Vyxeos liposomal 44 mg/100 mg Pu.f.e.K.z.H.e.I.lsg
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| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1 ST | 6370,01 € |
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Indikation
- neu diagnostizierte therapieassoziierte akute myeloische Leukämie (t-AML) oder AML mit Myelodysplasie-assoziierten Veränderungen (AML-MRC) bei Erwachsenen
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml der rekonstituierten Lösung enthält 2,2 mg Daunorubicin und 5 mg Cytarabin im Molverhältnis 1:5 in fester Kombination in Liposomen verkapselt
- neu diagnostizierte therapiebedingte akute myeloische Leukämie (t-AML) oder AML mit myelodysplastischen Veränderungen (AML-MRC) bei Erwachsenen
- Hinweis
- kein Austausch gegen andere Daunorubicin- und / oder Cytarabin-haltige Präparate möglich
- Dosierung nach Körperoberfläche (KOF)
- erste Induktion
- Daunorubicin: 44 mg / m2 KOF
- Cytarabin 100 mg / m2 KOF
- Anwendung: Tage 1, 3 und 5
- zweite Induktion
- Daunorubicin: 44 mg / m2 KOF
- Cytarabin 100 mg / m2 KOF
- Anwendung: Tage 1 und 3
- Konsolidierung
- Daunorubicin: 29 mg / m2 KOF
- Cytarabin 65 mg / m2 KOF
- Anwendung: Tage 1 und 3
- erste Induktion
- empfohlenes Dosierungsschema für die Remissionsinduktion
- 1. Zyklus der Induktionstherapie
- Daunorubicin: 44 mg / m2 KOF
- Cytarabin 100 mg / m2 KOF
- Anwendung: Tage 1, 3 und 5 i.v. über 90 Min.
- nachfolgender Zyklus der Induktionstherapie, falls erforderlich
- Daunorubicin: 44 mg / m2 KOF
- Cytarabin 100 mg / m2 KOF
- Anwendung: Tage 1 und 3 i.v. über 90 Min;
- nachfolgender Induktionszyklus kann angezeigt sein, wenn Patient keine Krankheitsprogression und keine inakzeptable Toxizität zeigt
- mehr als ein Induktionszyklus kann zum Erreichen eines normal erscheinenden Knochenmarks erforderlich sein
- Beurteilung des Knochenmarks nach der Erholung vom vorigen Zyklus der Induktionstherapie entscheidet darüber, ob ein weiterer Induktionszyklus erforderlich ist
- Behandlung so lange fortsetzen wie der Patient profitiert oder bis die Erkrankung fortschreitet; max. 2 Induktionszyklen
- 1. Zyklus der Induktionstherapie
- empfohlenes Dosierungsschema für die Konsolidierung
- erster Konsolidierungszyklus 5 - 8 Wochen nach Beginn der letzten Induktion
- empfohlenes Dosierungsschema:
- Daunorubicin: 29 mg / m2 KOF
- Cytarabin 65 mg / m2 KOF
- Anwendungszeitraum: Tage 1 und 3 i.v. über 90 Min. als nachfolgender Zyklus der Konsolidierung, falls erforderlich
- Konsolidierungstherapie für Patienten empfohlen, die eine Remission erreicht haben und die eine absolute Neutrophilenzahl (ANC) von > 500/µl und eine Thrombozytenzahl von > 50.000/µl ohne inakzeptable Toxizität erreicht haben
- Patienten, die innerhalb von 5 - 8 -Wochen nach Beginn der ersten Konsolidierung keine Krankheitsprogression und keine inakzeptable Toxizität zeigen
- eine weitere Konsolidierung kann durchgeführt werden
- Behandlung so lange fortsetzen, wie der Patient davon profitiert oder bis die Erkrankung fortschreitet; bis zu max. 2 Konsolidierungszyklen
- empfohlene Dosisanpassungen während der Behandlung
- Überwachung auf hämatologische Reaktionen und Toxizitäten: falls nötig, Anwendung verzögern oder dauerhaft absetzen
- Patienten können gegen Übelkeit und Erbrechen vorbehandelt werden
- vor der Einleitung antihyperurikämische Therapie (z. B. Allopurinol) in Betracht ziehen
- Überempfindlichkeit
- leichte Symptome z.B. leichtes Hitzegefühl, Hautausschlag und Juckreiz
- Behandlung abbrechen und Patient überwachen (einschließlich der Überwachung der Vitalfunktionen)
- sobald Symptome abgeklungen sind: Behandlung langsam wieder aufnehmen
- Infusionsrate halbieren
- Gabe von Diphenhydramin 20 - 25 mg i.v.
