VASOSAN S BTL
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 50 ST | 39,98 € |
| N2 | 100 ST | 66,07 € |
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Indikation
- Reduktion der LDL-Cholesterol-(LDL-C)-Spiegels bei primärer Hypercholesterolämie
- zur Kombination mit einem HMG-CoA-Reduktaseinhibitor (Statin) als adjuvante Therapie zur Diät
- wenn mit einem Statin allein keine ausreichende Kontrolle möglich ist
- Reduktion des erhöhten Gesamt- und LDL-Cholesterols bei isolierter primärer Hypercholesterolämie
- zur Monotherapie als adjuvante Therapie zur Diät
- bei Unverträglichkeit eines Statin
- wenn Statin als unangemessen betrachtet wird
- Chologene Diarrhoe
- Pruritus oder Ikterus bei partiellem Gallengangsverschluss
- Hinweise
- Beibehaltung der vor der medikamentösen Behandlung eingeleiteten diätetische Maßnahmen während der Therapie
- bislang keine kontrollierten Langzeitversuche zur Wirkung von Colestyramin bei primärer oder sekundärer Prävention von Komplikationen der Arteriosklerose
Dosierung
- allgemein:
- zur Festlegung von Behandlungsstrategien und Zielen für einzelne Patienten sind die aktuellen europäischen Richtlinien heranzuziehen
- vor Einleiten einer Therapie mit Colestyramin
- cholesterolsenkende Diät verordnen
- Lipidprofil erstellen, um die Gesamt-Cholesterol- (Gesamt-C), HDL-Cholesterol- (HDL-C) und Triglyceridspiegel zu ermitteln
- während der Therapie
- Diät fortsetzen
- Serumspiegel an Gesamt-C, LDLC und Triglyceriden während der Behandlung in regelmäßigen Abständen ermitteln, um ein günstiges Erst- und Langzeitansprechen zu bestätigen
- Monotherapie und Kombinationstherapie mit einem Statin (HMG-CoA-Reduktaseinhibitor)
- Erwachsene:
- 1 - 4 Dosisbeutel (4 - 16 g Colestyramin) als Einzeldosis
- Tagesdosis kann auf mehrere Einzeldosen verteilt werden
- tägliche Maximaldosis: 6 Dosisbeutel (24 g Colestyramin)
- Hinweise:
- Therapie einschleichen (Verringerung möglicher gastrointestinaler Nebenwirkungen)
- Dosiserhöhungen schrittweise unter regelmäßiger Überprüfung der Lipidwerte
- Störung der normalen Fettaufnahme durch Dosen > 24 g Cholestyramin / Tag möglich
- Erwachsene:
- Chologene Diarrhöen
- Anfangsdosis: 1 Dosisbeutel (4 g Colestyramin) 3mal / Tag
- ggf. nachfolgende Dosisanpassung
- Pruritus und Ikterus
- 1 - 2 Dosisbeutel (4-8 g Colestyramin) / Tag
- Behandlungsdauer:
- richtet sich nach der Grunderkrankung, meistens Dauertherapie erforderlich
- Diarrhöe aufgrund einer Störung der Gallensäurenresorption: Beginn mit einer anderen Therapie bei Nichtansprechen innerhalb von 3 Tagen
Dosisanpassung
- Kinder und Jugendliche
- Berechungsformel: Körpergewicht (kg) x Erwachsenendosis (g) / 70 kg = Colestyramindosis (g)
- Behandlungsbeginn: 1 Dosis / Tag (Verringerung möglicher gastrointestinaler Nebenwirkungen)
- anschließend Dosissteigerung alle 5 - 7 Tage bis zum erwünschten therapeutischen Effekt
- ältere Patienten
- keine Hinweise, dass besondere Bedingungen erforderlich sind
Kontraindikationen
Colestyramin - intraoral
- Überempfindlichkeit gegen Colestyramin
- Darmverschluss
- Gallengangverlegung
- Hinweis
- bei gleichzeitiger Anwendung von Colestyramin mit einem Statin sollte die Fachinformation für das jeweilige Statin bezüglich der Kontraindikationen beachtet werden
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Colestyramin - intraoral
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- allergische Reaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stoffwechsel- und Ernähungsstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- hyperchlorämische Azidose bei Kindern und bei Patienten mit Niereninsuffizienz unter Langzeittherapie
- Mangel fettlöslicher Vitamine
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Leber- und Gallenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Anstieg der alkalischen Phosphatase und der Transaminasen zu Beginn der Therapie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Obstipation
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- Völlegefühl
- Sodbrennen
- Appetitlosigkeit
- Dyspepsie
- Brechreiz
- Blähungen
- Diarrhöen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erbrechen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Verstärkung einer vorbestehenden Steatorrhoe
- verminderte Resorption fettlöslicher Vitamine
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- Rötungen und Reizungen der Haut, der Zunge und im Analbereich
- ohne Häufigkeitsangabe
- Untersuchungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Verminderung der Folsäurekonzentration im Serum
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
Anwendungshinweise
- zur oralen Anwendung
- Einnahme mit reichlich (beliebiger) Flüssigkeit vor den Hauptmahlzeiten
- Inhalt des Dosisbeutels vor der Einnahme in ca. 200 ml Flüssigkeit (Wasser, andere beliebige Getränke, klare Suppen oder auch saftreiche Kompotte) einrühren
- bei evtl. Wechselwirkungen mit einem gleichzeitig angewendeten Arzneimittel
- mind. 1 Stunde vor oder 4 Stunden nach Colestyramin einnehmen (Risiko einer verringerten Absorption des gleichzeitig angewendeten Arzneimittels minimieren)
Stillzeithinweise
Colestyramin - intraoral
- keine ausreichende Erfahrung in der Stillzeit
- Colestyramin wird nicht in die Muttermilch ausgeschieden
- jedoch kann der Gehalt an fettlöslichen Vitaminen in der Muttermilch wegen der verminderten Resorption erniedrigt sein
- bei gleichzeitiger Anwendung mit einem Statin sollte die Fachinformation für das jeweilige Statin bezüglich der Kontraindikationen beachtet werden
Schwangerschaftshinweise
Colestyramin - intraoral
- keine ausreichende Erfahrung in der Schwangerschaft
- Gabe von Colestyramin kann zur verminderten Resorption fettlöslicher Vitamine (A, D, E, K) führen
- kann schwerwiegende Folgen für das Kind (Blutungsneigung) haben
- bei Notwendigkeit einer Blutcholesterinsenkung während der Schwangerschaft sollte Colestyramin nur verwendet werden, falls keine sichere Alternative existiert
- dabei auf eine ausreichende Zufuhr fettlöslicher Vitamine achten
- Fertilität:
- weder präklinische noch klinische Daten zu einem möglichen Einfluss von Colestyramin auf die weibliche und männliche Fertilität vorliegend
Warnhinweise
Colestyramin - intraoral
- vor Einleitung der Therapie mit Colestyramin sollten sekundäre Ursachen einer Hypercholesterolämie ausgeschlossen werden, d.h.
- schlecht eingestellter Diabetes mellitus
- Hypothyreose
- nephrotisches Syndrom
- Dysproteinämien
- obstruktive Lebererkrankung
- andere pharmakologische Therapie
- Alkoholismus
- gleichzeitige Anwendung mit einem Statin
- bei gleichzeitiger Anwendung mit einem Statin sollte die Fachinformation für das jeweilige Statin bezüglich der Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung beachtet werden
- Triglyceridspiegel > 3,4 mmol/l
- bei Behandlung von Patienten mit Triglyceridspiegeln > 3,4 mmol/l Vorsicht aufgrund der triglyceridsteigernden Wirkung von Colestyramin
- Verstopfung
- Colestyramin kann Verstopfung auslösen oder eine bestehende Verstopfung verschlimmern
- Risiko einer Verstopfung muss besonders bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit und Angina pectoris berücksichtigt werden
- Colestyramin darf bei folgenden Erkrankungen nur mit Vorsicht angewendet werden, da Unbedenklichkeit und Wirksamkeit bei diesen Patienten nicht ermittelt wurden
- Dysphagie
- Schluckbeschwerden
- schwere gastrointestinale Motilitätsstörungen
- entzündliche Darmerkrankungen
- Leberinsuffizienz
- größere Magen-Darm-Traktoperationen
- Antikoagulanzien
- bei Patienten unter Antikoagulanzien unter Antikoagulanzien muss die gerinnungshemmende Therapie eng überwacht werden, da Gallensäuren-Komplexbildner nachweislich sowohl die Resorption von Vitamin K senken als auch die gerinnungshemmende Wirkung von Antikoagulanzien beeinträchtigen
- Digitalis
- nach Absetzen von Colestyramin kann es zu einer Erhöhung des Digitalisspiegels kommen
- empfohlen, andere Arzneimittel mind. mit einem Abstand von einer Stunde einzunehmen
- Medikamente, v.a. solche mit sauren Eigenschaften (z.B. Phenylbutazon, Cumarinderivate) können von diesem Medikament gebunden werden
- Vorsicht bei Patienten mit Magen-Darm-Geschwüren
- Aktivierung oder Verschlimmerung bestehender Geschwüre ist möglich
- Langzeitanwendung
- bei Langzeitanwendung sollten bei Risikopatienten regelmäßig die Blutelektrolyte überprüft werden
- Colestyramin darf nie in trockener Form eingenommen werden
- Verträglichkeit wird durch längeres Quellenlassen in Flüssigkeit verbessert