TRAMABETA LONG 150
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 20 ST | 16,07 € |
| N2 | 50 ST | 24,25 € |
| N3 | 100 ST | 36,00 € |
| – | 10 ST | 14,09 € |
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Indikation
- Mäßig starke bis starke Schmerzen
Dosierung
- mässig starke bis starke Schmerzen
- Erwachsene und Jugendliche (> 12 Jahre)
- initial: 50 - 100 mg Tramadolhydrochlorid 2mal / Tag
- Dosissteigerung, optional, bei unzureichender schmerzstillender Wirkung: bis auf 150 oder 200 mg Tramadolhydrochlorid 2mal / Tag
- tägl. Maximaldosis: 400 mg Tramadolhydrochlorid (außer bei besonderen medizinischen Umständen)
- Behandlungsdauer
- auf keinen Fall länger als therapeutisch unbedingt notwendig
- bei entsprechend Art und Schwere der Erkrankung länger dauernder Schmerzbehandlung
- sorgfältige und regelmäßige Überprüfung der medizinischen Erfordernis (ggfs. durch Einlegen von Anwendungspausen)
- bei Neigung zu Arzneimittelmissbrauch oder Medikamentenabhängigkeit: nur kurzfristige Behandlung und unter strengster ärztlicher Kontrolle
- Behandlungsziele und Beendigung der Behandlung
- vor Beginn der Behandlung
- Vereinbarung der Behandlungsstrategie, Behandlungsdauer, Behandlungsziele und des Plans für das Behandlungsende gemeinsam mit dem Patienten und in Übereinstimmung mit den Leitlinien zur Schmerztherapie
- während der Behandlung
- häufiger Kontakt zwischen Arzt und Patient, um Notwendigkeit einer Fortsetzung der Behandlung zu beurteilen, die Beendigung der Behandlung in Erwägung zu ziehen und die Dosis bei Bedarf anzupassen
- schrittweise Reduzierung ratsam, um Entzugserscheinungen zu vermeiden, wenn die Behandlung mit dem Arzneimittel nicht mehr benötigt wird
- Erwägung von Hyperalgesie, Gewöhnung (Toleranz), Progression der Grunderkrankung bei unzureichender Schmerzkontrolle
- vor Beginn der Behandlung
- Hinweise
- Dosis der Stärke der Schmerzen und der individuellen Empfindlichkeit des Patienten anpassen
- jeweils niedrigste Dosis wählen, mit der schmerzstillende Wirkung erzielt werden kann
- Erwachsene und Jugendliche (> 12 Jahre)
Dosisanpassung
- ältere Patienten (> 75 Jahre)
- mögliche Verlängerung der Elimination
- ggfs. individuelle Verlängerung der Dosierungsintervalle
- Leber- und Niereninsuffizienz/Dialyse
- Verlängerung des Dosierungsintervalls entsprechend dem individuellen Bedarf in Betracht ziehen, da verzögerte Elimination von Tramadol
- bei schwerer Nieren- und/oder schwerer Leberinsuffizienz
- Anwendung nicht empfohlen
Kontraindikationen
Tramadol - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Tramadol
- akute Intoxikationen mit Alkohol, Schlafmitteln, zentral wirksamen Analgetika, Opioiden oder Psychopharmaka
- Patienten, die Monoaminoxidase (MAO)-Hemmer erhalten oder innerhalb der letzten 14 Tage angewendet haben
- schwere Leberinsuffizienz
- Epilepsie, die durch Behandlung nicht ausreichend kontrolliert werden kann
- Anwendung zur Drogensubstitution bzw. zum Narkotika-Entzug
- Stillzeit, soweit eine längere Behandlung erforderlich ist
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Tramadol - peroral
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- allergische Reaktionen (z.B. Dyspnoe, Bronchospasmus, Giemen, angioneurotisches Ödem)
- Anaphylaxie, anaphylaktische und anaphylaktoide Reaktion
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Veränderungen des Appetits, verminderter Appetit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypoglykämie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Störungen der Kreislaufregulation (Palpitation, Tachykardie)
- können besonders nach intravenöser Applikation und bei körperlich belasteten Patienten auftreten
- Störungen der Kreislaufregulation (Palpitation, Tachykardie)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Braydkardie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Störungen der Kreislaufregulation (orthostatische Hypotonie, Hypotonie, Kreislaufkollaps)
- können besonders nach intravenöser Applikation und bei körperlich belasteten Patienten auftreten
- Störungen der Kreislaufregulation (orthostatische Hypotonie, Hypotonie, Kreislaufkollaps)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Blutdruckanstieg
- Erröten
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schwindel
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- Benommenheit, Schläfrigkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Parästhesien
- Sinnesstörung
- Tremor, Zittern
- epilepsieartige Krämpfe
- traten hauptsächlich nach der Verabreichung hoher Dosen von Tramadol oder nach gleichzeitiger Behandlung mit Arzneimitteln, die die Krampfschwelle herabsetzen können, auf
- unwillkürliche Muskelkontraktionen/Muskelzuckungen
- psychomotorische Überaktivität
- Koordinationsstörungen
- kognitive Störungen
- eingeschränktes Urteilsvermögen
- Synkope
- Sprachstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Serotoninsyndrom
- Schlafapnoesyndrom
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Halluzinationen
- Sinnestäuschung
- Verwirrtheit
- Schlafstörungen
- Delirium
- Affektierbarkeit
- euphorische Stimmung
- Dysphorie
- Dämpfung der Aktivität
- Arzneimittelabhängigkeit
- Symptome ähnlich eines Drogenentzugssyndroms wie bei Opiaten, können auftreten:
- Unruhe, Agitation
- Angst
- Nervosität
- Schlaflosigkeit
- Hyperkinese
- Zittern
- gastrointestinale Symptome
- zu den anderen Symptomen, die selten beim Absetzen von Tramadol beobachtet wurden, gehören: Panikattacken, schwere Angstzustände, Halluzinationen, Parästhesien, Tinnitus und ungewöhnliche ZNS-Symptome (z. B. Verwirrung, Wahn, Depersonalisation, Derealisation, Paranoia)
- Symptome ähnlich eines Drogenentzugssyndroms wie bei Opiaten, können auftreten:
- Angst
- Albträume
- ohne Häufigkeitsangabe
- psychische Nebenwirkungen können nach Gabe von Tramadol auftreten; können individuell hinsichtlich Stärke und Art schwanken (in Abhängigkeit von der Persönlichkeit des Patienten und der Dauer der Anwendung)
- Stimmungsveränderungen (meist gehobene, gelegentlich auch gereizte Stimmung)
- Veränderungen der Aktivität (meist Dämpfung, gelegentlich Steigerung)
- Veränderungen der kognitiven und sensorischen Leistungsfähigkeit (Veränderung der Sinneswahrnehmung und des Erkennens, was zu Fehlern im Entscheidungsverhalten führen kann)
- Abhängigkeit
- psychische Nebenwirkungen können nach Gabe von Tramadol auftreten; können individuell hinsichtlich Stärke und Art schwanken (in Abhängigkeit von der Persönlichkeit des Patienten und der Dauer der Anwendung)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Augenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Miosis
- Verschwommensehen
- Mydriasis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Dyspnoe
- Verschlechterung eines bestehenden Asthmas
- Kausalzusammenhang mit Wirkstoff Tramadol konnte jedoch nicht hergestellt werden
- Atemdepression
- wenn die empfohlenen Dosen deutlich überschritten werden oder gleichzeitig andere das zentrale Nervensystem dämpfende Substanzen verabreicht werden, kann es zu einer Atemdepression kommen
- Bronchospasmus
- pfeifendes Atemgeräusch
- ohne Häufigkeitsangabe
- Schluckauf
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erbrechen
- Obstipation
- Mundtrockenheit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Brechreiz
- gastrointestinale Irritationen (z.B. Magendrücken, Völlegefühl)
- Diarrhoe
- Abdominalunwohlsein
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwitzen, Hyperhidrose
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautreaktionen (z.B. Jucken, Hautausschlag, Urtikaria)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- angioneurotisches Ödem
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- motorische Schwäche, Muskelschwäche
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erhöhung der Leberenzymwerte
