Veregen 10% Salbe
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 15 G | 74,67 € |
| NotApplicable | 15 G | – |
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Indikation
- dermale Behandlung von äußerlichen Feigwarzen im Genital- und Perianalbereich (Condylomata acuminata) bei immunkompetenten Patienten > 18 Jahre
Dosierung
Basiseinheit: 1 g Salbe enthält 100 mg gereinigten Trockenextrakt aus Grünem Tee (Camellia sinensis (L.) O. Kuntze) (45 - 56 : 1) entsprechend 55 - 72% ( - )-Epigallokatechingallat; erstes Extraktionsmittel: Wasser
- dermale Behandlung von äußerlichen Feigwarzen im Genital- und Perianalbereich
- max. 0,5 cm Salbenstrang (entsprechend 250 mg) / Warze 3mal / Tag
- Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
- Anwendung nicht empfohlen (fehlende Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit)
- geriatrische Patienten
- Zahl bisher behandelter geriatrischer Patienten nicht ausreichend, um festzustellen, ob diese anders als jüngere Patienten auf die Behandlung ansprechen
- vergessene Dosis
- Behandlung in vorgeschriebener Dosierung fortsetzen
- Behandlungsdauer
- bis alle Feigwarzen abgeheilt sind
- insgesamt nicht länger als 16 Wochen, selbst wenn sich während der Behandlung neue Feigwarzen entwickeln
Kontraindikationen
Sinecatechine - extern
(-) Epigallocatechin gallat
- Überempfindlichkeit gegenüber Epigallocatechin gallat
- Überempfindlichkeit gegenüber Extrakt (gereinigter Trockenextrakt) aus Camellia sinensis (L.) O. Kuntze, Blätter (Grünteeblätter) (24-56:1)
Nebenwirkungen
Sinecatechine - extern
(-) Epigallocatechin gallat
- Erkrankungen des Blut- und Lymphsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Inguinale Lymphadenitis/Lymphadenopathie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Infektion am Applikationsort
- Pusteln
- Herpes genitalis-Infektion
- Infektion mit Staphylokokken
- Urethritis
- vaginale Candidiasis
- Vulvovaginitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautausschlag
- papulöser Hautausschlag
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dysurie
- Harndrang
- Pollakisurie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankung der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Phimose
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Balanitis
- Dyspareunie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- lokale Reaktionen am Applikationsort wie:
- Erythem
- Pruritus
- Hautreizung/Brennen
- Schmerz
- Ulzeration
- Ödem
- Verhärtung und Bläschenbildung
- lokale Reaktionen am Applikationsort wie:
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- lokale Reaktionen am Applikationsort wie:
- Hautabschilferung
- Sekretion
- Blutung
- Schwellung
- lokale Reaktionen am Applikationsort wie:
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- lokale Reaktionen am Applikationsort wie:
- Verfärbung
- unangenehmes Gefühl
- Hauttrockenheit
- Hauterosionen
- Fissuren
- Hyperästhesie
- Taubheitsgefühl
- Narbenbildung
- Knötchenbildung
- Dermatitis
- Überempfindlichkeit
- lokale Nekrose
- Papeln
- Ekzem
- lokale Reaktionen am Applikationsort wie:
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Anwendungshinweise
- kleine Menge Salbe mit Finger auf jede Feigwarze auftupfen, so dass jede Feigwarze vollständig bedeckt ist und eine dünne Schicht der Salbe auf der Warze verbleibt
- nur auf betroffene Hautbereiche auftragen
- Applikation in Vagina, Urethra oder Anus vermeiden
- nicht in offene Wunden, auf verletzte oder entzündete Haut aufbringen
- Kontakt mit Augen, Nasenschleimhaut, Lippen und Mund vermeiden
- vor und nach Auftragen der Creme Hände waschen
- Salbe braucht vor der nächsten Behandlung von den behandelten Hautbereichen nicht abgewaschen werden
- vor sexuellem Kontakt Salbe von den behandelten Hautbereichen abwaschen
- Frauen, die Tampons benutzen, sollten diese vor Auftragen der Salbe einführen
Stillzeithinweise
Sinecatechine - extern
(-) Epigallocatechin gallat
- es werden keine Auswirkungen auf gestillte Säuglinge erwartet, da die systemische Verfügbarkeit von Epigallocatechin gallat nach dermaler Applikation als gering eingestuft wird
- nicht bekannt, ob (-) Epigallocatechin gallat oder seine Metaboliten in die Muttermilch übergehen
- Risiko für das gestillte Kind kann daher nicht ausgeschlossen werden
Schwangerschaftshinweise
Sinecatechine - extern
(-) Epigallocatechin gallat
- als Vorsichtsmaßnahme sollte das Arzneimittel während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, obwohl die systemische Verfügbarkeit von Epigallocatechin gallat nach dermaler Applikation als gering eingestuft wird
- bisher keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung bei Schwangeren vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt
- Fertilität
- es wurden keine Hinweise auf eine Beeinflussung der Fertilität nach dermaler (männliche Tiere) beziehungsweise vaginaler (weibliche Tiere) Applikation bei Ratten gefunden
Warnhinweise
Sinecatechine - extern
(-) Epigallocatechin gallat
- das Arzneimittel wurde nicht für die Behandlung urethraler, intravaginaler, zervikaler, rektaler oder intraanaler Warzen untersucht und darf zur Behandlung dieser Erkrankungen nicht eingesetzt werden
- Frauen mit Feigwarzen im Vulva-Bereich
- sollten das Arzneimittel mit besonderer Vorsicht anwenden
- schwerer Hautreaktionen treten in diesem Bereich häufiger auf
- versehentliche Applikation in die Vagina muss vermieden werden
- im Falle einer versehentlichen Applikation, umgehend mit warmem Wasser und einer milden Seife abwaschen
- unbeschnittene Männer, die Feigwarzen unter der Vorhaut behandeln
- Vorhaut zurückziehen und den Bereich täglich waschen, um Phimosen zu vermeiden
- treten Zeichen einer Striktur auf (z. B. Geschwür, Verhärtung oder zunehmende Schwierigkeiten beim Zurückziehen der Vorhaut), muss die Behandlung abgebrochen werden
- während der Behandlung können sich neue Feigwarzen bilden
- Übertragung von HP-Viren
- bis zur vollständigen Abheilung aller Feigwarzen sollten Kondome benutzt werden, da das HP-Virus nicht eliminiert und eine Übertragung der Erkrankung nicht verhindert
- Herstellerangaben zur Beeinträchtigung von Kondomen oder Scheidenpessaren sind ggf. zu beachten!
- im Falle einer Infektion des Sexualpartners des Patienten ist eine Mitbehandlung empfehlenswert, um einer Reinfektion des Patienten vorzubeugen
- Sonnen- / UV-Lichteinwirkung
- behandelten Hautbereiche sollten keiner Sonneneinwirkung oder UV-Bestrahlung ausgesetzt werden, da das Arzneimittel unter Sonneneinwirkung nicht geprüft wurde
- lokale Hautreaktionen
- leichte lokale Hautreaktionen wie Erythem, Pruritus, Hautreizung (meist Brennen), Schmerz und Ödem an der Applikationsstelle sind sehr häufig und sollten nicht zur Unterbrechung der Behandlung führen
- sie sollten sich nach den ersten Wochen der Behandlung bessern
- Unterbrechung der Behandlung angezeigt wenn:
- intensivere lokale Hautreaktionen nicht tolerierbare Beschwerden verursachen, sich verschlimmern oder mit einer Lymphknotenschwellung assoziiert sind
- Die Behandlung kann fortgesetzt werden, sobald die Hautreaktionen abgeklungen sind
- bei lokalen Hautreaktionen mit Bläschenbildung, sollte der Patient zum Ausschluss einer genitalen Herpes-Infektion einen Arzt konsultieren
- Patienten unter immunsuppressiver Therapie
- Wirksamkeit und Unbedenklichkeit bei Patienten, die unter immunsuppressiver Therapie stehen, wurde nicht untersucht
- diese Patienten sollten das Arzneimittel daher nicht anwenden
- Leberfunktionsstörung
- Patienten mit schweren Leberfunktionsstörungen (z. B. klinisch relevante Erhö-hung von Leberenzymen, Anstieg von Bi-lirubin, Anstieg von INR) sollten das Arzneimittel aufgrund unzureichender Daten zur Unbedenklichkeit nicht anwenden