Wegovy 2.4 mg FlexTouch Injektionslsg.Fertigpen
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| NotApplicable | 1X3 ML | 377,65 € |
Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.
Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.
Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
Erwachsene
- Ergänzung zu einer kalorienreduzierten Ernährung und verstärkter körperlicher Aktivität zur Gewichtsregulierung, einschließlich Gewichtsabnahme und Gewichtserhaltung, bei erwachsenen Patienten mit einem Ausgangs-Body-Mass-Index (BMI) von
- >/= 30 kg / m2 (Adipositas) oder
- >/= 27 kg / m2 bis < 30 kg / m2 (Übergewicht), bei denen mind. eine gewichtsbedingte Begleiterkrankung, wie z. B. Fehlregulation der glykämischen Kontrolle (Prädiabetes oder Diabetes mellitus Typ 2), Hypertonie, Dyslipidämie, obstruktive Schlafapnoe oder Herz-Kreislauf-Erkrankung vorliegt
- Hinweis: für Studienergebnisse hinsichtlich der kardiovaskulären Risikoreduktion sowie untersuchte Populationen: s. Fachinformation
Jugendliche (>/= 12 Jahre)
- Ergänzung zu einer kalorienreduzierten Ernährung und verstärkter körperlicher Aktivität zur Gewichtsregulierung bei
- Adipositas (BMI-Perzentile >/= 95) gemäß den geschlechts- und altersspezifischen BMI-Wachstumstabellen (s. Tabelle 1) und
- Körpergewicht >/= 60 kg
- Hinweis: Behandlung sollte abgebrochen und neu bewertet werden, wenn die jugendlichen Patienten ihren BMI nach 12 Wochen mit 2,4 mg oder der max. vertragenen Dosis nicht um mind. 5 % gesenkt haben
- Tabelle 1: BMI-Cut-off-Punkte für Adipositas (BMI-Perzentile >/= 95) nach Geschlecht und Alter für pädiatrische Patienten >/= 12 Jahren (CDC-Kriterien)
- 12 Jahre/ BMI-Perzentile (kg / m2) >/= 95
- männlich: 24.2
- weiblich: 25,2
- 12,5 Jahre / BMI-Perzentile (kg / m2) >/= 95
- männlich: 24.7
- weiblich: 25,7
- 13 Jahre / BMI-Perzentile (kg / m2) >/= 95
- männlich: 25,1
- weiblich: 26,3
- 13,5 Jahre / BMI-Perzentile (kg / m2) >/= 95
- männlich: 25,6
- weiblich: 26,8
- 14 Jahre / BMI-Perzentile (kg / m2) >/= 95
- männlich: 26,0
- weiblich: 27,2
- 14,5 Jahre / BMI-Perzentile (kg / m2) >/= 95
- männlich: 26,4
- weiblich: 27,7
- 15 Jahre / BMI-Perzentile (kg / m2) >/= 95
- männlich: 26,8
- weiblich: 28,1
- 15,5 Jahre / BMI-Perzentile (kg / m2) >/= 95
- männlich: 27,2
- weiblich: 28,5
- 16 Jahre / BMI-Perzentile (kg / m2) >/= 95
- männlich: 27,5
- weiblich: 28,9
- 16,5 Jahre / BMI-Perzentile (kg / m2) >/= 95
- männlich: 27,9
- weiblich: 29,3
- 17 Jahre / BMI-Perzentile (kg / m2) >/= 95
- männlich: 28,2
- weiblich: 29,6
- 17,5 Jahre / BMI-Perzentile (kg / m2) >/= 95
- männlich: 28,6
- weiblich: 30
- 12 Jahre/ BMI-Perzentile (kg / m2) >/= 95
Dosierung
Basiseinheit: jeder Fertigpen enthält 9,6 mg Semaglutid* in 3 ml Lösung - 1 ml Lösung enthält 3,2 mg Semaglutid* - ein Fertigpen enthält 4 Dosen zu 2,4 mg
*Analogon zu humanem Glucagon-like peptide-1 (GLP-1), gentechnisch hergestellt durch rekombinante DNS-Technologie in Saccharomyces cerevisiae
- als Ergänzung zu einer kalorienreduzierten Ernährung und verstärkter körperlicher Aktivität zur Gewichtsregulierung, einschließlich Gewichtsabnahme und Gewichtserhaltung
- Erwachsene
- Erhaltungsdosis: 2,4 mg Semaglutid 1mal / Woche
- Ausgangsdosis: 0,25 mg
- um die Wahrscheinlichkeit von gastrointestinalen Symptomen zu verringern
- Dosiserhöhung über einen Zeitraum von 16 Wochen auf eine Erhaltungsdosis von 2,4 mg 1mal / Woche (s. Tabelle 2)
- bei erheblichen gastrointestinalen Symptomen
- Verzögerung der Dosiseskalation oder Senkung auf die vorherige Dosis erwägen, bis sich die Symptome gebessert haben
- wöchentliche Dosen > 2,4 mg nicht empfohlen
- Tabelle 2: Dosiseskalationsschema
- Woche 1 - 4: 0,25 mg
- Woche 5 - 8: 0,5 mg
- Woche 9 - 12: 1 mg
- Woche 13 - 16: 1,7 mg
- Erhaltungsdosis: 2,4 mg
- Jugendliche (>/= 12 Jahre)
- gleiches Dosiseskalationsschema wie für Erwachsene (s. Tabelle 2)
- Dosiserhöhung bis auf 2,4 mg (Erhaltungsdosis) oder bis zum Erreichen der max. vertragenen Dosis
- wöchentliche Dosen > 2,4 mg nicht empfohlen
- Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2
- bei Behandlungsbeginn Dosisreduktion von gleichzeitig angewendetem Insulin oder Insulinsekretagoga (wie Sulfonylharnstoffe) erwägen, um das Risiko einer Hypoglykämie zu senken
- ausgelassene Dosis
- ausgelassene Dosis so bald wie möglich und innerhalb von 5 Tagen nach dem ursprünglichen Dosistermin verabreichen
