Vimovo 500 mg/20 mg Tab.m.veränd.Wirkstofffreisetz

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Fachinformationen

Indikation

  • symptomatische Behandlung von Arthrose, rheumatoider Arthritis und ankylosierender Spondylitis bei Patienten, bei denen das Risiko für eine Entstehung von gastrischen und/oder duodenalen Ulcera besteht, die durch nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) hervorgerufen werden können und bei denen eine Behandlung mit geringeren Naproxen-Dosen oder mit anderen NSAR als nicht ausreichend erachtet wird

Dosierung

  • symptomatische Behandlung von Arthrose, rheumatoider Arthritis und ankylosierender Spondylitis
    • 1 Tablette (500 mg Naproxen und 20 mg Esomeprazol) 2mal / Tag
    • Nebenwirkungen können reduziert werden, indem die niedrigste wirksame Dosis über den kürzesten, zur Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird
    • Patienten ohne vorhergehende NSAR-Behandlung:
      • niedrigere Tagesdosen von Naproxen oder einem anderen NSAR in Erwägung ziehen
    • falls Naproxen-Dosis von 1000 mg / Tag als nicht geeignet angesehen wird:
      • alternative Behandlung mit einer geringeren Wirkstärke von Naproxen oder anderen NSAR als freie Kombination einsetzen
    • Anwendungsdauer:
      • Behandlung unter regelmäßiger Kontrolle der Patienten fortführen
      • bei ausbleibendem Behandlungserfolg oder im Falle einer Verschlechterung: Therapie abbrechen
    • Niereninsuffizienz
      • leicht - mäßig:
        • Anwendung mit Vorsicht
        • engmaschige Kontrolle der Nierenfunktion
        • Reduktion der täglichen Naproxen-Dosis in Betracht ziehen
        • falls eine tägliche Naproxen-Dosis von 1000 mg als nicht geeignet angesehen wird:
          • alternative Behandlung mit einer geringeren Wirkstärke von Naproxen oder anderen NSAR als freie Kombination einsetzen
          • Notwendigkeit der Weiterführung der magenschützenden Behandlung erneut überprüfen
      • schwere Niereninsuffizienz (Kreatininclearance < 30 ml/Min.):
        • kontraindiziert
    • Leberinsuffizienz
      • leichte - mäßige Leberinsuffizienz:
        • Anwendung mit Vorsicht
        • engmaschige Kontrolle der Leberfunktion
        • Reduktion der täglichen Naproxen-Dosis in Betracht ziehen
        • falls eine tägliche Naproxen-Dosis von 1000 mg als nicht geeignet angesehen wird:
          • alternative Behandlung mit einer geringeren Wirkstärke von Naproxen oder anderen NSAR als freie Kombination einsetzen
          • Notwendigkeit der Weiterführung der magenschützenden Behandlung erneut überprüfen
      • schwere Leberinsuffizienz:
        • kontraindiziert
    • ältere Patienten (> 65 Jahre)
      • erhöhtes Risiko für das Auftreten ernsthafter Folgen von Nebenwirkungen
      • falls eine tägliche Naproxen-Dosis von 1000 mg als nicht geeignet angesehen wird:
        • alternative Behandlung mit einer geringeren Wirkstärke von Naproxen oder anderen NSAR als freie Kombination einsetzen
        • Notwendigkeit der Weiterführung der magenschützenden Behandlung erneut überprüfen
    • Kinder und Jugendliche </= 18 Jahre
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
      • keine Daten vorliegend

Kontraindikationen

Naproxen und Esomeprazol - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Naproxen
  • Überempfindlichkeit gegen Esomeprazol
  • Asthma, Urticaria oder allergieartige Reaktionen als Folge der Anwendung von Acetylsalicylsäure oder anderen NSAR in der Krankengeschichte
  • schwere Leberinsuffizienz (z.B. Child-Pugh-Klasse C)
  • schwere Herzinsuffizienz
  • schwere Niereninsuffizienz
  • aktive peptische Ulzerationen
  • gastrointestinale Blutungen, zerebrovaskuläre Blutungen oder andere Blutungsstörungen
  • Schwangerschaft (3. Trimenon)
  • gleichzeitige Anwendung mit
    • Nelfinavir
    • Atazanavir

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Naproxen und Esomeprazol - peroral

Naproxen plus Esomeprazol

  • Erkrankungen des Immunsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Überempfindlichkeitsreaktionen
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Infektionen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Divertikulitis
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Eosinophilie
      • Leukopenie
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Appetitstörungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Flüssigkeitsretention
      • Hyperkaliämie
      • Hyperurikämie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Angstzustände
      • Depression
      • Insomnie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Konfusion
      • abnorme Träume
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwindel
      • Kopfschmerzen
      • Geschmacksstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Parästhesien
      • Synkope
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Somnolenz
      • Tremor
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Tinnitus
      • Vertigo
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Arrhythmien
      • Palpitationen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Myokardinfarkt
      • Tachykardien
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypertonie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Asthma
      • Bronchospasmen
      • Dyspnoe
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Dyspepsie
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • abdominale Schmerzen
      • Obstipation
      • Diarrhö
      • Ösophagitis
      • Flatulenz
      • gastrische / duodenale Ulcera (wie aus routinemäßiger Endoskopie feststellbar)
      • Gastritis
      • Übelkeit
      • Erbrechen
      • Drüsenpolypen des Fundus (gutartig)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • trockener Mund
      • Aufstoßen
      • gastrointestinale Blutungen
      • Stomatitis
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Glossitis
      • Hämatemesis
      • rektale Blutungen
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hautausschläge
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dermatitis
      • Hyperhidrose
      • Pruritus
      • Urtikaria
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Alopezie
      • Ekchymose
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Arthralgie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Myalgie
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Proteinurie
      • Niereninsuffizienz
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Menstruationsstörungen
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Ödeme
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Asthenie
      • Erschöpfung
      • Fieber
  • Untersuchungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • anormale Leberfunktionstests
      • erhöhtes Serumkreatinin

Naproxen-Monotherapie

  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • anaphylaktische Reaktionen
      • anaphylaktoide Reaktionen
      • Überempfindlichkeitsreaktionen
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Divertikulitis
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • aseptische Meningitis
      • Infektion
      • Sepsis
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Agranulozytose
      • aplastische Anämie
      • Eosinophilie
      • Granulozytopenie
      • hämolytische Anämie
      • Leukopenie
      • Lymphadenopathie
      • Panzytopenie
      • Thrombozytopenie
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Appetitstörungen
      • Flüssigkeitsretention
      • Hyperglykämie
      • Hyperkaliämie
      • Hyperurikämie
      • Hypoglykämie
      • Gewichtsveränderungen
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Depression
      • Insomnie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Agitation
      • Angstzustände
      • Konfusion
      • abnorme Träume
      • Halluzinationen
      • Nervosität
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwindel
      • Schläfrigkeit
      • Kopfschmerzen
      • Benommenheit
      • Vertigo
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • kognitive Funktionsstörungen
      • Koma
      • Konvulsionen
      • Konzentrationsverlust
      • Opticusneuritis
      • Parästhesien
      • Synkope
      • Tremor
  • Augenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Sehstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • verschwommenes Sehen
      • Konjunktivitis
      • Hornhauttrübung
      • Stauungspapille
      • Papillitis
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Tinnitus
      • Hörstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hörbeeinträchtigung
  • Herzerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Palpitationen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Arrhythmien
      • kongestive Herzinsuffizienz
      • Myokardinfarkt
      • Tachykardie
  • Gefäßerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypertonie
      • Hypotonie
      • Vaskulitis
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Dyspnoe
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Asthma
      • Bronchospasmen
      • eosinophile Pneumonitis
      • Pneumonie
      • Lungenödeme
      • Atemdepression
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Dyspepsie
      • abdominale Schmerzen
      • Übelkeit
      • Erbrechen
      • Diarrhö
      • Obstipation
      • Sodbrennen
      • peptische Ulcera
      • Stomatitis
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • trockener Mund
      • Ösophagitis
      • gastrische Ulcera
      • Gastritis
      • Glossitis
      • Aufstoßen
      • Flatulenz
      • gastrische / duodenale Ulcera
      • gastrointestinale Blutungen und/oder Perforation
      • Meläna
      • Hämatemesis
      • Pankreatitis
      • Colitis
      • Exazerbationen einer entzündlichen Darmerkrankung (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn)
      • nichtpeptische gastrointestinale Ulzeration
      • rektale Blutung
      • ulzerative Stomatitis
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Cholestase
      • Hepatitis
      • Gelbsucht
      • Leberversagen
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Pruritus
      • Ekchymosen
      • Purpura
      • Hautausschlag
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Alopezie
      • Exantheme
      • Urtikaria
      • bullöse Reaktionen einschließlich Stevens-Johnson- Syndrom und toxisch epidermaler Nekrolyse (TEN)
      • Erythema multiforma
      • Erythema nodosum
      • Arzneimittelexanthem
      • Lichen planus
      • systemischer Lupus Erythematodes
      • photosensitive Dermatitis
      • Lichtempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich seltener Fälle einer Erkrankung ähnlich der Porphyria cutanea tarda (Pseudoporphyrie)
      • exfoliative Dermatitis
      • angioneurotische Ödeme
      • Pustelbildung
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Arzneimittelwirkung mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Muskelschwäche
      • Myalgie
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • glomeruläre Nephritis
      • Hämaturie
      • tubulointerstitielle Nephritis
        • mit möglicher Progression zum Nierenversagen
      • nephrotisches Syndrom
      • Oligurie / Polyurie
      • Proteinurie
      • Niereninsuffizienz
      • Nierenpapillennekrose
      • tubuläre Nekrose
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Unfruchtbarkeit
      • Menstruationsstörungen
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Erschöpfung
      • Ödeme
      • Schwitzen
      • Durst
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Asthenie
      • Unwohlsein
      • Fieber
  • Untersuchungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • anormale Leberfunktionstests
      • erhöhte Blutungszeit
      • erhöhtes Serumkreatinin

Esomeprazol-Monotherapie

  • Erkrankungen des Immunsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Überempfindlichkeitsreaktionen, z.B. Fieber, Angioödeme und anaphylaktische Reaktion / Schock
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Leukopenie
      • Thrombozytopenie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Agranulozytose
      • Panzytopenie
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • periphere Ödeme
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hyponatriämie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hypomagnesiämie
        • schwere Hypomagnesiämie kann zu einer Hypocalcämie führen
        • Hypomagnesiämie kann auch mit einer Hypokaliämie verbunden sein
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Insomnie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Agitation
      • Konfusion
      • Depression
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Aggression
      • Halluzinationen
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schwindel
      • Parästhesie
      • Somnolenz
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Geschmacksstörung
  • Augenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • verschwommenes Sehen
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Vertigo
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Bronchospasmen
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • abdominale Schmerzen
      • Diarrhö
      • Flatulenz
      • Übelkeit/Erbrechen
      • Obstipation
      • Drüsen-polypen des Fundus (gutartig)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Mundtrockenheit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Stomatitis
      • gastrointestinale Candidiasis
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • mikroskopische Kolitis
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • erhöhte Leberenzyme
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hepatitis mit oder ohne Gelbsucht
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Leberversagen
      • hepatische Enzephalopathie bei Patienten mit bereits vorhandener Lebererkrankung
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dermatitis
      • Pruritus
      • Urtikaria
      • Exantheme
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Alopezie
      • Lichtempfindlichkeit
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Erythema multiforma
      • Stevens-Johnson-Syndrom
      • toxisch epidermale Nekrolyse (TEN)
      • Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • subakuter kutaner Lupus erythematodes
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Fraktur der Hüfte, des Handgelenks oder der Wirbelsäule
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Arthralgie
      • Myalgie
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Muskelschwäche
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • tubulointerstitielle Nephritis
        • mit möglicher Progression zum Nierenversagen
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Gynäkomastie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Krankheitsgefühl
      • verstärktes Schwitzen

Anwendungshinweise

  • Tablette als Ganzes mit Wasser schlucken
  • Tablette nicht zerbrechen, zerkauen oder zerkleinern
  • Einnahme mind. 30 Minuten vor einer Mahlzeit empfohlen

Stillzeithinweise

Naproxen und Esomeprazol - peroral
  • sollte während der Stillzeit nicht eingenommen werden
  • Naproxen
    • wird in geringen Mengen in die menschliche Muttermilch ausgeschieden
  • Esomeprazol
    • nicht bekannt, ob Esomeprazol in die menschliche Muttermilch ausgeschieden wird
    • Fallstudie mit der Razematmischung Omeprazol wies auf eine Ausscheidung geringer Mengen in die menschliche Muttermilch hin (gewichtsadjustierte Dosis < 7 %)

Schwangerschaftshinweise

Naproxen und Esomeprazol - peroral
  • kontraindiziert im 3. Trimenon der Schwangerschaft
  • 1. und 2. Trimenon
    • Naproxen plus Esomeprazol sollte nur gegeben werden, wenn der potentielle Nutzen für die Patientin das mögliche Risiko für den Fötus überwiegt
    • Behandlungsdauer so kurz wie möglich halten
  • Frauen, die versuchen schwanger zu werden
    • Naproxen plus Esomeprazol sollte nur gegeben werden, wenn der potentielle Nutzen für die Patientin das mögliche Risiko für den Fötus überwiegt
    • Behandlungsdauer so kurz wie möglich halten
  • Naproxen
    • Oligohydramnion
      • ab der 20. Schwangerschaftswoche kann die Anwendung von nicht-steroidalen Antirheumatika ein durch eine fötale Nierenfunktionsstörung ausgelöstes Oligohydramnion verursachen
        • kann kurz nach Beginn der Behandlung auftreten und ist in der Regel nach Absetzen der Behandlung reversibel
      • zusätzlich Fälle berichtet, bei denen nach der Behandlung im 2. Trimenon eine Verengung des Ductus arteriosus auftrat, wobei sich diese in den meisten Fällen nach dem Absetzen der Behandlung zurückgebildet hat
        • somit sollte das Arzneimittel während des 1. und 2. Trimenons nicht gegeben werden, es sei denn, dies ist unbedingt notwendig
      • wenn das Arzneimittel bei einer Frau angewendet wird, die versucht, schwanger zu werden oder sich im 1. und 2. Trimenon befindet, sollte die Dosis so gering wie möglich und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich gehalten werden
      • nach einer mehrtägigen Anwendung ab der 20. Schwangerschaftswoche
        • sollte eine pränatale Überwachung hinsichtlich eines Oligohydramnions und einer Verengung des Ductus arteriosus in Betracht gezogen werden
        • das Arzneimittel sollte abgesetzt werden, wenn ein Oligohydramnion oder eine Verengung des Ductus arteriosus festgestellt wird
    • während des 3. Trimenons können alle Prostaglandinsynthesehemmer
      • den Fetus folgenden Risiken aussetzen:
        • kardiopulmonale Toxizität (vorzeitige Verengung/vorzeitiger Verschluss des Ductus arteriosus und pulmonaler Hypertonie)
        • Nierenfunktionsstörung (siehe oben, Oligohydramnion)
      • die Mutter und das Kind, am Ende der Schwangerschaft, folgenden Risiken aussetzen:
        • mögliche Verlängerung der Blutungszeit, ein thrombozytenaggregationshemmender Effekt, der selbst bei sehr geringen Dosen auftreten kann
        • Hemmung von Uteruskontraktionen, mit der Folge eines verspäteten oder verlängerten Geburtsvorganges
      • daher kontraindiziert im 3. Trimenon
    • Hemmung der Prostaglandinsynthese kann die Schwangerschaft und/oder die embryo-fetale Entwicklung negativ beeinflussen
      • Daten aus epidemiologischen Studien weisen nach Anwendung eines Prostaglandinsynthesehemmers in der Frühschwangerschaft auf erhöhtes Risiko für
        • Fehlgeburten
        • kardiale Missbildungen
          • absolutes Risiko für das Auftreten kardiovaskulärer Missbildungen stieg von unter 1% auf etwa 1,5% an
        • Gastroschisis
      • es wird angenommen, dass das Risiko mit der Dosis und Dauer der Therapie steigt
    • tierexperimentelle Studien
      • Gabe Prostaglandinsynthese-Hemmer führte zu
        • erhöhtem prä- und post-implantärer Verlust
        • erhöhter embryo-fetale Letalität
        • erhöhten Inzidenzen verschiedener Missbildungen, einschließlich kardiovaskulärer Missbildungen, bei Tieren, die während der Phase der Organogenese einen Prostaglandinsynthesehemmer erhielten
  • Esomeprazol
    • nur begrenzte Daten über Anwendung von Esomeprazol bei Schwangeren
    • tierexperimentelle Studien mit Esomeprazol
      • keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Auswirkungen auf die embryonale/fetale Entwicklung
    • razemische Mischung Omeprazol
      • keine Missbildungen und fetotoxische Wirkungen (Daten aus größerer Anzahl von exponierten Schwangerschaften; epidemiologischen Studien)
      • tierexperimentelle Studien
        • keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Auswirkungen auf die Schwangerschaft, Geburt oder postnatale Entwicklung
  • Fertilität
    • Anwendung von NSAR wie Naproxen kann die weibliche Fertilität beeinträchtigen
    • Anwendung für Frauen, die versuchen, schwanger zu werden, nicht empfohlen (siehe auch Rubrik "Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen")

Warnhinweise

Naproxen und Esomeprazol - peroral
  • Darreichungsformem mit verzögerter Wirkstofffreisetzung
    • aufgrund der verzögerten Naproxen-Freisetzung ist die Darreichungsform nicht zur schnellen Linderung von akuten Schmerzen (z.B. Zahnschmerzen) vorgesehen
    • Schübe von Arthrose, rheumatoider Arthritis und ankylosierender Spondylitis können jedoch behandelt werden
  • Allgemein
    • gleichzeitige Anwendung von Naproxen plus Esomperazol mit anderen NSAR, einschließlich Cyclooxygenase-2- selektiven Inhibitoren, sollte vermieden werden
      • wg. der kumulativen Risiken in Bezug auf das Auftreten von schwerwiegenden NSAR-bedingten Nebenwirkungen
      • Arzneimittel kann mit niedrig dosierter Acetylsalicylsäure angewendet werden
    • Nebenwirkungen können reduziert werden indem die niedrigste wirksame Dosis über den kürzesten, zur Symptomkontrolle erforderlichen Zeitraum angewendet wird
    • Überprüfung der Therapie
      • um eine Überbehandlung zu vermeiden, sollte der verschreibende Arzt in klinisch angemessenen Intervallen, die sich nach dem individuellen Risiko richten und von der Art und Schwere der behandelten Grunderkrankung abhängen, überprüfen, ob eine ausreichende Schmerzkontrolle mit geringeren NSAR-Dosen als freie Kombination möglich ist
      • wenn eine tägliche Naproxen-Dosis von 1000 mg (500 mg Naproxen 2mal / Tag) nicht als geeignet angesehen wird, sollte eine alternative Behandlung mit einer geringeren Wirkstärke von Naproxen oder anderen NSAR als freie Kombination eingesetzt werden
        • darüber hinaus sollte die Notwendigkeit der Weiterführung der magenschützenden Behandlung erneut überprüft werden
    • Risikofaktoren für die Entstehung von NSAR-assoziierten gastrointestinalen Komplikationen sind u.a.
      • hohes Alter
      • gleichzeitige Anwendung von Antikoagulanzien, Corticosteroiden, anderen NSAR, einschließlich niedrig dosierter Acetylsalicylsäure
      • beeinträchtigende kardiovaskuläre Erkrankungen
      • Infektionen mit Helicobacter pylori
      • gastrische und/oder duodenale Ulcera in der Vorgeschichte
      • Blutungen im oberen Gastrointestinaltrakt
    • Naproxen sollte bei Patienten mit den nachfolgenden Erkrankungen nur nach strenger Nutzen- Risiko-Beurteilung angewendet werden
      • induzierbare Porphyrie
      • systemischer Lupus Erythematodes und Mischkollagenose (diese Patienten können ein erhöhtes Risiko einer aseptischen Meningitis haben)
    • Patienten unter Langzeitbehandlung (vor allem > 1 Jahr)
      • sollten unter regelmäßiger Beobachtung stehen
  • ältere Patienten
    • Naproxen
      • erhöhte Häufigkeit von Nebenwirkungen, besonders gastrointestinalen Blutungen und Perforationen, die tödlich sein können
    • Esomeprazol-Komponente des Arzneimittels verringerte die Häufigkeit des Auftretens von Ulcera bei älteren Patienten
  • gastrointestinale Effekte
    • Naproxen
      • gastrointestinale Blutungen, Ulzera oder Perforationen (u.a. mit letalem Ausgang) unter allen NSAR beobachtet
        • traten mit oder ohne vorherige Warnsymptome bzw. schwerwiegende gastrointestinale Ereignisse in der Anamnese zu jedem Zeitpunkt der Therapie auf
        • erhöhtes Risiko
          • mit steigender NSAR-Dosis
          • bei Patienten mit Ulzera in der Anamnese, insbesondere mit den Komplikationen Blutung oder Perforation
          • bei älteren Patienten
        • diese Patienten sollten Behandlung mit der niedrigsten verfügbaren Dosis beginnen
      • Kombinationstherapie mit protektiven Arzneimitteln (z.B. Misoprostol oder Protonenpumpenhemmer wie Esomeprazol, dem Bestandteil des vorliegenden Arzneimittels) erwägen für
        • obige Risiko-Patienten
        • Patienten, die eine begleitende Therapie mit niedrig dosierter Acetylsalicylsäure (ASS) oder anderen Arzneimitteln, die das gastrointestinale Risiko erhöhen können, erhalten
      • Patienten mit gastrointestinaler Toxizität in der Anamnese, insbesondere in höherem Alter
        • sollten jegliche ungewöhnliche Symptome im Bauchraum (v.a. gastrointestinale Blutungen) insbesondere am Anfang der Therapie melden
      • Patienten gleichzeitig Arzneimittel erhalten, die das Risiko für Ulzera oder Blutungen erhöhen können, wie z.B. orale Corticosteroide, Antikoagulanzien wie Warfarin, selektive Serotonin- Wiederaufnahmehemmer oder Thrombozytenaggregationshemmer wie ASS
        • Vorsicht bei der Anwendung
      • Behandlungsabbruch
        • wenn es bei Patienten zu gastrointestinalen Blutungen oder Ulzera kommt
      • Ulzera-Komplikationen wie Blutungen, Perforationen und Obstruktionen in den Studien mit Naproxen plus Esomeprazol nicht untersucht
      • Patienten mit einer gastrointestinalen Erkrankung in der Vorgeschichte (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn)
        • NSAR nur mit Vorsicht anwenden (Zustandsverschlechterung möglich)
    • Esomeprazol
      • Symptomverschleierung / Diagnoseverzögerung bei Malignität möglich
        • Malignität sollte ausgeschlossen werden
          • beim Auftreten von jeglichen Alarmsymptomen (z. B. deutlichem unbeabsichtigtem Gewichtsverlust, wiederholtem Erbrechen, Dysphagie, Bluterbrechen oder Meläna)
          • bei Verdacht auf ein Magengeschwür oder bei bekanntem Magengeschwür
      • Dyspepsie möglich, trotz des Zusatzes von Esomeprazol
      • erhöhtes Risiko für gastrointestinale Infektionen
        • Behandlung mit Protonenpumpenhemmern kann zu einem leicht erhöhten Risiko für gastrointestinale Infektionen, z.B. mit Salmonella und Campylobacter, führen
      • verringerte Vitamin B12-Resorption
        • Esomeprazol kann (wie alle säureblockierenden Arzneimittel) die Resorption von Vitamin B12, (Cyanocobalamin) aufgrund von Hypo- oder Achlorhydrie verringern
        • sollte bei Patienten mit reduziertem Vitamin-B12-Speichervermögen oder bei Patienten mit einem Risiko für reduzierte Vitamin-B12- Resorption während einer Langzeitbehandlung bedacht werden
  • kardiovaskuläre und zerebrovaskuläre Effekte
    • Naproxen
      • angemessene Überwachung und Beratung von Patienten mit Hypertonie und/oder leichter bis mittelschwerer dekompensierter Herzinsuffizienz in der Anamnese ist erforderlich (Flüssigkeitseinlagerungen und Ödeme in Verbindung mit NSAR-Therapie beobachtet)
      • klinische Studien und epidemiologische Daten legen nahe, dass die Anwendung von Coxiben und manchen NSAR (insbesondere bei einer hohen Dosis und bei Langzeitbehandlung) möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko für das Auftreten von arteriellen thrombotischen Ereignissen (z.B. Herzinfarkt oder Schlaganfall) verbunden ist
        • obwohl Daten darauf hinweisen, dass Anwendung von Naproxen (1000 mg / Tag) möglicherweise mit einem niedrigerem Risiko verbunden ist, ist ein gewisses derartiges Risiko nicht auszuschließen
      • sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung bei
        • unkontrolliertem Bluthochdruck
        • Herzinsuffizienz
        • bestehender ischämischer Herzerkrankung
        • peripherer arterieller Verschlusskrankheit
        • zerebrovaskulärer Erkrankung
        • Patienten mit Risikofaktoren für kardiovaskuläre Ereignisse (z.B. Hochdruck, Hyperlipidämie, Diabetes mellitus, Rauchen) vor Initierung einer längerdauernden Behandlung
  • renale Effekte
    • Naproxen
      • Langzeitbehandlung mit NSAR führte zu renalen papillären Nekrosen und anderen renalen Schädigungen
      • renale Toxizität ebenfalls bei Patienten beobachtet, bei denen renale Prostaglandine eine kompensatorische Wirkung zur Aufrechterhaltung der renalen Perfusion übernehmen
        • durch NSAR-Anwendung dosisabhängige Reduktion der Prostaglandinbildung und sekundär Verminderung der Nierendurchblutung (wodurch manifeste renale Dekompensation ausgelöst werden kann)
        • Hochrisikopatienten sind Patienten mit
          • Niereninsuffizienz
          • Hypovolämie
          • Herzinsuffizienz
          • Leberfunktionsstörungen
          • Salzmangel
          • Patienten, die Diuretika, ACE-Hemmer oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten einnehmen
          • ältere Patienten
        • normalerweise kommt es nach Absetzen der NSAR-Therapie zur Wiederherstellung des Zustandes vor Behandlungsbeginn
    • akute tubulointerstitielle Nephritis
      • wurde bei Patienten beobachtet, die Esomeprazol- und Naproxenhaltige Arzneimittel eingenommen haben
      • kann zu jedem Zeitpunkt während der Behandlung mit Naproxen und Esomeprazol auftreten
        • kann zu einem Nierenversagen fortschreiten
      • bei Verdacht auf eine tubulointerstitielle Nephritis
        • sollte das Präparat abgesetzt und umgehend eine geeignete Behandlung eingeleitet werden
  • Patienten mit Niereninsuffizienz
    • kontraindiziert bei Patienten mit basaler Kreatininclearance < 30 ml / Min.
    • Naproxen und seine Metabolite zum Großteil (95%) renal eliminiert
      • Anwendung mit großer Vorsicht bei Patienten mit Niereninsuffizienz
      • Serumkreatininspiegel und/oder die Kreatininclearance regelmäßig kontrollieren
    • Hämodialyse
      • keine verringerte Plasmakonzentration von Naproxen (wegen hoher Plasmaproteinbindung)
    • Nierenfunktion sollte vor und während der Behandlung überwacht werden bei
      • Patienten mit beeinträchtigter Nierendurchblutung aufgrund extrazellulärer Volumenabnahme, Leberzirrhose, Natriumretention, kongestiver Herzinsuffizienz oder bestehender Nierenerkrankung
      • älteren Patienten, bei denen eine eingeschränkte Nierenfunktion vermutet wird
      • Patienten, die Diuretika, ACE-Inhibitoren oder Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten anwenden
      • Maßnahme bei diesen Patienten sind zu ergreifen, um Akkumulation der Naproxen-Metaboliten zu vermeiden
        • Dosisreduktion erwägen
  • hepatische Effekte
    • grenzwertige Erhöhungen von einem oder mehreren Leberwerten können auftreten
      • hepatische Anomalitäten eher die Folge einer Hypersensibilität als einer direkten Toxizität
    • seltene Fälle von schweren hepatischen Reaktionen, einschließlich Gelbsucht und fataler fulminanter Hepatitis, Lebernekrosen und Leberinsuffizienz beobachtet, darunter Fälle mit tödlichem Ausgang
  • hepatorenales Syndrom
    • Anwendung von NSAR kann bei Patienten mit schwerwiegender Leberzirrhose mit akuter Niereninsuffizienz assoziiert sein
      • Patienten haben häufig gleichzeitig eine mit der unzureichenden Synthese der Gerinnungsfaktoren verbundene Koagulopathie
      • thrombozytenaggregationshemmende Wirkung (Naproxen) kann das Risiko für schwerwiegende Blutungen bei diesen Patienten weiter erhöhen
  • hämatologische Effekte
    • Behandlungsabbruch
      • falls es bei Patienten aus irgendeinem Grund zu akuten und klinisch relevanten Blutungen kommt
    • Naproxen
      • Patienten mit Gerinnungsstörungen oder solche, die Arzneimittel erhalten, die in die Hämostase eingreifen
        • engmaschige Überwachung, wenn sie Naproxen-haltige Arzneimittel anwenden
      • erhöhtes Risiko für Blutungen bei gleichzeitiger Einnahme von Naproxen-haltigen Arzneimitteln bei
        • Patienten mit einem hohen Blutungsrisiko
        • Patienten, die eine vollständige Antikoagulanzientherapie erhalten (z.B. Dicumarol-Derivate)
      • Naproxen vermindert Thrombozytenaggregation und verlängert Blutungszeit
        • beachten, wenn Blutungszeiten bestimmt werden
  • Auswirkungen auf die Augen
    • Naproxen
      • aufgrund von unerwünschten Wirkungen auf die Augen, die in Tierstudien mit NSAR auftraten, Untersuchung der Augen empfohlen, wenn es zu einer Veränderung oder Beeinträchtigung des Sehvermögens kommt
  • dermatologische Effekte
    • Naproxen
      • unter NSAR-Therapie sehr selten schwerwiegende Hautreaktionen, einige mit letalem Ausgang, einschließlich exfoliative Dermatitis, Stevens-Johnson-Syndrom und toxische epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom) beobachtet
      • höchstes Risiko scheint zu Beginn der Therapie zu bestehen (Reaktionen meistens im 1. Behandlungsmonat beobachtet)
      • Arzneimittelreaktionen mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS) wurden bei Patienten berichtet, die NSAR , einschließlich Naproxen/Esomeprazol einnahmen
      • Behandlungsabbruch
        • bei ersten Anzeichen von Hautausschlägen, Schleimhautläsionen oder sonstigen Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion
      • wenn der Patient unter der Anwendung von Naproxen/Esomeprazol SJS oder TEN oder DRESS entwickelt hat
        • Behandlung nicht wieder aufnehmen und dauerhaft beenden
    • Esomeprazol
      • Protonenpumpenhemmer mit sehr seltenen Fällen von subakutem kutanem Lupus erythematodes (SCLE) assoziiert
      • falls Läsionen, insbesondere in den der Sonne ausgesetzten Hautbereichen, auftreten, und falls dies von einer Arthralgie begleitet ist, sollte der Patient umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen und das medizinische Fachpersonal sollte erwägen, das Arzneimittel abzusetzen
      • SCLE nach vorheriger Behandlung mit einem Protonenpumpenhemmer
        • kann das Risiko eines SCLE unter der Einnahme anderer Protonenpumpen-Inhibitoren erhöhen
  • anaphylaktische (anaphylaktoide) Reaktionen
    • Naproxen
      • Überempfindlichkeitsreaktionen bei anfälligen Personen möglich
      • anaphylaktische (anaphylaktoide) Reaktionen sowohl bei Patienten mit oder ohne vorbestehender Überempfindlichkeit oder vorheriger Exposition von Acetylsalicylsäure, anderen NSAR oder Naproxen-haltigen Arzneimitteln möglich
      • auch bei Patienten mit Angioödemen, bronchospastischen Reaktionen (z. B. Asthma), Rhinitis oder Nasenpolypen in der Vorgeschichte möglich
  • vorbestehendes Asthma
    • Naproxen
      • Verwendung von Acetylsalicylsäure bei Patienten mit Acetylsalicylsäure-sensitivem Asthma war von schweren Bronchospasmen begleitet, die tödlich verlaufen können
      • Kreuzreaktionen, einschließlich Bronchospasmen, zwischen Acetylsalicylsäure und NSAR bei Acetylsalicylsäuresensitiven Patienten beobachtet
        • Naproxen darf bei Patienten mit dieser Form der Acetylsalicylsäure Empfindlichkeit nicht angewendet werden
      • Patienten mit vorbestehendem Asthma
        • Anwendung mit Vorsicht
  • Entzündungen
    • Fiebersenkung und Verminderung anderer Entzündungssignale durch Naproxen
      • fiebersenkende und entzündungshemmende Wirkung kann zur Fiebersenkung und Verminderung anderer Entzündungssignale führen, wodurch deren Nutzen als diagnostische Anzeichen vermindert wird
  • weibliche Fertilität
    • Beeinträchtigung der weiblichen Fertilität durch COX-/Prostaglandinsynthese-Hemmer möglich
    • Frauen, die beabsichtigen schwanger zu werden
      • Anwendung nicht empfohlen
    • Frauen die Schwierigkeiten haben, schwanger zu werden oder sich einer Fruchtbarkeitsuntersuchung
      • Behandlungsabbruch erwägen
  • Kombination mit anderen Arzneimitteln
    • gleichzeitige Anwendung von Atazanavir und Protonenpumpeninhibitoren nicht empfohlen
      • falls gleichzeitige Anwendung von Atazanavir und einem Protonenpumpenhemmer als unvermeidbar beurteilt wird
        • regelmäßige ärztliche Untersuchungen (z.B. Virustiterbestimmung)
        • zusammen mit einer Dosiserhöhung von Atazanavir auf 400 mg zusammen mit 100 mg Ritonavir
      • Naproxen plus Esomeprazol darf nicht gleichzeitig mit Atazanavir angewendet werden, da eine Dosis von 20 mg Esomeprazol nicht überschritten werden sollte
    • Esomeprazol ist ein CYP2C19-Inhibitor
      • mögliche Wechselwirkungen mit Wirkstoffen, die über CYP2C19 metabolisiert werden, am Beginn und am Ende der Therapie mit Esomeprazol beachten
    • Clopidogrel
      • Wechselwirkung zwischen Clopidogrel und Omeprazol beobachtet
        • klinische Bedeutung dieser Wechselwirkung unklar
      • als Vorsichtsmaßnahme sollte gleichzeitige Anwendung von Esomeprazol und Clopidogrel vermieden werden
  • Hypomagnesiämie
    • schwere Hypomagnesiämie bei Patienten berichtet, die für mind. 3 Monate, jedoch in den meisten Fällen für ein Jahr mit Protonenpumpeninhibitoren (PPIs) wie Esomeprazol behandelt wurden
      • schwerwiegende Manifestationen von Hypomagnesiämie mit Erschöpfungszuständen, Tetanie, Delir, Krämpfen, Schwindelgefühl und ventrikulären Arrhythmien können auftreten, aber sie können sich schleichend entwickeln und dann übersehen werden
      • bei den meisten betroffenen Patienten verbesserte sich die Hypomagnesiämie nach Gabe von Magnesium und Absetzen des PPIs
    • bei Patienten, für die eine längere Behandlungsdauer vorgesehen ist oder die PPIs mit Digoxin oder anderen Arzneistoffen einnehmen, welche Hypomagnesiämie hervorrufen können (z.B. Diuretika), sollte der Arzt vor und periodisch während der Behandlung mit PPI eine Überwachung der Magnesiumwerte in Betracht ziehen
  • Knochenfrakturen
    • Protonenpumpeninhibitoren, besonders wenn sie in einer hohen Dosierung und über eine längere Zeit (> 1 Jahr) angewendet werden, können das Risiko von Hüft-, Handgelenks- und Wirbelsäulenfrakturen, insbesondere bei älteren Patienten oder bei Vorliegen anderer bekannter Risikofaktoren, mäßig erhöhen
      • Beobachtungsstudien deuten darauf hin, dass Protonenpumpeninhibitoren das Risiko von Frakturen möglicherweise um 10 - 40 % erhöhen, wobei dieses erhöhte Risiko teilweise auch durch andere Risikofaktoren bedingt sein kann
    • Patienten mit Osteoporoserisiko
      • sollen entsprechend der gültigen klinischen Richtlinien behandelt werden und Vitamin D und Calcium in ausreichendem Maße erhalten
  • Auswirkung auf Laboruntersuchungen
    • erhöhte Chromogranin-A(CgA)-Spiegel können Untersuchungen auf neuroendokrine Tumoren beeinflussen
    • um diese Auswirkung zu vermeiden, sollte die Behandlung mit Naproxen/Esomeprazol mind. 5 Tage vor den CgA-Messungen vorübergehend abgesetzt werden
      • liegen die CgA- und Gastrinspiegel nach der ersten Messung nicht im Referenzbereich, sind die Messungen 14 Tage nach dem Absetzen des Protonenpumpenhemmers zu wiederholen