Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 100 ST | 76,86 € |
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Indikation
- Auflösung von Cholesterin-Gallensteinen der Gallenblase, vorausgesetzt
- Gallensteine geben auf dem Röntgenbild keine Schatten
- Gallensteine </= 15 mm im Durchmesser
- Gallenblase trotz Gallenstein(en) nicht wesentlich eingeschränkt
- Behandlung der primär biliären Cholangitis (PBC) bei Patienten ohne dekompensierte Leberzirrhose
Kinder und Jugendliche 6 Jahre bis < 18 Jahre
- Behandlung einer hepatobiliären Erkrankung im Zusammenhang mit zystischer Fibrose
Dosierung
- Auflösung von Cholesterin-Gallensteinen
- 10 mg Ursodesoxycholsäure (UDCA) / kg KG / Tag, entsprechend
- </= 60 kg KG: 1 Tablette (500 mg)
- 61 - 80 kg KG: 1,5 Tabletten (750 mg)
- 81 - 100 kg KG: 2 Tabletten (1000 mg)
- > 100 kg KG: 2,5 Tabletten (1250 mg)
- Behandlungsdauer
- 6 - 24 Monate
- Therapie nicht fortführen, wenn nach 12 Monaten noch keine Verkleinerung der Gallensteine eingetreten ist
- sonographische oder röntgenologische Überprüfung des Behandlungserfolges alle 6 Monate
- Therapieabbruch bei Verkalkung der Steine
- 10 mg Ursodesoxycholsäure (UDCA) / kg KG / Tag, entsprechend
- Behandlung der primär biliären Zirrhose (PBC)
- Tagesdosis vom Körpergewicht (KG) abhängig ca. 14 +/- 2 mg Ursodeoxycholsäure / kg KG
- während der ersten 3 Monate
- 47 - 62 kg KG: je 1/2 Tablette morgens, mittags und abends (750 mg / Tag)
- 63 - 78 kg KG: je 1/2 Tablette morgens und mittags, 1 Tablette abends (1000 mg / Tag)
- 79 - 93 kg KG: 1/2 Tablette morgens, je 1 Tablette mittags und abends (1250 mg / Tag)
- 94 - 109 kg KG: je 1 Tablette morgens, mittags und abends (1500 mg / Tag)
- > 110 kg KG: je 1 Tablette morgens und mittags, 1,5 Tabletten abends (1750 mg / Tag)
- mit Verbesserung der Leberwerte: 1mal / Tag, abends
- 47 - 62 kg KG: 1,5 Tabletten
- 63 - 78 kg KG: 2 Tabletten
- 79 - 93 kg KG: 2,5 Tabletten
- 94 - 109 kg KG: 3 Tabletten
- > 110 kg KG: 3,5 Tabletten
- Behandlungsdauer: zeitlich nicht begrenzt
- Verschlechterung der klinischen Symptomatik zu Behandlungsbeginn (z.B. Verstärkung des Juckreizes)
- Fortführung der Therapie mit 1/2 Tablette (250 mg) / Tag
- Dosissteigerung, nach je 1 Woche um 1/2 Tablette (250 mg), bis zum Erreichen der vorgesehenen Dosis (s.o.)
- zystische Fibrose
- Kinder 6 bis < 18 Jahre
- 20 mg / kg / Tag, 2 - 3 getrennte Gaben
- bei Bedarf Steigerung auf 30 mg / kg / Tag möglich
- 20 - 29 kg KG: je morgens und abends 1/2 Tablette
- Tagesdosis UDCA (mg / kg KG): 17 - 25
- 30 - 39 kg KG: je morgens, mittags und abends 1/2 Tablette
- Tagesdosis UDCA (mg / kg KG): 19 - 25
- 40 - 49 kg KG: je morgens und mittags 1/2 Tablette, abends 1 Tablette
- Tagesdosis UDCA (mg / kg KG): 20 - 25
- 50 - 59 kg KG: morgens 1/2 Tablette, je mittags und abends 1 Tablette
- Tagesdosis UDCA (mg / kg KG): 21 - 25
- 60 - 69 kg KG: je morgens, mittags und abends 1 Tablette
- Tagesdosis UDCA (mg / kg KG): 22 - 25
- 70 - 79 kg KG: je morgens und mittags 1 Tablette, abends 1,5 Tabletten
- Tagesdosis UDCA (mg / kg KG): 22 - 25
- 80 - 89 kg KG: morgens 1 Tablette, je mittags und abends 1,5 Tabletten
- Tagesdosis UDCA (mg / kg KG): 22 - 25
- 90 - 99 kg KG: je morgens, mittags und abends 1,5 Tabletten
- Tagesdosis UDCA (mg / kg KG): 23 - 25
- 100 - 109 kg KG: je morgens und mittags 1,5 Tabletten, abends 2 Tabletten
- Tagesdosis UDCA (mg / kg KG): 23 - 25
- > 110 kg KG: morgens 1,5 Tabletten, je mittags und abends 2 Tabletten
- 20 - 29 kg KG: je morgens und abends 1/2 Tablette
- Kinder 6 bis < 18 Jahre
Kontraindikationen
Ursodeoxycholsäure - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Ursodeoxycholsäure bzw. Gallensäuren
- akute Ulkuserkrankungen
- entzündliche Darmerkrankungen und andere Dünndarm- , Dickdarm- und Leberleiden, die den enterohepatischen Kreislauf der Gallensalze störend beeinflussen (z.B. Ileumresektion und Ileostoma, extra- und intrahepatischer Gallenstau, schwere Lebererkrankungen)
- häufige Gallenkoliken
- röntgendichte, kalzifizierte Gallensteine
- akute Entzündungen der Gallenblase und der Gallenwege
- Verschluss der Gallenwege (Choledochus- oder Zystikusverschluss)
- eingeschränkte Kontraktionsfähigkeit der Gallenblase
- wenn die Gallenblase röntgenologisch nicht darstellbar ist
- Kinder und Jugendliche
- erfolglose Hepatoenterostomie bzw. fehlende Wiederherstellung eines normalen Gallenabflusses bei Kindern mit Gallengangatresie
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Ursodeoxycholsäure - peroral
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- breiförmige Stühle
- Durchfall
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- bei Behandlung der primär biliären Zirrhose (BPC)
- schwere rechtsseitige Oberbauchbeschwerden
- bei Behandlung der primär biliären Zirrhose (BPC)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Verkalkung von Gallensteinen
- bei Behandlung der primär biliären Zirrhose
- Dekompensation der Leberzirrhose (teilweise Rückbildung nach Absetzen der Therapie)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Urtikaria
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
Anwendungshinweise
- Auflösung von Cholesterin-Gallensteinen
- Einnahme abends vor dem Schlafengehen unzerkaut mit etwas Flüssigkeit
- regelmäßige Einnahme
- Behandlung der primär biliären Zirrhose
- Einnahme gemäß Dosierungsschema unzerkaut mit etwas Flüssigkeit
- regelmäßige Einnahme
Stillzeithinweise
Ursodeoxycholsäure - peroral
- basierend auf wenigen dokumentierten Fällen stillender Frauen ist der Ursodeoxycholsäure-Spiegel in der Muttermilch sehr niedrig
- daher Nebenwirkungen bei gestillten Säuglingen unwahrscheinlich
Schwangerschaftshinweise
Ursodeoxycholsäure - peroral
- Ursodeoxychlorsäure darf nicht während der Schwangerschaft angewendet werden, es sei denn, es ist eindeutig erforderlich
- vor Beginn der Behandlung Ausschluss einer möglichen Schwangerschaft
- keine oder nur sehr begrenzte Daten zur Verwendung von Ursodeoxycholsäure in der Schwangerschaft
- tierexperimentelle Studien
- haben eine Reproduktionstoxizität während der frühen Trächtigkeitsphase gezeigt
- Frauen im gebärfähigen Alter
- Behandlung von Frauen im gebärfähigen Alter nur bei Anwendung von zuverlässigen empfängnisverhütenden Maßnahmen
- nicht-hormonelle Empfängnisverhütungsmethoden oder orale Kontrazeptiva mit niedrigem Östrogengehalt empfohlen
- bei Patienten, die Ursodeoxychlorsäure zur Auflösung von Cholesterin-Gallensteinen der Gallenblase anwenden:
- wirksame nicht-hormonelle Verhütungsmethoden sollten angewendet werden (hormonhaltige, orale Kontrazeptiva können Bildung von Gallensteinen fördern)
- Behandlung von Frauen im gebärfähigen Alter nur bei Anwendung von zuverlässigen empfängnisverhütenden Maßnahmen
- Fertilität
- tierexperimentelle Studien
- zeigten keinen Einfluss von Ursodeoxychlorsäure
- Daten zur Auswirkung auf die Fertilität beim Menschen nach Exposition mit Ursodeoxychlorsäure nicht vorliegend
- tierexperimentelle Studien
Warnhinweise
Ursodeoxycholsäure - peroral
- Ursodesoxycholsäure sollte nur unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden
- Kontrolle der Leberparameter AST (SGOT), ALT (SGPT) und gamma-GT:
- in den ersten 3 Monaten alle 4 Wochen
- anschließend alle 3 Monate
- mit diesen Überwachungsmaßnahmen soll sichergestellt werden, dass mögliche Leberfunktionsstörungen frühzeitig erkannt werden
- gilt v.a. bei Patienten im fortgeschrittenen Stadium der PBC
- außerdem wird rechtzeitig erkannt, ob ein Patient mit PBC auf die Behandlung ansprich
- bei Anwendung zur Auflösung von Cholesteringallensteinen der Gallenblase
- Vorraussetzung für den Beginn einer Therapie mit Ursodeoxycholsäure ist der Cholesterol-Charakter der Gallensteine
- ein verlässliches Kennzeichen ist ihre Röntgenstrahlendurchlässigkeit
- größte Wahrscheinlichkeit einer Auflösung besteht bei kleinen Gallensteinen in einer funktionsfähigen Gallenblase
- um den Verlauf der Behandlung einschätzen und eine Verkalkung der Gallensteine rechtzeitig erkennen zu können, sollte abhängig von der Steingröße 6 - 10 Monate nach Behandlungsbeginn eine Darstellung der Gallenblase (orale Cholezystografie) mit Übersichts- und Schlussaufnahmen im Stehen und im Liegen (Ultraschallverlaufskontrolle) durchgeführt werden
- bei Patienten unter einer Behandlung zur Gallensteinauflösung angebracht, die Wirksamkeit des Arzneimittels alle 6 Monate mittels Cholezystografie oder Echografie zu bestimmen
- bei röntgenologisch nicht darstellbarer Gallenblase, calcifizierten Gallensteinen, gestörter Kontraktionsfähigkeit der Gallenblase und bei häufigen Gallenkoliken darf Ursodesoxycholsäure nicht angewendet werden
- Frauen im gebärfähigen Alter, die Ursodesoxycholsäure zur Auflösung von Gallensteinen einnehmen
- sollten wirksame nichthormonelle Verhütungsmethoden anwenden, da hormonhaltige Kontrazeptiva die Bildung von Gallensteinen fördern können
- Vorraussetzung für den Beginn einer Therapie mit Ursodeoxycholsäure ist der Cholesterol-Charakter der Gallensteine
- bei Anwendung zur Behandlung von Patienten mit PBC im fortgeschrittenen Stadium
- in sehr seltenen Fällen eine Dekompensation der Leberzirrhose beobachtet, die nach Absetzen der Behandlung teilweise reversibel war
- bei Patienten mit PBC können sich klinische Symptome (z.B. Juckreiz) in seltenen Fällen zu Beginn der Behandlung verstärken
- in diesem Fall sollte die Dosis reduziert werden
- danach sollte die Dosis, wie in Abschnitt Dosierung beschrieben, schrittweise wieder erhöht werden
- Dekompensation der Leberzirrhose
- in sehr seltenen Fällen Dekompensation der Leberzirrhose beobachtet, die nach Absetzen der Behandlung teilweise reversibel war
- Diarrhoe
- bei Diarrhöoe Dosis reduzieren
- in Fällen vanhaltender Diarrhö sollte die Behandlung abgebrochen werden