- wenn mehr als 5 Tage vergangen sind: ausgelassene Dosis überspringen und die nächste Dosis am regulären, geplanten Tag verabreichen
- in jedem Fall können Patienten anschließend ihr regelmäßiges, 1mal / Woche Dosierungsschema wiederaufnehmen
- werden mehrere Dosen ausgelassen: Verringerung der Anfangsdosis für die Wiederaufnahme der Behandlung in Betracht ziehen
- Erwachsene
Dosisanpassung
- ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
- Dosisanpassung aufgrund des Alters nicht erforderlich
- Patienten >/= 85 Jahre
- therapeutische Erfahrungen begrenzt
- Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
- leicht oder mittelschwer
- keine Dosisanpassung erforderlich
- schwer (eGFR < 30 ml / Min. / 1,73 m2), einschließlich Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz
- nur begrenzt Erfahrungen
- Anwendung nicht empfohlen
- leicht oder mittelschwer
- Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
- leicht oder mittelschwer
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Anwendung mit Vorsicht
- schwer
- nur begrenzt Erfahrungen
- Anwendung nicht empfohlen
- leicht oder mittelschwer
- Kinder und Jugendliche
- >/= 12 Jahre: keine Dosisanpassung erforderlich
- < 12 Jahre: Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile
Therapiehinweise
Einschleichend dosieren.
Nebenwirkungen
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Anaphylaktische Reaktion
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypoglykämie bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2a
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzenb
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindelb
- Dysgeusieb,c
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Diabetische Retinopathie bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2a
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypotonie
- Orthostatische Hypotonie
- Erhöhte Herzfrequenza,c
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erbrechena,b
- Durchfalla,b
- Obstipationa,b
- Übelkeita,b
- Abdominalschmerzenb,c
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gastritisb,c
- Gastroösophageale Refluxkrankheitb
- Dyspepsieb
- Eruktationb
- Flatulenzb
- Abdominelles Spannungsgefühlb
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Akute Pankreatitisa
- Verzögerte Magenentleerung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Darmverschlussd
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Cholelithiasisa
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Haarausfalla
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Angioödem
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erschöpfungb,c
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Reaktionen an der Injektionsstellec
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erhöhte Amylasec
- Erhöhte Lipasec
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- a) Siehe „Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen" in der Fachinformation
- b) hauptsächlich während der Dosiseskalation beobachtet
- c) Gruppierte bevorzugte Bezeichnungen
- d) Aus Meldungen nach Markteinführung
Anwendungshinweise
- zur subkutanen Anwendung
- 1mal / Woche zu einem beliebigen Zeitpunkt zu oder unabhängig von den Mahlzeiten anwenden
- Injektion subkutan in das Abdomen, den Oberschenkel oder Oberarm verabreichen
- Injektionsstelle kann gewechselt werden
- darf nicht intravenös oder intramuskulär angewendet werden
- der Tag der wöchentlichen Anwendung kann bei Bedarf gewechselt werden, solange die Zeit zwischen zwei Dosen mind 3 Tage (> 72 Stunden) beträgt
- nach Auswahl eines neuen Verabreichungstages ist die Dosierung 1mal / Woche fortzusetzen
- Patienten anweisen, vor der Anwendung des Arzneimittels sorgfältig die in der Packungsbeilage enthaltene Bedienungsanleitung zu lesen
- weitere Hinweise zur Anwendung: s. Fachinformation
Stillzeithinweise
- Semaglutid darf während der Stillzeit nicht angewendet werden
- bei säugenden Ratten wurde Semaglutid in die Muttermilch ausgeschieden
- ein Risiko für ein gestilltes Kind kann nicht ausgeschlossen werden
Schwangerschaftshinweise
- Semaglutid darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden
- Frauen im gebärfähigen Alter wird empfohlen, während der Behandlung mit Semaglutid eine Verhütungsmethode anzuwenden
- tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt
- es liegen nur begrenzte Daten aus der Anwendung von Semaglutid bei Schwangeren vor