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Miktionsstörungen (Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Dysurie und Harnretention)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Müdigkeit, Erschöpfung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Asthenie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Einnahme der Retardtabletten unzerkaut unabhängig von den Mahlzeiten mit reichlich Flüssigkeit
- morgens und abends einnehmen
Stillzeithinweise
Tramadol - peroral
- kontraindiziert in der Stillzeit, soweit eine längere Behandlung erforderlich ist
- nach einer einmaligen Gabe von Tramadol im Allgemeinen nicht notwendig, das Stillen zu unterbrechen
- Tramadol sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden
- alternativ sollte während der Behandlung mit Tramadol nicht gestillt werden
- Übergang in die Muttermilch
- ca. 0,1 % der an der Mutter verabreichten Tramadol-Dosis gehen in die Muttermilch über
- im Zeitraum unmittelbar nach der Geburt entspricht dies bei einer maternalen oralen Tagesdosis von bis zu 400 mg einer mittleren vom gestillten Säugling aufgenommenen Tramadol-Menge von 3 % der maternalen, an das Körpergewicht angepassten Dosierung
Schwangerschaftshinweise
Tramadol - peroral
- Tramadol sollte nicht an schwangere Frauen verabreicht werden
- keine ausreichenden Beweise über die Unbedenklichkeit von Tramadol in der Schwangerschaft
- 1. Trimenon
- Einnahme von Tramadol sollte im 1. Trimenon der Schwangerschaft vermieden werden
- für den Menschen keine ausreichenden Daten zur Beurteilung des Missbildungsrisikos von Tramadol im ersten Trimenon vorliegend
- 2. Trimenon
- Vorsicht geboten; jedoch Gabe von Einzeldosen möglich
- Tramadol überwindet die Plazenta
- Tramadol beeinflusst (vor oder während der Geburt gegeben) nicht die Kontraktionsfähigkeit des Uterus
- beim Neugeborenen kann es zu Veränderungen der Atemfrequenz führen, welche aber in der Regel klinisch nicht relevant sind
- Entzugserscheinungen beim Neugeborenen
- längere Anwendung von Tramadolhydrochlorid während der Schwangerschaft kann zu einem Neugeborenen-Opioidentzugssyndrom führen
- wie bei anderen Opioid-Analgetika: eine chronische Anwendung von Tramadol im 1. Trimenon kann bei jeglicher Dosierung zu Entzugserscheinungen beim Neugeborenen führen
- Atemdepression beim Neugeborenen
- am Ende der Schwangerschaft können höhere Dosen selbst bei kurzfristiger Anwendung zur Atemdepression beim Neugeborenen führen
- tierexperimentelle Studien
- zeigten keine teratogene Wirkung
- aber in höheren Dosen trat auf Grund einer maternalen Toxizität eine Fötotoxizität auf: Tramadol zeigte bei sehr hohen Dosen Auswirkungen auf die Organentwicklung, das Knochenwachstum und die Sterblichkeitsrate bei Neugeborenen
- Fertilität
- Postmarketingbeobachtungen geben keinen Hinweis auf einen Effekt von Tramadol auf die Fertilität
- tierexperimentelle Studien haben keinen Effekt von Tramadol auf die Fertilität gezeigt
Warnhinweise
Tramadol - peroral
- Tramadol darf nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden bei
- Abhängigkeit von Opioiden
- Kopfverletzungen, Patienten mit Schädelhirntrauma
- Patienten, die zu Krampfanfällen neigen
- Gallenwegserkrankungen
- Schockzustand
- Bewusstseinsveränderungen unbekannter Genesis
- Störungen des Atemzentrums oder der Atemfunktion
- erhöhtem Hirndruck
- Vorsicht bei Patienten, die auf Opiate empfifndlich reagieren
- Tramadol nicht empfohlen
- bei schwerer Ateminsuffizienz
- bei Patienten mit mäßig schwerer und schwerer Niereninsuffizienz
- bei Patienten mit mäßig schwerer Leberinsuffizienz
- nicht zur Opioid-Substitution geeignet
- Tramadol eignet sich nicht als Ersatzdroge bei Opiat-Abhängigkeit
- obwohl Tramadol ein Opiat-Agonist ist, kann es Morphinentzugssymptome nicht unterdrücken
- Krampfanfälle
- bei Patienten beobachtet, die zu Anfällen neigen bzw. andere, die Krampfschwelle senkende Arzneimittel einnehmen, insbesondere selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, trizyklische Antidepressiva, Antipsychotika, zentral wirksame Analgetika und Lokalanästhetika
- Patienten, die an einer therapeutisch kontrollierten Epilepsie leiden oder zu Krampfanfällen neigen, sollten nur in zwingenden Ausnahmefällen mit Tramadol behandelt werden
- Berichte über Krampfanfälle bei Patienten vorliegend, die Tramadol im empfohlenen Dosisbereich erhielten
- erhöhtes Risiko kann bei Dosierungen bestehen, die über die empfohlene Tageshöchstdosis (400 mg) hinausgehen
- gleichzeitige Gabe von Opioid-Agonisten-Antagonisten (Nalbuphin, Buprenorphin, Pentazocin)
- nicht empfohlen
- Risiken einer gleichzeitigen Anwendung von sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel
- gleichzeitige Anwendung von Tramadol und sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepine oder verwandte Arzneimittel kann zu Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod führen
- aufgrund dieser Risiken ist die gleichzeitige Verschreibung mit diesen sedierenden Arzneimitteln nur bei den Patienten angebracht, für die es keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten gibt
- wenn dennoch eine gleichzeitige Verschreibung von Tramadol zusammen mit Sedativa für notwendig erachtet wird, sollte die niedrigste wirksame Dosis verwendet werden und die Behandlungsdauer sollte so kurz wie möglich sein
- Patienten sollten engmaschig auf Anzeichen und Symptome von Atemdepression und Sedierung überwacht werden
- in diesem Zusammenhang dringend empfohlen, Patienten und ihre Bezugspersonen über diese Symptome zu informieren
- bei Patienten mit Atemdepression, oder wenn gleichzeitig ZNS-dämpfende Arzneimittel verabreicht werden, oder wenn die empfohlene Tageshöchstdosis deutlich überschritten wird,
- sollte die Behandlung mit Vorsicht durchgeführt werden, da die Möglichkeit einer Atemdepression unter diesen Umständen nicht ausgeschlossen werden kann
- CYP2D6-vermittelter Metabolismus
- Tramadol wird durch das Leberenzym CYP2D6 metabolisiert
- wenn ein Patient einen Mangel an diesem Enzym aufweist bzw. dieses Enzym beim Patienten vollständig fehlt, lässt sich unter Umständen keine ausreichende schmerzlindernde Wirkung erzielen
- laut Schätzungen weisen bis zu 7 % der kaukasischen Population diesen Mangel auf
- wenn der Patient jedoch ein ultraschneller Metabolisierer ist, besteht selbst bei häufig verschriebenen Dosen das Risiko für die Entwicklung von Nebenwirkungen einer Opioid-Toxizität
- allgemeine Symptome einer Opioid-Toxizität sind u.a. Verwirrtheit, Somnolenz, flache Atmung, kleine Pupillen, Übelkeit, Erbrechen, Obstipation und Appetitmangel
- in schweren Fällen können Symptome einer Kreislauf- und Atemdepression auftreten, die lebensbedrohlich und in sehr seltenen Fällen sogar tödlich sein können
- Schätzungen der Prävalenz ultraschneller Metabolisierer in unterschiedlichen Populationen
- Afrikanisch/Äthiopisch: 29 %
- Afroamerikanisch: 3,4 - 6,5 %
- Asiatisch: 1,2 - 2 %
- Kaukasisch: 3,6 - 6,5%
- Griechisch: 6,0 %
- Ungarisch: 1,9 %
- Nordeuropäisch: 1 - 2 %
- postoperative Anwendung bei Kindern
- in der veröffentlichten Literatur berichtet, dass postoperativ angewendetes Tramadol bei Kindern nach einer Tonsillektomie und/oder Adenoidektomie wegen obstruktiver Schlafapnoe zu seltenen, aber lebensbedrohlichen unerwünschten Ereignissen geführt hat
- wenn Tramadol Kindern zur postoperativen Schmerzlinderung verabreicht wird
- sollte mit extremer Vorsicht vorgegangen werden,
- sollte eine engmaschige Überwachung auf Symptome einer Opioid-Toxizität, einschließlich Atemdepression, erfolgen
- Kinder mit eingeschränkter Atemfunktion
- Tramadol nicht zur Anwendung bei Kindern empfohlen, deren Atemfunktion unter Umständen eingeschränkt ist, einschließlich bei neuromuskulären Störungen, schweren Herz- oder Atemwegserkrankungen, Infektionen der oberen Atemwege oder der Lunge, multiplem Trauma oder extensiven chirurgischen Eingriffen
