Urapidil Stragen 30 mg retardierte Hartkapseln

Stragen Pharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Urapidil →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N3 100 ST 33,40 €
50 ST 21,09 €
NotApplicable 50 ST

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Fachinformationen

Indikation

  • Bluthochdruck

Dosierung

  • Bluthochdruck
    • Behandlungsbeginn
      • 1 Kapsel (30 mg Urapidil) 2mal / Tag
      • falls schnellere Blutdrucksenkung erwünscht oder notwendig
        • 2 Kapseln (60 mg Urapidil) 2mal / Tag
    • Dosisanpassung individuell und schrittweise
    • Erhaltungstherapie
      • 60 - 180 mg Urapidil / Tag, auf 2 Einzelgaben verteilt
    • Behandlungsdauer
      • zur Langzeitanwendung geeignet
    • regelmäßige ärztliche Kontrollen erforderlich

Dosisanpassung

  • eingeschränkte Leberfunktion
    • evtl. Dosisverringerung erforderlich
    • Anwendung mit besonderer Vorsicht
  • eingeschränkte Nierenfunktion
    • mäßig bis schwer
      • bei Langzeitbehandlung evtl. Dosisverringerung erforderlich
      • Anwendung mit besonderer Vorsicht
  • ältere Menschen
    • bei Langzeitbehandlung evtl. Dosisverringerung erforderlich
    • Anwendung mit besonderer Vorsicht
  • Kinder und Jugendliche
    • nur unzureichende Erkenntnisse
    • Anwendung mit besonderer Vorsicht

Kontraindikationen

Urapidil - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Urapidil

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Urapidil - peroral
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schlafstörungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Unruhe
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwindel
      • Kopfschmerzen
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Herzklopfen
      • Tachykardie
      • Bradykardie
      • Druckgefühl oder Schmerzen in der Brust (Angina-pectoris-ähnlich)
  • Gefäßerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • orthostatische Dysregulation
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • verstopfte Nase
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Übelkeit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Erbrechen
      • Durchfall
      • Mundtrockenheit
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Symptome allergischer Hautreaktionen wie
        • Juckreiz
        • Hautrötungausschläge
        • Exantheme
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Angioödem
      • Urtikaria
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • verstärkter Harndrang
      • Verstärkung einer Harninkontinenz
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Priapismus
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Müdigkeit
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Ödeme
  • Untersuchungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • reversible Erhöhung leberspezifischer Enzyme
      • Thrombozytopenie
        • in sehr seltenen Einzelfällen ist in zeitlichem Zusammenhang mit der Einnahme von Urapidil eine Verminderung der Thrombozytenzahl beobachtet worden; kausaler Zusammenhang mit der Urapidil-Behandlung konnte - beispielsweise durch immunhämatologische Untersuchungen - nicht nachgewiesen werden

Anwendungshinweise

  • morgens und abends zu den Mahlzeiten unzerkaut mit etwas Flüssigkeit einnehmen

Stillzeithinweise

Urapidil - peroral
  • Urapidil sollte nicht während der Stillzeit eingenommen werden
  • nicht bekannt, ob Urapidil in die Muttermilch übergeht
  • Risiko für das Neugeborene / Kind kann nicht ausgeschlossen werden

Schwangerschaftshinweise

Urapidil - peroral
  • Urapidil darf nicht während der Schwangerschaft angewendet werden, es sei denn, dass eine Behandlung mit Urapidil aufgrund des klinischen Zustandes der Schwangeren erforderlich ist
  • Urapidil ist plazentagängig
  • bisher keine oder nur sehr begrenzte Daten zu Erfahrungen mit der Anwendung von Urapidil bei Schwangeren vorliegend
  • tierexperimentelle Studien
    • haben Reproduktionstoxizität gezeigt
  • Frauen im gebärfähigen Alter
    • Einnahme von Urapidil bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine Empfängnisverhütung anwenden, nicht empfohlen
  • Fertilität
    • keine klinischen Studien zur Beurteilung der Wirkung auf die männliche und weibliche Fertilität durchgeführt
    • tierexperimentelle Studien haben gezeigt, dass Urapidil Auswirkungen auf die Fertilität hat

Warnhinweise

Urapidil - peroral
  • besondere Vorsicht bei der Anwendung von Urapidil erforderlich bei:
    • Herzinsuffizienz, deren Ursache in einer mechanischen Funktionsbehinderung liegt, wie z.B. Stenose der Aorten- oder Mitralklappen, bei Lungenembolie oder eingeschränkter Herzleistung aufgrund einer Perikard-Erkrankung
    • Patienten mit Leberfunktionsstörungen
    • Patienten mit mäßigen bis schweren Nierenfunktionsstörungen
    • älteren Patienten
    • Patienten, die gleichzeitig Cimetidin erhalten
  • intraoperatives Floppy-Iris-Syndrom (IFIS)
    • bei einigen Patienten, die gleichzeitig oder zuvor mit Tamsulosin oder anderen Alpha-1-Blockern behandelt wurden, wurde während einer Kataraktoperation ein intraoperatives Floppy-Iris-Syndrom (IFIS) beobachtet
      • Klasseneffekt kann nicht ausgeschlossen werden
      • besondere Vorsicht
    • IFIS kann das Risiko von Augenkomplikationen während und nach der Kataraktoperation erhöhen.
      • der behandelnde Augenarzt sollte über aktuelle oder frühere Therapien mit Alpha-1-Blockern informiert werden
  • Kinder und Jugendliche
    • keine Daten verfügbar