Uptravi 200 ug
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| NotApplicable | 10 ST | – |
Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.
Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.
Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- Langzeitbehandlung der pulmonal arteriellen Hypertonie (PAH) bei erwachsenen Patienten der WHO-Funktionsklasse (WHO-FC) II - III
- Kombinationstherapie bei Patienten, deren Erkrankung mit Endothelin-Rezeptor-Antagonisten (ERA) und/oder einem Phosphodiesterase-5(PDE-5)-Inhibitor unzureichend kontrolliert ist
- oder Monotherapie bei Patienten, die für diese Therapien nicht infrage kommen
- Hinweis
- Wirksamkeit wurde bei PAH, einschließlich idiopathischer und erblicher PAH, PAH in Assoziation mit Bindegewebserkrankungen und PAH in Assoziation mit korrigierten einfachen angeborenen Herzfehlern nachgewiesen
Dosierung
- Langzeitbehandlung der pulmonal arteriellen Hypertonie (PAH) bei erwachsenen Patienten der WHO-Funktionsklasse (WHO-FC) II - III
- individualisierte Dosistitration
- bis zur höchsten individuell verträglichen Dosis hochtitrieren
- individualisierte Erhaltungsdosis: 200 µg - 1.600 µg Selexipag 2mal / Tag
- empfohlene Anfangsdosis: 200 µg Selexipag 2mal / Tag, im Abstand von ca. 12 h
- Dosiserhöhung, üblicherweise wöchentlich, in Schritten von 200 µg Selexipag 2mal / Tag
- zu Behandlungsbeginn und zu jedem Titrationsschritt: erste Dosis am Abend einnehmen
- vorrübergehendes Auftreten von Nebenwirkungen während Dosistitration möglich (mit symptomatischer Therapie behandelbar)
- Reduktion auf vorheriges Dosislevel, wenn Patient Dosis erreicht, die nicht toleriert werden kann
- wenn Titration zur Dosissteigerung durch andere Gründe als Nebenwirkungen limitiert wurde, die auf Wirkmechanismus von Selexipag beruhen
- zweiter Versuch zur Dosissteigerung bis zur höchsten individuell verträglichen Dosis
- max. Dosis von 1.600 µg Selexipag 2mal / Tag erwägen
- individualisierte Erhaltungsdosis
- höchste verträgliche Dosis, die während der Dosistitration erreicht wurde, beibehalten
- wenn Therapie im Zeitverlauf bei gegebener Dosis weniger gut vertragen wird: symptomatische Behandlung und/oder Dosisreduktion auf nächstgeringere Dosis in Betracht ziehen
- Unterbrechungen und Beendigungen
- vergessene Dosis
- schnellstmöglich nachträglich einnehmen
- nicht einnehmen, wenn Zeitraum bis zur nächsten regulären Dosis < 6 Stunden ist
- >/= 3 Tage: in niedrigerer Dosis neu beginnen und anschließend hochtitrieren
- nur begrenzte Erfahrungen mit abrupter Unterbrechung bei PAH-Patienten
- keine Hinweise für akuten Rebound vorhanden
- Therapieabbruch: schrittweise und währenddessen eine alternative Behandlung initiieren
- vergessene Dosis
- Dosisanpassungen bei gleichzeitiger Anwendung von moderaten CYP2C8-Inhibitoren (z. B. Clopidogrel, Deferasirox und Teriflunomid)
- tägliche Gesamtdosis auf die Hälfte reduzieren: 2mal / Tag jeweils die halbe Dosis anwenden
- alternativ kann die Anwendung 1mal / Tag zur Erreichung der halben täglichen Gesamtdosis fortgesetzt werden
- bei Patienten, die bereits gut auf ein Dosierungsschema 1mal / Tag eingestellt sind oder
- bei Patienten für die die geeignete(n) Dosisstärke(n), die eine Anwendung 2mal / Tag mit der Hälfte der Dosis ermöglichen würde, nicht verfügbar ist
- wenn die Therapie in einer angewendeten Dosis nicht vertragen wird
- symptomatische Behandlung und / oder Dosisverringerung auf die nächstgeringere Dosis erwägen
- wenn die gleichzeitige Anwendung eines moderaten CYP2C8-Inhibtors beendet wird
- ggf. Erhöhung der täglichen Gesamtdosis
- Höchstdosis von 1.600 µg Selexipag 2mal / Tag nicht überschreiten
- individualisierte Dosistitration
Dosisanpassung
- ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Patienten > 75 Jahre: nur begrenzte klinische Erfahrungen, Anwendung mit Vorsicht
