VOLON 4MG B

Docpharm GmbH
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Wirkstoff: Triamcinolon →

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N1 20 ST 16,18 €
N3 100 ST 37,22 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Rheumatologie
    • aktive Phasen von Systemvaskulitiden: Panarteriitis nodosa (bei gleichzeitig bestehender positiver Hepatitis-B-Serologie sollte die Behandlungsdauer auf 2 Wochen begrenzt werden)
    • Polymyalgia rheumatica (PMR), PMR mit Riesenzellarteriitis, Arteriitis temporalis bei akutem Visusverlust
    • aktive Phasen von rheumatischen Systemerkrankungen: systemischer Lupus erythematodes, Mischkollagenosen
    • aktive rheumatoide Arthritis mit schwerer progredienter Verlaufsform, z. B. schnell destruierend verlaufende Formen und/ oder mit extraartikulären Manifestationen
    • andere entzündlich-rheumatische Arthritiden, sofern die Schwere des Krankheitsbildes es erfordert und nicht-steroidale Antirheumatika (NSARs) nicht angewandt werden können: Spondarthritiden (Spondylitis ankylosans mit Beteiligung peripherer Gelenke, Arthritis psoriatica, enteropathische Arthropathie mit hoher Entzündungsaktivität)
    • reaktive Arthritiden
    • Arthritis bei Sarkoidose
    • juvenile idiopathische Arthritis mit schwerer systemischer Verlaufsform (Still-Syndrom) oder mit lokal nicht beeinflussbarer Iridozyklitis
  • Erkrankungen der Lunge und der Atemwege
    • Asthma bronchiale: zur Langzeitbehandlung von schwerem, chronischem Asthma (Stufe 4) und zur Behandlung von Exazerbationen bei Erwachsenen und Kindern
    • chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD): zur Kurzzeitbehandlung (max. 14 Tage) von Exazerbationen
    • Erkrankungen der oberen Atemwege: zur kurzfristigen Behandlung von schweren Verlaufsformen allergischer Rhinitiden bei Erwachsenen nach Versagen aller anderen Therapiealternativen einschließlich topischer Glukokortikoide
  • Dermatologie
    • orale Anfangsbehandlung ausgedehnter, schwerer akuter, auf Glukokortikoide ansprechender Hautkrankheiten wie: allergische Dermatosen (z. B. akute Urtikaria, Kontaktdermatitis, Arzneimittelexanthem), atopisches Ekzem (akute Exazerbationen bzw. großflächige nässende Ekzeme), Pemphigus vulgaris
  • Nephrologie
    • minimal change Glomerulonephritis
    • extrakapillär-proliferative Glomerulonephritis (rapid progressive Glomerulonephritis), in der Regel in Kombination mit Zytostatika, bei Goodpasture-Syndrom Abbau und Beendigung der Behandlung, bei allen anderen Formen langfristige Fortführung der Therapie
    • idiopathische retroperitoneale Fibrose

Dosierung

  • allgemeine Dosierungshinweise
    • Höhe der Dosierung ist abhängig von der Art und Schwere der Erkrankung und vom individuellen Ansprechen des Patienten auf die Therapie
    • Initialdosen
      • im Allgemeinen relativ hoch
      • bei akuten schweren Verlaufsformen deutlich höher als bei chronischen Erkrankungen
    • Dosisreduktion und Beendigung
      • je nach Grunderkrankung, klinischer Symptomatik und Ansprechen auf die Therapie unterschiedlich schnell reduzieren bzw. beenden (ggf. unter Kontrolle des adrenalen Regelkreises)
      • Dosisabbau sollte grundsätzlich stufenweise erfolgen
    • grundsätzlich sollten Dosis und Behandlungsdauer so hoch bzw. lang wie nötig aber so gering bzw. kurz wie möglich gehalten werden
  • Rheumatologie
    • aktive Phasen von Systemvaskulitiden
      • Panarteriitis nodosa
        • 32 - 80 mg Triamcinolon / Tag
        • Behandlungsdauer bei gleichzeitig bestehender positiver Hepatitis- B-Serologie: max. 2 Wochen
      • Polymyalgia rheumatica (PMR)
        • 8 - 32 mg Triamcinolon / Tag
      • PMR mit Riesenzellarteriitis
        • 32 - 64 mg Triamcinolon / Tag
      • Arteriitis temporalis bei akutem Visusverlust
        • zunächst hochdosierte intravenöse Stoßtherapie
        • danach 64 - 80 mg Triamcinolon / Tag
    • aktive Phasen von rheumatischen Systemerkrankungen: Systemischer Lupus erythematodes, Mischkollagenosen
      • 32 - 80 mg / Tag
    • aktive rheumatoide Arthritis
      • je nach Schwere der Erkrankung 1 - 80 mg / Tag
      • bei schwerer progredienter Verlaufsform, z. B. schnell destruierend verlaufende Formen: 64 - 80 mg / Tag
      • bei extraartikulären Manifestationen 32 - 64 mg / Tag
    • Spondarthritiden (Spondylitis ankylosans mit Beteiligung peripherer Gelenke)
      • 8 - 64 mg / Tag
    • Arthritis psoriatica
      • 1,2 - 32 mg / Tag
    • enteropathische Arthropathie mit hoher Entzündungsaktivität
      • 64 - 80 mg / Tag
    • reaktive Arthritiden
      • 8 - 32 mg / Tag
    • Arthritis bei Sarkoidose
      • 32 - 64 mg / Tag
    • juvenile idiopathische Arthritis mit schwerer systemischer Verlaufsform (Still-Syndrom) oder mit lokal nichtbeeinflussbarer Iridozyklitis
      • 64 - 80 mg/Tag
  • Erkrankungen der Lunge und der Atemwege
    • Asthma bronchiale
      • orale Langzeittherapie
        • initial: 32 - 64 mg / Tag
        • in leichteren Fällen niedrigere Dosierungen: ca. 16 mg
        • Erhaltungsdosis im Allgemeinen: 2 - 8 mg / Tag
        • tägl. Maximaldosis: 12 mg
        • Hinweis: bei der Anwendung oraler Glukokortikoide in Dosen bis ca. 16 mg / Tag solltenstets auch inhalative Glukokortikoide eingesetzt werden
      • orale Langzeitbehandlung von schwerem Asthma im Kindesalter
        • initial: ca. 1,6 mg / kg KG / Tag können notwendig sein
        • Hinweise:
          • die inhalative Glukokortikoidtherapie sollte beibehalten werden
          • die systemische Therapie erfolgt intermittierend oder längerfristig unter Ermittlung des Minimalbedarfs
      • orale Behandlung der Asthma-Exazerbation
        • 16 - 32 mg / Tag bis eine stabile Situation (Niveau vor Exazerbation) über mind. 2 Tage erreicht ist
        • danach: eine an den klinischen Verlauf angepasste Dosisreduktion
        • Kinder
          • ca. 0,8 mg / kg KG / Tag, bis eine deutliche Besserung eintritt
          • danach: möglichst rasche, an den klinischen Verlauf angepasste Dosisreduktion
      • chronisch obstruktive Lungenerkrankung
        • bei Exazerbation 16 - 32 mg / Tag
        • Behandlungsdauer: max. 2 Wochen (Langzeittherapie mit oralen Glukokortikoiden nicht empfohlen)
      • allergische Rhinitis
        • 4 mg / Tag
        • Behandlungsdauer: max. 1 - 3 Tage
  • Dermatologie
    • initial: 8 - 20 mg / Tag
    • bei schwerem Pemphigus bis zu 100 mg / Tag
    • Kinder
      • 2 - 12 mg / Tag
      • anschließende Dosisreduktion richtet sich nach dem Krankheitsverlauf
  • Nephrologie
    • Erwachsene und Kinder
      • initial 16 ( - 48) mg / Tag
      • Behandlungsdauer: bis zum Einsetzen der Diurese (im Allgemeinen nach 7 - 10 Tagen)
      • Erhaltungsdosis: 8 - 16 mg / Tag an 3 Tagen pro Woche

Dosisanpassung

  • Leberzirrhose
    • vergleichsweise niedrige Dosierungen ausreichend bzw. Dosisreduktion erforderlich
  • Hypothyreose
    • vergleichsweise niedrige Dosierungen ausreichend bzw. Dosisreduktion erforderlich
  • besondere körperliche Stresssituationen (Unfall, Operation, Geburt u. a.) während Behandlung
    • vorübergehende Dosiserhöhung kann erforderlich werden
    • wegen der möglichen Gefährdung in Stresssituationen sollte bei länger dauernder Therapie ein Kortikoid-Ausweis ausgestellt werden

Kontraindikationen

Triamcinolon - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Triamcinolon

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Triamcinolon - peroral
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Maskierung von Infektionen
      • Manifestation, Exazerbation oder Reaktivierung von Virusinfektionen, Pilzinfektionen, bakterieller, parasitärer sowie opportunistischer Infektionen
      • Aktivierung einer Strongyloidiasis
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • mäßige Leukozytose
      • Lymphopenie
      • Eosinopenie
      • Polyzytämie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Arzneimittelexanthem)
      • schwere anaphylaktische Reaktionen, wie Arrhythmien, Bronchospasmen, Hypo- oder Hypertonie, Kreislaufkollaps, Herzstillstand
      • Schwächung der Immunabwehr
  • Endokrine Erkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • adrenale Suppression und Induktion eines Cushing-Syndroms (typische Symptome: Vollmondgesicht, Stammfettsucht, Plethora)
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Natriumretention mit Ödembildung
      • vermehrte Kaliumausscheidung (cave: Rhythmusstörungen)
      • Gewichtszunahme
      • verminderte Glucosetoleranz
      • Diabetes mellitus
      • Hypercholesterinämie und Hypertriglyceridämie
      • Appetitsteigerung
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Depressionen
      • Gereiztheit
      • Euphorie
      • Antriebssteigerung
      • Psychosen
      • Manie
      • Halluzinationen
      • Affektlabilität
      • Angstgefühle
      • Suizidalität
      • Schlafstörungen
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Pseudotumor cerebri
      • Manifestation einer latenten Epilepsie
      • Erhöhung der Anfallsbereitschaft bei manifester Epilepsie
  • Augenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Katarakt, insbesondere mit hinterer subcapsulärer Trübung
      • Glaukom
      • Verschlechterung der Symptome bei Hornhautulkus
      • Begünstigung viraler, fungaler und bakterieller Entzündungen am Auge
      • Verschlechterung bakterieller Entzündungen an der Kornea
      • Ptosis
      • Mydriasis
      • Chemosis
      • iatrogene sklerale Perforation
      • Chorioretinopathie
      • verschwommenes Sehen
  • Gefäßerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hypertonie
      • Erhöhung des Arteriosklerose- und Thromboserisikos
      • Vaskulitis (auch als Entzugssyndrom nach Langzeittherapie)
      • erhöhte Kapillarfragilität
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • MagenMagen-Darm-Ulzera
      • gastrointestinale Blutungen
      • Pankreatitis
      • Magenbeschwerden
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Striae rubrae
      • Atrophie
      • Teleangiektasien
      • Petechien
      • Ekchymosen
      • Hypertrichose
      • Steroidakne
      • verzögerte Wundheilung
      • rosacea-artige (periorale) Dermatitis
      • Änderungen der Hautpigmentierung
  • Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Myopathie
      • Muskelatrophie und -schwäche
      • Osteoporose (dosisabhängig, auch bei nur kurzer Anwendung möglich)
      • aseptische Knochennekrosen
      • Sehnenruptur
      • Sehnenbeschwerden
      • Tendinitis
      • epidurale Lipomatose
      • Wachstumshemmung bei Kindern
      • Muskel- und Gelenkschmerzen
        • bei zu rascher Dosisreduktion nach lang andauernder Behandlung möglich
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Störungen der Sexualhormonsekretion (in Folge davon Auftreten von: unregelmäßiger Menstruation bis hin zur Amenorrhoe, Hirsutismus, Impotenz)
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • verzögerte Wundheilung

Anwendungshinweise

  • Einnahme zu oder nach dem Essen unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit einnehmen
  • Tagesdosis wenn möglich als Einzeldosis morgens verabreichen (zirkadiane Therapie)
    • bei Patienten, die aufgrund ihrer Erkrankung eine Hochdosistherapie benötigen: mehrmalige tägliche Gabe ist häufig erforderlich um max. Effekt zu erzielen
  • Möglichkeit zur alternierenden Therapie in Abhängigkeit vom Krankheitsbild und der individuellen Reaktion prüfen
    • Kinder und Jugendliche im Wachstumsalter: Behandlung sollte möglichst alternierend oder intermittierend erfolgen

Stillzeithinweise

Triamcinolon - peroral
  • ist Behandlung mit höheren Dosen oder eine Langzeitbehandlung erforderlich, sollte abgestillt werden
  • Glucocorticoide gehen in die Muttermilch über

Schwangerschaftshinweise

Triamcinolon - peroral
  • Anwendung in den ersten 5 Schwangerschaftsmonaten sollte unterbleiben
    • Tierversuche mit Hinweisen auf teratogene Wirkungen
    • Triamcinolon scheint höheres teratogenes Potenzial als andere synthetische oder natürliche Glucocorticoide zu besitzen
  • 1. Trimenon
    • erhöhtes Risiko für orale Spaltbildungen bei menschlichen Feten durch die Gabe von Glucocorticoiden während des ersten Trimenons wird diskutiert
  • bei Langzeitanwendung intrauterine Wachstumsstörungen möglich
  • Behandlung zum Ende der Schwangerschaft
    • für den Fetus besteht Gefahr einer Atrophie der Nebennierenrinde, die eine ausschleichende Substitutionsbehandlung des Neugeborenen erforderlich machen kann

Warnhinweise

Triamcinolon - peroral
  • Nebennierenrinden(NNR)-Insuffizienz
    • durch Glucocorticoidtherapie bedingte NNR-Insuffizienz kann, abhängig von der Dosis und der Therapiedauer, noch mehrere Monate und in Einzelfällen länger als ein Jahr nach Absetzen der Therapie anhalten
    • kommt es während der Behandlung mit Triamcinolon zu besonderen körperlichen Stresssituationen (Unfall, Operation, Geburt u.a.), kann eine vorübergehende Dosiserhöhung erforderlich werden
    • wegen der möglichen Gefährdung in Stresssituationen sollte für den Patienten bei länger dauernder Therapie ein Corticoid-Ausweis ausgestellt werden
    • auch bei anhaltender NNR-Insuffizienz nach Therapieende kann die Gabe von Glucocoticoiden in körperlichen Stresssituationen erforderlich sein
    • Therapie-induzierte akute NNR-Insuffizienz kann durch langsame Dosisreduktion bei vorgesehenem Absetzen minimiert werden
  • Infektionsrisiko, Immunsuppression
    • Behandlung mit Triamcinolon kann durch die Immunsuppression zu einem erhöhten Risiko für bakterielle, virale, parasitäre, opportunistische sowie Pilzinfektionen führen
    • Symptomatik einer bestehenden oder sich entwickelnden Infektion kann verschleiert und somit die Diagnostik erschwert werden
    • latente Infektionen, wie Tuberkulose oder Hepatitis B, können reaktiviert werden
  • bei folgenden Erkrankungen sollte eine Therapie mit Triamcinolon nur unter strengster Indikationsstellung und ggf. zusätzlicher gezielter antiinfektiöser Therapie durchgeführt werden
    • akute Virusinfektionen (Herpes zoster, Herpes simplex, Varizellen, Keratitis herpetica)
    • HBsAG-positive chronisch-aktive Hepatitis
    • ca. 8 Wochen vor bis 2 Wochen nach Schutzimpfungen mit Lebendimpfstoffen
    • systemische Mykosen und Parasitosen (z. B. Nematoden)
    • bei Patienten mit Verdacht auf oder bestätigter Strongyloidiasis (Zwergfadenwurminfektion) können Glucocorticoide zur Aktivierung und Massenvermehrung der Parasiten führen
    • Poliomyelitis
    • Lymphadenitis nach BCG-Impfung
    • akute und chronische bakterielle Infektionen
    • bei Tuberkulose in der Anamnese Anwendung nur unter Tuberkulostatika-Schutz
  • zusätzlich sollte Triamcinolon-Therapie nur unter strenger Indikationsstellung und ggf. zusätzlicher spezifischer Therapie durchgeführt werden bei
    • MagenMagen-Darm-Ulzera
    • Osteoporose
    • Herzinsuffizienz
    • schwer einstellbarer Hypertonie
    • schwer einstellbarem Diabetes mellitus
    • psychiatrischen Erkrankungen (auch anamnestisch), einschließlich Suizidalität
      • neurologische oder psychiatrische Überwachung empfohlen
    • Eng- und Weitwinkelglaukom
      • ophthalmologische Überwachung und begleitende Therapie wird empfohlen
    • Hornhautulzerationen und Hornhautverletzungen
      • ophthalmologische Überwachung und begleitende Therapie wird empfohlen
  • wegen Gefahr einer Darmperforation darf Triamcinolon nur bei zwingender Indikation und unter entsprechender Überwachung angewendet werden bei
    • schwerer Colitis ulcerosa mit drohender Perforation, möglicherweise auch ohne peritoneale Reizung
    • Divertikulitis
    • Enteroanastomosen (unmittelbar postoperativ)
  • Zeichen einer peritonealen Reizung nach gastrointestinaler Perforation können bei Patienten, die hohe Dosen von Glucocorticoiden erhalten, fehlen
  • Diabetes mellitus
    • während der Anwendung ist bei Diabetikern ein eventuell erhöhter Bedarf an Insulin oder oralen Antidiabetika zu berücksichtigen
  • Herz-Kreislauf-System
    • während der Behandlung ist insbesondere bei Anwendung hoher Dosen und bei Patienten mit schwer einstellbarer Hypertonie regelmäßige Blutdruckkontrolle erforderlich
    • Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz sind sorgfältig zu überwachen, da die Gefahr einer Verschlechterung besteht
    • unter hohen Dosen kann Bradykardie auftreten
  • Überempfindlichkeit
    • schwere anaphylaktische Reaktionen können auftreten
  • gleichzeitige Behandlung mit Fluorchinolonen
    • Risiko von Sehnenbeschwerden, Tendinitis und Sehnenrupturen ist erhöht, wenn Fluorchinolone und Glucocorticoide zusammen verabreicht werden
  • Myasthenia gravis
    • gleichzeitig bestehende Myasthenia gravis kann sich anfangs unter der Behandlung verschlechtern
  • Impfungen
    • Impfungen mit Totimpfstoffen sind grundsätzlich möglich
    • es ist zu beachten, dass die Immunreaktion / der Impferfolg bei höheren Dosierungen der Corticoide beeinträchtigt werden kann
  • Langzeittherapie
    • bei einer Langzeittherapie sind regelmäßige ärztliche Kontrollen (einschließlich augenärztlicher Kontrollen in dreimonatigen Abständen) angezeigt
  • Phäochromozytom-Krise
    • nach der Anwendung von Corticosteroiden vom Auftreten einer Phäochromozytom-Krise berichtet, die tödlich verlaufen kann
    • bei Patienten mit einem vermuteten oder diagnostizierten Phäochromozytom sollten Corticosteroide nur nach einer angemessenen Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden
  • Sehstörung
    • bei systemischer und topischer Anwendung von Corticosteroiden können Sehstörungen auftreten
    • wird ein Patient mit Symptomen wie verschwommenen Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig, sollte Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in Erwägung gezogen werden
      • diese umfassen u.a. Katarakt, Glaukom oder seltene Erkrankungen, wie z.B. zentral seröse Chorioretinopahtie (CSC), die nach Anwendung systemsicher und topischer Corticosteroide gemeldet wurde
  • Elektrolyte
    • bei hohen Dosen auf ausreichende Kaliumzufuhr und auf Natriumrestriktion achten und Serum-Kalium-Spiegel überwachen
  • Osteoporose
    • abhängig von Dauer und Dosierung der Behandlung muss mit einem negativen Einfluss auf den Calciumstoffwechsel gerechnet werden, so dass Osteoporose-Prophylaxe zu empfehlen ist
      • gilt v.a. bei gleichzeitig bestehenden Risikofaktoren wie familiärer Veranlagung, höherem Lebensalter, nach der Menopause, ungenügender Eiweiß- und Calciumzufuhr, starkem Rauchen, übermäßigem Alkoholgenuss, sowie Mangel an körperlicher Aktivität
      • die Vorbeugung besteht in ausreichender Calcium- und Vitamin-D-Zufuhr und körperlicher Aktivität
    • bei bereits bestehender Osteoporose sollte zusätzlich eine medikamentöse Therapie erwogen werden
  • Beendigung der Therapie, Absetzen
    • bei Beendigung oder Abbruch der Langzeittherapie an folgende Risiken denken
      • Exazerbation bzw. Rezidiv der Grundkrankheit
      • akute NNR-Insuffizienz
      • Cortison-Entzugssyndrom
  • spezielle Viruserkrankungen
    • spezielle Viruserkrankungen (Windpocken, Masern) können bei Patienten, die mit Glucocorticoiden behandelt werden, besonders schwer verlaufen
    • besonders gefährdet sind immunsuppremierte Kinder und Personen ohne bisherige Windpocken- oder Maserninfektion
      • bei Kontakt mit masern- oder windpockenerkrankten Personen während der Behandlung, ggf. vorbeugende Behandlung einleiten
  • Kinder und Jugendliche
    • in der Wachstumsphase von Kindern sollte das Nutzen-Risiko-Verhältnis einer Therapie mit Triamcinolon sorgfältig erwogen werden
    • aufgrund der wachstumshemmenden Wirkung von Triamcinolon sollte das Längenwachstum bei Langzeittherapie regelmäßig kontrolliert werden
  • ältere Patienten
    • da ältere Patienten ein erhöhtes Osteoporoserisiko haben, sollte das Nutzen-Risiko-Verhältnis einer Therapie mit Triamcinolon sorgfältig abgewogen werden
  • Doping
    • Anwendung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen