Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 30 ST | 41,40 € |
| N3 | 100 ST | 95,83 € |
| NotApplicable | 10X20 ST | – |
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Indikation
Erwachsene mit stark verminderter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 20 ml/Min. und/oder Serum-Kreatinin-Konzentration > 6 mg/dl)
- zur Aufrechterhaltung einer Rest-Diurese bei schwerer Niereninsuffizienz, wenn Ödeme, Ergüsse und/oder Bluthochdruck bestehen
- auch unter Dialyse, falls eine nennenswerte Rest-Diurese vorliegt (> 200 ml / 24 Stunden)
- Hinweis:
- nur bei stark eingeschränkter, nicht bei normaler Nierenfunktion verwenden
Dosierung
- Aufrechterhaltung einer Rest-Diurese bei schwerer Niereninsuffizienz, wenn Ödeme, Ergüsse und/oder Bluthochdruck bestehen
- Erwachsene mit stark verminderter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 20 ml/Min. und/oder Serum-Kreatinin-Konzentration > 6 mg/dl)
- Dosierung individuell entsprechend dem Schweregrad der Niereninsuffizienz
- initial: ¼ Tablette (50 mg Torasemid) / Tag
- Dosissteigerung bei ungenügender Harnausscheidung, optional
- auf ½ Tablette (100 mg Torasemid) / Tag bis max. 1 Tablette (200 mg Torasemid) / Tag
- Erwachsene mit stark verminderter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 20 ml/Min. und/oder Serum-Kreatinin-Konzentration > 6 mg/dl)
Dosisanpassung
- Kinder und Jugendliche
- keine Anwendung (Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen)
- ältere Patienten
- keine abweichenden Dosierungsempfehlungen
- ausreichende vergleichende Untersuchungen zwischen älteren und jüngeren Patienten liegen jedoch nicht vor
- Patienten mit Leberinsuffizienz
- mit Vorsicht anwenden
- Niereninsuffizienz aufgrund nephrotoxischer Substanzen
- keine Anwendung
- Kreatinin-Clearance von 20 - 30 ml/Min. und/oder Serum-Kreatinin-Konzentration von 3,5 - 6 mg/dl
- keine Anwendung
- normale oder nur mäßig eingeschränkte Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance > 30 ml/Min. und/oder Serum-Kreatinin- Konzentration < 3,5 mg/dl)
- keine Anwendung, da die Gefahr eines übermäßigen Wasser- und Elektrolytverlustes besteht
Kontraindikationen
Torasemid - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Torasemid und Sulfonylharnstoffe
- Nierenversagen, Niereninsuffizienz mit Anurie
- hepatisches Koma (bis zur Besserung dieses Zustandes) oder hepatisches Präkoma
- Hypotonie
- Hypovolämie
- Hyponatriämie
- Hypokaliämie
- erhebliche Miktionsstörungen (z.B. aufgrund von Prostatahypertrophie)
- Gicht
- kardiale Arrhythmien (z.B. SA-Block, AV-Block II. oder III. Grades)
- gleichzeitige Behandlung mit Aminoglykosiden oder Cephalosporinen
- Niereninsuffizienz aufgrund nephrotoxischer Substanzen
- Stillzeit
- zusätzlich bei Torasemid-Hochdosistherapie mit der Indikation zur Aufrechterhaltung einer Rest-Diurese bei schwerer Niereninsuffizienz
- kontraindiziert bei normaler oder nur mäßig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance > 30 ml / Min. und/oder Serum-Kreatinin-Konzentration < 3,5 mg / dl), da die Gefahr eines übermäßigen Wasser- und Elektrolytverlustes besteht
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Torasemid - peroral
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Thrombozytopenie
- Erythropenie
- Leukopenie
- Hämokonzentration
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- allergische Reaktionen (z.B. Pruritus, Exantheme, Photosensibilität)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verstärkung einer metabolischen Alkalose
- Hyperglykämie
- Hypokaliämie (bei gleichzeitiger kaliumarmer Ernährung, bei Erbrechen, Durchfall, nach übermäßigem Gebrauch von Abführmitteln sowie bei Patienten mit chronischer Leberfunktionsstörung)
- Störungen des Wasser- und Elektrolythaushalts, in Abhängigkeit von der Dosierung und der Behandlungsdauer, z.B.
