Vemlidy 25 mg Filmtabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 30 ST | 309,25 € |
| N3 | 3X30 ST | 920,02 € |
Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.
Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.
Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- Behandlung chronischer Hepatitis B (CHB) bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen (ab 6 Jahren, mit einem Körpergewicht von mind. 25 kg)
Dosierung
- Behandlung chronischer Hepatitis B
- Erwachsene, Kinder und Jugendliche (>/= 6 Jahre, >/= 25 kg KG)
- 1 Tablette 1mal / Tag
- Beendigung der Behandlung in folgenden Fällen in Erwägung ziehen
- bei HBeAg-positiven Patienten ohne Zirrhose
- Weiterführen der Behandlung für mind. 6 - 12 Monate nach der Bestätigung der HBe-Serokonversion (HBeAg-Verlust und HBV-DNAVerlust mit Anti-HBe-Nachweis) oder bis zur HBs-Serokonversion oder bis zum Verlust der Wirksamkeit
- regelmäßige Kontrolle nach Behandlungsende, um ein virologisches Rezidiv zu erkennen
- bei HBeAg-negativen Patienten ohne Zirrhose
- Weiterführen der Behandlung mind. bis zur HBsSerokonversion oder bis zum Nachweis des Verlusts der Wirksamkeit
- bei einer längerfristigen Behandlungsdauer > 2 Jahre wird eine regelmäßige Kontrolle empfohlen, um sicherzustellen, dass die gewählte Behandlung für den Patienten weiterhin angemessen ist
- bei HBeAg-positiven Patienten ohne Zirrhose
- versäumte Dosis
- vergessen < 18 Stunden nach der gewohnten Einnahmezeit
- Dosis sobald wie möglich einnehmen und anschließend das normale Einnahmeschema fortsetzen
- vergessen > 18 Stunden nach der gewohnten Einnahmezeit
- versäumte Dosis nicht nachholen und das gewohnte Einnahmeschema fortsetzen
- bei Erbrechen innerhalb von 1 Stunde nach der Einnhame
- Einnahme einer weiteren Tablette
- bei Erbrechen später als 1 Stunde nach der Einnahme
- keine Einnahme einer weiteren Tablette
- vergessen < 18 Stunden nach der gewohnten Einnahmezeit
- ältere Patienten ab 65 Jahren
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Nierenfunktionsstörung
- Erwachsene oder Jugendlichen (>/= 12 Jahre, >/= 35 kg KG)
- Kreatinin-Clearance >/= 15 ml / min
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Hämodialysepatienten mit einer Kreatinin-Clearance < 15 ml / min
- keine Dosisanpassung erforderlich
- an Hämodialysetagen:
- Einnahme nach Beendigung der Hämodialysebehandlung
- Kreatinin-Clearance < 15 ml / min ohne Hämodialysebehandlung
- es kann keine Dosierungsempfehlung gegeben werden
- Anwendung nicht empfohlen
- Kreatinin-Clearance >/= 15 ml / min
- Kinder </= 12 Jahre, </= 35 kg KG
- keine Daten vorliegend, um Dosierungsempfehlungen geben zu können
- Erwachsene oder Jugendlichen (>/= 12 Jahre, >/= 35 kg KG)
- Leberfunktionsstörung
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Kinder und Jugendliche </= 6 Jahre, </= 25 kg KG
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- keine Daten vorliegend
- Erwachsene, Kinder und Jugendliche (>/= 6 Jahre, >/= 25 kg KG)
Kontraindikationen
Tenofovir alafenamid - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Tenofoviralafenamid
- gleichzeitige Anwendung von
- Tenofovirdisoproxilfumarat
- Tenofovrialafenamid
- Adefovirdipivoxil
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Tenofovir alafenamid - peroral
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Durchfall
- Erbrechen
- Übelkeit
- Bauchschmerzen
- Völlegefühl
- Flatulenz
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erhöhte ALT
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ausschlag
- Pruritus
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Angioödem
- Urtikaria
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Arthralgie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erschöpfung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Anstieg von Körpergewicht
- Anstieg von Blutlipidwerten
- Anstieg von Blutglucosewerten
