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Fachinformationen

Indikation

  • allein oder in Kombination mit Rifabutin indiziert zur Prophylaxe gegen Infektionen durch Mycobacterium avium intracellulare (MAI) bei HIV-Patienten im fortgeschrittenen Stadium (CD4 Zellzahl </= 75 Zellen/mm3)
  • Hinweis
    • offizielle Leitlinien zur angemessenen Anwendung von Antibiotika beachten

Dosierung

  • Prophylaxe gegen Infektionen durch Mycobakterium avium intracellulare (MAI) bei HIV-Patienten im fortgeschrittenen Stadium
    • Erwachsene
      • Monotherapie
        • 2 Filmtabletten (entsprechend 1200 mg Azithromycin) 1mal / Woche
        • Wirksamkeit und Unbedenklichkeit anderer Therapieschemata bisher nicht untersucht
      • Kombination mit Rifabutin
        • 2 Filmtabletten (entsprechend 1200 mg Azithromycin) 1mal / Woche plus 300 mg Rifabutin / Tag
        • Kombination in klin. Studie wirksamer als jeweilige Monotherapie, jedoch höhere Abbruchrate wegen unerwünschter Arzneimittelwirkungen
    • ältere Patienten
      • keine Dosisanpassung erforderlich
      • Prädisposition für Herzrhythmusstörungen; Risiko der Entwicklung einer kardialen Arrhythmie und Torsade-de-pointes-Tachykardie
        • daher Anwendung mit besonderer Vorsicht
    • Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
      • Wirksamkeit und Verträglichkeit nicht untersucht
    • Niereninsuffizienz
      • glomeruläre Filtrationsrate 10 - 80 ml / Min.
        • keine Dosisanpassung erforderlich
      • glomeruläre Filtrationsrate < 10 ml / Min.
        • Anwendung mit Vorsicht, da Erhöhung der Azithromycin-Konzentrationen um 33% beobachtet wurde
    • Leberinsuffizienz
      • leicht bis mäßig
        • keine Dosisanpassung erforderlich
      • schwere Lebererkrankungen
        • Anwendung mit Vorsicht

Kontraindikationen

Azithromycin - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Azithromycin, Erythromycin oder andere Makrolid- oder Ketolid-Antibiotika

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Azithromycin - peroral
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Candidose
      • vaginale Infektion
      • Pneumonie
      • Pilzinfektion
      • bakterielle Infektion
      • Pharyngitis
      • Gastroenteritis
      • Atemwegserkrankung
      • Rhinitis
      • orale Candidose
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • pseudomembranöse Colitis
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Leukopenie
      • Neutropenie
      • Eosinophilie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Thrombozytopenie
      • hämolytische Anämie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Angioödem
      • Überempfindlichkeitsreaktion
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • schwere (z.T. lebensbedrohliche) anaphylaktische Reaktionen (z.B. anaphylaktischer Schock)
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Anorexie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Nervosität
      • Schlaflosigkeit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Agitation
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Halluzination
      • Aggression
      • Angst
      • Delirium
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schwindel
      • Somnolenz
      • Geschmacksstörungen
      • Parästhesien
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Synkopen
      • Krampfanfälle
      • Hypästhesie
      • psychomotorische Hyperaktivität
      • Geruchs-/ Geschmacksverlust
      • Parosmie
      • Myasthenia gravis
  • Augenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Sehstörungen
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ohrerkrankungen
      • Vertigo
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Beeinträchtigung des Hörvermögens einschließlich Taubheit und / oder Tinnitus
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Palpitationen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Torsade de pointes
      • Arrhythmien einschließlich ventrikulärer Tachykardien
      • verlängertes QT-Intervall im Elektrokardiogramm
  • Gefäßerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hitzewallungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hypotonie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dyspnoe
      • Epistaxis
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Diarrhö
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Erbrechen
      • Bauchschmerzen
      • Übelkeit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Obstipation
      • Blähungen
      • Dyspepsie
      • Gastritis
      • Dysphagie
      • aufgetriebener Bauch
      • Mundtrockenheit
      • Aufstoßen
      • Ulzerationen der Mundschleimhaut
      • übermäßige Speichelsekretion
      • weiche Stühle
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Verfärbung der Zunge
      • Pankreatitis
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Leberfunktionsstörungen
      • Gelbsucht
      • Cholestase
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Leberversagen (das in seltenen Fällen zum Tode führte)
      • fulminante Hepatitis
      • Lebernekrose
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hautausschlag
      • Juckreiz
      • Urtikaria
      • Dermatitis
      • trockene Haut
      • übermäßige Schweißabsonderung
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Photosensitivität
      • akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP)
      • Medikamentenausschlag mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Stevens-Johnson-Syndrom
      • toxische epidermale Nekrolyse
      • Erythema multiforme
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Osteoarthritis
      • Myalgie
      • Rückenschmerzen
      • Nackenschmerzen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Arthralgie
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dysurie
      • Nierenschmerzen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • akutes Nierenversagen
      • interstitielle Nephritis
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hodenerkrankung
      • Metrorrhagie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ödeme
      • Asthenie
      • Unwohlsein
      • Müdigkeit
      • Gesichtsödeme
      • Brustschmerzen
      • Fieber
      • Schmerzen
      • periphere Ödeme
  • Untersuchungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • verminderte Lymphozytenzahl
      • erhöhte Anzahl an Eosinophilen
      • verminderter Bicarbonatspiegel im Blut
      • erhöhte Anzahl an Basophilen, Monozyten und Neutrophilen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • erhöhte Blutwerte von
        • Aspartat-Aminotransferase
        • Alanin-Aminotransferase
        • Bilirubin
        • Harnstoff
        • Kreatinin
        • alkalischer Phosphatase
        • Chlorid
        • Glucose
      • abnormer Kaliumwert im Blut
      • erhöhte Thrombozytenzahl
      • verminderter Hämatokrit
      • erhöhter Bicarbonatspiegel
      • abnormer Natriumwert
  • Verletzung und Vergiftung
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Komplikationen nach dem Eingriff

