Trimipramin 50-1A-Pharma

1 A Pharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Trimipramin →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 20 ST 13,04 €
N2 50 ST 15,96 €
N3 100 ST 21,12 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Depressive Erkrankungen (Episoden einer Major Depression) mit den Leitsymptomen Schlafstörungen, Angst und innere Unruhe.

Dosierung

  • Soweit nicht anders verordnet, wird die wirksame Dosis schrittweise erreicht, beginnend mit 25 bis 50 mg Trimipramin pro Tag und, falls erforderlich, anschließend langsamer Dosissteigerung.
  • Bei einer mittelgradigen depressiven Episode beträgt die tägliche Dosis 100 bis 150 mg Trimipramin, bei einer schweren depressiven Episode 300 bis 400 mg Trimipramin.
  • Die Einnahme kann sowohl über den Tag verteilt (morgens, mittags, abends) als auch als Einmaldosis am Abend erfolgen.
  • Um den schlafanstoßenden Effekt von Trimipramin optimal nutzen zu können, empfiehlt es sich, die Tagesdosis so aufzuteilen, dass die höhere Teildosis abends eingenommen wird. Die Einnahme der gesamten Tagesdosis abends vor dem Schlafengehen kann verordnet werden.
  • Klinischen Erfahrungen entsprechend, ist eine Behandlung mit Trimipramin über einen Zeitraum von etwa 4 bis 6 Wochen notwendig, um eine wirksame Therapie mit anhaltender Normalisierung der Stimmungslage zu erzielen.
  • Zur Verhinderung eines Rückfalls in die depressive Phase wird eine mehrmonatige Erhaltungstherapie mit Trimipramin - 4 bis 9 Monate - nach der ersten depressiven Phase mit der Dosis empfohlen, die in der Akutphase zur Remission bzw. Teilremission geführt hat. Bei Patienten mit mehreren depressiven Phasen in der Anamnese ist unter Umständen eine mehrjährige Weiterführung der Therapie mit der Dosis, die in der jetzigen Phase zur Remission bzw. Teilremission geführt hat, notwendig.
  • Besondere Patientengruppen
    • Ältere und gebrechliche Patienten, Hypertoniker, blutdrucklabile Patienten und Arteriosklerotiker sollten nur mäßige orale Dosen in größeren Abständen einnehmen.
    • Bei Patienten mit Leber- oder Niereninsuffizienz ist die Dosis sorgfältig anzupassen.
  • Hinweis
    • Wie der Therapieeinstieg sollte auch der Ausstieg schrittweise gemäß ärztlicher Verordnung unter allmählicher Erniedrigung der Tagesdosis erfolgen. Bei abruptem Absetzen, insbesondere nach längerer Anwendung, können in den ersten Tagen Absetzphänomene, wie z. B. Unwohlsein, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Angst, Unruhe, erhöhte Reizbarkeit, auftreten.
  • Kinder und Jugendliche
    • Trimipramin - 1A-Pharma® sollte nicht zur Behandlung von Depressionen bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden.

Kontraindikationen

  • Trimipramin - 1A-Pharma® darf nicht angewendet werden
    • bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere trizyklische Antidepressiva oder einen der sonstigen Bestandteile
    • bei akuter Alkohol-, Hypnotika-, Analgetika- und Psychopharmakaintoxikation
    • bei akuten Delirien
    • bei gleichzeitiger Einnahme von irreversiblen MAO-Hemmern
    • bei unbehandeltem Engwinkelglaukom
    • bei Harnentleerungsstörungen, wie Harnverhalt oder Prostatahyperplasie mit Restharnbildung
    • bei kürzlich aufgetretenem Herzinfarkt
    • bei Pylorusstenose
    • bei paralytischem Ileus

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

  • Die Häufigkeiten der Nebenwirkungen werden mit „Nicht bekannt" angegeben, da sie auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar sind.
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • Blutbildveränderungen wie Leukopenie bis hin zur Agranulozytose, Thrombopenie und Eosinophilie. Daher sollten unter der Behandlung mit Trimipramin, wie bei anderen trizyklischen Antidepressiva, regelmäßige Laborkontrollen mit Blutbildern durchgeführt werden.
  • Herzerkrankungen
    • Besonders zu Beginn der Behandlung: orthostatische Hypotonie, Synkope, Tachykardie Blutdrucksenkung, Verlängerung des QT-Intervalls im EKG, Torsade de pointes. In diesen Fällen ist die Behandlung mit Trimipramin abzubrechen.
    • Herzrhythmus- und Reizleitungsstörungen (QRS-Verbreiterung, PR- und QT-Verlängerung, ST-Abflachung, Schenkelblock) (insbesondere bei Überdosierung oder bestehenden Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems)
  • Erkrankungen des Ohrs
    • Tinnitus
  • Endokrine Erkrankungen
    • SIADH (SyndromSyndrom der inadäquaten ADH-Sekretion), Hypoglykämie. Ähnlich wie bei anderen trizyklischen Antidepressiva: eine Erhöhung des Prolaktinspiegels und/oder Galaktorrhö.
  • Augenerkrankungen
    • Besonders zu Beginn der Behandlung: Akkommodationsstörungen
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • Besonders zu Beginn der Behandlung: Mundtrockenheit, Obstipation, Verdauungsstörungen und Übelkeit
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • Besonders zu Beginn der Behandlung: Müdigkeit
    • Gewichtszunahme, Schwitzen
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • Als Ausdruck einer Überempfindlichkeit: Reaktionen seitens der Leber- und Gallenwege, die sich meist als vorübergehende Erhöhung von Leberenzymen und des Bilirubins im Serum im Sinne einer zytolytischen oder cholestatischen Hepatitis zeigten
    • Es sollten regelmäßige Laborkontrollen mit Leberenzymbestimmungen durchgeführt werden.
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • Hyperglykämie.
    • Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass bei depressiven Patienten, die trizyklische Antidepressiva einnehmen, ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Diabetes mellitus besteht.
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • Besonders zu Beginn der Behandlung: Tremor, Benommenheit, Schwindel.
    • Dysarthrie, Parästhesien, Polyneuropathien, Sedierung, Krampfanfälle und extrapyramidale Störungen wie Akathisie, Gangstörungen, Dyskinesien
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • Unruhe, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen und Verwirrtheitszustände bei älteren Patienten, delirante Syndrome
    • Ein Umschlagen der Depression in Hypomanie oder Manie
    • Fälle von suizidalen Gedanken oder suizidalem Verhalten während der Therapie mit Trimipramin oder kurze Zeit nach Beendigung der Behandlung sind berichtet worden.
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • Miktionsstörungen, Harnverhalt
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • Makromastie, sexuelle Funktionsstörungen
  • Erkrankungen der Atemwege des Brustraums und des Mediastinums
    • Allergische pulmonale Symptome in Form einer interstitiellen Pneumonie (z. B. als eosinophiles Lungeninfiltrat) oder Pleuritis
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • Hautrötung
    • Bei entsprechender Disposition: Zeichen eines allergischen Geschehens, insbesondere der Haut
    • Haarausfall
  • Gefäßerkrankungen
    • Hitzewallungen
  • Knochenerkrankungen
    • In epidemiologischen Studien, die hauptsächlich mit Patienten durchgeführt wurden, die 50 Jahre oder älter waren, wurde bei denen, die mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Inhibitoren (SSRIs) oder trizyklischen Antidepressiva (TCAs) behandelt wurden, ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Knochenbrüchen beobachtet. Der Mechanismus, der zu diesem Risiko führt, ist nicht bekannt.
  • Bei Auftreten schwerwiegender Nebenwirkungen (z. B. Agranulozytose, zerebrale Krampfanfälle, Thrombozytopenie) ist die Therapie mit Trimipramin - 1A-Pharma® sofort abzubrechen, und es ist eine entsprechende symptomatische Therapie einzuleiten.

Anwendungshinweise

  • Die Tabletten werden unzerkaut mit Flüssigkeit (einem Glas Wasser) während oder nach den Mahlzeiten eingenommen.

Stillzeithinweise

  • Es liegen keine Daten zum Vorhandensein von Trimipramin in der Muttermilch, zur Milchproduktion oder zu den Auswirkungen auf den gestillten Säugling vor. Physikalisch-chemische Daten deuten jedoch auf eine Exkretion von Trimipramin in die Muttermilch hin. Eine Gefährdung des Säuglings kann nicht ausgeschlossen werden. Unter Abwägung des Nutzens des Stillens für das Kind und des Nutzens der Therapie für die Frau muss entschieden werden, ob das Stillen abgebrochen oder die Therapie mit Trimipramin abgebrochen bzw. auf diese verzichtet wird.

Schwangerschaftshinweise

  • Es liegen keine oder nur begrenzte Daten zur Anwendung von Trimipramin bei Schwangeren vor. Tierexperimentelle Studien sind hinsichtlich der Reproduktionstoxizität unzureichend. Trimipramin wird während der Schwangerschaft nicht empfohlen, es sei denn, dies ist unbedingt erforderlich, und nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung. Dennoch ist die Aufrechterhaltung eines guten mütterlichen seelischen Gleichgewichts während der Schwangerschaft wünschenswert. Wenn eine medikamentöse Behandlung erforderlich ist, um dieses Gleichgewicht zu gewährleisten, sollte diese mit einer wirksamen Dosis begonnen bzw. während der gesamten Schwangerschaft fortgesetzt werden, wenn möglich als Monotherapie.
  • Bei Neugeborenen von Müttern, die am Ende der Schwangerschaft mit trizyklischen Antidepressiva behandelt werden, können in der ersten Lebenswoche Anpassungsschwierigkeiten und Entzugserscheinungen auftreten, wie muskuläre Hypotonie, Reizbarkeit, Zittern und sogar Krampfanfälle, Atemwegserkrankungen (Polypnoe, plötzliche Zyanose und Atemnot) und Magen-Darm-Erkrankungen (Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme, Verzögerung der Mekoniumpassage und Blähungen).

Warnhinweise

  • Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
    • Trimipramin - 1A-Pharma® darf nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden bei
      • Prostatahyperplasie ohne Restharnbildung
      • erhöhter Krampfbereitschaft (z. B. bei Epilepsie)
      • schweren Leber- oder Nierenschäden
      • bestehender Leistungsverminderung des hämatopoetischen Systems bzw. Blutbildungsstörungen in der Anamnese
      • gleichzeitiger Einnahme von reversiblen MAO-Hemmern
      • älteren Patienten mit erhöhter Empfindlichkeit für orthostatische Hypotonie und gegenüber Sedativa bzw. bei Patienten mit chronischer Verstopfung (Gefahr eines paralytischen Ileus)
    • QT-Intervall-Verlängerung
      • Wie andere trizyklische Antidepressiva kann Trimipramin dosisabhängig das QT-Intervall verlängern. Trimipramin - 1A-Pharma® darf daher nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden bei Patienten mit bekannten Risikofaktoren für eine Verlängerung des QT-Intervalls wie
        • Bradykardie
        • angeborenem langen QT-Syndrom oder anderen klinisch signifikanten kardialen Störungen (insbesondere koronarer Herzkrankheit, Erregungsleitungsstörungen, Arrhythmien)
        • gleichzeitiger Behandlung mit Arzneimitteln, die ebenfalls das QT-Intervall verlängern, eine Bradykardie oder Hypokaliämie hervorrufen können
        • Elektrolytstörungen (z. B. Hypokaliämie, Hypomagnesiämie).
    • Suizid/Suizidgedanken oder klinische Verschlechterung
      • Depressive Erkrankungen sind mit einem erhöhten Risiko für die Auslösung von Suizidgedanken, selbstschädigendem Verhalten und Suizid (Suizid-bezogene Ereignisse) verbunden. Dieses erhöhte Risiko besteht, bis es zu einer signifikanten Linderung der Symptome kommt. Da diese nicht unbedingt schon während der ersten Behandlungswochen auftritt, sollten die Patienten daher bis zum Eintritt einer Besserung engmaschig überwacht werden. Die bisherige klinische Erfahrung zeigt, dass das Suizidrisiko zu Beginn einer Behandlung ansteigen kann.
      • Bei Patienten mit suizidalem Verhalten in der Anamnese oder solchen, die vor der Therapie ausgeprägte Suizidabsichten hatten, ist das Risiko für die Auslösung von Suizidgedanken oder -versuchen erhöht. Sie sollten daher während der Behandlung besonders sorgfältig überwacht werden. Eine Meta-Analyse von Placebo-kontrollierten klinischen Studien zur Anwendung von Antidepressiva bei Erwachsenen mit psychiatrischen Störungen zeigte für Patienten unter 25 Jahren, die Antidepressiva einnahmen, ein erhöhtes Risiko für suizidales Verhalten im Vergleich zu Placebo.
      • Die Arzneimitteltherapie sollte mit einer engmaschigen Überwachung der Patienten, vor allem der Patienten mit hohem Suizidrisiko, insbesondere zu Beginn der Behandlung und nach Dosisanpassungen einhergehen. Patienten (und deren Betreuer) sind auf die Notwendigkeit einer Überwachung hinsichtlich jeder klinischen Verschlechterung, des Auftretens von suizidalem Verhalten oder Suizidgedanken und ungewöhnlicher Verhaltensänderungen hinzuweisen. Sie sollten unverzüglich medizinischen Rat einholen, wenn derartige Symptome auftreten.
    • Absetzen der Behandlung
      • Nach Absetzen der Behandlung wurden Fälle von Entzugssyndrom (Kopfschmerzen, Unwohlsein, Übelkeit, Angst, Ruhelosigkeit, erhöhte Reizbarkeit und Schlafstörungen) beobachtet. Daher wird empfohlen, die Dosis schrittweise zu reduzieren und den Patienten während dieser Zeit besonders engmaschig zu überwachen
    • Manische Episoden
      • Beim plötzlichen Auftreten manischer Episoden muss die Behandlung mit Trimipramin abgebrochen und eine geeignete Behandlung eingeleitet werden.
    • Krampfanfälle
      • Da Trimipramin möglicherweise die Krampfschwelle erniedrigt, wird bei Epileptikern oder Verdacht auf Epilepsie eine EEG-Überwachung empfohlen. Wenn Krämpfe auftreten, muss die Behandlung beendet werden.
    • Hyperglykämie/Diabetes mellitus
      • Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass bei depressiven Patienten, die trizyklische Antidepressiva einnehmen, ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Diabetes mellitus besteht. Daher sollten bei Patienten mit Diabetes mellitus oder mit Risikofaktoren für Diabetes, die auf Trimipramin eingestellt werden, angemessene Blutzuckerkontrollen durchgeführt werden.
    • Serotonin-Syndrom
      • Ein Serotonin-Syndrom, ein potenziell lebensbedrohlicher Zustand, kann auftreten, wenn trizyklische Antidepressiva gleichzeitig mit anderen serotonergen Wirkstoffen/Buprenorphin angewendet werden.
      • Folgende Symptome können auftreten:
        • neuromuskuläre Erregung (Klonus, Hyperreflexie, Myoklonus, Rigidität)
        • autonome Instabilität (Hyperthermie, Tachykardie, labiler Blutdruck, Diaphorese, Tremor, Flush, erweiterte Pupillen, Diarrhö)
        • Änderungen des mentalen Status (Angst, Agitiertheit, Verwirrtheit, Koma)
        • gastrointestinale Symptome
      • Eine sorgfältige klinische Überwachung ist erforderlich, wenn serotonerge Wirkstoffe mit Trimipramin kombiniert werden, insbesondere bei Behandlungsbeginn und Dosiserhöhungen. Je nach der Schwere der Symptome sollte die Behandlung mit Trimipramin beendet oder eine Dosisverringerung in Erwägung gezogen werden, wenn ein Serotonin-Syndrom auftritt.
    • Hinweise
      • Während die beruhigende, dämpfende Wirkung von Trimipramin meist unmittelbar in den ersten Stunden einsetzt, ist die stimmungsaufhellende, antidepressive Wirkung in der Regel erst nach 1 bis 3 Wochen zu erwarten.
      • Bei zunehmender oder neu auftretender Schlaflosigkeit oder Nervosität zu Beginn der Behandlung kann eine Dosisreduktion oder eine vorübergehende symptomatische Behandlung erforderlich sein.
    • Kinder und Jugendliche
      • Trimipramin - 1A-Pharma® sollte nicht zur Behandlung von Depressionen bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden. In Studien zur Behandlung von Depressionen in dieser Altersgruppe zeigten trizyklische Antidepressiva keinen therapeutischen Nutzen. Studien mit anderen Antidepressiva (SSRI, SNRI) haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von suizidalem Verhalten, Selbstschädigung und feindseligem Verhalten im Zusammenhang mit der Anwendung dieser Wirkstoffe gezeigt. Diese Risiken können für Trimipramin nicht ausgeschlossen werden. Außerdem ist Trimipramin in allen Altersgruppen mit einem Risiko für kardiovaskuläre Nebenwirkungen verbunden. Darüber hinaus liegen keine Daten zur Sicherheit bei Langzeitanwendung bei Kindern und Jugendlichen bezüglich Wachstum, Reifung sowie zur kognitiven Entwicklung und Verhaltensentwicklung vor.
    • Herzkranke und ältere Patienten
      • Herzkranke und ältere Patienten sollten, insbesondere bei hochdosierter Langzeittherapie, regelmäßig kardiologisch kontrolliert werden, da diese Substanzklasse das Risiko für das Auftreten von Tachykardie, Hypotonie und chinidinähnlichen Effekten erhöht.
      • Bei älteren Patienten mit Störungen des Stoffwechsels, der Nieren-, Leber- oder der Herzfunktion sind vor und während der Therapie mit Trimipramin - 1A-Pharma® entsprechende Kontrolluntersuchungen durchzuführen und die Dosierung ist entsprechend anzupassen. Insbesondere sollten eine niedrige Anfangsdosierung mit anschließender langsamer Dosissteigerung und eine niedrige Erhaltungsdosis gewählt werden.
    • Trimipramin - 1A-Pharma® enthält Lactose und Natrium
      • Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Trimipramin - 1A-Pharma® nicht einnehmen.
      • Trimipramin - 1A-Pharma® enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d. h. es ist nahezu „natriumfrei".
  • Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
    • Alkohol und andere zentral dämpfende Arzneimittel
      • Die Wirkung von Alkohol und die gleichzeitige Anwendung von anderen zentral dämpfenden Arzneimitteln, wie:
        • Morphin-Abkömmlinge (Analgetika, Antitussiva und Substitutionstherapie)
        • Hypnotika (z. B. Barbiturate, Benzodiazepine)
        • Anxiolytika, die nicht zu den Benzodiazepinen gehören
        • sedierende Antihistaminika
        • Neuroleptika
        • zentral wirkende Antihypertensiva
        • Baclofen
        • Thalidomid
      • können zu einer verstärkten Dämpfung des zentralen Nervensystems führen.
      • Der Konsum von alkoholischen Getränken und anderen alkoholhaltigen Arzneimitteln sollte während der Behandlung mit Antidepressiva vermieden werden.
    • Baclofen
      • Bei gleichzeitiger Anwendung von Baclofen besteht das Risiko eines erniedrigten Muskeltonus.
    • Anticholinergika
      • Bei gleichzeitiger Verabreichung anderer Substanzen, die wie Trimipramin ebenfalls anticholinerg wirken, ist mit einer Verstärkung unerwünschter peripherer Effekte (z. B. dem Auftreten von Harnverhalt, akutem Glaukom, Verstopfung und Mundtrockenheit für atropinartige Substanzen, wie z. B. Ipratropiumbromid, Tiotropiumbromid, Trospiumchlorid und Butylscopolamin) und zentraler Effekte (insbesondere Delir) zu rechnen.
    • Symphatomimetika
      • Die Wirksamkeit sympathomimetischer Amine (Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin parenteral zur systemischen Wirkung) kann durch gleichzeitige Gabe von Trimipramin verstärkt werden: paroxysmaler Bluthochdruck, gegebenenfalls mit ventrikulärer Arrhythmie.
      • Hier sei besonders auf vasokonstringierende Zusätze bei Lokalanästhetika hingewiesen. Subkutan oder gingival injiziertes Adrenalin zur lokalen Blutstillung kann zu paroxysmalem Bluthochdruck, gegebenenfalls mit ventrikulärer Arrhythmie, führen. Die Dosis sollte begrenzt werden, z. B. weniger als 0,1 mg Adrenalin in 10 Minuten oder 0,3 mg in einer Stunde bei Erwachsenen.
    • MAO-Hemmer
      • Irreversible MAO-Hemmer sind mindestens 14 Tage vor Beginn einer Therapie mit Trimipramin abzusetzen. Eine zusätzliche Gabe von reversiblen MAO-Hemmern ist bei therapieresistenten Depressionen im Einzelfall unter Beachtung aller notwendigen Vorsichtsmaßnahmen und bei langsamer Dosissteigerung möglich.
      • Nicht selektive MAO-Hemmer sollten wegen des großen Risikos hypotensiver und hypertensiver Effekte (die allerdings nicht gut dokumentiert sind) nicht mit trizyklischen Antidepressiva kombiniert werden.
    • Serotonerge Wirkstoffe
      • Bei gleichzeitiger oder vorausgegangener Anwendung von Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (z. B. Citalopram, Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin und Sertralin) kann es durch Substratkonkurrenz zu einem Anstieg der Plasmakonzentrationen beider Antidepressiva kommen. Eine gleichzeitige Anwendung erfordert eine verstärkte medizinische Überwachung und gegebenenfalls eine Dosisreduktion von Trimipramin bzw. des Serotonin-Wiederaufnahmehemmers.
      • Beim Wechsel von einer Fluoxetin-Behandlung zu trizyklischen Antidepressiva sollte die Anfangsdosis wegen der langen Halbwertszeit von Fluoxetin und seines Metaboliten vorsichtig gewählt und langsam gesteigert werden.
      • Die gleichzeitige Anwendung mit anderen serotonergen Wirkstoffen (wie SSRIs, SNRIs, MAO-Hemmern, Lithium, Triptanen, Tramadol, Linezolid, L-Tryptophan, Präparaten mit Johanniskraut [Hypericum perforatum]) kann zum Auftreten eines Serotonin-Syndroms führen.
    • Buprenorphin/Serotoninsyndrom
      • Trimipramin sollte bei gleichzeitiger Anwendung mit Buprenorphin mit Vorsicht angewendet werden, da das Risiko eines Serotoninsyndroms, einer potenziell lebensbedrohlichen Erkrankung, erhöht ist.
    • Antihypertensiva
      • Trimipramin kann die Wirksamkeit von Antihypertensiva vom Typ des Guanethidin bzw. Clonidin abschwächen, mit der Gefahr einer Rebound-Hypertension bei mit Clonidin behandelten Patienten.
      • Bei gleichzeitiger Anwendung von Antihypertensiva (ohne Clonidin und verwandte Verbindungen) kann deren antihypertensive Wirkung verstärkt werden und es besteht ein erhöhtes Risiko für orthostatische Hypotension.
    • Wirkstoffe, die das QT-Intervall verlängern
      • Die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die ebenfalls das QT-Intervall verlängern (z. B. Antiarrhythmika Klasse IA oder III, Antibiotika, Malariamittel, Antihistaminika, Neuroleptika), zu einer Hypokaliämie führen (z. B. bestimmte Diuretika, Glukokortikoide), zu einer Bradykardie führen (z. B. Betablocker, Diltiazem, Verapamil, Clonidin, Digitalis) oder den hepatischen Abbau von Trimipramin hemmen können (z. B. irreversible MAO-Hemmer, Imidazol-Antimykotika), ist zu vermeiden.
