Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 10 ST | 33,96 € |
| N2 | 30 ST | 80,47 € |
| N3 | 50 ST | 127,02 € |
| NotApplicable | 20 ST | – |
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Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- zur Behandlung von Erkrankungen, die einer systemischen Therapie mit Glukokortikoiden bedürfen
- rheumatische Erkrankungen
- aktive rheumatoide Arthritis mit schweren progredienten Verlaufsformen, z. B. schnell destruierend verlaufende Form und/oder extraartikuläre Manifestationen
- juvenile idiopathische Arthritis mit schwerer systemischer Verlaufsform (Still-Syndrom) oder mit lokal nicht beeinflussbarer Iridozyklitis
- Bronchial- und Lungenkrankheiten
- Asthma bronchiale, gleichzeitig empfiehlt sich die Verabreichung von Bronchodilatatoren
- akute Exazerbation einer COPD, empfohlene Therapiedauer bis zu 10 Tagen
- interstitielle Lungenerkrankungen wie akute Alveolitis, Lungenfibrose, zur Langzeittherapie chronischer Formen der Sarkoidose in den Stadien II und III (bei Atemnot, Husten und Verschlechterung der Lungenfunktionswerte)
- Erkrankungen der oberen Luftwege
- schwere Verlaufsformen von Pollinosis und Rhinitis allergica nach Versagen intranasal verabreichter Glukokortikoide
- Hautkrankheiten
- Erkrankungen der Haut und Schleimhäute, die auf Grund ihres Schweregrades und/oder Ausdehnung bzw. Systembeteiligung nicht oder nicht ausreichend mit topischen Glukokortikoiden behandelt werden können
- allergische, pseudoallergische und infektallergische Erkrankungen, z. B. akute Urtikaria, anaphylaktoide Reaktionen
- Arzneimittelexantheme, Erythema exsudativum multiforme, toxische epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom), Erythema nodosum, allergisches Kontaktekzem
- Vaskulitiden, z. B. Vasculitis allergica, Polyarteriitis nodosa
- Autoimmunerkrankungen, z. B. Dermatomyositis, systemische Sklerodermie (indurative Phase), chronisch discoider und subakut kutaner Lupus erythematodes
- Erkrankungen der Haut und Schleimhäute, die auf Grund ihres Schweregrades und/oder Ausdehnung bzw. Systembeteiligung nicht oder nicht ausreichend mit topischen Glukokortikoiden behandelt werden können
- Blutkrankheiten/Tumorerkankungen
- autoimmunhämolytische Anämie
- Prophylaxe und Therapie von Zytostatika-induziertem Erbrechen, Anwendung im Rahmen antiemetischer Schemata
- Magen-Darm-Erkrankungen
- Colitis ulcerosa
- Morbus Crohn
- Substitutionstherapie
- Nebennierenrindeninsuffizienz jeglicher Genese (z. B. M. Addison, adrenogenitales Syndrom, Adrenalektomie, ACTH Mangel) jenseits des Wachstumsalters (Mittel der ersten Wahl sind Hydrokortison und Kortison)
- rheumatische Erkrankungen
- zur Immunsuppression nach Transplantation im Rahmen üblicher Kombinationstherapien
- als ergänzende Maßnahme bei einer Zytostatika- oder Strahlentherapie im Rahmen bestehender Schemata zur Kombinationstherapie, palliativen Therapie bzw. antiemetischen Therapie
Dosierung
- allgemeine Hinweise
- Höhe der Dosierung abhängig von Art und Schwere der Erkrankung und vom individuellen Ansprechen des Patienten
- Anwendung von relativ hohen Initialdosen, die bei akuten, schweren Verlaufsformen deutlich höher sein müssen als bei chronischen Erkrankungen
- je nach klinischer Symptomatik und Ansprechverhalten kann unterschiedlich schnell auf eine möglichst niedrige Erhaltungsdosis reduziert werden
- bei chronischen Erkrankungen oft Notwendigkeit einer Langzeitbehandlung mit niedrigen Erhaltungsdosen
- Behandlungsdauer: sobald befriedigendes Behandlungsergebnis erreicht ist, Dosisreduktion bis zur erforderlich erachteten Erhaltungsdosis oder Therapieende
- allgemeine Dosierungsempfehlungen
- initial:
- 12 - 160 mg Methylprednisolon / Tag
- Erhaltungsdosis:
- 4 - 12 mg Methylprednisolon / Tag
- kurzzeitig bis 16 mg Methylprednisolon / Tag (bei bestimmten Erkrankungen auch 1 - 2 mg / Tag)
- Kinder
- initial:
- 0,8 - 1,5 mg Methylprednisolon / kg Körpergewicht (KG) / Tag
- max. 80 mg / Tag
- Erhaltungsdosis:
- 2 - 4 mg Methylprednisolon / Tag
- kurzzeitig bis 8 mg Methylprednisolon / Tag (bei bestimmten Erkrankungen auch 1 - 2 mg / Tag)
- initial:
- initial:
- rheumatische Gelenkerkrankungen
- initial:
- 16 - 24 mg Methylprednisolon / Tag
- bei viszeraler Beteiligung: auch bis 60 mg Methylprednisolon / Tag
- anzustrebende Erhaltungsdosis:
- </= 6 mg Methylprednisolon / Tag
- initial:
- obstruktive Atemwegserkrankungen
- initial:
- 32 - 40 mg Methylprednisolon / Tag
- Dosisreduktion:
- um 8 mg alle 4 Tage
- Behandlungsdauer: 3 - 4 Wochen
- Hinweise:
- nach Beendigung der Therapie ggf. Umstellung auf inhalierbare Glukokortikoide und Verabreichung von Bronchodilatatoren
- bei nicht ausreichendem Ansprechen schwerer Asthmaformen längerfristige Therapie mit der geringstmöglichen Dosis von 4 - 8 mg Methylprednisolon / Tag
- zirkadiane Therapie (alternierende Therapie meist nicht möglich)
- bei starken nächtlichen und frühmorgendlichen Beschwerden: Tagesdosis auf 2/3 morgens und 1/3 abends (18 bis 20 Uhr) aufteilen
- initial:
- interstitielle Lungenerkrankungen
- akute Alveolitis
- initial:
- 32 - 40 mg Methylprednisolon / Tag über eine Woche (bei Bedarf auf 2 Gaben / Tag verteilt)
- danach langsame Dosisreduktion mit Umstellung auf Applikation 1mal / Tag
- initial:
- Lungenfibrose
- initial:
- 24 - 32 mg Methylprednisolon / Tag, ggf. in Kombination mit Azathioprin oder Penicillamin
- langsame Dosisreduktion:
- individuelle Erhaltungsdosen von 4 - 8 mg Methylprednisolon / Tag
- initial:
- Sarkoidose
- initial:
- 32 - 40 mg Methylprednisolon / Tag bis zum Wirkungseintritt, ggf. Verteilung auf 2 Einzelgaben
- Dosisreduktion innerhalb von 4 - 6 Wochen: Umstellung auf 1 Applikation / Tag
- chronische Formen der Stadien II und III: Langzeittherapie mit 8 - 12 mg Methylprednisolon / Tag (alternierende Gabe bevorzugt)
- initial:
- akute Alveolitis
- Pollinosis, Rhinitis allergica
- initial:
- 16 mg Methylprednisolon / Tag für 4 Tage (nur in Einzelfällen initial höhere Dosis erforderlich)
- Dosisreduktion:
- 8 mg Methylprednisolon / Tag für weitere 4 Tage
- Behandlungsdauer: 8 Tage, bei nicht ausreichendem Ansprechen ggf. Fortsetzung der Behandlung für 1 - 2 Wochen mit 4 - 8 mg Methylprednisolon / Tag
- Hinweis:
- Gabe von Methylprednisolon zusätzlich zu Antihistaminika und lokal wirksamen Prophylaktika und Antiallergika, wenn diese nicht ausreichend wirken oder die Gefahr der Beteiligung der mittleren und kleinen Atemwege besteht
- initial:
- Hautkrankheiten
- initial:
- 80 - 160 mg Methylprednisolon / Tag (je nach Schweregrad und Verlaufsform)
- schnelle Dosisreduktion
- Behandlungsdauer: 2 - 4 Wochen (nur in wenigen Fällen Notwendigkeit einer länger dauernden Therapie über Wochen und Monate)
- initial:
- Autoimmunerkrankungen
- initial:
- 40 - 160 mg Methylprednisolon / Tag (je nach Schweregrad und Organbeteiligung)
- danach langsame Dosisreduktion auf Erhaltungsdosis, die u. U. über Jahre erforderlich ist
- Hinweis:
