Velphoro 500 mg Kautabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 90 ST | 174,76 € |
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Indikation
- Erwachsene
- zur Kontrolle des Serumphosphatspiegels bei Patienten mit chronischer Nierenerkrankung (CKD), die sich einer Hämodialyse (HD) oder einer Peritonealdialyse (PD) unterziehen
- Kinder und Jugendliche (>/= 2 Jahre)
- zur Kontrolle des Serumphosphatspiegels bei Patienten mit CKD-Stadium 4 - 5 (definiert durch eine glomeruläre Filtrationsrate < 30 ml / Min. / 1,73 m²) oder mit dialysepflichtiger CKD
- Hinweis
- Arzneimittel im Rahmen eines multiplen Therapieansatzes einsetzen: zur Vermeidung der Entstehung einer renalen Osteodystrophie, dazu zählt
- Zuführung von Calcium-Präparaten
- 1,25-Dihydroxyvitamin D3 oder einem seiner Analoge oder
- Kalzimimetika
- Arzneimittel im Rahmen eines multiplen Therapieansatzes einsetzen: zur Vermeidung der Entstehung einer renalen Osteodystrophie, dazu zählt
Dosierung
- Kontrolle des Serumphosphatspiegels
- Erwachsene und Jugendliche (>/= 12 Jahre)
- Startdosis: 3 Tabletten (1500 mg Eisen) / Tag, aufgeteilt über die Mahlzeiten des Tages
- Titrierung und Erhaltung
- Serumphosphatspiegel überwachen
- Eisen(III)-hydroxid-oxid-Sucrose-Stärke-Gemisch -Dosis
- alle 2 - 4 Wochen in Schritten von 1 Tablette (500 mg Eisen) / Tag nach oben oder unten titrieren, bis akzeptabler Serumphosphatspiegel erreicht ist
- anschließend Serumphosphatspiegel weiterhin regelmäßig überwachen
- in klinischer Praxis: optimaler Serumphosphatspiegel wurde meist mit 1500 - 2000 mg Eisen / Tag erreicht
- vergessene Einnahme
- normale Dosis wie gewohnt mit der nächsten Mahlzeit einnehmen
- tolerierte tägliche Höchstdosis
- 6 Tabletten (3000 mg Eisen) / Tag
- Kinder (2 - < 12 Jahre)
- Startdosis, Titrierung und Erhaltung
- Wahl der Darreichungsform abhängig von Alter, Präferenz, Charakteristika und Compliance des Patienten
- Wechsel der Darreichungsform: Anwendung derselben empfohlenen Dosis
- Tabelle 1: empfohlene Startdosen und Dosistitrationen
- >/= 2 - < 6 Jahre
- tägliche Startdosis: 500 mg
- Dosissteigerungen oder -verringerungen: 125 mg oder 250 mg
- max. Tagesdosis: 1250 mg
- >/= 6 - < 9 Jahre
- tägliche Startdosis: 750 mg
- Dosissteigerungen oder -verringerungen: 125 mg, 250 mg oder 375 mg
- max. Tagesdosis: 2500 mg
- >/= 9 - < 12 Jahre
- tägliche Startdosis: 1000 mg
- Dosissteigerungen oder -verringerungen: 250 mg oder 500 mg
- max. Tagesdosis: 3000 mg
- >/= 2 - < 6 Jahre
- Patienten von 2 bis < 12 Jahre
- Wahl der passenden Darreichungsform beachten
- 2 - < 6 Jahre: Kautabletten ungeeignet
- Serumphosphatspiegel überwachen
- Eisen(III)-hydroxid-oxid-Sucrose-Stärke-Gemisch-Dosis
- 1mal / 2 Wochen durch Anpassung der täglichen Dosis gemäß Tabelle 1 nach oben oder unten titrieren, bis ein akzeptabler Serumphosphatspiegel erzielt wird
- anschließend: Serumphosphatspiegel weiterhin regelmäßig überwachen
- Startdosis, Titrierung und Erhaltung
- Erwachsene und Jugendliche (>/= 12 Jahre)
Dosisanpassung
- Kinder und Jugendliche (< 2 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- keine Daten vorhanden
- eingeschränkte Nierenfunktion
- keine klinischen Daten für Patienten vorhanden, bei denen eine eingeschränkte Nierenfunktion im Frühstadium vorliegt
- eingeschränkte Leberfunktion
- schwer
- Patienten mit schwerer Einschränkung der Leberfunktion wurden von einer Teilnahme an klinischen Studien zum Eisen(III)-hydroxid-oxid-Sucrose-Stärke-Gemisch ausgeschlossen
- jedoch keine Anzeichen für Leberfunktionsstörungen oder eine wesentliche Veränderung der Leberenzyme in den klinischen Studien beobachtet
- weitere Informationen: s. Fachinformation
- schwer
- ältere Menschen (>/= 65 Jahre)
- in Studien wurden keine besonderen Richtlinien für die Dosis und Gabe angewendet
- es lagen keine wesentlichen Bedenken hinsichtlich der Dosierungspläne vor
- weitere Informationen: s. Fachinformation
Kontraindikationen
Sucroferric oxyhydroxid - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Sucroferric Oxyhydroxid (Gemisch von vielkernigem Eisen(III)-oxyhydroxid, Sucrose und Stärken)
- Hämochromatose oder sonstige Eisenüberladungskrankheiten
Therapiehinweise
Einnahme während des Essens.