- ohne Häufigkeitsangabe
Anwendungshinweise
- zum Einnehmen
- Einnahme zusammen mit einer Mahlzeit
Stillzeithinweise
Tenofovir alafenamid - peroral
- Tenofoviralafenamid soll während der Stillzeit nicht angewendet werden, da ein Risiko für das gestillte Kind nicht ausgeschlossen werden kann
- Basierend auf veröffentlichten Daten werden Tenofoviralafenamid und Tenofovir bei Frauen, die mit Tenofoviralafenamid behandelt werden, in geringen Mengen in die Muttermilch ausgeschieden
- es gibt nur ungenügende Informationen darüber, ob Tenofovir Auswirkungen auf Neugeborene / Kleinkinder hat
Schwangerschaftshinweise
Tenofovir alafenamid - peroral
- falls notwendig kann eine Anwendung von Tenofoviralafenamid während der Schwangerschaft in Betracht gezogen werden
- weitergehende Erfahrungen an schwangeren Frauen mit Exposition gegenüber Tenofoviralafenamid (zwischen 300-1000 Schwangerschaftsausgänge) deuten nicht auf ein Fehlbildungsrisiko oder eine fetale/neonatale Toxizität hin
- tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität
- Fertilität
- keine Daten zur Wirkung von Tenofoviralafenamid auf die Fertilität beim Menschen vorliegend
- tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf schädliche Wirkungen auf die Fertilität
Warnhinweise
Tenofovir alafenamid - peroral
- Therapieeinleitung durch einen Arzt, der Erfahrung in der Behandlung chronischer Hepatitis B hat
- Übertragung des Hepatitis-B-Virus (HBV)
- Patienten müssen darauf hingewiesen werden, dass Tenofoviralafenamid nicht das Risiko einer Übertragung von HBV auf andere Personen durch sexuellen Kontakt oder kontaminiertes Blut verhindert
- es müssen weiterhin geeignete Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden
- Patienten mit dekompensierter Lebererkrankung
- begrenzte Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit von Tenofoviralafenamid bei HBV-infizierten Patienten mit dekompensierter Lebererkrankung und einem Child-Pugh-Turcotte-Score (CPT) > 9 (d. h. Klasse C) vorliegend
- diese Patienten könnten ein höheres Risiko für das Auftreten schwerer Nebenwirkungen der Leber oder der Niere haben
- deshalb sind hepatobiliäre und Nierenparameter bei dieser Patientenpopulation genau zu überwachen
- Exazerbation der Hepatitis
- Entzündungsschübe während der Behandlung
- spontane Exazerbationen chronischer Hepatitis B (CHB) sind relativ häufig und zeichnen sich durch vorübergehende Anstiege der Serum-Alanin-Aminotransferase (ALT) aus
- nach Beginn einer antiviralen Therapie kann der Serum-ALT-Spiegel bei manchen Patienten ansteigen
- bei Patienten mit kompensierter Lebererkrankung waren die erhöhten ALT-Spiegel im Serum i. A. nicht von einem Anstieg der Bilirubinkonzentration im Serum oder einer Dekompensation der Leber begleitet
- Patienten mit Zirrhose können nach einer Hepatitis-Exazerbation ein höheres Risiko für eine Dekompensation der Leber tragen und sollten deshalb während der Therapie engmaschig überwacht werden
- Entzündungsschübe nach Beendigung der Behandlung
- akute Exazerbationen der Hepatitis wurden bei Patienten berichtet, die ihre CHB-Behandlung abgebrochen haben, normalerweise in Verbindung mit steigenden HBV-DNA-Werten im Plasma
- die meisten Fälle sind selbst-limitierend, jedoch wurden schwere Exazerbationen, einschl. solcher mit tödlichem Ausgang nach dem Abbruch der CHB-Behandlung, berichtet
- die Leberfunktion sollte nach Beendigung der CHB-Therapie mind. 6 Monate durch wiederholte klinische- und Laboruntersuchungen überwacht werden
- falls angemessen, kann eine erneute CHB-Therapie erforderlich sein
- bei Patienten mit fortgeschrittener Lebererkrankung oder Zirrhose wird eine Beendigung der Behandlung nicht empfohlen, da eine Exazerbation der Hepatitis nach Behandlungsende zu einer Dekompensation der Leber führen kann
- bei Patienten mit dekompensierter Lebererkrankung sind Entzündungsschübe der Leber besonders kritisch und verlaufen manchmal tödlich
- Entzündungsschübe während der Behandlung
- Nierenfunktionsstörung
- Patienten mit Kreatinin-Clearance < 30 ml/min
- die Anwendung von Tenofoviralafenamid 1mal / Tag bei Patienten mit einer CrCl >/= 15 ml/min jedoch < 30 ml/min basiert auf 96-Wochen-Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit der Umstellung von einer anderen antiviralen Behandlung auf Tenofoviralafenamid in einer offenen klinischen Studie bei virologisch supprimierten Patienten mit chronischer HBV-Infektion
- sehr begrenzte Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit von Tenofoviralafenamid bei HBV-infizierten, chronischen Hämodialysepatienten mit einer CrCl < 15 ml/min vorliegend
- die Anwendung von Tenofoviralafenamid wird bei Patienten mit einer CrCl < 15 ml/min, die keine Hämodialyse erhalten, nicht empfohlen
- Patienten mit Kreatinin-Clearance < 30 ml/min
- Nephrotoxizität
- ein potenzielles Risiko einer Nephrotoxizität aufgrund einer chronischen Exposition gegenüber geringen Mengen Tenofovir durch Einnahme von Tenofoviralafenamid kann nicht ausgeschlossen werden
- es wird empfohlen, bei allen Patienten vor oder bei Therapiebeginn die Nierenfunktion zu bestimmen und auch während der Therapie bei allen Patienten zu überwachen, sofern klinisch angemessen
- bei Patienten, die eine klinisch signifikante Abnahme der Nierenfunktion entwickeln oder bei denen Hinweise auf eine proximale renale Tubulopathie vorliegen, sollte Absetzen dieses Arzneimittels in Erwägung gezogen werden
- Patienten mit einer Koinfektion mit HBV und dem Hepatitis-C- oder -D-Virus
- keine Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit von Tenofoviralafenamid bei Patienten vorliegend, die mit dem Hepatitis-C- oder -D-Virus koinfiziert sind
- die Anweisungen zur gleichzeitigen Anwendung bei der Behandlung von Hepatitis C sind zu befolgen
- Koinfektion mit Hepatitis B und dem humanen Immundefizienzvirus (HIV)
- allen HBV-infizierten Patienten mit unbekanntem HIV-1-Infektionsstatus sollte vor Therapiebeginn mit Tenofoviralafenamid ein HIV-Antikörpertest angeboten werden
- bei Patienten, die mit HBV und HIV koinfiziert sind, sollte Tenofoviralafenamid zusammen mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln gegeben werden, um sicherzustellen, dass der Patient eine angemessene HIV-Behandlung erhält
- gleichzeitige Anwendung mit anderen Arzneimitteln
- Tenofoviralafenamid darf nicht gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln angewendet werden, die Tenofoviralafenamid, Tenofovirdisoproxil oder Adefovirdipivoxil enthalten
- eine gleichzeitige Anwendung von Tenofoviralafenamid mit den folgenden Arzneimitteln wird nicht empfohlen
- P-Glykoprotein-Induktoren (P-gp), aufgrund der möglichen Senkung der Plasmakonzentration von Tenofoviralafenamid
- bestimmte Antikonvulsiva (z. B. Carbamazepin, Oxcarbazepin, Phenobarbital und Phenytoin)
- antimykobakterielle Arzneimittel (z. B. Rifampicin, Rifabutin und Rifapentin)
- Johanniskraut
- starke P-gp-Inhibitoren, aufgrund der möglichen Erhöhung der Plasmakonzentration von Tenofoviralafenamid
- z. B. Itraconazol und Ketoconazol
- P-Glykoprotein-Induktoren (P-gp), aufgrund der möglichen Senkung der Plasmakonzentration von Tenofoviralafenamid
- Kinder und Jugendliche
- bei einigen Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 Jahren und älter und mit einem Körpergewicht von mind. 25 kg, die über einen Zeitraum von 48 Wochen Tenofoviralafenamid erhielten, wurde über eine Verringerung der Knochendichte (bone mineral density, BMD >/= 4 %) in der Lendenwirbelsäule und im gesamten Körper berichtet
- die langfristigen Auswirkungen von BMD-Veränderungen auf den wachsenden Knochen, einschließlich des Frakturrisikos, bleiben unklar
- es wird ein multidisziplinärer Ansatz empfohlen, um die geeignete Überwachung während der Behandlung festzulegen