- bei akuten Verläufen evtl. initial hochdosierte Stoßtherapie notwendig
- initial:
- Blutkrankheiten
- autoimmunhämolytische Anämie
- initial:
- 80 - 160 mg Methylprednisolon / Tag
- nach Ansprechen der Therapie (meist innerhalb von 2 Wochen) langsamer Abbau auf die Erhaltungsdosis
- initial:
- autoimmunhämolytische Anämie
- Colitis ulcerosa und Morbus Crohn
- initial:
- 40 - 80 mg Methylprednisolon / Tag
- langsame Dosisreduktion
- Behandlungsdauer
- bei Colitis ulcerosa: Therapie möglichst schnell beenden
- bei Morbus Crohn: wenn Langzeittherapie nötig, alternierende Gabe anstreben
- initial:
- Substitutionstherapie bei Nebennierenrindeninsuffizienz
- 4 - 8 mg Methylprednisolon / Tag
- Hinweis:
- Applikation erforderlichenfalls zusammen mit einem Mineralokortikoid
- Immunsuppression nach Transplantation im Rahmen üblicher Kombinationstherapien
- Dosierung gemäß verwendetem immunsuppressiven Protokoll
- je nach klinischer Situation völliger Dosisabbau oder Erhaltungsdosis
- ergänzende Maßnahme bei einer Zytostatika- oder Strahlentherapie im Rahmen bestehender Schemata zur Kombinationstherapie, palliativen bzw. antiemetischen Therapie
- Dosierung gemäß verwendetem Tumor-Protokoll bzw. antiemetischem Schema
- je nach klinischer Situation völliger Dosisabbau oder Erhaltungsdosis
- Vorgehen beim Absetzen
- hohe und höchste Dosen über wenige Tage:
- Methylprednisolon sofort absetzen
- Behandlung über 3 - 4 Wochen:
- Tagesdosen > 12 mg Methylprednisolon: tägliche Reduktion um 4 mg
- Tagesdosen von 12 mg Methylprednisolon: Reduktion um 2 mg alle 2 - 3 Tage oder um 4 mg alle 4 - 6 Tage
- Langzeittherapie mit Erhaltungsdosis:
- nach länger dauernder Behandlung, insbesondere mit vergleichsweise hohen Dosen, ausschleichend absetzen
- Reduktion der Dosis um 2 mg alle 2 - 3 Tage, in der letzten Woche Einnahme von 2 mg Methylprednisolon jeden 2. Tag
- ggf. Kontrolle des adrenalen Regelkreises
- hohe und höchste Dosen über wenige Tage:
Kontraindikationen
Methylprednisolon - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Methylprednisolon oder andere Glucocorticoide
- für die kurzfristige Anwendung bei vitaler Indikation oder bei Substitutionstherapie gibt es sonst keine Kontraindikationen
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Methylprednisolon - peroral
- Hinweise
- Hormonersatztherapie
- geringes Nebenwirkungsrisiko bei Beachtung der empfohlenen Dosierungen
- Pharmakotherapie
- in Abhängigkeit von Therapiedauer und Dosis können folgende Nebenwirkungen auftreten
- Hormonersatztherapie
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Leukozytose
- Lymphopenie
- Eosinopenie
- Polyglobulie
- Thrombozytopenie
- Thrombozytoseneigung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Schwächung der Immunabwehr mit Erhöhung des Infektionsrisikos (bestimmte virusbedingte Erkrankungen, z.B. Varizellen, Herpes simplex oder - während der virämischen Phase - Herpes zoster, können einen schweren, manchmal auch lebensbedrohlichen Verlauf nehmen)
- Maskierung von Infektionen
- Exazerbation latenter Infektionen
- allergische Reaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Endokrine Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Phäochromozytom-Krise
- adrenale Suppression oder Atrophie und Induktion eines Cushing-Syndroms (typische Symptome Vollmondgesicht, Stammfettsucht und Plethora)
- Steroidentzugssyndrom
- Wachstumshemmung bei Kindern
- Störungen der Sexualhormonsekretion (Amenorrhö, Hirsutismus, Impotenz)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Tumorlyse-Syndrom (in Zusammenhang mit der Anwendung von Methylprednisolon bei Patienten mit malignen hämatologischen Erkrankungen berichtet)
- reversible epikardiale oder mediastinale Lipomatosen
- epidurale Lipomatose
- Natriumretention mit Ödembildung
- vermehrte Kaliumausscheidung mit möglicher Hypokaliämie (cave: Rhythmusstörungen)
- verminderte Glucosetoleranz
- Diabetes mellitus
- Hypercholesterinämie
- Hypertriglyceridämie
- verstärkter Eiweißabbau
- ohne Häufigkeitsangabe
- Psychiatrische Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- schwere Depressionen
- Gereiztheit
- Persönlichkeitsänderungen
- Stimmungsschwankungen
- Euphorie
- Antriebs- und Appetitsteigerung
- Psychosen
- Schlafstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Pseudotumor cerebri (insbesondere bei Kindern)
- Manifestation einer latenten Epilepsie und Erhöhung der Anfallsbereitschaft bei manifester Epilepsie
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Augenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Katarakt, insbesondere mit hinterer subkapsulärer Trübung
- Glaukom
- Chorioretinopathie
- Verschlechterung der Symptome bei Hornhautulkus
- Begünstigung viraler, fungaler und bakterieller Entzündungen am Auge
- verschwommenes Sehen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herzerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Progression der Stauungslunge bei Linksherzinsuffizienz
- hypertrophische Kardiomyopathie bei Frühgeborenen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gefäßerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypertonie
- thrombotische Ereignisse
- Erhöhung des Arteriosklerose- und Thromboserisikos
- Vaskulitis (auch als Entzugssyndrom nach Langzeittherapie)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- ohne Häufigkeitsangabe
- MagenMagen-Darm-Ulzera mit der Gefahr einer Perforation (mit z.B. Peritonitis)
- gastrointestinale Blutungen
- Pankreatitis
- Oberbauchbeschwerden
- Pneumatosis intestinalis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Leber- und Gallenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erhöhung von Leberenzymen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- Striae rubrae
- Atrophie
- Teleangiektasien
- erhöhte Kapillarfragilität
- Petechien
- flächige Hautblutungen
- Ekchymosen
- Hypertrichose
- Steroidakne
- verzögerte Wundheilung
- Rosacea-artige (periorale) Dermatitis
- Änderungen der Hautpigmentierung
- Überempfindlichkeitsreaktionen, z.B. Arzneimittelexanthem
- ohne Häufigkeitsangabe
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- ohne Häufigkeitasangabe
- Muskelatrophie und -schwäche
- bei Myasthenia gravis reversible Zunahme der Muskelschwäche bis hin zur myasthenischen Krise
- Auslösung einer akuten Myopathie bei zusätzlicher Anwendung von nicht depolarisierenden Muskelrelaxanzien
- Osteoporose (dosisabhängig, auch bei nur kurzzeitiger Anwendung möglich), in schweren Fällen mit der Gefahr von Knochenbrüchen
- aseptische Knochennekrosen (Kopf des Oberarm- und Oberschenkelknochens)
- Sehnenruptur
- Muskel- und Gelenkschmerzen
- bei zu rascher Dosisreduktion nach lang dauernder Behandlung kann es zu Beschwerden wie Muskel- und Gelenkschmerzen kommen
- ohne Häufigkeitasangabe
- Erkrankungen der Nieren und der Harnwege
- ohne Häufigkeitsangabe
- sklerodermiebedingte renale Krise
- das Auftreten sklerodermiebedingter renaler Krisen variiert in den verschiedenen Subpopulationen
- höchstes Risiko bei Patienten mit diffuser systemischer Sklerose berichtet
- niedrigstes Risiko bei Patienten mit begrenzter systemischer Sklerose (2 %) und juveniler systemischer Sklerose (1 %) berichtet
- das Auftreten sklerodermiebedingter renaler Krisen variiert in den verschiedenen Subpopulationen
- sklerodermiebedingte renale Krise
- ohne Häufigkeitsangabe
- Untersuchungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gewichtszunahme
- ohne Häufigkeitsangabe
Anwendungshinweise
- Einnahme der Tabletten zu oder nach dem Essen, vornehmlich nach dem Frühstück, unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit
- Verabreichung der Tagesdosis i. d. R. morgens (zwischen 6.00 und 8.00 Uhr) einmalig (zirkadiane Therapie)
- optional: alternierende Therapie (Einnahme einer Zwei-Tage-Dosis an jedem 2. Tag morgens auf einmal) zu prüfen, in Abhängigkeit vom Krankheitsbild und der individuellen Reaktion
Stillzeithinweise
Methylprednisolon - peroral
- bei Gabe höherer Dosen oder bei Langzeitgabe sollte vorsorglich abgestillt werden
- Glucocorticoide gehen in geringen Mengen in die Muttermilch über
- Belastung des Säuglings wird dabei in der Regel weniger als 1/100 der systemisch bei der stillenden Mutter zur Verfügung stehenden Dosis betragen
Schwangerschaftshinweise
Methylprednisolon - peroral
- während der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung anwenden
- soll während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der potenzielle Nutzen für die Mutter die potenziellen Risiken, auch für den Fetus, überwiegt
- Erfahrungen über die Sicherheit einer Anwendung von Methylprednisolon in der Schwangerschaft beim Menschen sind unzureichend
- bei einer Langzeitbehandlung mit Glucocorticoiden während der Schwangerschaft sind Wachstumsstörungen des Feten nicht auszuschließen
- Gabe von Glucocorticoiden am Ende der Schwangerschaft kann zu einer Atrophie der Nebennierenrinde des Fetus führen
- machen eine ausschleichende Substitutionsbehandlung des Neugeborenen erforderlich
- Gaumenspalten
- in Tierstudien erhöhtes Auftreten von Gaumenspalten beobachtet
- ein erhöhtes Risiko für orale Spaltbildungen bei menschlichen Feten durch die Gabe von Glucocorticoiden während des 1. Trimenons wird diskutiert
- gemäß epidemiologischer Studiendaten kann die Anwendung von Glucocorticoiden während des 1. Trimenons das Risiko einer Lippen- und/oder Gaumenspalte erhöhen
- Fertilität
- keine ausreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf die Fertilität vorliegend
Warnhinweise
Methylprednisolon - peroral
- bei schweren Infektionen
- nur unter gleichzeitiger spezifischer antiinfektiöser Therapie anwenden
- Pharmakotherapie nur unter strengster Indikationsstellung und ggf. zusätzlicher gezielter antiinfektiöser Therapie bei folgenden Erkrankungen durchführen
- akute Virusinfektionen (z.B. Herpes zoster, Herpes simplex, Varizellen, Keratitis herpetica)
- HBsAg-positive chronisch aktive Hepatitis
- ca. 8 Wochen vor bis 2 Wochen nach Schutzimpfungen mit Lebendimpfstoffen
- systemische Mykosen und Parasitosen (z.B. Amöben, Nematoden)
- Poliomyelitis
- Lymphadenitis nach BCG-Impfung
- akute und chronische bakterielle Infektionen
- bei Tuberkulose in der Anamnese (cave: Reaktivierung!) Anwendung nur unter Tuberkulostatika Schutz und sorgfältiger Überwachung
- Pharmakotherapie nur unter strenger Indikationsstellung und ggf. zusätzlicher spezifischer Therapie bei folgenden Erkrankungen durchführen
- MagenMagen-Darm-Ulzera
- schwerer Osteoporose
- schwer einstellbarer Hypertonie
- schwer einstellbarem Diabetes mellitus
- psychiatrischen Erkrankungen (auch anamnestisch)
- Eng- und Weitwinkelglaukom
- Hornhautulzerationen und Hornhautverletzungen
- wegen der Gefahr einer Darmperforation mit Peritonitis Methylprednisolon nur bei zwingender Indikation und unter entsprechender Überwachung anwenden bei
- schwerer Colitis ulcerosa mit drohender Perforation, mit Abszessen oder eitrigen Entzündungen
- Divertikulitis
- Enteroanastomosen (unmittelbar postoperativ)
- Zeichen einer peritonealen Reizung nach gastrointestinaler Perforation können bei Patienten, die hohe Dosen von Glucocorticoiden erhalten, fehlen
- Pneumatosis intestinalis
- der behandelnde Arzt sollte sich bewusst sein, dass im Rahmen der Anwendung von Methylprednisolon über Fälle von Pneumatosis intestinalis berichtet wurde ((Häufigkeit nicht bekannt)
- klinisch gesehen reicht die Pneumatosis intestinalis von einer milden Erkrankung, die keine Behandlung erfordert, über schwerere Erkrankungen, die Sauerstoff, intravenöse Hydrierung und Antibiotika erfordern, bis hin zu einer lebensbedrohlichen Erkrankung, die eine sofortige Operation erfordert
- da Corticosteroide die klinischen Anzeichen und Symptome einiger lebensbedrohlicher Zustände im Zusammenhang mit einer Pneumatosis intestinalis maskieren können (einschließlich nekrotischer Darmerkrankungen, Lungenerkrankungen und Infektionen einschließlich Sepsis), ist es wichtig, eine geeignete diagnostische Bildgebung (z.B. Computertomographie und Laborparameter) durchzuführen, falls eine Pneumatosis intestinalis vermutet werden könnte, wenn leichte abdominale Symptome zu schweren fortschreiten, die eine medizinische Intervention wie oben beschrieben erforderlich machen
- der behandelnde Arzt sollte sich bewusst sein, dass im Rahmen der Anwendung von Methylprednisolon über Fälle von Pneumatosis intestinalis berichtet wurde ((Häufigkeit nicht bekannt)
- Diabetiker
- möglicherweise erhöhter Bedarf an Insulin oder oralen Antidiabetika
- regelmäßige Kontrolle der Stoffwechseleinstellungen
- Hypertonie
- regelmäßige Blutdruckkontrolle bei Patienten mit Hypertonie erforderlich
- systemische Sklerose, sklerodermiebedingte renale Krise
- Vorsicht bei Patienten mit systemischer Sklerose
- erhöhte Inzidenz (möglicherweise tödlicher) sklerodermiebedingter renaler Krisen mit Hypertonie und verringerter Harnausscheidung bei einer täglichen Dosis von 12 mg oder mehr Methylprednisolon
- daher routinemäßige Überprüfung des Blutdrucks und der Nierenfunktion (Serumkreatinin) bei diesen Patienten
- wenn Verdacht auf eine renale Krise besteht, sollte der Blutdruck sorgfältig überwacht werden
- Vorsicht bei Patienten mit systemischer Sklerose
- Tumorlyse-Syndrom (TLS)
- im Rahmen der Erfahrung nach Markteinführung bei Patienten mit malignen hämatologischen Erkrankungen nach Anwendung von Methylprednisolon allein oder in Kombination mit anderen, chemotherapeutischen Arzneimitteln von einem TLS berichtet
- Patienten mit hohem TLS-Risiko, wie Patienten mit einer hohen Proliferationsrate, hoher Tumorlast und hoher Empfindlichkeit gegenüber Zytostatika, sollten engmaschig überwacht und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden
- Phäochromozytom-Krise
- nach der Anwendung von Corticosteroiden vom Auftreten einer Phäochromozytom-Krise berichtet, die tödlich verlaufen kann
