Vizidor 20 mg/ml Augentropfen Lösung unkonserviert
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1X5 ML | 20,10 € |
| N2 | 3X5 ML | 38,45 € |
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Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- als Zusatztherapie zu Betablockern
- als Monotherapie bei Patienten, die auf Betablocker nicht ansprechen oder bei denen Betablocker kontraindiziert sind
- zur Behandlung des erhöhten Augeninnendrucks bei
- okulärer Hypertension
- Offenwinkelglaukom
- Pseudoexfoliationsglaukom
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml enthält 22,26 mg Dorzolamidhydrochlorid entsprechend 20 mg Dorzolamid
- zur Behandlung des erhöhten Augeninnendrucks bei okulärer Hypertension, Offenwinkelglaukom oder Pseudoexfoliationsglaukom
- als Monotherapie bei Patienten, die auf Betablocker nicht ansprechen oder bei denen Betablocker kontraindiziert sind
- 1 Tropfen 3mal / Tag in den Bindehautsack jedes erkrankten Auges
- als Zusatztherapie zu Betablockern
- 1 Tropfen 2mal / Tag in den Bindehautsack jedes erkrankten Auges
- Umstellung von einem Antiglaukomatosum auf Dorzolamid
- dieses Medikament noch einen Tag lang in der adäquaten Dosierung verabreichen, dann absetzen und am nächsten Tag die Behandlung mit Dorzolamid beginnen
- Anwendung mehrere topischer Augenmedikamente
- Präparate in einem Abstand von mind. 10 Min. applizieren
- Kinder
- Anwendung von Dorzolamid 3mal / Tag: nur begrenzte klinische Daten verfügbar
- weiter Informationen s. Fachinformation
- als Monotherapie bei Patienten, die auf Betablocker nicht ansprechen oder bei denen Betablocker kontraindiziert sind
Kontraindikationen
Dorzolamid - okulär
- Überempfindlichkeit gegen Dorzolamid
- schwere Nierenfunktionsstörungen (Kreatinin-Clearance < 30 ml/min)
- hyperchlorämische Azidose
- Schwangerschaft
Nebenwirkungen
Dorzolamid - okulär
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Schwindel
- Parästhesien
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Brennen
- Stechen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Keratitis superficialis punctata
- Tränen
- Konjunktivitis
- Lidentzündung
- Jucken der Augen
- Lidreizung
- Verschwommensehen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Iridozyklitis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Reizungen einschl. Rötung
- Schmerzen
- Krustenbildung an den Augenlidern
- vorübergehende Myopie (reversibel nach Absetzen der Therapie)
- Hornhautödem
- okuläre Hypotonie
- Aderhautabhebung nach fistulierenden Augenoperationen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Fremdkörpergefühl im Auge
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Herzerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Palpitationen
- Tachykardie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gefäßerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypertonie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Epistaxis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Dyspnoe
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- bitterer Geschmack
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Reizung im Rachenbereich
- trockener Mund
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Kontaktdermatitis
- Stevens-Johnson-Syndrom
- toxische epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Urolithiasis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwäche
- Müdigkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Überempfindlichkeit
- lokale (palpebrale) und systemische allergische Reaktionen einschl.
- Angioödem
- Urtikaria
- Pruritus
- Exanthem
- Kurzatmigkeit/Atemnot
- Bronchospasmus (selten)
- lokale (palpebrale) und systemische allergische Reaktionen einschl.
- Überempfindlichkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- zum Eintropfen in den Bindehautsack des erkrankten Auges
- Hände vor der Anwendung waschen
- Tropferspitze nicht mit den Augen und der Umgebung der Augen in Berührung bringen
- Augentropfen können bei nicht ordnungsgemäßer Handhabung durch Bakterien kontaminiert werden: Augeninfektionen möglich (Sehverlust)
- Anwendung
- Hände waschen
- Behältnis öffnen
- Tropferspitze des Behältnisses nicht mit dem Auge, der Haut um das Auge herum oder den Fingern in Berührung bringen
- Kopf in den Nacken legen und Behältnis mit der Tropferspitze nach unten über das Auge halten
- Unterlid nach unten ziehen und nach oben schauen
- Behältnis an der abgeflachten Seite halten und leicht zusammendrücken
- 1 Tropfen in den Zwischenraum zwischen dem unteren Augenlid und dem Auge fallenlassen
- einen Finger in den Augenwinkel an der Nase drücken oder das Augenlid für etwa 2 Min. schließen
- hilft zu verhindern, dass das Arzneimittel in den gesamten Organismus gelangt
