beeinflusst, ist nicht bekannt
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Nierenfunktionsstörungen, wie z. B.
- Albuminurie
- Hämaturie
- Oligurie
- erhöhter Harnstoffstickstoff im Blut / Azotämie
- Nierenfunktionsstörungen, wie z. B.
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- tubulointerstitielle Nephritis
- Nierenversagen
- andere Harnbeschwerden, z.B.
- häufiges Wasserlassen
- Dysurie
- Pollakisurie
- Harnretention
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- sexuelle Dysfunktion
- verminderte Libido
- erektile Dysfunktion
- verminderte männliche Fertilität und / oder abnorme Spermiogenese (verminderte Spermienzahl und / oder -beweglichkeit)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Untersuchungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hypogammaglobulinämie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Sturz in Verbindung mit durch Carbamazepin-Behandlung ausgelöste
- Ataxie
- Schwindel
- Somnolenz
- Hypotonie
- Verwirrtheitszustand
- Sedierung
- Sturz in Verbindung mit durch Carbamazepin-Behandlung ausgelöste
- ohne Häufigkeitsangabe
Anwendungshinweise
- Suspension während oder nach den Mahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) einnehmen
- vor der Einnahme Suspension schütteln
Stillzeithinweise
Carbamazepin - intraoral
- Nutzen des Stillens sollte gegen das Risiko von Nebenwirkungen beim Säugling abgewogen werden
- Carbamazepin darf in der Stillzeit eingenommen werden, vorausgesetzt, der gestillte Säugling wird auf mögliche Substanzwirkungen hin beobachtet, z.B.
- verringerte Gewichtszunahme
- Sedierung
- allergische Hautreaktionen
- beim Auftreten solcher Substanzwirkungen sollte abgestillt werden
- Carbamazepin darf in der Stillzeit eingenommen werden, vorausgesetzt, der gestillte Säugling wird auf mögliche Substanzwirkungen hin beobachtet, z.B.
- Carbamazepin und sein wirksamer Metabolit treten in geringen Mengen in die Muttermilch über (Milch / Plasma-Konzentrationsverhältnisse von 0,24-0,69)
- einige Berichte über cholestatische Hepatitis bei Neugeborenen, die pränatal oder während der Stillzeit Carbamazepin ausgesetzt waren
- gestillte Kinder, deren Mütter mit Carbamazepin behandelt werden, sorgfältig auf hepatobiliäre Nebenwirkungen überwachen
Schwangerschaftshinweise
Carbamazepin - intraoral
- Carbamazepin sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dass nach sorgfältiger Abwägung alternativer geeigneter Behandlungsoptionen der Nutzen die Risiken überwiegt
- die Frau sollte umfassend über die Risiken der Anwendung von Carbamazepin während der Schwangerschaft informiert werden und diese verstehen
- Carbamazepin sollte bei psychiatrischen Indiaktionen und neuropathischen Schmerzen nicht verwendet werden
- Daten deuten darauf hin, dass das Risiko für Fehlbildungen unter Carbamazepin dosisabhängig sein könnte
- wenn nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung keine alternative Behandlungsoption geeignet ist und die Behandlung mit Carbamazepin fortgesetzt wird
- sollten eine Monotherapie und die niedrigste wirksame Dosis von Carbamazepin angewendet werden
- eine Überwachung der Plasmaspiegel wird empfohlen
- Plasmakonzentration könnte am unteren Rand des therapeutischen Bereichs von 4 bis 12 Mikrogramm / ml gehalten werden, sofern die Anfallskontrolle aufrechterhalten wird
- Risiko von Fehlbildungen nach Carbamazepin-Exposition als Polytherapie variiert abhängig von den einzelnen angewendeten Medikamenten
- insbesondere bei Polytherapie mit Valproat höher
- wenn nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung keine alternative Behandlungsoption geeignet ist und die Behandlung mit Carbamazepin fortgesetzt wird
- Risiken im Zusammenhang mit Carbamazepin
- beim Menschen passiert Carbamazepin die Plazenta
- pränatale Exposition gegenüber Carbamazepin kann das Risiko für angeborene Fehlbildungen und andere nachteilige Auswirkungen auf die Entwicklung erhöhen
- beim Menschen ist die Carbamazepin-Exposition während der Schwangerschaft mit einer 2- bis 3-mal höheren Häufigkeit von schweren Fehlbildungen assoziiert als in der Allgemeinbevölkerung, bei der die Häufigkeit 2 - 3 % beträgt
- folgende Fehlbildungen wurden bei den Nachkommen von Frauen berichtet, die während der Schwangerschaft Carbamazepin eingenommen haben (für diese Fehlbildungen wird eine spezielle pränatale Überwachung empfohlen), z.B.
