Topiramat Migräne STADA 100mg Filmtabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 100 ST | 77,75 € |
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Indikation
- Prophylaxe von Migräne-Kopfschmerzen nach sorgfältiger Abwägung möglicher alternativer Behandlungsmethoden bei Erwachsenen
- Hinweis: nicht vorgesehen für die Akutbehandlung
Dosierung
- Migräneprophylaxe
- allgemein
- Therapiebeginn mit geringer Dosis, anschließend Dosistitration bis zur wirksamen Dosis
- Dosis und Titrationsgeschwindigkeit orientiert am klinischen Ansprechen
- Überwachung der Topiramat-Plasmakonzentrationen zur Optimierung der Therapie nicht notwendig
- Erwachsene
- initial: 25 mg Topiramat 1mal / Tag; abends, über 1 Woche
- Dosissteigerung: in Schritten von 25 mg Topiramat / Tag, in 1-wöchentlichen Intervallen
- bei Unverträglichkeit längere Intervalle zwischen den Dosiserhöhungen anwenden
- empfohlene Tagesdosis: 100 mg Topiramat / Tag, verteilt auf 2 Einzelgaben
- einige Patienten profitieren von einer Gesamttagesdosis von 50 mg Topiramat / Tag
- manche Patienten benötigen 200 mg Topiramat / Tag; wegen einer erhöhten Inzidenz an Nebenwirkungen nur mit Vorsicht geraten
- ausschleichende Dosierung
- Patienten bis zu einer Tagesdosis von 100 mg Topiramat / Tag: Dosisreduktion in wöchentlichen Intervallen um 25 - 50 mg Topiramat
- Nierenfunktionsstörung (Kreatinin Clearence </= 70 ml / Min.)
- Anwendung mit Vorsicht
- ggf. längere Zeit bis zum Erreichen eines Steady State
- Halbierung der üblichen Anfangs- und Erhaltungsdosis empfohlen
- terminale Niereninsuffizienz
- an Hämodialyse-Tagen
- Verabreichung einer Supplementärdosis, die ungefähr der Hälfte der Tagesdosis entspricht
- Gabe in Teildosen zu Beginn und nach Beendigung der Hämodialyse
- je nach Dialyse-Equipment variiende Supplementärdosis möglich
- an Hämodialyse-Tagen
- mäßige bis schwere Leberfunktionsstörung
- Anwendung mit Vorsicht
- ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich, vorausgesetzt, die Nierenfunktion ist intakt
- Kinder und Jugendliche
- Anwendung nicht empfohlen (keine ausreichenden Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit)
- Frauen im gebärfähigen Alter
- Einleitung und Überwachung der Behandlung von einem in der Behandlung von Migräne erfahrenen Arzt
- alternative Therapieoptionen in Betracht ziehen
- Notwendigkeit einer Topiramat-Behandlung mind. einmal jährlich neu bewerten
- allgemein
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
- während der Schwangerschaft
- bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine hochwirksame Empfängnisverhütung anwenden
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Nasopharyngitis*
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Anämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leukopenie
- Thrombozytopenie
- Lymphadenopathie
- Eosinophilie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Neutropenie*
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypersensitivität
- ohne Häufigkeitsangabe
- allergisches Ödem*
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Anorexie
- verminderter Appetit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- metabolische Azidose
- Hypokaliämie
- erhöhter Appetit
- Polydipsie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- hyperchlorämische Azidose
- Hyperammonämie*
- hyperammonämische Enzephalopathie*
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Depression
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Bradyphrenie
- Insomnie
- Beeinträchtigung des sprachlichen Ausdrucksvermögens
- Angst
- Verwirrtheit
- Desorientierung
- Aggression
- veränderte Stimmung
- Agitiertheit
- Stimmungsschwankungen
- depressive Stimmung
- Wut
- anomales Verhalten
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Suizidgedanken
- Suizidversuch
- Halluzination
- psychotische Störung
- akustische Halluzination
- visuelle Halluzination