- Hypovolämie
- Hypokaliämie
- Hyponatriämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- Vertigo, Schwindel (insbesondere zu Behandlungsbeginn)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Parästhesien
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- zerebrale Ischämie
- Verwirrtheitszustand
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Sehstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Tinnitus
- Hörverlust
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Herzerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- aufgrund einer Hämokonzentration: kardiale und zentrale Zirkulationsstörungen, einschließlich Ischämie des Herzens (aufgrund einer Hämokonzentration)
- können z.B. zu Arrhythmien, Angina pectoris, myokardialer Ischämie, akutem Myokardinfarkt oder Synkopen führen
- aufgrund einer Hämokonzentration: kardiale und zentrale Zirkulationsstörungen, einschließlich Ischämie des Herzens (aufgrund einer Hämokonzentration)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Gefäßerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- thromboembolische Komplikationen aufgrund einer Hämokonzentration
- Hypotonie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- gastrointestinale Störungen (z.B. Appetitlosigkeit, Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö, Obstipation), insbesondere zu Therapiebeginn
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Mundtrockenheit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Pankreatitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Anstieg bestimmter Leberenzymkonzentrationen (Gamma-Glutamyltransferase) im Blut
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- schwere Hautreaktionen (z.B. Stevens-Johnson-Syndrom, toxisch epidermale Nekrolyse)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Muskelkrämpfe (insbesondere zu Therapiebeginn)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erhöhung der KAonzentration von Kreatinin und Harnstoff im Blut
- bei Patienten mit Miktionsstörungen (z.B. aufgrund einer Prostatahypertrophie)
- Harnverhaltung und Überdehnung der Blase aufgrund vermehrter Harnproduktion
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Müdigkeit, Fatigue
- Schwäche (insbesondere zu Therapiebeginn)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erhöhung der Konzentration von Harnsäure im Blut
- Erhöhung der Konzentration von Glucose im Blut
- Erhöhung der Blutfette (Triglyceride, Cholesterin)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Einfluss auf den Laborparameter Kalium
- nach der Verabreichung von 2,5 und 5 mg Torasemid über 12 - 14 Wochen lag die mittlere Erniedrigung der Serum-Konzentration zwischen 0,2 und 0,3 mM/Liter
- die maximale mittlere Erniedrigung nach der Verabreichung von 10 mg Torasemid über einen Zeitraum von 6 Wochen lag bei 0,39 mM/Liter und bei der Verabreichung von 40 mg Torasemid bei 0,42 mM/Liter
- Einfluss auf den Laborparameter Kalium
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Tabletten unzerkaut mit etwas Flüssigkeit morgens einnehmen
- die biologische Verfügbarkeit von Torasemid ist unabhängig von der Nahrungsaufnahme
- sorgfältige ärztliche Überwachung des Patienten erforderlich
- die Tabletten sind durch die Kreuzbruchrille leicht in Hälften bzw. Viertel zu brechen
- mit der Kreuzbruchkerbe nach oben auf eine harte Unterlage (z.B. einen Tisch oder eine Arbeitsplatte) legen
- Tablette links und rechts eines Bruchspalts mit den Zeigefingern beider Hände gegen diese Unterlage drücken, so dass sie in Hälften bricht
- durch nachfolgendes Entzweibrechen der so gewonnenen Hälften auf dieselbe Art erhält man die entsprechenden Viertel
Stillzeithinweise
Torasemid - peroral
- kontraindiziert während der Stillzeit
- es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Torasemid verzichtet werden soll
