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Fachinformationen

Indikation

  • präexpositionelle und postexpositionelle Prophylaxe gegen Tollwut in allen Altersgruppen
    • gemäß den offiziellen Empfehlungen anwenden

Dosierung

Basiseinheit: nach der Rekonstitution mit 0,5 ml Lösungsmittel enthält 1 Durchstechflasche 3,25 I.E.Tollwutvirus, WISTAR-Tollwut-PM/WI38 1503-3M-Stamm (inaktiviert)

  • präexpositionelle und postexpositionelle Prophylaxe gegen Tollwut in allen Altersgruppen
    • empfohlene Dosis
      • 0,5 ml des rekonstituierten Impfstoffs intramuskulär (i. m.) oder 0,1 ml des rekonstituierten Impfstoffs intradermal (i. d.) an jeder Injektionsstelle
    • Präexpositionelle Prophylaxe
      • präexpositionelle Grundimmunisierung für immunkompetente Personen: nach Impfschemata (Tabelle 1) und gemäß den lokalen offiziellen Empfehlungen impfen
      • Tabelle 1: Präexpositionelle Impfschemata
        • intramuskuläre Anwendung (0,5 ml / Dosis)
          • 3-Dosen-Impfschema i. m. Anwendung - 0,5 ml
            • Tag 0: 1 Dosis
            • Tag 7: 1 Dosis
            • Tag 21 oder Tag 28: 1 Dosis
          • einwöchiges Impfschemaa i. m. Anwendung - 0,5 ml
            • Tag 0: 1 Dosis
            • Tag 7: 1 Dosis
        • intradermale Anwendung (0,1 ml / Dosis)
          • einwöchiges Impfschemaa i. d. Anwendung - 0,1 ml
            • Tag 0: 2 Dosenb
            • Tag 7: 2 Dosenb
        • a Impfschema nicht bei immunsupprimierten Personen anwenden (s. Unterabschnitt „Immunsupprimierte Personen")
        • b eine Injektion in jeden Arm (bei Erwachsenen und Kindern) oder in jeden anterolateralen Oberschenkel (bei Säuglingen und Kleinkindern)
        • bei Bedarf kann die an Tag 28 geplante Dosis an Tag 21 verabreicht werden
      • Auffrischimpfungen
        • werden auf Grundlage des Expositionsrisikos sowie serologischer Tests zum Nachweis Tollwutvirus-neutralisierender Antikörper (>/= 0,5 I. E. / ml) festgelegt
        • eine Auffrischimpfung besteht aus einer Dosis zu 0,5 ml, die intramuskulär verabreicht wird, oder aus einer Dosis zu 0,1 ml, die intradermal verabreicht wird (gemäß den Empfehlungen der WHO)
        • dieser Impfstoff kann als Auffrischimpfung nach einer Grundimmunisierung mit einem in einer Zellkultur hergestellten Tollwut-Impfstoff angewendet werden (ein in VERO-Zellen oder humanen diploiden Zellen [HDCV] hergestellter Tollwut-Impfstoff)
    • Postexpositionelle Prophylaxe
      • so bald wie möglich nach Verdacht auf Tollwut-Exposition einleiten
      • in allen Fällen die richtige Wundversorgung (gründliche Spülung und Waschen aller Bisswunden und Kratzer mit Seife oder Reinigungsmittel und reichlich Wasser und / oder viruziden Mitteln) sofort oder so bald wie möglich nach der Exposition durchführen
      • dies muss vor der Verabreichung von Tollwut-Impfstoff oder Tollwut-Immunglobulin durchgeführt werden, wenn diese indiziert sind
      • Tabelle 2: WHO-Leitfaden zur postexpositionellen Prophylaxe in Abhängigkeit vom Schweregrad der Exposition (gemäß den nationalen offiziellen Empfehlungen anzupassen)
        • Expositionskategorie I.
          • Art der Exposition durch ein tollwutverdächtiges oder tollwütiges Wild- oder Haustier oder durch ein Tier, welches nicht zur Testung zur Verfügung steht
