VOMEX A I.V.
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 3X10 ML | 16,41 € |
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Indikation
Kinder >/= 6 kg KG, Jugendliche und Erwachsene
- Prophylaxe und symptomatischen Therapie von Übelkeit und Erbrechen unterschiedlicher Genese, insbesondere von Kinetosen
- Hinweis
- Dimenhydrinat ist zur alleinigen Behandlung von Zytostatika-induzierter Übelkeit und Erbrechen nicht geeignet
Dosierung
Basiseinheit: 1 Ampulle (10 ml) enthält 62 mg Dimenhydrinat
- Prophylaxe und symptomatische Therapie von Übelkeit und Erbrechen unterschiedlicher Genese, insbesondere von Kinetosen
- allgemein:
- Dosierung orientiert an KG der Patienten und Bioverfügbarkeit der jeweiligen Darreichungsform
- insbes. bei jungen oder leichten Patienten
- niedrigste Dosierung in der jeweils zutreffenden Gewichts- und Altersklasse zur Linderung der Symptome ausreichend
- Maximaldosierung: 5 mg Dimenhydrinat / kg KG / Tag
- Hinweis
- Überdosierung mit Dimenhydrinat kann insbesondere bei Kindern < 3 Jahren lebensbedrohlich sein und muss deshalb in dieser Altersgruppe unter allen Umständen vermieden werden
- Dosierung
- Erwachsene und Jugendliche > 14 Jahre > 56 kg KG
- 1 - 3 Ampullen (62 - 186 mg Dimenhydrinat) / Tag
- max. Tagesdosis: 400 mg
- Kinder 6 - 14 Jahre
- > 20 kg KG - </= 30 kg KG
- 25 - 50 mg Dimenhydrinat 1 - 2mal / Tag
- Tageshöchstdosis: 5 mg Dimenhydrinat / kg KG bzw.
- tägliche Maximaldosis: 100 mg Dimenhydrinat
- > 30 kg KG - </= 56 kg KG
- 25 - 50 mg Dimenhydrinat 1 - 3mal / Tag
- Tageshöchstdosis: 5 mg Dimenhydrinat / kg KG bzw.
- tägliche Maximaldosis: 150 mg Dimenhydrinat
- > 20 kg KG - </= 30 kg KG
- Kinder > 6 kg KG - < 20 kg KG
- 1,25 mg / kg KG 1 - 3 mal / Tag
- max. Obergrenze nicht überschreiten!
- Kinder < 3 Jahre
- Überdosierungen unter allen Umständen vermeiden, da diese lebensbedrohlich sind
- Behandlungsdauer
- wenn vom Arzt nicht anders verordnet nur zur kurzzeitigen Anwendung
- bei anhaltenden Beschwerden Arzt aufsuchen
- spätestens nach 2-wöchiger Behandlung prüfen, ob Behandlung weiterhin erforderlich ist
- eingeschränkte Leberfunktion
- Anwendung nur mit besonderer Vorsicht
- schwere Niereninsuffizienz
- Anwendung nur mit besonderer Vorsicht
- Erwachsene und Jugendliche > 14 Jahre > 56 kg KG
Kontraindikationen
Dimenhydrinat - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Dimenhydrinat oder andere Antihistaminika
- Porphyrie
- akuter Asthma-Anfall
- Engwinkelglaukom
- Phäochromozytom
- Prostatahyperplasie mit Restharnbildung
- Krampfanfälle (Epilepsie, Eklampsie)
- Dimenhydrinat darf nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden bei
- eingeschränkter Leberfunktion
- Herzrhythmusstörungen
- Hypokaliämie, Hypomagnesiämie
- Bradykardie
- angeborenem langen QT-Syndrom oder anderen klinisch signifikanten kardialen Störungen (insbesondere koronare Herzkrankheit, Erregungsleitungsstörungen, Arrythmien)
- gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln, die ebenfalls das QT-Intervall verlängern (z.B. Antiarrhythmika Klasse IA oder III, Antibiotika, Malaria-Mittel, Antihistaminika, Neuroleptika) oder zu einer Hypokaliämie führen
- chronischen Atembeschwerden und Asthma
- Pylorusstenose
Nebenwirkungen
Dimenhydrinat - invasiv
- Erkrankungen des Blutes und Lymphsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Blutzellschäden (in Ausnahmefällen)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Stimmungsschwankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Medikamentenabhängigkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankung des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Somnolenz, Benommenheit, Schwindelgefühl (insbesondere bei Behandlungsbeginn)
- in Abhängigkeit von der individuellen Anfälligkeit und Dosis
- diese Nebenwirkungen können auch noch am folgenden Tag zu Beeinträchtigungen führen
