TOBRADEX 3 mg/ml/1 mg/1 ml Augentropfen Suspension
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 5 ML | 18,96 € |
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Indikation
- Vorbeugung und Behandlung von Entzündungen und Vorbeugung von Infektionen in Zusammenhang mit Kataraktoperationen bei Erwachsenen und Kindern (> 2 Jahre)
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Suspension enthält 3 mg Tobramycin und 1 mg Dexamethason
- Vorbeugung und Behandlung von Entzündungen und Vorbeugung von Infektionen in Zusammenhang mit Kataraktoperationen
- Erwachsene
- 1 Tropfen alle 4 - 6 Stunden während der Wachphasen
- ggf. Dosiserhöhung in den ersten 24 - 48 Stunden: 1 Tropfen alle 2 Stunden
- Anwendungsfrequenz allmählich in Abhängigkeit von der Verbesserung der klinischen Symptome reduzieren
- Behandlungsdauer
- 14 Tage, max. 24 Tage
- Therapie nicht vorzeitig abbrechen
- Erwachsene
Dosisanpassung
- ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Kinder und Jugendliche (> 2 Jahre)
- gleiche Dosierung wie bei Erwachsenen
- Kinder < 2 Jahre
- keine Daten vorhanden
- eingeschränkte Leber- und Nierenfunktion
- keine Untersuchungen vorhanden
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegen Tobramycin, Dexamethason oder einen der sonstigen Bestandteile
- epitheliale Herpes-simplex-Keratitis (Keratitis dendritica)
- Vaccinia-, Varicella- und andere Viruserkrankungen der Hornhaut und Bindehaut
- mykobakterielle Infektionen des Auges, verursacht durch, aber nicht beschränkt auf säure-beständige Bakterien wie Mycobacterium tuberculosis, Mycobacterium leprae oder Mycobacterium avium
- Pilzerkrankungen der Augenstrukturen
- unbehandelte eitrige Infektionen des Auges
Nebenwirkungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- nach Anwendung von Dexamethaon Augentropfsuspension
- Kopfschmerzen
- Augenreizung
- okuläre Hyperämie
- Erythem des Augenlides
- anomale Sinnesempfindung des Auges
- retronasaler Ausfluss
- nach Anwendung von Tobramycin Augentropfen
- okuläre Hyperämie
- Schmerzen
- nach Anwendung von Dexamethaon Augentropfsuspension
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kopfschmerzen
- Augenerkrankungen
- Augenschmerzen
- Augenjucken
- Augenbeschwerden
- Augeninnendruck erhöht
- Bindehautödem
- intraokulärer Druck erhöht
- Augenreizung
- Rhinorrhoe
- Laryngospasmus
- nach Anwendung von Tobramycin Augentropfen
- Augenjucken
- Augenbeschwerden
- Augenallergie
- Augenlidödem
- Konjunktivitis
- blenden
- Tränensekretion verstärkt
- Keratitis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Keratitis
- Augenallergie
- verschwommenes Sehen
- trockenes Auge
- okuläre Hyperämie
- Geschmacksstörung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Schwindelgefühl
- Augenlidödem
- Erythem des Augenlids
- Mydriasis
- Tränensekretion verstärkt
- Übelkeit
- Schmerzen Oberbauch
- Ausschlag
- schwellendes Gesicht
- Pruritus
Anwendungshinweise
- nur zur topischen Anwendung, nicht zur Injektion oder Einnahme
- in den Bindehautsack des betroffenen Auges / der betroffenen Augen eintropfen
- Tropferspitze der Flasche nicht mit den Augenlidern, dem umgebenden Bereich und anderen Oberflächen berühren (Verunreinigung vermeiden)
- sanftes Schließen des Augenlids / der Augenlider und das Verschließen des Tränenkanals für mindestens 1 Min. nach der Anwendung (Verminderung von Nebenwirkungen)
- bei Anwendung anderer topischer okulärer Arzneimittel
- Abstand von 5 Min. zwischen den aufeinanderfolgenden Anwendungen einhalten
- Augensalben zuletzt anwenden
Stillzeithinweise
- systemisch applizierte Glucocorticoide treten in die Muttermilch über und können zu einer Beeinträchtigung des Wachstums oder der körpereigenen Corticosteroidproduktion führen oder andere unerwünschte Wirkungen haben
- es ist nicht bekannt, ob es bei topisch applizierten Kortikosteroiden zu einer nennenswerten systemischen Resorption und damit zu messbaren Konzentrationen in der Muttermilch kommt
- das Arzneimittel sollte daher in der Stillzeit nur angewendet werden, wenn der mögliche Nutzen das mögliche Risiko rechtfertigt
Schwangerschaftshinweise
- gesicherte Erkenntnisse über die Anwendung des Arzneimittels in der Schwangerschaft liegen nicht vor
- die subkutane Verabreichung von Tobramycin im Tierversuch zeigte keine teratogenen Wirkungen
- hohe, systemisch applizierte Dosen von Aminoglykosiden sind mit dem Auftreten von Ototoxizität in Verbindung gebracht worden
- die nach topischer, okulärer Applikation zu erwartenden systemischen Tobramycinkonzentrationen sind so gering, dass keine direkten oder indirekten negativen Effekte auf die Schwangerschaft zu erwarten sind
- die topische Verabreichung von Kortikosteroiden an schwangere Tiere kann zu Störungen der fötalen Entwicklung, z.B. zu einer Gaumenspalte führen; klinische Relevanz dieser Beobachtung ist unklar
- Tierversuche und klinische Studien zeigen, dass die Applikation von pharmakologischen Glucocorticoiddosen das Risiko einer intrauterinen Wachstumsverzögerung, kardiovaskulärer Störungen im Erwachsenenalter und/ oder einer Beeinträchtigung der neuronalen Entwicklung erhöhen kann
- eine Behandlung sollte in der Schwangerschaft, speziell im ersten Trimenon, nur nach sorgfältiger Risiko-Nutzen-Abschätzung erfolgen
- Frauen, bei denen während der Behandlung eine Schwangerschaft eintritt, sollten ihren Arzt darüber informieren
- bisher sind bei der Anwendung beim Menschen keine Verdachtsfälle einer embryotoxischen Schädigung bekannt geworden
- im Rahmen einer länger dauernden Therapie können Wachstumsstörungen des Ungeborenen nicht ausgeschlossen werden
- eine Behandlung gegen Ende der Schwangerschaft kann zu einer Beeinträchtigung der körpereigenen Glucocorticoidproduktion des Ungeborenen führen, was eine Behandlung nach der Geburt erforderlich machen kann
- die Anwendung des Arzneimittels während der Schwangerschaft sollte nur dann erfolgen, wenn der mögliche Nutzen das mögliche Risiko rechtfertigt
Warnhinweise
- nur zur topischen Anwendung und nicht zur Injektion oder Einnahme bestimmt
- langfristige Anwendung topischer ophthalmologischer Kortikosteroide (d. h. länger als die Höchstdauer in klinischen Studien [24 Tage]) kann zu einer Erhöhung des Augeninnendrucks (Glaukom) mit daraus folgender Schädigung des Sehnervs sowie zur Verminderung der Sehschärfe und Gesichtsfelddefekten führen
- auch die Entstehung einer hinteren subkapsulären Katarakt ist möglich
- Augeninnendruck sollte regelmäßig kontrolliert werden; besonders bei pädiatrischen Patienten wichtig, die dexamethasonhaltige Arzneimittel erhalten, da die Gefahr einer steroidbedingten okularen Hypertension bei Kindern unter 6 Jahren größer sein kann und früher eintreten kann als eine Reaktion auf Steroide bei Erwachsenen
- Häufigkeit und Dauer der Behandlung sorgfältig abwägen
- intraokularen Druck von Beginn der Behandlung an überwachen, um einen frühen und starken Anstieg des steroidbedingten intraokularen Drucks bei Kindern zu erkennen
- Langzeitanwendung kann auch sekundäre Augeninfektionen aufgrund einer Unterdrückung der Immunreaktion zur Folge haben
- Kortikosteroide können die Schutzfunktion gegen bakterielle, virale oder fungale Infektionen einschränken und diese begünstigen; außerdem können sie die klinischen Zeichen einer Infektion maskieren
- bei einigen Patienten kann eine Sensibilität gegenüber topischen Aminoglykosiden auftreten
- sollte sich beim Gebrauch dieses Arzneimittels eine Hypersensitivität entwickeln, ist das Präparat abzusetzen
- Kreuzüberempfindlichkeiten gegen andere Aminoglykoside können auftreten
- bei Patienten, die gegen topisches Tobramycin sensibilisiert sind, besteht die Möglichkeit, dass sie auch auf andere topische oder systemische Aminoglykoside sensibilisiert sind
- bei Patienten unter systemischer Aminoglykosidtherapie sind schwerwiegende Nebenwirkungen einschließlich Neurotoxizität, Ototoxizität und Nephrotoxizität aufgetreten
- die gleichzeitige systemische und lokale Gabe von Aminoglykosiden sollte unter Vorsicht erfolgen
- bei Patienten mit persistierenden Hornhautulzerationen besteht der Verdacht auf Pilzinfektionen
- beim Auftreten von Pilzinfektionen sollte die Kortikosteroidtherapie beendet werden
- die längere Anwendung von Antibiotika wie Tobramycin kann zu einem verstärkten Wachstum nichtsuszeptibler Organismen einschließlich Pilzen führen
- beim Auftreten einer Superinfektion sollte eine adäquate Therapie initialisiert werden
- Topische ophthalmologische Kortikosteroide können die korneale Wundheilung verzögern
- bei Erkrankungen, die ein Dünnerwerden von Sklera oder Hornhaut verursachen, können durch die Anwendung topischer Kortikosteroide Perforationen entstehen
- der Kontakt mit weichen Kontaktlinsen ist zu vermeiden
- das Tragen von Kontaktlinsen während der Behandlung einer okulären Infektion oder Entzündung wird nicht empfohlen
- wenn Patienten Kontaktlinsen tragen dürfen, müssen sie angewiesen werden, die Kontaktlinsen vor der Anwendung zu entfernen und frühestens 15 Minuten nach der Anwendung wieder einzusetzen