- Cortocosteroide bei Patienten mit einem vermuteten oder diagnostizierten Phäochromozytom nur nach einer angemessenen Nutzen-Risiko-Abwägung anwenden
- Herzinsuffizienz
- Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz sorgfältig überwachen, da die Gefahr einer Verschlechterung besteht
- Thrombose
- Berichte über Thrombose einschließlich venöser Thromboembolie unter Corticosteroiden
- Corticosteroide bei Patienten, die an thromboembolischen Erkrankungen leiden oder für solche anfällig sind, mit Vorsicht anwenden
- Myasthenia gravis
- bei der Behandlung kann es initial zu einer Symptomverschlechterung, bis hin zu einer myasthenischen Krise, kommen
- Einstellung auf Corticosteroide sollte stationär erfolgen
- Therapie einschleichend beginnen, insbesondere bei schwerer facio-pharyngealer Symptomatik und Minderung des Atemvolumens
- bei der Behandlung kann es initial zu einer Symptomverschlechterung, bis hin zu einer myasthenischen Krise, kommen
- Infektion
- Behandlung kann die Symptomatik einer bestehenden oder sich entwickelnden Infektion verschleiern und somit die Diagnostik erschweren
- Behandlung mit Glucocorticoiden kann durch Immunsuppression zu einem erhöhten Infektionsrisiko führen
- auch durch solche Krankheitserreger, die ansonsten selten Infektionen verursachen (sog. opportunistische Keime)
- Impfungen
- Impfungen mit Totimpfstoffen sind grundsätzlich möglich
- aber beachten, dass die Immunreaktion und damit der Impferfolg bei höheren Dosierungen der Corticoide beeinträchtigt werden kann
- Impfung bei Patienten unter einer Erhaltungstherapie mit höherer Dosierung (ausgenommen bei Substitutionstherapie) nicht empfohlen
- Sehstörung
- bei der systemischen und topischen Anwendung von Corticosteroiden können Sehstörungen auftreten
- wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig wird, sollte eine Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in Erwägung gezogen werden
- die Sehstörungen, die nach der Anwendung systemischer oder topischer Corticosteroide gemeldet wurden umfassen u.a.
- Katarakt
- Glaukom
- oder seltene Erkrankungen, wie z.B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC)
- die Sehstörungen, die nach der Anwendung systemischer oder topischer Corticosteroide gemeldet wurden umfassen u.a.
- körperliche Stresssituationen
- kommt es während der Behandlung zu besonderen körperlichen Stresssituationen (Unfall, Operation, Geburt etc.), kann eine vorübergehende Dosiserhöhung erforderlich werden
- wegen der möglichen Gefährdung in Stresssituationen sollte für den Patienten bei länger dauernder Therapie bzw. Substitutionstherapie ein Corticoidausweis ausgestellt werde
- Osteoporose
- abhängig von Dauer und Dosierung der Behandlung muss mit einem negativen Einfluss auf den Calciumstoffwechsel gerechnet werden
- Osteoporose-Prophylaxe empfehlenswert
- gilt vor allem bei gleichzeitig bestehenden Risikofaktoren wie familiärer Veranlagung, höherem Lebensalter, nach der Menopause, ungenügender Eiweiß- und Calciumzufuhr, starkem Rauchen, übermäßigem Alkoholgenuss sowie Mangel an körperlicher Aktivität
- Vorbeugung besteht in ausreichender Calcium- und Vitamin-D-Zufuhr sowie körperlicher Aktivität
- Osteoporose-Prophylaxe empfehlenswert
- bei bereits bestehender Osteoporose sollte zusätzlich eine medikamentöse Therapie erwogen werden
- abhängig von Dauer und Dosierung der Behandlung muss mit einem negativen Einfluss auf den Calciumstoffwechsel gerechnet werden
- Langzeittherapie
- bei Beendigung oder ggf. Abbruch einer Langzeitanwendung von Corticosteroiden sollte das Absetzen schrittweise erfolgen
- die mit einem abrupten Abbruch der Behandlung verbundenen Risiken sind Exazerbation bzw. Rezidiv der Grundkrankheit, akute NNR-Insuffizienz (insbesondere in Stresssituationen, z.B. während Infektionen, nach Unfällen, bei intensiver körperlicher Belastung) oder Steroidentzugssyndrom
- das Steroidentzugssyndrom kann sich in einer großen Bandbreite von Anzeichen und Symptomen äußern; zu den typischen Symptomen gehören jedoch Fieber, Anorexie, Übelkeit, Lethargie, Unwohlsein, Arthralgien, Schuppung der Haut, Schwäche, Hypotonie und Gewichtsverlust
- Kontrollen bei Langzeittherapie
- bei einer lang dauernden Therapie sind regelmäßige ärztliche Kontrollen (einschließlich augenärztlicher Kontrollen in dreimonatigen Abständen) angezeigt
- bei vergleichsweise hohen Dosen ist auf eine ausreichende Kaliumzufuhr und auf Natriumrestriktion zu achten und der Serumkaliumspiegel zu überwachen
- spezielle Viruserkrankungen (Windpocken, Masern)
- spezielle Viruserkrankungen (Windpocken, Masern) können bei Patienten, die mit Glucocorticoiden behandelt werden, besonders schwer, manchmal auch lebensbedrohlich, verlaufen
- insbesondere gefährdet sind immunsupprimierte Kinder und Personen ohne bisherige Windpocken- oder Maserninfektion
- wenn diese Personen während einer Behandlung Kontakt zu Personen haben, die an Masern, Windpocken oder Herpes zoster erkrankt sind, sollte gegebenenfalls eine vorbeugende Behandlung eingeleitet werden
- spezielle Viruserkrankungen (Windpocken, Masern) können bei Patienten, die mit Glucocorticoiden behandelt werden, besonders schwer, manchmal auch lebensbedrohlich, verlaufen
- hepatobiliäre Wirkungen
- selten wurden Leber-und Gallenerkrankungen berichtet
- nach Absetzen in den meisten Fällen reversibel
- Notwendigkeit einer geeigneten Überwachung besteht
- selten wurden Leber-und Gallenerkrankungen berichtet
- bei Hypothyreose oder Leberzirrhose
- vergleichsweise niedrige Dosierungen können ausreichen bzw. eine Dosisreduktion kann erforderlich sein und es sollte eine sorgfältige Überwachung erfolgen
- Hyperthyreose, thyreotoxische periodische Paralyse
- bei Patienten mit Hyperthyreose und Methylprednisolon-induzierter Hypokaliämie kann thyreotoxische periodische Paralyse (TPP) auftreten
- bei mit Methylprednisolon behandelten Patienten, die Anzeichen oder Symptome von Muskelschwäche aufweisen, insbesondere bei Patienten mit Hyperthyreose, ist TPP in Betracht zu ziehen
- besteht der Verdacht auf TPP, müssen die Kaliumspiegel im Blut umgehend überwacht und eine geeignete Behandlung eingeleitet werden, um sicherzustellen, dass sich die Kaliumspiegel im Blut wieder normalisieren
- Kinder
- nach der systemischen Anwendung von Glucocorticoiden bei Frühgeborenen wurde vom Auftreten einer hypertrophischen Kardiomyopathie berichtet
- bei Säuglingen, die eine systemische Behandlung mit Glucocorticoiden erhalten, sollte die myokardiale Struktur und Funktion mittels Echokardiogramm überwacht werden
- bei Kindern sollte Indikation aufgrund der wachstumshemmenden Wirkung von Methylprednisolon streng gestellt und das Längenwachstum bei Langzeittherapie regelmäßig kontrolliert werden
- Doping
- Anwendung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen
- gesundheitliche Folgen der Anwendung von Methylprednisolon als Dopingmittel können nicht abgesehen werden, schwerwiegende Gesundheitsgefährdungen sind nicht auszuschließen