VARILRIX Fertigspritze Plv.u.Lsm.z.Her.e.Inj.-Lsg.
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1 ST | 71,55 € |
| N2 | 10 ST | 615,46 € |
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Indikation
- Varilrix ist indiziert zur aktiven Immunisierung gegen Varizellen
- von gesunden Personen im Alter von 9 - 11 Monaten bei Vorliegen bestimmter Umstände, z. B. um nationalen Impfempfehlungen zu entsprechen oder in Ausbruchssituationen
- von gesunden Personen >/= 12 Monaten
- zur postexpositionellen Prophylaxe bei gesunden, empfänglichen Personen innerhalb von 72 Std. nach Exposition
- von Personen mit einem hohen Risiko für schwer verlaufende Varizellen
- Hinweis
- die Anwendung von Varilrix sollte gemäß offiziellen Empfehlungen erfolgen
Dosierung
Basiseinheit: 1 Dosis (0,5 ml) des gelösten Impfstoffes enthält: mind. 103,3 Plaque-bildende Einheiten (PBE) Varicella-Viren, Stamm OKA (lebend, attenuiert; hergestellt in humanen diploiden Zellen (MRC-5))
- aktive Immunisierung gegen Varizellen
- gesunde Personen
- Kinder im Alter von 9 - 11 Monate
- 2 Impfdosen zur Gewährleistung eines optimalen Schutzes
- 2. Dosis mind. 3 Monate nach der 1. Dosis
- Kinder (>/= 12 Monate), Jugendliche und Erwachsene
- 2 Impfdosen zur Gewährleistung eines optimalen Schutzes
- 2. Dosis: ab 6 Wochen nach der 1. Dosis
- Abstand zwischen 2 Impfdosen: mind. 4 Wochen
- Kinder < 9 Monate
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen, es liegen keine Daten vor
- Kinder im Alter von 9 - 11 Monate
- Personen mit einem hohen Risiko für schwer verlaufende Varizellen
- profitieren möglicherweise von einer Wiederholungsimpfung nach dem 2-Dosen-Schema
- ggf. regelmäßige Varicella-Virus-Antikörperbestimmung nach Impfung, um Personen zu identifizieren, die von einer Wiederholungsimpfung profitieren könnten
- Abstand zwischen den Dosen nicht < 4 Wochen
- profitieren möglicherweise von einer Wiederholungsimpfung nach dem 2-Dosen-Schema
- Austauschbarkeit
- Impfstoff kann Personen verabreicht werden, die zuvor eine Dosis eines anderen Varizellen-Impfstoffes erhalten haben
- Impfstoff kann verabreicht werden, gefolgt von einer Dosis eines anderen Varizellen-Impfstoffes
- gesunde Personen
Kontraindikationen
Varicella, lebend abgeschwächt - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff (Varicella-Viren; lebend, attenuiert)
- Überempfindlichkeit gegen jegliche frühere Varizellen-Impfungen / Impfstoffe
- pathologische Blutbildveränderungen, Leukämie, Lymphome jeglicher Art oder andere Malignome mit Auswirkung auf das hämatopoetische oder lymphatische System
- Behandlung mit Immunsuppressiva (einschließlich hoher Dosen von Corticosteroiden)
- schwere humorale oder zelluläre Immundefizienz (angeboren oder erworben), z.B.