- eingeschränkte Leberfunktion
- schwere Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse C)
- keine klinischen Erfahrungen vorhanden: Arzneimittel nicht anwenden
- mittlere Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse B)
- Anfangsdosis: 100 µg Selexipag 2mal / Tag
- anschließende wöchentliche Dosissteigerung in Schritten von 100 µg Selexipag 2mal / Tag bis zum Auftreten von Nebenwirkungen, die auf dem Wirkmechanismus von Selexipag beruhen und nicht toleriert werden oder nicht behandelbar sind
- Höchstdosis: 800 µg Selexipag 2mal / Tag
- alternativ kann die Anwendung 1mal / Tag zur Erreichung der halben täglichen Gesamtdosis fortgesetzt werden
- bei Patienten, die bereits gut auf ein Dosierungsschema 1mal / Tag eingestellt sind oder
- bei Patienten für die die geeignete(n) Dosisstärke(n), die eine Anwendung 2mal / Tag mit der Hälfte der Dosis ermöglichen würde, nicht verfügbar ist
- leichte Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse A)
- keine Dosisanpassung erforderlich
- schwere Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Klasse C)
- Nierenfunktionsstörungen
- leicht oder mittlere
- keine Dosisanpassung erforderlich
- schwer (geschätzte glomeruläre Filtrationsrate [eGFR] < 30 ml / Min. / 1,73 m2)
- keine Veränderung der Anfangsdosis notwendig
- Dosistitration mit Vorsicht vornehmen
- leicht oder mittlere
- Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- keine Daten vorhanden
- Anwendung nicht empfohlen
Kontraindikationen
Selexipag - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Selexipag
- schwere koronare Herzerkrankung
- instabile Angina pectoris
- Myokardinfarkt innerhalb der letzten 6 Monate
- dekompensierte Herzinsuffizienz, sofern nicht engmaschig überwacht
- schwere Arrhythmien
- zerebrovaskuläre Ereignisse (z. B. transiente ischämische Attacke, Schlaganfall) innerhalb der letzten 3 Monate
- angeborene oder erworbene Klappendefekte mit klinisch relevanten myokardialen Funktionsstörungen, die nicht mit einer pulmonalen Hypertonie in Verbindung stehen
- gleichzeitige Anwendung von starken Inhibitoren von CYP2C8 (z.B. Gemfibrozil)
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Selexipag - peroral
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Anämie
- Abfall der Hämoglobinkonzentration
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Endokrine Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hyperthyreose
- Abfall Thyreoidea-stimulierendes Hormon (TSH)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- reduzierter Appetit
- Gewichtsverlust
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Sinustachykardien
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Flush
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- arterielle Hypotonie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Nasopharyngitis (nicht infektiöser Genese)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- verstopfte Nase
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Diarrhoe
- Übelkeit
- Erbrechen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- abdominelle Schmerzen
- Dyspepsie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hautausschlag
- Urtikaria
- Erythem
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kieferschmerzen
- Myalgie
- Arthralgie
- Extremitätenschmerz
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Tabletten zum Einnehmen
- morgens und abends mit Wasser einnehmen
- zur Verbesserung der Verträglichkeit: zu den Mahlzeiten einnehmen
- zu Beginn jeder Dosissteigerung während der Titrationsphase: erste gesteigerte Dosis abends einnehmen
- Tabletten nicht teilen oder zerkleinern (Tablettenbeschichtung schützt den Wirkstoff vor Licht)
- Patienten mit eingeschränktem Sehvermögen oder blinde Patienten
- anweisen, bei der Einnahme während der Titrationsphase von einer anderen Person Unterstützung zu erhalten
Stillzeithinweise
Selexipag - peroral
- sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden
- nicht bekannt, ob Selexipag oder seine Metaboliten in die Muttermilch übergehen
- tierexperimentelle Studien
- bei Ratten gehen Selexipag oder seine Metaboliten in die Milch über
- Risiko für den gestillten Säugling kann nicht ausgeschlossen werden
Schwangerschaftshinweise
Selexipag - peroral
- Anwendung nicht empfohlen während der Schwangerschaft
- Anwendung nicht empfohlen bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine Kontrazeption anwenden
- keine Daten zum Einsatz von Selexipag bei Schwangeren vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- keine direkten oder indirekten schädlichen Auswirkungen hinsichtlich einer Reproduktionstoxizität erkennbar
- Selexipag und sein Hauptmetabolit zeigten in in vitro Studien an Tierarten, die zur Untersuchung von Reproduktionstoxizität im Vergleich zum Menschen benutzt werden, eine 20- bis 80-fach niedrigere Prostacyclin (IP)-Rezeptorpotenz
- Sicherheitsmargen für potenzielle IP-Rezeptor-vermittelte Effekte auf die Reproduktion dementsprechend niedriger als für nicht-IP-assoziierte Effekte
- Frauen im gebärfähigen Alter
- sollten während der Therapie eine wirksame Methode zur Empfängnisverhütung anwenden
- Fertilität
- keine klinischen Daten vorliegend
- Studien mit Ratten
- hohe Dosierungen von Selexipag führten zu vorübergehenden Störungen des Brunstzyklus, die nicht die Fertilität beeinflussten
- Relevanz für Menschen nicht bekannt
Warnhinweise
Selexipag - peroral
- Behandlung sollte nur durch einen Arzt eingeleitet und überwacht werden, der in der Behandlung der PAH erfahren ist
- Arterielle Hypotonie
- Selexipag hat vasodilatatorische Eigenschaften, die zu einer Blutdrucksenkung führen können
- vor der Therapie sollte vom behandelnden Arzt sorgfältig überprüft werden, ob sich bei Patienten mit bestimmten Grunderkrankungen die Therapie mit Selexipag durch vasodilatatorische Effekte nachteilig auswirken könnte, z.B. bei
- antihypertensiver Therapie
- Hypotonie in Ruhe
- Hypovolämie
- schwerer linksventrikulärer Ausflussobstruktion
- autonomer Dysfunktion
- Hyperthyreose
- Hyperthyreose unter Selexipag beobachtet
- Schilddrüsenfunktionstests empfohlen, je nach klinischer Indikation beim Vorliegen von Anzeichen oder Symptomen einer Hyperthyreose
- Pulmonale veno-okklusive Erkrankung
- bei Patienten mit veno-okklusiver Erkrankung wurde unter Therapie mit Vasodilatatoren (hauptsächlich Prostacycline) über Fälle von Lungenödem berichtet
- beim Auftreten von Symptomen eines Lungenödems die Möglichkeit einer pulmonalen veno-okklusiven Erkrankung in Betracht ziehen
- bestätigt sich dies, muss Behandlung beendet werden
- Ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
- nur begrenzte klinische Erfahrungen
- mit Vorsicht anwenden
- Eingeschränkte Leberfunktion
- keine klinischen Erfahrungen bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh Klasse C)
- Selexipag sollte nicht bei diesen Patienten angewendet werden
- Exposition mit Selexipag und seinem aktiven Metaboliten ist bei Patienten mit mittlerer Leberfunktionsstörung (z. B. Child-Pugh-Klasse B) erhöht
- Einnahme einmal täglich
- keine klinischen Erfahrungen bei Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh Klasse C)
- Nierenfunktionsstörungen
- Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (geschätzte glomeruläre Filtrationsrate [eGFR] < 30 ml/min/1,73 m2)
- Dosistitration mit Vorsicht
- Dialyse-Patienten
- keine Erfahrungen vorliegend
- Anwendung nicht empfohlen
- Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung (geschätzte glomeruläre Filtrationsrate [eGFR] < 30 ml/min/1,73 m2)
- Frauen im gebärfähigen Alter
- sollten während der Therapie eine wirksame Methode zur Empfängnisverhütung anwenden