Urso 400 Heumann
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 30 ST | 30,59 € |
| N2 | 50 ST | 43,02 € |
| N3 | 100 ST | 72,77 € |
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Indikation
- Auflösung von Cholesterin-Gallensteinen der Gallenblase
- Gallensteine dürfen auf dem Röntgenbild keine Schatten geben
- Gallensteine sollen nicht größer als 15 mm im Durchmesser sein
- Funktion der Gallenblase darf trotz Gallensteinen nicht wesentlich eingeschränkt sein
- symptomatischen Behandlung der primär biliären Zirrhose (PBC) bei Patienten ohne dekompensierte Leberzirrhose
Dosierung
- Auflösung von Cholesterin-Gallensteinen der Gallenblase
- 10 mg Ursodeoxycholsäure / kg KG / Tag, entsprechend
- </= 60 kg KG: 1,5 Filmtabletten (600 mg Ursodeoxycholsäure) / Tag
- 61 - 80 kg KG: 2 Filmtabletten (800 mg Ursodeoxycholsäure) / Tag
- 81 - 100 kg KG: 2,5 Filmtabletten (1000 mg Ursodeoxycholsäure) / Tag
- > 100 kg KG: 3 Filmtabletten (1200 mg Ursodeoxycholsäure) / Tag
- Behandlungsdauer
- 6 - 24 Monate
- Therapie nicht fortführen, wenn nach 12 Monaten noch keine Verkleinerung der Gallensteine eingetreten ist
- sonographische oder röntgenologische Überprüfung des Behandlungserfolges alle 6 Monate (bei zwischenzeitlicher Verkalkung der Steine: Behandlungsabbruch)
- 10 mg Ursodeoxycholsäure / kg KG / Tag, entsprechend
- symptomatische Behandlung der primär biliären Zirrhose (PBC)
- Tagesdosis abhängig vom Körpergewicht (KG): 2 - 4 Filmtabletten (14 +/- 2 mg Ursodeoxycholsäure / kg KG)
- während der ersten 3 Monate: Einnahme über den Tag verteilt
- mit Verbesserung der Leberwerte, optional, gesamte Tagesdosis 1mal / Tag abends
- 50 - 62 kg KG:
- 1. - 3. Monat: 1/2 Filmtablette morgens, 1/2 Filmtablette mittags, 1 Filmtablette abends
- anschließend: 2 Filmtabletten 1mal / Tag, abends
- 63 - 78 kg KG:
- 1. - 3. Monat: 1/2 Filmtablette morgens, 1 Filmtablette mittags, 1 Filmtablette abends
- anschließend: 2 1/2 Filmtabletten 1mal / Tag, abends
- 79 - 93 kg KG:
- 1. - 3. Monat: 1 Filmtablette morgens, 1 Filmtablette mittags, 1 Filmtablette abends
- anschließend: 3 Filmtabletten 1mal / Tag, abends
- 94 - 109 kg KG:
- 1. - 3. Monat: 1 Filmtablette morgens, 1 Filmtablette mittags, 1 1/2 Filmtabletten abends
- anschließend: 3 1/2 Filmtabletten 1mal / Tag, abends
- > 110 kg KG:
- 1. - 3. Monat: 1 Filmtablette morgens, 1 Filmtablette mittags, 2 Filmtabletten abends
- anschließend: 4 Filmtabletten 1mal / Tag, abends
- Behandlungsdauer:
- unbegrenzt
- Dosisanpassung
- Verschlechterung der klinischen Symptome, z.B. Verstärkung des Juckreizes zu Beginn der Behandlung (selten):
- Therapie zunächst mit 1/2 Filmtablette (200 mg Ursodeoxycholsäure) / Tag fortführen
- anschließend Dosiserhöhung, schrittweise, im wöchentlichen Abstand um 1/2 Filmtablette (200 mg Ursodeoxycholsäure) bis die im jeweiligen Dosierschema vorgesehene Dosis wieder erreicht ist
- Verschlechterung der klinischen Symptome, z.B. Verstärkung des Juckreizes zu Beginn der Behandlung (selten):
- Tagesdosis abhängig vom Körpergewicht (KG): 2 - 4 Filmtabletten (14 +/- 2 mg Ursodeoxycholsäure / kg KG)
Kontraindikationen
Ursodeoxycholsäure - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Ursodeoxycholsäure bzw. Gallensäuren
- akute Ulkuserkrankungen
- entzündliche Darmerkrankungen und andere Dünndarm- , Dickdarm- und Leberleiden, die den enterohepatischen Kreislauf der Gallensalze störend beeinflussen (z.B. Ileumresektion und Ileostoma, extra- und intrahepatischer Gallenstau, schwere Lebererkrankungen)
- häufige Gallenkoliken
- röntgendichte, kalzifizierte Gallensteine
- akute Entzündungen der Gallenblase und der Gallenwege
- Verschluss der Gallenwege (Choledochus- oder Zystikusverschluss)
- eingeschränkte Kontraktionsfähigkeit der Gallenblase
- wenn die Gallenblase röntgenologisch nicht darstellbar ist
- Kinder und Jugendliche
- erfolglose Hepatoenterostomie bzw. fehlende Wiederherstellung eines normalen Gallenabflusses bei Kindern mit Gallengangatresie
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Ursodeoxycholsäure - peroral
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- breiförmige Stühle
- Durchfall
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- bei Behandlung der primär biliären Zirrhose (BPC)
- schwere rechtsseitige Oberbauchbeschwerden
- bei Behandlung der primär biliären Zirrhose (BPC)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Verkalkung von Gallensteinen
- bei Behandlung der primär biliären Zirrhose
- Dekompensation der Leberzirrhose (teilweise Rückbildung nach Absetzen der Therapie)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Urtikaria
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
Anwendungshinweise
- Auflösung von Gallensteinen/Behandlung der Gallenrefluxgastritis
- Einnahme der Filmtabletten abends vor dem Schlafengehen unzerkaut mit etwas Flüssigkeit (ca. 1 Glas Wasser)
- symptomatische Behandlung der primär biliären Zirrhose
- Einnahme während der ersten 3 Monate über den Tag verteilt, anschließend 1mal / Tag abends
- Einnahme unzerkaut mit etwas Flüssigkeit
Stillzeithinweise
Ursodeoxycholsäure - peroral
- basierend auf wenigen dokumentierten Fällen stillender Frauen ist der Ursodeoxycholsäure-Spiegel in der Muttermilch sehr niedrig
- daher Nebenwirkungen bei gestillten Säuglingen unwahrscheinlich
Schwangerschaftshinweise
Ursodeoxycholsäure - peroral
- Ursodeoxychlorsäure darf nicht während der Schwangerschaft angewendet werden, es sei denn, es ist eindeutig erforderlich
- vor Beginn der Behandlung Ausschluss einer möglichen Schwangerschaft
- keine oder nur sehr begrenzte Daten zur Verwendung von Ursodeoxycholsäure in der Schwangerschaft
- tierexperimentelle Studien
- haben eine Reproduktionstoxizität während der frühen Trächtigkeitsphase gezeigt
- Frauen im gebärfähigen Alter
- Behandlung von Frauen im gebärfähigen Alter nur bei Anwendung von zuverlässigen empfängnisverhütenden Maßnahmen
- nicht-hormonelle Empfängnisverhütungsmethoden oder orale Kontrazeptiva mit niedrigem Östrogengehalt empfohlen
- bei Patienten, die Ursodeoxychlorsäure zur Auflösung von Cholesterin-Gallensteinen der Gallenblase anwenden:
- wirksame nicht-hormonelle Verhütungsmethoden sollten angewendet werden (hormonhaltige, orale Kontrazeptiva können Bildung von Gallensteinen fördern)
