Voluven 6% BP
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 10X500 ML | 169,40 € |
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Indikation
- Hypovolämie bei akutem Blutverlust, wenn Kristalloide alleine als nicht ausreichend erachtet werden
Dosierung
Basiseinheit: 1000 ml Infusionslösung enthalten 60,0 g Hydroxyethylstärke und 9,0 g Natriumchlorid
- Hypovolämie bei akutem Blutverlust
- Anwendung von HES sollte auf initiale Phase der hämodynamischen Stabilisierung und auf max. 24 h begrenzt werden
- erste 10 - 20 ml langsam und unter sorgfältiger Überwachung des Patienten infundieren, damit mögliche anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen so früh wie möglich erkannt werden
- Tagesdosis und Infusionsgeschwindigkeit richten sich nach
- Blutverlust des Patienten
- der Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung der hämodynamischen Parameter
- und der Hämodilution (Verdünnung)
- max. Tagesdosis: 30 ml/kg KG
- niedrigste wirksame Dosis anwenden
- Behandlung sollte sich an Ergebnissen kontinuierlicher hämodynamischer Überwachung orientieren, so dass Infusion beendet werden kann, sobald hämodynamischen Ziele erreicht sind
- Kinder und Jugendliche
- nur begrenzt Daten
- Anwendung nicht empfohlen
- Nierenfunktionsstörung oder Nierenersatztherapie
- kontraindiziert
- schwere Leberfunktionsstörungen
- kontraindiziert
Kontraindikationen
Hydroxyethylstärke - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Hydroxyethylstärke
- Sepsis
- Verbrennungen
- Nierenfunktionsstörung oder Nierenersatztherapie
- intracranielle oder cerebrale Blutung
- kritisch kranke Patienten (i.d.R. Patienten, die auf die Intensivstation aufgenommen werden müssen)
- Hyperhydratation
- Lungenödem
- Dehydratation
- Hyperkaliämie
- schwere Hypernatriämie oder schwere Hyperchlorämie
- schwere Leberfunktionsstörungen
- dekompensierte Herzinsuffizienz
- schwere Gerinnungsstörung
- organtransplantierte Patienten
Nebenwirkungen
Hydroxyethylstärke - invasiv
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- anaphylaktoide/anaphylaktische Reaktionen unterschiedlichen Schweregrades (bei Auftreten von Unverträglichkeitsreaktionen Infusion sofort beenden und geeignete Sofortmaßnahmen einleiten)
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- grippeartige Symptome
- Bradykardie
- Tachykardie
- Bronchospasmus
- nicht-kardiales Lungenödem
- Hinweis
- es existieren keine spezifischen Tests, mit denen Patienten identifiziert werden können, bei denen eine anaphylaktische Reaktion wahrscheinlich ist
- auch das Ergebnis und die Schwere einer solchen Reaktion können für den Patienten nicht vorausgesagt werden.