- Gabe von Dexamethason 10 mg i.v.
- mäßige Symptome z.B. mäßiger Hautausschlag, leichte Atemnot, Brustkorbbeschwerden
- Behandlung abbrechen und Patient überwachen
- Gabe von Diphenhydramin 20 - 25 mg i.v.
- Gabe von Dexamethason 10 mg i.v.
- Behandlung nicht wieder aufnehmen
- wenn Patient erneut behandelt wird: Gabe in der gleichen Dosis und Infusionsrate mit Prämedikation
- schwere/lebensbedrohliche Symptome z. B. eine den Einsatz von Vasopressoren erfordernde Hypotonie, Angioödem, Bronchodilatationstherapie erfordernde Atemnot, generalisierte Urtikaria
- Behandlung abbrechen
- Gabe von Diphenhydramin 20 - 25 mg i.v.
- Gabe von Dexamethason 10 mg i.v.
- falls angezeigt, zusätzliche Gabe von Epinephrin (Adrenalin) oder Bronchodilatatoren
- Infusion nicht wieder aufnehmen
- Behandlung nicht wieder beginnen
- dauerhafter Abbruch der Behandlung
- Patient bis zum Abklingen der Symptome überwachen
- leichte Symptome z.B. leichtes Hitzegefühl, Hautausschlag und Juckreiz
- versäumte Dosis
- so schnell wie möglich nachholen und den Dosierungsplan unter Beibehaltung des Behandlungsintervalls entsprechend anpassen
- Kardiotoxizität
- vor der Behandlung Beurteilung der Herzfunktion empfohlen, insbesondere bei Patienten mit hohem Risiko für kardiale Toxizität
- bei Anzeichen oder Symptomen einer Kardiomyopathie: Behandlung absetzen; außer der Nutzen überwiegt die Risiken
- Hinweis
Dosisanpassung
- eingeschränkte Nierenfunktion
- leichte Einschränkung (Kreatinin-Clearance 60 - 89 ml / min)
- keine Dosisanpassung erforderlich
- mäßige Einschränkung (Kreatinin-Clearance 30 - 59 ml / min)
- keine Dosisanpassung erforderlich
- schwere Einschränkung (Kreatinin-Clearance < 30 ml / min)
- keine Dosisanpassung erforderlich
- terminale Nierenerkrankung, die mit Dialyse behandelt wird
- keine Erfahrungen
- leichte Einschränkung (Kreatinin-Clearance 60 - 89 ml / min)
- eingeschränkte Leberfunktion
- Bilirubinspiegel </= 50 µmol / l
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Bilirubinspiegel > 50 µmol / l
- keine Daten
- Nutzen-Risiko-Abwägung
- Bilirubinspiegel </= 50 µmol / l
- ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Kinder und Jugendliche
- außerhalb der zugelassenen Anwendungsgebiete bei Kindern und Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen im Alter von 1-21 Jahren mit rezidivierter AML in Studien untersucht
- aufgrund der geringen Größe dieser Studien nicht möglich, daraus zu folgern, dass der Nutzen der Anwendung die Risiken überwiegt
- Dosierungsempfehlung kann nicht gegeben werden
Kontraindikationen
Cytarabin und Daunorubicin - invasiv
- schwere Überempfindlichkeit gegen Cytarabin und Daunorubicin in der Vorgeschichte
Nebenwirkungen
Cytarabin und Daunorubicin - invasiv
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Infektion
- alle Schweregrade
- Infektion
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Febrile Neutropenie
- alle Schweregrade
- Febrile Neutropenie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Thrombozytopenie
- Neutropenie
- Anämie
- jeweils alle Schweregrade
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Überempfindlichkeit (einschließlich Ausschlag)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Überempfindlichkeit (einschließlich Ausschlag)
- Schweregrade 3 - 5
- Überempfindlichkeit (einschließlich Ausschlag)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Tumorlyse-Syndrom
- alle Schweregrade
- Tumorlyse-Syndrom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schlafstörungen
- Angstgefühl
- Delir
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Delir
- Schweregrade 3 - 5
- Delir