- Neuralrohrdefekte (Spina bifida)
- aus epidemiologischen Studien ergibt sich ein auf 1 % erhöhtes Risiko einer Spina bifida, das damit etwa 10fach höher ist als die Normalrate
- kraniofaziale Defekte wie Lippen- / Gaumenspalte
- kardiovaskuläre Fehlbildungen
- Hypospadie
- Hypoplasien der Finger
- andere Anomalien, die verschiedene Körpersysteme betreffen (auch bekannt / beschrieben als fetales Antiepileptika-Syndrom)
- Neuralrohrdefekte (Spina bifida)
- bei Kindern von Frauen mit Epilepsie, die Carbamazepin allein oder in Kombination mit anderen Antiepileptika während der Schwangerschaft anwendeten
- wurde über neurologische Entwicklungsstörungen berichtet
- Studien zum Risiko für neurologische Entwicklungsstörungen bei Kindern, die während der Schwangerschaft Carbamazepin ausgesetzt waren
- sind widersprüchlich
- Risiko kann nicht ausgeschlossen werden
- es wurde berichtet, dass einige Antiepileptika wie Carbamazepin die Serumfolatspiegel senken
- dieser Mangel kann zu einer erhöhten Inzidenz von Geburtsfehlern bei den Nachkommen behandelter Frauen mit Epilepsie beitragen
- Folsäure-Supplementierung vor und während der Schwangerschaft wird empfohlen
- zur Vorbeugung von Blutungsstörungen bei den Nachkommen
- wird außerdem empfohlen, der Mutter in den letzten Wochen der Schwangerschaft sowie dem Neugeborenen Phytomenadion (Vitamin K1) zu geben
- wenn eine Frau eine Schwangerschaft plant
- sollten alle Anstrengungen unternommen werden, um vor der Empfängnis und vor dem Absetzen der Kontrazeption auf eine geeignete alternative Behandlung umzustellen
- wenn eine Frau während der Behandlung mit Carbamazepin schwanger wird
- sollte sie an einen Spezialisten überwiesen werden, der die Behandlung mit Carbamazepin neu bewertet und alternative Behandlungsoptionen in Erwägung zieht
- im Zusammenhang mit der Einnahme von Carbamazepin und anderen Antiepileptika wurde über folgende unerwünschte Ereignisse beim Neugeborenen berichtet (dies könnten Anzeichen eines Entzugssyndroms beim Neugeborenen sein)
- einige wenige Fälle von
- Krämpfen
- Atemdepression
- Erbrechen
- Diarrhö
- verminderter Nahrungsaufnahme
- einige wenige Fälle von
- Risiko im Zusammenhang mit Antiepileptika im Allgemeinen
- alle Frauen im gebärfähigen Alter, die eine antiepileptische Behandlung erhalten, und insbesondere Frauen, die eine Schwangerschaft planen oder bereits schwanger sind, sollten fachärztlich über die potenziellen Risiken für den Fötus beraten werden, welche sowohl durch Krampfanfälle als auch durch eine antiepileptische Behandlung verursacht werden
- Nachwuchs von an Epilepsie erkankten Müttern weist häufiger Entwicklungsstörungen einschließlich Missbildungen auf
- plötzliches Absetzen der Antiepileptika sollte vermieden werden, da dies zu Krampfanfällen führen kann, die schwerwiegende Folgen für die Frau und das ungeborene Kind haben könnten
- zur Behandlung der Epilepsie in der Schwangerschaft wird, wann immer möglich, die Monotherapie bevorzugt, da die Therapie mit mehreren Antiepileptika mit einem höheren Risiko für angeborene Fehlbildungen verbunden sein könnte als die Monotherapie, abhängig vom jeweiligen Antiepileptikum
- Frauen im gebärfähigen Alter
- Carbamazepin sollte bei Frauen im gebärfähigen Alter nicht angewendet werden, es sei denn, der mögliche Nutzen überwiegt nach sorgfältiger Abwägung alternativer geeigneter Behandlungsoptionen die Risiken