Nebenwirkungen, die sich möglicherweise oder sehr wahrscheinlich aus der Prophylaxe oder Behandlung einer Mycobacterium-avium-Infektion ergeben

  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Anorexie
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwindelgefühl
      • Kopfschmerz
      • Parästhesie
      • Geschmacksstörung
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hypästhesie
  • Augenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Sehverschlechterung
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Taubheit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hörstörung
      • Tinnitus
  • Herzerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Palpitationen
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Diarrhoe
      • Abdominalschmerz
      • Übelkeit
      • Flatulenz
      • abdominale Beschwerden
      • weicher Stuhl
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hepatitis
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Ausschlag
      • Pruritus
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Stevens-Johnson-Syndrom
      • Photosensitivität
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Arthralgie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Ermüdung
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Asthenie
      • Unwohlsein

Anwendungshinweise

  • Einnahme der Tabletten
    • unabhängig von oder zu den Mahlzeiten
    • unzerkaut
    • mit Flüssigkeit

Stillzeithinweise

Azithromycin - peroral
  • Entscheidung muss darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Azithromycin-Therapie verzichtet werden soll bzw. die Behandlung zu unterbrechen ist
    • dabei soll sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Therapienutzen für die Frau berücksichtigt werden
  • Azithromycin geht in die Muttermilch über (limitierte veröffentlichte Daten)
    • geschätzte höchste Mediandosis beträgt 0,1 - 0,7 mg/kg/Tag
    • schwerwiegende nachteilige Wirkungen von Azithromycin auf die gestillten Säuglinge wurden nicht beobachtet
  • bei gestilltem Säugling mögliches Auftreten von u.a.
    • Sensibilisierung
    • Irritation der Darmflora
    • Sprosspilzbesiedlung

Schwangerschaftshinweise

Azithromycin - peroral
  • Azithromycin darf Schwangeren nur bei eindeutiger Indikationsstellung gegeben werden, da eine abschließende Beurteilung der Sicherheit dieser Therapie zurzeit noch nicht möglich ist
  • keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Azithromycin bei Schwangeren vorliegend
  • tierexperimentelle Studien zur Reproduktionstoxizität
    • haben gezeigt, dass Azithromycin über die Plazenta den Fötus erreicht, jedoch wurden keine teratogenen Effekte beobachtet
  • Fertilität
    • in Fertilitätsstudien an Ratten nach Gabe von Azithromycin verminderte Schwangerschaftsraten festgestellt
      • Bedeutung dieses Ergebnisses für den Menschen ist nicht bekannt

