Trimipramin-neuraxpharm

neuraxpharm Arzneimittel GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Trimipramin →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 30 ML 18,00 €
N2 50 ML 23,57 €
N2 60 ML 26,45 €
N3 3X30 ML 34,61 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Depressive Erkrankungen (Episoden einer Major Depression) mit den Leitsymptomen Schlafstörungen, Angst, innere Unruhe

Dosierung

Basiseinheit: 100 ml enthalten 5,3 g Trimipraminmesilat (entspricht 4,0 g Trimipramin), 1 Tropfen entspricht 1 mg Trimipramin

  • Depressive Erkrankungen (Episoden einer Major Depression) mit den Leitsymptomen Schlafstörungen, Angst, innere Unruhe
    • Initial 25 - 50 Tropfen / Tag (25-50 mg Trimipramin)
    • langsame Dosissteigerung optional
    • mittelgradige depressive Zustände
      • 100 - 150 Tropfen / Tag (100 - 150 mg Trimipramin)
    • schwere depressive Zustände
      • 300 - 400 Tropfen / Tag (300 - 400 mg Trimipramin)
    • Behandlungsdauer:
      • 4 - 6 Wochen bis zur anhaltenden Normalisierung der Stimmungslage notwendig
      • zur Verhinderung eines Rückfalls:
        • mehrmonatige Erhaltungstherapie 4 - 9 Monate nach der ersten depressiven Phase:
          • Dosis anwenden, die in der Akutphase zur Remission bzw. Teilremission geführt hat
        • im Falle mehrerer depressiver Phasen in der Anamnese:
          • u. U. mehrjährige Therapiefortführung erforderlich
          • Dosis verwenden, die in der jetzigen Phase zur Remission/Teilremission geführt hat
    • Zur Verhinderung eines Rückfalls
      • Erhaltungstherapie über 4 - 9 Monate
      • mehrjährige Weiterführung der Therapie bei Patienten mit mehreren depressiven Phasen in der Anamnese

Dosisanpassung

  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren:
    • nicht zur Behandlung von Depressionen anwenden
  • ältere und gebrechliche Patienten, Hypertoniker, blutdrucklabile Patienten
    • nur mäßige orale Dosen in größeren Abständen einnehmen
  • Leber-oder Niereninsuffizienz
    • Dosis sorgfältig anpassen

Kontraindikationen

Trimipramin - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Trimipramin oder andere trizyklische Antidepressiva
  • akute Alkohol-, Hypnotika-, Analgetika- und Psychopharmakaintoxikation
  • akute Delirien
  • unbehandeltes Engwinkelglaukom
  • Harnentleerungsstörungen, wie
    • Harnverhalt
    • Prostatahyperplasie mit Restharnbildung
  • kürzlich aufgetretener Herzinfarkt
  • Pylorusstenose
  • paralytischer Ileus
  • gleichzeitige Einnahme von irreversiblen MAO-Hemmern
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Trimipramin - peroral
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Blutbildveränderungen (Leukopenie, Agranulozytose, Thrombopenie, Eosinophilie)
        • daher sollten unter der Behandlung mit Trimipramin, wie bei anderen trizyklischen Antidepressiva, regelmäßige Laborkontrollen mit Blutbildern durchgeführt werden
        • bei Auftreten schwerwiegender Nebenwirkungen (z. B. Agranulozytose, Thrombozytopenie) ist die Therapie sofort abzubrechen, und es ist eine entsprechende symptomatische Therapie einzuleiten
  • Endokrine Erkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • SIADH (SyndromSyndrom der inadäquaten ADH-Sekretion)
      • Hypoglykämie
      • Erhöhung des Prolaktinspiegels (ähnlich wie bei anderen trizyklischen Antidepressiva)
      • Entwicklung einer Gynäkomastie (ähnlich wie bei anderen trizyklischen Antidepressiva)
      • Entwicklung einer Galaktorrhö (ähnlich wie bei anderen trizyklischen Antidepressiva)
      • sexuelle Funktionsstörungen (ähnlich wie bei anderen trizyklischen Antidepressiva)
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hyperglykämie
      • erhöhtes Risiko für das Auftreten von Diabetes mellitus
        • lt.epidemiologischen Studien bei depressiven Patienten, die trizyklische Antidepressiva einnehmen
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Unruhe
      • Schlafstörungen
      • Stimmungsschwankungen
      • Verwirrtheitszustände bei älteren Patienten
      • delirante Syndrome
      • Umschlagen der Depression in Hypomanie oder Manie
      • Fälle von suizidalen Gedanken oder suizidalem Verhalten während der Therapie oder kurze Zeit nach Beendigung der Behandlung
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Tremor (besonders zu Beginn der Behandlung)
      • Benommenheit (besonders zu Beginn der Behandlung)
      • Schwindel (besonders zu Beginn der Behandlung)
      • Dysarthrie (besonders zu Beginn der Behandlung)
      • Parästhesien (besonders zu Beginn der Behandlung)
      • Polyneuropathien (besonders zu Beginn der Behandlung)
      • Sedierung (besonders zu Beginn der Behandlung)
      • Krampfanfälle (besonders zu Beginn der Behandlung)
        • bei Auftreten schwerwiegender Nebenwirkungen (z. B. zerebrale Krampfanfälle) ist die Therapie sofort abzubrechen, und es ist eine entsprechende symptomatische Therapie einzuleiten
      • extrapyramidale Störungen (besonders zu Beginn der Behandlung) wie
        • Akathisie
        • Gangstörungen
        • Dyskinesien
  • Augenerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Akkommodationsstörungen (besonders zu Beginn der Behandlung)
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Tinnitus
  • Herzerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • orthostatische Hypotonie (besonders zu Beginn der Behandlung)
      • Synkope (besonders zu Beginn der Behandlung)
      • Tachykardie (besonders zu Beginn der Behandlung)
      • Blutdrucksenkung
      • Verlängerung des QT-Intervalls im EKG
      • Torsade de pointes
        • in diesen Fällen ist die Behandlung mit Trimipramin abzubrechen
      • Herzrhythmus- und Reizleitungsstörungen (insb. bei Überdosierung oder bestehenden Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems)
        • QRS-Verbreiterung
        • PR- und QT-Verlängerung
        • ST-Abflachung
        • Schenkelblock
  • Gefäßerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hitzewallungen
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • allergische pulmonale Symptome in Form einer
        • interstitiellen Pneumonie, z.B. als eosinophiles Lungeninfiltrat
        • Pleuritis
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Mundtrockenheit (besonders zu Beginn der Behandlung)
      • Obstipation (besonders zu Beginn der Behandlung)
      • Verdauungsstörungen (besonders zu Beginn der Behandlung)
      • Übelkeit (besonders zu Beginn der Behandlung)
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Ausdruck einer Überempfindlichkeitsreaktion
        • Reaktionen seitens der Leber- und Gallenwege, die sich meist als vorübergehende Erhöhung von Leberenzymen und des Bilirubins im Serum im Sinne einer zytolytischen oder cholestatischen Hepatitis zeigten
        • es sollten regelmäßige Laborkontrollen mit Leberenzymbestimmungen durchgeführt werden
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hautrötung
      • Zeichen eines allergischen Geschehens, insb. der Haut (bei entsprechender Disposition)
      • Haarausfall
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • erhöhtes Risiko für das Auftreten von Knochenbrüchen
        • Mechanismus, der zu diesem Risiko führt, nicht bekannt
        • lt. epidemiologischen Studien, die hauptsächlich mit Patienten durchgeführt wurden, die 50 Jahre oder älter waren, wurde bei denen, die mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahmeinhibitoren(SSRI) oder trizyklischen Antidepressiva (TCA) behandeltwurden
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Harnverhalt
      • Miktionsstörungen
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Makromastie
      • sexuelle Funktionsstörungen
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Müdigkeit (besonders zu Beginn der Behandlung)
      • Gewichtszunahme (besonders zu Beginn der Behandlung)
      • Schwitzen (besonders zu Beginn der Behandlung)

Anwendungshinweise

  • individuell dosieren
  • einschleichend dosieren
  • Einnahme mit Wasser während oder nach den Mahlzeiten
  • keine Einnahme mit schwarzem Tee, Kaffee oder Fruchtsäften
  • Einnahme über den Tag verteilt oder als Einmaldosis am Abend
  • erfolgt die Einnahme über den Tag verteilt, empfiehlt es sich vor dem Schlafengehen die höchste Teilmenge einzunehmen, da Trimipramin eine schlafanstossende Wirkung besitzt
  • ausschleichend absetzen

Stillzeithinweise

Trimipramin - peroral
  • Trimipramin darf in der Stillzeit nicht angewendet werden
  • keine ausreichenden Erfahrungen dafür vorliegend
  • nicht bekannt, ob wirksame Mengen der Substanz in die Muttermilch ausgeschieden werden

Schwangerschaftshinweise

Trimipramin - peroral
  • Trimipramin darf in der Schwangerschaft nicht angewendet werden
  • keine ausreichenden Erfahrungen dafür vorliegend
  • begrenzte Untersuchungen an Tieren zeigten Hinweise auf Schädigungen der Nachkommenschaft (Embryoletalität und Missbildungen)
  • bei Neugeborenen von Müttern, die am Ende der Schwangerschaft mit trizyklischen Antidepressiva behandelt werden, können in der 1. Lebenswoche Anpassungsschwierigkeiten und Entzugserscheinungen auftreten, wie
    • muskuläre Hypotonie
    • Reizbarkeit
    • Zittern
    • Krampfanfälle
    • Atemwegserkrankungen (Polypnoe, plötzliche Zyanose und Atemnot)
    • Magen-Darm-Erkrankungen (Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme, Verzögerung der Mekoniumpassage und Blähungen)

Warnhinweise

Trimipramin - peroral
  • Trimipramin darf nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden
    • bei Prostatahyperplasie ohne Restharnbildung
    • bei erhöhter Krampfbereitschaft (Epilepsie)
    • bei schweren Leber- oder Nierenschäden
    • bei bestehender Leistungsverminderung des hämatopoetischen Systems bzw. Blutbildungsstörungen in der Anamnese
    • bei gleichzeitiger Einnahme von reversiblen MAO-Hemmern
    • bei älteren Patienten mit erhöhter Empfindlichkeit für orthostatische Hypotonie, gegenüber Sedativa bzw. für chronische Verstopfung
      • Gefahr eines paralytischen Ileus
  • QT-Intervall-Verlängerung
    • wie andere trizyklische Antidepressiva kann Trimipramin dosisabhängig das QT-Intervall verlängern
    • daher Anwendung nur mit besonderer Vorsicht bei Patienten mit bekannten Risikofaktoren für eine Verlängerung des QT-Intervalls, wie
      • Elektrolytstörungen (z. B. Hypokaliämie, Hypomagnesiämie)
      • Bradykardie
      • bei angeborenem langem QT-Syndrom oder anderen klinisch signifikanten kardialen Störungen, insb.
        • koronare Herzkrankheit
        • Erregungsleitungsstörungen
        • Arrhythmien
      • bei gleichzeitiger Behandlung mit Arzneimitteln, die ebenfalls das QT-Intervall im EKG verlängern oder eine Hypokaliämie hervorrufen können
  • Therapie mit Trimipramin abbrechen
    • bei Auftreten schwerwiegender Nebenwirkungen (z.B. Agranulozytose, zerebrale Krampfanfälle, Thrombozytopenie)
      • entsprechende symptomatische Therapie einleiten
  • Herzkranke und ältere Patienten
    • sollten, insb. bei hoch dosierter Langzeittherapie, regelmäßig kardiologisch kontrolliert werden
      • da diese Substanzklasse das Risiko für das Auftreten von Tachykardie, Hypotonie und chinidinähnlichen Effekten erhöht
  • ältere Patienten mit Störungen des Stoffwechsels, der Nieren-, Leber- oder der Herzfunktion
    • vor und während der Therapie mit Trimipramin entsprechende Kontrolluntersuchungen durchführen und Dosierung entsprechend anpassen
      • insb. sollte eine niedrige Anfangsdosierung mit anschließender langsamer Dosissteigerung und eine niedrige Erhaltungsdosis sollten gewählt werden
  • Absetzen der Behandlung
    • nach Absetzen der Behandlung wurden Fälle von Entzugssyndrom (Kopfschmerzen, Unwohlsein, Übelkeit, Angst, Ruhelosigkeit, erhöhte Reizbarkeit und Schlafstörungen) beobachtet
      • daher wird empfohlen, die Dosis schrittweise zu reduzieren und den Patienten während dieser Zeit besonders engmaschig zu überwachen
  • Krampfanfälle
    • da Trimipramin möglicherweise die Krampfschwelle erniedrigt, wird bei Epileptikern oder Verdacht auf Epilepsie eine EEG-Überwachung empfohlen
    • wenn Krämpfe auftreten
      • muss die Behandlung beendet werden
  • manische Episoden
    • beim Auftreten einer manischen Verstimmung / Episode
      • muss Trimipramin abgesetzt und eine geeignete Behandlung durchgeführt werden
  • Wirkungseintritt
    • während die beruhigende, dämpfende Wirkung von Trimipramin meist unmittelbar in den ersten Stunden einsetzt, ist die stimmungsaufhellende, antidepressive Wirkung in der Regel erst nach 1 - 3 Wochen zu erwarten
  • Schlaflosigkeit oder Nervosität zu Beginn
    • bei zunehmender oder neu auftretender Schlaflosigkeit oder Nervosität zu Beginn der Behandlung kann eine Dosisreduktion oder vorübergehende symptomatische Behandlung erforderlich sein