- Apathie
- Verlust der Spontansprache
- Schlafstörung
- Affektlabilität
- verminderte Libido
- Ruhelosigkeit
- Weinen
- Dysphemie
- euphorische Stimmung
- Paranoia
- Perseveration
- Panikattacken
- Traurigkeit
- Leseschwäche
- Einschlafstörung
- Affektverflachung
- anomales Denken
- Verlust der Libido
- Teilnahmslosigkeit
- Durchschlafstörung
- Ablenkbarkeit
- frühes morgendliches Erwachen
- Panikreaktion
- gehobene Stimmung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Manie
- Panikstörung
- Gefühl von Hoffnungslosigkeit*
- Hypomanie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Parästhesie
- Somnolenz
- Schwindel
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Aufmerksamkeitsstörung
- Gedächtnisstörung
- Amnesie
- kognitive Störung
- Beeinträchtigung der geistigen Leistungsfähigkeit
- eingeschränkte psychomotorische Fähigkeiten
- Konvulsion
- anomale Koordination
- Tremor
- Lethargie
- Hypästhesie
- Nystagmus
- Dysgeusie
- Gleichgewichtsstörung
- Dysarthrie
- Intentionstremor
- Sedierung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Bewusstseinseinschränkung
- Grand mal Anfall
- Gesichtsfeldausfall
- komplex fokale Anfälle
- Sprachstörung
- psychomotorische Hyperaktivität
- Synkope
- sensorische Störung
- Sabbern
- Hypersomnie
- Aphasie
- repetitive Sprache
- Hypokinesie
- Dyskinesie
- Haltungsschwindel
- schlechte Schlafqualität
- brennendes Gefühl
- Verlust des Empfindungsvermögens
- verändertes Geruchsempfinden
- zerebellares Syndrom
- Dysästhesie
- Hypogeusie
- Stupor
- Ungeschicklichkeit
- Aura
- Ageusie
- Schreibstörung
- Dysphasie
- periphere Neuropathie
- Präsynkope
- Dystonie
- Formicatio
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Apraxie
- Störung des zirkadianen Schlafrhythmus
- Hyperästhesie
- verminderter Geruchssinn
- Verlust des Geruchssinns
- essentieller Tremor
- Akinesie
- Nichtansprechen auf Reize
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verschwommensehen
- Diplopie
- Sehstörung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- verminderte Sehschärfe
- Skotom
- Myopie*
- Fremdkörpergefühl im Auge*
- trockenes Auge
- Photophobie
- Blepharospasmus
- erhöhter Tränenfluss
- Photopsie
- Mydriasis
- Presbyopie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- unilaterale Blindheit
- transiente Blindheit
- Glaukom
- Akkommodationsstörung
- veränderte visuelle Tiefenwahrnehmung
- Flimmerskotom
- Augenlidödem*
- Nachtblindheit
- Amblyopie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Engwinkelglaukom*
- Makulopathie*
- Störung der Augenbewegung*
- konjunktivales Ödem*
- Uveitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Vertigo
- Tinnitus
- Ohrenschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Taubheit
- unilaterale Taubheit
- neurosensorische Taubheit
- Ohrenbeschwerden
- eingeschränktes Hören
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Bradykardie
- Sinusbradykardie
- Palpitationen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypotension
- orthostatische Hypotension
- Flush
- Hitzewallungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Raynaud-Phänomen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dyspnoe
- Epistaxis
- verstopfte Nase
- Rhinorrhö
- Husten*
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Belastungsdyspnoe
- paranasale Sinushypersekretion
- Dysphonie
- ohne Häufgkeitsangabe
- Husten
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Nausea
- Diarrhoe
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erbrechen
- Obstipation
- Oberbauchschmerz
- Dyspepsie
- abdominaler Schmerz
- Mundtrockenheit
- Magenbeschwerden
- orale Parästhesie
- Gastritis
- abdominale Beschwerden
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pankreatits
- Flatulenz
- gastroösophageale Refluxkrankheit
- Unterbauchschmerz
- orale Hypästhesie
- Zahnfleischbluten
- geblähter Bauch
- epigastrische Beschwerden
- schmerzhafte Bauchspannung
- vermehrter Speichelfluss
- oraler Schmerz
- Mundgeruch
- Glossodynie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hepatitis
- Leberversagen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Alopezie
- Hautausschlag
- Pruritus
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Anhidrose
- faziale Hypästhesie
- Urtikaria
- Erythem
- generalisierter Pruritus
- makulärer Hautausschlag
- Hautverfärbung
- allergische Dermatitis
- Gesichtsschwellung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stevens-Johnson-Syndrom*
- Erythema multiforme*
- anomaler Hautgeruch
- periorbitales Ödem*
- lokalisierte Urtikaria
- ohne Häufigkeitsangabe
- toxische epidermale Nekrolyse*
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Arthralgie
- Muskelspasmen
- Myalgie
- Muskelzittern
- Muskelschwäche
- muskuloskelettaler Brustschmerz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gelenkschwellung*
- muskuloskelettale Steifheit
- Flankenschmerz
- Muskelermüdung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Beschwerden in den Extremitäten*
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Nephrolithiasis
- Pollakisurie
- Dysurie
- Nephrokalzinose*
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Harnstein
- Harninkontinenz
- Hämaturie
- Inkontinenz
- Harndrang
- Nierenkolik
- Nierenschmerz
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Harnleiterstein
- renale tubuläre Azidose*
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- erektile Dysfunktion
- sexuelle Dysfunktion
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Fatigue
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Pyrexie
- Asthenie
- Gereiztheit
- Gangstörung
- anomales Gefühl
- Malaise
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hyperthermie
- Durst
- Influenza-ähnliche Krankheit*
- Trägheit
- periphere Kälte
- Gefühl der Trunkenheit
- nervöses Gefühl
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gesichtsödem
- Kalzinose
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gewichtsabnahme
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gewichtszunahme*
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kristalle im Urin präsent
- anomaler Zehen-Fersen-Gehtest
- verminderte Zahl weißer Blutzellen
- Anstieg der Leberenzyme
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- verminderte Bicarbonatwerte im Serum
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Soziale Umstände
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Lernschwäche
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Legende:
- * = identifiziert als eine Nebenwirkung aus Spontanberichten nach Markteinführung; deren Häufigkeit wurde basierend auf den klinischen Studiendaten kalkuliert
Anwendungshinweise
- Filmtabletten mit ausreichend Flüssigkeit unzerkaut einnehmen
- Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen
Stillzeithinweise
- Tierexperimentelle Studien haben eine Exkretion von Topiramat in die Milch gezeigt
- die Exkretion von Topiramat in die humane Milch wurde in kontrollierten Studien nicht untersucht
- begrenzte Beobachtungen bei Patientinnen weisen auf eine erhebliche Exkretion von Topiramat in die Muttermilch hin
- Auswirkungen, die bei gestillten Neugeborenen/Kindern von behandelten Frauen beobachtet wurden:
- Diarrhö
- Schläfrigkeit
- Erregbarkeit
- unzureichende Gewichtszunahme
- strenge Nutzen-Risiko-Abwägung (ggf. Stillen unterbrechen oder auf Behandlung mit Topiramat verzichten/die Behandlung mit Topiramat unterbrechen)
Schwangerschaftshinweise
- kontraindiziert während der Schwangerschaft
- kontraindiziert bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine hochwirksame Verhütungsmethode anwenden
- Frauen im gebärfähigen Alter
- Topiramat ist bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine hochwirksame Empfängnisverhütung anwenden, kontraindiziert
