URSOFALK 250 MG/5 ML SUSPENSION
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| NotApplicable | 250 ML | – |
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Indikation
- Behandlung der primär biliären Cholangitis (PBC) bei Patienten ohne dekompensierte Leberzirrhose
- Auflösung von Cholesterin-Gallensteinen der Gallenblase, vorausgesetzt
- Gallensteine geben auf dem Röntgenbild keine Schatten
- Gallensteine < 15 mm im Durchmesser
- Gallenblase trotz Gallenstein(en) funktionsfähig
Kinder von 1 Monat - < 18 Jahren
- Behandlung einer hepatobiliären Erkrankung im Zusammenhang mit zystischer Fibrose
Dosierung
Basiseinheit: 1 Messlöffel (5 ml Suspension) enthält 250 mg Ursodeoxycholsäure
- Auflösung von Cholesterin-Gallensteinen
- ca. 10 mg / kg KG / Tag
- 5 - 7 kg KG: 1/4 Messlöffel (1,25 ml)
- 8 - 12 kg KG: 1/2 Messlöffel (2,5 ml)
- 13 - 18 kg KG: 3/4 Messlöffel (3,75 ml)
- 19 - 25 kg KG: 1 Messlöffel (5 ml)
- 26 - 35 kg KG: 1 1/2 Messlöffel (7,5 ml)
- 36 - 50 kg KG: 2 Messlöffel (10 ml)
- 51 - 65 kg KG: 2 1/2 Messlöffel (12,5 ml)
- 66 - 80 kg KG: 3 Messlöffel (15 ml)
- 81 - 100 kg KG: 4 Messlöffel (20 ml)
- > 100 kg KG: 5 Messlöffel (25 ml)
- Behandlungsdauer
- 6 - 24 Monate
- Therapie nicht fortführen, wenn nach 12 Monaten noch keine Verkleinerung der Gallensteine eingetreten ist
- sonographische oder röntgenologische Überprüfung des Behandlungserfolges alle 6 Monate
- Therapieabbruch bei Verkalkung der Steine
- symptomatische Behandlung der primär biliären Zirrhose
- ca. 12 - 16 mg Ursodeoxycholsäure / kg KG / Tag
- 8 - 11 kg KG: 1/4 Messlöffel mittags und 1/4 Messlöffel abends (2,5 ml / Tag)
- 12 - 15 kg KG: je 1/4 Messlöffel morgens, mittags, abends (3,75 ml / Tag)
- 16 - 19 kg KG: 1/2 Messlöffel morgens und abends (5 ml / Tag)
- 20 - 23 kg KG: 1/4 Messlöffel morgens und je 1/2 Messlöffel mittags und abends (6,25 ml / Tag)
- 24 - 27 kg KG: je 1/2 Messlöffel morgens, mittags, abends (7,5 ml / Tag)
- 28 - 31 kg KG: 1/4 Messlöffel morgens, 1/2 Messlöffel mittags und 1 Messlöffel abends (8,75 ml / Tag)
- 32 - 39 kg KG: 1/2 Messlöffel morgens und mittags und 1 Messlöffel abends (10 ml / Tag)
- 40 - 47 kg KG: 1/2 Messlöffel morgens und 1 Messlöffel mittags und abends (12,5 ml / Tag)
- 48 - 62 kg KG: je 1 Messlöffel morgens, mittags und abends (15 ml / Tag)
- 63 - 80 kg KG: 1 Messlöffel morgens und mittags, 2 Messlöffel abends (20 ml / Tag)
- 81 - 95 kg KG: 1 Messlöffel morgens, 2 Messlöffel mittags und abends (25 ml / Tag)
- 96 - 115 kg KG: je 2 Messlöffel morgens, mittags und abends (30 ml / Tag)
- > 115 kg KG: 2 Messlöffel morgens und mittags und 3 Messlöffel abends (35 ml / Tag)
- nach 3 Monaten kann die Dosis auch 1mal / Tag abends eingenommen werden
- Behandlungsdauer: zeitlich nicht begrenzt
- Verschlechterung der klinischen Symptomatik zu Behandlungsbeginn (z.B. Verstärkung des Juckreizes)
- Fortführen der Therapie mit einer verringerten Dosis / Tag
- Dosissteigerung, nach je 1 Woche bis zum Erreichen der vorgesehenen Dosis (s.o.)
- Kinder mit zystischer Fibrose im Alter von 1 Monat - < 18 Jahren
- 20 mg Ursodeoxycholsäure / kg KG / Tag in 2 - 3 Gaben
- bei Bedarf, Steigerung auf 30 mg Ursodeoxycholsäure / kg KG / Tag
- Kinder < 10 kg KG
- Einmalspritze (2 ml) als Dosierhilfe benutzen
- 4 kg KG: 0,8 ml morgens und 0,8 ml abends
- 4,5 kg KG: 0,9 ml morgens und 0,9 ml abends
- 5 kg KG: 1 ml morgens und 1 ml abends
- 5,5 kg KG: 1,1 ml morgens und 1,1 ml abends
- 6 kg KG: 1,2 ml morgens und 1,2 ml abends
- 6,5 kg KG: 1,3 ml morgens und 1,3 ml abends
- 7 kg KG: 1,4 ml morgens und 1,4 ml abends
- 7,5 kg KG: 1,5 ml morgens und 1,5 ml abends
- 8 kg KG: 1,6 ml morgens und 1,6 ml abends
- 8,5 kg KG: 1,7 ml morgens und 1,7 ml abends
- 9 kg KG: 1,8 ml morgens und 1,8 ml abends
- 9,5 kg KG: 1,9 ml morgens und 1,9 ml abends
- 10 kg KG: 2,0 ml morgens und 2,0 ml abends
- Kinder > 10 kg KG
- beiliegende Dosierhilfe benutzen
- 11 - 12 kg KG: 1/2 Messlöffel morgens und 1/2 Messlöffel abends (21 - 23 mg / kg KG / Tag)
- 13 - 15 kg KG: 1/2 Messlöffel morgens und 3/4 Messlöffel abends (21 - 24 mg / kg KG / Tag)
- 16 - 18 kg KG: 3/4 Messlöffel morgens und 3/4 Messlöffel abends (21 - 23 mg / kg KG / Tag)
- 19 - 21 kg KG: 3/4 Messlöffel morgens und 1 Messlöffel abends (21 - 23 mg / kg KG / Tag)
- 22 - 23 kg KG: 1 Messlöffel morgens und 1 Messlöffel abends (22 - 23 mg / kg KG / Tag)
- 24 - 26 kg KG: 1 Messlöffel morgens und 1 1/4 Messlöffel abends (22 - 23 mg / kg KG / Tag)
- 27 - 29 kg KG: 1 1/4 Messlöffel morgens und 1 1/4 Messlöffel abends (22 - 23 mg / kg KG / Tag)
- 30 - 32 kg KG: 1 1/4 Messlöffel morgens und 1 1/2 Messlöffel abends (21 - 23 mg / kg KG / Tag)
- 33 - 35 kg KG: 1 1/2 Messlöffel morgens und 1 1/2 Messlöffel abends (21 - 23 mg / kg KG / Tag)
- 36 - 38 kg KG: 1 1/2 Messlöffel morgens und 1 3/4 Messlöffel abends (21 - 23 mg / kg KG / Tag)
- 39 - 41 kg KG: 1 3/4 Messlöffel morgens und 1 3/4 Messlöffel abends (21 - 22 mg / kg KG / Tag)
- 42 - 47 kg KG: 1 3/4 Messlöffel morgens und 2 Messlöffel abends (20 - 22 mg / kg KG / Tag)
- 48 - 56 kg KG: 2 1/4 Messlöffel morgens und 2 1/4 Messlöffel abends (20 - 23 mg / kg KG / Tag)
- 57 - 68 kg KG: 2 3/4 Messlöffel morgens und 2 3/4 Messlöffel abends (20 - 24 mg / kg KG / Tag)
- 69 - 81 kg KG: 3 1/4 Messlöffel morgens und 3 1/4 Messlöffel abends (20 - 24 mg / kg KG / Tag)
- 82 - 100 kg KG: 4 Messlöffel morgens und 4 Messlöffel abends (20 - 24 mg / kg KG / Tag)
- > 100 kg KG: 4 1/2 Messlöffel morgens und 4 1/2 Messlöffel abends
Kontraindikationen
Ursodeoxycholsäure - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Ursodeoxycholsäure bzw. Gallensäuren
- akute Ulkuserkrankungen
- entzündliche Darmerkrankungen und andere Dünndarm- , Dickdarm- und Leberleiden, die den enterohepatischen Kreislauf der Gallensalze störend beeinflussen (z.B. Ileumresektion und Ileostoma, extra- und intrahepatischer Gallenstau, schwere Lebererkrankungen)
- häufige Gallenkoliken
- röntgendichte, kalzifizierte Gallensteine
- akute Entzündungen der Gallenblase und der Gallenwege
- Verschluss der Gallenwege (Choledochus- oder Zystikusverschluss)
- eingeschränkte Kontraktionsfähigkeit der Gallenblase
- wenn die Gallenblase röntgenologisch nicht darstellbar ist
- Kinder und Jugendliche
- erfolglose Hepatoenterostomie bzw. fehlende Wiederherstellung eines normalen Gallenabflusses bei Kindern mit Gallengangatresie
Therapiehinweise
Einnahme zur Nacht.
