Verquvo 2.5 mg Filmtabletten

kohlpharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Vericiguat →

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Fachinformationen

Indikation

  • zur Behandlung von symptomatischer, chronischer Herzinsuffizienz bei erwachsenen Patienten mit reduzierter Ejektionsfraktion, die nach einem kürzlich aufgetretenen Dekompensationsereignis, das eine i.v.-Therapie erforderte, stabilisiert wurden

Dosierung

  • Behandlung von symptomatischer, chronischer Herzinsuffizienz bei erwachsenen Patienten mit reduzierter Ejektionsfraktion, die nach einem kürzlich aufgetretenen Dekompensationsereignis, das eine i.v.-Therapie erforderte, stabilisiert wurden
    • allgemeine Hinweise
      • Anwendung zusammen mit anderen Herzinsuffizienz-Therapien
      • vor Behandlungsbeginn
        • Volumenstatus und Diuretikatherapie optimieren, um die Patienten nach dem Dekompensationsereignis zu stabilisieren, insbesondere bei Patienten mit sehr hohen NT-proBNP-Spiegeln
      • Behandlung sollte nicht bei Patienten mit einem systolischen Blutdruck (SBD) < 100 mmHg begonnen werden
    • Erwachsene
      • empfohlene Anfangsdosis
        • 2,5 mg Vericiguat 1mal / Tag
      • Dosissteigerung
        • Dosis etwa alle 2 Wochen verdoppeln bis angestrebte Erhaltungsdosis von 10 mg Vericiguat 1mal / Tag erreicht ist, sofern Patient dies verträgt
      • Dosisreduktion / Behandlungsabbruch
        • Patienten mit Verträglichkeitsproblemen (symptomatische Hypotonie oder SBD < 90 mmHg)
          • vorübergehende Dosisreduktion oder Absetzen von Vericiguat empfohlen
      • ausgelassene Dosis
        • Dosis am selben Tag der ausgelassenen Dosis nachholen
        • keine zwei Dosen Vericiguat am selben Tag einnehmen

Dosisanpassung

  • ältere Patienten
    • keine Dosisanpassung erforderlich
  • Nierenfunktionsstörung
    • eGFR (geschätzten glomerulären Filtrationsrate) >/= 15 ml / Min. / 1,73 m2 (ohne Dialyse)
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • eGFR < 15 ml / Min. / 1,73 m2 zu Behandlungsbeginn oder bei Dialysepatienten
      • Behandlung mit Vericiguat nicht empfohlen
  • Leberfunktionsstörung
    • leicht oder mittelschwer
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • schwere Leberfunktionsstörung
      • Behandlung mit Vericiguat nicht empfohlen
  • Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
    • Sicherheit und Wirksamkeit bisher noch nicht erwiesen
    • keine klinischen Daten vorliegend
    • in präklinischen Studien wurden unerwünschte Wirkungen auf das Knochenwachstum beobachtet

Kontraindikationen

Vericiguat - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Vericiguat
  • gleichzeitige Anwendung anderer Stimulatoren der löslichen Guanylatzyklase (sGC) wie z. B. Riociguat

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Vericiguat - peroral
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Anämie
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwindel
      • Kopfschmerz
  • Gefäßerkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Hypotonie (einschließlich orthostatischer und symptomatischer Hypotonie)
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Übelkeit
      • Dyspepsie
      • Erbrechen
      • Gastro-ösophageale Refluxkrankheit

Anwendungshinweise

  • Einnahme zu einer Mahlzeit
  • Patienten mit Schluckproblemen
    • Tablette kann unmittelbar vor der Anwendung zerstoßen und mit Wasser gemischt werden

Stillzeithinweise

Vericiguat - peroral
  • es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung mit Vericiguat verzichtet werden soll oder die Behandlung mit Vericiguat zu unterbrechen ist
    • Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigen
  • keine Informationen zur Ausscheidung von Vericiguat in die Muttermilch, zu den Auswirkungen auf den gestillten Säugling oder auf die Milchproduktion vorliegend
  • tierexperimentelle Studien
    • Vericiguat ist in der Milch von säugenden Ratten vorhanden
  • Risiko für den Säugling kann nicht ausgeschlossen werden

Schwangerschaftshinweise

Vericiguat - peroral
  • als Vorsichtsmaßnahme sollte Vericiguat während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht verhüten, nicht angewendet werden
  • keine Erfahrungen mit der Anwendung von Vericiguat bei Schwangeren vorliegend
  • tierexperimentelle Studien
    • Reproduktionstoxizität bei gleichzeitig auftretender Toxizität für das Muttertier
  • Fertilität
    • keine Daten zur Auswirkung von Vericiguat auf die Fertilität beim Menschen vorliegend
    • tierexperimentelle Studien
      • in einer Studie an männlichen und weiblichen Ratten zeigte Vericiguat keine Beeinträchtigung der Fertilität

Warnhinweise

Vericiguat - peroral
  • Vericiguat wird zusammen mit anderen Herzinsuffizienz-Therapien angewendet
  • Symptomatische Hypotonie
    • Vericiguat kann eine symptomatische Hypotonie verursachen
    • Patienten mit einem SBD unter 100 mmHg oder einer symptomatischen Hypotonie zu Behandlungsbeginn
      • nicht untersucht
    • Möglichkeit einer symptomatischen Hypotonie berücksichtigen bei Patienten mit
      • Hypovolämie
      • schwerer Obstruktion des linksventrikulären Ausflusstraktes
      • Hypotonie im Ruhezustand
      • autonomer Dysfunktion
      • Hypotonie in der Krankengeschichte
      • gleichzeitige Behandlung mit Antihypertensiva oder organischen Nitraten
    • vorübergehende Dosisreduktion oder das Absetzen von Vericiguat empfohlen bei
      • Patienten mit Verträglichkeitsprobleme (symptomatische Hypotonie oder SBD unter 90 mmHg)
    • gleichzeitige Anwendung von Vericiguat und PDE-5-Hemmern wie z. B. Sildenafil
      • nicht untersucht bei Patienten mit Herzinsuffizienz
      • aufgrund des möglicherweise erhöhten Risikos für eine symptomatische Hypotonie nicht empfohlen
  • Nierenfunktionsstörung
    • Patienten mit einer eGFR von < 15 ml/min/1,73 m2 zu Behandlungsbeginn sowie Dialysepatienten
      • nicht untersucht
      • Behandlung mit Vericiguat bei diesen Patienten nicht empfohlen
  • Leberfunktionsstörung
    • Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung
      • nicht untersucht
      • Behandlung mit Vericiguat bei diesen Patienten nicht empfohlen