Vyvgart 20 mg/ml Konzen.z.Herst.e.Infusionsloe.
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 20 ML | 7437,15 € |
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Indikation
- zusätzlich zur Standardtherapie zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit generalisierter Myasthenia gravis (gMG), die Anti-Acetylcholin-Rezeptor (AChR)-Antikörper positiv sind
Dosierung
Basiseinheit: eine Durchstechflasche enthält 400 mg Efgartigimod alfa / 20 ml (20 mg / ml)
- zusätzlich zur Standardtherapie zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit generalisierter Myasthenia gravis (gMG), die Anti-Acetylcholin-Rezeptor (AChR)-Antikörper positiv sind
- 10 mg Efgartigimod alfa / kg als einstündige intravenöse Infusion 1mal / Woche über 4 Wochen (1 Zyklus)
- weitere Behandlungszyklen entsprechend der klinischen Beurteilung durchführen
- Häufigkeit der Behandlungszyklen kann je nach Patient variieren
- im klinischen Entwicklungsprogramm wurden nachfolgende Behandlungszyklen frühestens 7 Wochen nach der ersten Infusion des vorherigen Zyklus durchgeführt
- Patienten >/= 120 kg Körpergewicht
- 3 Durchstechflaschen (1200 mg Efgartigimod alfa) je Infusion
- versäumte Dosis
- wenn eine geplante Infusion nicht möglich ist
- Behandlung bis zu 3 Tage vor oder nach dem geplanten Zeitpunkt durchführen
- danach ursprüngliches Dosierungsschema wieder aufnehmen, bis der Behandlungszyklus abgeschlossen ist
- wenn eine Dosis um mehr als 3 Tage verschoben werden muss
- Dosis nicht geben, um sicherzustellen, dass die Gabe von zwei aufeinanderfolgenden Dosen im Abstand von mind. 3 Tagen stattfindet
- wenn eine geplante Infusion nicht möglich ist
- ältere Patienten >/= 65 Jahre
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Nierenfunktionsstörung
- leichte Nierenfunktionsstörung
- begrenzte Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit
- keine Dosisanpassung erforderlich
- mäßige oder schwere Nierenfunktionsstörung
- sehr begrenzte Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit
- leichte Nierenfunktionsstörung
- Leberfunktionsstörung
- keine Daten
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Kinder und Jugendliche
- Sicherheit und Wirksamkeit von bisher noch nicht erwiesen
- keine Daten
Kontraindikationen
Efgartigimod alfa - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Efgartigimod alfa
Nebenwirkungen
Efgartigimod alfa - invasiv
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Infektionen der oberen Atemwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Harnwegsinfektionen
- Bronchitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Infektionen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- anaphylaktische Reaktion (Spontanmeldungen bei intravenöser Anwendung)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Myalgie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Reaktionen an der Injektionsstelle (nur bei subkutaner Anwendung), z.B.
- Ausschlag an der Injektionsstelle
- Erythem an der Injektionsstelle
- Juckreiz an der Injektionsstelle
- Schmerzen an der Injektionsstelle
- Reaktionen an der Injektionsstelle (nur bei subkutaner Anwendung), z.B.
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerz im Zusammenhang mit dem Verfahren (nur bei intravenöser Anwendung)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Anwendung von Efgartigimod alfa nur von medizinischem Fachpersonal und unter Aufsicht eines in der Behandlung von Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen erfahrenen Arztes
- Anwendung nur als intravenöse Infusion
- nicht als intravenöse Push- oder Bolusinjektion anwenden
- vor der Anwendung Verdünnung mit Natriumchlorid 9 mg / ml (0,9 %) Injektionslösung
- Infusion über einen Zeitraum von einer Stunde
- vor der Anwendung sollte jederzeit eine geeignete Behandlung für infusions- und überempfindlichkeitsbedingte Reaktionen verfügbar sein
- im Falle von Infusionsreaktionen: Infusion langsamer verabreichen, unterbrechen oder absetzen
- weitere Hinweise zur Verdünnung und Anwendung s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Efgartigimod alfa - invasiv
- die Behandlung stillender Frauen mit Efgartigimod alfa sollte nur in Erwägung gezogen werden, wenn der klinische Nutzen die Risiken überwiegt