- Somnolenz, Benommenheit, Schwindelgefühl (insbesondere bei Behandlungsbeginn)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- paradoxe Reaktionen (insbesondere bei Kindern) wie
- Unruhe
- Erregung
- Schlaflosigkeit
- Angstzustände
- Zittern
- paradoxe Reaktionen (insbesondere bei Kindern) wie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Sehstörungen (Akkommodationsschwäche, Lichtempfindlichkeit, beeinträchtigte Sehkraft bei Nacht, stereoskopisches Sehen)
- Erhöhung des Augeninnendruckes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Tachykardie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Obstipation
- Durchfall
- Übelkeit
- Erbrechen
- Schmerzen im Bereich des Magens
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Galleerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Leberfunktionsstörungen (cholestatischer Iketerus)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- trockene Mund- und Nasenschleimhaut
- ohne Häufigkeitsangabe
- allergische Hautreaktion
- Lichtempfindlichkeit der Haut (direkte Sonneneinstrahlung meiden)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- verstopfte Nase
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur- und Bindegewebserkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Muskelschwäche
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Miktionsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Prophylaxe der Reisekrankheit: erste Gabe 1/2 - 1 Stunde vor Reisebeginn
- Therapie von Übelkeit und Erbrechen: Verteilung der Gaben in regelmäßigen Abständen über den Tag
- intravenöse Anwendung: sehr langsam injizieren (10 ml in > 2 Minuten)
- Applikation durch liegende Verweilkanüle: mit Kochsalz- oder Ringerlösung nachinfundieren
- Injektionslösung kann in folgende Infusionslösungen gegeben werden:
- Glukose 5/10%
- isotonische Kochsalzlösung
- Ringerlösung
Stillzeithinweise
Dimenhydrinat - invasiv
- da unerwünschte Wirkungen, wie erhöhte Irritabilität, auf das gestillte Kind nicht auszuschließen sind, sollte Dimenhydrinat in der Stillzeit entweder abgesetzt werden oder in der Zeit der Anwendung abgestillt werden
- Dimenhydrinat geht in die Muttermilch über
- keine Erfahrungen mit der Anwendung in der Stillzeit vorliegend
Schwangerschaftshinweise
Dimenhydrinat - invasiv
- Dimenhydrinat sollte in der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn nichtmedikamentöse Maßnahmen und andere sicherere Arzneimittel keinen Erfolg gezeigt haben
- in den letzten Schwangerschaftswochen sollte Dimenhydrinat wegen möglicher Auslösung vorzeitiger Uteruskontraktionen nicht angewendet werden
- widersprüchliche Berichte über die Sicherheit einer Anwendung in der Schwangerschaft
- eine prospektive Studie an Schwangeren hat keine Anhaltspunkte über den Zusammenhang einer Dimenhydrinat-Anwendung und Missbildungen ergeben
- in einer anderen Studie Assoziation mit kardiovaskulären Defekten und mit Inguinalhernie und einer Dimenhydrinat-Exposition in der Schwangerschaft beschrieben
- in einer Fall-Kontroll-Studie, in der 38.151 Neugeborene ohne kongenitale Anomalien und 22.843 mit kongenitalen Anomalien einschlossen wurden, ließen sich bei den insgesamt 2.640 mit Dimenhydrinat exponierten Kindern keine Anzeichen auf ein teratogenes Potential von Dimenhydrinat erkennen
- keinerlei Hinweise vorliegend, dass eine Anwendung von Dimenhydrinat im ersten Schwangerschaftsdrittel zu einer erhöhten Abortrate führt
- Dimenhydrinat kann am Uterus eine Steigerung der Kontraktilität hervorrufen bzw. vorzeitig Wehen auslösen
- tierexperimentelle Studien
- Dimenhydrinat tierexperimentell nur unzureichend auf reproduktionstoxikologische Eigenschaften untersucht
- Fertilität
- keine Daten vorliegend
Warnhinweise
Dimenhydrinat - invasiv
- Kinder < 3 Jahre, Überdosierung
- Überdosierung mit Dimenhydrinat kann insbesondere bei Kindern unter 3 Jahren lebensbedrohlich sein und muss deshalb in dieser Altersgruppe unter allen Umständen vermieden werden