Nebenwirkungen
Ursodeoxycholsäure - peroral
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- breiförmige Stühle
- Durchfall
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- bei Behandlung der primär biliären Zirrhose (BPC)
- schwere rechtsseitige Oberbauchbeschwerden
- bei Behandlung der primär biliären Zirrhose (BPC)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Verkalkung von Gallensteinen
- bei Behandlung der primär biliären Zirrhose
- Dekompensation der Leberzirrhose (teilweise Rückbildung nach Absetzen der Therapie)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Urtikaria
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
Anwendungshinweise
- Suspension zum Einnehmen
- Anwendung unter ärztlicher Kontrolle
- verschlossene Flasche vor Gebrauch gut schütteln
- Auflösen von Cholesterin-Gallensteinen
- Einnahme der Suspension abends vor dem Schlafengehen
- regelmäßige Einnahme
- symptomatische Behandlung der primär biliären Zirrhose
- Einnahme der Suspension gemäß Dosierungsschema
- regelmäßige Einnahme
- Kinder mit zystischer Fibrose
- Einmalspritze (2 ml) als Dosierhilfe benutzen bei Kinder < 10 kg KG
- kleine Menge der Suspension in beiliegendes Messbehältnis gießen
- etwas mehr als das erforderliche Volumen in die Spritze aufziehen
- Luftblasen durch klopfen an der Spritze entfernen
- erforderliches Volumen überprüfen, ggf. anpassen
- Verabreichung des Inhalts der Spritze vorsichtig direkt in den Mund
- unverbrauchte Suspension aus der Spritze oder dem Messbehältnis verwerfen
- Einnahme der Suspension gemäß Dosierungsschema
- regelmäßige Einnahme
- Einmalspritze (2 ml) als Dosierhilfe benutzen bei Kinder < 10 kg KG
Stillzeithinweise
Ursodeoxycholsäure - peroral
- basierend auf wenigen dokumentierten Fällen stillender Frauen ist der Ursodeoxycholsäure-Spiegel in der Muttermilch sehr niedrig
- daher Nebenwirkungen bei gestillten Säuglingen unwahrscheinlich
Schwangerschaftshinweise
Ursodeoxycholsäure - peroral
- Ursodeoxychlorsäure darf nicht während der Schwangerschaft angewendet werden, es sei denn, es ist eindeutig erforderlich
- vor Beginn der Behandlung Ausschluss einer möglichen Schwangerschaft
- keine oder nur sehr begrenzte Daten zur Verwendung von Ursodeoxycholsäure in der Schwangerschaft
- tierexperimentelle Studien
- haben eine Reproduktionstoxizität während der frühen Trächtigkeitsphase gezeigt
- Frauen im gebärfähigen Alter
- Behandlung von Frauen im gebärfähigen Alter nur bei Anwendung von zuverlässigen empfängnisverhütenden Maßnahmen
- nicht-hormonelle Empfängnisverhütungsmethoden oder orale Kontrazeptiva mit niedrigem Östrogengehalt empfohlen
- bei Patienten, die Ursodeoxychlorsäure zur Auflösung von Cholesterin-Gallensteinen der Gallenblase anwenden:
- wirksame nicht-hormonelle Verhütungsmethoden sollten angewendet werden (hormonhaltige, orale Kontrazeptiva können Bildung von Gallensteinen fördern)
- Behandlung von Frauen im gebärfähigen Alter nur bei Anwendung von zuverlässigen empfängnisverhütenden Maßnahmen
- Fertilität
- tierexperimentelle Studien
- zeigten keinen Einfluss von Ursodeoxychlorsäure
- Daten zur Auswirkung auf die Fertilität beim Menschen nach Exposition mit Ursodeoxychlorsäure nicht vorliegend
- tierexperimentelle Studien
Warnhinweise
Ursodeoxycholsäure - peroral
- Ursodesoxycholsäure sollte nur unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden
- Kontrolle der Leberparameter AST (SGOT), ALT (SGPT) und gamma-GT:
- in den ersten 3 Monaten alle 4 Wochen
- anschließend alle 3 Monate
- mit diesen Überwachungsmaßnahmen soll sichergestellt werden, dass mögliche Leberfunktionsstörungen frühzeitig erkannt werden
- gilt v.a. bei Patienten im fortgeschrittenen Stadium der PBC
- außerdem wird rechtzeitig erkannt, ob ein Patient mit PBC auf die Behandlung ansprich
- bei Anwendung zur Auflösung von Cholesteringallensteinen der Gallenblase
- Vorraussetzung für den Beginn einer Therapie mit Ursodeoxycholsäure ist der Cholesterol-Charakter der Gallensteine
- ein verlässliches Kennzeichen ist ihre Röntgenstrahlendurchlässigkeit
- größte Wahrscheinlichkeit einer Auflösung besteht bei kleinen Gallensteinen in einer funktionsfähigen Gallenblase
- um den Verlauf der Behandlung einschätzen und eine Verkalkung der Gallensteine rechtzeitig erkennen zu können, sollte abhängig von der Steingröße 6 - 10 Monate nach Behandlungsbeginn eine Darstellung der Gallenblase (orale Cholezystografie) mit Übersichts- und Schlussaufnahmen im Stehen und im Liegen (Ultraschallverlaufskontrolle) durchgeführt werden
- bei Patienten unter einer Behandlung zur Gallensteinauflösung angebracht, die Wirksamkeit des Arzneimittels alle 6 Monate mittels Cholezystografie oder Echografie zu bestimmen
- bei röntgenologisch nicht darstellbarer Gallenblase, calcifizierten Gallensteinen, gestörter Kontraktionsfähigkeit der Gallenblase und bei häufigen Gallenkoliken darf Ursodesoxycholsäure nicht angewendet werden
- Frauen im gebärfähigen Alter, die Ursodesoxycholsäure zur Auflösung von Gallensteinen einnehmen
- sollten wirksame nichthormonelle Verhütungsmethoden anwenden, da hormonhaltige Kontrazeptiva die Bildung von Gallensteinen fördern können
- Vorraussetzung für den Beginn einer Therapie mit Ursodeoxycholsäure ist der Cholesterol-Charakter der Gallensteine
- bei Anwendung zur Behandlung von Patienten mit PBC im fortgeschrittenen Stadium
- in sehr seltenen Fällen eine Dekompensation der Leberzirrhose beobachtet, die nach Absetzen der Behandlung teilweise reversibel war
- bei Patienten mit PBC können sich klinische Symptome (z.B. Juckreiz) in seltenen Fällen zu Beginn der Behandlung verstärken
- in diesem Fall sollte die Dosis reduziert werden
- danach sollte die Dosis, wie in Abschnitt Dosierung beschrieben, schrittweise wieder erhöht werden
- Dekompensation der Leberzirrhose
- in sehr seltenen Fällen Dekompensation der Leberzirrhose beobachtet, die nach Absetzen der Behandlung teilweise reversibel war
- Diarrhoe
- bei Diarrhöoe Dosis reduzieren
- in Fällen vanhaltender Diarrhö sollte die Behandlung abgebrochen werden