- diese Faktoren können zu einer Verschlechterung der Symptome einer Opioid-Toxizität führen
- Tramadol nicht zur Anwendung bei Kindern empfohlen, deren Atemfunktion unter Umständen eingeschränkt ist, einschließlich bei neuromuskulären Störungen, schweren Herz- oder Atemwegserkrankungen, Infektionen der oberen Atemwege oder der Lunge, multiplem Trauma oder extensiven chirurgischen Eingriffen
- schlafbezogene Atmungsstörungen
- Opioide können schlafbezogene Atmungsstörungen verursachen, darunter zentrale Schlafapnoe (ZSA) und schlafbezogene Hypoxämie
- Anwendung von Opioiden erhöht das Risiko einer ZSA in Abhängigkeit von der Dosierung
- bei Patienten mit ZSA Reduzierung der Opioid-Gesamtdosis in Betracht ziehen
- Beeinflussung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren- oder Gonadenachsen, Nebenniereninsuffizienz
- Veränderungen, die beobachtet werden können, umfassen eine Zunahme des Serumprolaktins und eine Abnahme des Plasma-Cortisols und des Testosterons
- klinische Symptome können sich aus diesen hormonellen Veränderungen manifestieren
- Opioidanalgetika können gelegentlich eine reversible Nebenniereninsuffizienz verursachen, die eine Überwachung und eine Glucocorticoid-Ersatztherapie erfordert
- zu den Symptomen einer akuten oder chronischen Nebenniereninsuffizienz können z.B. starke Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, niedriger Blutdruck, extreme Müdigkeit, verminderter Appetit und Gewichtsverlust gehören
- Veränderungen, die beobachtet werden können, umfassen eine Zunahme des Serumprolaktins und eine Abnahme des Plasma-Cortisols und des Testosterons
- Entzugssymptome, Abhängigkeit
- es können sich eine Toleranz sowie eine mentale und physische Abhängigkeit entwickeln, und zwar insbesondere nach langfristiger Anwendung
- Patient kann zunehmend höhere Dosen benötigen, um die Schmerzkontrolle aufrechtzuerhalten
- Missbrauchspotential besteht
- Notwendigkeit für eine Fortsetzung der Schmerzbehandlung sollte regelmäßig überprüft werden
- bei Patienten, die zu Arzneimittelmissbrauch oder Arzneimittelabhängigkeit neigen, daher Behandlung nur kurzfristig und unter strenger ärztlicher Kontrolle durchführen
- ausschleichendes Absetzen
- wenn für einen Patienten die Therapie mit Tramadol nicht mehr erforderlich ist, unter Umständen ratsam, die Dosis allmählich auszuschleichen, um Entzugssymptomen vorzubeugen
- in therapeutischen Dosen kann Tramadol Entzugssymptome verursachen
- Entzugssymptome sind ähnlich wie bei Opiatentzug und können folgende Formen annehmen
- Erregung
- Angstzustände
- Nervosität
- Schlaflosigkeit
- Hyperkinese
- Tremor
- gastrointestinale Störungen
- es können sich eine Toleranz sowie eine mentale und physische Abhängigkeit entwickeln, und zwar insbesondere nach langfristiger Anwendung
- Atemdepression
- in empfohlenen Dosierungen unwahrscheinlich, dass Tramadol eine klinisch relevante Atemdepression hervorruft
- Vorsicht jedoch bei Patienten mit bestehender Atemdepression oder übermäßiger Bronchialsekretion sowie Patienten, die gleichzeitig zentral dämpfende Mittel nehmen
- Serotoninsyndrom
- das Serotoninsyndrom, ein potenziell lebensbedrohlicher Zustand, bei Patienten berichtet, die Tramadol in Kombination mit anderen serotonergen Arzneimitteln oder Tramadol allein erhielten
- wenn eine gleichzeitige Behandlung mit anderen serotonergen Arzneimitteln klinisch angezeigt ist, sorgfältige Beobachtung des Patienten empfohlen, insbesondere bei Behandlungsbeginn und Dosiserhöhungen
- Symptome des Serotoninsyndroms umfassen u.a. Veränderungen des Gemütszustandes, autonome Instabilität, neuromuskuläre Auffälligkeiten und/oder gastrointestinale Symptome
- wenn ein Serotoninsyndrom vermutet wird, sind je nach der Schwere der Symptome eine Dosisverringerung oder das Absetzen der Behandlung in Erwägung zu ziehen
- Absetzen der serotonergen Arzneimittel führt in der Regel zu einer raschen Besserung