Warnhinweise

Azithromycin - peroral
  • Überempfindlichkeit
    • wie für Erythromycin und andere Makrolidein in seltenen Fällen schwere allergische Reaktionen, u.a. angioneurotisches Ödem oder Anaphylaxie (selten mit Todesfolge), dermatologische Reaktionen einschließlich akuter generalisierter exanthematischer Pustulose (AGEP), Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxisch epidermaler Nekrolyse (TEN, selten mit Todesfolge) und Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) berichtet
      • einige dieser Reaktionen auf Azithromycin führten zu rezidivierenden Symptomen und erforderten eine längere Beobachtungs- und Behandlungsdauer
    • bei Auftreten einer allergischen Reaktion
      • sollte das Arzneimittel abgesetzt werden
      • sollte eine geeignete Behandlung eingeleitet werden
      • Mediziner sollten sich bewusst sein, dass es bei Absetzen der symptomatischen Behandlung zu einem Wiederauftreten der allergischen Symptomatik kommen kann
  • Lebertoxizität
    • Patienten mit schweren Lebererkrankungen
      • Anwendung bei diesen Patienten mit Vorsicht, da Azithromycin hauptsächlich hepatobiliär eliminiert wird
    • unter der Behandlung mit Azithromycin Fälle von abnormaler Leberfunktion, Hepatitis, cholestatischem Ikterus, hepatischer Nekrose und Leberversagen berichtet
      • teilweise tödlicher Ausgang
      • einige Patienten litten bereits an einer Lebererkrankung oder nahmen andere hepatotoxische Arzneimittel
    • beim Auftreten von Symptomen einer eingeschränkten Leberfunktion (z.B. rasch fortschreitende Asthenie zusammen mit einer Gelbsucht, dunklem Urin, Blutungsneigung oder hepatischer Enzephalopathie) sollten Leberfunktionstests / Leberuntersuchungen durchgeführt werden
      • sobald eine Leberfunktionsstörung auftritt, sollte die Behandlung mit Azithromycin abgebrochen werden
  • kindliche hypertrophische Pylorusstenose (IHPS)
    • nach Anwendung von Azithromycin bei Neugeborenen (Behandlung in den ersten 42 Tagen nach der Geburt) Fälle von kindlicher hypertrophischer Pylorusstenose (IHPS) berichtet
    • Eltern und das Pflegepersonal sollten aufgefordert werden, ihren Arzt zu kontaktieren, wenn es zu Erbrechen oder Irritationen beim Füttern kommt
  • Clostridium-difficile-assoziierte Diarrhöen (CDAD)
    • Auftreten von CDAD bei nahezu allen Antibiotika-Therapien berichtet, einschließlich Azithromycin
      • Ausprägung von leichtem Durchfall bis Colitis mit letalem Ausgang möglich
      • Therapie mit Antibiotika verändert die normale Darmflora, was zu einer Überwucherung mit C. difficile führen kann
    • C. difficile produziert die Toxine A und B, die zur Entwicklung von CDAD beitragen
    • Hypertoxin produzierende Stämme von C. difficile sind mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität assoziiert, da derartige Infektionen therapieresistent gegenüber einer antibiotischen Therapie sein können und eventuell eine Kolektomie notwendig machen
    • CDAD muss daher bei allen den Patienten in Erwägung gezogen werden, bei denen nach einer Antibiotikaanwendung eine Diarrhö auftritt
      • hierbei sorgfältige medikamentöse Anamnese durchführen, da eine CDAD bis zu 2 Monate nach Durchführung einer Antibiotikatherapie auftreten kann
  • pseudomembranöse Colitis
    • Fälle von pseudomembranöser Colitis nach Anwendung von Makrolid-Antibiotika berichtet
    • bei Patienten, bei denen nach Beginn oder bis ungefähr 3 Wochen nach der Behandlung mit Azithromycin Durchfall auftritt, an diese Diagnose denken
    • Antiperistaltika kontraindiziert bei einer Azithromycin induzierten pseudomembranösen Colitis
  • Superinfektionen
    • auf mögliche Symptome einer Superinfektion mit nicht empfindlichen Erregern wie Pilze achten
    • Superinfektion kann eine Unterbrechung der Behandlung mit Azithromycin und die Einleitung adäquater Maßnahmen erforderlich machen