- die Frau sollte umfassend über die Risiken einer möglichen Schädigung des Fötus informiert werden, wenn Carbamazepin während der Schwangerschaft eingenommen wird, und verstehen, wie wichtig es ist, eine Schwangerschaft zu planen
- vor Beginn der Behandlung mit Carbamazepin bei Frauen im gebärfähigen Alter
- sollte ein Schwangerschaftstest erwogen werden
- Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und für 2 Wochen nach Beendigung der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden
- aufgrund der Enzyminduktion kann Carbamazepin zu einem Versagen der therapeutischen Wirkung hormoneller Kontrazeptiva führen
- daher sollten Frauen im gebärfähigen Alter bezüglich der Anwendung anderer zuverlässiger Verhütungsmethoden beraten werden
- es sollten mindestens eine zuverlässige Verhütungsmethode (wie ein Intrauterinpessar) oder zwei sich ergänzende Verhütungsmethoden einschließlich einer Barrieremethode angewendet werden
- bei der Wahl der Verhütungsmethode sollten in jedem Fall die individuellen Umstände bewertet und die Patientin in die Diskussion einbezogen werden
- aufgrund der Enzyminduktion kann Carbamazepin zu einem Versagen der therapeutischen Wirkung hormoneller Kontrazeptiva führen
- Carbamazepin sollte bei Frauen im gebärfähigen Alter nicht angewendet werden, es sei denn, der mögliche Nutzen überwiegt nach sorgfältiger Abwägung alternativer geeigneter Behandlungsoptionen die Risiken
- Fertilität
- sehr selten wurde über Fälle sexueller Funktionsstörungen berichtet, z.B.
- Impotenz
- verminderte Libido
- verminderte männliche Fertilität
- abnorme Spermatogenese
- sehr selten wurde über Fälle sexueller Funktionsstörungen berichtet, z.B.
Warnhinweise
Carbamazepin - intraoral
- Carbamazepin sollte bei Patienten, die unter Absencen bzw. gemischten Epilepsieformen leiden, nicht angewendet werden
- Carbamazepin kann Absencen hervorrufen bzw. bereits bestehende verstärken
- Carbamazepin absetzen
- bei Exazerbation von Krampfanfällen
- Carbamazepin darf nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung und entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen angewendet werden bei
- früheren oder bestehenden hämatologischen Erkrankungen
- hämatologischen Reaktionen auf andere Arzneimittel in der Vorgeschichte
- gestörtem Natrium-Stoffwechsel
- schweren Herz-, Leber- und Nierenfunktionsstörungen
- Patienten mit myotoner Dystrophie, da bei dieser Patientengruppe häufig kardiale Überleitungsstörungen auftreten
- Einnahme von Stiripentol (Arzneimittel zur Behandlung des Dravet-Syndroms)
- Altersbeschränkung
- Hinweise zur Anwendung bei Kindern siehe jeweilige Herstellerinformation
- hämatologische Ereignisse
- Auftreten von Agranulozytose und aplastischer Anämie wurde mit Carbamazepin in Verbindung gebracht
- Abschätzung des Risikos ist aufgrund der sehr geringen Häufigkeit schwierig
- in der unbehandelten Bevölkerung beträgt die Wahrscheinlichkeit des Auftretens 4,7 Fälle / Mio / Jahr für Agranulozytose und 2,0 Fälle / Mio / Jahr für aplastische Anämie
- vorübergehende oder dauerhafte Verminderung der Blutplättchenzahl oder der Zahl weißer Blutkörperchen tritt unter Carbamazepin sehr häufig auf
- in der Mehrzahl der Fälle ist dies vorübergehend und prognostiziert nicht den Beginn einer Agranulozytose oder aplastischen Anämie
- Blutbildkontrolle (einschließlich Thrombozyten und Retikulozyten sowie Serumeisen)
- vor der Behandlung
- in wöchentlichen Abständen im ersten Monat der Behandlung
- danach in monatlichen Abständen
- nach 6-monatiger Behandlung reichen teilweise 2- bis 4-malige Kontrollen im Jahr aus
- Patienten sollten auf frühe Anzeichen potenzieller hämatologischer Probleme und ebenso auf Symptome dermatologischer und hepatischer Reaktionen aufmerksam gemacht werden
- sofort einen Arzt aufsuchen und das Blutbild bestimmen bei Auftreten von Reaktionen wie
- Fieber
- Halsschmerzen
- allergische Hautreaktionen, wie
- Hautausschlag mit Lymphknotenschwellungen
- grippeähnliche Krankheitsbeschwerden
- Geschwüre im Mund
- Hämatomneigung
- petechiale oder Purpurablutungen
- bei Auftreten bestimmter Blutbildveränderungen (insbesondere Leukozytopenien und Thrombozytopenien)
- Absetzen von Carbamazepin kann erforderlich sein
- dies ist immer der Fall, wenn gleichzeitig Beschwerden auftreten, wie
- allergische Symptome
- Fieber
- Halsschmerzen
- Hautblutungen
- dies ist immer der Fall, wenn gleichzeitig Beschwerden auftreten, wie
- Absetzen von Carbamazepin kann erforderlich sein
- Carbamazepin sofort absetzen
- bei schweren allergischen Reaktionen
- kurzfristige Kontrollen (innerhalb 1 Woche) erforderlich bei
- Fieber
- Infekt
- Hautausschlag
- allgemeinem Schwächegefühl
- Halsentzündung
- Mundulzera
- rascher Ausbildung blauer Flecken
- Anstieg der Transaminasen
- Abfall der
- Leukozyten unter 3000 / µl
- Granulozyten unter 1500 / µl
- Thrombozyten unter 125 000 / µl
- Retikulozyten unter 0,3 % = 20 000 / µl
- Anstieg des Serumeisen über 150 µl / dl
- Absetzen von Carbamazepin erforderlich bei
- petechialen oder Purpura-Blutungen
- Abfall der / des
- Erythrozyten unter 4 Mio / µl
- Hämatokrits unter 32 %
- Hämoglobin unter 11 g / dl
- Leukozyten unter 2000 / µl
- Granulozyten unter 1000 / µl
- Thrombozyten unter 80 000 / µl
- symptomatischen Blutbildungsstörungen
- Auftreten von Agranulozytose und aplastischer Anämie wurde mit Carbamazepin in Verbindung gebracht
- Leberfunktion
- Leberwerte kontrollieren
- vor der Behandlung
- in wöchentlichen Abständen im ersten Monat der Behandlung
- danach in monatlichen Abständen
- nach 6-monatiger Behandlung reichen teilweise 2- bis 4-malige Kontrollen im Jahr aus
- Kontrollen gelten insbesondere für Patienten mit einer Lebererkrankung in der Anamnese oder für ältere Patienten
- Patienten müssen umgehend den Arzt aufsuchen bei Auftreten von Symptomen einer Leberentzündung wie
- Schlappheit
- Appetitlosigkeit
- Übelkeit
- Gelbfärbung der Haut
- Vergrößerung der Leber
- Carbamazepin sofort Absetzen bei
- Verschlechterung einer Leberfunktionsstörung
- Auftreten einer floriden Lebererkrankung
- Leberwerte kontrollieren
- Nierenfunktion
- regelmäßige Bestimmung des Harnstatus und des Harnstoff-Stickstoff empfohlen
- vor der Behandlung
- regelmäßig während der Behandlung
- regelmäßige Bestimmung des Harnstatus und des Harnstoff-Stickstoff empfohlen
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- Carbamazepin kann Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen, einschließlich
- Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
- verzögerte, mehrere Organe betreffende Überempfindlichkeitsreaktion (die in verschiedenen Kombinationen auftreten können) mit
- Fieber
- Hautausschlag
- Vaskulitis
- Lymphknotenschwellung
- Gelenkschmerz
- Leukopenie
- Eosinophilie
- Vergrößerung von Leber und Milz
- veränderten Leberfunktionswerten
- Vanishing Bile Duct Syndrom (Zerstörung und Verlust der intrahepatischen Gallengänge)
- andere Organe können ebenfalls betroffen sein z. B.
- Lunge
- Niere
- Bauchspeicheldrüse
- Herzmuskel
- Dickdarm
- Carbamazepin nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung anwenden bei Patienten mit einer Überempfindlichkeit gegen (Patienten weisen erhöhtes Risiko auf eine Überempfindlichkeit gegen Carbamazepin zu entwickeln)
- Phenytoin
- Phenobarbital
- Lamotrigin
- Kreuzreaktionen
- bei Patienten mit einer Überempfindlichkeit gegen Oxcarbazepin, Phenytoin, Phenobarbital oder Lamotrigin sollte Carbamazepin nur nach sorgfältiger Abwägung der möglichen Risiken und des zu erwartenden Nutzen angewendet werden, da diese Patienten ein erhöhtes Risiko aufweisen auch eine Überempfindlichkeit gegen Carbamazepin zu entwickeln
- 25 bis 30 % der Patienten, die auf Carbamazepin Überempfindlichkeitsreaktionen gezeigt haben, zeigen eine Kreuzreaktion mit Oxcarbazepin
- Kreuzreaktion kann auch auftreten mit aromatischen Antiepileptika, z.B.
- Phenytoin (Risiko beträgt etwa 75 %)
- Phenobarbital (Risiko beträgt etwa 75 %)
- Primidon
- bei Anzeichen oder Symptomen einer Überempfindlichkeitsreaktion
- Carbamazepin sofort absetzen
- Carbamazepin kann Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen, einschließlich
- Hyponatriämie
- unter Einnahme von Carbamazepin kommt es bekanntermaßen zu einer Hyponatriämie
- Kontrollen der Serum-Natrium-Konzentration bei
- Patienten mit vorbestehenden Nierenerkrankungen, die mit einer niedrigen Serum-Natrium-Konzentration einhergehen
- Patienten, die gleichzeitig mit die Natrium-Konzentration senkenden Arzneimitteln (z. B. Diuretika, Arzneimittel, die mit einer inadäquaten ADH-Sekretion in Verbindung stehen) behandelt werden
- Kontrollen der Serum-Natrium-Konzentration
- vor der Behandlung
- nach etwa zwei Wochen
- dann während der ersten drei Monate der Behandlung in monatlichen Abständen oder entsprechend der klinischen Notwendigkeit
- oben genannte Risikofaktoren treten besonders bei älteren Patienten auf
- wird Hyponatriämie festgestellt
- ist eine Flüssigkeitsrestriktion eine wichtige Gegenmaßnahme, falls dies klinisch indiziert ist
- Hypothyreose
- Carbamazepin kann durch Enzyminduktion die Serum-Konzentration von Schilddrüsenhormonen reduzieren
- Erhöhung der Dosis einer Schilddrüsenhormonersatztherapie bei Patienten mit Hypothyreose erforderlich
- eine Überwachung der Schilddrüsenfunktion wird empfohlen, um die Dosierung einer Schilddrüsenhormonersatztherapie anzupassen
- Carbamazepin kann durch Enzyminduktion die Serum-Konzentration von Schilddrüsenhormonen reduzieren
- anticholinerge Effekte
- Carbamazepin hat schwache anticholinerge Aktivität
- Patienten mit Glaukom (grüner Star) und Harnretention sollten daher während der Behandlung sorgfältig überwacht werden
- Dosisreduktion und Entzugseffekte
- abruptes Absetzen von Carbamazepin kann zu Anfällen führen
- Carbamazepin sollte schrittweise über einen Zeitraum von 6 Monaten abgesetzt werden
- wird eine Umstellung der Therapie bei Patienten mit Epilepsie, die mit Carbamazepin behandelt werden, erforderlich, darf die Umstellung nicht plötzlich erfolgen, sondern es muss ausschleichend auf die Behandlung mit einem anderen Antiepileptikum umgestellt werden
- falls bei Epilepsiepatienten eine abrupte Umstellung von Carbamazepin auf ein anderes Antiepileptikum erforderlich ist, sollte diese unter Abdeckung mit geeigneten Medikamenten erfolgen
- Alkoholentzugssyndrom
- im Anwendungsgebiet Anfallsverhütung beim Alkoholentzugssyndrom nur unter stationären Bedingungen anwenden
- die Nebenwirkungen von Carbamazepin bei der Behandlung des Alkoholentzugssyndroms können den Entzugserscheinungen ähnlich sein bzw. mit ihnen verwechselt werden
- Gabe zusammen mit Lithium
- Gabe zur Prophylaxe manisch-depressiver Phasen in Ausnahmefällen zusammen mit Lithium