- Anweisungen mit dem anderen Auge wiederholen, wenn der Arzt dazu angewiesen hat
- Verschlusskappe wieder auf das Behältnis setzen und fest verschließen
- weitere Informationen s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Dorzolamid - okulär
- Dorzolamid sollte in der Stillzeit nicht angewendet werden
- es muss entschieden werden, ob abgestillt wird oder die Therapie mit Dorzolamid unterbrochen oder beendet wird
- wobei der Vorteil des Stillens für das Kind gegen den Nutzen der Therapie für dieMutter abgewogen werden muss
- wenn eine Behandlungmit Dorzolamid erforderlich ist, sollte abgestillt werden
- Risiko für das Neugeborene/Kleinkind kann nicht ausgeschlossen werden
- nicht bekannt, ob Dorzolamid bzw. die Metaboliten beim Menschen in die Muttermilch übertreten
- tierexperimentelle Studien
- verfügbare pharmakodynamische/toxikologische Daten aus Tierversuchen haben Übergang von Dorzolamid bzw. den Metaboliten in die Muttermilch gezeigt
- bei den Nachkommen säugender Ratten wurde eine Verringerung der Körpergewichtszunahme beobachtet
Schwangerschaftshinweise
Dorzolamid - okulär
- Dorzolamid darf während der Schwangerschaft nicht angewandt werden
- keine oder nur begrenzte Daten über die Anwendung von Dorzolamid bei schwangeren Frauen vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- teratogene Effekte bei Kaninchen unter maternotoxischen Dosen
- Fertilität
- keine Daten vom Menschen vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- Daten aus Tierversuchen lassen nicht darauf schließen, dass die Behandlung mit Dorzolamid Einfluss auf die Fertilität von Männern oder Frauen hat
Warnhinweise
Dorzolamid - okulär
- Handhabung
- Patienten über korrekte Handhabung informieren
- Arzneimittel zur Anwendung am Auge, können bei nicht ordnungsgemäßer Handhabung durch Bakterien kontaminiert werden, was zu Augeninfektionen führen kann
- schwere Schädigungen des Auges und ein daraus resultierender Verlust des Sehvermögens können die Folge der Anwendung kontaminierter Arzneimittel sein
- Vorsichtsmaßnahmen / vorsichtige Anwendung
- bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen
- wurde nicht geprüft
- bei Patienten mit anamnestisch chronischen Hornhautdefekten und/oder intraokulären Operationen in der Anamnese
- erhöhtes Risiko für Hornhautödeme und irreversible Hornhautdekompensation
- bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen
- bei Patienten mit akutem Winkelblockglaukom
- Dorzolamid wurde nicht geprüft
- zusätzlich zu topischen Drucksenkern sind andere therapeutische Maßnahmen erforderlich
- Dorzolamid besitzt eine Sulfonamidogruppe, die auch bei Sulfonamiden vorkommt, und wird, obwohl topisch appliziert, systemisch resorbiert
- aufgrund der Sulfonamidgruppe in Dorzolamid können bei topischer Anwendung dieselben Nebenwirkungen wie bei einer systemischen Anwendung auftreten
- auch schwerwiegende Reaktionen wie
- Stevens-Johnson-Syndrom
- toxische epidermale Nekrolyse
- wenn Anzeichen schwerwiegender Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten, ist das Medikament abzusetzen
- auch schwerwiegende Reaktionen wie
- aufgrund der Sulfonamidgruppe in Dorzolamid können bei topischer Anwendung dieselben Nebenwirkungen wie bei einer systemischen Anwendung auftreten
- nach fistulierenden Operationen
- Aderhautabhebungen bei gleichzeitiger okulärer Hypotonie möglich
- Urolithiasis
- Therapie mit oralen Carboanhydrasehemmern wurde mit einer Urolithiasis als Folge von Störungen des SäureSäure-Base-Haushaltes, insb. bei Patienten mit anamnestisch bekannten Nierensteinen, in Zusammenhang gebracht
- obwohl keine Störungen des SäureSäure-Base-Haushaltes unter Dorzolamid beobachtet wurden, wurde selten über Urolithiasis berichtet
- da Dorzolamid ein topischer Carboanhydrasehemmer ist, der systemisch resorbiert wird, kann bei Patienten mit anamnestisch bekannten Nierensteinen ein erhöhtes Risiko für eine Urolithiasis während der Anwendung von Dorzolamid bestehen
- Therapieabbruch
- schwerwiegende Reaktionen oder Überempfindlichkeitsreaktionen
- evtl. bei allergischen Reaktionen (z.B. Konjunktivitis und Augenlidreaktionen)
- Kombinationstherapie von oralem Carboanhydasehemmer mit Dorzolamid
- nicht empfohlen
- Gefahr von additiven systemischen Effekten der Carboanhydrasehemmer
- Kinder und Jugendliche
- Dorzolamid nicht geprüft
- bei Frühgeborenen, die vor der 36. Schwangerschaftswoche geboren wurden, und
- bei Neugeborenen unter einer Woche Lebensalter
- Patienten mit ausgeprägter Unreife der Nierentubuli sollten aufgrund des möglichen Risikos einer metabolischen Azidose Dorzolamid nur nach gründlicher Abwägung des Risiko-Nutzen-Verhältnisses erhalten
- Dorzolamid nicht geprüft