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Fachinformationen

Indikation

  • insbesondere zur Akutbehandlung von:
    • Ekzemen
    • Kontaktdermatitiden allergischer oder toxischer Genese
    • atopischem Ekzem (syn. Neurodermitis atopica, endogenes Ekzem)
    • nicht-mykotischer Intertrigo
  • andere Dermatosen:
    • Lichen ruber cutis und Sonderformen
    • Psoriasis pustulosa

Dosierung

Basiseinheit: 1 g gebrauchsfertige Suspension zur Anwendung auf der Haut (Schüttelmixtur) enthält 1 mg Triamcinolonacetonid und 200 mg Zinkoxid

  • Akutbehandlung von Ekzemen, Kontaktdermatitiden allergischer oder toxischer Genese, atopischem Ekzem, nicht-mykotischer Intertrigo und anderen Dermatosen
    • 1 - 2mal / Tag anwenden
    • Schweregrad der Erkrankung und Wahl des Glukokortikoids aneinander anpassen
      • initial oft stärkeres topisches und in der Folge schwächeres topisches Glukokortikoid angezeigt
    • Behandlungsdauer:
      • je nach Krankheitsbild und Krankheitsverlauf
      • wenige Tage bis max. 4 Wochen (4 Wochen nur bei Behandlung von max. 20% der KOF)
    • Kinder
      • nicht auf großen Hautgebieten, in großen Mengen oder für lange Zeit anwenden
      • erhöhte Vorsicht geboten (im Vergleich zum Erwachsenen erhöhte Aufnahme des Kortikoids durch die kindliche Haut möglich)

Kontraindikationen

Triamcinolon acetonid, Zink oxid - extern
  • Überempfindlichkeit gegenüber Triamcinolonacetonid oder Zinkoxid
  • Varizellen und andere Virusinfektionen
  • Impfreaktionen
  • Tuberkulose
  • Syphilis (Lues)
  • bakterielle Infektionen oder Mykosen, insb. im Anwendungsbereich
  • Rosacea oder Rosacea-artiger (perioraler) Dermatitis
  • Schwangerschaft
  • Hinweis (für alle corticoidhaltigen Lokalpräparate gültig):
    • Kinder
      • kein Anwendung
        • auf großen Hautgebieten
        • in großen Mengen
        • für lange Zeit
      • allgemein ist bei der Anwendung von Corticoid-Lokalpräparten bei Kindern erhöhte Vorsicht geboten
    • bei lang dauernder bzw. großflächiger Anwendung, besonders unter Okkulsion sind die Gegenanzeigen einer sytemischen Glucocorticoid-Therapie zu beachten, da die Möglichkeit einer Resorption nicht ausgeschlossen werden kann

Nebenwirkungen

Triamcinolon acetonid, Zink oxid - extern
  • Augenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • verschwommenes Sehen
        • Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Überempfindlichkeitsreaktionen, z.B.
        • Brennen
        • Juckreiz
        • Reizung
        • allergische Kontaktdermatitis
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • verstärktes Austrocknen der behandelten Haut (bei Anwendung entgegen den Anwendungsempfehlungen)
      • Ekzematisierung und Rhagaden im behandelten Hautgebiet
      • Auftreten lokaler Corticoid-Nebenwirkungen, insbesondere bei Langzeitbehandlung (über 14 Tage hinaus):
        • Striae
        • Hautatrophien - im Extremfall bis zum Substanzverlust (Ulkus)
        • Teleangiektasien
        • Steroidakne
        • Miliaria
        • Hypertrichose
        • Follikulitis
        • Pigmentverschiebung
        • Hautmazeration
        • Rosaceaartige (periorale) Dermatitis
        • Sekundärinfektionen
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • bei Therapieunterbrechung: Anzeichen und Symptome eines Steroidentzugs, der eine systemische Corticoid-Substitution erfordern kann

Nebenwirkungen einer systemischen Glucocorticoid-Therapie

  • bei lang dauernder bzw. großflächiger Anwendung (über 20% der Körperoberfläche (=KOF)), besonders unter Okklusion aufgrund der Möglichkeit einer Resorption, beobachtet:
  • Endokrine Erkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • reaktive Unterfunktion der Nebennierenrinde
      • Anzeichen eines Cushing-Syndroms
      • Hyperglykämie
      • Glucosurie

Kinder

  • können gegenüber Glucocorticoiden empfindlicher reagieren als Erwachsene, infolge der größeren Hautoberfläche in Relation zum Körpergewicht
  • bei Kindern verstärkte Resorption möglich, die zu systemischen Effekten führen kann:
    • Endokrine Erkrankungen
      • ohne Häufigkeitsangabe:
        • Suppression des hypothalamo-hypophysio-adrenalen Regelkreises
        • Cushing-Syndrom
        • intrakranieller Druckanstieg
          • mit Symptomen wie:
            • Fontanellenwölbung
            • Kopfschmerzen
            • beidseitiges Papillenödem
        • Unterfunktion der Nebennierenrinde bei Kindern, mit daraus resultierender:
          • Beeinträchtigung des Längenwachstums
          • verzögerte Gewichtszunahme
          • niedriger Plasmacortisolspiegel
          • fehlende Antwort auf ACTH-Stimulation

Anwendungshinweise

  • Suspension zur Anwendung auf der Haut
  • vor jeder Anwendung Flasche gründlich schütteln
  • gebrauchsfertige Suspension sparsam auftropfen und mit dem Finger verstreichen, so dass nur ein hauchdünner Film bleibt
    • erneute Behandlung nur dort erforderlich, wo keine Suspension mehr sichtbar ist
    • Arzneimittel nicht in die Augen bringen
  • Zubereitung der gebrauchsfertigen Suspension (Schüttelmixtur)
    • 1. Flasche mit Zinkoxidsuspension gründlich schütteln
    • 2. Kristallsuspension in der Fertigspritze ebenfalls gründlich schütteln
    • 3. Den gesamten Inhalt der Fertigspritze in die Flasche mit Zinkoxidsuspension hineinspritzen
    • 4. Flasche verschließen und wiederum gründlich schütteln
  • Suspension ist nun gebrauchsfertig und 4 Wochen haltbar
  • Hinweis: bei lang dauernder bzw. großflächiger Anwendung, besonders unter Okklusion, kann die Möglichkeit einer Resorption nicht ausgeschlossen werden; in diesen Fällen Gegenanzeigen einer systemischen Glukokortikoid-Therapie beachten

Stillzeithinweise

Triamcinolon acetonid, Zink oxid - extern
  • das Arzneimittel sollte nicht während der Stillzeit angewendet werden, wenn eine großflächige oder langfristige Behandlung vorgesehen wird
    • Kontakt des Säuglings mit den behandelten Hautpartien ist zu vermeiden
  • Triamcinolonacetonid / Glucocorticoide:
    • keine Daten zum Übertritt von Triamcinolonacetonid in die Muttermilch vorliegend
    • andere Glukokortikoide gehen in die Muttermilch über

Schwangerschaftshinweise

Triamcinolon acetonid, Zink oxid - extern
  • die Anwendung des Arzneimittels ist während der Schwangerschaft kontraindiziert
  • keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Triamcinilonacetonid und Zinkoxid bei Schwangeren vorliegend
  • Triamcinoloacentonid / Glucocorticoide:
    • Glucocorticoide
      • 1. Trimenon
        • bei menschlichen Feten wird ein erhöhtes Risiko für orale Spaltbildungen bei der systemischen Anwendung von Glucocorticoiden während des ersten Trimenons diskutiert
      • ist eine Anwendung von Glukokortikoiden in der Schwangerschaft zwingend notwendig, sind Substanzen wie Hydrocortison oder Prednisolon anzuwenden, da diese Substanzen durch das Enzym 11ß-Hydroxysteroid- Dehydrogenase in der Plazenta zu inaktiven Formen metabolisiert werden und die Plazenta deshalb bei diesen Stoffen einen wirksameren Schutz darstellt als bei den meisten synthetischen Glucocorticoiden
      • tierexperimentelle Studien:
        • die Gabe von Glucocorticoiden in subteratogenen Dosen in Tierstudien hat während der Schwangerschaft zu einem erhöhten Risiko für eine intrauterine Wachstumsverzögerung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und/oder Stoffwechselkrankheiten im Erwachsenenalter und zu einer bleibenden Veränderung der Glucocorticoidrezeptordichte, des Neurotransmitterumsatzes und des Verhaltens beigetragen
    • tierexperimentelle Studien:
      • Triamcinolonacetonid zeigte in Tierversuchen embryotoxische und teratogene Wirkungen, z.B.
        • Gaumenspalten
        • Skelettanomalien
        • Hydrocephalus
        • intrauterine Wachstumsstörungen
        • Embryoletalität

