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| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 60 ST | 5578,68 € |
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Indikation
- Nierenzellkarzinom (RCC)
- Erstlinien-Behandlung von erwachsenen Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom
- Behandlung von Patienten, die vorher eine Therapie ihrer fortgeschrittenen Erkrankung mit Zytokinen erhalten hatten
- Weichteilsarkom (WTS, STS)
- Behandlung von erwachsenen Patienten mit ausgewählten Subtypen eines fortgeschrittenen Weichteilsarkoms, die vorher eine Chemotherapie ihrer metastasierten Erkrankung erhalten hatten oder die innerhalb von 12 Monaten nach einer (neo-)adjuvanten Therapie progredient wurden
- Wirksamkeit und Sicherheit von Pazopanib wurde nur bei bestimmten histologisch definierten Weichteilsarkom-Subtypen bestimmt
Dosierung
- Nierenzellkarzinom (RCC); Weichteilsarkom (WTS, STS)
- Behandlungseinleitung nur durch einen in der Anwendung von Arzneimitteln gegen Krebs erfahrenen Arzt
- 800 mg Pazopanib 1mal / Tag
- Dosismodifikationen
- stufenweise Dosisreduktion oder -erhöhung in 200 mg-Schritten abhängig von individueller Verträglichkeit (zum Management von Nebenwirkungen)
- tägliche Maximaldosis: 800 mg Pazopanib
- eingeschränkte Nierenfunktion
- klinisch relevanter Effekt auf Pharmakokinetik unwahrscheinlich
- wegen geringer renaler Ausscheidung von Pazopanib und dessen Metaboliten
- Kreatinin-Clearance > 30 ml / Min.
- keine Dosisanpassung notwendig
- Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min.
- Anwendung mit Vorsicht (keine Erfahrungen)
- klinisch relevanter Effekt auf Pharmakokinetik unwahrscheinlich
- eingeschränkte Leberfunktion
- Dosierungsempfehlungen basieren auf pharmakokinetischen Studien
- Leberfunktionstests für alle Patienten, um festzustellen, ob Leberfunktionsstörungen vorliegen
- leicht bis mäßig
- Anwendung mit Vorsicht
- engmaschige Überwachung der Verträglichkeit
- geringfügige Leberwertveränderungen im Serum
- definiert entweder als Bilirubin im Normalbereich und jeglicher Anstieg der Alanin-Aminotransferase (ALAT, GPT)
- oder als Erhöhung des Bilirubins (> 35% in Form von direktem Bilirubin) bis zum 1,5-Fachen des oberen Normalwerts (ULN) unabhängig vom ALAT (GPT)-Wert
- 800 mg Pazopanib 1mal / Tag
- mäßig
- definiert als Anstieg des Bilirubins > 1,5 - 3x ULN unabhängig vom ALAT (GPT)-Wert
- 200 mg Pazopanib 1mal / Tag
- definiert als Anstieg des Bilirubins > 1,5 - 3x ULN unabhängig vom ALAT (GPT)-Wert
- schwer
- definiert als Gesamt-Bilirubin > 3x ULN unabhängig vom ALAT (GPT)-Wert
- Anwendung nicht empfohlen
- definiert als Gesamt-Bilirubin > 3x ULN unabhängig vom ALAT (GPT)-Wert
- ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
- nur begrenzte Daten
- RCC-Studien
- keine klinisch signifikanten Unterschiede bezüglich Sicherheit im Vergleich zu jüngeren Personen
- klinische Erfahrung
- keine Unterschiede im Ansprechen im Vergleich zu jüngeren Patienten gefunden, jedoch kann größere Empfindlichkeit einzelner älterer Patienten nicht ausgeschlossen werden
- Kinder und Jugendliche
- < 2 Jahre
- keine Anwedung (Bedenken hinsichtlich Sicherheit bezüglich Organwachstum und Reifung)
- 2 - 18 Jahre
- Sicherheit und Wirksamkeit noch nicht erwiesen
- es kann keine Dosierungsempfehlung gegeben werden
- < 2 Jahre
Kontraindikationen
Pazopanib - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Pazopanib
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Pazopanib - peroral
in RCC-Studien (n = 1149) oder nach der Markteinführung berichtete, in Zusammenhang mit der Behandlung stehende Nebenwirkungen
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Infektionen (mit oder ohne Neutropenie)
- in Zusammenhang mit der Behandlung stehende Nebenwirkung, die nach der Markteinführung berichtet wurde (Spontanberichte und schwerwiegende Nebenwirkungen aus allen klinischen Studien mit Pazopanib)
- Infektionen (mit oder ohne Neutropenie)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Zahnfleischinfektion
- Infektiöse Peritonitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Tumorschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Thrombozytopenie
- Neutropenie
- Leukopenie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Polyzythämie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Thrombotische Mikroangiopathie (einschließlich thrombotisch thrombozytopenische Purpura und hämolytisch-urämisches Syndrom)
- in Zusammenhang mit der Behandlung stehende Nebenwirkung, die nach der Markteinführung berichtet wurde (Spontanberichte und schwerwiegende Nebenwirkungen aus allen klinischen Studien mit Pazopanib)
- Thrombotische Mikroangiopathie (einschließlich thrombotisch thrombozytopenische Purpura und hämolytisch-urämisches Syndrom)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Endokrine Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypothyreose
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Verminderter Appetit und Anorexie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypophosphatämie
- Dehydration
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypomagnesiämie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Tumorlyse-Syndrom
- im Zusammenhang mit der Behandlung stehende Nebenwirkung, die erst nach Markteinführung beobachtet wurde; die Häufigkeit kann auf der Grundlage der verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden
- Tumorlyse-Syndrom
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schlaflosigkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Geschmacksstörung, Verlust des Geschmackssinns und verminderte Empfindlichkeit der Geschmackswahrnehmung
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- Lethargie
- Parästhesie
- Periphere sensorische Neuropathie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypoästhesie
- Transitorische ischämische Attacke
- Somnolenz
- Zerebrovaskulärer Insult
- Ischämischer Schlaganfall
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Posteriore reversible Enzephalopathie / reversibles posteriores Leukoenzephalopathie-Syndrom
- in Zusammenhang mit der Behandlung stehende Nebenwirkung, die nach der Markteinführung berichtet wurde (Spontanberichte und schwerwiegende Nebenwirkungen aus allen klinischen Studien mit Pazopanib)
- Posteriore reversible Enzephalopathie / reversibles posteriores Leukoenzephalopathie-Syndrom
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- verschwommenes Sehen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Verfärbung der Wimpern
- Netzhautablösung
- in Zusammenhang mit der Behandlung stehende Nebenwirkung, die nach der Markteinführung berichtet wurde (Spontanberichte und schwerwiegende Nebenwirkungen aus allen klinischen Studien mit Pazopanib)
- Netzhautriss
- in Zusammenhang mit der Behandlung stehende Nebenwirkung, die nach der Markteinführung berichtet wurde (Spontanberichte und schwerwiegende Nebenwirkungen aus allen klinischen Studien mit Pazopanib)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Bradykardie
- kardiale Dysfunktion, linksventrikuläre Dysfunktion, Herzinsuffizienz und restriktive Kardiomyopathie
- Myokardinfarkt
- Myokardiale Ischämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefässerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hypertonie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hitzewallungen
- Venöses thromboembolisches Ereignis, einschl.
- tiefe Venenthrombose
- Lungenembolie
- Thrombose
- Hautrötung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hämorrhagie
- hypertensive Krise
- ohne Häufigkeitsangabe
- Aneurysmen
- Arteriendissektionen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Nasenbluten
- Dysphonie
- Dyspnoe
- Hämoptyse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Rhinorrhoe
- Lungenblutung
- Pneumothorax
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Interstitielle Lungenerkrankung/ Pneumonitis
- in Zusammenhang mit der Behandlung stehende Nebenwirkung, die nach der Markteinführung berichtet wurde (Spontanberichte und schwerwiegende Nebenwirkungen aus allen klinischen Studien mit Pazopanib)
- Interstitielle Lungenerkrankung/ Pneumonitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Durchfall
- Übelkeit
- Erbrechen
- Bauchschmerzen, Oberbauchschmerzen und Unterbauchschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Stomatitis
- Dyspepsie
- Flatulenz
- Blähbauch
- Geschwüre im Mund
- Trockener Mund
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pankreatitis
- Rektalblutung
- Hämatochezie
- Gastrointestinale Blutung
- Melaena
- Häufiger Stuhlgang
- Anale Blutung
- Dickdarmperforation
- Blutungen im Mund
- Blutung im oberen Gastrointestinaltrakt
- Enterokutane Fistel
- Hämatemesis
- Hämorrhoidalblutung
- Ileumperforation
- Ösophagusblutung
- Retroperitoneale Blutung
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leberfunktionsstörung
- Hyperbilirubinämie
- Hepatotoxizität
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gelbsucht
- Leberversagen
- in Zusammenhang mit der Behandlung stehende Nebenwirkung, die nach der Markteinführung berichtet wurde (Spontanberichte und schwerwiegende Nebenwirkungen aus allen klinischen Studien mit Pazopanib)
- Arzneimittelbedingte Leberschädigung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Verfärbung der Haare
- Hautausschlag
- Haarausfall
- palmar-plantares Erythrodysästhesie-Syndrom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypopigmentierung der Haut
- Erythem
- Juckreiz
- Pigmentverlust der Haut
- trockene Haut
- Hyperhidrose
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Nagelerkrankung
- Photosensibilisierung
- Hautexfoliation
- Hauterkrankung
- Hautausschlag mit Bläschenbildung
- Generalisierter Juckreiz
- Papulöser Hautausschlag
- Plantares Erythem
- Erythematöser Hautausschlag
- Generalisierter Hautausschlag
- Makulöser Hautausschlag
- Juckender Hautausschlag
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Arthralgie
- Myalgie
- Muskelkrämpfe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Muskuloskeletaler Schmerz
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Proteinurie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Harnwegsblutung
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Menorrhagie
- Metrorrhagie
- Vaginalblutung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Fatigue
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Asthenie
- Mukositis
- Ödem, peripheres Ödem, Augenödem, lokalisiertes Ödem und Gesichtsödem
- Brustschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schüttelfrost
- Erkrankung der Schleimhäute
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erhöhung der Alanin-Aminotransferase
- Erhöhung der Aspartat-Aminotransferase
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gewichtsverlust
- Erhöhung des Bilirubins im Blut
- Erhöhung des Kreatinins im Blut
- Erhöhung der Lipase
- Erniedrigte Zahl weißer Blutkörperchen, erniedrigte Neutrophilenzahl und erniedrigte Leukozytenzahl
- TSH-Erhöhung im Blut
- Erhöhung der Amylase
- Erhöhung der Formylglutamat-Formyltransferase (gammaGT)
- Blutdruckerhöhung
- Erhöhte Harnstoffwerte im Blut
- Abnormaler Leberfunktionstest
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erhöhung der Leberenzyme
- Erniedrigte Glucosewerte im Blut
- Verlängertes QT-Intervall im Elektrokardiogramm
- Erhöhung der Transaminasenwerte
- Abnormer Schilddrüsenfunktionstest
- Erhöhung des diastolischen Blutdrucks
- Erhöhung des systolischen Blutdrucks
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Behandlungsbedingte Nebenwirkungen, von denen in Weichteilsarkom-Studien (n = 382) oder nach der Markteinführung berichtet wurde
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Zahnfleischinfektion
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Tumorschmerzen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leukopenie
- Thrombozytopenie
- Neutropenie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Thrombotische Mikroangiopathie (einschließlich thrombotisch thrombozytopenische Purpura und hämolytisch-urämisches Syndrom)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Endokrine Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypothyreose
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- verminderter Appetit
- Hypoalbuminämie
- Häufigkeitsangaben basieren auf den Laborwert-Tabellen aus der Studie VEG110727 (N = 240); diese wurden als unerwünschte Ereignisse weniger häufig von den Prüfärzten gemeldet als in den Laborwert-Tabellen angegeben
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dehydratation
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypomagnesiämie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Tumorlyse-Syndrom
- im Zusammenhang mit der Behandlung stehende Nebenwirkung, die erst nach Markteinführung beobachtet wurde; die Häufigkeit kann auf der Grundlage der verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden
- Tumorlyse-Syndrom
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schlaflosigkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Geschmacksstörung
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Periphere sensorische Neuropathie
- Schwindel
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schläfrigkeit
- Parästhesie
- Zerebraler Infarkt
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verschwommenes Sehen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ereignisse Kardiale Dysfunktion, beinhalten
- linksventrikuläre Dysfunktion
- Herzinsuffizienz
- restriktive Kardiomyopathie
- Bradykardie
- Ereignisse Kardiale Dysfunktion, beinhalten
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Myokardinfarkt
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hypertonie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Venöse thromboembolische Ereignisse, beinhalten
- tiefe Venenthrombosen
- Lungenembolien
- andere Ereignisse aus dem Bereich Thrombose
- Hitzewallungen
- Hautrötungen
- Venöse thromboembolische Ereignisse, beinhalten
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hämorrhagie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Aneurysmen
- Arteriendissektionen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Nasenbluten
- Dysphonie
- Atemnot
- Husten
- Pneumothorax
- Schluckauf
- Lungenblutung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schmerzen im Mund- und Rachenraum
- Bronchialblutung
- Rhinorrhoe
- Hämoptyse
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Interstitielle Lungenerkrankung/Pneumonitis
- in Zusammenhang mit der Behandlung stehende Nebenwirkung, die nach der Markteinführung berichtet wurde (Spontanberichte und schwerwiegende Nebenwirkungen aus allen klinischen Studien mit Pazopanib)
- Interstitielle Lungenerkrankung/Pneumonitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Durchfall
- Übelkeit
- Erbrechen
- Bauchschmerzen, Oberbauchschmerzen und Unterbauchschmerzen
- Stomatitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Blähbauch
- Mundtrockenheit
- Dyspepsie
- Blutungen im Mund
- Flatulenz
- Anale Blutung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gastrointestinale Blutung
- Rektalblutung
- Enterokutane Fistel
- Magenblutung
- Melaena
- Ösophagusblutung
- Peritonitis
- Retroperitoneale Blutung
- Blutung im oberen Gastrointestinaltrakt
- Dünndarmperforation
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Abnormale Leberfunktion
- ohne Häufigkeitsangabe
- Leberversagen
- im Zusammenhang mit der Behandlung stehende Nebenwirkung, die erst nach Markteinführung beobachtet wurde; die Häufigkeit kann auf der Grundlage der verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden
- Leberversagen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Muskuloskeletale Schmerzen
- Myalgie
- Muskelspasmen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Arthralgie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Verfärbung der Haare
- Hypopigmentierung der Haut
- Exfolativer Hautausschlag
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Haarausfall
- Hauterkrankung
- bei der Mehrzahl dieser Fälle handelte es sich um ein palmar-plantares Erythrodysästhesie-Syndrom
- trockene Haut
- Hyperhidrose
- Nagelerkrankung
- Juckreiz
- Erythem
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautgeschwür
- Hautausschlag
- Photosensibilisierungsreaktion
- Palmar-plantares Erythrodysästhesie-Syndrom
- Papulöser Hautausschlag
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Proteinurie
- Vaginalblutung
- Menorrhagie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Fatigue
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ödem, peripheres Ödem und Augenlidödem
- Brustschmerzen
- Schüttelfrost
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schleimhautentzündung
- im Zusammenhang mit der Behandlung stehende Nebenwirkung, die erst nach Markteinführung beobachtet wurde; die Häufigkeit kann auf der Grundlage der verfügbaren Daten nicht abgeschätzt werden
- Asthenie
- Schleimhautentzündung
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gewichtsverlust
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchung der Ohren, der Nase und des Rachens abnormal (überwiegend Mukositis)
- Erhöhung der Alanin-Aminotransferase
- Blut-Cholesterin abnormal
- Erhöhung der Aspartat-Aminotransferase
- Erhöhung der Formylglutamat-Formyltransferase (gammaGT)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erhöhung des Bilirubins im Blut
- Aspartat-Aminotransferase
- Alanin-Aminotransferase
- Erniedrigte Thrombozytenwerte
- Verlängertes QT-Intervall im Elektrokardiogramm
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
wichtigste schwerwiegende Nebenwirkungen (alle mit Häufigkeit < 1% der behandelten Patienten):
- transitorische ischämische Attacken
- ischämische Schlaganfälle
- myokardiale Ischämien
- kardiale Dysfunktion
- gastrointestinale Perforationen und Fisteln
- QT-Verlängerung
- pulmonale, gastrointestinale und zerebrale Blutungen
andere bedeutsame schwerwiegende Nebenwirkungen, die in den Weichteilsarkom-Studien identifiziert wurden
- venöse thromboembolische Ereignisse
- linksventrikuläre Dysfunktionen
- Pneumothorax
tödlich verlaufende Ereignisse, die als möglicherweise im Zusammenhang mit Pazopanib stehend eingestuft wurden:
- gastrointestinale Blutungen
- Lungenblutungen / Hämoptysen
- Leberfunktionsstörungen
- intestinale Perforationen
- ischämische Schlaganfälle
Anwendungshinweise
- Einnahme auf nüchternem Magen
- entweder mind. 1 Stunde vor oder mind. 2 Stunden nach einer Mahlzeit
- Filmtabletten unzerkaut einnehmen, nicht zerbrechen oder zerkleinern
Stillzeithinweise
Pazopanib - peroral
- während der Behandlung mit Pazopanib sollte nicht gestillt werden
- Sicherheit einer Anwendung von Pazopanib in der Stillzeit nicht erwiesen
- nicht bekannt, ob Pazopanib in die Muttermilch übergeht
- tierexperimentellen Studien
- keine tierexperimentellen Daten zum Übergang von Pazopanib in die Muttermilch vorliegend
- Risiko für den Säugling kann nicht ausgeschlossen werden
Schwangerschaftshinweise
Pazopanib - peroral
- Pazopanib darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden,
- es sei denn, dass eine Behandlung mit Pazopanib aufgrund des klinischen Zustandes der Patientin erforderlich ist
- bisher keine hinreichenden Erfahrungen mit der Anwendung von Pazopanib bei Schwangeren
- falls Pazopanib während der Schwangerschaft angewendet wird, oder wenn eine Patientin unter Pazopanib schwanger wird, sollte die Patientin über das potentielle Risiko für das ungeborene Kind aufgeklärt werden
- tierexperimentelle Studien
- haben Reproduktionstoxizität gezeigt
- potenzielles Risiko für den Menschen nicht bekannt
- Frauen im gebärfähigen Alter
- müssen darauf hingewiesen werden, während der Behandlung und mindestens 2 Wochen nach der letzten Pazopanib-Dosis eine zuverlässige Verhütungsmethode zu verwenden und während der Behandlung mit Pazopanib eine Schwangerschaft zu vermeiden
- männliche Patienten (einschl. vasektomierte Patienten)
- während der Einnahme von Pazopanib und mind. 2 Wochen nach der letzten Pazopanib-Dosis beim Geschlechtsverkehr Kondome verwenden, um eine potentielle Arzneimittelexposition von Schwangeren und Frauenim gebärfähigen Alter zu vermeiden
- Fertilität
- tierexperimentelle Studien
- haben gezeigt, dass die männliche oder weibliche Fertilität durch die Behandlung mit Pazopanib beeinträchtigt sein kann
- tierexperimentelle Studien
Warnhinweise
Pazopanib - peroral
- Wirkungen auf die Leber
- Fälle von Leberversagen (einschließlich solche mit tödlichem Ausgang) sind während der Anwendung von Pazopanib beschrieben worden
- bei Patienten mit leichter bis mäßiger Leberfunktionsstörung:
- Gabe von Pazopanib mit Vorsicht und unter engmaschiger Kontrolle
- Patienten mit geringfügigen Leberwertveränderungen im Serum (entweder Bilirubin im Normalbereich und jeglicher Anstieg von ALAT oder Erhöhung des Bilirubins bis zum 1,5-Fachen des oberen Normalwerts (ULN) unabhängig vom ALAT -Wert):
- empfohlene Dosis 800 mg Pazopanib 1mal / Tag
- bei Patienten mit mäßiger Leberfunktionsstörung (Anstieg des Bilirubins > 1,5 bis 3 x ULN unabhängig vom ALAT-Wert):
- Dosisreduktion: 200 mg Pazopanib 1mal / Tag
- Patienten mit schwerer Leberfunktionsstörung (Gesamt-Bilirubin > 3 x ULN unabhängig vom ALAT-Wert):
- Anwendung nicht empfohlen
- Exposition nach einer 200 mg - Dosis ist bei diesen Patienten merklich vermindert, jedoch sehr variabel mit Werten, die als nicht ausreichend für die Erzielung einer klinisch relevanten Wirkung angesehen werden
- in klinischen Studien mit Pazopanib wurden Anstiege von Transaminasen (ALAT [GPT], ASAT [GOT]) und Bilirubin im Serum beobachtet
- in der Mehrzahl der Fälle wurde über isolierte ALAT (GPT)- und ASAT (GOT)-Anstiege ohne gleichzeitige Erhöhungen der alkalischen Phosphatase oder des Bilirubins berichtet
- Patienten im Alter von über 60 Jahren können ein höheres Risiko für leichte (> 3 x ULN) bis schwerwiegende (> 8 x ULN) ALAT (GPT)-Anstiege haben
- Patienten, die das HLA-B*57:01-Allel tragen, haben ein erhöhtes Risiko für mit Pazopanib assoziierte ALAT (GPT)-Erhöhungen
- die Leberfunktion sollte, unabhängig von Genotyp oder Alter, bei allen Patienten, die Pazopanib erhalten, regelmäßig überwacht werden
- Serum-Leberfunktionsuntersuchungen sollten durchgeführt werden
- vor Beginn der Behandlung mit Pazopanib und danach in den Wochen 3, 5, 7 und 9
- danach sollten Untersuchungen in den Monaten 3 und 4 durchgeführt werden, und wie klinisch indiziert
- regelmäßige Überwachung sollte auch nach Monat 4 weiterhin durchgeführt werden
- Patienten mit Transaminasen-Erhöhung zwischen 3 und 8 x ULN
- Fortsetzung der Pazopanib-Behandlung unter wöchentlicher Überwachung der Leberfunktion, bis die Transaminasen wieder auf Grad 1 oder auf die Ausgangswerte zurückgegangen sind
- Patienten mit Transaminase-Erhöhungen > 8 x ULN sollten Pazopanib absetzen, bis diese wieder auf Grad 1 oder den Ausgangswert gefallen sind
- wenn der mögliche Nutzen einer Wiederaufnahme der Pazopanib-Behandlung das Risiko einer Hepatoxizität überwiegt,
- dann Behandlung mit Pazopanib in einer reduzierten Dosis von 400mg Pazopanib / Tag und
- mit wöchentlichen Durchführung von Leberfunktionstests über 8 Wochen wiederaufnehmen
- wenn nach Wiederaufnahme der Pazopanib-Behandlung erneut Transaminase-Erhöhungen > 3 x ULN auftreten
- Pazopanib dauerhaft absetzen
- wenn der mögliche Nutzen einer Wiederaufnahme der Pazopanib-Behandlung das Risiko einer Hepatoxizität überwiegt,
- wenn Transaminase-Erhöhungen > 3 x ULN zusammen mit Bilirubin-Erhöhungen > 2 x ULN
- Pazopanib dauerhaft absetzen
- Patienten solange überwachen, bis die Werte auf Grad 1 oder auf den Ausgangswert gefallen sind
- Pazopanib ist ein UGT1A1-Inhibitor. Eine leichte „indirekte" (unkonjugiertes Bilirubin) Hyperbilirubinämie kann bei Patienten mit Gilbert-Syndrom auftreten
- Patienten mit lediglich leichter „indirekter" Hyperbilirubinämie, bekanntem oder vermutetem Gilbert-Syndrom und ALAT (GPT)-Erhöhungen > 3 x ULN sollten entsprechend den bei isolierten ALAT (GPT)-Erhöhungen beschriebenen Empfehlungen überwacht werden
- Patienten mit Transaminasen-Erhöhung zwischen 3 und 8 x ULN
- gleichzeitige Anwendung von Pazopanib und Simvastatin
- erhöht das Risiko von ALAT (GPT)-Erhöhungen
- sollte nur mit Vorsicht und unter engmaschiger Überwachung durchgeführt werden
- Hypertonie
- in klinischen Studien Fälle von Bluthochdruck, einschließlich neu diagnostizierter symptomatischer Episoden (hypertensive Krise) berichtet
- vor Behandlungsbeginn mit Pazopanib sollte der Blutdruck gut eingestellt sein
- Patienten frühzeitig nach Beginn der Behandlung (nicht länger als eine Woche nach Beginn der Pazopanib-Therapie) und danach regelmäßig auf eine Hypertonie hin überwachen, um eine engmaschige Blutdruckkontrolle sicherzustellen
- erhöhte Blutdruckwerte (systolischer Blutdruck >= 150 mmHg oder diastolischer Blutdruck >= 100 mmHg) traten frühzeitig im Verlauf der Behandlung auf (ungefähr 40 % der Fälle traten bis Tag 9 und ungefähr 90 % der Fälle in den ersten 18 Wochen auf)
- Blutdruck engmaschig überwachen und umgehend mithilfe einer Kombination aus blutdrucksenkender Therapie und Anpassung der Pazopanib-Dosis (Unterbrechung und Wiedereinleitung mit einer verringerten Dosis nach klinischer Einschätzung) einstellen
- Pazopanib sollte abgesetzt werden
- wenn Hinweise für eine hypertensive Krise bestehen
- wenn die Hypertonie schwerwiegend ist und trotz blutdrucksenkende Therapie und Dosisreduktion von Pazopanib fortbesteht
- Posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom (PRES) / Reversibles posteriores Leukoenzephalopathie-Syndrom (RPLS)
- PRES / RPLS im Zusammenhang mit Pazopanib beobachtet
- PRES / RPLS kann sich mit Kopfschmerzen, Bluthochdruck, Krampfanfällen, Teilnahmslosigkeit, Verwirrtheit, Erblindung und anderen visuellen oder neurologischen Störungen manifestieren und kann zum Tod führen
- Patienten, die PRES / RPLS entwickeln, sollten Pazopanib dauerhaft absetzen
- Interstitielle Lungenerkrankung (ILK) / Pneumonie
- über eine ILK, die tödlich verlaufen kann, wurde im Zusammenhang mit Pazopanib berichtet
- Patienten auf pulmonale Symptome, die auf eine ILK / Pneumonie hinweisen, überwachen
- Pazopanib bei Patienten, die eine ILK / Pneumonie entwickeln, absetzen
- Kardiale Dysfunktion / Herzinsuffizienz
- Patienten mit vorbestehender kardialer Dysfunktion
- vor Therapiebeginn sollten die Risiken gegen den Nutzen einer Pazopanib- Behandlung abgewogen werden
- Sicherheit und Pharmakokinetik von Pazopanib bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Herzinsuffizienz oder mit einer linksventrikulären Auswurffraktion (LVEF) unterhalb des Normbereichs bisher nicht untersucht
- in klinischen Studien Fälle kardialer Dysfunktionen wie Stauungsinsuffizienz und verringerte linksventrikuläre Auswurffraktion (LVEF) beobachtet
- Ausgang
- die in klinischen Studien betroffenen Patienten (15):
- LVEF erholte sich vollständig bei 4 aus 15
- LVEF erholte sich teilweise bei 5 aus 15
- LVEF erholte sich bei 1 Patienten nicht
- für 5 verbleibende Patienten keine Daten zur Nachbeobachtung vorliegend
- die in klinischen Studien betroffenen Patienten (15):
- Ausgang
- mögliche Risikofaktoren:
- Bluthochdruck, der die kardiale Dysfunktion bei diesen Risikopatienten durch Erhöhung der kardialen Nachlast verstärkt haben könnte
- vorangegangene Anthrazyklin-Therapie, könnte ein Risikofaktor für eine kardiale Dysfunktion sein
- Management
- bei Patienten mit signifikanter Verringerung der LVEF sollte eine Unterbrechung und / oder Dosisreduktion der Pazopanib- Therapie erfolgen und mit einer Bluthochdruckbehandlung (falls bereits bestehend, siehe Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen im Abschnitt Hypertonie) wie klinisch indiziert kombiniert werden
- Patienten sollten engmaschig auf klinische Anzeichen oder Symptome einer Herzinsuffizienz hin überwacht werden
- Patienten mit Risiko für eine kardiale Dysfunktion
- LVEF-Kontrollen zu Beginn der Behandlung und danach in regelmäßigen Abständen empfohlen
- Patienten mit vorbestehender kardialer Dysfunktion
- QT-Verlängerung und Torsade de Pointes
- in klinischen Studien mit Pazopanib sind QT-Verlängerungen und Torsade de Pointes aufgetreten
- Anwendung mit Vorsicht
- bei Patienten mit QT-Intervall-Verlängerung in der Vorgeschichte
- bei Patienten, die Antiarrhythmika oder andere Arzneimittel einnehmen, die zu einem verlängerten QT-Intervall führen können
- sowie bei relevanten kardialen Vorerkrankungen
- wenn Pazopanib angewendet wird, zu Beginn und während der Behandlung regelmäßige EKG-Kontrollen sowie eine Aufrechterhaltung der Elektrolytkonzentrationen (z.B. Kalzium, Magnesium, Kalium) im Normalbereich empfohlen
- Arterielle thrombotische Ereignisse
- in klinischen Studien mit Pazopanib wurden Myokardinfarkte, ischämische Schlaganfälle und transitorische ischämische Attacken beobachtet (einschl. tödlicher Fälle)
- Pazopanib sollte bei Patienten mit einem erhöhten Risiko für eines dieser Ereignisse mit Vorsicht angewendet werden
- Gabe von Pazopanib ist bei Patienten mit einem solchen Ereignis in den vorangegangenen 6 Monaten nicht untersucht worden
- Behandlungsentscheidung sollte individuell auf der Grundlage einer Nutzen-Risiko-Abschätzung für den einzelnen Patienten erfolgen
- Venöse thromboembolische Ereignisse
- in klinischen Studien mit Pazopanib venöse thromboembolische Ereignisse einschließlich Venenthrombose und tödlich verlaufende Lungenembolie beobachtet
- Ereignisse wurden sowohl in den Nierenzellkarzinom-Studien als auch in den Weichteilsarkom-Studien beobachtet, die Inzidenz war in der Weichteilsarkom-Population (5%) höher als in der RCC-Population (2 %)
- Thrombotische Mikroangiopathie
- Berichte über eine thrombotische Mikroangiopathie (TMA) in klinischen Studien mit Pazopanib als Monotherapie, in Kombination mit Bevacizumab und in Kombination mit Topotecan
- Patienten, die eine TMA entwickeln, sollten Pazopanib dauerhaft absetzen
- Reversibilität der Auswirkungen der TMA wurde nach Absetzen der Behandlung beobachtet
- Pazopanib ist nicht für die Anwendung in Kombination mit anderen Wirkstoffen angezeigt
- Hämorrhagische Ereignisse
- Berichte über hämorrhagische Ereignisse in klinischen Studien mit Pazopanib
- Pazopanib ist nicht bei Patienten mit Hämoptysen, zerebralen oder klinisch signifikanten gastrointestinalen (GI) Hämorrhagien in den vorausgegangenen 6 Monaten untersucht worden
- Pazopanib sollte bei Patienten mit einem erheblichen Hämorrhagie-Risiko mit Vorsicht angewendet werden
- Aneurysmen und Arteriendissektionen
- die Verwendung von VEGF-Signalweg-Hemmern bei Patienten mit oder ohne Hypertonie kann die Entstehung von Aneurysmen und/oder Arteriendissektionen begünstigen
- vor Beginn der Behandlung mit Pazopanib sollte dieses Risiko bei Patienten mit Risikofaktoren wie Hypertonie oder Aneurysmen in der Vorgeschichte sorgfältig abgewogen werden
- Gastrointestinale Perforationen und Fisteln
- in klinischen Studien mit Pazopanib sind Fälle von gastrointestinalen (GI) Perforationen oder Fisteln aufgetreten (einschl. tödlich verlaufender Perforationen)
- Pazopanib bei Patienten mit einem Risiko für gastrointestinale (GI) Perforationen oder Fisteln mit Vorsicht anwenden
- Wundheilung
- keine formellen Studien zur Wirkung von Pazopanib auf die Wundheilung durchgeführt
- da Inhibitoren des vaskulären endothelialen Wachstumsfaktors (VEGF) die Wundheilung verzögern können, sollte eine Behandlung mit Pazopanib mindestens 7 Tage vor einer geplanten Operation beendet werden
- Entscheidung zur Wiederaufnahme der Pazopanib-Behandlung nach einer Operation sollte auf der Grundlage einer klinischen Beurteilung einer zufriedenstellenden Wundheilung getroffen werden
- Pazopanib sollte bei Patienten mit Wunddehiszenz abgesetzt werden
- Hypothyreose
- in klinischen Studien mit Pazopanib wurde über Fälle von Hypothyreosen berichtet
- Laboruntersuchung der Schilddrüsenfunktion vor Behandlungsbeginn empfohlen
- Patienten mit Schilddrüsenunterfunktion sollten gemäß der gängigen klinischen Praxis vor Beginn der Behandlung mit Pazopanib behandelt werden
- alle Patienten engmaschig auf Anzeichen und Symptome einer Schilddrüsenfehlfunktion während der Behandlung mit Pazopanib überwachen
- Laboruntersuchungen der Schilddrüsenfunktion sollten regelmäßig durchgeführt und entsprechend der gängigen klinischen Praxis gehandhabt werden
- Proteinurie
- in klinischen Studien mit Pazopanib wurde über Proteinurie berichtet
- Urinanalyse zu Beginn und in regelmäßigen Abständen während der Behandlung empfohlen
- Patienten sollten auf eine Verschlechterung einer Proteinurie hin überwacht werden
- Pazopanib sollte abgesetzt werden, wenn der Patient eine Proteinurie vom Grad 4 entwickelt
- Tumorlyse-Syndrom (TLS)
- das Auftreten von TLS, einschließlich TLS mit tödlichem Ausgang, wurde mit der Anwendung von Pazopanib in Zusammenhang gebracht
- Patienten mit einem erhöhten Risiko für TLS sind Patienten mit
- rasch wachsenden Tumoren
- einer hohen Tumorlast
- Nierenfunktionsstörungen
- Dehydration
- vor Beginn der Behandlung mit Pazopanib sollten vorbeugende Maßnahmen, wie die Behandlung hoher Harnsäurespiegel und eine intravenöse Flüssigkeitszufuhr, in Betracht gezogen werden
- Risikopatienten sollten engmaschig überwacht und wie klinisch erforderlich behandelt werden
- Pneumothorax
- Fälle von Pneumothorax beobachtet in klinischen Studien beim fortgeschrittenen Weichteilsarkom
- Patienten unter einer Pazopanib- Therapie sollten engmaschig auf Anzeichen und Symptome für einen Pneumothorax hin überwacht werden
- Kinder < 2 Jahre
- Pazopanib sollte nicht bei Kindern unter 2 Jahren gegeben werden
- aufgrund der Wirkungsweise starker Einfluss auf das Organwachstum und die Reifung während der frühen postnatalen Entwicklung bei Nagern
- Infektionen
- Berichte über Fälle schwerer Infektionen (mit oder ohne Neutropenie), in einigen Fällen auch mit tödlichem Ausgang
- Kombination mit anderen systemischen Anti-Tumor-Therapien
- klinische Studien mit Pazopanib in Kombination mit einigen anderen Anti-Tumor-Therapien (wiebeispielsweise Pemetrexed, Lapatinib oder Pembrolizumab) wurden wegen Bedenken über erhöhteToxizitäten und/oder Mortalität vorzeitig beendet
- eine sichere und wirksame Kombinationsdosis für diese Schemata konnte nicht festgelegt werden
- Schwangerschaft
- tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt
- falls Pazopanib während der Schwangerschaft angewendet wird, oder wenn eine Patientin unter Pazopanib schwanger wird, sollte die Patientin über das potenzielle Risiko für das ungeborene Kind aufgeklärt werden
- Frauen im gebärfähigen Alter müssen darauf hingewiesen werden, während der Behandlung mit Pazopanib eine Schwangerschaft zu vermeiden
- Wechselwirkungen
- gleichzeitige Behandlung mit starken CYP3A4-, P-glycoprotein (P-gp)- und Brustkrebsresistenz-Protein (BCRP)-Inhibitoren sollte wegen der Gefahr einer erhöhten Pazopanib-Exposition vermieden werden
- Wahl alternativ zu verabreichender Arzneimittel mit keinem oder nur geringem Potenzial, CYP3A4, P-gp oder BCRP zu hemmen, sollte in Betracht gezogen werden.
- gleichzeitige Behandlung mit CYP3A4- Induktoren
- sollte wegen der Gefahr einer verringerten Pazopanib-Exposition vermieden werden
- bei gleichzeitiger Behandlung mit Ketoconazol wurden Fälle von Hyperglykämie beobachtet
- gemeinsame Gabe von Pazopanib mit Uridindiphosphat-Glucuronosyl-Transferase 1A1 (UGT1A1)-Substraten (z. B. Irinotecan) sollte mit Vorsicht erfolgen, da Pazopanib ein UGT1A1-Inhibitor ist
- gleichzeitige Behandlung mit starken CYP3A4-, P-glycoprotein (P-gp)- und Brustkrebsresistenz-Protein (BCRP)-Inhibitoren sollte wegen der Gefahr einer erhöhten Pazopanib-Exposition vermieden werden
- Nahrungsmittel
- Grapefruitsaft sollte während der Behandlung mit Pazopanib gemieden werden