      • Trimipramin kann die Wirksamkeit von Antiarrhythmika, besonders vom Typ IA (z. B. Chinidin) und Typ III (z. B. Amiodaron), verstärken.
    • Antipsychotika
      • Bei einer Kombinationstherapie mit Antipsychotika kann es zur Erhöhung der Plasmakonzentration des trizyklischen Antidepressivums kommen.
    • Cimetidin
      • Auch bei einer zugleich bestehenden Therapie mit Cimetidin kann die Plasmakonzentration trizyklischer Antidepressiva erhöht werden.
    • Antiepileptika
      • Die Dosierung von Antiepileptika ist ggf. anzupassen, da Trimipramin die Krampfschwelle erniedrigen kann und mit einer erhöhten Krampfbereitschaft zu rechnen ist. Diese Patienten sind klinisch zu überwachen.
      • Bei Gabe von Valproinsäure sind die Patienten klinisch zu überwachen und, falls erforderlich, ist die Dosierung des trizyklischen Antidepressivums einzustellen.
      • Bei gleichzeitiger Gabe von Carbamazepin kann es zu generalisierten Krampfanfällen (Erniedrigung der Krampfschwelle durch das Antidepressivum) und zu einer Erniedrigung der Plasmakonzentration des trizyklischen Antidepressivums (aufgrund erhöhter Metabolisierung durch die Leber) kommen. Die Patienten sind klinisch zu überwachen und die Dosierungen ggf. anzupassen.
    • Wechselwirkungen mit Nahrungsmitteln
      • Die im schwarzen Tee enthaltenen Gerbsäuren vermindern die Resorption und damit die Wirkung von Trimipramin.
      • Es ist nicht auszuschließen, dass auch der Genuss von Kaffee oder Fruchtsäften zu einer Wirkungsminderung durch Bildung schwerlöslicher Komplexe mit Trimipramin führt, wie für andere Antidepressiva nachgewiesen wurde.
  • Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Trimipramin hat einen mäßigen bis starken Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Trimipramin kann verschwommenes Sehen verursachen und sedierend wirken. Auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch kann das Reaktionsvermögen so weit verändert werden, dass z. B. die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird.
  • Überdosierung
    • Überdosierungen - meistens im Rahmen von Suizidversuchen - können tödlich verlaufen. Der Patient muss daher so schnell wie möglich intensivmedizinisch behandelt werden.
    • Symptome der Intoxikation
      • Herz-Kreislauf-System
        • QT-Intervall-Verlängerung, AV-Block, Arrhythmie, Vorhoftachykardie, Kammertachykardie bis zu Kammerflimmern, Torsade de pointes, Blutdruckabfall, Kreislaufversagen
      • Zentralnervensystem
        • Erregungszustände, Halluzinationen, Desorientiertheit, extrapyramidale Symptome, zerebrale Krampfanfälle, Delirium und Koma (anticholinerges Syndrom)
      • Atmung
        • Bradypnoe, Atemstillstand
    • Therapie von Intoxikationen
      • Die Behandlung sollte eine symptomatische Behandlung und die Überwachung der Vitalfunktionen, insbesondere der Herz- und Atemfunktion, für mindestens drei bis fünf Tage umfassen.
      • Sofortige Gabe von Carbo medicinalis. Aufgrund der anticholinergen Wirkung von Trimipramin kann seine Resorption langsamer und verzögert sein. Daher sollte die Gabe von Aktivkohle fortgesetzt und alle 4 bis 6 Stunden wiederholt werden. Kontrollierte Beatmung und Anwendung eines Schrittmachers. Als Antidot Applikation von Physostigminsalicylat (Köhler) 2 mg langsam i. v. bei Erwachsenen, bei Kindern 0,5 bis 1 mg i. v. Die Injektion kann bei erneutem Auftreten der Vergiftungssymptome wiederholt werden.
      • Hämodialyse oder Hämoperfusion sind aufgrund des großen Verteilungsvolumens, der niedrigen Plasmaspiegel und der ausgeprägten Plasmaproteinbindung von Trimipramin nicht wirksam.
      • Bei ausgeprägter Hypotension oder Schockzustand empfiehlt sich eine entsprechende Volumensubstitution. Auf keinen Fall darf Adrenalin gegeben werden, da es zu einer lebensgefährlichen Verstärkung des Schockzustandes führen kann.