- dabei sowohl Nutzen des Stillens für das Kind als auch Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigen
- nicht bekannt, ob Torasemid oder Metabolite in die Muttermilch übergehen
- Risiko für das Neugeborene / Kind kann nicht ausgeschlossen werden
- Schleifendiuretika können die Milchbildung verringern
Schwangerschaftshinweise
Torasemid - peroral
- solange keine weiteren Daten verfügbar sind, darf Torasemid während der Schwangerschaft nur bei zwingender Indikation verabreicht werden
- dabei darf nur die niedrigste wirksame Dosis eingesetzt werden
- Anwendung während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht verhüten, nicht empfohlen
- bisher keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Torasemid bei Schwangeren vorliegend
- bezüglich der Wirkung von Torasemid auf den Embryo und den Fetus liegen keine Erfahrungen beim Menschen vor
- Diuretika für die routinemäßige Therapie von Hypertonie und Ödemen in der Schwangerschaft nicht geeignet, da sie die Perfusion der Plazenta und damit das intrauterine Wachstum beeinträchtigen können
- falls Torasemid bei Herz- oder Niereninsuffizienz der Schwangeren verabreicht werden muss, sind Elektrolyte und Hämatokrit sowie das Wachstum des Föten genau zu überwachen
- tierexperimentelle Studien
- haben Reproduktionstoxizität gezeigt
- Torasemid war plazentagängig
- Risiko einer Thrombozytopenie beim Neugeborenen besteht
- Fertilität
- keine Studien zur Auswirkung von Torasemid auf die menschliche Fertilität durchgeführt
- in Tierstudien keine Auswirkungen auf die Fertilität beobachtet
Warnhinweise
Torasemid - peroral
- da bisher keine ausreichenden Therapieerfahrungen vorliegen, sollte Torasemid nicht angewendet werden bei
- krankhaften Veränderungen des Säure-/Basenhaushalts
- gleichzeitiger Behandlung mit Lithium
- krankhaften Veränderungen des Blutbildes (z.B. Thrombozytopenie oder Anämie bei Patienten ohne Niereninsuffizienz)
- Kindern und Jugendlichen (Altersgrenzen siehe jeweilige Produktinformation)
- bei höher dosierter Therapie mit der Indikation "Aufrechterhaltung einer Rest-Diurese bei schwerer Niereninsuffizienz"
- Kreatinin-Clearance zwischen 20 - 30 ml / Min. und/oder
- Serum-Kreatinin-Konzentrationen zwischen 3,5 - 6 mg / dl
- Miktionsstörungen
- müssen vor dem Behandlungsbeginn mit Torasemid korrigiert werden
- besonders zu Beginn der Behandlung und bei älteren Patienten
- auf Anzeichen von Elektrolytverlust und Hämokonzentration achten
- Kontrollen
- bei längerer Therapie mit Torasemid regelmäßige Kontrollen des Elektrolythaushaltes, insbesondere des Serum-Kaliums, der Glucose, der Harnsäure, des Kreatinins, der Blutlipide und der Blutzellen (rote und weiße Blutkörperchen und Blutplättchen) empfohlen
- insbesondere bei Patienten mit gleichzeitiger Therapie mit Digitalisglykosiden, Glucocorticoiden, Mineralocorticoiden oder Laxanzien
- bei längerer Therapie mit Torasemid regelmäßige Kontrollen des Elektrolythaushaltes, insbesondere des Serum-Kaliums, der Glucose, der Harnsäure, des Kreatinins, der Blutlipide und der Blutzellen (rote und weiße Blutkörperchen und Blutplättchen) empfohlen
- Patienten mit Arrhythmien
- Verabreichung von Schleifendiuretika kann durch Veränderungen der Elektrolytkonzentrationen (Kalium, Natrium, Calcium und Magnesium) ein möglicherweise lebensbedrohliches Risiko auslösen
- regelmäßige Blutkontrolle der Elektrolytzusammensetzung empfohlen
- Patienten mit latentem bzw. manifestem Diabetes mellitus
- sorgfältige Kontrolle des Kohlenhydratstoffwechsels, da es zu einem Anstieg der Blutglucose kommen kann
- Patienten mit einer Neigung zu Hyperurikämie und Gicht
- sollten sorgfältig überwacht werden
- Doping
- Anwendung von Torasemid kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
- missbräuchliche Anwendung des Arzneimittels zu Dopingzwecken kann die Gesundheit gefährden, schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen