Titretta Zäpfchen 1000/60
BERLIN-CHEMIE AG
Wirkstoff: Codein/Paracetamol →
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 10 ST | 14,41 € |
| N2 | 30 ST | 19,90 € |
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Indikation
Erwachsene und Kinder ab 12 Jahre (ab 66 kg KG)
- Behandlung von akuten mäßig starken Schmerzen, für die angenommen wird, dass sie durch andere Analgetika wie z. B. Paracetamol oder Ibuprofen (alleine) nicht gelindert werden
Dosierung
- Behandlung von akuten mäßig starken Schmerzen
- allgemein
- Anwendung der niedrigsten wirksamen Dosis für die kürzest mögliche Zeit
- Erwachsene und Kinder (12 - 18 Jahre) ab 66 kg KG
- 1 Suppositorium (1000 mg Paracetamol plus 60 mg Codeinphosphat-Hemihydrat) alle 6 Stunden
- tägliche Maximaldosis: 4 Suppositorien (4000 mg Paracetamol plus 240 mg Codeinphosphat)
- Behandlungsdauer: max. 3 Tage
- bei nicht ausreichender Schmerzlinderung, Arzt aufsuchen
- Codein
- Codein-Dosis ist abhängig vom Körpergewicht: 0,5 - 1 mg / kg KG
- tägliche Maximaldosis: 240 mg Codein
- Paracetamol
- Paracetamol-Dosis ist abhängig von Körpergewicht und Alter
- Einzeldosis i.d.R: 10 bis 15 mg / kg KG
- tägliche Maximaldosis: 60 mg / kg KG bzw. 4000 mg Paracetamol
- reduzierte tägliche Maximaldosis: 60 mg / kg KG bzw. 2000 mg Paracetamol bei
- chronischem Alkoholismus
- Dehydratation
- chronischer Unterernährung
- allgemein
Dosisanpassung
- Kinder (< 12 Jahre)
- Anwendung kontraindiziert wegen des Risikos einer Opioidvergiftung
- Patienten mit Leberinsuffizienz, leichter Niereninsuffizienz und Gilbert-Meulengracht-Syndrom
- Dosisminderung bzw. Verlängerung des Dosisintervalls
- tägliche Maximalosis: 2000 mg Paracetamol
- mittelschwere bis schwere Niereninsuffizienz
- nicht geeignet, wenn eine reduzierte Dosis erforderlich ist (d. h. bei glomerulärer Filtrationsrate </= 50 ml / Min)
- andere Darreichungsformen mit max. 500 mg Paracetamol wählen
- ältere Patienten
- Verlängerung des Dosierungsintervalls
- bei geschwächten, immobilisierten älteren Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion evtl. Dosisreduktion erforderlich
Kontraindikationen
Codein und Paracetamol - rektal
- Überempfindlichkeit gegen Codein und / oder Paracetamol
- Ateminsuffizienz
- Pneumonie
- akuter Asthmaanfall
- nahende Geburt
- drohende Frühgeburt
- Kinder < 12 Jahren
- alle Kinder und Jugendliche (0 - 18 Jahre), die sich einer Tonsillektomie und / oder Adenotomie zur Behandlung eines obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms unterziehen müssen
- auf Grund eines erhöhten Risikos zur Ausbildung von schwerwiegenden und lebensbedrohlichen Nebenwirkungen
- Patienten, für die bekannt ist, dass sie vom CYP2D6-Phänotyp ultraschnelle Metabolisierer sind
- Stillzeit
Nebenwirkungen
Codein und Paracetamol - rektal
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- allergische Thrombozytopenie
- Leukozytopenie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Agranulozytose
- Panzytopenie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Überempfindlichkeitsreaktionen wie
- Quincke-Ödem
- Atemnot
- Schweißausbruch
- Übelkeit
- Blutdruckabfall bis hin zum Schock
- Überempfindlichkeitsreaktionen wie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Fälle von metabolischer Azidose mit hoher Anionenlücke, wenn Flucloxacillin gleichzeitig mit Paracetamol verwendet wird, in der Regel bei Vorliegen von Risikofaktoren
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schlafstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Abhängigkeitsentwicklung (bei längerer Anwendung höherer Dosen)
- Euphorie (dosisabhängig, bei höheren Dosen oder besonders empfindlichen Patienten)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- leichte Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- leichte Schläfrigkeit
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Tinnitus
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Blutdruckabfall (bei Anwendung hoher Dosen)
- Synkope
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kurzatmigkeit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Bronchospasmen (Analgetika-Asthma)
- Lungenödem (bei hohen Dosen, insbesondere bei vorher bestehenden Lungenfunktionsstörungen)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Atemdepression (dosisabhängig, bei höheren Dosen oder besonders empfindlichen Patienten)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- Erbrechen (initial)
- Obstipation
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Mundtrockenheit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Rektalstenosen, berichtet im Zusammenhang mit der chronischen und hochdosierten Anwendung von Paracetamol bzw.Codeinhaltigen Suppositorien
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pruritus
- Hautrötungen
- allergische Exantheme
- Urtikaria
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- schwere allergische Reaktionen einschließlich Stevens-Johnson-Syndrom
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Fälle von schweren Hautreaktionen (Toxische Epidermale Nekrolyse, akute generalisiertes Pustulöses Exanthem)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Augenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Verschlechterung der Sehleistung (dosisabhängig, bei höheren Dosen oder besonders empfindlichen Patienten)
- Verschlechterung der visuomotorischen Koordination (dosisabhängig, bei höheren Dosen oder besonders empfindlichen Patienten)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Müdigkeit
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Anstieg der leberspezifischen Laborwerte (Anstieg der Lebertransaminasen)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
Anwendungshinweise
- Zäpfchen zur rektalen Anwendung
Stillzeithinweise
Codein und Paracetamol - rektal
- kontraindiziert während der Stillzeit
- Codein darf während der Stillzeit nicht angewendet werden
- Übergang in die Muttermilch
- bei normalen therapeutischen Dosen können Codein und sein aktiver Metabolit in der Muttermilch in sehr geringen Konzentrationen vorhanden sein
- unwahrscheinlich, dass der gestillte Säugling nachteilig beeinflusst wird
- dennoch können bei Frauen, die vom CYP2D6 Phänotyp ultraschnelle-Metabolisierer sind, höhere Konzentrationen des aktiven Metaboliten Morphin in der Muttermilch vorkommen
- in sehr seltenen Fällen kann dies zu Symptomen einer Opioidvergiftung beim Säugling bis hin zum Tod führen
- bei normalen therapeutischen Dosen können Codein und sein aktiver Metabolit in der Muttermilch in sehr geringen Konzentrationen vorhanden sein
Schwangerschaftshinweise
Codein und Paracetamol - rektal
- kontraindiziert bei nahender Geburt oder drohender Frühgeburt
- da Codein die Plazentaschranke passiert und beim Neugeborenen zu Atemdepression führen kann
- darf während der Schwangerschaft, insbesondere während der ersten drei Monate, nur nach strenger Indikationsstellung und sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden
- Berichte über Entzugssymptome bei Neugeborenen nach wiederholter Anwendung von Codein im letzten Trimenon der Schwangerschaft vorliegend
- Codein
- beim Menschen Assoziation zwischen Missbildung des Respirationstraktes und der Anwendung von Codein in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft festgestellt
- Hinweise auf andere Missbildungen liegen auch aus epidemiologischen Studien mit Narkoanalgetika, einschließlich Codein vor
- bei längerfristiger Anwendung von Codein kann sich eine Opioid-Abhängigkeit des Feten entwickeln
- Paracetamol
- große Datenmenge zu Schwangeren weist weder auf eine Fehlbildungen verursachende noch auf fetale / neonatale Toxizität hin
- epidemiologische Studien zur Neuroentwicklung von Kindern, die im Uterus Paracetamol ausgesetzt waren, weisen keine eindeutigen Ergebnisse auf
Warnhinweise
Codein und Paracetamol - rektal
- Risiken einer gleichzeitigen Anwendung von sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepinen oder verwandten Arzneimitteln
- gleichzeitige Anwendung von Paracetamol / Codein und sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepinen oder verwandten Arzneimitteln kann zu Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod führen
- aufgrund dieser Risiken gleichzeitige Verschreibung mit diesen sedierenden Arzneimitteln nur bei den Patienten angebracht, für die es keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten gibt
- wenn dennoch eine gleichzeitige Verschreibung von Paracetamol / Codein zusammen mit Sedativa für notwendig erachtet wird, sollte die niedrigste wirksame Dosis verwendet werden und die Behandlungsdauer sollte so kurz wie möglich sein
- Patienten sollten engmaschig auf Anzeichen und Symptome von Atemdepression und Sedierung überwacht werden
- in diesem Zusammenhang dringend empfohlen, Patienten und ihre Bezugspersonen über diese Symptome zu informieren
- gleichzeitige Anwendung von Paracetamol / Codein und sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepinen oder verwandten Arzneimitteln kann zu Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod führen
- Überdosierung
- um das Risiko einer Überdosierung zu vermeiden, sollte sichergestellt werden, dass gleichzeitig eingenommene Medikamente kein Paracetamol oder Codein enthalten
- strenge Nutzen-Risiko-Abwägung bei
- Opioidabhängigkeit
- Bewusstseinsstörungen
- Zuständen mit erhöhtem Hirndruck
- gleichzeitiger Anwendung von MAO-Hemmern
- chronisch obstruktiver Atemwegserkrankung
- Dosisreduktion oder Verlängerung des Dosierungsintervalls sind erforderlich bei
- Leberfunktionsstörungen
- chronischem Alkoholmissbrauch
- Gilbert-Syndrom (Meulengracht-Krankheit)
- schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin- Clearance < 10ml / Min.) und Dialysepatienten
- Paracetamol / Codein sollte in folgenden Fällen mit besonderer Vorsicht angewandt werden
- hepatozelluläre Insuffizienz
- chronischer Alkoholmissbrauch
- schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 50 ml/Min.)
- Gilbert-Syndrom (Meulengracht-Krankheit)
- gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die die Leberfunktion beeinträchtigen
- Glucose-6-phosphat-dehydrogenase Mangel (Favismus)
- hämolytischer Anämie
- Glutathion Mangel
- Dehydratation
- chronische Mangelernährung
- Körpergewicht < 50 kg
- ältere Patienten
- Vorsicht, wenn Paracetamol zusammen mit Flucloxacillin verabreicht wird, da ein geringfügig erhöhtes Risiko einer metabolischen Azidose mit Anionenlücke (englisch: high anion gap metabolic acidosis [HAGMA]) besteht
- Patienten mit hohem Risiko für HAGMA sind insbesondere Patienten mit schwerer Niereninsuffizienz, Sepsis oder Unterernährung, insbesondere wenn die maximalen Tagesdosen von Paracetamol verwendet werden
- nach gleichzeitiger Anwendung von Paracetamol und Flucloxacillin engmaschige Überwachung, einschließlich der Kontrolle von 5-Oxoprolin im Urin, empfohlen, um das Auftreten von Säure-Base-Erkrankungen, nämlich HAGMA, festzustellen
- CYP2D6-Metabolismus
- wegen der genetischen Variabilität des CYP2D6 können selbst therapeutische Dosen von Codein zu einer verstärkten Bildung des aktiven Metaboliten Morphin mit den klinischen Zeichen einer Morphin-Vergiftung führen
- zu Beginn der Behandlung sollte die individuelle Reaktion des Patienten auf das Medikament kontrolliert werden, um eventuelle relative Überdosierungen schnell erkennen zu können
- gilt insbesondere für ältere Patienten, bei eingeschränkter Nierenfunktion und bei Atemfunktionsstörungen
- Codein wird durch das Leberenzym CYP2D6 zu Morphin, seinem aktiven Metaboliten, umgewandelt
- wenn bei einem Patienten ein Mangel an diesem Enzym besteht oder er dieses gar nicht besitzt, wird eine adäquate analgetische Wirkung nicht erreicht werden
- es wird geschätzt, dass bis zu 7 % der kaukasischen Bevölkerung diesen Mangel aufweisen
- wenn der Patient jedoch ein extensiver oder ultraschneller Metabolisierer ist
- besteht erhöhtes Risiko, dass er selbst bei üblicherweise verschriebenen Dosen die Nebenwirkungen einer Opioidvergiftung entwickelt
- diese Patienten wandeln Codein sehr rasch zu Morphin um, was höhere als die zu erwartenden Morphin-Plasmaspiegel zur Folge hat
- wenn bei einem Patienten ein Mangel an diesem Enzym besteht oder er dieses gar nicht besitzt, wird eine adäquate analgetische Wirkung nicht erreicht werden
- allgemeine Symptome einer Opioidvergiftung umfassen Verwirrtheit, Somnolenz, flache Atmung, enge Pupillen, Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung und Appetitlosigkeit
- in schweren Fällen kann dies auch die Symptome einer Kreislauf- und Atemdepression beinhalten, was lebensbedrohlich und in sehr seltenen Fällen tödlich sein kann
- Schätzungen für die Prävalenz von ultraschnellen Metabolisierern in unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen sind im Folgenden zusammengefasst
- Afrikaner / Äthiopier 29 %
- Afroamerikaner 3,4% bis 6,5 %
- Asiaten 1,2 % bis 2 %
- Kaukasier 3,6 % bis 6,5 %
- Griechen 6,0 %
- Ungarn 1,9 %
- Nordeuropäer 1 % bis 2 %
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. anaphylaktischer Schock) sehr selten beobachtet
- bei ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion nach Verabreichung
- Therapie abbrechen
- der Symptomatik entsprechende medizinisch erforderliche Maßnahmen durch fachkundige Personen einleiten
- unsachgemäßer Gebrauch
- Überschreiten der empfohlenen Dosis kann zu schweren Leberschäden führen
- bei längerem hochdosierten, nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch von Paracetamol können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen
- ohne eine ärztliche Beratung darf keine weitere Einnahme des Schmerzmittels erfolgen
- Analgetika-Nephropathie
- langfristige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mit Schmerzmitteln vom Typ der Antiphlogistika/Antipyretika, kann zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen
- bei abruptem Absetzen nach längerem hochdosierten, nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch von Analgetika können Kopfschmerzen sowie Müdigkeit, Muskelschmerzen, Nervosität und vegetative Symptome auftreten
- Absetzungssymptomatik klingt innerhalb weniger Tage ab
- bis dahin soll die Wiedereinnahme von Schmerzmitteln unterbleiben und die erneute Einnahme nicht ohne ärztlichen Rat erfolgen
- bei Hypotension und gleichzeitig bestehender Hypovolämie
- sollte dieses Arzneimittel nicht in höheren Dosen eingesetzt werden
- Codein besitzt ein primäres Abhängigkeitspotenzial
- bei längerem und hochdosierten Gebrauch entwickeln sich Toleranz, psychische und physische Abhängigkeit
- Kreuztoleranz zu anderen Opioiden
- bei vorher bestehender Opiatabhängigkeit (auch solche in Remission) ist mit schnellen Rückfällen zu rechnen
- Codein wird von Heroinabhängigen als Ersatzstoff betrachtet
- auch Abhängige von Alkohol und Sedativa neigen zu Codein-Missbrauch
- Codein-haltige Arzneimittel dürfen nur nach ärztlicher Verschreibung und unter ständiger ärztlicher Kontrolle angewendet werden
- Weitergabe der für den persönlichen Gebrauch verschriebenen Arzneimittel an Dritte ist nicht zu verantworten
- Cholezystektomie
- Behandlung von Patienten mit Z. n. Cholezystektomie sollte mit Vorsicht erfolgen
- infolge der Kontraktion des Sphincter Oddi können herzinfarktähnliche Symptome sowie eine Symptomverstärkung bei bestehender Pankreatitis auftreten
- postoperative Anwendung bei Kindern
- Berichte in der veröffentlichten Literatur vorliegend, dass Codein, das postoperativ bei Kindern nach einer Tonsillektomie und / oder Adenotomie zur Behandlung von obstruktiver Schlafapnoe angewendet wurde, zu seltenen, aber lebensbedrohlichen Nebenwirkungen, einschließlich Todesfällen, geführt hat
- alle Kinder erhielten Dosen von Codein, die innerhalb des angemessenen Dosierungsbereichs lagen
- es gibt jedoch Hinweise darauf, dass diese Kinder entweder ultraschnelle oder extensive Metabolisierer bezüglich ihrer Fähigkeit zur Metabolisierung von Codein zu Morphin waren
- Berichte in der veröffentlichten Literatur vorliegend, dass Codein, das postoperativ bei Kindern nach einer Tonsillektomie und / oder Adenotomie zur Behandlung von obstruktiver Schlafapnoe angewendet wurde, zu seltenen, aber lebensbedrohlichen Nebenwirkungen, einschließlich Todesfällen, geführt hat
- Kinder mit eingeschränkter Atemfunktion
- Codein nicht empfohlen zur Anwendung bei Kindern, deren Atemfunktion möglicherweise beeinträchtigt ist
- einschließlich neuromuskulärer Störungen, schwere Herz- oder Atemwegserkrankungen, Infektionen der oberen Atemwege oder Lungeninfektionen, Polytraumen oder umfangreiche operative Eingriffe
- Faktoren können die Symptome einer Morphinvergiftung verschlimmern
- Codein nicht empfohlen zur Anwendung bei Kindern, deren Atemfunktion möglicherweise beeinträchtigt ist