- mindestens eine hochwirksame Verhütungsmethode (wie ein intrauterines System) oder zwei sich ergänzende Verhütungsmethoden einschließlich einer Barrieremethode sollten während der Behandlung und für mindestens 4 Wochen nach Beendigung der Behandlung mit Topiramat angewendet werden
- bei Frauen im gebärfähigen Alter sollten alternative Therapieoptionen in Betracht gezogen werden
- vor Beginn der Behandlung mit Topiramat bei Frauen im gebärfähigen Alter sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden
- die Patientin muss vollständig aufgeklärt werden und die Risiken im Zusammenhang mit der Anwendung von Topiramat während der Schwangerschaft verstehen
- dies schließt die Notwendigkeit ein, einen Facharzt zu konsultieren, wenn die Frau eine Schwangerschaft plant, und diesen sofort zu kontaktieren, wenn sie schwanger wird oder glaubt, schwanger zu sein und Topiramat einnimmt
- tierexperimentelle Studien
- Topiramat war bei Mäusen, Ratten und Kaninchen teratogen
- bei Ratten passiert Topiramat die Plazentaschranke
- beim Menschen passiert Topiramat die Plazenta
- im Nabelschnurblut und im Maternalblut wurden vergleichbare Konzentrationen beschrieben
- klinische Daten aus Schwangerschaftsregistern weisen darauf hin, dass für Säuglinge, die einer Monotherapie mit Topiramat ausgesetzt waren folgende Symptome aufweisen
- schwere angeborene Fehlbildung und Wachstumsbeeinträchtigungen des Fötus
- ein erhöhtes Risiko für kongenitale Fehlbildungen (v.a. für Lippenspalte/Gaumenspalte, Hypospadien und Anomalien, die verschiedene Körpersysteme einschließen) in Folge der Exposition während des 1. Trimenons besteht
- das nordamerikanische Schwangerschaftsregister für Antiepileptika (North American Antiepileptic Drug Pregnancy Register) zeigte für die Monotherapie mit Topiramat eine ungefähr 3-fach höhere Prävalenz für schwerwiegende kongenitale Fehlbildungen (4,3 %) im Vergleich zu einer Referenzgruppe, die keine Antiepileptika eingenommen hat (1,4 %)
- Daten aus einer bevölkerungsbasierten Beobachtungsstudie aus den nordeuropäischen Ländern zeigten eine etwa 2- bis 3-fach höhere Prävalenz schwerer angeborener Fehlbildungen (bis zu 9,5 %) im Vergleich zu einer Referenzgruppe, die keine Antiepileptika eingenommen hat (3,0 %).
- des Weiteren weisen die Daten aus anderen Studien darauf hin, dass, verglichen mit einer Monotherapie, die Anwendung von Antiepileptika in einer Kombinationstherapie mit einem erhöhten Risiko für teratogene Effekte verbunden ist
- Berichten zufolge ist das Risiko dosisabhängig; die Effekte wurden bei allen Dosen beobachtet
- bei mit Topiramat behandelten Frauen, die ein Kind mit einer angeborenen Fehlbildung zur Welt gebracht haben, scheint ein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen in späteren Schwangerschaften bei Topiramat-Exposition zu bestehen
- eine höhere Prävalenz für ein geringes Geburtsgewicht (< 2500 Gramm) verglichen mit der Referenzgruppe besteht
- eine erhöhte Prävalenz für ihr Gestationsalter zu kleine oder zu leichte Neugeborene (SGA, Small for Gestational Age; definiert als Geburtsgewicht unter dem 10. Perzentil nach Berichtigung gemäß des Gestationsalters und stratifiziert nach Geschlecht) besteht
- das nordamerikanische Schwangerschaftsregister für Antiepileptika (North American Antiepileptic Drug Pregnancy Register) zeigte ein SGA-Risiko von 18 % bei Kindern von Frauen, die Topiramat erhielten, verglichen mit 5 % bei Kindern von Frauen ohne Epilepsie, die keine Antiepileptika erhielten
- Langzeitauswirkungen der SGA-Befunde konnten nicht bestimmt werden
- ein erhöhtes Risiko für kongenitale Fehlbildungen (v.a. für Lippenspalte/Gaumenspalte, Hypospadien und Anomalien, die verschiedene Körpersysteme einschließen) in Folge der Exposition während des 1. Trimenons besteht
- Neurologische Entwicklungsstörungen
- Daten aus zwei bevölkerungsbasierten Beobachtungsstudien, die weitgehend mit demselben Datensatz aus den nordeuropäischen Ländern durchgeführt wurden, deuten darauf hin, dass die Prävalenz von Autismus-Spektrum-Störungen, geistiger Behinderung oder Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei fast 300 Kindern von Müttern mit Epilepsie, die während der Schwangerschaft Topiramat ausgesetzt waren, 2- bis 3-fach höher ist, als bei Kindern von Müttern mit Epilepsie, die keinem Antiepileptikum ausgesetzt waren
- eine dritte Beobachtungsstudie aus den USA ergab keinen Hinweis auf eine erhöhte kumulative Inzidenz dieser Endpunkte bis zum Alter von 8 Jahren bei etwa 1.000 Kindern von Müttern mit Epilepsie, die während der Schwangerschaft Topiramat ausgesetzt waren, im Vergleich zu Kindern von Müttern mit Epilepsie, die keinem Antiepileptikum ausgesetzt waren
- schwere angeborene Fehlbildung und Wachstumsbeeinträchtigungen des Fötus
- Fertilität
- tierexperimentelle Studien zeigten keine Beeinträchtigung der Fertilität durch Topiramat
- Einfluss von Topiramat auf die humane Fertilität wurde nicht nachgewiesen
Warnhinweise
- in Situationen, in denen ein schnelles Absetzen von Topiramat medizinisch erforderlich ist, wird eine geeignete Überwachung empfohlen
- eine adäquate Flüssigkeitszufuhr während der Anwendung von Topiramat ist sehr wichtig
- die Flüssigkeitszufuhr kann das Risiko einer Nephrolithiasis reduzieren
- eine angemessene Flüssigkeitszufuhr vor und während Aktivitäten wie z.B. körperlichen Aktivitäten oder Wärmeexposition kann das Risiko von hitzebezogenen Nebenwirkungen reduzieren
- Schwangerschaftsverhütungsprogramm
- eine Anwendung von Topiramat während der Schwangerschaft kann zu schweren angeborenen Fehlbildungen und Wachstumsbeeinträchtigungen des Fötus führen
- einige Daten deuten auf ein erhöhtes Risiko für neurologische Entwicklungsstörungen bei Kindern hin, die Topiramat in utero ausgesetzt waren, während andere Daten nicht auf ein solches erhöhtes Risiko hinweisen
- Frauen im gebärfähigen Alter
- vor Beginn der Behandlung mit Topiramat bei Frauen im gebärfähigen Alter sollte ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden
- die Patientin muss vollständig aufgeklärt sein und die Risiken im Zusammenhang mit der Anwendung von Topiramat während der Schwangerschaft verstehen
- dies schließt die Notwendigkeit einer Facharztkonsultation ein, wenn die Frau eine Schwangerschaft plant, um eine Umstellung auf eine alternative Behandlung zu besprechen bevor die Empfängnisverhütung abgesetzt wird, und eine umgehende Kontaktaufnahme mit einem Facharzt, wenn sie schwanger wird oder vermutet, schwanger zu sein
- Schulungsmaterialien zu diesen Maßnahmen stehen Ärzten und Patientinnen zur Verfügung
- der Patientinnenleitfaden muss allen Frauen im gebärfähigen Alter, die Topiramat anwenden, ausgehändigt werden
- Oligohidrose
- im Zusammenhang mit der Anwendung von Topiramat über Oligohidrose (vermindertes Schwitzen) berichtet
- Stimmungsschwankungen/Depression
- erhöhte Inzidenz von Stimmungsschwankungen und Depression während der Topiramat-Behandlung beobachtet
- suizidales Verhalten/Suizid/Suizidgedanken
- Berichte über suizidale Gedanken und suizidales Verhalten bei Patienten, die mit Antiepileptika in verschiedenen Indikationen behandelt wurden
- Metaanalyse randomisierter, placebokontrollierter Studien mit Antiepileptika zeigte auch ein leicht erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidgedanken und suizidalem Verhalten
- Mechanismus für die Auslösung dieser Nebenwirkung ist nicht bekannt und die verfügbaren Daten schließen die Möglichkeit eines erhöhten Risikos bei der Einnahme von Topiramat nicht aus
- in doppelblinden klinischen Studien traten suizidbezogene Ereignisse (Suizidgedanken, Suizidversuche und Suizide) bei mit Topiramat behandelten Patienten mit einer Häufigkeit von 0,5 % (46 von 8652 behandelten Patienten) und einer nahezu 3-mal höheren Inzidenz als bei den mit Placebo behandelten Patienten (0,2 %; 8 von 4045 behandelten Patienten) auf
- Patienten solten hinsichtlich Anzeichen von Suizidgedanken und suizidalen Verhaltensweisen überwacht und ein geeignete Behandlung in Erwägung gezogen werden
- Patienten (und deren Betreuern) sollte geraten werden, medizinische Hilfe einzuholen, wenn Anzeichen für Suizidgedanken oder suizidales Verhalten auftreten
- schwerwiegende Hautreaktionen
- bei Patienten, die Topiramat erhalten, wurde von schwerwiegenden Hautreaktionen berichtet
- Stevens-Johnson-Syndrom (SJS)
- toxische epidermale Nekrolyse (TEN)
- empfohlen, Patienten über die Anzeichen von schwerwiegenden Hautreaktionen zu informieren
- wenn ein SJS oder eine TEN vermutet wird, sollte die Einnahme von Topiramat beendet werden
- bei Patienten, die Topiramat erhalten, wurde von schwerwiegenden Hautreaktionen berichtet
- Nephrolithiasis
- einige Patienten, besonders diejenigen mit einer Prädisposition zur Nephrolithiasis, können ein erhöhtes Risiko für Nierensteine und damit assoziierten Zeichen und Symptomen, wie z. B. Nierenkolik, Nierenschmerzen oder Flankenschmerzen, aufweisen
- Risikofaktoren für eine Nephrolithiasis schließen vorherige Nierensteine sowie Nephrolithiasis und Hyperkalziurie in der Familienanamnese ein
- keiner dieser Risikofaktoren kann verlässlich Nierensteine während der Topiramat-Behandlung prognostizieren
- Patienten, die andere mit Nephrolithiasis assoziierte Arzneimittel einnehmen, können ein erhöhtes Risiko aufweisen
- eingeschränkte Nierenfunktion
- Vorsicht bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (CLCR <= 70 ml/Min.), da die Plasmaclearance und renale Clearance von Topiramat herabgesetzt ist
- spezielle Dosierungsempfehlungen für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion beachten
- eingeschränkte Leberfunktion
- Anwendung mit Vorsicht bei hepatisch eingeschränkten Patienten
- Clearance von Topiramat kann reduziert sein
- akute Myopie und sekundäres Engwinkelglaukom
- über ein Syndrom bestehend aus akuter Myopie assoziiert mit sekundärem Engwinkelglaukom wurde bei Patienten, die Topiramat erhielten, berichtet
- Symptome beinhalten akutes Auftreten einer verminderten Sehschärfe und/oder Augenschmerzen
- ophthalmologische Befunde können einige oder alle der folgenden Symptome einschließen
- Myopie
- Mydriasis
- Einengung der vorderen Augenkammer
- okuläre Hyperämie (Rötung)
- Ablösung der Choroidea
- Ablösung des retinalen Epithelpigmentes
- makulare Striae
- erhöhter intraokulärer Druck
- dieses Syndrom kann mit einem supraziliären Erguss assoziiert sein, der in einer Vorverlagerung der Linse und der Iris mit einem sekundären Engwinkelglaukom resultiert
- Symptome treten üblicherweise im ersten Monat nach Beginn der Topiramat-Therapie auf
- im Gegensatz zu dem primären Engwinkelglaukom, das selten in einem Alter unter 40 Jahren auftritt, wurde das sekundäre, mit Topiramat assoziierte Engwinkelglaukom sowohl bei pädiatrischen Patienten als auch bei Erwachsenen berichtet
- Behandlung umfasst das nach Ermessen des behandelnden Arztes schnellstmögliche Absetzen von Topiramat und geeignete Maßnahmen, um den intraokulären Druck zu reduzieren
- im Allgemeinen resultieren diese Maßnahmen in einem Abfall des intraokulären Druckes
- erhöhter intraokulärer Druck jeglicher Ätiologie kann, falls unbehandelt geblieben, zu schweren Folgekrankheiten einschließlich einem dauerhaften Sehverlust führen
- Entscheidung ist zu treffen, ob Patienten mit Augenerkrankungen in der Anamnese mit Topiramat behandelt werden sollen
- über ein Syndrom bestehend aus akuter Myopie assoziiert mit sekundärem Engwinkelglaukom wurde bei Patienten, die Topiramat erhielten, berichtet
- Gesichtsfeld-Ausfälle
- bei Patienten, die Topiramat erhielten, wurde über Gesichtsfeld-Ausfälle berichtet, die von einem erhöhten intraokulären Druck unabhängig waren
- in klinischen Studien waren die meisten dieser Fälle nach Absetzen von Topiramat reversibel
- wenn zu irgendeinem Zeitpunkt der Behandlung mit Topiramat Gesichtsfeld-Ausfälle auftreten, soll in Erwägung gezogen werden, das Arzneimittel abzusetzen
- bei Patienten, die Topiramat erhielten, wurde über Gesichtsfeld-Ausfälle berichtet, die von einem erhöhten intraokulären Druck unabhängig waren
- metabolische Azidose und Folgeerkrankungen
- hyperchlorämische, metabolische Azidose ohne Anionenlücke (d. h. das Absinken des Serum-Bicarbonats unter den normalen Referenzbereich in Abwesenheit einer respiratorischen Alkalose) wird mit einer Topiramat-Behandlung in Verbindung gebracht
- Absinken des Serum-Bicarbonats beruht auf inhibitorischer Wirkung von Topiramat auf die renale Carboanhydrase
- im Allgemeinen tritt dieser Abfall des Bicarbonats zu Beginn der Behandlung auf, obwohl er zu jedem Zeitpunkt der Behandlung auftreten kann
- Abfall ist in der Regel gering bis mäßig (durchschnittliches Absinken von 4 mmol/l bei Dosen von 100 mg / Tag oder darüber bei Erwachsenen bzw. von durchschnittlich 6 mg / kg / Tag bei pädiatrischen Patienten); selten Abfälle < 10 mmol / l
- Umstände oder Therapien, die eine Azidose prädisponieren (z. B. Nierenerkrankungen, schwere respiratorische Erkrankungen, Status epilepticus, Diarrhoe, chirurgische Eingriffe, ketogene Diät oder bestimmte Arzneimittel) können additiv zu dem Bicarbonat-senkenden Effekt von Topiramat wirken
- chronische, unbehandelte metabolische Azidose
- erhöht das Risiko für eine Nephrolithiasis und Nephrokalzinose und kann möglicherweise zu Osteopenie führen
- Auswirkungen von Topiramat auf knochenbezogene Folgeerkrankungen nicht systematisch bei erwachsenen Patienten untersucht
- abhängig von den zugrundeliegenden Umständen, wird unter der Topiramat-Behandlung eine geeignete Bewertung einschließlich des Serum-Bicarbonat Spiegels empfohlen
- wenn sich Anzeichen oder Symptome (z. B. Kussmaul-Atmung, Dyspnoe, Anorexie, Übelkeit, Erbrechen, übermäßige Müdigkeit, Tachykardie oder Arrhythmie) zeigen, die auf eine metabolische Azidose hinweisen, Bestimmung des Serum-Bicarbonats empfohlen
- wenn sich eine metabolische Azidose entwickelt und persistiert:
- Dosisreduktion oder Absetzen von Topiramat (durch schrittweise Dosisreduktion) in Erwägung ziehen
- Patienten mit Voraussetzungen oder Behandlungen, die ein Risiko für das Auftreten einer metabolischen Azidose darstellen
- Anwendung mit Vorsicht
- hyperchlorämische, metabolische Azidose ohne Anionenlücke (d. h. das Absinken des Serum-Bicarbonats unter den normalen Referenzbereich in Abwesenheit einer respiratorischen Alkalose) wird mit einer Topiramat-Behandlung in Verbindung gebracht
- Beeinträchtigung der kognitiven Funktion
- Berichte in der Literatur über die Beeinträchtigung der kognitiven Funktion bei Erwachsenen unter einer Topiramat-Behandlung, die eine Reduktion der Dosierung oder eine Beendigung der Behandlung erforderte
- Hyperammonämie und Enzephalopathie
- Hyperammonämie im Zusammenhang mit einer Topiramat-Behandung mit oder ohne Enzephalopathie berichtet
- Risiko für eine Hyperammonämie unter Topiramat scheint dosisabhängig zu sein
- über Hyperammonämie häufiger berichtet, wenn Topiramat zusammen mit Valproinsäure eingenommen wurde
- bei Patienten, die eine nicht zu erklärende Lethargie oder Veränderungen des mentalen Zustands im Zusammenhang mit einer Topiramat-Monotherapie oder -Zusatztherapie entwickeln
- empfohlen, eine hyperammonämische Enzephalopathie in Betracht zu ziehen und die Ammoniakspiegel zu messen
- Hyperammonämie im Zusammenhang mit einer Topiramat-Behandung mit oder ohne Enzephalopathie berichtet
- Ernährungsergänzung
- manche Patienten können während der Behandlung mit Topiramat einen Gewichtsverlust erleiden
- empfohlen, dass Patienten unter der Behandlung mit Topiramat auf Gewichtsverlust kontrolliert werden sollten
- diätetische Ergänzung oder gesteigerte Nahrungsaufnahme können erwogen werden, wenn der Patient unter Topiramat Gewicht verliert