- bei unzureichender Wirksamkeit von Lithium alleine
- zur Vermeidung unerwünschter Wechselwirkungen ist darauf zu achten, dass
- eine bestimmte Plasmakonzentration von Carbamazepin nicht überschritten wird (8 µg / ml)
- der Lithiumspiegel in einem niedrigen therapeutischen Bereich gehalten wird (0,3 bis 0,8 mval / L)
- eine Behandlung mit Neuroleptika länger als 8 Wochen zurückliegt und auch nicht gleichzeitig erfolgt
- Gabe zur Prophylaxe manisch-depressiver Phasen in Ausnahmefällen zusammen mit Lithium
- Photosensibilisierung
- Patienten sollten sich während der Behandlung mit Carbamazepin vor starker Sonnenbestrahlung schützen, aufgrund der Möglichkeit einer Photosensibilisierung
- Suizidgedanken und suizidales Verhalten
- über suizidale Gedanken und suizidales Verhalten wurde bei Patienten, die mit Antiepileptika in verschiedenen Indikationen behandelt wurden, berichtet
- Metaanalyse randomisierter, placebo-kontrollierter Studien mit Antiepileptika zeigte auch leicht erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten
- der Mechanismus für die Auslösung dieser Nebenwirkung ist nicht bekannt und die verfügbaren Daten schließen die Möglichkeit eines erhöhten Risikos nicht aus
- Patienten sollten hinsichtlich Anzeichen von Suizidgedanken und suizidalen Verhaltensweisen überwacht und eine geeignete Behandlung in Erwägung gezogen werden
- Patienten (und deren Betreuern) sollte geraten werden medizinische Hilfe einzuholen, wenn Anzeichen für Suizidgedanken oder suizidales Verhalten auftreten
- Schwangerschaft und Frauen im gebärfähigen Alter
- Carbamazepin sollte bei Frauen im gebärfähigen Alter nicht angewendet werden
- außer der Nutzen überwiegt nach sorgfältiger Abwägung alternativer geeigneter Behandlungsoptionen die Risiken
- Anwendung von Carbamazepin in der Schwangerschaft
- kann zu fetalen Schäden führen
- pränatale Exposition gegenüber Carbamazepin
- kann das Risiko für schwere angeborene Fehlbildungen und andere nachteilige Auswirkungen auf die Entwicklung erhöhen
- Frauen im gebärfähigen Alter sollten umfassend über das potenzielle Risiko für den Fötus informiert werden, wenn sie während der Schwangerschaft Carbamazepin einnehmen
- vor Beginn der Behandlung bei Frauen im gebärfähigen Alter sollte ein Schwangerschaftstest in Erwägung gezogen werden
- Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und für zwei Wochen nach Beendigung der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden
- Frauen im gebärfähigen Alter sollten darüber aufgeklärt werden, dass sie ihren Arzt konsultieren müssen, sobald sie eine Schwangerschaft planen
- um vor der Empfängnis und vor dem Absetzen der Kontrazeption über einen Wechsel zu einer alternativen Behandlung zu sprechen
- Frauen im gebärfähigen Alter sollten darauf hingewiesen werden, sich unverzüglich an ihren Arzt zu wenden, wenn sie schwanger werden oder vermuten, schwanger zu sein, und Carbamazepin einnehmen
- Carbamazepin sollte bei Frauen im gebärfähigen Alter nicht angewendet werden
- hormonale Kontrazeptiva
- bei Patientinnen, die gleichzeitig hormonale Kontrazeptiva (wie z.B. die „Pille") verwendeten, wurde über Durchbruchblutungen berichtet
- aufgrund der Enzyminduktion kann Carbamazepin zu einem Versagen der therapeutischen Wirkung hormoneller Kontrazeptiva führen
- Frauen im gebärfähigen Alter sollten bezüglich der Anwendung anderer zuverlässiger Verhütungsmethoden beraten werden
- Plasmaspiegel-Monitoring
- Korrelation zwischen Dosis von Carbamazepin und Plasmaspiegel einerseits und zwischen Plasmaspiegel und klinischer Wirksamkeit bzw. Verträglichkeit andererseits sehr zweifelhaft
- dennoch kann ein Plasmaspiegel-Monitoring in den folgenden Fällen nützlich sein
- auffälliger Anstieg der Anfallshäufigkeit