- möchte eine Patientin schwanger werden oder tritt eine Schwangerschaft ein, muss Semaglutid abgesetzt werden
- aufgrund der langen Halbwertszeit muss Semaglutid mind. 2 Monate vor einer geplanten Schwangerschaft abgesetzt werden
- Fertilität
- es ist nicht bekannt, ob Semaglutid eine Auswirkung auf die menschliche Fertilität hat
- Semaglutid beeinträchtigte die Fertilität männlicher Ratten nicht
- bei weiblichen Ratten wurde bei Dosen, die mit einem mütterlichen Gewichtsverlust einhergingen, eine Verlängerung des Östrus und eine geringe Abnahme der Anzahl der Ovulationen beobachtet
Warnhinweise
- Rückverfolgbarkeit
- zur Verbesserung der Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel: Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentieren
- Dehydrierung
- die Anwendung von GLP-1-Rezeptoragonisten kann mit gastrointestinalen Nebenwirkungen verbunden sein, die zu Flüssigkeitsverlust und in seltenen Fällen zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion führen können
- Patienten auf das potenzielle Risiko einer Dehydrierung im Zusammenhang mit gastrointestinalen Nebenwirkungen hinweisen und Vorkehrungen gegen Flüssigkeitsverlust treffen
- Akute Pankreatitis
- akute Pankreatitis wurde unter der Anwendung von GLP-1-Rezeptoragonisten beobachtet
- Patienten über die charakteristischen Symptome einer akuten Pankreatitis informieren
- wird eine Pankreatitis vermutet: Semaglutid absetzen
- wird diese bestätigt: Behandlung mit Semaglutid nicht wieder aufnehmen
- bei Patienten, die bereits einmal an Pankreatitis erkrankt waren: Vorsicht geboten
- wenn keine anderen Anzeichen und Symptome einer akuten Pankreatitis vorliegen, sind erhöhte Pankreasenzymwerte allein nicht aussagekräftig für eine akute Pankreatitis
- Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2
- Semaglutid darf nicht als Ersatz für Insulin bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 verwendet werden
- Semaglutid darf nicht in Kombination mit einem anderen GLP-1-Rezeptoragonisten angewendet werden
- dies wurde nicht untersucht und ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen im Zusammenhang mit einer Überdosierung wird als wahrscheinlich erachtet
- Hypoglykämie bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2
- es ist bekannt, dass Insulin und Sulfonylharnstoff Hypoglykämien hervorrufen
- Patienten, die mit Semaglutid in Kombination mit einem Sulfonylharnstoff oder Insulin behandelt werden, können ein erhöhtes Risiko für eine Hypoglykämie haben
- das Risiko einer Hypoglykämie kann durch Reduktion der Sulfonylharnstoff- oder der Insulindosis bei Beginn der Behandlung mit einem GLP-1- Rezeptoragonisten gesenkt werden
- die Zugabe von Semaglutid bei Patienten, die mit Insulin behandelt werden, wurde nicht untersucht
- Diabetische Retinopathie bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2
- bei Patienten mit diabetischer Retinopathie, die mit Semaglutid behandelt werden, wurde ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Komplikationen der diabetischen Retinopathie beobachtet
- eine rasche Verbesserung der Blutzuckerkontrolle war mit einer vorübergehenden Verschlechterung der diabetischen Retinopathie assoziiert, jedoch können andere Mechanismen nicht ausgeschlossen werden
- Patienten mit diabetischer Retinopathie, die Semaglutid erhalten, sind engmaschig zu überwachen und gemäß klinischen Leitlinien zu behandeln
- es liegen keine Erfahrungen mit diesem Präparat bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und unkontrollierter oder potenziell instabiler diabetischer Retinopathie vor
- die Behandlung mit diesem Präparat wird für diese Patienten nicht empfohlen
- nicht untersuchte Populationen
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht untersucht bei Patienten
- die mit anderen Produkten für das Gewichtsmanagement behandelt werden
- mit Diabetes mellitus Typ 1
- mit schwerer Nierenfunktionsstörung
- mit schwerer Leberinsuffizienz
- mit Herzinsuffizienz des New York Heart Association (NYHA)-Stadium IV
- eine Anwendung wird bei diesen Patienten nicht empfohlen
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht untersucht bei Patienten
- nur begrenzte Erfahrungen bei Patienten
- im Alter von mindestens 75 Jahren oder mehr
- mit leichter oder mittelschwerer Einschränkung der Leberfunktion
- mit entzündlicher Darmerkrankung
- mit diabetischer Gastroparese
- eine Anwendung bei diesen Patienten muss mit Vorsicht erfolgen