Verrucutan 5mg/g+100mg/g Lös.z.Anwendg.auf d. Haut
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 14 ML | 20,33 € |
| NotApplicable | 14 ML | – |
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Indikation
- Vulgäre Warzen (Sonderform: Dornwarzen, an druckbelasteten Stellen der Fußsohle)
- plane juvenile Warzen der Extremitäten
Dosierung
Basiseinheit: 1 g Lösung enthält 5 mg Fluorouracil und 100 mg Salicylsäure
- vulgäre Warzen, plane juvenile Warzen der Extremitäten
- 2 - 3mal / Tag auf jede Warze auftragen
- Behandlungsdauer
- durchschnittlich 6 Wochen bei täglicher, konsequenter Anwendung
- nach erfolgreicher Therapie noch ca. 1 Woche weiterbehandeln
- Kinder
- Säuglinge
- kontraindiziert
- Säuglinge
- Niereninsuffizienz
- kontraindiziert
Kontraindikationen
Fluorouracil, Kombinationen - extern
- Fluorouracil und Salicylsäure
- Überempfindlichkeit gegen Fluorouracil oder Salicylsäure
- Patienten mit Niereninsuffizienz
- Anwendung zusammen mit Brivudin, Sorivudin und Analoga
- da diese Wirkstoff potente Hemmstoffe des Fluorouracil-abbauenden Enzyms Dihydropyrimidindehydrogenase (DPD) sind
- Anwendung auf großen Hautflächen (Hautfläche nicht größer als 25 cm2)
- darf nicht mit Augen und Schleimhäuten in Berührung gebracht werden
- Säuglinge
- Frauen, bei denen eine Schwangerschaft nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann
- Schwangerschaft
- Stillzeit
Nebenwirkungen
Fluorouracil, Kombinationen - extern
- Fluorouracil und Salicylsäure
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- kontaktallergische Reaktionen (aufgrund der enthaltenen Salicylsäure)
- derartige kontaktallergische Reaktionen können in Form von Jucken, Rötungen und Bläschen auch außerhalb des Applikationsareals auftreten
- kontaktallergische Reaktionen (aufgrund der enthaltenen Salicylsäure)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- trockene Augen
- Augenjucken
- vermehrte Tränensekretion
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hautabschuppung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- am Verabreichungsort:
- Erytheme
- Entzündungen
- Reizungen (inklusive Brennen)
- Schmerzen
- Pruritus
- am Verabreichungsort:
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- am Verabreichungsort:
- Blutungen
- Hauterosionen
- Verkrustungen
- am Verabreichungsort:
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- am Verabreichungsort:
- Dermatitis
- Ödem
- Ulzeration
- am Verabreichungsort:
- ohne Häufigkeitsangabe
- in seltenen Fällen kann ein starkes Brennen zum Absetzen der Therapie führen
- durch die starke hornschichterweichende Wirkung kann es insbesondere in der Umgebung der Warze zu weißlichen Verfärbungen und Abschilferungen der Haut kommen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
Anwendungshinweise
- zur Anwendung auf der Haut
- nur auf die Warze, nicht auf die gesunde Haut der Warzenumgebung auftragen
- umgebende Haut ggf. mit Paste / Salbe abdecken
- Spatel vor Betupfen am Flaschenhals abstreifen
- bei sehr kleinen Warzen statt Spatel Zahnstocher oder Ähnliches verwenden
- vor dem erneuten Auftragen den vorhandenen Lackfilm durch Abziehen entfernen
- bei periungualen und subungualen Warzen darauf achten, dass Nagelmatrix nicht geschädigt wird und Lösung nicht in das Nagelbett gelangt
- zu behandelnde Fläche </= 25 cm2 (nicht zur Anwendung auf großen Hautflächen bestimmt)
- in vielen Fällen (z. b. stark prominente vulgäre Warzen, Fußsohlenwarzen) günstig, das unter der Behandlung abgestorbene Gewebe vom Arzt abtragen zu lassen
- bei Befall von Hautarealen mit dünner Epidermis
- Lösung weniger häufig auftragen
- Therapieverlauf öfter kontrollieren
- Warzen mit sehr starker Verhornungstendenz evtl. mit Salicylsäure-Pflastern vorbehandeln
- nicht mit Augen oder Schleimhäuten in Berührung bringen!
- Flasche nach Gebrauch gut verschließen (sonst Austrocknung)
- Lösung nicht mit Textilien / Acryl in Berührung bringen (Fleckenbildung)
Stillzeithinweise
Fluorouracil, Kombinationen - extern
- Fluorouracil und Salicylsäure
- kontraindiziert in der Stillzeit
- nicht bekannt, ob Fluorouracil oder seine Metaboliten nach topischer Anwendung in die Muttermilch übergehen
- Risiko für das Neugeborene kann nicht ausgeschlossen werden
Schwangerschaftshinweise
Fluorouracil, Kombinationen - extern
- Fluorouracil und Salicylsäure
- kontraindiziert während der Schwangerschaft
- kontraindiziert bei Frauen, bei denen eine Schwangerschaft nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann
- keine Daten über die Anwendung von topischem Fluorouracil bei Schwangeren vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- Fluorouracil
- bei systemisch verabreichten Fluorouracil bei Tieren teratogene Wirkung beobachtet
- Salicylsäure
- Salicylsäure kann den Schwangerschaftsausgang bei Nagetieren negativ beeinflussen
- Fluorouracil
- Fertilität
- Fertilitätsstudien mit systemisch angewendetem Fluorouracil zeigten eine transiente Infertitilität bei männlichen und reduzierte Trächtigkeitsraten bei weiblichen Nagetieren
- jedoch ist aufgrund der sehr geringen Resorption der Wirkstoffe nach topischer Anwendung auf der Haut eine Relevanz für die Anwendung beim Menschen unwahrscheinlich
- Fertilitätsstudien mit systemisch angewendetem Fluorouracil zeigten eine transiente Infertitilität bei männlichen und reduzierte Trächtigkeitsraten bei weiblichen Nagetieren
Warnhinweise
Fluorouracil, Kombinationen - extern
- Fluorouracil und Salicylsäure
- Arzneimittel enthält das Zytostatikum 5-Fluorouracil (5-FU)
- Dihydropyrimidin-Dehydrogenase-(DPD)-Enzym-Mangel
- das Enzym Dihydropyrimidindehydrogenase (DPD) spielt eine wichtige Rolle für denAbbau von Fluorouracil
- Inhibierung, ein Mangel oder eine verringerte Aktivität dieses Enzyms kann zu einer Akkumulation von Fluorouracil führen
- da jedoch die perkutane Resorption von Fluorouracil vernachlässigbar ist, wenn das Arzneimittel gemäß der zugelassenen Produktinformation angewendet wird, sind in dieser Subpopulation keine Unterschiede im Sicherheitsprofil zu erwarten
- Dosisanpassungen nicht als notwendig angesehen
- Patienten, die Phenytoin gleichzeitig mit Fluorouracil einnehmen
- sollten regelmäßig auf einen erhöhten Phenytoin-Plasma-Spiegel untersucht werden
- falls Hautareale mit dünner Epidermis von Warzen befallen sind
- Wirkstofflösung weniger häufig auftragen und Therapieverlauf öfter kontrollieren, da es durch die stark hornschichterweichende Wirkung der enthaltenen Salicylsäure zu Narbenbildung kommen kann
- Vorbehandlung von Warzen mit sehr starker Verhornungstendenz
- bei Warzen mit sehr starker Verhornungstendenz manchmal angebracht, mitSalicylsäure-Pflaster vorzubehandeln
- sollte nicht nicht auf blutigen Läsionen angewendet werden
- Patienten mit Sensibilitätsstörungen (z.B. bei Diabetes mellitus)
- engmaschige ärztliche Kontrolle erforderlich
- Sonnenexposition bei aktinischen Keratosen
- aktinische Keratosen entstehen durch chronische UV-Schäden
- jede lokale Reizung an den behandelten Hautstellen kann sich durch Sonnenexposition verschlechtern
- Patienten sollte angeraten werden, die Haut gegen weitere übermäßige und gehäufte Sonneneinstrahlung zu schützen, insbesondere an den behandelten Hautstellen
- andere Hauterkrankungen bei der Behandlung von aktinischen Keratosen
- keine Erfahrungen mit der Behandlung von aktinischen Keratosen in einem Hautareal vorliegend, das gleichzeitig von einer anderen Hautkrankheit betroffen ist
- Arzt sollte in Betracht ziehen, dass sich das Behandlungsergebnis unterscheiden kann
- Basalzellkarzinome (BCC) sowie Morbus Bowen
- sollten nicht mit diesem Arzneimittel behandelt werden, da hierfür keine Erfahrungen vorliegen