Ultibro Breezhaler 85ug/43 ug Hartk.m.Plv.z.Inh.

Abacus Medicine A/S
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Glycopyrronium/Indacaterol →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N2 30 ST 72,63 €
90 ST 195,37 €

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Fachinformationen

Indikation

  • bronchialerweiternde Erhaltungstherapie zur Symptomlinderung bei erwachsenen Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD)

Dosierung

Basiseinheit: Jede Kapsel enthält 143 µg Indacaterolmaleat, entsprechend 110 µg Indacaterol, und 63 µg Glycopyrroniumbromid, entsprechend 50 µg Glycopyrronium; jede abgegebene Dosis (d. h. die Dosis, die aus dem Mundstück des Inhalators abgegeben wird) enthält 110 µg Indacaterolmaleat, entsprechend 85 µg Indacaterol, und 54 µg Glycopyrroniumbromid, entsprechend 43 µg Glycopyrronium

  • bronchialerweiternde Erhaltungstherapie zur Symptomlinderung bei erwachsenen Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD)
    • 1 Kapsel 1mal / Tag, inhalativ
    • tägliche Anwendung zur gleichen Tageszeit empfohlen
    • vergessene Dosis:
      • Anwendung sobald wie möglich am selben Tag nachholen
      • jedoch nicht mehr als 1 Dosis / Tag anwenden
    • ältere Patienten >/= 75 Jahre:
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • Nierenfunktionsstörung
      • leichte - mittelschwere Nierenfunktionsstörung:
        • keine Dosisanpassung erforderlich
      • schwere Nierenfunktionsstörung oder terminale dialysepflichtige Niereninsuffizienz:
        • Anwendung nur bei positiver Nutzen-Risiko-Abwägung
    • Leberfunktionsstörung
      • leichte - mittelschwere Leberfunktionsstörung:
        • keine Dosisanpassung erforderlich
      • schwere Leberfunktionsstörung:
        • keine Daten, daher Anwendung mit Vorsicht
    • Kinder und Jugendliche < 18 Jahre:
      • kein relevanter Nutzen in der Indikation COPD
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
      • keine Daten vorhanden

Kontraindikationen

Indacaterol und Glycopyrronium bromid - pulmonal
  • Überempfindlichkeit gegen Glycopyrronium oder Indacaterol

Nebenwirkungen

Indacaterol und Glycopyrronium bromid - pulmonal
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Infektionen der oberen Atemwege
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Nasopharyngitis
      • Harnwegsinfektionen
      • Sinusitis
      • Rhinitis
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Überempfindlichkeit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Angioödeme
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Diabetes mellitus
      • Hyperglykämie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Insomnie
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwindel
      • Kopfschmerzen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Parästhesie
  • Augenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Glaukom (wurde unter dem Kombinationspräparat, jedoch nicht unter den Einzelwirkstoffen beobachtet)
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • ischämische Herzerkrankung
      • Vorhofflimmern
      • Tachykardie
      • Palpitationen
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Husten (war gewöhnlich von leichter Intensität)
      • oropharyngealer Schmerz, einschließlich Irritation im Rachen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • paradoxer Bronchospasmus
      • Epistaxis
      • Dysphonie
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Dyspepsie
      • Zahnkaries
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Mundtrockenheit
      • Gastroenteritis
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hautausschlag / Pruritus
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Muskelspasmus
      • Myalgie
      • Gliederschmerzen
      • Schmerzen des Bewegungsapparates
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Blasenobstruktion
      • Harnverhalt
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Fieber (wurde unter dem Kombinationspräparat, jedoch nicht unter den Einzelwirkstoffen beobachtet)
      • Brustschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • peripheres Ödem
      • Fatigue

Anwendungshinweise

  • nur zur Inhalation
  • Kapseln dürfen nicht geschluckt werden
  • Anwendung nur in Verbindung mit dem dazu passenden Inhalator (s. Gebrauchsanweisung des Herstellers)

Stillzeithinweise

Indacaterol und Glycopyrronium bromid - pulmonal
  • Anwendung bei stillenden Frauen nur in Betracht zu ziehen, wenn der erwartete Nutzen für die Frau größer ist als alle eventuellen Risiken für den Säugling
  • Übergang in die Muttermilch
    • nicht bekannt, ob Indacaterol, Glycopyrronium und deren Metaboliten in die Muttermilch übergehen
    • zur Verfügung stehenden pharmakokinetischen/toxikologischen Daten zeigten, dass Indacaterol, Glycopyrronium und ihre Metaboliten in die Milch laktierender Ratten übergehen

Schwangerschaftshinweise

Indacaterol und Glycopyrronium bromid - pulmonal
  • Anwendung während der Schwangerschaft nur, wenn der erwartete Nutzen für die Patienten das potentielle Risiko für den Fetus rechtfertigt
  • Indacaterol kann aufgrund der relaxierenden Wirkung auf die glatte Muskulatur des Uterus die Wehentätigkeit hemmen
  • keine Daten zur Anwendung bei Schwangeren
  • tierexperimentelle Studien
    • ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität bei klinisch relevanter Exposition
  • Fertilität
    • Studien zur Reproduktionstoxizität und tierexperimentelle Daten ergaben keine Hinweise auf Bedenken hinsichtlich der männlichen oder weiblichen Fertilität

Warnhinweise

Indacaterol und Glycopyrronium bromid - pulmonal
  • Anwendung sollte nicht gleichzeitig mit Arzneimitteln erfolgen, die andere langwirksame beta-adrenerge Agonisten oder langwirksame Muskarinantagonisten (oder langwirksame Muskarinantagonisten (die pharmakotherapeutischen Gruppen, der die wirksamen Bestandteile des Kombinationsarzneimittels angehören) enthalten
  • Asthma
    • aufgrund fehlender Daten für diese Indikation sollte das Arzneimittel nicht zur Behandlung von Asthma angewendet werden
    • langwirksame beta2-adrenerge Agonisten können das Risiko von Asthma-bezogenen schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen, einschließlich Asthma-Todesfälle, erhöhen, wenn sie für die Behandlung von Asthma eingesetzt werden
  • nicht zur Akuttherapie
    • nicht zur Behandlung akuter Bronchospasmus-Anfälle angezeigt
  • Überempfindlichkeit
    • Berichte über unmittelbare Überempfindlichkeitsreaktion nach der Anwendung von Indacaterol oder Glycopyrronium
    • sofortiges Absetzen des Präparates und Einleitung einer anderweitigen Behandlung, falls Anzeichen auftreten, die auf eine allergischen Reaktion hindeuten, insbesondere
      • Angioödeme (Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken)
      • Anschwellen von Zunge, Lippen und Gesicht
      • Urtikaria
      • Hautausschlag
  • paradoxer Bronchospasmus
    • kann zu paradoxen Bronchospasmen führen
      • die lebensbedrohlich sein können
    • sollte ein paradoxer Bronchospasmus auftreten, muss die Behandlung sofort abgesetzt und eine Alternativbehandlung eingeleitet werden
  • anticholinerge Wirkung von Glycopyrronium
    • Engwinkelglaukom
      • keine Daten für Patienten mit Engwinkelglaukom vorliegend
      • Anwendung mit Vorsicht
      • Aufklärung der Patienten über die Krankheitszeichen und Symptome eines akuten Engwinkelglaukoms
      • Anweisung der Patienten zur sofortigen Beendigung der Therapie mit Indacaterol und Glycopyrronium, sobald sie Krankheitszeichen oder Symptome bemerken
    • Harnverhalt
      • keine Daten für Patienten mit Harnverhalt
      • Anwendung mit Vorsicht
  • Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung
    • leichte bis mittelschwere Nierenfunktionsstörung
      • moderate mittlere Erhöhung der systemischen Gesamtexposition (AUClast) gegenüber Glycopyrronium bis auf das 1,4-Fache beobachtet
    • schwere Nierenfunktionsstörung und terminale Niereninsuffizienz
      • mittlere Erhöhung der systemischen Gesamtexposition (AUClast) gegenüber Glycopyrronium bis auf das 2,2-Fache beobachtet
      • Einsatz bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (geschätzte glomeruläre Filtrationsrate unter 30 ml/min/1,73 m2), einschließlich dialysepflichtiger Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz nur, wenn der erwartete Nutzen die möglichen Risiken überwiegt
      • engmaschige Überwachung der Patienten auf eventuelle Nebenwirkungen
  • kardiovaskuläre Effekte
    • das Präparat sollte bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit Vorsicht angewendet werden
      • Koronararterienerkrankung
      • akuter Myokardinfarkt
      • Herzrhythmusstörung
      • Hypertonie
    • Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System
      • beta2-adrenerge Agonisten können bei manchen Patienten das Herz-Kreislauf-System in klinisch relevanter Art beeinflussen
        • Anstieg der Pulsfrequenz
        • Blutdruckanstieg
        • evtl. weitere Symptome möglich
      • bei Auftreten derartiger Symptome: kann notwendig sein, die Behandlung abzusetzen
    • EKG-Veränderungen
      • berichtet, dass beta-adrenerge Agonisten Veränderungen des EKG-Musters verursachen (klinische Relevanz dieser Befunde ist nicht geklärt), z.B.
        • Abflachung der T-Welle
        • Verlängerung des QT-Intervalls
        • ST-Streckensenkung
      • daher sollten langwirksame beta2-adrenerge Agonisten (LABA) oder LABA-haltige Kombinationsarzneimittel mit Vorsicht angewendet werden
        • bei Patienten mit bekannter oder vermuteter QT-Intervall-Verlängerung
        • bei Patienten bei denen Arzneimittel eingesetzt werden, die das QT-Intervall beeinflussen
    • Erkrankungen, die in die klinischen Studien nicht eingeschlossen waren und bei denen ein Einsatz des Kombinationspräparates mit Vorsicht zu erfolgen hat (keine Erfahrungen mit diesen Patientengruppen vorliegend)
      • instabile, ischämische Herzerkrankungen
      • linksventrikuläre Herzinsuffizienz
      • früherer Myokardinfarkt
      • Arrhythmien (mit Ausnahme chronisch stabiles Vorhofflimmern)
      • früheres Long-QT-Syndrom
      • verlängerte QT-Zeit nach der Friderica-Methode (> 450 ms)
  • Hypokaliämie
    • beta2-adrenerge Agonisten können bei manchen Patienten eine signifikante Hypokaliämie verursachen, die möglicherweise unerwünschte kardiovaskuläre Wirkungen verursachen kann
    • Abfall des Serumkaliumspiegels ist üblicherweise vorübergehend und erfordert keine Supplementierung
    • bei Patienten mit schwerer COPD
      • möglicherweise Verstärkung der Hypokaliämie durch Hypoxie und die Begleitbehandlung
      • dadurch möglicherweise erhöhte Anfälligkeit für Herzrhythmusstörungen
    • klinische Studien ergaben keine klinisch relevanten Auswirkungen einer Hypokaliämie bei der empfohlenen therapeutischen Dosis
  • Hyperglykämie
    • Inhalation hoher Dosen beta2-adrenerger Agonisten kann möglicherweise zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels führen
    • bei Patienten mit Diabetes sollte der Blutzuckerspiegel nach Beginn der Behandlung engmaschiger überwacht werden
    • in klinischen Langzeitstudien waren klinisch relevante Veränderungen des Blutzuckerspiegels bei Patienten unter dem Indacaterol/Glycopyrronium-Kombinationspräparat in der empfohlenen Dosierung häufiger (4,9 %) als in der Placebogruppe (2,7 %)
    • Patienten mit unzureichend kontrolliertem Diabetes mellitus
      • Arzneimittel bei diesen Patienten nicht untersucht worden
      • bei solchen Patienten ist Vorsicht und eine angemessene Überwachung geboten
  • Allgemeine Erkrankungen
    • mit Vorsicht anwenden bei Patienten
      • mit Krampfanfällen
      • mit Hyperthyreose
      • die auf beta2-adrenerge Agonisten besonders empfindlich reagieren