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schlafstörungen
- Schweregrade 3 - 5
- Schlafstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerz
- Schwindelgefühl
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerz
- Schweregrade 3 - 5
- Kopfschmerz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schwindelgefühl
- Schweregrade 3 - 5
- Schwindelgefühl
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Sehverschlechterung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Sehverschlechterung
- Schweregrade 3 - 5
- Sehverschlechterung
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Herzerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kardiotoxizität
- alle Schweregrade
- Arrhythmie
- inkl. Vorhofflimmern, Bradykardie
- am häufigsten berichtete Arrhythmie: Tachykardie
- Brustkorbschmerz
- Kardiotoxizität
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Arrhythmie
- Brustkorbschmerz
- jeweils Schweregrade 3 - 5
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gefässerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Blutung
- alle Schweregrade
- Hypotonie
- Hypertonie
- Blutung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypotonie
- Hypertonie
- jeweils Schweregrade 3 - 5
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Dyspnoe
- alle Schweregrade
- Husten
- Pleuraerguss
- Dyspnoe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pleuraerguss
- Schweregrade 3 - 5
- Pleuraerguss
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- Diarrhö/Kolitis
- Mukositis
- Obstipation
- Abdominalschmerz
- Appetit vermindert
- Erbrechen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Diarrhö/Kolitis
- Abdominalschmerz
- Mukositis
- Appetit vermindert
- Obstipation
- Übelkeit
- jeweils Schweregrade 3 - 5
- Dyspepsie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dyspepsie
- Erbrechen
- jeweils Schweregrade 3 - 5
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Pruritus
- Hyperhidrosis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Nächtliche Schweißausbrüche
- Alopezie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Palmar-plantares Erythrodysästhesiesyndrom
- Hyperhidrosis
- Schweregrade 3 - 5
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems
- Schweregrade 3 - 5
- Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Niereninsuffizienz
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Niereninsuffizienz
- Schweregrade 3 - 5
- Niereninsuffizienz
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Ödem
- Ermüdung
- alle Schweregrade
- Schüttelfrost
- Fieber
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Fieber
- Ödem
- jeweils Schweregrade 3 - 5
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schüttelfrost
- Schweregrade 3 - 5
- Schüttelfrost
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Zu den in Studie AAML 1421 beobachteten Nebenwirkungen bei pädiatrischen Patienten, die von den bei erwachsenen Patienten beobachteten abwichen oder stärker waren (unter Berücksichtigung der Einschränkungen bei Vergleichen zwischen Studien) gehörten
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- makulo-papulöser Ausschlag (47,4 %)
- QT-Verlängerung im Elektrokardiogramm (28,9 %)
- Early-Onset-Kardiotoxizität (definiert als > 10 %ige LVEF-Abnahme bis Abschluss-LVEF < 50 % LVEF; 21 %)
- schwere Hypokaliämie (13,2 %)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hyperglykämie (7,9 %)
- erhöhte ALT (7,9 %)
Anwendungshinweise
- Anwendung unter Aufsicht eines in der Anwendung von chemotherapeutischen Arzneimitteln erfahrenen Arztes
- Anwendung ausschließlich als intravenöse Infusion über 90 Min.