- anaphylaktoide/anaphylaktische Reaktionen unterschiedlichen Schweregrades (bei Auftreten von Unverträglichkeitsreaktionen Infusion sofort beenden und geeignete Sofortmaßnahmen einleiten)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- abgesenkter Hämatokrit und verminderte Plasmaproteinkonzentration als Ergebnis der Hämodilution
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- höhere Dosierungen von Hydroxyethylstärke verursachen eine Verdünnung der Gerinnungsfaktoren und können damit die Gerinnung beeinflussen
- Blutungszeit und die aPTT können zunehmen und die Konzentration des FVIII/vWF-Komplexes kann nach der Gabe hoher Dosierungen reduziert sein
- höhere Dosierungen von Hydroxyethylstärke verursachen eine Verdünnung der Gerinnungsfaktoren und können damit die Gerinnung beeinflussen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gerinnungsstörungen (bei hoher Dosierung), die über einen ausschließlichen Verdünnungseffekt hinausgehen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Pruritus (Juckreiz)
- längerfristige hochdosierte Gabe von Hydroxyethylstärke kann Pruritus verursachen, eine für HES bekannte Nebenwirkung
- Juckreiz kann unter Umständen erst Wochen nach der letzten Infusion auftreten und über Monate anhalten
- Juckreiz spricht schlecht auf eine Therapie an
- Pruritus (Juckreiz)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- ohne Häufigkeitsangabe
- Nierenschädigung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Leber- und Gallenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Leberschädigung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Untersuchungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Anstieg der Amylase im Serum (kann sich bei der Diagnose einer Pankreatitis störend auswirken)
- Ursache hierfür liegt in der Bildung eines Enzym-Substrat Komplexes von Amylase und Hydroxyethylstärke, der nur langsam eliminiert wird und daher ist ein Amylaseanstieg nicht zwangsläufig Ausdruck einer Pankreatitis
- Erhöhung der alpha-Amylase-Konzentration im Serum ist 3 - 5 Tage nach der Infusion nicht mehr nachweisbar
- Anstieg der Amylase im Serum (kann sich bei der Diagnose einer Pankreatitis störend auswirken)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- bei hoher Dosierung kann es aufgrund des Verdünnungseffektes zu einer entsprechend niedrigeren Konzentration von Blutkomponenten, z.B Gerinnungsfaktoren, anderen Plasmaproteinen und zu einem Abfall des Hämatokrits kommen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Anwendungshinweise
- Verwendung als i.v.-Infusion
- erste 10 - 20 ml langsam und unter sorgfältiger Überwachung des Patienten infundieren, damit mögliche anaphylaktische/anaphylaktoide Reaktionen so früh wie möglich erkannt werden
- nur zum einmaligen Gebrauch bestimmt
- Lösung nach dem Öffnen des Behältnisses sofort verbrauchen
- nicht verbrauchte Lösung verwerfen
- nur klare, partikelfreie Lösungen und unbeschädigte Behältnisse verwenden
Stillzeithinweise
Hydroxyethylstärke - invasiv
- Entscheidung sollte darüber getroffen werden, ob entweder das Stillen oder die Therapie fortgesetzt wird oder nicht
- Nutzen des Stillens für das Kind und Nutzen der Behandlung für die Mutter berücksichtigen
- zeitweilige Unterbrechung des Stillens sollte erwogen werden
- nicht bekannt, ob Hydroxyethylstärke oder Metaboliten in die menschliche Muttermilch ausgeschieden wird
- Ausscheidung von Hydroxyethylstärke in die Milch am Tier nicht untersucht
Schwangerschaftshinweise
Hydroxyethylstärke - invasiv
- sollte in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der mögliche Nutzen das mögliche Risiko für den Embryo bzw. Föten rechtfertigt
- besonders beachten, wenn eine Verabreichung in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft geplant ist
- keine klinischen Daten über exponierte Schwangerschaften vorliegend
- HES-bezogene anaphylaktische Reaktionen bei schwangeren Frauen könnten schädliche Wirkungen auf den Föten haben
- tierexperimentelle Studien
- zeigten keine direkten oder indirekten schädlichen Wirkungen auf die Reproduktionstoxizität bei human-therapeutischen Dosen
- HES 130/0,4 zeigte keine schädlichen Wirkungen auf die Trächtigkeit, die embryofetale Entwicklung, den Geburtsvorgang oder die postnatale Entwicklung; teratogene Wirkungen wurden nicht festgestellt
- nach wiederholter Verabreichung ähnlicher Produkte vaginale Blutungen, embryotoxische und teratogene Effekte
- Fertilität
- keine Daten zur Wirkung auf die menschliche Fertilität vorliegend
- tierexperimentelle Studien mit human-therapeutischen Dosen ergaben keine Hinweise auf schädliche Wirkungen in Bezug auf die Fertilität, jedoch wurden Veränderungen der Fertilität bei maternaltoxischer Dosis beobachtet
Warnhinweise
Hydroxyethylstärke - invasiv
- nicht bei Sepsis, Nierenfunktionsstörung oder bei kritisch kranken Patienten anwenden (Kontraindikationen beachten)
- allergische Reaktionen
- wegen der Gefahr allergischer (anaphylaktischer/anaphylaktoider) Reaktionen sollte der Patient engmaschig überwacht und die Infusion mit niedriger Infusionsgeschwindigkeit eingeleitet werden
- Chirurgie und Trauma
- keine ausreichenden Langzeitdaten zur sicheren Anwendung bei chirurgischen- und Trauma-Patienten
- erwarteter Nutzen der Behandlung sollte sorgfältig gegen die Ungewissheit in Bezug auf langfristige Sicherheit abgewogen werden
- andere Behandlungsmöglichkeiten in Betracht ziehen
- Indikation
- Indikation zum Volumenersatz mit HES muss sorgfältig geprüft werden
- hämodynamisches Monitoring für die Volumen- und Dosis-Steuerung erforderlich
- Volumenüberladung
- Volumenüberladung durch Überdosierung oder zu schneller Infusion muss in jedem Fall vermieden werden
- Dosierung sorgfältig einstellen, insbesondere bei Patienten mit
- Lungen-Problemen
- Herz-Kreislauf-Problemen
- engmaschige Überwachung von
- Serumelektrolyten
- Flüssigkeitshaushalt
- Nierenfunktion
- Elektrolyte und Flüssigkeit sollten nach den individuellen Erfordernissen ersetzt werden
- auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten
- Nierenfunktionsstörung oder Nierenersatztherapie
- HES-Produkte kontraindiziert
- Einsatz von HES sollte bei ersten Anzeichen einer Nierenschädigung beendet werden
- erhöhter Bedarf an Nierenersatztherapie bis 90 Tage nach Hydroxyethylstärke-Anwendung berichtet
- Überwachung der Nierenfunktion daher für mind. 90 Tage nach Anwendung empfohlen
- Leberfunktionseinschränkung
- besondere Vorsicht bei Behandlung von Patienten mit Leberfunktionseinschränkungen
- Blutgerinnungsstörungen
- besondere Vorsicht bei Behandlung von Patienten mit Gerinnungsstörungen
- im Fall wiederholter Verabreichung sollten die Blutgerinnungsparameter sorgfältig überwacht werden
- bei den ersten Anzeichen einer Gerinnungsstörung sollte die Behandlung mit HES-Lösungen abgebrochen werden
- hypovolämische Patienten
- Vermeidung einer hochgradigen Hämodilution durch zu hohe Dosen bei hypovolämischen Patienten
- Operationen am offenen Herzen mit cardiopulmonalem Bypass
- Anwendung von HES-Lösungen aufgrund Risikos starker Blutungen nicht empfohlen
- Patienten mit Elektrolytstörungen, wie Hyperkaliämie, Hypernatriämie, Hypermagnesiämie und Hyperchlorämie
- besondere Vorsicht bei der Anwendung
- Vorsicht bei Patienten mit Erkrankungen, die eine restriktive Natriumzufuhr gebieten (Herzinsuffizienz, generalisierte Ödeme, Hypertonie, Eklampsie)
- bei metabolischer Alkalose und in klinischen Situationen, in denen eine Alkalisierung vermieden werden sollte
- Verabreichung von Hydroxyethylstärkelösungen in Kochsalzträgerlösung, beispielsweise eines Produktes, das HES 130/0,4 in isotonischer Natriumchloridlösung enthält, gegenüber alkalisierenden Lösungen bevorzugen (Fachinformation des jeweiligen Arzneimittels beachten)
- Blutgruppenbestimmung
- um die korrekte Blutgruppenbestimmung abzusichern, sollte vor der Anwendung größerer Mengen von HES eine Blutprobe genommen werden
- ältere Patienten
- ältere Patienten, die häufiger an Herzinsuffizienz und Nierenfunktionsstörungen leiden, sollten während der Behandlung engmaschig überwacht und die Dosis sollte sorgfältig eingestellt werden, um Herz-Kreislauf- und Nierenkomplikationen infolge von Hypervolämie zu vermeiden
- Kinder und Jugendliche
- nur begrenzte Daten zur Anwendung von HES bei Kindern vorliegend
- Anwendung nicht empfohlen
- Doping
- Anwendung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen