Typhim Vi Fertigspritzen ohne Kanüle

EurimPharm Arzneimittel GmbH
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Wirkstoff: Typhus-Totimpfstoffe →

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Fachinformationen

Indikation

  • aktive Immunisierung gegen Typhus, ausgelöst durch Salmonella typhi, bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab >/= 2 Jahre
    • Hinweis: aktuelle Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) beachten

Dosierung

Basiseinheit: 1 Impfdosis (0,5 ml) enthält: 25 µg gereinigtes Vi-Kapselpolysaccharid von Salmonella typhi (Stamm: Ty 2)

  • aktive Immunisierung gegen Typhus
    • Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab >/= 2 Jahre
      • 1 Impfdosis von 0,5 ml Lösung
      • mind. 2 Wochen vor einem möglichen Infektionsrisiko mit Salmonella typhi
    • Auffrischungsimpfung:
      • Personen, für die weiterhin ein Typhusinfektionsrisiko besteht, sollten mit einer Einzeldosis des Impfstoffes spätestens 3 Jahre nach der letzten Impfung erneut geimpft werden

Kontraindikationen

Typhus, gereinigtes Polysaccharid-Antigen - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen den Impfstoff
  • schwere unerwünschte Arzneimittelreaktionen auf eine frühere Impfung mit diesem Impfstoff oder mit einem vergleichbaren Impfstoff
  • Impfung sollte verschoben werden bei:
    • Personen mit akuten bzw. fieberhaften Erkrankungen

Nebenwirkungen

Typhus, gereinigtes Polysaccharid-Antigen - invasiv
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Anaphylaktische, anaphylaktoide Reaktionen, Schock eingeschlossen
      • Serumkrankheit
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Kopfschmerzen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • vasovagale Synkope als Reaktion auf die Injektion
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Asthma
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Übelkeit
      • Erbrechen
      • Durchfall
      • Bauchschmerzen/Abdominalschmerzen
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Allergische Reaktionen wie Pruritus, Ausschlag, Urtikaria
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Myalgien
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Arthralgien
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Schmerzen an der Injektionsstelle
      • Erythem an der Injektionsstelle
      • Schwellung an der Injektionsstelle/Ödem/Induration
      • Unwohlsein
      • Ermüdung/Asthenie
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Fieber
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Jucken an der Injektionsstelle

Anwendungshinweise

  • Injektion i.m., vorzugsweise in den M. deltoideus, oder tief subkutan
  • Impfstoff darf nicht intravasal injiziert werden
  • Hinweise zur Vorbereitung des Impfstoffs vor der Anwendung s. Fachinformation

Stillzeithinweise

Typhus, gereinigtes Polysaccharid-Antigen - invasiv
  • Impfung in der Stillzeit sollte nur nach strenger Nutzen- Risiko-Abwägung erfolgen
  • nicht bekannt, ob der Impfstoff in die Muttermilch übergeht

Schwangerschaftshinweise

Typhus, gereinigtes Polysaccharid-Antigen - invasiv
  • Impfung während der Schwangerschaft wird nicht empfohlen (aufgrund derzeit nur begrenzte Daten)
  • Impfung sollte daher während der Schwangerschaft nur nach strenger Indikationsstellung und sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung vorgenommen werden
  • präklinische Studien zur Reproduktion wurden nicht durchgeführt

Warnhinweise

Typhus, gereinigtes Polysaccharid-Antigen - invasiv
  • aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut sind bei Verordnung zu beachten
  • anaphylaktische Reaktionen
    • für den Fall anaphylaktischer Reaktionen nach Gabe des Impfstoffs sollten wie bei allen injizierbaren Impfstoffen geeignete medizinische Möglichkeiten zur Überwachung und Behandlung unmittelbar zur Verfügung stehen
  • Synkopen
    • Synkopen (Ohnmachtsanfälle) können besonders bei Jugendlichen nach oder sogar vor einer Impfung als psychogene Reaktion auf den Einstich mit der Injektionsnadel auftreten
      • diese können während der Erholungsphase von neurologischen Symptomen wie vorübergehender Sehstörung, Parästhesie und tonisch-klonischen Bewegungen der Gliedmaßen begleitet sein
    • daher sollten geimpfte Personen nach der Impfung für ungefähr 15 Minuten beobachtet werden. Es ist wichtig, dass im Vorfeld Maßnahmen ergriffen werden, um Verletzungen durch die Ohnmacht zu verhindern
  • Personen mit Thrombozytopenie oder Blutgerinnungsstörungen
    • wie alle Impfstoffe zur Injektion darf der Impfstoff Personen mit Thrombozytopenie oder Blutgerinnungsstörungen nur mit Vorsicht intramuskulär verabreicht werden, da es bei diesen Personen zu Blutungen an der Injektionsstelle kommen kann
      • in diesen Fällen und entsprechend den offiziellen Empfehlungen kann der Impfstoff auch tief subkutan (s.c.) gegeben werden
  • immunsuppremierte Patienten
    • Immunogenität des Impfstoffs kann bei Patienten, die immunsuppressiv therapiert werden oder die an einer Immunschwäche leiden, eingeschränkt sein
      • Impfung sollte verschoben werden, bis die Therapie beendet oder die Krankheit überwunden ist
    • HIV-infizierte Personen oder Patienten, die an einer chronischen mmunschwächekrankheit leiden, wie z. B. AIDS, sollten dennoch geimpft werden, auch wenn die Antikörperbildung möglicherweise nur eingeschränkt erfolgt
  • Impfschutz
    • wie bei anderen Impfstoffen auch sind nach Impfung mit dem Impfstoff möglicherweise nicht alle geimpften Personen vollständig geschützt
    • Kinder < 2 Jahre
      • bei Kindern unter 2 Jahren kann der Impferfolg eingeschränkt sein bzw. ganz ausbleiben (da das Immunsystem dieser Kinder nur unzureichend auf reine B-Zell-Immunogene wie Polysaccharide reagiert)
    • der Impfstoff bietet Impfschutz vor Erkrankungen, die durch Salmonella typhi verursacht werden
      • Schutz vor Paratyphus A und B oder anderen nicht typhoiden Salmonellosen ist nicht gegeben