- Überprüfung der Patienten-Compliance
- während der Schwangerschaft
- bei der Behandlung von Kindern oder Heranwachsenden
- bei Verdacht auf Resorptionsstörungen
- bei Verdacht auf toxische Effekte
- wenn mehrere Arzneimittel gleichzeitig gegeben werden
- dennoch kann ein Plasmaspiegel-Monitoring in den folgenden Fällen nützlich sein
- Korrelation zwischen Dosis von Carbamazepin und Plasmaspiegel einerseits und zwischen Plasmaspiegel und klinischer Wirksamkeit bzw. Verträglichkeit andererseits sehr zweifelhaft
- Hautreaktionen
- Fälle von lebensbedrohlichen Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und Toxische epidermale Nekrolyse (TEN)) wurden in Zusammenhang mit Carbamazepin berichtet
- Patienten sollten über die Anzeichen und Symptome dieser schweren Nebenwirkungen informiert und engmaschig bezüglich des Auftretens von Hautreaktionen überwacht werden
- Risiko für das Auftreten von SJS oder TEN in den ersten Behandlungswochen am höchsten
- wenn Anzeichen oder Symptome für ein SJS oder eine TEN auftreten (z. B. ein progredienter Hautausschlag, oft mit Blasenbildung oder begleitenden Schleimhautläsionen)
- Therapie mit Carbamazepin beenden
- Verlauf von SJS und TEN wird maßgeblich von der frühzeitigen Diagnosestellung und dem sofortigen Absetzen aller verdächtigen Arzneimittel bestimmt
- frühzeitiges Absetzen verbessert die Prognose
- nach Auftreten eines SJS oder einer TEN in Zusammenhang mit der Anwendung von Carbamazepin
- darf der Patient nie wieder damit behandelt werden
- schwere und in einigen Fällen tödliche Hautreaktionen, wie Toxische epidermale Nekrolyse (TEN) und Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), treten bei schätzungsweise 1 - 6 von 10.000 neuen Anwendern in Ländern mit hauptsächlich kaukasischer Bevölkerung auf, aber in einigen asiatischen Ländern liegt das Risiko den Schätzungen nach etwa 10-mal höher
- vermehrte Hinweise, dass verschiedene HLA-Allele bei der Prädisposition von Patienten für immunvermittelte unerwünschte Reaktionen eine Rolle spielen
- Allel HLA-A*3101 - Personen europäischer und japanischer Abstammung
- Daten vorliegend, die darauf hinweisen, dass das Allel HLA-A*3101 bei Personen mit europäischer Abstammung sowie bei Japanern mit einem erhöhten Risiko von Carbamazepin-induzierten unerwünschten Arzneimittelwirkungen der Haut assoziiert ist z.B.
- SJS
- TEN
- Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom)
- (weniger schwerer) akuter generalisierter exanthematischer Pustolose (AGEP)
- (weniger schwerer) makulopapulösem Arzneimittelexanthem
- Häufigkeit des HLA-A*3101-Allels zeigt starke Variationen zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen
- Prävalenz von
- 2 % bis 5 % in der europäischen Bevölkerung
- etwa 10 % bei der japanischen Bevölkerung
- Prävalenz von
- Vorliegen des Allels HLA-A*3101 kann das Risiko Carbamazepin-induzierter Hautreaktionen (in den meisten Fällen von geringem Schweregrad) von 5,0 % bei der Allgemeinbevölkerung auf 26,0 % bei Patienten europäischer Abstammung steigern, wohingegen das Fehlen dieses Allels das Risiko von 5,0 % auf 3,8 % senken kann
- keine ausreichenden Daten für die Empfehlung einer Untersuchung auf das Vorliegen des Allels HLA-A*3101 vor Beginn einer Behandlung mit Carbamazepin vorliegend
- ist bei Patienten europäischer oder japanischer Herkunft bekannt, dass sie das Allel HLA-A*3101 tragen, kann die Anwendung von Carbamazepin in Erwägung gezogen werden, wenn der voraussichtliche Nutzen größer ist als das Risiko
- Daten vorliegend, die darauf hinweisen, dass das Allel HLA-A*3101 bei Personen mit europäischer Abstammung sowie bei Japanern mit einem erhöhten Risiko von Carbamazepin-induzierten unerwünschten Arzneimittelwirkungen der Haut assoziiert ist z.B.
- Allel HLA-B*1502 bei Han-Chinesen, Thailändern und anderen asiatischen Bevölkerungsgruppen
- nachgewiesen, dass das Vorhandensein des Allels HLA-B*1502 bei Personen, die von Han-Chinesen oder Thailändern abstammen, stark mit dem Risiko des Auftretens schwerer Hautreaktionen, und zwar des Stevens-Johnson-Syndroms, verbunden ist
- Prävalenz von Trägern des HLA-B*1502-Allels beträgt bei Han-Chinesen und Thailändern etwa 10 %
- sollten vor Beginn der Therapie mit Carbamazepin genetisch auf dieses Allel hin untersucht werden, wenn dies irgendwie möglich ist
- fällt der Test positiv aus
- Behandlung mit Carbamazepin sollte nicht begonnen werden, es sei denn, es steht keine Behandlungsalternative zur Verfügung
- getestete Personen, bei denen kein HLA-B*1502 gefunden wurde
- geringes Risiko für das Auftreten des Stevens-Johnson-Syndroms; dennoch können diese Reaktionen selten auftreten
- fällt der Test positiv aus
- sollten vor Beginn der Therapie mit Carbamazepin genetisch auf dieses Allel hin untersucht werden, wenn dies irgendwie möglich ist
- Daten weisen bei anderen asiatischen Bevölkerungsgruppen auf ein erhöhtes Risiko von schweren Carbamazepin-assoziierten TEN- / SJS-Fällen hin
- aufgrund der Prävalenz dieses Allels bei anderen asiatischen Bevölkerungsgruppen (z. B. über 15 % auf den Phillipinen und in Malaysia) kann erwogen werden, Patienten aus genetisch besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen auf das Vorhandensein des Allels HLA-B* 1502 zu testen
- Prävalenz des Allels HLA-B*1502 ist zu vernachlässigen bei Personen
- europäischer Abstammung
- in getesteten afrikanischen und lateinamerikanischen Bevölkerungsgruppen
- bei Japanern und Koreanern (< 1 %)
- Allel HLA-A*3101 - Personen europäischer und japanischer Abstammung
- Fälle von lebensbedrohlichen Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom (SJS) und Toxische epidermale Nekrolyse (TEN)) wurden in Zusammenhang mit Carbamazepin berichtet
- andere Hautreaktionen
- leichte Hautreaktionen können ebenfalls auftreten und sind meist vorübergehend und nicht gefährlich
- z. B. isolierte makuläre oder makulopapuläre Exantheme
- verschwinden gewöhnlich innerhalb weniger Tage oder Wochen, entweder bei unveränderter Fortsetzung der Therapie oder nach Dosisreduktion
- es kann schwierig sein, die frühen Anzeichen schwerer Hautreaktionen von denen leichter und vorübergehender Hautreaktionen zu unterscheiden
- Patient sollte unter engmaschiger Beobachtung bleiben und ein sofortiges Absetzen in Betracht gezogen werden, sollten sich die Hautreaktionen bei fortgesetzter Anwendung verschlechtern
- leichte Hautreaktionen können ebenfalls auftreten und sind meist vorübergehend und nicht gefährlich
- Laborkontrollen
- aufgrund der oben genannten möglichen Nebenwirkungen sowie Überempfindlichkeitsreaktionen sind, insbesondere bei Langzeittherapie, regelmäßige Kontrollen erforerlich von
- Blutbild
- Nierenfunktion
- Leberfunktion
- Carbamazepin-Spiegel
- bei Kombinationstherapie die Plasmakonzentrationen der anderen Antiepileptika
- ggf. Tagesdosen reduzieren
- aufgrund der oben genannten möglichen Nebenwirkungen sowie Überempfindlichkeitsreaktionen sind, insbesondere bei Langzeittherapie, regelmäßige Kontrollen erforerlich von
- Stürze
- es kann zu Stürzen und damit Frakturen oder anderen Verletzungen kommen, da die Carbamazepin-Behandlung verbunden sein kann mit
- Ataxie
- Schwindel
- Somnolenz
- Hypotonie
- Verwirrtheitszuständen
- Sedierung
- bei Patienten mit Krankheiten, Beschwerden oder Medikationen, die diese Auswirkungen verstärken können
- sollte eine umfassende Beurteilung des Sturzrisikos in Betracht gezogen werden
- bei Patienten unter Langzeitbehandlung mit Carbamazepin sollte dies wiederholt erfolgen
- sollte eine umfassende Beurteilung des Sturzrisikos in Betracht gezogen werden
- es kann zu Stürzen und damit Frakturen oder anderen Verletzungen kommen, da die Carbamazepin-Behandlung verbunden sein kann mit