Warnhinweise

Triamcinolon acetonid, Zink oxid - extern
  • das Arzneimittel nicht in die Augen bringen
  • Sehstörung
    • bei der systemischen und topischen Anwendung von Corticosteroiden können Sehstörungen auftreten
    • wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig wird, sollte eine Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in Erwägung gezogen werden; diese umfassen (unter anderem):
      • Katarakt
      • Glaukom oder
      • seltene Erkrankungen, wie z. B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC), die nach der Anwendung systemischer oder topischer Corticosteroide gemeldet wurden
  • chronischen Ekzemen
    • Arzneimittel aufgrund der austrocknenden Wirkung nicht geeignet zur Behandlung von chronischen Ekzemen
  • Anwendung im Gesicht und in Hautfalten (intertriginöses Ekzem) nur kurzfristig und nach Ausschluss anderer Therapieoptionen
  • Nebenwirkungen einer systemischen Glucocorticoid-Therapie
    • bei lang dauernder bzw. großflächiger Anwendung (über 20% der Körperoberfläche (=KOF)), besonders unter Okklusion aufgrund der Möglichkeit einer Resorption, wurde folgendes beobachtet:
      • reaktive Unterfunktion der Nebennierenrinde
      • Anzeichen eines Cushing-Syndroms
      • Hyperglykämie
      • Glucosurie
    • Patienten, die unter o.a. resorptionsfördernden Bedingungen, wie Anwendung über längere Zeit, auf großen Hautflächen oder unter Okklusion, lokal mit hohen Dosen an stark wirksamen Glucocorticoiden behandelt werden
      • regelmäßige Untersuchung auf Anzeichen einer Suppression des hypothalamo-hypophysio-adrenalen Regelkreises, z.B. anhand des freien Cortisols im Urin, des ACTH-Tests oder der Störung der thermalen Homöostase
    • nach Therapieunterbrechung bilden sich die Symptome im Allgemeinen schnell und vollständig zurück
      • in seltenen Fällen können Anzeichen und Symptome eines Steroidentzugs auftreten, der eine systemische Corticoid- Substitution erfordern kann
    • Kinder
      • keine Anwendung auf großen Hautgebieten, in großen Mengen oder für lange Zeit
      • Kinder können gegenüber Glucocorticoiden empfindlicher reagieren als Erwachsene, infolge der größeren Hautoberfläche in Relation zum Körpergewicht
      • bei Kindern verstärkte Resorption möglich, die zu systemischen Effekten führen kann:
        • Suppression des hypothalamo-hypophysio-adrenalen Regelkreises
        • Cushing-Syndrom
        • intrakranieller Druckanstieg
          • mit Symptomen wie:
            • Fontanellenwölbung
            • Kopfschmerzen
            • beidseitiges Papillenödem
        • Unterfunktion der Nebennierenrinde bei Kindern, mit daraus resultierender:
          • Beeinträchtigung des Längenwachstums
          • verzögerte Gewichtszunahme
          • niedriger Plasmacortisolspiegel
          • fehlende Antwort auf ACTH-Stimulation
      • die Anwendung sollte daher, wie oben erwähnt, bei Kindern über einen möglichst kurzen Behandlungszeitraum (weniger als 7 Tage) bei geringstmöglicher Dosierung, die noch therapeutische Wirksamkeit gewährleistet, erfolgen
      • eine sorgfältige Beobachtung im Hinblick auf Anzeichen und Symptome systemischer Effekte ist zu empfehlen
      • zudem