Nebenwirkungen
Sucroferric oxyhydroxid - peroral
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypercalcämie
- Hypocalcämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dyspnoe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Diarrhoe
- in klinischen Studien bei 11,6 % aller Patienten
- in Langzeitstudie Mehrheit dieser behandlungsbedingten unerwünschten Ereignisse in Form von Diarrhoe-Ereignissen vorübergehend, trat frühzeitig nach Einleitung der Behandlung auf und führte lediglich bei 3,1 % der Patienten zu einem Behandlungsabbruch
- Stuhlverfärbung
- Diarrhoe
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- Verstopfung
- Erbrechen
- Dyspepsie
- Abdominalschmerzen
- Flatulenz
- Zahnverfärbung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- abdominale Distension
- Gastritis
- Abdominale Beschwerden
- Dysphagie
- gastroösophageale Refluxkrankheit (GORD)
- Verfärbung der Zunge
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pruritus
- Hautausschlag
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- anormaler Geschmack des Arzneimittels
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ermüdung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Kautabletten zum Einnehmen
- Einnahme muss mit den Mahlzeiten erfolgen
- um die Phosphatabsorption aus der Nahrung zu erhöhen: Tagesdosis über die Mahlzeiten des Tages verteilen
- Patienten müssen nicht mehr Flüssigkeit trinken als sonst üblich
- verordnete Diät einhalten
- Tabletten zerkauen oder zerkleinern, nicht als Ganzes schlucken
Stillzeithinweise
Sucroferric oxyhydroxid - peroral
- bei der Entscheidung, ob weiter gestillt oder die Therapie fortgesetzt werden sollte, Nutzen des Stillens für das Kind gegen den Nutzen der Therapie für die Mutter abwägen
- keine klinischen Daten zur Anwendung bei stillenden Frauen
- die minimale Absorption des Eisens aus Sucroferric Oxyhydroxid macht eine Ausscheidung über die Muttermilch unwahrscheinlich
Schwangerschaftshinweise
Sucroferric oxyhydroxid - peroral
- Arzneimittel sollte bei schwangeren Frauen nur bei eindeutigem Bedarf und nach sorgfältiger Risiko-Nutzen-Abwägung eingesetzt werden
- keine klinischen Daten für die Verwendung von Sucroferric Oxyhydroxid in der Schwangerschaft
- tierexperimentelle Studien zur Reproduktions- und Entwicklungstoxizität
- zeigten keine Risiken in Bezug auf Schwangerschaft, Embryonal- und Fötusentwicklung, Geburtsvorgang oder postnatale Entwicklung
- Fertilität
- keine Daten zu den Auswirkungen auf die Fertilität beim Menschen
- in tierexperimentellen Studien nach der Behandlung keine negativen Auswirkungen auf die Paarungsleistung, die Fertilität und die Wurfparameter festgestellt
Warnhinweise
Sucroferric oxyhydroxid - peroral
- Peritonitis, Erkrankungen des Magens und der Leber und gastrointestinale Operationen
- Patienten, bei denen kürzlich (innerhalb der letzten 3 Monate) Peritonitis oder schwere gastrische oder hepatische Störungen festgestellt wurden und Patienten, die sich größeren gastrointestinalen Operationen unterzogen haben, wurden in der klinischen Studie zu Sucroferric Oxyhydroxid nicht berücksichtigt
- Sucroferric Oxyhydroxid sollte bei diesen Patienten nur nach sorgfältiger Risiko-Nutzen Abwägung eingesetzt werden
- Patienten, bei denen kürzlich (innerhalb der letzten 3 Monate) Peritonitis oder schwere gastrische oder hepatische Störungen festgestellt wurden und Patienten, die sich größeren gastrointestinalen Operationen unterzogen haben, wurden in der klinischen Studie zu Sucroferric Oxyhydroxid nicht berücksichtigt
- Informationen über Sucrose und Stärke (Kohlenhydrate)
- Sucroferric Oxyhydroxid enthält Sucrose
- Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz, Glucose-Galactose-Malabsorption oder Saccharase-Isomaltase-Mangel sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen
- kann schädlich für die Zähne sein
- Sucroferric Oxyhydroxid enthält Kartoffelstärke und vorverkleisterte Stärke aus Mais
- Patienten mit Diabetes sollten dies beachten
- Sucroferric Oxyhydroxid enthält Sucrose
- Verfärbter Stuhl
- Sucroferric Oxyhydroxid kann verfärbten (schwarzen) Stuhl verursachen
- verfärbter (schwarzer) Stuhl kann optisch eine gastrointestinale Blutung verdecken