- nicht intramuskulär, intrathekal oder subkutan verabreichen
- Paravasate vermeiden, um Gewebsnekrosen zu verhindern
- Hinweise zur Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Cytarabin und Daunorubicin - invasiv
- wegen des Potenzials für schwerwiegende Nebenwirkungen bei gestillten Kindern durch Cytarabin plus Daunorubicin sollte Frauen geraten werden, während der Therapie nicht zu stillen
- nicht bekannt, ob Cytarabin plus Daunorubicin in die Muttermilch übergeht
Schwangerschaftshinweise
Cytarabin und Daunorubicin - invasiv
- aufgrund der Ergebnisse aus tierexperimentellen Studien und des Wirkmechanismus sollte Cytarabin plus Daunorubicin nicht während der Schwangerschaft angewendet werden, es sei denn
- der klinische Zustand der Frau erfordert eine Behandlung
- und rechtfertigt das potenzielle Risiko für den Fetus
- bisher keine Erfahrungen mit der Anwendung bei Schwangeren
- wenn das Arzneimittel während der Schwangerschaft angewendet wird oder wenn die Patientin während der Behandlung schwanger wird, muss sie über die potenziellen Risiken für den Fetus informiert werden
- in jedem Fall ist eine kardiologische Untersuchung und ein Blutbild bei Feten und Neugeborenen empfohlen, deren Mütter während der Schwangerschaft behandelt wurden
- gebärfähige Frauen/Empfängnisverhütung bei Männern und Frauen
- um eine Schwangerschaft auszuschließen, sollten Frauen im gebärfähigen Alter vor Beginn der Behandlung einen Schwangerschaftstest durchführen
- sowohl männliche Patienten mit Partnerinnen im gebärfähigen Alter als auch weibliche Patienten sollten während der Behandlung und nach der letzten Dosis noch 6 Monate lang eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden
- Fertilität
- präklinische Befunde deuten darauf hin, dass die männliche Fertilität durch eine Behandlung mit Cytarabin plus Daunorubicin beeinträchtigt werden kann
Warnhinweise
Cytarabin und Daunorubicin - invasiv
- Behandlung sollte unter Aufsicht eines in der Anwendung von chemotherapeutischen Arzneimitteln erfahrenen Arztes eingeleitet und überwacht werden
- andere Daunorubicin- und/oder Cytarabin-haltige Produkte
- die Kombination Daunorubicin plus Cytarabin darf nicht mit anderen Daunorubicin und/oder Cytarabin-haltigen Arzneimitteln ausgetauscht oder abgewechselt werden
- aufgrund erheblicher Unterschiede in den pharmakokinetischen Parametern unterscheiden sich die Empfehlungen für die Dosis und das Dosierungsschema dieses Arzneimittels von denen für Daunorubicinhydrochlorid-Injektionen, Cytarabin-Injektionen, Daunorubicincitrat-Liposomen-Injektionen und Cytarabin-Liposomen-Injektionen
- Arzneimittelname und Dosis müssen vor der Anwendung überprüft werden, um Dosierungsfehler zu vermeiden
- schwere Myelosuppression
- schwere Myelosuppression (einschließlich tödlicher Infektionen und hämorrhagischer Ereignisse) bei Patienten nach Anwendung einer therapeutischen Dosis berichtet
- schwere oder tödliche hämorrhagische Ereignisse, einschließlich tödlicher Blutungen des Zentralnervensystems (ZNS), die mit einer schwerenThrombozytopenie einhergehen, bei Patienten aufgetreten, die mit Daunorubicin plus Cytarabin behandelt wurden
- vor Therapiebeginn sollten die Blutwerte beurteilt werden
- während der Behandlung sollten die Patienten sorgfältig auf mögliche klinische Komplikationen durch Myelosuppression überwacht werden
