Turfa gamma
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 20 ST | 15,34 € |
| N2 | 50 ST | 19,66 € |
| N3 | 100 ST | 22,59 € |
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Indikation
- Arterielle Hypertonie
- Chronische Herzinsuffizienz
- Kardiale, hepatogene oder nephrogene Ödeme
- Hinweis
- Die fixe Kombination aus Hydrochlorothiazid und Triamteren ist nicht als Initialtherapie geeignet, außer bei Patienten, bei denen eine Hypokaliämie unbedingt vermieden werden soll, wie z.B.
- Patienten mit Diuretika-induzierter Hypokaliämie
- Herzrhythmusstörungen in der Anamnese
- Digitalistherapie
- schweren Leberfunktionsstörungen
- Die fixe Kombination aus Hydrochlorothiazid und Triamteren ist nicht als Initialtherapie geeignet, außer bei Patienten, bei denen eine Hypokaliämie unbedingt vermieden werden soll, wie z.B.
Dosierung
- Bluthochdruck
- initial: je 1 Tablette morgens und bei Bedarf auch mittags
- Langzeitbehandlung: meist 1 oder ½ Tablette morgens ausreichend
- zusätzliche Therapie mit ACE-Hemmern
- Präparat 3 Tage vor der Therapie mit ACE-Hemmern absetzen oder die Dosis deutlich reduzieren
- Ziel: überschießenden Blutdruckabfall vermeiden
- Ödeme
- initial: jeweils 1 - 2 Tabletten morgens und mittags
- bis zum Einsetzen der Diurese
- weitere Dosierung: richtet sich nach dem Grad der Ausschwemmung
- Erhaltungsdosis: ½ Tablette / Tag bzw. 1 Tablette / 2 Tage (morgens)
- Dosissteigerung, optional: auf 2 Tabletten / Tag (morgens und mittags)
- initial: jeweils 1 - 2 Tabletten morgens und mittags
- Herzinsuffizienz
- Dosierung in Abhängigkeit vom Untersuchungsbefund variieren
- eine regelmäßige Gewichtskontrolle und die Festlegung eines Sollgewichtes spielen eine dominierende Rolle
- 1 bzw. 2 Tabletten / Tag sollten ausreichen, um einen ausgeglichenen Hydratationsgrad herbeizuführen
- Behandlungsdauer:
- zeitlich nicht begrenzt
Dosisanpassung
- Niereninsuffizienz
- Dosis reduzieren und / oder Dosierungsintervall verlängern
- Kreatinin-Clearance 30 - 50 ml / min: max. 1/2 Tablette / Tag (entspricht: Triamteren-Dosis 25mg / Tag)
- Kreatinin-Clearance < 30 ml / min: kontraindiziert
- Ältere Patienten (> 65 Jahre)
- Dosis reduzieren (empfindlichere Reaktion möglich)
- Kinder und Jugendliche
- nicht empfohlen
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
Kontraindikationen
Hydrochlorothiazid, Triamteren - peroral
- Überempfindlichkeit gegen
- Hydrochlorothiazid
- Triamteren
- andere Thiazide
- Sulfonamide (mögliche Kreuzreaktionen beachten)
- (akute) Glomerulonephritis
- Oligurie, Anurie
- Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min., Serum-Kreatinin >= 1,8 mg / dl)
- Nierensteine (auch anamnestisch)
- schwere Leberfunktionsstörungen (Praecoma und Coma hepaticum)
- Störungen des Elektrolytstoffwechsels wie
- Hyperkaliämie
- (therapieresistente) Hypokaliämie
- Hypercalcämie
- schwere Hyponatriämie
- gleichzeitige Gabe von anderen kaliumsparenden Diuretika oder gleichzeitige Kalium-Zufuhr
- Hypovolämie
- Schwangerschaft
- Stillzeit
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Hydrochlorothiazid, Triamteren - peroral
- Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
- ohne Häufigkeitsangabe
- nicht-melanozytärer Hautkrebs (Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Thrombosen und Embolien als Folge der Hämokonzentration
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Blutbildveränderungen wie z.B. aplastische Anämie, Leukopenie, Thrombopenie, Agranulozytose, Megaloblastenanämie bei vorherbestehendem Folsäuremangel
- Hämolysen (hämolytische Anämie) durch Bildung von Antikörpern gegen Hydrochlorothiazid bei gleichzeitiger Einnahme von Methyldopa
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Arzneimittelfieber
- allergische Reaktionen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- anaphylaktoide Reaktionen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Verschlechterung einer prädiabetischen oder diabetischen Stoffwechsellage durch Erhöhung der Blutzuckerwerte
- Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushaltbei langfristiger, kontinuierlicher Anwendung (dosis- und altersabhängig)
- insbesondere Hyper- oder Hypokaliämie und Hyponatriämie
- Hypomagnesiämie
- Hypochlorämie
- Hypercalciämie
- Hyperglykämie, Glukosurie
- Ausbildung einer metabolischen Azidose
- Erhöhung der Blutfette bei disponierten Patienten, in Abhängigkeit von der eingenommenen Gesamtdosis
- Anstieg der Konzentration von Cholesterol und Triglyceriden, besonders des VLDL- und LDL-Cholesterols sowie der beta-Lipoproteinfraktion
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- metabolische Alkalose
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Müdigkeit
- Benommenheit
- Schläfrigkeit
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- Nervosität
- Apathie infolge von Wasser- und Elektrolytstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- zentralnervöse Erscheinungen (Ataxie, Lethargie)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- bei hoher Dosierung und/oder exzessiver Diurese Konvulsionen und Verwirrtheitszustände infolge Dehydratation und Hypovolämie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Parästhesie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- geringgradige Sehstörungen, z.B. verschwommenes Sehen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Farbsehstörungen (Gelbsehen)
- akute Myopie
- Verringerung der Tränenflüssigkeit (zu beachten für Kontaktlinsenträger)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- akutes Engwinkelglaukom
- transiente Myopie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Aderhauterguss
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzklopfen
- EKG-Veränderungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- orthostatische Regulationsstörungen mit Schwindel, Benommenheit oder Kollapsneigung
- unerwünschte Blutdrucksenkung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- allergische Reaktionen wie Vaskulitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- interstitielle Pneumonie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- akutes Atemnotsyndrom (ARDS)
- plötzlich auftretendes Lungenödem mit Schocksymptomatik (vermutlich allergische systemische anaphylaktische Reaktion durch zirkulierende Immunkomplexe)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- Erbrechen
- Pankreatitis
- Hyperamylasämie
- Diarrhoe (diese Nebenwirkungen lassen sich in der Regel vermeiden, wenn das Arzneimittel nach den Mahlzeiten eingenommen wird)
- Oberbauchbeschwerden
- krampfartige Beschwerden im Bauchraum
- Adynamie der glatten Muskulatur mit Obstipation
- Subileus bis hin zum paralytischen Ileus (infolge einer Hypokaliämie)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- gastrointestinale Be-schwerden
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Sialadenitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- akute Cholecystitis bei bestehender Cholelithiasis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ikterus
- hämorrhagische Pankreatitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- allergische Hauterscheinungen wie Purpura, Pruritus, Urtikaria, kutaner Lupus erythematodes, photoallergischer Hautausschlag (chronische Photosensibilität)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Stevens-Johnson-Syndrom
- Lyell-Syndrom
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypotonus der Skelettmuskulatur
- Muskelverspannungen
- Wadenkrämpfe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Konvulsionen infolge Dehydratation und Hypovolämie bei exzessiver Diurese
- Muskelkrämpfe
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypermagnesiurie
- Erhöhung von Harnstoff (BUN) und/oder Kreatinin im Serum
- v.a. zu Beginn der Behandlung, vorübergehender Anstieg
- Harnsteinbildung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- bei hoher Dosierung und/oder exzessiver Diurese Hämokonzentration infolge von Dehydratation und Hypovolämie
- akutes Nierenversagen
- Erhöhung der Harnsäurewerte (Auslösung von Gichtanfällen bei besonders veranlagten Patienten)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Aggravierung eines akuten Nierenversagens
- abakterielle interstitielle Nephritiden mit konsekutivem akutem Nierenversagen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- nephrogener Diabetes insipidus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Potenzstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Mundtrockenheit
- Durst
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Tabletten nach den Mahlzeiten mit Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser) unzerkaut einnehmen
- Einnahme erfolgt bei Einmalgabe morgens, bei zweimaliger Gabe morgens und mittags
Stillzeithinweise
Hydrochlorothiazid, Triamteren - peroral
- stillende Mütter dürfen nicht mit dem Arzneimittel behandelt werden bzw. müssen abstillen
- Hydrochlorothiazid
- geht in geringen Mengen in die Muttermilch über
- Thiazid-Diuretika, angewandt in hohen Dosen zur intensiven Diurese, können die Laktation hemmen
- Triamteren
- tritt in die Muttermlich über
Schwangerschaftshinweise
Hydrochlorothiazid, Triamteren - peroral
- während der Schwangerschaft kontraindiziert
- nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Hydrochlorothiazid in der Schwangerschaft vorliegend, insbesondere während des 1. Trimenons
- Ergebnisse aus Tierstudien sind unzureichend
- Triamteren
- ist plazentagängig
- keine Hinweise auf teratogene Wirkung
- Hydrochlorothiazid
- ist plazentagängig
- auf Grund des pharmakologischen Wirkmechanismus von Hydrochlorothiazid kann es bei Anwendung während des zweiten und dritten Trimenons zu einer Störung der feto-plazentaren Perfusion und zu fetalen und neonatalen Auswirkungen wie Ikterus, Störung des Elektrolythaushalts und Thrombozytopenien kommen
- auf Grund des Risikos eines verringerten Plasmavolumens und einer plazentaren Hypoperfusion, ohne den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen, sollte Hydrochlorothiazid bei Schwangerschaftsödemen, Schwangerschaftshypertonie oder einer Präeklampsie nicht zur Anwendung kommen
- bei essentieller Hypertonie schwangerer Frauen sollte Hydrochlorothiazid nur in seltenen Fällen, in denen keine andere Behandlung möglich ist, angewandt werden
Warnhinweise
Hydrochlorothiazid, Triamteren - peroral
- besondere Vorsicht bei:
- Hypotonie
- koronarer bzw. cerebraler Sklerose
- eingeschränkter Nierenfunktion mit einem Serum-Kreatinin zwischen oberem Normalwert und 1,8 mg/dl bzw. leichter Einschränkung der Kreatinin-Clearance (30 - 60 ml/Min.)
- oberhalb eines Serum-Kreatinin-Wertes von 1,5 mg/dl bzw. 130 µmol/l sollte verstärkt auf das Auftreten einer Hyperkaliämie geachtet werden (evtl. EKG-Kontrolle)
- ggf. Dosis reduzieren oder das Präparat absetzen
- vorhandenen Nierensteinen
- Leberfunktionsstörungen
- bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion oder progressiver Lebererkrankung können geringe Änderungen im Elektrolyt- bzw. Flüssigkeitsgleichgewicht zu Leberkoma führen
- Hyperurikämie bzw. Gicht
- eine latente oder manifeste Hyperurikämie kann sich bei Dauerbehandlung verschlechtern
- Diabetes mellitus
- ein latenter oder manifester Diabetes kann sich bei Dauerbehandlung verschlechtern
- älteren Patienten und Patienten mit geringem Harnvolumen
- erhöhtes Risiko einer Hyperkaliämie
- Lupus erythematodes (auch anamnestisch)
- Pankreatitis
- Verdacht auf Folsäuremangel (z.B. bei Leberzirrhose oder chronischem Alkoholabusus)
- bei Patienten mit Verdacht auf Folsäuremangelsoll auf Veränderungen des Blutbildes geachtet werden, da das Arzneimittel unter diesen Bedingungen das Entstehen einer megaloblastären Anämie begünstigen kann
- daher sollte das komplette Blutbild vor und während der Therapie kontrolliert werden
- ggf. kann die Therapie unter Gabe von Folinsäure (z.B. in Form von Ca-Folinat) fortgeführt werden
- zusätzlicher Therapie mit ACE-Hemmern:
- Kombinationstherapie mit einem ACE-Hemmer soll nur bei bestehender Hypokaliämie durchgeführt und schon bei mäßig eingeschränkter Nierenfunktion gemieden werden
- zu Beginn einer zusätzlichen Therapie mit ACE-Hemmern besteht das Risiko einer überschießenden Blutdrucksenkung
- daher ist der Blutdruck nach der Applikation verschieden lang (je nach Art des ACE-Hemmers) zu überwachen
- Porphyrie
- Patienten mit einer bekannten Porphyrie sollten das Arzneimittel nicht einnehmen, da Hydrochlorothiazid mit akuten Porphyrie-Attacken assoziiert wurde
- bei zu starkem Blutdruckabfall genügt es meistens, dass sich der Patient hinlegt und eventuell die Beine hochlagert
- ggf. kann eine physiologische Kochsalzlösung infundiert werden
- Kontrollen
- vor und während der Behandlung sollen regelmäßig die Serumelektrolyte (insbesondere Kalium-, Natrium-, Calcium-Ionen), Flüssigkeitshaushalt, Nierenfunktion (Kreatinin, Harnsäure und Harnstoff), Körpergewicht und ggf. die Leberfunktion kontrolliert werden
- v.a. bei längerer Anwendung, älteren Patienten, Diabetikern, Nierenfunktionsstörungen, Herzinsuffizienz, Leberzirrhose, bei Kombination mit nicht-steroidalen Antirheumatika und bei zusätzlicher Corticoidtherapie
- während einer Langzeittherapie sollten die Serumlipide (Cholesterin und Triglyzeride) und der Blutzucker regelmäßig kontrolliert werden
- vor und während der Behandlung sollen regelmäßig die Serumelektrolyte (insbesondere Kalium-, Natrium-, Calcium-Ionen), Flüssigkeitshaushalt, Nierenfunktion (Kreatinin, Harnsäure und Harnstoff), Körpergewicht und ggf. die Leberfunktion kontrolliert werden
- Flüssigkeitsaufnahme
- während der Therapie mit Hydrochlorothiazid-haltigen Präparaten sollte auf ausreichende Flüssigkeitsaufnahme geachtet werden
- Symptome von Flüssigkeits- und Elektrolytstörungen können sein:
- Mundtrockenheit, Durst, Schwäche, Lethargie, Benommenheit, Unruhe, Muskelschmerzen oder -krämpfe, Hypotonus der Skelettmuskulatur, Hypotonie, Oligurie, Tachykardie, gastrointestinale Störungen wie Übelkeit und Erbrechen aber auch EKG-Veränderungen
- das Hydrochlorothiazid/Triamteren-Präparat absetzen, wenn es während der Therapie zu Hyperkaliämie, progressiver Einschränkung der Leber- oder Nierenfunktion bzw. Anurie kommt
- bei Hypokaliämie
- werden kaliumhaltige Nahrungsmittel empfohlen
- bei der Anwendung wird durch die beiden Wirkstoffe (Hydrochlorothiazid und Triamteren) eine Verstärkung aller therapeutischen Wirkungen herbeigeführt, wobei jedoch die Hydrochlorothiazid-induzierte Kaliurese durch Triamteren gehemmt wird, so dass ein relativ kaliumneutrales Diuretikum entsteht
- das Präparat beeinflusst den SäureSäure-Basen-Haushalt nicht nachteilig und wirkt auch bei erhöhtem Aldosteronspiegel
- gleichzeitige Kalium- oder Magnesiumsubstitution ist in der Regel nicht erforderlich
- andere kaliumsparende Arzneimittel
- gleichzeitige Anwendung mit anderen kaliumsparenden Arzneimitteln (z.B. Spironolacton, Amilorid) oder Kaliumsalzen sollte wegen erhöhter Gefahr des Auftretens einer Hyperkaliämie vermieden werden
- Operationen
- bei Operationen soll der Anästhesist über die Therapie mit Hydrochlorothiazid/Triamteren informiert sein
- Lithium
- bei einer Kombinationstherapie mit Lithium soll die Dosis von Lithium um ca. 50% reduziert und Plasmaspiegelkontrollen zur Dosisanpassung durchgeführt werden
- intensive Sonnenbestrahlung
- sollte während der Therapie vermieden werden
- Pseudo-Bartter-Syndrom
- bei chronischem Diuretika-Abusus kann ein Pseudo-Bartter-Syndrom mit der Folge von Ödemen auftreten
- die Ödeme sind Ausdruck eines Renin-Anstiegs mit der Folge eines sekundären Hyperaldosteronismus
- Nebenschilddrüsenfunktion und Glucosetoleranztest
- vor einer Prüfung der Nebenschilddrüsenfunktion und mind. drei Tage vor der Durchführung eines Glucosetoleranztestes ist die Therapie mit mit dem Präparat zu unterbrechen
- nicht-melanozytärer Hautkrebs (NMSC)
- in zwei epidemiologischen Studien auf der Grundlage des dänischen nationalen Krebsregisters wurde ein erhöhtes Risiko von nicht-melanozytärem Hautkrebs (NMSC) (Basalzellkarzinom [BCC] und Plattenepithelkarzinom [SCC]) mit steigender kumulativer Dosis von Hydrochlorothiazid (HCTZ) beobachtet
- photosensibilisierende Wirkungen von HCTZ könnten zur Entstehung von NMSC beitragen
- Patienten, die HCTZ einnehmen, sollten über das NMSC-Risiko informiert werden, und es sollte ihnen geraten werden, ihre Haut regelmäßig auf neue Läsionen zu prüfen und unverzüglich alle verdächtigen Hautveränderungen zu melden
- den Patienten sollten mögliche vorbeugende Maßnahmen empfohlen werden, um das Risiko von Hautkrebs zu minimieren; z.B. Einschränkung der Exposition gegenüber Sonnenlicht und UV-Strahlung oder im Fall einer Exposition Verwendung eines angemessenen Sonnenschutzes
- verdächtige Hautveränderungen sollten unverzüglich untersucht werden, ggf. einschließlich histologischer Untersuchungen von Biopsien
- bei Patienten, bei denen bereits ein NMSC aufgetreten ist, sollte die Verwendung von HCTZ überprüft werden
- in zwei epidemiologischen Studien auf der Grundlage des dänischen nationalen Krebsregisters wurde ein erhöhtes Risiko von nicht-melanozytärem Hautkrebs (NMSC) (Basalzellkarzinom [BCC] und Plattenepithelkarzinom [SCC]) mit steigender kumulativer Dosis von Hydrochlorothiazid (HCTZ) beobachtet
- Aderhauterguss (choroidaler Erguss), akute Myopie und sekundäres Winkelblockglaukom
- Sulfonamide und Sulfonamid-Derivate können eine idiosynkratische Reaktion auslösen, die zu einem Aderhauterguss mit Gesichtsfelddefekt, transienter Myopie und zu einem akuten Winkelblockglaukom führen kann
- Symptome schließen das akute Auftreten einer verringerten Sehschärfe oder Augenschmerzen ein und setzen typischerweise innerhalb von Stunden bis Wochen nach Beginn der Behandlung ein
- unbehandeltes akutes Winkelblockglaukom kann zu dauerhaftem Sehverlust führen
- primäre Behandlung stellt das schnellstmögliche Absetzen der Arzneimittel-Gabe dar
- rasche medikamentöse oder chirurgische Behandlung muss möglicherweise in Betracht gezogen werden, wenn der intraokulare Druck außer Kontrolle bleibt
- Risikofaktoren für die Entwicklung eines akuten Winkelblockglaukoms können bekannte Sulfonamid- oder Penicillinallergien sein
- Sulfonamide und Sulfonamid-Derivate können eine idiosynkratische Reaktion auslösen, die zu einem Aderhauterguss mit Gesichtsfelddefekt, transienter Myopie und zu einem akuten Winkelblockglaukom führen kann
- akute Atemwegstoxizität
- sehr seltene schwere Fälle von akuter Atemwegstoxizität, einschließlich des akuten Atemnotsyndroms (ARDS), nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid berichtet
- Lungenödem entwickelt sich typischerweise innerhalb von Minuten bis Stunden nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid
- zu den Symptomen gehören zu Beginn Dyspnoe, Fieber, Verschlechterung der Lungenfunktion und Hypotonie
- bei Verdacht auf ARDS sollte das Arzneimittel abgesetzt und eine angemessene Behandlung eingeleitet werden
- Hydrochlorothiazid darf nicht bei Patienten angewendet werden, bei denen nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid bereits einmal ein ARDS aufgetreten ist
- sehr seltene schwere Fälle von akuter Atemwegstoxizität, einschließlich des akuten Atemnotsyndroms (ARDS), nach der Einnahme von Hydrochlorothiazid berichtet
- Schwangerschaft
- bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch sollte eine Umstellung auf eine alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen
- wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist die Behandlung mit Hydrochlorothiazid unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen
- Doping
- Anwendung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
- gesundheitliche Folgen der Anwendung als Dopingmittel können nicht abgesehen werden, schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen nicht auszuschließen