Ultreon
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 24 ST | 68,67 € |
Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.
Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.
Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- allein oder in Kombination mit Rifabutin indiziert zur Prophylaxe gegen Infektionen durch Mycobacterium avium intracellulare (MAI) bei HIV-Patienten im fortgeschrittenen Stadium (CD4 Zellzahl </= 75 Zellen/mm3)
- Hinweis
- offizielle Leitlinien zur angemessenen Anwendung von Antibiotika beachten
Dosierung
- Prophylaxe gegen Infektionen durch Mycobakterium avium intracellulare (MAI) bei HIV-Patienten im fortgeschrittenen Stadium
- Erwachsene
- Monotherapie
- 2 Filmtabletten (entsprechend 1200 mg Azithromycin) 1mal / Woche
- Wirksamkeit und Unbedenklichkeit anderer Therapieschemata bisher nicht untersucht
- Kombination mit Rifabutin
- 2 Filmtabletten (entsprechend 1200 mg Azithromycin) 1mal / Woche plus 300 mg Rifabutin / Tag
- Kombination in klin. Studie wirksamer als jeweilige Monotherapie, jedoch höhere Abbruchrate wegen unerwünschter Arzneimittelwirkungen
- Monotherapie
- ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Prädisposition für Herzrhythmusstörungen; Risiko der Entwicklung einer kardialen Arrhythmie und Torsade-de-pointes-Tachykardie
- daher Anwendung mit besonderer Vorsicht
- Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
- Wirksamkeit und Verträglichkeit nicht untersucht
- Niereninsuffizienz
- glomeruläre Filtrationsrate 10 - 80 ml / Min.
- keine Dosisanpassung erforderlich
- glomeruläre Filtrationsrate < 10 ml / Min.
- Anwendung mit Vorsicht, da Erhöhung der Azithromycin-Konzentrationen um 33% beobachtet wurde
- glomeruläre Filtrationsrate 10 - 80 ml / Min.
- Leberinsuffizienz
- leicht bis mäßig
- keine Dosisanpassung erforderlich
- schwere Lebererkrankungen
- Anwendung mit Vorsicht
- leicht bis mäßig
- Erwachsene
Kontraindikationen
Azithromycin - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Azithromycin, Erythromycin oder andere Makrolid- oder Ketolid-Antibiotika
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Azithromycin - peroral
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Candidose
- vaginale Infektion
- Pneumonie
- Pilzinfektion
- bakterielle Infektion
- Pharyngitis
- Gastroenteritis
- Atemwegserkrankung
- Rhinitis
- orale Candidose
- ohne Häufigkeitsangabe
- pseudomembranöse Colitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leukopenie
- Neutropenie
- Eosinophilie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Thrombozytopenie
- hämolytische Anämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Angioödem
- Überempfindlichkeitsreaktion
- ohne Häufigkeitsangabe
- schwere (z.T. lebensbedrohliche) anaphylaktische Reaktionen (z.B. anaphylaktischer Schock)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Anorexie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Nervosität
- Schlaflosigkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Agitation
- ohne Häufigkeitsangabe
- Halluzination
- Aggression
- Angst
- Delirium
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schwindel
- Somnolenz
- Geschmacksstörungen
- Parästhesien
- ohne Häufigkeitsangabe
- Synkopen
- Krampfanfälle
- Hypästhesie
- psychomotorische Hyperaktivität
- Geruchs-/ Geschmacksverlust
- Parosmie
- Myasthenia gravis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Sehstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ohrerkrankungen
- Vertigo
- ohne Häufigkeitsangabe
- Beeinträchtigung des Hörvermögens einschließlich Taubheit und / oder Tinnitus
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Palpitationen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Torsade de pointes
- Arrhythmien einschließlich ventrikulärer Tachykardien
- verlängertes QT-Intervall im Elektrokardiogramm
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hitzewallungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypotonie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dyspnoe
- Epistaxis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Diarrhö
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erbrechen
- Bauchschmerzen
- Übelkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Obstipation
- Blähungen
- Dyspepsie
- Gastritis
- Dysphagie
- aufgetriebener Bauch
- Mundtrockenheit
- Aufstoßen
- Ulzerationen der Mundschleimhaut
- übermäßige Speichelsekretion
- weiche Stühle
- ohne Häufigkeitsangabe
- Verfärbung der Zunge
- Pankreatitis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Leberfunktionsstörungen
- Gelbsucht
- Cholestase
- ohne Häufigkeitsangabe
- Leberversagen (das in seltenen Fällen zum Tode führte)
- fulminante Hepatitis
- Lebernekrose
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautausschlag
- Juckreiz
- Urtikaria
- Dermatitis
- trockene Haut
- übermäßige Schweißabsonderung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Photosensitivität
- akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP)
- Medikamentenausschlag mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stevens-Johnson-Syndrom
- toxische epidermale Nekrolyse
- Erythema multiforme
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Osteoarthritis
- Myalgie
- Rückenschmerzen
- Nackenschmerzen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Arthralgie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dysurie
- Nierenschmerzen
- ohne Häufigkeitsangabe
- akutes Nierenversagen
- interstitielle Nephritis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hodenerkrankung
- Metrorrhagie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ödeme
- Asthenie
- Unwohlsein
- Müdigkeit
- Gesichtsödeme
- Brustschmerzen
- Fieber
- Schmerzen
- periphere Ödeme
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- verminderte Lymphozytenzahl
- erhöhte Anzahl an Eosinophilen
- verminderter Bicarbonatspiegel im Blut
- erhöhte Anzahl an Basophilen, Monozyten und Neutrophilen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- erhöhte Blutwerte von
- Aspartat-Aminotransferase
- Alanin-Aminotransferase
- Bilirubin
- Harnstoff
- Kreatinin
- alkalischer Phosphatase
- Chlorid
- Glucose
- abnormer Kaliumwert im Blut
- erhöhte Thrombozytenzahl
- verminderter Hämatokrit
- erhöhter Bicarbonatspiegel
- abnormer Natriumwert
- erhöhte Blutwerte von
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verletzung und Vergiftung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Komplikationen nach dem Eingriff
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Nebenwirkungen, die sich möglicherweise oder sehr wahrscheinlich aus der Prophylaxe oder Behandlung einer Mycobacterium-avium-Infektion ergeben
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Anorexie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindelgefühl
- Kopfschmerz
- Parästhesie
- Geschmacksstörung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hypästhesie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Sehverschlechterung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Taubheit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hörstörung
- Tinnitus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Palpitationen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Diarrhoe
- Abdominalschmerz
- Übelkeit
- Flatulenz
- abdominale Beschwerden
- weicher Stuhl
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hepatitis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ausschlag
- Pruritus
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stevens-Johnson-Syndrom
- Photosensitivität
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Arthralgie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ermüdung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Asthenie
- Unwohlsein
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Einnahme der Tabletten
- unabhängig von oder zu den Mahlzeiten
- unzerkaut
- mit Flüssigkeit
Stillzeithinweise
Azithromycin - peroral
- Entscheidung muss darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Azithromycin-Therapie verzichtet werden soll bzw. die Behandlung zu unterbrechen ist
- dabei soll sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Therapienutzen für die Frau berücksichtigt werden
- Azithromycin geht in die Muttermilch über (limitierte veröffentlichte Daten)
- geschätzte höchste Mediandosis beträgt 0,1 - 0,7 mg/kg/Tag
- schwerwiegende nachteilige Wirkungen von Azithromycin auf die gestillten Säuglinge wurden nicht beobachtet
- bei gestilltem Säugling mögliches Auftreten von u.a.
- Sensibilisierung
- Irritation der Darmflora
- Sprosspilzbesiedlung
Schwangerschaftshinweise
Azithromycin - peroral
- Azithromycin darf Schwangeren nur bei eindeutiger Indikationsstellung gegeben werden, da eine abschließende Beurteilung der Sicherheit dieser Therapie zurzeit noch nicht möglich ist
- keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Azithromycin bei Schwangeren vorliegend
- tierexperimentelle Studien zur Reproduktionstoxizität
- haben gezeigt, dass Azithromycin über die Plazenta den Fötus erreicht, jedoch wurden keine teratogenen Effekte beobachtet
- Fertilität
- in Fertilitätsstudien an Ratten nach Gabe von Azithromycin verminderte Schwangerschaftsraten festgestellt
- Bedeutung dieses Ergebnisses für den Menschen ist nicht bekannt
- in Fertilitätsstudien an Ratten nach Gabe von Azithromycin verminderte Schwangerschaftsraten festgestellt
Warnhinweise
Azithromycin - peroral
- Überempfindlichkeit
- wie für Erythromycin und andere Makrolidein in seltenen Fällen schwere allergische Reaktionen, u.a. angioneurotisches Ödem oder Anaphylaxie (selten mit Todesfolge), dermatologische Reaktionen einschließlich akuter generalisierter exanthematischer Pustulose (AGEP), Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxisch epidermaler Nekrolyse (TEN, selten mit Todesfolge) und Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) berichtet
- einige dieser Reaktionen auf Azithromycin führten zu rezidivierenden Symptomen und erforderten eine längere Beobachtungs- und Behandlungsdauer
- bei Auftreten einer allergischen Reaktion
- sollte das Arzneimittel abgesetzt werden
- sollte eine geeignete Behandlung eingeleitet werden
- Mediziner sollten sich bewusst sein, dass es bei Absetzen der symptomatischen Behandlung zu einem Wiederauftreten der allergischen Symptomatik kommen kann
- wie für Erythromycin und andere Makrolidein in seltenen Fällen schwere allergische Reaktionen, u.a. angioneurotisches Ödem oder Anaphylaxie (selten mit Todesfolge), dermatologische Reaktionen einschließlich akuter generalisierter exanthematischer Pustulose (AGEP), Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), toxisch epidermaler Nekrolyse (TEN, selten mit Todesfolge) und Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) berichtet
- Lebertoxizität
- Patienten mit schweren Lebererkrankungen
- Anwendung bei diesen Patienten mit Vorsicht, da Azithromycin hauptsächlich hepatobiliär eliminiert wird
- unter der Behandlung mit Azithromycin Fälle von abnormaler Leberfunktion, Hepatitis, cholestatischem Ikterus, hepatischer Nekrose und Leberversagen berichtet
- teilweise tödlicher Ausgang
- einige Patienten litten bereits an einer Lebererkrankung oder nahmen andere hepatotoxische Arzneimittel
- beim Auftreten von Symptomen einer eingeschränkten Leberfunktion (z.B. rasch fortschreitende Asthenie zusammen mit einer Gelbsucht, dunklem Urin, Blutungsneigung oder hepatischer Enzephalopathie) sollten Leberfunktionstests / Leberuntersuchungen durchgeführt werden
- sobald eine Leberfunktionsstörung auftritt, sollte die Behandlung mit Azithromycin abgebrochen werden
- Patienten mit schweren Lebererkrankungen
- kindliche hypertrophische Pylorusstenose (IHPS)
- nach Anwendung von Azithromycin bei Neugeborenen (Behandlung in den ersten 42 Tagen nach der Geburt) Fälle von kindlicher hypertrophischer Pylorusstenose (IHPS) berichtet
- Eltern und das Pflegepersonal sollten aufgefordert werden, ihren Arzt zu kontaktieren, wenn es zu Erbrechen oder Irritationen beim Füttern kommt
- Clostridium-difficile-assoziierte Diarrhöen (CDAD)
- Auftreten von CDAD bei nahezu allen Antibiotika-Therapien berichtet, einschließlich Azithromycin
- Ausprägung von leichtem Durchfall bis Colitis mit letalem Ausgang möglich
- Therapie mit Antibiotika verändert die normale Darmflora, was zu einer Überwucherung mit C. difficile führen kann
- C. difficile produziert die Toxine A und B, die zur Entwicklung von CDAD beitragen
- Hypertoxin produzierende Stämme von C. difficile sind mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität assoziiert, da derartige Infektionen therapieresistent gegenüber einer antibiotischen Therapie sein können und eventuell eine Kolektomie notwendig machen
- CDAD muss daher bei allen den Patienten in Erwägung gezogen werden, bei denen nach einer Antibiotikaanwendung eine Diarrhö auftritt
- hierbei sorgfältige medikamentöse Anamnese durchführen, da eine CDAD bis zu 2 Monate nach Durchführung einer Antibiotikatherapie auftreten kann
- Auftreten von CDAD bei nahezu allen Antibiotika-Therapien berichtet, einschließlich Azithromycin
- pseudomembranöse Colitis
- Fälle von pseudomembranöser Colitis nach Anwendung von Makrolid-Antibiotika berichtet
- bei Patienten, bei denen nach Beginn oder bis ungefähr 3 Wochen nach der Behandlung mit Azithromycin Durchfall auftritt, an diese Diagnose denken
- Antiperistaltika kontraindiziert bei einer Azithromycin induzierten pseudomembranösen Colitis
- Superinfektionen
- auf mögliche Symptome einer Superinfektion mit nicht empfindlichen Erregern wie Pilze achten
- Superinfektion kann eine Unterbrechung der Behandlung mit Azithromycin und die Einleitung adäquater Maßnahmen erforderlich machen
- Kreuzresistenz
- wegen einer bestehenden Kreuzresistenz mit Erythromycin-resistenten grampositiven Stämmen und den meisten Stämmen Methicillin-resistenter Staphylokokken sollte Azithromycin in diesen Fällen nicht eingenommen werden
- regionale Resistenzsituation gegenüber Azithromycin und anderen Antibiotika sollte beachtet werden
- schwere Nierenfunktionsstörung (GFR < 10 ml/Min.)
- Vorsicht bei der Anwendung, Erhöhung der Azithromycin-Exposition um 33 % beobachtet
- schwere Infektionen
- Arzneimittel nicht zur Behandlung von schweren Infektionen geeignet, bei denen schnell hohe Blutkonzentrationen des Antibiotikums erreicht werden müssen
- Langzeitanwendung
- keine Erfahrungen zur Sicherheit und zur Wirksamkeit der Langzeitanwendung von Azithromycin bei den oben genannten Anwendungsgebieten vorliegend
- bei schnell rezidivierenden Infektionen sollte eine Behandlung mit einem anderen Antibiotikum in Betracht gezogen werden
- Pharyngitis / Tonsillitis
- Azithromycin nicht Mittel der ersten Wahl für die Behandlung der durch Streptococcus pyogenes verursachten Pharyngitis oder Tonsillitis
- bei dieser Behandlung sowie als Prophylaxe des akuten rheumatischen Fiebers ist Penicillin Mittel der ersten Wahl
- Sinusitis
- Azithromycin häufig nicht das Mittel der ersten Wahl für die Behandlung der Sinusitis
- akute Otitis media
- Azithromycin häufig nicht das Mittel der ersten Wahl für die Behandlung der akuten Otitis media
- infizierte Brandwunden
- Azithromycin nicht für die Behandlung von infizierten Brandwunden indiziert
- sexuell übertragbare Krankheiten
- bei sexuell übertragbaren Krankheiten Begleitinfektion mit T. pallidum ausschließen
- neurologische und psychiatrische Erkrankungen
- Azithromycin sollte bei Patienten mit neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen mit Vorsicht angewendet werden
- Ergotalkaloide und Azithromycin
- beobachtet, dass die gleichzeitige Anwendung von Ergotalkaloiden und Makrolid-Antibiotika die Entwicklung eines Ergotismus beschleunigt
- Wechselwirkungen zwischen Ergotalkaloiden und Azithromycin wurden nicht untersucht
- allerdings möglich, dass es zu einem Ergotismus kommt, sodass Azithromycin und Ergotalkaloid-Derivate nicht gleichzeitig angewendet werden sollten
- QT-Verlängerung
- unter einer Behandlung mit Makroliden einschließlich Azithromycin Verlängerungen der kardialen Repolarisation und des QT-Intervalls beobachtet mit der Gefahr, dass sich Arrhythmien oder Torsade de pointes entwickeln
- bei der Abwägung von Risiken und Nutzen von Azithromycin für Risikogruppen muss das Risiko einer QT-Verlängerung berücksichtigt werden, da diese zu einem Herzstillstand (manchmal tödlich) führen kann
- zu den Risikogruppen zählen
- Patienten mit kongenitaler oder dokumentierter erworbener QT-Verlängerung
- Patienten mit gleichzeitiger Anwendung von anderen Wirkstoffen, die bekanntermaßen das QT-Intervall verlängern, wie
- Antiarrhythmika der Klasse IA (Chinidin und Procainamid) und Klasse III (Dofetilid, Amiodaron und Sotalol)
- Hydroxychloroquin
- Cisaprid
- Terfenadin
- antipsychotische Wirkstoffe wie Pimozid
- Antidepressiva wie Citalopram
- Fluorchinolone wie Moxifloxacin und Levofloxacin
- Patienten mit Elektrolytstörungen, und zwar insbesondere bei Vorliegen einer Hypokaliämie und Hypomagnesiämie
- Patienten mit klinisch relevanter Bradykardie, kardialen Arrhythmien oder schwerer Herzinsuffizienz
- Frauen und ältere Patienten mit vorhandenen Proarrhythmien
- Myasthenia gravis
- unter einer Therapie mit Azithromycin über Exazerbation von Symptomen einer Myasthenia gravis oder das Auftreten eines Myasthenie-Syndroms berichtet