- aufgrund der langen Plasmahalbwertszeit kann die Zeit bis zur Erholung der ANC und der Thrombozyten verlängert sein und eine zusätzliche Überwachung erfordern
- solange eine starke Neutropenie besteht, können prophylaktisch Antiinfektiva (einschl. antibakterieller Mittel, Virostatika und Antimykotika) gegeben werden, bis sich der ANC-Wert auf >/= 500/µl erholt hat
- eim Auftreten von myelosuppressiven Komplikationen sollten geeignete unterstützende Maßnahmen eingesetzt werden, z.B. Antiinfektiva, koloniestimulierende Faktoren oder Transfusionen
- Blutwerte bis zur Erholung regelmäßig überwachen
- Kardiotoxizität
- Kardiotoxizität ist ein bekanntes Risiko einer Anthracyclinbehandlung
- eine vorherige Therapie mit Anthracyclinen (dies schließt auch die Patienten ein, die zuvor die empfohlenen maximalen kumulierten Dosen von Doxorubicin oder Daunorubicinhydrochlorid erhalten haben), eine vorbestehende Herzerkrankung (einschl. einer beeinträchtigten Herzfunktion), einefrühere Strahlentherapie des Mediastinums oder die gleichzeitige Anwendung von kardiotoxischen Produkten kann das Risiko einer durch Daunorubicin induzierten Herztoxizität erhöhen
- in zwei einarmigen Studien bei 65 zuvor mit Anthracyclin behandelten Kindern mit rezidivierter oder refraktärer AML, die einen einzelnen Induktionszyklus (Zyklus 1) Cytarabin und Daunorubicin liposomal erhielten, wurden Herzerkrankungen (einschließlich Sinustachykardie, QT-Verlängerung und verkleinerte Auswurffraktion) beobachtet
- mehrere weitere Langzeit-Behandlungsstudien mit Anthracyclin/Anthracendion bei Kindern legen ebenfalls nahe, dass kongestive Kardiomyopathien mit einer Latenz von vielen Jahren auftreten können
- nicht-liposomales Daunorubicin in kumulierten Gesamtdosen von > 550 mg/m2 wurden mit einer erhöhten Inzidenz von behandlungsbedingter kongestiver Herzinsuffizienz in Verbindung gebracht
- bei Patienten, die eine Strahlentherapie des Mediastinums erhalten haben, scheint dieser Grenzwert niedriger (400 mg/m2) zu sein
- Zusammenhang zwischen der kumulierten Daunorubicin/Cytarabin-Dosis und dem Risiko einer kardialen Toxizität wurde nicht bestimmt
- kumulierte Gesamtexposition gegenüber Daunorubicin pro Therapiezyklus
- erste Induktion
- Daunorubicin pro Dosis: 44 mg/m2
- Anzahl Dosen pro Zyklus: 3
- Daunorubicin pro Zyklus: 132 mg/m2
- zweite Induktion
- Daunorubicin pro Dosis: 44 mg/m2
- Anzahl Dosen pro Zyklus: 2
- Daunorubicin pro Zyklus: 88 mg/m2
- einzelne Konsolidierung
- Daunorubicin pro Dosis: 29 mg/m2
- Anzahl Dosen pro Zyklus: 2
- Daunorubicin pro Zyklus: 58 mg/m2
- erste Induktion
- empfohlen, vor Therapiebeginn die Herzfunktion mittels Elektrokardiogramm (EKG) und einer quantitativen Radionuklidventrikulographie/Herzbinnenraumszintigraphie (MUGA) oder einer Echokardiographie (ECHO) zu beurteilten, insbes. bei Patienten mit Risikofaktoren für eine erhöhte kardiale Toxizität
- Herzfunktion sollte engmaschig überwacht werden
- bei Patienten mit eingeschränkter Herzfunktion sollte die Behandlung abgebrochen werden, es sei denn, der Vorteil einer eingeleiteten oder fortgesetzten Behandlung überwiegt das Risiko
- Empfängnisverhütung und Schwangerschaft
- Patientinnen sollten angehalten werden, während der Behandlung eine Schwangerschaft zu vermeiden
- männliche und weibliche Patienten im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung und nach der letzten Dosis noch 6 Monate lang eine wirksame Verhütungsmethode anwenden
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- mit Daunorubicin und Cytarabin sind schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen einschl. anaphylaktischer Reaktionen berichtet worden
- bei mäßigen Überempfindlichkeitssymptomen (z.B. mäßiger Ausschlag, Hitzegefühl, leichte Atemnot, Brustkorbbeschwerden) sollte die Behandlung abgebrochen werden
- Diphenhydramin (20 - 25 mg oder Äquivalent) und Dexamethason (10 mg) sollten i.v. gegeben werden
- Infusion sollte nicht wieder aufgenommen werden
- wenn der Patient erneut behandelt wird
- Behandlung mit der gleichen Dosis und Infusionsrate und mit Prämedikation
- bei schweren/lebensbedrohlichen Überempfindlichkeitssymptomen (z.B. eine den Einsatz von Vasopressoren erfordernde Hypotonie, Angioödem, eine Bronchodilatationstherapie erfordernde Atemnot, generalisierte Urtikaria)
- Behandlung sofort abbrechen
- Diphenhydramin (20 - 25 mg) und Dexamethason (10 mg) i.v. geben, und falls angezeigt, sollten zusätzlich Epinephrin (Adrenalin) oder Bronchodilatatoren gegeben werden
- Infusion sollte nicht wieder aufgenommen werden und es sollte keine erneute Behandlung begonnen werden
- Behandlung dauerhaft abbrechen
- Patienten bis zum Abklingen der Symptome überwachen
- Gewebsnekrose
- Daunorubicin wurde mit lokaler Gewebsnekrose an Paravasationsstellen des Arzneimittels in Verbindung gebracht
- in klinischen Studien trat 1 Paravasationsereignis auf, es wurde jedoch keine Nekrose beobachtet
- darauf achten, dass bei der Gabe von Daunorubicin plus Cytarabin keine Paravasation entsteht
- Daunorubicin plus Cytarabin darf nur intravenös angewendet werden
- darf nicht intramuskulär, intrathekal oder subkutan angewendet werden
- Beurteilung der Leber- und Nierenfunktion
- eingeschränkte Leberfunktion kann das mit Daunorubicin und Cytarabin assoziierte Toxizitätsrisiko erhöhen
- empfohlen, die Leberfunktion vor der Gabe und regelmäßig während der Behandlung mittels konventioneller klinischer Labortests zu beurteilen
- keine Erfahrungen mit der Anwendung bei Patienten mit prätherapeutischen Serum-Bilirubinwerten > 50 µmol/l oder mit terminaler Nierenerkrankung, die mit Dialyse behandelt wird
- Anwendung bei stark eingeschränkter Leberfunktion nur dann, wenn der Nutzen die Risiken überwiegt
- Labortests
- Daunorubicin plus Cytarabin kann eine Hyperurikämie infolge einer schnellen Lyse der leukämischen Zellen hervorrufen
- Harnsäurespiegel im Blut sollte überwacht und im Falle einer Hyperurikämie eine geeignete Therapie eingeleitet werden
- Immunsuppressorische Wirkungen/Erhöhte Infektionsanfälligkeit
- Anwendung von Lebendimpfstoffen oder attenuierten Lebendimpfstoffen bei Patienten, die durch Chemotherapeutika immungeschwächt sind, kann zu schwerwiegenden oder tödlichen Infektionen führen
- bei Patienten, die Daunorubicin und Cytarabin erhalten, muss eine Impfung mit Lebendimpfstoffen vermieden werden. Totimpfstoffe oder inaktivierteImpfstoffe dürfen angewendet werden; allerdings ist ein vermindertes Ansprechen auf diese Impfstoffe möglich
- Gastrointestinale Mukositis und Diarrhö
- Aufnahme von oraler Begleitmedikation kann durch die häufig in Verbindung mit einer intensiven Chemotherapie auftretende gastrointestinale Mukositis und/oder Diarrhö erheblich beeinflusst werden