  • Kreuzresistenz
    • wegen einer bestehenden Kreuzresistenz mit Erythromycin-resistenten grampositiven Stämmen und den meisten Stämmen Methicillin-resistenter Staphylokokken sollte Azithromycin in diesen Fällen nicht eingenommen werden
    • regionale Resistenzsituation gegenüber Azithromycin und anderen Antibiotika sollte beachtet werden
  • schwere Nierenfunktionsstörung (GFR < 10 ml/Min.)
    • Vorsicht bei der Anwendung, Erhöhung der Azithromycin-Exposition um 33 % beobachtet
  • schwere Infektionen
    • Arzneimittel nicht zur Behandlung von schweren Infektionen geeignet, bei denen schnell hohe Blutkonzentrationen des Antibiotikums erreicht werden müssen
  • Langzeitanwendung
    • keine Erfahrungen zur Sicherheit und zur Wirksamkeit der Langzeitanwendung von Azithromycin bei den oben genannten Anwendungsgebieten vorliegend
    • bei schnell rezidivierenden Infektionen sollte eine Behandlung mit einem anderen Antibiotikum in Betracht gezogen werden
  • Pharyngitis / Tonsillitis
    • Azithromycin nicht Mittel der ersten Wahl für die Behandlung der durch Streptococcus pyogenes verursachten Pharyngitis oder Tonsillitis
    • bei dieser Behandlung sowie als Prophylaxe des akuten rheumatischen Fiebers ist Penicillin Mittel der ersten Wahl
  • Sinusitis
    • Azithromycin häufig nicht das Mittel der ersten Wahl für die Behandlung der Sinusitis
  • akute Otitis media
    • Azithromycin häufig nicht das Mittel der ersten Wahl für die Behandlung der akuten Otitis media
  • infizierte Brandwunden
    • Azithromycin nicht für die Behandlung von infizierten Brandwunden indiziert
  • sexuell übertragbare Krankheiten
    • bei sexuell übertragbaren Krankheiten Begleitinfektion mit T. pallidum ausschließen
  • neurologische und psychiatrische Erkrankungen
    • Azithromycin sollte bei Patienten mit neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen mit Vorsicht angewendet werden
  • Ergotalkaloide und Azithromycin
    • beobachtet, dass die gleichzeitige Anwendung von Ergotalkaloiden und Makrolid-Antibiotika die Entwicklung eines Ergotismus beschleunigt
    • Wechselwirkungen zwischen Ergotalkaloiden und Azithromycin wurden nicht untersucht
      • allerdings möglich, dass es zu einem Ergotismus kommt, sodass Azithromycin und Ergotalkaloid-Derivate nicht gleichzeitig angewendet werden sollten
  • QT-Verlängerung
    • unter einer Behandlung mit Makroliden einschließlich Azithromycin Verlängerungen der kardialen Repolarisation und des QT-Intervalls beobachtet mit der Gefahr, dass sich Arrhythmien oder Torsade de pointes entwickeln
    • bei der Abwägung von Risiken und Nutzen von Azithromycin für Risikogruppen muss das Risiko einer QT-Verlängerung berücksichtigt werden, da diese zu einem Herzstillstand (manchmal tödlich) führen kann
    • zu den Risikogruppen zählen
      • Patienten mit kongenitaler oder dokumentierter erworbener QT-Verlängerung
      • Patienten mit gleichzeitiger Anwendung von anderen Wirkstoffen, die bekanntermaßen das QT-Intervall verlängern, wie
        • Antiarrhythmika der Klasse IA (Chinidin und Procainamid) und Klasse III (Dofetilid, Amiodaron und Sotalol)
        • Hydroxychloroquin
        • Cisaprid
        • Terfenadin
        • antipsychotische Wirkstoffe wie Pimozid
        • Antidepressiva wie Citalopram
        • Fluorchinolone wie Moxifloxacin und Levofloxacin
      • Patienten mit Elektrolytstörungen, und zwar insbesondere bei Vorliegen einer Hypokaliämie und Hypomagnesiämie
      • Patienten mit klinisch relevanter Bradykardie, kardialen Arrhythmien oder schwerer Herzinsuffizienz
      • Frauen und ältere Patienten mit vorhandenen Proarrhythmien
  • Myasthenia gravis
    • unter einer Therapie mit Azithromycin über Exazerbation von Symptomen einer Myasthenia gravis oder das Auftreten eines Myasthenie-Syndroms berichtet