VERSATIS 700 mg wirkstoffhaltiges Pflaster
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 20 ST | 89,69 € |
| N2 | 30 ST | 140,27 € |
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Indikation
- Linderung der Symptome neuropathischer Schmerzen nach Herpes-Zoster-Infektion (Post-Zoster-Neuralgie, PZN) bei Erwachsenen
Dosierung
Basiseinheit: jedes Hydrogelpflaster (10 cm x 14 cm) enthält 700 mg (5% w/w) Lidocain
- Linderung der Symptome neuropathischer Schmerzen nach Herpes-Zoster-Infektion (Post-Zoster-Neuralgie, PZN)
- Erwachsene und ältere Patienten
- Pflaster 1mal / Tag auf den schmerzenden Bereich kleben
- Applikationsdauer: bis zu 12 Stunden, anschließend pflasterfreies Intervall von mind. 12 Stunden einhalten
- nur die Anzahl Pflaster verwenden, die für eine effektive Linderung der Schmerzen notwendig
- falls erforderlich, Pflaster vor Entfernen der Schutzfolie mit einer Schere in kleinere Stücke zerteilen
- max. 3 Pflaster gleichzeitig aufkleben
- falls Patient nach 2 - 4 Wochen nicht auf die Therapie angesprochen hat oder Linderungseffekt ausschließlich auf die hautschützenden Eigenschaften des Pflasters zurückgeführt werden kann
- Behandlung mit Lidocain-haltigem Pflaster abbrechen
- Behandlung sollte in regelmäßigen Abständen bewertet werden: anhand der Bewertung sollte entschieden werden, ob weniger Pflaster zur Abdeckung des schmerzenden Bereichs ausreichen oder Pflaster-freie Phase verlängert werden kann
- Behandlungsdauer: Langzeitbehandlung mit dem Pflaster nur gerechtfertigt, wenn es einen therapeutischen Nutzen für Patienten gibt
- eingeschränkte Nierenfunktion
- leicht oder mäßig
- Dosisanpassung nicht erforderlich
- stark
- nur mit Vorsicht anwenden
- leicht oder mäßig
- eingeschränkte Leberfunktion
- leicht oder mäßig
- Dosisanpassung nicht erforderlich
- stark
- nur mit Vorsicht anwenden
- leicht oder mäßig
- Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht nachgewiesen; keine Daten
- Erwachsene und ältere Patienten
Kontraindikationen
Lidocain - extern
- Überempfindlichkeit gegenüber Lidocain und anderen Lokalanästhetika vom Amidtyp, z.B.
- Bupivacain
- Etidocain
- Mepivacain
- Prilocain
- Spray zusätzlich
- erhebliche Störungen des Reizbildungs- und Leitungssystems
- dekompensierte Herzinsuffizienz
- kardiogener und hypovolämischer Schock
- Information zu produktspezifischen Hilfsstoffen (siehe jeweilige Herstellerinformation)
- Pflaster zusätzlich
- Anwendung auf entzündete bzw. verletzte Hautflächen, z.B.
- Herpes-Zoster-Läsionen
- bei atopischer Dermatitis
- auf Wunden
- Anwendung auf entzündete bzw. verletzte Hautflächen, z.B.
Nebenwirkungen
Lidocain - extern
- Erkrankungen des Immunsystems
- Spray
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- allergische Reaktionen (in den schwersten Fällen ein anaphylaktischer Schock)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Pflaster
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- anaphylaktische Reaktion
- Hypersensitivität
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Spray
- Erkrankungen des Nervensystems
- Spray
- ohne Häufigkeitsangabe
- toxische Nebenwirkungen (nach Überschreitung eines kritischen Blutspiegels)
- zentralnervösen Symptome
- toxische Nebenwirkungen (nach Überschreitung eines kritischen Blutspiegels)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Spray
- Herzerkrankungen
- Spray
- ohne Häufigkeitsangabe
- toxische Nebenwirkungen (nach Überschreitung eines kritischen Blutspiegels)
- kardiovaskuläre Symptome
- toxische Nebenwirkungen (nach Überschreitung eines kritischen Blutspiegels)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Spray
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- Spray
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- bei Anwendung im Mund- und Rachenraum
- vorübergehende Ödeme im Rachen- und Kehlkopfbereich, die vereinzelt mit Heiserkeit einhergehen
- bei Anwendung im Mund- und Rachenraum
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Spray
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- Pflaster
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautläsionen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pflaster
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- Spray
- ohne Häufigkeitsangabe
- lokale Reizungen am Applikationsort
- ohne Häufigkeitsangabe
- Pflaster
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Reaktionen an der Applikationsstelle, wie
- Brennen
- Dermatitis
- Erythem
- Pruritus
- Hautausschlag
- Hautreizungen
- Bläschen
- Reaktionen an der Applikationsstelle, wie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Spray
- Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- Pflaster
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautverletzungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- offene Wunden
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pflaster
Anwendungshinweise
- Pflaster unmittelbar nach Entnahme aus dem Beutel und Entfernen der Schutzfolie von der Gelschicht auf die Schmerzzone der Haut aufbringen
- Haare an der Applikationsstelle mit einer Schere abschneiden - nicht rasieren
- Pflaster auf unverletzte, trockene Hautfläche kleben, die keinerlei Hautirritation aufweist (nach Abheilen der Herpes-Zoster-Läsionen)
- Pflaster kann wahlweise tagsüber oder während der Nacht angewendet werden
Stillzeithinweise
Lidocain - extern
- zur Anwendung während Stillzeit keine klinischen Daten vorliegend
- Lidocain geht in die Muttermilch über
- Lidocain geht nach parenteraler Gabe in geringen Mengen in die Muttermilch über
- Untersuchungen zum Übergang nach topischer Anwendung in der Stillzeit nicht vorliegend
- es ist zu erwarten, dass nur sehr geringe Mengen Lidocain in die Muttermilch übergehen
- Lidocain wird relativ schnell und nahezu vollständig in der Leber verstoffwechselt
- Lidocain geht nach parenteraler Gabe in geringen Mengen in die Muttermilch über
- Gefährdung des Säuglings unwahrscheinlich
Schwangerschaftshinweise
Lidocain - extern
- Pflaster
- Lidocain darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden
- es sei denn, es ist eindeutig erforderlich
- Lidocain darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden
- Spray
- Lidocain sollte in der Schwangerschaft nur bei strenger Indikationsstellung angewendet werden
- keine kontrollierten Studien an Schwangeren durchgeführt
- keine hinreichenden Daten zur Anwendung bei Schwangeren
- bisher keine Hinweise auf angeborene Missbildungen nach Lidocainexposition in der Schwangerschaft
- mögliches Risiko für den Menschen nicht bekannt
- tierexperimentelle Studien
- kein Hinweis auf teratogenes Potential von Lidocain
- keine Untersuchungen zum plazentaren Übergang nach topischer Anwendung
- Lidocain passiert nach parenteraler Gabe die Plazenta
- Lidocain ist plazentagängig
- Lidocain passiert nach parenteraler Gabe die Plazenta
- Fertilität
- keine klinischen Daten zur Fertilität
- tierexperimentelle Studien
- zeigten keinen Effekt auf die weibliche Fertilität
Warnhinweise
Lidocain - extern
- Spray
- wenn aufgrund Dosis oder Applikationsart hohe Blutspiegel zu erwarten sind
- besondere Beobachtung erforderlich bei
- einer kardiovaskulären Erkrankung, einschl.
- Herzinsuffizienz
- älteren Patienten
- Patienten in schlechtem Allgemeinzustand
- Patienten mit Myasthenia gravis
- Patienten mit fortgeschrittenen Lebererkrankungen oder schwerer verminderter Nierenfunktion
- einer kardiovaskulären Erkrankung, einschl.
- besondere Beobachtung erforderlich bei
- bei Patienten mit akuter Porphyrie nur bei zwingender Indikation anwenden
- kann Porphyrie auslösen
- bei allen Patienten mit Porphyrie entsprechende Vorsichtsmaßnahmen ergreifen
- Wirkstoff wird besonders an Wundflächen sowie bei verletzten oder entzündeten Haut- bzw. Schleimhautarealen resorbiert
- Applikation in diesen Bereichen daher mit besonderer Vorsicht
- Nebenwirkungen
- als mögliche Ursache für Nebenwirkungen müssen auch eventuelle Störungen im Abbau (Leber) oder in der Ausscheidung (Niere) von Lidocain in Betracht gezogen werden
- schwere Nebenwirkungen
- werden größere Mengen appliziert oder häufiger als verordnet bzw. in kurzen Dosierungsintervallen angewendet
- können toxische Blutspiegel erreicht und schwere Nebenwirkungen verursacht werden
- sicherste Prophylaxe besteht in der genauen Einhaltung der empfohlenen Dosierung von Lidocain
- deren Wirkung unbedingt ärztlich überwacht werden muss (visueller und verbaler Patientenkontakt)
- besonders bei Kindern beachten, bei denen Dosierung an das Körpergewicht angepasst werden soll
- bei Auftreten von toxischen Effekten können notfallmedizinische Maßnahmen und Beatmung notwendig werden
- sicherste Prophylaxe besteht in der genauen Einhaltung der empfohlenen Dosierung von Lidocain
- können toxische Blutspiegel erreicht und schwere Nebenwirkungen verursacht werden
- werden größere Mengen appliziert oder häufiger als verordnet bzw. in kurzen Dosierungsintervallen angewendet
- nicht in die Augen sprühen
- ist versehentlich etwas Spray ins Auge geraten
- sofort mit fließendem Wasser zu spülen
- ist versehentlich etwas Spray ins Auge geraten
- sollte nicht auf Trachealtuben mit PVC-Cuffs angewendet werden
- Lidocain als Base kann bei Kontakt sowohl mit PVC-Cuffs als auch mit anderen Cuffs den Trachealtubus beschädigen
- äußert sich in Form von winzigen Löchern, die zu einer Undichtigkeit und somit zu einem Druckabfall des Tubus führen können
- Lidocain als Base kann bei Kontakt sowohl mit PVC-Cuffs als auch mit anderen Cuffs den Trachealtubus beschädigen
- Allergien
- ist eine Allergie gegen Lidocain bekannt ist
- so muss mit Kreuzallergie gegen andere Lokalanästhetika vom Säureamidtyp gerechnet werden
- ist eine Allergie gegen Lidocain bekannt ist
- bei Anwendung im Mund, Rachen und Kehlkopfbereich
- besteht durch Beeinträchtigung des Schluckreflexes und Auftreten eines Taubheitsgefühls
- erhöhte Aspirationsgefahr
- erhöhtes Risiko für Bissverletzungen
- besteht durch Beeinträchtigung des Schluckreflexes und Auftreten eines Taubheitsgefühls
- wenn aufgrund Dosis oder Applikationsart hohe Blutspiegel zu erwarten sind
- Pflaster
- Berührung der Augen mit dem Pflaster soll vermieden werden
- Pflaster soll nicht auf Schleimhäute geklebt werden
- nur mit Vorsicht anwenden
- bei schwerer Herzinsuffizienz
- bei schweren Störungen der Nieren- und Leberfunktion
- Langzeitbehandlung nur gerechtfertigt
- wenn es einen therapeutischen Nutzen für den Patienten gibt
- tierexperimentelle Studien
- nach Verfütterung an Ratten war 2,6-Xylidin, ein Lidocainmetabolit, genotoxisch und karzinogen
- bei sekundären Metaboliten konnte Mutagenität gezeigt werden
- klinische Relevanz dieser Studien ist nicht bekannt
- systemische Nebenwirkungen nach bestimmungsgemäßer Anwendung des Pflasters sind nicht zu erwarten
- systemische Konzentration von Lidocain ist sehr niedrig
- systemischen Reaktionen auf Lidocain entsprechen in ihrem Wesen jenen, die mit anderen Lokalanästhetika des Amidtyps beobachtet wurden
- systemische Konzentration von Lidocain ist sehr niedrig