  • Suizid / Suizidgedanken oder klinische Verschlechterung
    • depressive Erkrankungen sind mit einem erhöhten Risiko für die Auslösung von Suizidgedanken, selbstschädigendem Verhalten und Suizid (suizidbezogene Ereignisse) verbunden
      • erhöhtes Risiko besteht, bis es zu einer signifikanten Linderung der Symptome kommt
      • da diese nicht unbedingt schon während der ersten Behandlungswochen auftritt, sollten die Patienten daher bis zum Eintritt einer Besserung engmaschig überwacht werden
      • bisherige klinische Erfahrung zeigt, dass das Suizidrisiko zu Beginn einer Behandlung ansteigen kann
    • Patienten mit suizidalem Verhalten in der Anamnese oder solchen, die vor der Therapie ausgeprägte Suizidabsichten hatten
      • Risiko für die Auslösung von Suizidgedanken oder -versuchen erhöht
      • sollten daher während der Behandlung besonders sorgfältig überwacht werden
      • Metaanalyse von placebokontrollierten klinischen Studien zur Anwendung von Antidepressiva bei Erwachsenen mit psychiatrischen Störungen zeigte für Patienten < 25 Jahren, die Antidepressiva einnahmen, ein erhöhtes Risiko für suizidales Verhalten im Vergleich zu Placebo
    • Arzneimitteltherapie sollte mit einer engmaschigen Überwachung der Patienten, v.a. der Patienten mit hohem Suizidrisiko, insb.zu Beginn der Behandlung und nach Dosisanpassungen, einhergehen
      • Patienten (und deren Betreuer) sind auf die Notwendigkeit einer Überwachung hinsichtlich jeder klinischen Verschlechterung, des Auftretens von suizidalem Verhalten oder Suizidgedanken und ungewöhnlicher Verhaltensänderungen hinzuweisen
        • sollten unverzüglich medizinischen Rat einholen, wenn derartige Symptome auftreten
  • Serotonin-Syndrom
    • potentiell lebensbedrohlicher Zustand der auftreten kann, wenn trizyklische Antidepressiva gleichzeitig mit anderen serotonergen Wirkstoffen/Buprenorphin angewendet werden
    • folgende Symptome können auftreten
      • neuromuskuläre Erregung, z.B.
        • Klonus
        • Hyperreflexie
        • Myoklonus
        • Rigidität
      • autonome Instabilität, z.B.
        • Hyperthermie
        • Tachykardielabiler
        • labiler Blutdruck
        • Diaphorese
        • Tremor
        • Flush
        • erweiterte Pupillen
        • Diarrhö
      • Änderungen des mentalen Status, z.B.
        • Angst
        • Agitiertheit
        • Verwirrtheit
        • Koma
      • gastrointestinale Symptome
    • wenn ein Serotonin-Syndrom vermutet wird
      • sind je nach Schwere der Symptome eine Dosisverringerung oder das Absetzen der Behandlung in Erwägung zu ziehen
    • wenn eine gleichzeitige Behandlung mit anderen serotonergen Arzneimitteln klinisch angezeigt ist
      • wird eine sorgfältige Beobachtung des Patienten empfohlen, insb. bei
        • Behandlungsbeginn
        • Dosiserhöhungen
  • Hyperglykämie / Diabetes mellitus
    • epidemiologische Studien haben gezeigt, dass bei depressivne Patienten, die trizyklische Antidepressiva einnehmen, ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Diabetes mellitus besteht
      • bei Patienten mit Diabetes mellitus oder mit Risikofaktoren für Diabetes, die auf Trimipramin eingestellt werden, sollten angemessene Blutzuckerkontrollen durchgeführt werden
  • Kinder und Jugendliche
    • Trimipramin sollte nicht zur Behandlung von Depressionen bei Kindern und Jugendlichen < 18 Jahren angewendet werden
      • in Studien zur Behandlung von Depressionen in dieser Altersgruppe zeigten trizyklische Antidepressiva keinen therapeutischen Nutzen
    • Studien mit anderen Antidepressiva (SSRI, SNRI) haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von suizidalem Verhalten, Selbstschädigung und feindseligem Verhalten im Zusammenhang mit der Anwendung dieser Wirkstoffe gezeigt
      • diese Risiken können für Trimipramin nicht ausgeschlossen werden
    • Trimipramin in allen Altersgruppen mit einem Risiko für kardiovaskuläre Nebenwirkungen verbunden
    • keine Daten zur Sicherheit bei Langzeitanwendung bei Kindern und Jugendlichen bezüglich Wachstum, Reifung sowie zur kognitiven Entwicklung und Verhaltensentwicklung