Torasemid AAA-Pharma 5mg

AAA - Pharma GmbH
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Wirkstoff: Torasemid →

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Fachinformationen

Indikation

  • Essentielle Hypertonie
  • Ödeme aufgrund kongestiver Herzinsuffizienz, chronischer Niereninsuffizienz oder Leberinsuffizienz

Dosierung

  • essentielle Hypertonie
    • 1 Tablette (2,5 mg Torasemid) 1mal / Tag
    • Dosiserhöhung frühestens 2 Monate nach Behandlungsbeginn
    • Dosissteigerung bei unzureichendem Therapieerfolg in Bezug auf die Blutdrucknormalisierung nach 12-wöchiger Therapie mit täglich 2,5 mg Torasemid auf 5 mg Torasemid 1mal / Tag
      • zusätzliche blutdrucksenkende Wirkung durch die Dosiserhöhung ist insbesondere bei anfänglich schwerem Bluthochdruck (diastolischer Blutdruck größer als 115 mmHg) sowie bei eingeschränkter Nierenfunktion zu erwarten
    • Maximaldosis: 5 mg Torasemid 1mal / Tag
    • Behandlungsdauer: i. d. R. Langzeitbehandlung
  • Ödeme
    • 1 Tablette (5 mg Torasemid) 1mal / Tag
      • entspricht i.d.R. der Erhaltungsdosis
    • schrittweise Dosiserhöhung, falls erforderlich: auf 20 mg Torasemid 1mal / Tag
    • in Einzelfällen: 40 mg Torasemid / Tag
    • Behandlungsdauer: bis zum Rückgang der Ödeme

Dosisanpassung

  • Niereninsuffizienz
    • begrenzte Informationen über Dosisanpassung verfügbar
    • Niereninsuffizienz mit Anurie: kontraindiziert
  • Leberinsuffizienz
    • begrenzte Informationen über Dosisanpassung verfügbar
    • Behandlung mit Vorsicht, da Plasmakonzentrationen evtl. erhöht
  • ältere Patienten
    • keine Dosisanpassung erforderlich
    • keine ausreichende vergleichende Untersuchungen zwischen älteren und jüngeren Patienten
  • Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
    • es liegen keine Erfahrungen vor

Kontraindikationen

Torasemid - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Torasemid und Sulfonylharnstoffe
  • Nierenversagen, Niereninsuffizienz mit Anurie
  • hepatisches Koma (bis zur Besserung dieses Zustandes) oder hepatisches Präkoma
  • Hypotonie
  • Hypovolämie
  • Hyponatriämie
  • Hypokaliämie
  • erhebliche Miktionsstörungen (z.B. aufgrund von Prostatahypertrophie)
  • Gicht
  • kardiale Arrhythmien (z.B. SA-Block, AV-Block II. oder III. Grades)
  • gleichzeitige Behandlung mit Aminoglykosiden oder Cephalosporinen
  • Niereninsuffizienz aufgrund nephrotoxischer Substanzen
  • Stillzeit
  • zusätzlich bei Torasemid-Hochdosistherapie mit der Indikation zur Aufrechterhaltung einer Rest-Diurese bei schwerer Niereninsuffizienz
    • kontraindiziert bei normaler oder nur mäßig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance > 30 ml / Min. und/oder Serum-Kreatinin-Konzentration < 3,5 mg / dl), da die Gefahr eines übermäßigen Wasser- und Elektrolytverlustes besteht

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Torasemid - peroral
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Thrombozytopenie
      • Erythropenie
      • Leukopenie
      • Hämokonzentration
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • allergische Reaktionen (z.B. Pruritus, Exantheme, Photosensibilität)
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Verstärkung einer metabolischen Alkalose
      • Hyperglykämie
      • Hypokaliämie (bei gleichzeitiger kaliumarmer Ernährung, bei Erbrechen, Durchfall, nach übermäßigem Gebrauch von Abführmitteln sowie bei Patienten mit chronischer Leberfunktionsstörung)
      • Störungen des Wasser- und Elektrolythaushalts, in Abhängigkeit von der Dosierung und der Behandlungsdauer, z.B.
        • Hypovolämie
        • Hypokaliämie
        • Hyponatriämie
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
      • Vertigo, Schwindel (insbesondere zu Behandlungsbeginn)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Parästhesien
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • zerebrale Ischämie
      • Verwirrtheitszustand
  • Augenerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Sehstörungen
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Tinnitus
      • Hörverlust
  • Herzerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • aufgrund einer Hämokonzentration: kardiale und zentrale Zirkulationsstörungen, einschließlich Ischämie des Herzens (aufgrund einer Hämokonzentration)
        • können z.B. zu Arrhythmien, Angina pectoris, myokardialer Ischämie, akutem Myokardinfarkt oder Synkopen führen
  • Gefäßerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • thromboembolische Komplikationen aufgrund einer Hämokonzentration
      • Hypotonie
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • gastrointestinale Störungen (z.B. Appetitlosigkeit, Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö, Obstipation), insbesondere zu Therapiebeginn
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Mundtrockenheit
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Pankreatitis
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Anstieg bestimmter Leberenzymkonzentrationen (Gamma-Glutamyltransferase) im Blut
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • schwere Hautreaktionen (z.B. Stevens-Johnson-Syndrom, toxisch epidermale Nekrolyse)
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Muskelkrämpfe (insbesondere zu Therapiebeginn)
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Erhöhung der KAonzentration von Kreatinin und Harnstoff im Blut
      • bei Patienten mit Miktionsstörungen (z.B. aufgrund einer Prostatahypertrophie)
        • Harnverhaltung und Überdehnung der Blase aufgrund vermehrter Harnproduktion
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Müdigkeit, Fatigue
      • Schwäche (insbesondere zu Therapiebeginn)
  • Untersuchungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Erhöhung der Konzentration von Harnsäure im Blut
      • Erhöhung der Konzentration von Glucose im Blut
      • Erhöhung der Blutfette (Triglyceride, Cholesterin)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Einfluss auf den Laborparameter Kalium
        • nach der Verabreichung von 2,5 und 5 mg Torasemid über 12 - 14 Wochen lag die mittlere Erniedrigung der Serum-Konzentration zwischen 0,2 und 0,3 mM/Liter
        • die maximale mittlere Erniedrigung nach der Verabreichung von 10 mg Torasemid über einen Zeitraum von 6 Wochen lag bei 0,39 mM/Liter und bei der Verabreichung von 40 mg Torasemid bei 0,42 mM/Liter

Anwendungshinweise

  • Einnahme morgens unzerkaut mit etwas Flüssigkeit, vorzugsweise zum Frühstück

Stillzeithinweise

Torasemid - peroral
  • kontraindiziert während der Stillzeit
  • es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Torasemid verzichtet werden soll
    • dabei sowohl Nutzen des Stillens für das Kind als auch Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigen
  • nicht bekannt, ob Torasemid oder Metabolite in die Muttermilch übergehen
  • Risiko für das Neugeborene / Kind kann nicht ausgeschlossen werden
  • Schleifendiuretika können die Milchbildung verringern

Schwangerschaftshinweise

Torasemid - peroral
  • solange keine weiteren Daten verfügbar sind, darf Torasemid während der Schwangerschaft nur bei zwingender Indikation verabreicht werden
    • dabei darf nur die niedrigste wirksame Dosis eingesetzt werden
  • Anwendung während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht verhüten, nicht empfohlen
  • bisher keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Torasemid bei Schwangeren vorliegend
    • bezüglich der Wirkung von Torasemid auf den Embryo und den Fetus liegen keine Erfahrungen beim Menschen vor
  • Diuretika für die routinemäßige Therapie von Hypertonie und Ödemen in der Schwangerschaft nicht geeignet, da sie die Perfusion der Plazenta und damit das intrauterine Wachstum beeinträchtigen können
    • falls Torasemid bei Herz- oder Niereninsuffizienz der Schwangeren verabreicht werden muss, sind Elektrolyte und Hämatokrit sowie das Wachstum des Föten genau zu überwachen
  • tierexperimentelle Studien
    • haben Reproduktionstoxizität gezeigt
    • Torasemid war plazentagängig
  • Risiko einer Thrombozytopenie beim Neugeborenen besteht
  • Fertilität
    • keine Studien zur Auswirkung von Torasemid auf die menschliche Fertilität durchgeführt
    • in Tierstudien keine Auswirkungen auf die Fertilität beobachtet

Warnhinweise

Torasemid - peroral
  • da bisher keine ausreichenden Therapieerfahrungen vorliegen, sollte Torasemid nicht angewendet werden bei
    • krankhaften Veränderungen des Säure-/Basenhaushalts
    • gleichzeitiger Behandlung mit Lithium
    • krankhaften Veränderungen des Blutbildes (z.B. Thrombozytopenie oder Anämie bei Patienten ohne Niereninsuffizienz)
    • Kindern und Jugendlichen (Altersgrenzen siehe jeweilige Produktinformation)
    • bei höher dosierter Therapie mit der Indikation "Aufrechterhaltung einer Rest-Diurese bei schwerer Niereninsuffizienz"
      • Kreatinin-Clearance zwischen 20 - 30 ml / Min. und/oder
      • Serum-Kreatinin-Konzentrationen zwischen 3,5 - 6 mg / dl
  • Miktionsstörungen
    • müssen vor dem Behandlungsbeginn mit Torasemid korrigiert werden
  • besonders zu Beginn der Behandlung und bei älteren Patienten
    • auf Anzeichen von Elektrolytverlust und Hämokonzentration achten
  • Kontrollen
    • bei längerer Therapie mit Torasemid regelmäßige Kontrollen des Elektrolythaushaltes, insbesondere des Serum-Kaliums, der Glucose, der Harnsäure, des Kreatinins, der Blutlipide und der Blutzellen (rote und weiße Blutkörperchen und Blutplättchen) empfohlen
      • insbesondere bei Patienten mit gleichzeitiger Therapie mit Digitalisglykosiden, Glucocorticoiden, Mineralocorticoiden oder Laxanzien
  • Patienten mit Arrhythmien
    • Verabreichung von Schleifendiuretika kann durch Veränderungen der Elektrolytkonzentrationen (Kalium, Natrium, Calcium und Magnesium) ein möglicherweise lebensbedrohliches Risiko auslösen
    • regelmäßige Blutkontrolle der Elektrolytzusammensetzung empfohlen
  • Patienten mit latentem bzw. manifestem Diabetes mellitus
    • sorgfältige Kontrolle des Kohlenhydratstoffwechsels, da es zu einem Anstieg der Blutglucose kommen kann
  • Patienten mit einer Neigung zu Hyperurikämie und Gicht
    • sollten sorgfältig überwacht werden
  • Doping
    • Anwendung von Torasemid kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
    • missbräuchliche Anwendung des Arzneimittels zu Dopingzwecken kann die Gesundheit gefährden, schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen