Vigamox 5mg/ml Augentropfen

NOVARTIS Pharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Moxifloxacin →

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N1 5 ML 19,27 €

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Fachinformationen

Indikation

  • topische Behandlung bakterieller Infektionen des vorderen Augenabschnittes, die durch Moxifloxacin-empfindliche Keime verursacht sind
  • Hinweis
    • offizielle Richtlinien zum sachgemäßen Gebrauch von Antibiotika beachten

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml Augentropfen enthält 5 mg Moxifloxacin (als Hydrochlorid)

  • bakterielle Infektionen des vorderen Augenabschnittes
    • Erwachsene und ältere Patienten
      • 1 Tropfen 3mal / Tag in das/die betroffene/n Auge/n eintropfen
      • hinsichtlich Sicherheit und Wirksamkeit zwischen jüngeren und älteren Patienten scheinbar keine Unterschiede
    • Neugeborene, Kinder und Jugendliche
      • siehe Erwachsene
      • keine Hinweise, dass sich ophthalmologische Anwendung auf statisch belastete Gelenke auswirkt, auch wenn orale Gabe einiger Chinolone bei Jungtieren Arthropathien auslösen kann
    • Behandlungsdauer
      • normalerweise 5 - 7 Tage
      • nach Abklingen der Infektion Behandlung noch zusätzlich für 2 - 3 Tage fortsetzen
      • nur in begündeten Fällen > 14 Tage

Dosisanpassung

  • eingeschränkte Leber- und Nierenfunktion
    • Leberinsuffizienz
      • bei topischer Gabe nur niedrige systemische Belastung, daher keine Dosisanpassung erforderlich
    • Niereninsuffizienz
      • keine Dosisanpassung erforderlich

Kontraindikationen

Moxifloxacin - okulär
  • bekannte Überempfindlichkeit gegen Moxifloxacin oder andere Chinolone

Nebenwirkungen

Moxifloxacin - okulär
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hämoglobin vermindert
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Überempfindlichkeit
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Kopfschmerz
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Parästhesie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Schwindelgefühl
  • Augenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Augenschmerzen
      • Augenreizung
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Keratitis punctata
      • trockenes Auge
      • Bindehautblutung
      • okuläre Hyperämie
      • Augenjucken
      • Augenlidödem
      • Augenbeschwerden
      • okuläre Missempfindung
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Defekt des Hornhautepithels
      • Erkrankungen der Cornea
      • Konjunktivitis
      • Blepharitis
      • Schwellung des Auges
      • Bindehautödem
      • Verschwommensehen
      • verminderte Sehschärfe
      • Asthenopie
      • Erythem des Augenlids
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Ulzerative Keratitis
      • verstärkte Tränensekretion/ erhöhter Tränenfluss
      • Augenausfluss
      • Endophthalmitis
      • Hornhauterosion
      • Hornhautabrieb
      • erhöhter Augeninnendruck
      • Hornhauttrübung
      • Hornhautinfiltrate
      • Hornhautablagerungen
      • Augenallergie
      • Keratitis
      • Hornhautödem
      • Photophobie
      • Augenlidödem
      • Fremdkörpergefühl in den Augen
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Nasenbeschwerden
      • Pharyngolaryngealschmerzen
      • Fremdkörpergefühl (Kehle)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Dyspnoe
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dysgeusie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Erbrechen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Übelkeit
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • erhöhte Alaninaminotransferase
      • erhöhte Gammaglutamyltransferase
  • Herzerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Palpitationen
      • Herzrasen
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Erythem
      • Ausschlag
      • Pruritus
      • Urtikaria

weitere Nebenwirkungen bisher nur beobachtet bei:

  • systemische Fluorochinolontherapie
    • Erkrankungen des Immunsystems
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • tödliche Überempfindlichkeitsreaktionen, z.T. zusammen mit Herzkreislaufversagen, Bewusstlosigkeit, Kribbeln, Ödemen in Rachen und Gesicht, Atemwegsobstruktion, Dyspnoe, Urtikaria und Jucken
    • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Sehnenrupturen an Schulter, Hand, Achillesferse oder anderen Sehnen
          • können chirurgische Behandlung oder längere Behinderung zur Folge haben
          • erhöhtest Risiko bei Patienten, die Corticosteroide erhalten, geriatrischen Patienten und Sehnen, wie Achillessehne, die hoher Belastung ausgesetzt sind
    • Herzerkrankungen
      • ohne Häufigkeitsangabe
        • Berichte über QTc-Zeit-Verlängerung, welche lebensbedrohliche Arrhytmien auslösen können

Anwendungshinweise

  • zum Eintropfen in das/die betroffene/n Auge/n
  • zur Anwendung am Auge; nicht zur Injektion
  • nicht subkonjunktival oder direkt in die Vorderkammer des Auges einbringen
  • Anbruchschutzring nach dem ersten Öffnen der Verschlusskappe lose: vor der ersten Anwendung entfernen
  • um Verunreinigung der Tropferöffnung und der Lösung zu vermeiden
    • Tropferöffnung nicht mit den Augenlidern, deren Umgebung oder anderen Oberflächen berühren
  • zur Vermeidung einer möglichen Aufnahme über die Nasenschleimhaut, insbesondere bei Neugeborenen und Kleinkindern
    • nach der Anwendung 2 - 3 Min. lang die Tränenkanäle mit den Fingern zudrücken

Stillzeithinweise

Moxifloxacin - okulär
  • obwohl nach Anwendung am Auge nur mit einer geringen systemischen Exposition der stillenden Mutter zu rechnen ist, sollte Moxifloxacin in der Stillzeit nur mit Vorsicht angewendet werden
    • ggf. abweichende Informationen (siehe jeweilge Herstellerinformation)
  • nicht bekannt, ob Moxifloxacin oder Metabolite beim Menschen in die Muttermilch übergeht
    • bei therapeutischen Dosen des Arzneimittels sind jedoch keine Auswirkungen auf den Säugling zu erwarten
  • tierexperimentelle Studien:
    • Moxifloxacin geht nach oraler Gabe (in geringen Mengen) in die Muttermilch über
    • bei heranwachsenden Tieren Schäden an Knorpel gewichsttragender Gelenke

Schwangerschaftshinweise

Moxifloxacin - okulär
  • sollte in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der erwartete Nutzen das potenzielle Risiko für den Fötus überwiegt
    • ggf. abweichende Informationen (siehe jeweilge Herstellerinformation)
  • keine hinreichenden klinischen Daten über exponierte Schwangere
    • keine Auswirkungen auf die Schwangerschaft zu erwarten, da die systemische Exposition gegenüber Moxifloxacin vernachlässigbar ist
  • tierexperimentelle Studien: Reproduktionstoxizität nach systemischer Gabe
    • Chinolone: Schädigungen im Knorpel der großen Gelenke bei nicht ausgewachsenen Tieren
    • Moxifloxacin: Gelenkstoxizität bei juvenilen Hunden ab einer oralen Dosis von 30 mg / kg KG / Tag
  • Fertilität
    • keine Studien vorliegend, welche die Auswirkungen einer okulären Gabe von Moxifloxacin auf die Fertilität evaluieren

Warnhinweise

Moxifloxacin - okulär
  • Hinweis:
    • offiziellen Richtlinien zum sachgemäßen Gebrauch von Antibiotika sind zu beachten
  • systemisch angewendete Chinolone
    • mit ernsthaften und gelegentlich tödlich verlaufenden Überempfindlichkeitsreaktionen (anaphylaktische Reaktionen) bei Patienten in Zusammenhang gebracht, die schon nach einer einzigen Anwendung auftraten
    • manche Reaktionen waren begleitet von einem kardiovaskulären Kollaps, Ohnmacht, Angioödem (unter anderem Ödeme an Larynx, Pharynx und Gesicht), Obstruktion der Luftwege, Dyspnoe, Urtikaria und Juckreiz
  • Überempfindlichkeitsreaktionen
    • Therapieabbruch wenn allergische Reaktionen bei Anwendung auftreten
    • ernsthafte akute Überempfindlichkeitsreaktionen auf Moxifloxacin erfordern sofortige Notfallmaßnahmen
    • wenn klinisch erforderlich, sollte Sauerstoff verabreicht und die Luftwege freigehalten werden
  • erhöhtes Wachstum nichtempfindlicher Organismen
    • längere Anwendung kann ein erhöhtes Wachstum nichtempfindlicher Organismen einschließlich Pilzen zur Folge haben
    • wenn Sekundärinfektion auftritt, Arzneimittel absetzen und alternative Therapie einleiten
  • systemische Fluorochinolontherapie, einschließlich Moxifloxacin
    • Auftreten von Entzündungen und Rupturen der Sehnen, besonders bei älteren Patienten und gleichzeitiger Corticosteroidtherapie
    • nach ophthalmischer Anwendung von Moxifloxacin sind die Plasmakonzentrationen von Moxifloxacin viel geringer als nach der oralen Gabe einer therapeutischen Dosis
      • trotzdem sollte das Arzneimittel mit Vorsicht angewendet werden
    • Behandlungsabbruch bei ersten Anzeichen einer Sehnenentzündung erforderlich
  • Kontaktlinsen
    • Patienten anweisen, keine Kontaktlinsen zu tragen, wenn Anzeichen und Symptome einer bakteriellen Infektion erkennbar sind
  • Behandlung von Konjunktivitis bei Neugeborenen
    • nur sehr begrenzte Daten vorliegend, um die Wirksamkeit und Sicherheit festzustellen
    • Anwendung dieses Arzneimittels zur Behandlung von Konjunktivitis bei Neugeborenen nicht empfohlen
  • Prophylaxe oder empirische Behandlung von Gonokokken-Konjunktivitis, einschließlich Gonokokken Ophthalmie neonatorum
    • sollte wegen der Prävalenz von Fluorchinolon-resistenten Neisseria gonorrhoeae nicht prophylaktisch oder therapeutisch angewendet werden
    • Patienten mit Augeninfektionen, die durch Neisseria gonorrhoeae verursacht wurden, sollten eine angemessene systemische Behandlung erhalten
  • Behandlung von Chlamydia trachomatis
    • sollte bei Patienten unter 2 Jahre nicht angwendet werden, da keine Untersuchungen vorliegend
    • Patienten, die älter als 2 Jahre sind und an Augeninfektionen leiden, die durch Chlamydia trachomatis verursacht werden, sollten eine angemessene systemische Behandlung erhalten
  • Ophthalmia neonatorum
    • Neugeborene mit Ophthalmia neonatorum sollten eine geeignete Behandlung für ihren Zustand erhalten, z.B. systemische Behandlung bei Chlamydia trachomatis oder Neisseria gonorrhoeae