- Behandlung von Frauen im gebärfähigen Alter nur bei Anwendung von zuverlässigen empfängnisverhütenden Maßnahmen
- Fertilität
- tierexperimentelle Studien
- zeigten keinen Einfluss von Ursodeoxychlorsäure
- Daten zur Auswirkung auf die Fertilität beim Menschen nach Exposition mit Ursodeoxychlorsäure nicht vorliegend
- tierexperimentelle Studien
Warnhinweise
Ursodeoxycholsäure - peroral
- Ursodesoxycholsäure sollte nur unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden
- Kontrolle der Leberparameter AST (SGOT), ALT (SGPT) und gamma-GT:
- in den ersten 3 Monaten alle 4 Wochen
- anschließend alle 3 Monate
- mit diesen Überwachungsmaßnahmen soll sichergestellt werden, dass mögliche Leberfunktionsstörungen frühzeitig erkannt werden
- gilt v.a. bei Patienten im fortgeschrittenen Stadium der PBC
- außerdem wird rechtzeitig erkannt, ob ein Patient mit PBC auf die Behandlung ansprich
- bei Anwendung zur Auflösung von Cholesteringallensteinen der Gallenblase
- Vorraussetzung für den Beginn einer Therapie mit Ursodeoxycholsäure ist der Cholesterol-Charakter der Gallensteine
- ein verlässliches Kennzeichen ist ihre Röntgenstrahlendurchlässigkeit
- größte Wahrscheinlichkeit einer Auflösung besteht bei kleinen Gallensteinen in einer funktionsfähigen Gallenblase
- um den Verlauf der Behandlung einschätzen und eine Verkalkung der Gallensteine rechtzeitig erkennen zu können, sollte abhängig von der Steingröße 6 - 10 Monate nach Behandlungsbeginn eine Darstellung der Gallenblase (orale Cholezystografie) mit Übersichts- und Schlussaufnahmen im Stehen und im Liegen (Ultraschallverlaufskontrolle) durchgeführt werden
- bei Patienten unter einer Behandlung zur Gallensteinauflösung angebracht, die Wirksamkeit des Arzneimittels alle 6 Monate mittels Cholezystografie oder Echografie zu bestimmen
- bei röntgenologisch nicht darstellbarer Gallenblase, calcifizierten Gallensteinen, gestörter Kontraktionsfähigkeit der Gallenblase und bei häufigen Gallenkoliken darf Ursodesoxycholsäure nicht angewendet werden
- Frauen im gebärfähigen Alter, die Ursodesoxycholsäure zur Auflösung von Gallensteinen einnehmen
- sollten wirksame nichthormonelle Verhütungsmethoden anwenden, da hormonhaltige Kontrazeptiva die Bildung von Gallensteinen fördern können
- Vorraussetzung für den Beginn einer Therapie mit Ursodeoxycholsäure ist der Cholesterol-Charakter der Gallensteine
- bei Anwendung zur Behandlung von Patienten mit PBC im fortgeschrittenen Stadium
- in sehr seltenen Fällen eine Dekompensation der Leberzirrhose beobachtet, die nach Absetzen der Behandlung teilweise reversibel war
- bei Patienten mit PBC können sich klinische Symptome (z.B. Juckreiz) in seltenen Fällen zu Beginn der Behandlung verstärken
- in diesem Fall sollte die Dosis reduziert werden
- danach sollte die Dosis, wie in Abschnitt Dosierung beschrieben, schrittweise wieder erhöht werden
- Dekompensation der Leberzirrhose
- in sehr seltenen Fällen Dekompensation der Leberzirrhose beobachtet, die nach Absetzen der Behandlung teilweise reversibel war
- Diarrhoe
- bei Diarrhöoe Dosis reduzieren
- in Fällen vanhaltender Diarrhö sollte die Behandlung abgebrochen werden