- es liegen keine Informationen über das Vorhandensein von Efgartigimod alfa in der Muttermilch, über Auswirkungen auf das gestillte Kind oder über Auswirkungen auf die Milchproduktion vor
- es wurden keine tierexperimentellen Studien zum Übergang von Efgartigimod alfa in die Milch durchgeführt
- daher kann eine Ausscheidung in die Muttermilch nicht ausgeschlossen werden
- es ist bekannt, dass maternales IgG in der Muttermilch vorhanden ist
Schwangerschaftshinweise
Efgartigimod alfa - invasiv
- die Behandlung schwangerer Frauen sollte nur in Erwägung gezogen werden, wenn der klinische Nutzen die Risiken überwiegt
- es liegen keine Daten zur Anwendung von Efgartigimod alfa während der Schwangerschaft vor
- es ist bekannt, dass Antikörper, einschließlich therapeutischer monoklonaler Antikörper, aktiv durch die Plazenta transportiert werden (nach 30 Schwangerschaftswochen), indem sie an den FcRn binden
- Efgartigimod alfa kann von der Mutter auf den sich entwickelnden Fötus übertragen werden
- da davon auszugehen ist, dass Efgartigimod alfa die mütterlichen Antikörperspiegel senkt und außerdem die Übertragung mütterlicher Antikörper auf den Fötus hemmt, ist eine Verringerung des passiven Schutzes des Neugeborenen zu erwarten
- daher sind Risiken und Nutzen der Gabe von lebenden / lebend-attenuierten Impfstoffen an Säuglinge, die Efgartigimod alfa in utero ausgesetzt waren, abzuwägen
- Fertilität
- es liegen keine Daten zur Wirkung von Efgartigimod alfa auf die Fertilität beim Menschen vor
- tierexperimentelle Studien
- ließen keinen Einfluss von Efgartigimod alfa auf männliche und weibliche Fertilitätsparameter erkennen
Warnhinweise
Efgartigimod alfa - invasiv
- Rückverfolgbarkeit
- um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden
- Patienten der Klasse V gemäß der Myasthenia Gravis Foundation of America (MGFA)
- die Behandlung von Patienten der MGFA-Klasse V (d. h. myasthene Krise), definiert als Intubation mit oder ohne mechanische Beatmung, außer im Rahmen der routinemäßigen postoperativen Versorgung, mit Efgartigimod alfa wurde nicht untersucht
- es sind die Reihenfolge der Einleitung etablierter Therapien zur Behandlung der MG-Krise und der Gabe von Efgartigimod alfa sowie deren potenzielle Wechselwirkungen zu berücksichtigen
- Infektionen
- da Efgartigimod alfa eine vorübergehende Verringerung des IgG-Spiegels verursacht, kann sich das Infektionsrisiko erhöhen
- die häufigsten in klinischen Studien beobachteten Infektionen waren Infektionen der oberen Atemwege und Harnwegsinfektionen
- Patienten sollten während der Behandlung auf klinische Anzeichen und Symptome von Infektionen überwacht werden
- bei Patienten mit einer aktiven Infektion
- sollte das Nutzen-Risiko-Verhältnis einer Fortsetzung oder Unterbrechung der Behandlung mit Efgartigimod alfa bis zum Abklingen der Infektion berücksichtigt werden
- beim Auftreten schwerwiegender Infektionen
- sollte in Betracht gezogen werden, die Behandlung mit Efgartigimod alfa zu verschieben, bis die Infektion abgeklungen ist
- Infusionsreaktionen
- es können Infusionsreaktionen wie Ausschlag oder Pruritus auftreten
- in der klinischen Studie waren diese leicht bis mittelschwer und führten nichtzum Abbruch der Behandlung
- Patienten sollten während der Gabe und eine Stunde danach auf klinische Anzeichen und Symptome von Reaktionen im Zusammenhang mit einer Infusion überwacht werden
- im Falle des Auftretens einer Reaktion
- sollte je nach Schweregrad der Reaktion die Infusion langsamer verabreicht, unterbrochen oder abgesetzt werden
- sollten geeignete unterstützende Maßnahmen eingeleitet werden
- nach dem vollständigen Abklingen der Reaktion
- kann die Anwendung vorsichtig und auf Grundlage der klinischen Bewertung fortgesetzt werden
- es können Infusionsreaktionen wie Ausschlag oder Pruritus auftreten
- Injektionsreaktionen
- in den klinischen Studien wurden Injektionsreaktionen wie Ausschlag oder Pruritus berichtet
- diese waren leicht bis mittelschwer
- Überwachung
- die ersten Anwendungenmüssen unter Aufsicht eines Arztes durchgeführt werden
- Patienten sollten nach der Anwendung für 30 Minuten auf klinische Anzeichen und Symptome von Injektionsreaktionen überwacht werden
- im Falle des Auftretens einer Reaktion
- sollten je nach Schweregrad der Reaktion geeignete unterstützende Maßnahmen eingeleitet werden
- nachfolgende Injektionen können auf Grundlage der klinischen Bewertung vorsichtig durchgeführt werden
- in den klinischen Studien wurden Injektionsreaktionen wie Ausschlag oder Pruritus berichtet
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- nach der Markteinführung wurden Fälle von anaphylaktischen Reaktionen gemeldet (bei intravenöser Anwendung)
- bei Verdacht auf eine anaphylaktische Reaktion
- Verabreichung sofort abbrechen und eine angemessene medizinische Behandlung einleiten
- Patienten sollten über die Anzeichen und Symptome von Überempfindlichkeitsreaktionen und anaphylaktischen Reaktionen informiert und darauf hingewiesen werden, dass sie sich beim Auftreten solcher Reaktionen unverzüglich an ihren Arzt wenden sollten
- Immunisierungen
- alle Impfstoffe sind gemäß den Immunisierungsrichtlinien anzuwenden
- Sicherheit der Immunisierung mit Lebendimpfstoffen oder attenuierten Lebendimpfstoffen und die Reaktion auf die Immunisierung mit diesen Impfstoffen während der Behandlung mit Efgartigimod alfa sind nicht bekannt
- bei Patienten, die mit Efgartigimod alfa behandelt werden, wird im Allgemeinen eine Impfung mit Lebendimpfstoffen oder attenuierten Lebendimpfstoffen nicht empfohlen
- wenn eine Impfung mit Lebendimpstoffen oder attenuierten Lebendimpfstoffen erforderlich ist, sollten diese Impfstoffe mindestens 4 Wochen vor der nächsten Behandlung und mindestens 2 Wochen nach der letzten Dosis Efgartigimod alfa gegeben werden
- andere Impfstoffe können nach Bedarf zu jedem Zeitpunkt während der Behandlung mit Efgartigimod alfa angewendet werden
- Immunogenität
- doppelblinde, placebokontrollierte Studie
- in der doppelblinden, placebokontrollierten Studie wurden bei 25 / 165 Patienten (15 %) mit generalisierter Myasthenia gravis (gMG) vorbestehende Antikörper nachgewiesen, die an Efgartigimod alfa binden
- bei 17 / 83 Patienten (21 %) wurden behandlungsinduzierte Antikörper gegen Efgartigimod alfa nachgewiesen
- bei 3 dieser 17 Patienten persistierten die behandlungsinduzierten Anti-Wirkstoff -Antikörper (antidrug antibodies, ADA) bis zum Ende der Studie
- neutralisierende Antikörper wurden bei 6 / 83 (7 %) der mit Efgartigimod alfa Patienten nachgewiesen, einschließlich der 3 Patienten mit persistierenden, behandlungsinduzierten Anti-Wirkstoff-Antikörpern
- eine erneute Behandlung führte nicht zu einem Anstieg der Inzidenz oder der Titer von Antikörpern gegen Efgartigimod alfa
- es gab keine offensichtliche Auswirkung von Antikörpern gegen Efgartigimod alfa auf die klinische Wirksamkeit oder Sicherheit oder auf die Pharmakokinetik und pharmakodynamischen Parameter
- aktiv kontrollierte Studie ARGX-113-2001
- bei 12 / 110 Patienten (11 %) mit gMG wurden vorbestehende Antikörper nachgewiesen, die an Efgartigimod alfa binden
- bei 19 / 55 Patienten (35 %), die mit Efgartigimod alfa subkutan behandelt wurden, wurden Antikörper gegen Efgartigimod alfa nachgewiesen, verglichen mit 11 / 55 Patienten (20 %), welche die intravenöse Darreichungsform erhielten
- neutralisierende Antikörper wurden bei 2 (4 %) der mit Efgartigimod alfa subkutan behandelten Patienten nachgewiesen, und bei 2 Patienten (4 %), welche Efgartigimod alfa intravenös erhielten
- Studie ARGX-113-1802
- bei 13/317 Patienten (4,1 %) mit CIDP wurden vorbestehende Antikörper nachgewiesen, die an Efgartigimod alfa binden
- bei 20/317 der im offenen Teil der Studie (Phase A) behandelten Patienten (6,3 %) und bei 2/111 der im placebokontrollierten Teil (Phase B) behandelten Patienten (1,8 %) wurden Antikörper gegen Efgartigimod alfa nachgewiesen
- neutralisierende Antikörper wurden nur bei 1 Patienten (0,3 %) im offenen Teil der Studie nachgewiesen
- in Anbetracht der niedrigen Inzidenz neutralisierender Antikörper kann die Auswirkung von Antikörpern gegen Efgartigimod alfa auf die klinische Wirksamkeit oder Sicherheit, Pharmakokinetik und Pharmakodynamik nicht beurteilt werden
- doppelblinde, placebokontrollierte Studie
- Therapien mit Immunsuppressiva und Cholinesteraseinhibitoren
- wenn nichtsteroidale Immunsuppressiva, Corticosteroide und Cholinesteraseinhibitoren reduziert oder abgesetzt werden
- sind die Patienten engmaschig auf Anzeichen einer Krankheitsverschlechterung zu überwachen
- wenn nichtsteroidale Immunsuppressiva, Corticosteroide und Cholinesteraseinhibitoren reduziert oder abgesetzt werden