Tolperison-HCl STADA 50mg Filmtabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 20 ST | 14,32 € |
| N2 | 48 ST | 17,41 € |
| N3 | 96 ST | 26,57 € |
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Indikation
- symptomatische Behandlung der Spastizität nach einem Schlaganfall bei Erwachsenen
Dosierung
- symptomatische Behandlung der Spastizität nach einem Schlaganfall bei Erwachsenen
- Erwachsene
- 150 - 450 mg Tolperisonhydrochlorid / Tag, aufgeteilt in 3 Einzeldosen, abhängig vom individuellen Bedarf des Patienten und der Verträglichkeit
- Hinweis
- Dosierung ohne Dosisreduktion auch zur Langzeittherapie (mehrere Monate oder Jahre) geeignet
- Ältere Patienten
- Dosisänderung oder -reduktion nicht erforderlich (empfohlene Dosierungen sind gut verträglich)
- Kinder und Jugendliche:
- Sicherheit und Wirksamkeit von Tolperison bei Kindern wurde nicht nachgewiesen
- Niereninsuffizienz
- begrenzte Erfahrungen
- bei der Anwendung in dieser Patientengruppe wurde eine höhere Zahl unerwünschter Ereignisse beobachtet
- mäßig eingeschränkte Nierenfunktion
- individuelle Dosistitration unter engmaschiger Überwachung des Zustands des Patienten und der Nierenfunktion
- starke Einschränkung der Nierenfunktion:
- Anwendung nicht empfohlen
- Leberinsuffizienz
- begrenzte Erfahrungen
- bei der Anwendung in dieser Patientengruppe wurde eine höhere Zahl unerwünschter Ereignisse beobachtet
- mäßig eingeschränkte Leberfunktion
- individuelle Dosistitration unter engmaschiger Überwachung des Zustands des Patienten und der Leberfunktion
- starke Einschränkung der Leberfunktion:
- Anwendung nicht empfohlen
- Erwachsene
Kontraindikationen
Tolperison - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Tolperison oder das chemisch verwandte Eperison
- Myasthenia gravis
- Stillzeit
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Tolperison - peroral
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Anämie
- Lymphadenopathie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeitsreaktionen einhergehend mit
- Erythem
- Exanthem
- anaphylaktische Reaktion
- angioneurotischem Ödem (in Einzelfällen)
- Überempfindlichkeitsreaktionen einhergehend mit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- ausgeprägte allergische Allgemeinreaktionen z. B.
- Dyspnoe
- Bronchospasmus
- Übelkeit
- Stuhldrang
- ausgeprägte allergische Allgemeinreaktionen z. B.
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Überempfindlichkeitsreaktionen einhergehend mit
- anaphylaktischer Schock
- Überempfindlichkeitsreaktionen einhergehend mit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Anorexie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Polydipsie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Müdigkeit
- Erschöpfung
- Mattigkeit
- Abgeschlagenheit
- Schwäche
- Schlaflosigkeit
- Schlafstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- verringerte Aktivität
- Depression
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Verwirrtheit
- psychische Veränderungen in einem möglichen Zusammenhang mit Tolperison
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schwindel
- Schläfrigkeit
- Kopfschmerzen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Aufmerksamkeitsstörung
- Tremor
- Krämpfe
- sensorische Defekte
- Wahrnehmungsstörungen
- Lethargie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Augenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Sehstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Tinnitus
- Vertigo
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Angina pectoris
- Tachykardie
- Palpitation
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Bradykardie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gefäßerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Blutdruckabfall
- Hautrötung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Epistaxis (Nasenbluten)
- Tachypnoe
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Bauchbeschwerden
- Übelkeit
- Erbrechen
- Bauchschmerzen
- Mundtrockenheit
- Diarrhö
- Dyspepsie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Obstipation
- Oberbauchschmerzen
- Blähungen
- gastrointestinale Störungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leber- und Gallenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- leichte Hepatopathie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- vermehrtes Schwitzen
- allergische Dermatitis
- Pruritus
- Urtikaria
- Hautausschlag
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Enurese
- Proteinurie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Muskelschwäche
- Myalgie
- Schmerzen in den Gliedmaßen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Beschwerden in den Gliedmaßen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Osteopenie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Asthenie
- Unwohlsein
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Trunkenheitsgefühl
- Wärmegefühl
- Reizbarkeit
- Durst
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Brustschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Untersuchungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erhöhung der Bilirubinkonzentration
- anormale Leberenzymwerte
- Verringerung der Thrombozytenzahl
- Erhöhung der Leukozytenzahl
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erhöhung der Kreatininwerte
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hinweis
- meist sind die oben genannten Beschwerden vorübergehend oder nehmen ab bzw. verschwinden bei Reduktion der Dosis
Anwendungshinweise
- Einnahme der Filmtabletten direkt nach den Mahlzeiten mit einem Glas Wasser empfohlen
Stillzeithinweise
Tolperison - peroral
- kontraindiziert während der Stillzeit
- wenn eine Behandlung stillender Mütter mit Tolperison erforderlich ist, muss abgestillt werden
- nicht bekannt ist, ob Tolperison in Muttermilch übertritt
- insbesondere unter einer Dauertherapie unerwünschte Wirkungen auf das gestillte Kind nicht auszuschließen
Schwangerschaftshinweise
Tolperison - peroral
- Tolperison darf nicht während der Schwangerschaft verwendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich
- darf (insbesondere im 1. Trimenon) nur angewendet werden, wenn der zu erwartende therapeutische Nutzen eindeutig gegenüber dem Risiko für den Feten überwiegt
- keine klinischen Daten über exponierte Schwangere vorliegend
- Tolperison ist nur unzureichend auf reproduktionstoxikologische Eigenschaften überprüft
- tierexperimentelle Studien
- keine teratogenen Effekte
Warnhinweise
Tolperison - peroral
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- beim Auftreten einer Überempfindlichkeitsreaktion muss Tolperison abgesetzt und unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden
- Tolperison darf nach einer Überempfindlichkeitsreaktion auf diesen Wirkstoff nicht erneut angewendet werden
- die nach Markteinführung am häufigsten unter Behandlung mit Tolperison berichteten unerwünschten Arzneimittelreaktionen waren Überempfindlichkeitsreaktionen
- reichten von leichten Hautreaktionen bis hin zu schweren systemischen Reaktionen, einschließlich anaphylaktischem Schock
- Symptome einer solchen Reaktion können Erythem, Exanthem, Urtikaria, Pruritus, Angioödem, Tachykardie, Hypotonie oder Dyspnoe umfassen
- Frauen und Patienten mit Überempfindlichkeit gegen andere Arzneimittel oder Patienten mit bekannten Allergien
- Risiko für Überempfindlichkeitsreaktionen kann erhöht sein
- bekannte Überempfindlichkeit gegen Lidocain
- erhöhte Vorsicht aufgrund möglicher Kreuzreaktionen
- Patienten, die bereits eine antihypertensive Therapie erhalten
- Behandlung muss sehr sorgfältig überwacht werden, da Tolperison gemäß klinischer Voruntersuchungen nach Einnahme einer Einzeldosis sowie auch bei einer Langzeittherapie zu einem vorübergehenden Blutdruckabfall von 10 - 30 mmHg führen kann
- speziellen Patientengruppen, z.B. ältere Patienten
- bei speziellen Patientengruppen, wie z.B. ältere Patienten, keine Verringerung oder Änderung der Dosierung erforderlich
- es können jedoch interindividuelle Unterschiede auftreten, die ggf. beachtet werden müssen und eine Individualisierung der Einnahme von Tolperison notwendig machen können
- Metabolisierung, interindividuelle Unterschiede
- interindividuelle Unterschiede, die auf einer unterschiedlichen Metabolisierung beruhen, die vorwiegend in der Leber stattfindet, können bei allen Patientengruppen auftreten
- Tolperison unterliegt einem ausgedehnten First-pass-Metabolismus, nur 20 % der verabreichten Dosis erscheinen unverändert im Blut
- Metabolismus ist NADPH-abhängig, da das Ausschalten dieses Coenzyms den Abbau von Tolperison vollständig verhindert
- wurde gezeigt, dass in vitro sowohl P450-abhängige, wie auch P450-unabhängige mikrosomale Biotranformationsprozesse an der Verstoffwechselung von Tolperison beteiligt sind
- Bildung des Hydroxymethyl-Metaboliten erwies sich als der durch P450-vermittelte Hauptabbauweg
- CYP2D6 wurde im Stoffwechsel als Schlüsselenzym identifiziert, jedoch wurde auch eine Beteiligung von CYP2C19 und CYP1A2 festgestellt, allerdings zu einem geringeren Grad
- gezeigt, dass der P450-unabhängige Stoffwechselweg zu einem geringen Grad durch FMO3 vermittelt wird
- die ermittelten Metabolite und Hinweise aus Inhibitionsstudien deuten auf eine umfangreiche Beteiligung der vermutlich mikrosomalen Carbonyl-Reduktase beim Metabolismus von Tolperison hin
- Kinder
- obwohl umfangreiche klinische Erfahrungen mit dem Einsatz von Tolperison bei Kindern vorliegen, insbesondere bei der Behandlung der infantilen Cerebralparese, gibt es keine systematischen klinischen Studien zur Dosisfindung bei Kindern
- Kindern < 15 Jahren sollte Tolperison daher nur in Ausnahmefällen und nach strenger Indikationsstellung verabreicht werden