Vildagliptin/Metformin-HCl-1A Pharma 50/850mg FTA
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 30 ST | 18,49 € |
| N3 | 180 ST | 46,02 € |
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Indikation
- Vildagliptin/Metformin-HCl - 1 A Pharma® wird angewendet bei Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes-mellitus als Ergänzung zu Diät und Bewegung zur Verbesserung der glykämischen Kontrolle:
- bei Patienten, die mit Metforminhydrochlorid allein unzureichend eingestellt sind.
- bei Patienten, die bereits mit einer Kombination von Vildagliptin und Metforminhydrochlorid als separate Tabletten behandelt werden.
- in Kombination mit anderen Arzneimitteln zur Behandlung von Diabetes, einschließlich Insulin, wenn diese zu keiner ausreichenden glykämischen Kontrolle führen (siehe Kategorie „Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen" und Abschnitt 5.1 der Fachinformation „Pharmakodynamische Eigenschaften").
Dosierung
- Erwachsene mit normaler Nierenfunktion (GFR >/= 90 ml/min)
- Die Dosierung der antihyperglykämischen Therapie mit Vildagliptin/Metformin-HCl - 1 A Pharma® sollte individualisiert auf Basis des gegenwärtigen Therapieregimes, der Wirksamkeit und Verträglichkeit für den Patienten erfolgen, ohne die empfohlene Tageshöchstdosis von 100 mg Vildagliptin zu überschreiten. Die Therapie mit Vildagliptin/Metformin-HCl - 1 A Pharma® kann entweder mit der 50 mg/850 mg oder der 50 mg/1000 mg Tablettenstärke zweimal täglich begonnen werden, wobei eine Tablette morgens und die andere abends eingenommen wird.
- Patienten, die mit der für sie maximal verträglichen Dosis einer Metforminmonotherapie nicht adäquat eingestellt sind:
- Die Startdosis von Vildagliptin/Metformin-HCl - 1 A Pharma® sollte Vildagliptin 50 mg zweimal täglich (100 mg Tagesdosis) und die bisher eingenommene Dosis von Metformin beinhalten.
- Patienten, die von der Einnahme von Vildagliptin und Metformin als separate Tabletten umgestellt werden:
- Vildagliptin/Metformin-HCl - 1 A Pharma® sollte mit der Dosierung von Vildagliptin und Metformin initiiert werden, wie sie auch bisher eingenommen wurde.
- Patienten, die mit einer Zweifachkombination aus Metformin und einem Sulfonylharnstoff nicht ausreichend eingestellt sind:
- Die Dosierung von Vildagliptin/Metformin-HCl - 1 A Pharma® sollte Vildagliptin 50 mg zweimal täglich (100 mg Tagesdosis) und eine Dosis von Metformin ähnlich der bisher eingenommenen Dosis beinhalten. Bei Kombination von Vildagliptin/Metformin-HCl - 1 A Pharma® mit einem Sulfonylharnstoff kann eine niedrigere Dosierung des Sulfonylharnstoffs in Betracht gezogen werden, um das Risiko von Hypoglykämien zu reduzieren.
- Patienten, die mit einer Zweifachkombinationstherapie mit Insulin und der maximal verträglichen Dosis von Metformin nicht ausreichend eingestellt sind:
- Die Dosierung von Vildagliptin/Metformin-HCl - 1 A Pharma® sollte Vildagliptin 50 mg zweimal täglich (100 mg Tagesdosis) und eine Dosis von Metformin ähnlich der bisher eingenommenen Dosis beinhalten.
- Die Sicherheit und Wirksamkeit einer oralen Dreifachtherapie von Vildagliptin und Metformin in Kombination mit einem Thiazolidindion wurden nicht ermittelt.
- Bestimmte Patientengruppen
- Ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
- Da Metformin über die Nieren ausgeschieden wird und ältere Patienten zu Einschränkungen der Nierenfunktion neigen, sollte bei älteren Patienten, die Vildagliptin/Metformin-HCl - 1 A Pharma® einnehmen, regelmäßig die Nierenfunktion überwacht werden.
- Nierenfunktionsstörung
- Vor Beginn der Behandlung mit metforminhaltigen Arzneimitteln und danach mindestens einmal jährlich sollte die GFR ermittelt werden. Bei Patienten mit erhöhtem Risiko einer weiteren Progression der Nierenfunktionsstörung und bei älteren Patienten sollte die Nierenfunktion häufiger, z. B. alle 3 - 6 Monate, kontrolliert werden.
- Die maximale Tagesdosis von Metformin sollte möglichst auf 2 - 3 Dosen pro Tag aufgeteilt werden. Bevor die Einleitung einer Behandlung mit Metformin bei Patienten mit einer GFR < 60 ml/min erwogen wird, sollten Faktoren, die das Risiko einer Laktatazidose erhöhen können, überprüft werden.
- Falls keine angemessene Stärke von Vildagliptin/Metformin erhältlich ist, sollten statt der Fixdosiskombination die Einzelsubstanzen angewendet werden.
- GFR ml/min: 60 - 89
- Metformin: Die maximale Tagesdosis beträgt 3.000 mg. Eine Dosisreduktion kann in Abhängigkeit von der Abnahme der Nierenfunktion in Betracht gezogen werden.
- Vildagliptin: Keine Dosisanpassung
- GFR ml/min: 45 - 59
- Metformin: Die maximale Tagesdosis beträgt 2.000 mg. Die Anfangsdosis beträgt höchstens die Hälfte der Maximaldosis.
- Vildagliptin: Die tägliche Maximaldosis ist 50 mg.
- GFR ml/min: 30 - 44
- Metformin: Die maximale Tagesdosis beträgt 1.000 mg. Die Anfangsdosis beträgt höchstens die Hälfte der Maximaldosis.
- Vildagliptin: Die tägliche Maximaldosis ist 50 mg.
- GFR ml/min: < 30
- Metformin: Metformin ist kontraindiziert.
- Vildagliptin: Die tägliche Maximaldosis ist 50 mg.
- Ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
- Eingeschränkte Funktion der Leber
- Vildagliptin/Metformin-HCl - 1 A Pharma® sollte bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion nicht angewendet werden. Dies schließt Patienten ein, die bereits vor der Behandlung einen Anstieg von Alanin-Aminotransferase (ALT) oder Aspartat-Aminotransferase (AST) auf mehr als das 3-Fache der Obergrenze des Normbereichs (ULN) hatten.
- Kinder und Jugendliche
- Vildagliptin/Metformin-HCl - 1 A Pharma® wird nicht empfohlen für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen (< 18 Jahre). Die Sicherheit und Wirksamkeit von Vildagliptin/Metformin-HCl - 1 A Pharma® bei Kindern und Jugendlichen (< 18 Jahre) ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile
- Jede Art von akuter metabolischer Azidose (z. B. Laktatazidose, diabetische Ketoazidose)
- Diabetisches Präkoma
- Schwere Niereninsuffizienz (GFR < 30 ml/min)
- Akute Zustände, die potenziell mit einer Veränderung der Nierenfunktion einhergehen, wie
- Dehydratation,
- schwere Infektionen,
- Schockzustände,
- intravaskuläre Gabe iodhaltiger Kontrastmittel
- Akute oder chronische Erkrankungen, die eine Gewebshypoxie hervorrufen können, wie
- kardiale oder respiratorische Insuffizienz,
- ein frischer Myokardinfarkt,
- Schockzustand
- Einschränkung der Leberfunktion
- Akute Alkoholintoxikation, Alkoholismus
- Stillzeit
Therapiehinweise
Einnahme während oder nach dem Essen.
Nebenwirkungen
- Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
- Sicherheitsdaten wurden von insgesamt 6.197 Patienten erhalten, die in randomisierten, placebokontrollierten Studien Vildagliptin/Metformin erhalten hatten. Von diesen Patienten erhielten 3.698 Patienten Vildagliptin/Metformin und 2.499 Patienten Placebo/Metformin.
- Es wurden keine therapeutischen klinischen Studien mit Vildagliptin/Metformin-HCl - 1 A Pharma® durchgeführt. Allerdings wurde die Bioäquivalenz von Vildagliptin/Metformin-HCl - 1 A Pharma® mit gleichzeitig gegebenem Vildagliptin und Metformin nachgewiesen.
- Die meisten Nebenwirkungen in diesen Studien waren leicht und vorübergehend; ein Absetzen des Arzneimittels war nicht erforderlich. Es wurde kein Zusammenhang zwischen Nebenwirkungen und Alter, ethnischer Zugehörigkeit, Expositionsdauer oder Tagesdosis festgestellt. Die Anwendung von Vildagliptin ist mit dem Risiko der Entwicklung einer Pankreatitis verbunden. Nach der Einnahme von Metformin wurde über eine Laktatazidose berichtet, insbesondere bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen.
- Tabellarische Auflistung der Nebenwirkungen
- Nebenwirkungen, die in Doppelblind-Studien von Patienten berichtet wurden, die Vildagliptin als Monotherapie und Add-on-Therapien erhielten, sind im Folgenden nach Organsystemklassen und absoluter Häufigkeit aufgelistet.
- Bei der Bewertung wurden folgende Häufigkeitsklassen zugrunde gelegt:
- sehr häufig (>/= 1/10)
- häufig (>/= 1/100 bis < 1/10)
- gelegentlich (>/= 1/1.000 bis < 1/100)
- selten (>/= 1/10.000 bis < 1/1.000)
- sehr selten (< 1/10.000)
- nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
- Innerhalb jeder Häufigkeitsgruppe werden die Nebenwirkungen nach abnehmendem Schweregrad angegeben.
- Tabelle 1 Nebenwirkungen bei Patienten, die Vildagliptin und Metformin (als Einzelkomponenten oder als fixe Dosiskombination) erhielten, oder in Kombination mit anderen antidiabetischen Behandlungen, in klinischen Studien und nach Markteinführung
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- Häufig
- Infektionen der oberen Atemwege
- Nasopharyngitis
- Häufig
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- Gelegentlich
- Hypoglykämie
- Appetitverlust
- Sehr selten*
- Abnahme der Vitamin-B12-Resorption und Laktatazidose
- Gelegentlich
- Erkrankungen des Nervensystems
- Häufig
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- Tremor
- Gelegentlich
- Metallischer Geschmack
- Häufig
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- Häufig
- Erbrechen
- Diarrhoe
- Übelkeit
- Refluxösophagitis
- Flatulenz
- Obstipation
- Abdominelle Schmerzen einschließlich Oberbauch
- Gelegentlich
- Pankreatitis
- Häufig
- Leber- und Gallenerkrankungen
- Gelegentlich
- Hepatitis
- Gelegentlich
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
- Häufig
- Hyperhidrose
- Pruritus
- Ausschlag
- Dermatitis
- Gelegentlich
- Erythem
- Urtikaria
- Nicht bekannt†
- Exfoliative und bullöse Hautläsionen, einschließlich bullösem Pemphigoid
- Kutane Vaskulitis
- Häufig
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- Häufig
- Arthralgie
- Gelegentlich
- Myalgie
- Häufig
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- Häufig
- Asthenie
- Gelegentlich
- Fatigue
- Schüttelfrost
- Periphere Ödeme
- Häufig
- Untersuchungen
- Gelegentlich
- Anormale Leberfunktionsstests
- Gelegentlich
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- * Nebenwirkungen bei Patienten, die Metformin als Monotherapie erhielten und die nicht beobachtet wurden bei Patienten, die Vildagliptin+Metformin in einer Fixkombination erhielten. Weitere Informationen in der Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels für Metformin.
- † Basierend auf Spontanmeldungen nach Markteinführung.
- Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
- Vildagliptin
- Leberfunktionsstörungen
- Es wurden seltene Fälle von Leberfunktionsstörungen (einschließlich Hepatitis) unter Vildagliptin berichtet. In diesen Fällen waren die Patienten im Allgemeinen asymptomatisch, zeigten keine klinischen Folgeerscheinungen und die Leberfunktion normalisierte sich nach Absetzen der Behandlung. In kontrollierten Monotherapie- und Kombinationsstudien mit einer Dauer bis zu 24 Wochen betrug die Inzidenz von ALT- oder AST-Erhöhungen das 3-Fache der Obergrenze des Normbereichs und darüber hinaus (Nachweis bei mindestens zwei aufeinanderfolgenden Messungen oder bei der letzten Visite während der Behandlung) unter 50 mg Vildagliptin einmal täglich 0,2%, unter Vildagliptin 50 mg zweimal täglich 0,3% und unter allen Vergleichswirkstoffen 0,2%. Diese Erhöhungen der Transaminasen waren im Allgemeinen asymptomatisch, nicht progredient und nicht mit Cholestase oder Gelbsucht assoziiert.
- Angioödem
- Unter Vildagliptin wurden seltene Fälle von Angioödemen berichtet, ähnlich der Zahl in der Kontrollgruppe. Über eine größere Anzahl von Fällen wurde bei gleichzeitiger Gabe von Vildagliptin mit ACE-Hemmern berichtet. Der Großteil der Ereignisse war schwach ausgeprägt und verschwand mit fortlaufender Vildagliptin-Behandlung.
- Hypoglykämie
- Eine Hypoglykämie trat gelegentlich auf, wenn Vildagliptin (0,4%) als Monotherapie in vergleichenden kontrollierten Monotherapiestudien mit einem aktiven Komparator oder Placebo (0,2%) verwendet wurde. Es wurden keine schweren oder schwerwiegenden Ereignisse einer Hypoglykämie berichtet. Bei Verwendung als Add-on zu Metformin trat eine Hypoglykämie bei 1% der mit Vildagliptin behandelten Patienten und bei 0,4% der mit Placebo behandelten Patienten auf. Wenn Pioglitazon hinzugefügt wurde, trat bei 0,6% der mit Vildagliptin behandelten Patienten und bei 1,9% der mit Placebo behandelten Patienten eine Hypoglykämie auf. Wenn Sulfonylharnstoff hinzugefügt wurde, trat bei 1,2% der mit Vildagliptin behandelten und bei 0,6% der mit Placebo behandelten Patienten eine Hypoglykämie auf. Wenn Sulfonylharnstoff und Metformin hinzugefügt wurden, trat bei 5,1% der mit Vildagliptin behandelten Patienten und bei 1,9% der mit Placebo behandelten Patienten eine Hypoglykämie auf. Bei Patienten, die Vildagliptin in Kombination mit Insulin erhielten, betrug die Inzidenz einer Hypoglykämie 14% für Vildagliptin und 16% für Placebo.
- Leberfunktionsstörungen
- Metformin
- Verminderte Vitmain-B12-Aufnahme
- Eine verminderte Vitamin-B12-Aufnahme mit Abnahme des Serumgehalts wurden sehr selten bei Patienten beobachtet, die mit Metformin über eine lange Zeit behandelt wurden. Es wird empfohlen, diese Ätiologie in Betracht zu ziehen, wenn ein Patient eine megaloblastische Anämie aufweist.
- Leberfunktion
- Vereinzelte Fälle von anormalen Leberfunktionstests oder Hepatitis wurden berichtet, die nach Absetzen von Metformin reversibel waren.
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- Gastrointestinale Nebenwirkungen treten am häufigsten zu Beginn der Therapie auf und klingen in den meisten Fällen spontan ab. Um sie zu vermeiden, wird empfohlen, Metformin in 2 Tagesdosen während oder nach den Mahlzeiten einzunehmen. Eine langsame Erhöhung der Dosis kann auch die gastrointestinale Verträglichkeit verbessern.
- Verminderte Vitmain-B12-Aufnahme
- Vildagliptin
Anwendungshinweise
- Zum Einnehmen.
- Die Einnahme von Vildagliptin/Metformin-HCl - 1 A Pharma® zu oder kurz nach einer Mahlzeit kann gastrointestinale Symptome reduzieren, die mit Metformin assoziiert sind.
Stillzeithinweise
- Tierexperimentelle Studien zeigten, dass sowohl Vildagliptin als auch Metformin in die Muttermilch ausgeschieden werden. Es ist nicht bekannt, ob Vildagliptin beim Menschen in die Muttermilch übergeht, allerdings wird Metformin in geringen Dosen in die menschliche Muttermilch sezerniert. Wegen des potenziellen Risikos für eine Hypoglykämie beim Neugeborenen im Zusammenhang mit Metformin und aufgrund fehlender Daten beim Menschen hinsichtlich Vildagliptin sollte Vildagliptin/Metformin-HCl - 1 A Pharma® nicht bei stillenden Frauen angewendet werden.
Schwangerschaftshinweise
- Es liegen keine hinreichenden Daten für die Anwendung von Vildagliptin/Metformin-HCl - 1 A Pharma® bei Schwangeren vor. Für Vildagliptin haben tierexperimentelle Studien bei hohen Dosen eine Reproduktionstoxizität gezeigt. Für Metformin haben tierexperimentelle Studien keine Reproduktionstoxizität gezeigt. Tierexperimentelle Studien mit Vildagliptin und Metformin zeigten keine Teratogenität, jedoch fetotoxische Effekte in Dosen, die für das Muttertier toxisch waren. Das potenzielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.
- Vildagliptin/Metformin-HCl - 1 A Pharma® sollte nicht während der Schwangerschaft verwendet werden.
- Fertilität
- Es wurden keine Studien zur Auswirkung von Vildagliptin/Metformin-HCl - 1 A Pharma® auf die menschliche Fruchtbarkeit durchgeführt.
Warnhinweise
- Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
- Allgemein
- Vildagliptin/Metformin-HCl - 1 A Pharma® ist kein Ersatz für Insulin bei insulinbedürftigen Patienten und darf bei Patienten mit Typ-1-Diabetes nicht angewendet werden.
- Laktatazidose
- Laktatazidose, eine sehr seltene, aber schwerwiegende metabolische Komplikation, tritt am häufigsten bei akuter Verschlechterung der Nierenfunktion oder kardiorespiratorischer Erkrankung oder Sepsis auf. Bei akuter Verschlechterung der Nierenfunktion kommt es zur Kumulation von Metformin, die das Risiko einer Laktatazidose erhöht.
- In Fällen von Dehydratation (schwerer Diarrhö oder Erbrechen, Fieber oder verminderter Flüssigkeitsaufnahme) sollte Metformin vorübergehend abgesetzt und möglichst Kontakt mit einem Arzt aufgenommen werden.
- Eine Behandlung mit Arzneimitteln, die die Nierenfunktion akut beeinträchtigen können (wie z. B. Antihypertonika, Diuretika und NSARs) sollte bei mit Metformin behandelten Patienten mit Vorsicht eingeleitet werden. Weitere Risikofaktoren für eine Laktatazidose sind übermäßiger Alkoholkonsum, Leberfunktionsstörung, schlecht eingestellter Diabetes, Ketose, langes Fasten und alle mit Hypoxie assoziierten Erkrankungen sowie die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die eine Laktatazidose verursachen können.
- Patienten und/oder ihre Betreuer sollten auf das Risiko einer Laktatazidose hingewiesen werden. Eine Laktatazidose ist gekennzeichnet durch azidotische Dyspnoe, Abdominalschmerzen, Muskelkrämpfe, Asthenie und Hypothermie, gefolgt von Koma. Bei vermuteten Symptomen muss der Patient die Einnahme von Metformin beenden und umgehend einen Arzt aufsuchen. Diagnostische Laborwerte sind ein verringerter pH-Wert des Blutes (< 7,35), erhöhte Laktatplasmaspiegel (> 5 mmol/l) sowie eine Erhöhung der Anionenlücke und des Laktat/Pyruvat-Quotienten.
- Patienten mit bekannter oder vermuteter mitochondrialer Erkrankung:
- Bei Patienten mit bekannter mitochondrialer Erkrankung wie Mitochondrialer Enzephalomyopathie mit Laktatazidose und schlaganfallähnlichen Episoden (MELAS-Syndrom) und maternal vererbter Diabetes mit Hörverlust (MIDD) wird die Anwendung von Metformin nicht empfohlen, da das Risiko einer Exazerbation der Laktatazidose und neurologischer Komplikationen besteht, was zu einer Verschlechterung der Krankheit führen könnte.
- Treten nach der Einnahme von Metformin Anzeichen und Symptome auf, die auf MELAS-Syndrom oder MIDD hindeuten, ist die Behandlung mit Metformin unverzüglich abzusetzen und eine sofortige diagnostische Untersuchung einzuleiten.
- Anwendung iodhaltiger Kontrastmittel
- Die intravaskuläre Anwendung iodhaltiger Kontrastmittel kann zu einer kontrastmittelinduzierten Nephropathie führen. Dies kann eine Metformin-Kumulation zur Folge haben und das Risiko einer Laktatazidose erhöhen. Die Behandlung mit Metformin muss im Vorfeld oder zum Zeitpunkt des bildgebenden Verfahrens unterbrochen werden und darf frühestens 48 Stunden danach und nur dann wieder aufgenommen werden, wenn die Nierenfunktion erneut kontrolliert wurde und sich als stabil erwiesen hat.
- Nierenfunktion
- Die GFR sollte vor Beginn der Behandlung und danach in regelmäßigen Abständen ermittelt werden. Metformin darf bei Patienten mit einer GFR < 30 ml/min nicht angewendet und sollte in Situationen, die die Nierenfunktion verändern, vorübergehend abgesetzt werden.
- Begleitmedikamente, die die Nierenfunktion beeinflussen, zu signifikanten hämodynamischen Veränderungen führen oder die renalen Transportwege hemmen und die systemische Metformin-Exposition erhöhen können, sollten mit Vorsicht angewendet werden.
- Leberfunktionsstörung
- Patienten mit Leberfunktionsstörungen dürfen nicht mit Vildagliptin/Metformin-HCl - 1 A Pharma® behandelt werden. Dies schließt Patienten ein, die bereits vor der Behandlung einen Anstieg von ALT oder AST auf mehr als das 3-Fache der Obergrenze des Normbereichs (ULN) hatten.
- Monitoring der Leberenzyme
- Es wurden seltene Fälle von Leberfunktionsstörung (einschließlich Hepatitis) unter Vildagliptin berichtet. In diesen Fällen waren die Patienten im Allgemeinen asymptomatisch, zeigten keine klinischen Folgeerscheinungen und die Leberfunktion normalisierte sich nach Absetzen der Behandlung. Vor Beginn der Behandlung mit Vildagliptin/Metformin-HCl - 1 A Pharma® ist eine Bestimmung der Leberfunktionswerte durchzuführen, um die Ausgangswerte des Patienten zu ermitteln. Während der Behandlung mit Vildagliptin/Metformin-HCl - 1 A Pharma® sind die Leberfunktionswerte im ersten Jahr alle drei Monate und danach in regelmäßigen Abständen zu überprüfen. Bei Patienten, die erhöhte Transaminasenspiegel entwickeln, sollte der Befund ein zweites Mal überprüft werden, um das Ergebnis zu bestätigen. Bis zur Normalisierung der/des abnormen Werte(s) sollten die Leberenzyme dieser Patienten häufig kontrolliert werden. Bei einem Anstieg von AST oder ALT auf das Dreifache der Obergrenze des Normbereichs oder darüber hinaus wird empfohlen, Vildagliptin/Metformin-HCl - 1 A Pharma® abzusetzen. Patienten, die Gelbsucht oder andere Symptome entwickeln, die auf eine Leberfunktionsstörung hindeuten, müssen Vildagliptin/Metformin-HCl - 1 A Pharma® absetzen.
- Nach Absetzen der Behandlung mit Vildagliptin/Metformin-HCl - 1 A Pharma® und Normalisierung der Leberfunktionswerte darf die Behandlung mit Vildagliptin/Metformin-HCl - 1 A Pharma® nicht wieder begonnen werden.
- Hauterkrankungen
- In nicht klinischen toxikologischen Studien wurden unter Vildagliptin Hautläsionen wie Blasenbildung und Ulzera an Extremitäten von Affen berichtet. Obwohl in klinischen Studien keine erhöhte Inzidenz von Hautläsionen beobachtet wurde, gibt es nur begrenzte Erfahrung bei Patienten mit diabetischen Hautkomplikationen.
- Des Weiteren wurden nach der Markteinführung bullöse und exfoliative Hautläsionen berichtet. Daher wird eine Überwachung von Hauterkrankungen hinsichtlich Blasenbildung und Ulzera, wie es bei diabetischen Patienten Routine ist, empfohlen.
- Akute Pankreatitis
- Die Anwendung von Vildagliptin wurde mit dem Risiko in Verbindung gebracht, eine akute Pankreatitis zu entwickeln. Die Patienten sollten deshalb über die charakteristischen Symptome einer akuten Pankreatitis informiert werden.
- Bei Verdacht auf eine Pankreatitis sollte Vildagliptin abgesetzt werden; ist eine akute Pankreatitis bestätigt, sollte Vildagliptin nicht wieder eingenommen werden. Bei Patienten mit einer akuten Pankreatitis in der Vorgeschichte ist Vorsicht geboten.
- Hypoglykämien
- Sulfonylharnstoffe sind als Ursache von Hypoglykämie bekannt. Patienten, die Vildagliptin in Kombination mit einem Sulfonylharnstoff erhalten, sind möglicherweise einem Hypoglykämierisiko ausgesetzt. Daher kann eine niedrigere Dosierung des Sulfonylharnstoffs in Betracht gezogen werden, um das Risiko einer Hypoglykämie zu reduzieren.
- Chirurgische Eingriffe
- Metformin muss zur Zeit einer Operation unter Allgemein-, Spinal- oder Epiduralanästhesie abgesetzt werden. Die Therapie darf nicht früher als 48 Stunden nach der Operation oder nach Wiederaufnahme der oralen Ernährung und nur dann wieder aufgenommen werden, wenn die Nierenfunktion erneut kontrolliert wurde und sich als stabil erwiesen hat.
- Allgemein
- Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
- Es wurden keine Wechselwirkungsstudien für Vildagliptin/Metformin-HCl - 1 A Pharma® durchgeführt. Die folgenden Aussagen geben die Informationen wieder, die zu den einzelnen Wirkstoffen bekannt sind.
- Vildagliptin
- Vildagliptin hat ein geringes Wechselwirkungspotenzial mit gleichzeitig angewendeten anderen Arzneimitteln. Da Vildagliptin kein Substrat für das Enzym Cytochrom P (CYP) 450 ist und CYP-450-Enzyme weder hemmt noch induziert, ist eine Interaktion mit gleichzeitig gegebenen Arzneimitteln, die über dieses System verstoffwechselt werden, es hemmen oder induzieren, nicht wahrscheinlich.
- Die Ergebnisse aus klinischen Studien, die mit den oralen Antidiabetika Pioglitazon, Metformin und Glibenclamid in Kombination mit Vildagliptin durchgeführt wurden, zeigten keine klinisch relevanten pharmakokinetischen Wechselwirkungen in der Zielpopulation.
- Arzneimittelinteraktionsstudien mit Digoxin (P-Glycoprotein-Substrat) und Warfarin (CYP2C9- Substrat) an gesunden Probanden zeigten keine klinisch relevanten pharmakokinetischen Wechselwirkungen bei gleichzeitiger Gabe mit Vildagliptin.
- Mit Amlodipin, Ramipril, Valsartan oder Simvastatin wurden Arzneimittelinteraktionsstudien an gesunden Probanden durchgeführt. In diesen Studien beobachtete man keine klinisch relevanten pharmakokinetischen Wechselwirkungen nach gleichzeitiger Anwendung mit Vildagliptin. Dies wurde jedoch nicht in der Zielpopulation nachgewiesen.
- Kombination mit ACE-Hemmern
- Bei Patienten, die gleichzeitig ACE-Hemmer einnehmen, kann das Risiko eines Angioödems erhöht sein.
- Wie auch bei anderen oralen Antidiabetika könnte die blutzuckersenkende Wirkung von Vildagliptin durch bestimmte Wirkstoffe, einschließlich Thiaziden, Kortikosteroiden, Schilddrüsenarzneimitteln und Sympathomimetika, verringert werden.
- Metformin
- Gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen
- Alkohol
- Alkoholvergiftung ist mit einem erhöhten Risiko für eine Laktatazidose assoziiert, insbesondere in Zusammenhang mit Fasten, Mangelernährung oder Leberfunktionsstörung.
- Iodhaltige Kontrastmittel
- Die Behandlung mit Metformin muss im Vorfeld oder zum Zeitpunkt des bildgebenden Verfahrens unterbrochen werden und darf frühestens 48 Stunden danach und nur dann wieder aufgenommen werden, wenn die Nierenfunktion erneut kontrolliert wurde und sich als stabil erwiesen hat.
- Alkohol
- Kombinationen, bei denen Vorsicht geboten ist
- Einige Arzneimittel können die Nierenfunktion ungünstig beeinflussen und dadurch das Risiko einer Laktatazidose erhöhen, wie z. B. NSARs einschließlich selektiver Cyclooxygenase (COX)-2-Hemmer, ACE-Hemmer, Angiotensin-II-Rezeptorantagonisten und Diuretika, insbesondere Schleifendiuretika. Zu Beginn der Behandlung mit solchen Arzneimitteln oder bei ihrer Anwendung in Kombination mit Metformin ist eine engmaschige Überwachung der Nierenfunktion erforderlich.
- Glukokortikoide, Beta-2-Agonisten und Diuretika besitzen eine intrinsische hyperglykämische Aktivität. Informieren Sie den Patienten darüber, und messen Sie seinen Blutzuckerspiegel vor allem zu Beginn der Therapie in kürzeren Abständen. Passen Sie die Dosierung von Vildagliptin/Metformin-HCl - 1 A Pharma® sofern notwendig während der gleichzeitigen Anwendung mit einem dieser Arzneimittel sowie nach dessen Absetzen an.
- Angiotensin-Conversions-Enzym-Hemmer (ACE-Hemmer) können zu einer Senkung des Blutzuckerspiegels führen. Die Dosierung des Antidiabetikums sollte, sofern notwendig, während der Therapie mit dem anderen Arzneimittel sowie nach dessen Absetzen angepasst werden.
- Die gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die in gängige renale tubuläre Transportsysteme eingreifen, die an der renalen Elimination von Metformin beteiligt sind (z. B. organische kationische Transporter-2 [OCT2]/Multidrug and Toxin Extrusion [MATE]-Inhibitoren wie Ranolazin, Vandetanib, Dolutegravir und Cimetidin), können die systemische Exposition gegenüber Metformin erhöhen.
- Gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen
- Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Patienten, bei denen Schwindel als Nebenwirkung auftritt, sollten kein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen.
- Überdosierung
- Es liegen keine Daten zu Überdosierungen mit Vildagliptin/Metformin-HCl - 1 A Pharma® vor.
- Vildagliptin
- Informationen zu Überdosierungen mit Vildagliptin sind begrenzt.
- Symptome
- Informationen über die wahrscheinlichen Symptome einer Überdosierung stammen aus einer Verträglichkeitsstudie mit gesunden Probanden, die 10 Tage lang Vildagliptin mit ansteigender Dosierung erhielten. Bei 400 mg traten in drei Fällen Muskelschmerzen auf sowie in Einzelfällen leichte und vorübergehende Parästhesien, Fieber, Ödeme und ein vorübergehender Anstieg der Lipasespiegel. Bei 600 mg hatte ein Proband Ödeme an Füßen und Händen und einen Anstieg der Kreatinphosphokinase (CPK), der AST, des C-reaktiven Proteins (CRP) und der Myoglobinspiegel. Drei weitere Probanden hatten Ödeme der Füße, zwei von ihnen mit Parästhesien. Alle Symptome und abnormalen Laborwerte waren nach Absetzen der Studienmedikation reversibel.
- Metformin
- Eine starke Überdosierung von Metformin (oder ein gleichzeitig bestehendes Laktatazidose-Risiko) kann zum Auftreten einer Laktatazidose führen. Dabei handelt es sich um einen medizinischen Notfall, der im Krankenhaus behandelt werden muss.
- Behandlung
- Die wirksamste Methode zur Entfernung von Metformin ist die Hämodialyse. Im Gegensatz dazu kann Vildagliptin durch Hämodialyse nicht entfernt werden, jedoch der durch Hydrolyse entstehende Hauptmetabolit (LAY 151).
- Supportive Behandlungsmaßnahmen werden empfohlen.