- Personen mit Immundefekten mit einer Gesamtlymphozytenzahl unter 1200/mm3
- schwere kombinierte Immundefizienz
- Agammaglobulinämie
- AIDS oder symptomatische HIV-Infektion oder
- ein altersspezifischer CD4+-T-Lymphozyten-Anteil von
- < 25% bei Säuglingen im Alter < 12 Monate
- < 20% bei Kindern im Alter 12 - 35 Monate
- < 15% bei Kindern im Alter 36 - 59 Monate
- Personen mit kongenitaler oder erblicher Immunschwäche in der Familienanamnese, es sei denn, die zu impfende Person hat ein nachgewiesenermaßen intaktes Immunsystem
- aktive, unbehandelte Tuberkulose
- Erkrankungen mit Fieber > 38,5 °C
- subfebrile Temperaturen (<= 38,5 °C) sind jedoch keine Gegenanzeige
- Schwangerschaft
- nach der Impfung sollte Schwangerschaft über einen Zeitraum von einem Monat verhindert werden
Nebenwirkungen
Varicella, lebend abgeschwächt - invasiv
Gesunde Personen von 12 Monaten bis 12 Jahre (1 oder 2 Impfdosen im Abstand von mind. 3 Monaten Stamm Oka/Merck)
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Lymphadenopathie
- Lymphadenitis
- Thrombozytopenie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kopfschmerzen
- Schläfrigkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Apathie
- Unruhe
- Hypersomnie
- unsicherer Gang
- Fieberkrämpfe
- Tremor
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Konjunktivitis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- akute Konjunktivitis
- vermehrter Tränenfluss
- Lidödem
- Irritationen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Ohrschmerzen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Husten
- Obstruktion der Nasen- und Atemwege
- Rhinorrhoe
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Sinusitis
- Niesen
- Lungenstauung
- Nasenbluten
- Rhinitis
- pfeifendes Atemgeräusch
- Bronchitis
- Infektionen der Atemwege
- Pneumonie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Appetitlosigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Infektionen der oberen Atemwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gastroenteritis
- Otitis
- Otitis media
- Pharyngitis
- Varizellen
- virales Exanthem
- Virusinfektion
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Infektion
- grippeähnliche Erkrankung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Durchfall
- Erbrechen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Bauchschmerzen
- Hämatochezie (Blutstühle)
- Ulzera in der Mundhöhle
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ausschlag
- makulopapulöser Ausschlag
- generalisierter varizellenartiger Ausschlag (im Mittel 5 Effloreszenzen)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kontaktdermatitis
- Erythem
- Pruritus
- Urtikaria
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gesichtsröte
- Bläschen
- atopische Dermatitis
- Quaddeln
- Quetschung
- Dermatitis
- Arzneimittelexanthem
- Hautinfektion
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Muskelschmerzen
- Steifheit
- Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- postinfektiöse Arthritis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gefäßerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Extravasation
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden an der Injektionsstelle
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Fieber
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Rötung
- Ausschlag
- schmerzhafte Spannung / Schmerzhaftigkeit / Schmerz
- Schwellung
- varizellenartiger Ausschlag (im Mittel 2 Effloreszenzen an der Injektionsstelle)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Asthenie / Müdigkeit
- Ekchymose
- Hämatom
- Verhärtung und Ausschlag an der Injektionsstelle
- Unwohlsein
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Ekzem an der Injektionsstelle
- Knoten
- Erwärmung
- Quaddeln
- Verfärbung
- Entzündung
- Steifheit
- Ödem / Schwellung
- Wärmegefühl
- Überwärmung
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Reizbarkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Weinen
- Schlaflosigkeit
- Schlafstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Gesunde Personen ab 13 Jahren (Mehrzahl erhielt 2 Dosen Stamm Oka/Merck im Abstand von 4 - 8 Wochen)
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- generalisierter varizellenartiger Ausschlag (im Mittel 5 Effloreszenzen)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden an der Injektionsstelle
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Fieber >= 37,7 °C (orale Messung)
- Erythem
- Schmerzhaftigkeit und Schwellung an der Injektionsstelle
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ausschlag an der Injektionsstelle
- Pruritus
- varizellenartiger Ausschlag (im Mittel 2 Effloreszenzen an der Injektionsstelle)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ekchymose, Hämatom, Verhärtung, Taubheit und Erwärmung an der Injektionsstelle
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hyperpigmentierung
- Steifheit
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Erwachsene, Jugendliche, Kinder (Impfung mit Stamm OKA)
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Infektion der oberen Atemwege
- Pharyngitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Lymphadenopathie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Reizbarkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kopfschmerzen
- Schläfrigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Augenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Konjunktivitis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Husten
- Rhinitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erbrechen
- Übelkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Durchfall
- Bauchschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hautausschlag
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- viraler Hautausschlag
- Pruritus
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Urtikaria
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Arthralgie
- Myalgie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden an der Injektionsstelle
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schmerzen
- Erythem
- Schwellung an der Injektionsstelle
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Fieber (axillar / oral: >= 37,5°C; rektal: = 38,0°C)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Fieber (axillar /oral: > 39,0°C; rektal: > 39,5°C)
- Müdigkeit
- Unwohlsein
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Post-Marketing-Beobachtung
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Aplastische Anämie
- Thrombozytopenie (einschließlich ITP)
- Lymphadenopathie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- Anaphylaxie (einschließlich anaphylaktischer Schock)
- angioneurotisches Ödem
- Gesichtsödem und periphere Ödeme
- Anaphylaxie bei Personen mit oder ohne Allergie in der Anamnese
- ohne Häufigkeitsangabe
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- aseptische Meningitis
- Pharyngitis
- Varizellen (Impfstamm)
- Herpes zoster
- tritt auch nach Infektion mit Varicella-Wildtyp auf; weder in Post-Marketing-Studien noch in Post-Marketing Erfahrungsberichten Hinweise, dass diese unerwünschten Ereignisse nach Impfung häufiger auftreten als bei Erkrankung durch den Varicella-Wildtyp
- Enzephalitis
- tritt auch nach Infektion mit Varicella-Wildtyp auf; weder in Post-Marketing-Studien noch in Post-Marketing Erfahrungsberichten Hinweise, dass diese unerwünschten Ereignisse nach Impfung häufiger auftreten als bei Erkrankung durch den Varicella-Wildtyp
- Pneumonie
- tritt auch nach Infektion mit Varicella-Wildtyp auf; weder in Post-Marketing-Studien noch in Post-Marketing Erfahrungsberichten Hinweise, dass diese unerwünschten Ereignisse nach Impfung häufiger auftreten als bei Erkrankung durch den Varicella-Wildtyp
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Apoplexie
- Krampfanfälle und Krämpfe mit und ohne Fieber
- Guillain-Barré-Syndrom
- transverse Myelitis
- Bell'sche Lähmung
- Ataxie
- tritt auch nach Infektion mit Varicella-Wildtyp auf; weder in Post-Marketing-Studien noch in Post-Marketing Erfahrungsberichten Hinweise, dass diese unerwünschten Ereignisse nach Impfung häufiger auftreten als bei Erkrankung durch den Varicella-Wildtyp
- Schwindel / Benommenheit
- Parästhesie
- Zerebellitis
- Zerebellitis-ähnliche Symptome (einschließlich vorübergehende Gangstörungen und Ataxie)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gefäßerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Vaskulitis (einschließlich Purpura Schönlein-Henoch und Kawasaki-Syndrom)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Augenerkrankungen
- nekrotisierende Retinitis (beobachtet bei immunsupprimierten Personen)
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- ohne Häufigkeitsangabe
- Pneumonitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stevens-Johnson-Syndrom
- Erythema exsudativum multiforme
- sekundäre bakteriellebakterielle Infektionen der Haut und der Weichteile
- Cellulitis
- postvakzinale Hautausschläge
- ohne Häufigkeitsangabe
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden an der Injektionsstelle
- ohne Häufigkeitsangabe
- Reizbarkeit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- ohne Häufigkeitsangabe
- Übelkeit
- Erbrechen
- ohne Häufigkeitsangabe
Anwendungshinweise
- subkutan (s. c.) oder intramuskulär (i. m.)
- in die Deltoid-Region des Oberarms oder
- in den anterolateralen Bereich des Oberschenkels
- Patienten mit Thrombozytopenie oder anderer Blutgerinnungsstörung
- s. c. Injektion
- weitere Hinweise s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Varicella, lebend abgeschwächt - invasiv
- Verabreichung an stillende Mütter nicht allgemein empfohlen
- theoretisches Risiko einer Übertragung des Impfvirus von der Mutter auf den Säugling
- Daten über die Anwendung bei stillenden Müttern liegen nicht vor
- ob stillende Mütter, die nie an Windpocken erkrankt waren oder nachweislich seronegativ auf Varizellen sind, nach Exposition geimpft werden sollen, ist im jeden Einzelfall individuell zu beurteilen
Schwangerschaftshinweise
Varicella, lebend abgeschwächt - invasiv
- Schwangere Frauen dürfen nicht mit dem Arzneimittel geimpft werden
- keine Studien bei Schwangeren durchgeführt
- bisher keine Schädigungen des Fetus nach Verabreichung an schwangere Frauen beschrieben
- nicht bekannt, ob der Impfstoff schädliche Auswirkungen auf den Fetus hat oder die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigt
- Frauen im gebährfähigen Alter
- nach der Impfung sollte Schwangerschaft über einen Zeitraum von einem Monat verhindert werden
- Frauen, die schwanger werden möchten
- sollte empfohlen werden, die Schwangerschaft zu verschieben
- Fertilität
- keine Daten vorliegend
- keine tierexperimentellen Studien zur Reproduktionstoxizität durchgeführt
- es wurde nicht untersucht, ob die Fertilität beeinträchtigt wird
- keine Daten vorliegend
Warnhinweise
Varicella, lebend abgeschwächt - invasiv
- Anwendungshinweise
- das Arzneimittel darf unter keinen Umständen intravasal oder intradermal verabreicht werden
- Anwendung sollte gemäß offiziellen Empfehlungen erfolgen
- Rückverfolgbarkeit
- um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden
- akutes, schweres Fieber
- bei Personen, die an einer akuten, schweren, mit Fieber einhergehenden Erkrankung leiden, sollte die Impfung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden
- ein banaler Infekt, wie z. B. eine Erkältung, sollte jedoch nicht zu einer Verschiebung der Impfung führen
- psychogene Reaktion
- besonders bei Jugendlichen kann es als psychogene Reaktion auf die Nadelinjektion nach oder sogar vor einer Impfung zu einer Synkope (Ohnmacht) kommen
- kann während der Erholungsphase von verschiedenen neurologischen Symptomen wie vorübergehende Sehstörung, Parästhesie und tonisch-klonische Bewegungen der Gliedmaßen begleitet sein
- Maßnahmen ergreifen, um Verletzungen durch die Ohnmacht zu verhindern
- anaphylaktische Reaktion
- wie bei allen injizierbaren Impfstoffen sollten für den Fall von seltenen anaphylaktischen Reaktionen nach Verabreichung des Impfstoffs geeignete medizinische Behandlungs- und Überwachungsmaßnahmen bereitstehen
- Überempfindlichkeit
- wie bei anderen Impfstoffen kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen gegen den Wirkstoff kommen
- Alkohol oder andere Desinfektionsmittel
- müssen vollständig von der Hautoberfläche verdunstet sein, ehe der Impfstoff injiziert wird
- diese Mittel können die attenuierten Viren im Impfstoff inaktivieren
- müssen vollständig von der Hautoberfläche verdunstet sein, ehe der Impfstoff injiziert wird
- Impfschutz
- durch eine Impfung bis zu 72 Stunden nach natürlicher Varizellen-Exposition kann eine begrenzte Schutzwirkung gegen Varizellen erzielt werden
- der Impfstoff schützt nicht alle geimpften Personen vollständig vor einer natürlichen Infektion mit Windpocken
- Varicella-Virus Stamm Oka/Merck
- in klinischen Studien wurde nur die Wirksamkeit 6 Wochen nach einer Einzeldosis bei Personen bis zu 12 Jahren bzw. 6 Wochen nach der zweiten Dosis bei Personen ab 13 Jahren untersucht
- Varizellenerkrankungen wurden bei Personen, die zuvor mit Varicellen-Impfstoffen geimpft wurden, beobachtet
- diese Durchbruchserkrankungen sind üblicherweise mild, mit weniger Läsionen und geringerem Fieber im Vergleich zu Erkrankungen bei nicht geimpften Personen
- Personen mit einem hohen Risiko für schwer verlaufende Varizellen
- es liegen nur begrenzte Daten aus klinischen Studien mit OKA-Virusstamm (+4 °C-Formulierung) mit Personen mit einem hohen Risiko für schwer verlaufende Varizellen vor
- eine Impfung kann bei Patienten mit bestimmten Formen der Immundefizienz in Betracht gezogen werden, wenn der Nutzen der Impfung die Risiken überwiegt z. B. Personen mit
- asymptomatischer HIV-Infektion
- IgG-Subklassendefekten
- angeborener Neutropenie
- chronischer granulomatöser Erkrankung
- Erkrankungen, die mit einem Komplementdefekt einhergehen
- bei Patienten mit eingeschränkter Immunantwort, für die keine Kontraindikation zur Impfung besteht, ist die Immunantwort möglicherweise schwächer als bei immunkompetenten Personen
- daher können einige dieser Patienten bei Kontakt mit Varizellen erkranken, auch wenn sie geimpft sind
- diese Patienten sollten sorgfältig auf Zeichen von Varizellen überwacht werden
- falls eine Impfung von Personen mit einem hohen Risiko für schwer verlaufende Varizellen in Betracht gezogen wird, wird empfohlen, dass
- bei Patienten mit einer akuten Leukämiedie Erhaltungs-Chemotherapie eine Woche vor und eine Woche nach der Immunisierung ausgesetzt wird
- Patienten unter einer Strahlentherapie sollten normalerweise während der Behandlungsphase nicht geimpft werden
- generell sollten Patienten nach vollständiger hämatologischer Remission der Krankheit immunisiert werden
- die Gesamtlymphozytenzahl mindestens 1200/mm3 beträgt oder kein anderer Hinweis auf Versagen der zellulären Immunität besteht
- die Immunisierung bei Patienten mit Organtransplantation (z. B. Nierentransplantation) einige Wochen vor Beginn der immunsuppressiven Therapie durchgeführt wird
- es gibt sehr wenige Berichte, hauptsächlich von Personen mit eingeschränkter Immunantwort, bei denen nach einer Impfung mit dem OKA-Impfvirus-Stamm eine disseminierte Varizellenerkrankung unter Einbeziehung von inneren Organen auftrat
- Salicylate
- nach der Impfung sollten über einen Zeitraum von 6 Wochen keine salicylathaltigen Präparate eingenommen werden
- Übertragung
- in seltenen Fällen kann die Übertragung des Varizellen-Impfvirus zwischen Impfstoff-Empfängern (die einen Varizellen-ähnlichen Ausschlag entwickeln oder nicht) und seronegative Kontaktpersonen (einschließlich gesunder, aber auch Hoch-Risiko-Personen) auftreten, die für Varizellen anfällig sind, was zu einer Varizelleninfektion einschließlich einer disseminierten Krankheit führt
- aus diesem Grund sollten geimpfte Personen möglichst bis zu 6 Wochen nach der Impfung einen engen Kontakt mit empfänglichen Hochrisiko-Personen vermeiden
- selbst wenn es zu keinem Varizellen-ähnlichen Ausschlag gekommen ist
- wenn ein Kontakt mit Hochrisiko-Personen nicht vermieden werden kann, sollte vor Verabreichung des Impfstoffs das potenzielle Risiko einer Übertragung des Impfvirus gegen das Risiko der Ansteckung mit dem Varicella-Wildtyp bzw. dessen Übertragung abgewogen werden
- im Gegensatz zu gesunden Geimpften kommt es bei Leukämiepatienten häufiger zum Auftreten eines papulo-vesikulären Exanthems
- auch in diesen Fällen war der Verlauf der Erkrankung bei den Kontaktpersonen mild
- zu den empfänglichen Hochrisiko-Personen gehören
- immunsupprimierte Personen / Personen mit eingeschränkter Immunantwort
- Schwangere ohne dokumentierte positive Varizellen (Windpocken)-Anamnese oder ohne Laborbefunde, die eine frühere Infektion belegen
- Neugeborene von Müttern ohne dokumentierte positive Varizellen (Windpocken)-Anamnese oder ohne Laborbefunde, die eine frühere Infektion belegen
- der milde Verlauf des Hautausschlags bei Kontaktpersonen deutet darauf hin, dass das Varicella-Impfvirus nach Passage durch den menschlichen Wirt attenuiert bleibt