            • Berühren oder Füttern von Tieren
            • Belecken der intakten Haut (keine Exposition)
          • empfohlene postexpositionelle Prophylaxe
            • nicht erforderlich, wenn eine verlässliche Kontaktbeschreibung vorliegt.(a)
        • Expositionskategorie II.
          • Art der Exposition durch ein tollwutverdächtiges oder tollwütiges Wild- oder Haustier oder durch ein Tier, welches nicht zur Testung zur Verfügung steht
            • Knabbern an unbedeckter Haut
            • nicht blutende, leichtere Kratzer oder Abschürfungen (Exposition)
          • empfohlene postexpositionelle Prophylaxe
            • sofortige Impfung gegen Tollwut
            • Abbruch der Behandlung, wenn das Tier nach 10-tägiger Beobachtung(b) gesund ist oder wenn der mit geeigneten Labormethoden durchgeführte Test auf Tollwut negativ ausfällt
            • als Kategorie III zu behandeln, wenn es sich um eine Fledermaus-Exposition handelt
        • Expositionskategorie III.
          • Art der Exposition durch ein tollwutverdächtiges oder tollwütiges Wild- oder Haustier oder durch ein Tier, welches nicht zur Testung zur Verfügung steht
            • einzelne oder mehrere transdermale Bissverletzungen(c) oder Kratzer
            • Kontamination der beschädigten Haut oder der Schleimhäute mit Speichel (z. B. durch Lecken)
            • Exposition gegenüber Fledermäusen (schwerwiegende Exposition)
          • empfohlene postexpositionelle Prophylaxe
            • sofortige Impfung gegen Tollwut und Gabe von Tollwut-Immunglobulin, vorzugsweise so bald wie möglich nach Beginn der postexpositionellen Prophylaxe
            • Tollwut-Immunglobuline können bis zu 7 Tage nach der ersten Impfstoffgabe injiziert werden
            • Abbruch der Behandlung, wenn das Tier nach 10-tägiger Beobachtung(b) gesund ist oder wenn der mit geeigneten Labormethoden durchgeführte Test auf Tollwut negativ ausfällt
        • (a) Wenn es sich bei dem Tier um einen anscheinend gesunden Hund oder eine anscheinend gesunde Katze handelt, das in einem Gebiet mit niedrigem Tollwutrisiko lebt und unter tierärztliche Beobachtung gestellt wird, kann die Behandlung verschoben werden
        • (b) Dieser Beobachtungszeitraum gilt nur für Katzen und Hunde; mit Ausnahme bedrohter oder gefährdeter Arten sollten Haus- und Wildtiere, bei denen der Verdacht auf Tollwut besteht, eingeschläfert und ihr Gewebe durch geeignete Labortechniken auf Vorhandensein des Tollwutvirus untersucht werden
        • (c) Bisse, insbesondere an Kopf, Hals, Gesicht, Hände und Genitalien, werden aufgrund der ausgeprägten Innervierung dieser Körperteile als Expositionen der Kategorie III eingestuft
      • Postexpositionelle Prophylaxe bei nicht immunisierten Personen
        • nicht immunisierte Personen können gemäß einem der in Tabelle 3 dargestellten Impfschemata intramuskulär (i. m.) oder intradermal (i.d.) geimpft werden
        • Tabelle 3: Postexpositionelle Prophylaxe bei nicht immunisierten Personen
          • intramuskuläre Anwendung (0,5 ml / Dosis)
            • i. m. Essen-Impfschema; i. m. Anwendung - 0,5 ml / Dosis
              • Tag 0: 1 Dosis
              • Tag 3: 1 Dosis
              • Tag 7: 1 Dosis
              • Tag 14: 1 Dosis
              • Tag 21: -
              • T ag 28: 1 Dosis
            • i. m. Zagreb-Impfschema: i. m. Anwendung - 0,5 ml / Dosis
              • Tag 0: 2 Dosen(a)
              • Tag 3: -
              • Tag 7: 1 Dosis
              • Tag 14: -
              • Tag 21: 1 Dosis
              • Tag 28: -
        • intradermale Anwendung(d) (0,1 ml / Dosis)
          • i. d. New-Thailand-Red-Cross-(TRC-)Impfschema; i. d. Anwendung - 0,1 ml / Dosis
            • Tag 0: 2 Dosen(b)
            • Tag 3: 2 Dosen(b)
            • Tag 7: 2 Dosen(b)
            • Tag 14: -
            • Tag 21: -
            • Tag 28: 2 Dosen(b))
          • i. d. Institute-Pasteur-of-Cambodia-(IPC-)Impfschema; i. d. Anwendung - 0,1 ml / Dosis
            • Tag 0: 2 Dosen(b)
            • Tag 3: 2 Dosen(b)
            • Tag 7: 2 Dosen(b)
            • Tag 14: -
            • Tag 21: -
            • Tag 28: -
          • i. d. 4-Stellen / 1-Woche-Impfschema; i. d. Anwendung - 0,1 ml / Dosis
            • Tag 0: 4 Dosen(c)
            • Tag 3: 4 Dosen(c)
            • Tag 7: 4 Dosen(c)
            • Tag 14: -
            • Tag 21: -
            • Tag 28: -
        • (a) eine i. m. Injektion in den anterolateralen Bereich eines jeden Oberschenkels (bei Säuglingen und Kleinkindern) oder in jeden Deltamuskel (bei älteren Kindern und Erwachsenen)
        • (b) zur Injektion an 2 separaten Stellen, wenn möglich kontralateral
        • (c) zur Injektion an 4 separaten Stellen
        • (d) s. Fachinformation Abschnitt "Pharmakodynamische Eigenschaften"
        • unabhängig vom verwendeten Impfschema, Impfung nicht abbrechen, es sei denn, das Tier wird für frei von Tollwut erklärt
        • Tollwut-Immunglobuline im Falle einer Exposition der Klasse III gleichzeitig mit dem Impfstoff verabreichen (WHO-Klassifikation s. Tabelle 2)
        • wenn möglich, jede Dosis des Impfstoffs an einer von den Verabreichungsstellen des Immunglobulins entfernten Körperstelle verabreichen
      • Postexpositionelle Prophylaxe für bereits immunisierte Personen
        • gemäß den offiziellen Empfehlungen trifft dies auf Personen zu, die bereits eine präexpositionelle Prophylaxe oder eine postexpositionelle Prophylaxe erhalten haben oder die eine postexpositionelle Prophylaxe abgebrochen haben, nachdem sie mind. 2 Dosen des in einer Zellkultur hergestellten Impfstoffs verabreicht bekommen haben
        • Personen, die bereits immunisiert sind, erhalten
          • Tag 0 und Tag 3: je 1 Impfdosis (0,5 ml i. m. oder 0,1 ml i. d.)
          • alternativ an Tag 0: 4 intradermale Injektionen zu je 0,1 ml an 4 verschiedenen Stellen
          • Tollwut-Immunglobuline sind in diesem Fall nicht indiziert
    • Immunsupprimierte Personen
      • Präexpositionelle Prophylaxe
        • 3-Dosen-Impfschema verwendenden (s. „Präexpositionelle Prophylaxe")
        • 2 - 4 Wochen nach der Impfung ist eine serologische Untersuchung auf neutralisierende Antikörper durchzuführen, um die Notwendigkeit einer zusätzlichen Impfdosis festzustellen
      • Postexpositionelle Prophylaxe
        • nach der Exposition sollte ein vollständiges Impfschema verabreicht werden
        • bei einer Exposition der Kategorien II oder III sollte Tollwut-Immunglobulin auch gleichzeitig mit dem Impfstoff verabreicht werden (siehe Tabelle 2)
    • Kinder und Jugendliche
      • Kinder erhalten die gleiche Dosis wie Erwachsene

Kontraindikationen

Tollwut, inaktiviert, ganzes Virus - invasiv
  • Kontraindikationen bei Indiaktion präexpositionelle Prophylaxe (PrEP)
    • (nachgewiesene, schwere) Überempfindlichkeit gegen den Impfstoff
    • im Falle von (schweren) fieberhaften oder akuten Erkrankungen sollte die Impfung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden
  • Kontraindikation bei Indikation postexpositionelle Prophylaxe (PEP)
    • angesichts des fast immer tödlichen Ausgangs einer nachgewiesenen Tollwutinfektion gibt es keine Kontraindikationen für die postexpositionelle Impfung

Nebenwirkungen

Tollwut, inaktiviert, ganzes Virus - invasiv
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Lymphadenopathie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • allergische Reaktionen (z.B. Ausschlag, Urtikaria, Pruritus)
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Überempfindlichkeit
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Anaphylaxie einschließlich anaphylaktischer Schock
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Appetitlosigkeit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • verminderter Appetit
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Kopfschmerz
      • Schwindel(-gefühl)
      • Reizbarkeit (bei Säuglingen/Kleinkindern)
      • Somnolenz (bei Säuglingen/Kleinkindern)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schlaflosigkeit (bei Säuglingen/Kleinkindern)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Vertigo
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Parästhesie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Enzephalitis
      • Guillain-Barré-Syndrom
      • Präsynkope
      • Synkope
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hörsturz, der andauern kann
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Dyspnoe
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Übelkeit
      • Erbrechen
      • Durchfall
      • Bauchschmerzen/-beschwerden
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hautausschlag
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Urtikaria
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hyperhidrose (Schwitzen)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Angioödem
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Myalgie
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Arthralgie
  • Allgemeine Beschwerden und Reaktionen am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Reaktionen an der Injektionsstelle (Schmerzen, Erythem, Schwellung)
      • Unwohlsein
      • Müdigkeit
      • Asthenie
      • Fieber
      • untröstliches Weinen (bei Säuglingen/Kleinkindern)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Reaktionen an der Injektionsstelle (Jucken, Verhärtung)
      • influenzaartiges Syndrom
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schüttelfrost
      • Hämatom an der Injektionsstelle

Anwendungshinweise

  • intramuskuläre Anwendung (i. m.)
    • Säuglinge und Kleinkinder
      • Impfstoff in den anterolateralen Bereich des Oberschenkelmuskels verabreichen
    • ältere Kinder und Erwachsene
      • Impfstoff in den Deltamuskel verabreichen
  • intradermale Anwendung (i. d.)
    • Impfstoff bevorzugt in den Oberarm oder Unterarm verabreichen
  • nicht in die Gesäßregion injizieren
  • nicht intravasal injizieren
  • Vorsichtsmaßnahmen vor der Handhabung bzw. vor der Anwendung des Arzneimittels und Hinweise zur Rekonstitution des Arzneimittels vor der Anwendung: s. Fachinformation

Stillzeithinweise

Tollwut, inaktiviert, ganzes Virus - invasiv
  • Impfstoff kann stillenden Frauen nach einer Nutzen-Risiko-Abwägung verabreicht werden
    • kann stillenden Frauen verabreicht werden, wenn eine postexpositionelle Prophylaxe erforderlich ist
    • kann auch für eine präexpositionelle Prophylaxe stillenden Frauen verabreicht werden, wenn der potenzielle Nutzen größer erscheint als ein mögliches Risiko für den Säugling
  • nicht bekannt, ob der Impfstoff in die Muttermilch übergeht
    • bisher jedoch kein Risiko für den Säugling festgestellt; es wird auch kein Risiko erwartet

Schwangerschaftshinweise

Tollwut, inaktiviert, ganzes Virus - invasiv
  • postexpositionelle Prophylaxe
    • Impfstoff kann Schwangeren verabreicht werden, wenn eine postexpositionelle Prophylaxe erforderlich ist (angesichts der Schwere der Erkrankung)
  • präexpositionelle Prophylaxe
    • Impfstoff kann auch für die präexpositionelle Prophylaxe während der Schwangerschaft verabreicht werden (angesichts der Schwere der Erkrankung), wenn der potentielle Nutzen größer erscheint als ein mögliches Risiko für den Fötus
      • Anwendung gemäß dem üblichen Impfschema
  • bisher nur begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung bei Schwangeren vorliegend
  • keine Fälle von Schädigungen, die auf die Anwendung während der Schwangerschaft zurückzuführen sind, beobachtet
  • Fertilität
    • keine präklinischen Studien zur Reproduktions- und Entwicklungstoxizität durchgeführt

Warnhinweise

Tollwut, inaktiviert, ganzes Virus - invasiv
  • Anwendung des Impfstoffes sollte gemäß offiziellen Empfehlungen erfolgen
  • Empfehlungen zum Impfschema sind genauestens zu befolgen
  • möglicherweise wird nicht bei allen Geimpften eine schützende Immunantwort erzielt
  • Rückverfolgbarkeit
    • um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden
  • Personen mit aktuten, behandlungsbedürftigen Erkrankungen
    • sollten frühestens 2 Wochen nach Genesung geimpft werden
    • die Impfung sollte jedoch nicht wegen eines leichten Infekts zurückgestellt werden
  • Überempfindlichkeitsreaktionen (nur postexpositionelle Prophylaxe)
    • anaphylaktische Reaktionen einschließlich anaphylaktischer Schock nach Impfung aufgetreten
    • wie bei allen injizierbaren Impfstoffen sollten für den seltenen Fall einer anaphylaktischen Reaktion nach Verabreichung des Impfstoffes stets entsprechende medizinische Behandlungs- und Überwachungsmöglichkeiten sofort verfügbar sein
  • Reaktionen des zentralen Nervensystems
    • Enzephalitis und Guillain-Barré-Syndrom sind in einem zeitlichen Zusammenhang mit der Verabreichung der Impfung aufgetreten
    • Entscheidung gegen die Fortsetzung der Immunisierung muss sorgfältig gegen das Risiko des Patienten abgewogen werden, an Tollwut zu erkranken
  • Applikation
    • darf unter keinen Umständen intraglutäal oder subkutan injiziert werden, da hierdurch möglicherweise nicht zuverlässig eine ausreichende Immunantwort erzielt werden kann
    • Impfstoff darf nicht intravasal injiziert werden
      • unbeabsichtigte intravasale Injektion kann systemische Reaktionen einschließlich Schock zur Folge haben
      • sicherstellen, dass die Nadel in kein Blutgefäß eingeführt wird
  • angstbedingte Reaktionen
    • im Zusammenhang mit Impfungen können angstbedingte Reaktionen, einschließlich vasovagale Reaktionen (Synkope), Hyperventilation oder stressbedingte Reaktionen, als psychogene Reaktion auf die Nadelinjektion auftreten
      • kann einhergehen mit verschiedenen neurologischen Anzeichen wie vorübergehender Sehstörung und Parästhesie
    • im Vorfeld sind unbedingt geeignete Maßnahmen zur Verhinderung von Verletzungen im Falle einer Ohnmacht zu ergreifen
  • serologischer Untersuchung
    • Notwendigkeit serologischer Untersuchungen (zur Beurteilung der Serokonversion bei Personen) ist in Übereinstimmung mit den offiziellen Empfehlungen festzulegen
    • Personen mit bekannter Immundefizienz
      • wenn der Impfstoff bei Personen mit bekannter Immundefizienz aufgrund einer immunsuppressiven Erkrankung oder einer gleichzeitigen immunsuppressiven Behandlung (einschließlich Corticosteroiden) verabreicht wird, müssen 2 bis 4 Wochen nach der Impfung serologische Untersuchungen durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass eine schützende Immunantwort erzielt wurde
      • im Falle einer postexpositionellen Impfung muss ein vollständiges Impfschema verabreicht werden
        • bei einer Exposition der Kategorie II oder III muss Tollwut-Immunglobulin ebenfalls gleichzeitig mit dem Impfstoff verabreicht werden
  • Personen mit Blutungsneigung
    • mit Vorsicht bei Personen zu verabreichen, die an Thrombozytopenie oder Gerinnungsstörungen leiden, da die intramuskuläre Injektion bei diesen Personen Blutungen hervorrufen kann
  • Kinder und Jugendliche
    • bei der Grundimmunisierung von sehr unreifen Frühgeborenen (Geburt in der 28. Schwangerschaftswoche oder früher), insbesondere von solchen mit einer Lungenunreife in der Vorgeschichte, sollten das potenzielle Risiko einer Apnoe berücksichtigt und die Notwendigkeit einer Atemüberwachung über 48 bis 72 Stunden erwogen werden