Vobaderm Creme

EMRA-MED Arzneimittel GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Flupredniden/Miconazol →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N2 45 G 32,06 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Initialtherapie von oberflächlichen entzündlichen Dermatomykosen, die durch Dermatophyten und Hefepilze hervorgerufen sind sowie von Ekzemen, die durch Pilze und / oder durch grampositive, gegenüber Miconazol empfindliche Bakterien infiziert sind
  • Hinweis:
    • Creme ist indiziert zur Anfangstherapie
    • sobald die Entzündung abgeklungen ist, kann die Pilzerkrankung der Haut - wenn nötig - mit einem reinen Antimykotikum weiterbehandelt werden

Dosierung

Basiseinheit: 1 g Creme enthält 1 mg Flupredniden-21-acetat und 20 mg Miconazolnitrat

  • Initialtherapie von oberflächlichen entzündlichen Dermatomykosen, die durch Dermatophyten und Hefepilze hervorgerufen sind sowie von Ekzemen, die durch Pilze und / oder durch grampositive, gegenüber Miconazol empfindliche Bakterien infiziert sind
    • 2mal / Tag
    • Behandlungsdauer: max. 1 Woche
    • Säuglinge und Kleinkinder: kontraindiziert

Kontraindikationen

Flupredniden 21-acetat, Miconazol nitrat - extern
  • Überempfindlichkeit gegen Flupredniden, Miconazol und/oder andere Imidiazol-Derivate
  • spezifische Hautprozesse (Lues, Tbc)
  • Varizellen
  • Vakzinationsreaktionen
  • periorale Dermatitis
  • Rosazea
  • Akne
  • primäre eitrige Hautinfektionen
  • Säuglinge und Kleinkinder
  • Langzeitanwendung bzw. Anwendung auf größeren Hautflächen (mehr als 10 % der Körperoberfläche) und eine Anwendung unter Okklusivbedingungen (Pflaster, etc.)
    • besonders bei Kindern

Nebenwirkungen

Flupredniden 21-acetat, Miconazol nitrat - extern
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • lokale Reizerscheinungen (bei Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile) z. B.
        • Rötung
        • Brennen
        • Juckreiz
      • Kontaktsensibilisierung (bei Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile)
  • Endokrine Erkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Suppression der Nebennierenrindenfunktion (bei großflächiger und/oder länger dauernder Anwendung und besonders unter Okklusivbedingungen)
        • nicht auszuschließen, besonders bei Kindern und Kleinkindern
  • Augenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • verschwommenes Sehen
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • allergische oder irritative Hauterscheinungen
      • Hautausschlag
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Hyperpigmentierung der Haut
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • lokale Hautveränderungen (bei großflächiger und/oder länger dauernder Anwendung und besonders unter Okklusivbedingungen), wie
        • Atrophien
        • Teleangiektasien
        • Striae distensae
        • Steroidakne
        • periorale Dermatitis
        • Hypertrichose
        • Depigmentierung

Anwendungshinweise

  • dünn auf die erkrankten Hautstellen applizieren
  • Langzeitanwendung, Anwendung auf grösseren Hautflächen (> 10% der KOF) sowie Anwendung unter Okklusivbedingungen (besonders bei Kindern) vermeiden
  • nicht auf Augenlider, atrophische Haut, Wunden und Ulcera auftragen
  • Vorsicht bei Anwendung im Gesicht
  • Schleimhautkontakt vermeiden

Stillzeithinweise

Flupredniden 21-acetat, Miconazol nitrat - extern
  • bei einer großflächigen oder langfristigen Anwendung soll das Arzneimittel nicht während der Stillzeit angewendet bzw. wenn die Anwendung in der Stillzeit erforderlich ist, sollte abgestillt werden
  • ein Kontakt des Säuglings mit den behandelten Hautpartien ist zu vermeiden
  • keine Daten zum Übertritt der enthaltenen Wirkstoffe in die Muttermilch vorliegend
    • andere Glucocorticoide gehen in die Muttermilch über

Schwangerschaftshinweise

Flupredniden 21-acetat, Miconazol nitrat - extern
  • das Arzneimittel soll im ersten Drittel der Schwangerschaft nicht verwendet werden
  • in späteren Stadien der Schwangerschaft darf das Präparat nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abschätzung angewendet werden
    • insbesondere eine großflächige (> 10 % der Körperoberfläche) oder langfristige Anwendung und okklusive Verbände sind während der Schwangerschaft zu vermeiden
    • bei einer Behandlung zum Ende der Schwangerschaft besteht für den Fötus die Gefahr einer Atrophie der Nebennierenrinde, die eine ausschleichende Substitutionstherapie beim Neugeborenen erforderlich macht
  • keine hinreichenden Daten für die Verwendung von bei Schwangeren vorliegend
  • tierexperimentelle Studien mit Flupredniden-21-acetat haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt
  • für den Menschen liegen bisher keine Hinweise auf eine teratogene Wirkung vor, intrauterineWachstumsstörungen durch Glucocorticoide sind bei einer Langzeittherapie jedoch nichtauszuschließen

Warnhinweise

Flupredniden 21-acetat, Miconazol nitrat - extern
  • Anwendung
    • indiziert als Anfangstherapie
      • sobald die Entzündung abgeklungen ist, kann die Pilzerkrankung der Haut - wenn nötig - mit einem reinen Antimykotikum weiterbehandelt werden
    • das Arzneimittel
      • sollte nicht auf atrophische Haut, auf Wunden und Ulcera aufgetragen werden
      • darf nicht in Kontakt mit der Schleimhaut der Augen kommen
        • Vorsicht bei Anwendung im Gesicht
    • die Haut ist im Gesichtsbereich besonders empfindlich
      • daher soll dort eine Langzeittherapie mit Lokalcorticoiden nicht durchgeführt werden, um Hautveränderungen zu vermeiden
      • eine Anwendung am Augenlid ist generell zu vermeiden, da dies unter Umständen zum Glaukom führen kann
    • nach Absetzen der Therapie kann es zu einem Reboundeffekt kommen
  • schwere Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Anaphylaxie und Angioödem
    • wurden während der Behandlung mit topischen Darreichungsformen von Miconazol berichtet
      • falls eine Reaktion auftritt, die eine Überempfindlichkeit oder Reizung vermuten lässt, soll die Behandlung abgebrochen werden
  • Sehstörung
    • bei der systemischen und topischen Anwendung von Corticosteroiden können Sehstörungenauftreten
    • wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig wird, sollte eine Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in Erwägung gezogen werden; diese umfassen unter anderem
      • Katarakt
      • Glaukom
      • seltene Erkrankungen, wie z. B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC), die nach der Anwendung systemischer oder topischer Corticosteroide gemeldet wurden
  • corticosteroidhaltige Externa können die Symptomatik von Dermatosen verändern und die exakte Diagnose erschweren
  • potenzielle Wechselwirkung
    • systemisch angewendetes Miconazol hemmt CYP3A4/2C9, was zu einer verlängerten Wirkung von Warfarin oder anderen Vitamin-K-Antagonisten führen kann
    • obwohl die systemische Absorption bei topischen Darreichungsformen begrenzt ist, sollte die gleichzeitige Anwendung dieser Arzneimittel und Warfarin oder anderen Vitamin-K-Antagonisten mit Vorsicht erfolgen und die gerinnungshemmende Wirkung sorgfältig überwacht und titriert werden
    • die Patienten sollten auf die Symptome von Blutungsereignissen hingewiesen werden und darauf, die Behandlung mit Miconazol unverzüglich abzubrechen und einen Arzt aufzusuchen, wenn diese auftreten